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Full text of "Aeschylus' Prometheus nebst den Bruchstücken des [Prometheus luomenos (romanized form)]"

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1 



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3031702MR ■ 



AESCHYLUS' 



PROMETHEUS 



/ 



NEBST DEN BRUCHSTÜCKEN 



DES 



HPOMH^ETS ATOME NOS 



FÜR DEN SCHULGEBRAUCH ERKLÄRT 



VON 



N. WECKLEIN. 



ZWEITE AUFLAGE. 




LEIPZIG, 

DRUCK UND TEBLAO VON B. O. TEUBNEB. 

1878. 



I 



LIBRARY NX 

cXl CLA88ICAL )=-' 
LITERATME 



'^CFÖ"^: 



Vorwort zur ersten Auflage. 



Die Erklärung und allgemeine Auffassung des Aeschylischen 
Prometheus gipfelt in der Erkenntniss des religiösen Charakters und 
des inneren Zusammenhangs der trilogischen Composition. Darum 
betrachtete ich es als meine Hauptaufgabe diese Tielbehandelte Frage 
eioer neuen und eingehenden Untersuchung zu unterziehen und 
soweit es möglich ist zur Entscheidung zu bringen. Dabei habe* 
ich mich iiberzeugt, dass Schömann in seinen ausgezeichneten Ab- 
handlungen das richtige Princip gezeigt, bei der Durchführung des 
Princips aber den sicheren Standpunkt verloren hat. Die lieber- 
hefenmg musste sorgfaltiger berücksichtigt^ die Andeutungen des 
Dichters die unabsichtlichen me die absichtlichen genauer be- 
obachtet, die Zwecke und Mittel seines Schaffens gründlicher ver- 
folgt werden. Dass dieses freilich mir in ausreichender Weise ge- 
hmgen sei, wage ich nicht zu hoffen. Die ausfuhrlichere Begrün- 
dung der entscheidenden Punkte habe ich in meinen Studien zu 
Acschylu», Berlin W. Weber 1872 S. 23—33 gegeben. 

Im Gommentare habe ich eine allseitige Erklärung des Stückes 
angestrebt, eine dur^ingige grammatische und sachliche Erläute- 
rung und die Erörterung des Zusammenhangs, wo es geboten schien. 
Manche werden vielleicht die eine oder andere grammatische Be- 
merkung für überflössig halten; mir war es um die genaue Dar- 
legung des tragischen und Aeschylischen Sprachgebrauchs zu thun. 
Bei einer Schulausgabe musste ich natürlich von dem forterbenden 
Eigenthum der Ausgaben in Citaten und Parallelstellen Gebrauch 
machen; ich hoffe auch meinen schuldigen Beitrag geliefert zu 
haben. Bei diesen SteUenangaben von Schütz, Blomfleld, Schömann, 
Dindorf u. a. und bei solchen grammatischen Bemerkungen, die 
nicht das Eigenthum eines einzelnen sind, hielt ich es nicht für 
nöthig besondere Namen anzugeben; bei eigentlich selbstständigen 
Gedanken und Ansichten aber habe ich mich dem herkömmlichen 
Gebrauch der Schulausgaben nicht anschliessen können; die Angabe 
der Autorschaft (im Text der Anmerkungen oder im Anhang) dürfte 
auch weiteren Studien förderlich sein. — Das Zusammensuchen, 
die Auswahl und Ordnung der sachlichen Erklärungen, welche für 
^inzehie Partieen dieses Stückes besonders nothwendig sind, war 
nicht der leichteste TheU der Arbeit. — Wenn ich die Gliederung 



rV • Vorwort. 

des Dialogs und der Reden durch den Druck kenntlich gemacht 
habe, so soll damit nicht eine künstliche, sondern eine natürliche 
Symmetrie herrorgegangen aus einem feineren Gefühl für Ebenmass 
und Form angezeigt sein. Darum tritt neben der Regehnässigkeit 
auch die Unregelmässigkeit' herror. 

Für die Kritik des Textes habe ich meine Grundsätze in 
meinen Studien zu Aeschylus dargelegt. Im Anhange wurden auch 
solche Emendations versuche erwähnt, welche ich durchaus nicht 
billige, wenn sie nur als das Werk eindringlichen Studiums er- 
schienen; denn jede geistige Thätigkeit enthält eine Anregung. Halt- 
und gehaltlose Vermuthungen habe ich bei Seite gelassen. Wahr- 
scheinliche Ergänzungen sind durch ^]>, offenbare hiterpolationen 
duixh [ ] von dem anderen Texte geschieden. 

Was ich habe erreichen wollen, ist gesagt; wieviel ich erreicht 
habe, werden andere anders beurtheilen als ich. Hier habe ich 
nur noch den Herrn Prof H. Brunn und W. Christ für einzelne 
Andeutungen meinen besten Dank zu sagen. 

MüneheUf im November 1871. 



Vorwort zur zweiten Auflage. 



Für die neue Auflage habe ich den wohlwollenden Besprechungen 
der ersten in den Jahrbüchern für Philol. u. Pädag. 1872 S. 677—689 
von C. Fr. Müller, in den Blättern für das bayr. Gymnasiaiw. IX 
(1873) S. 141—149 von L. Schiller, im Literar. Centralbl. 1874 
Nr. 2 von J. Kvicala, im Philol. Anzeiger 1874 Nr. 6 von Hein- 
rich Keck u. 1877 Nr. 12 von K. Zacher, in der Rivista di 
filologia IV 1 — 2 mancherlei Berichtigungen und Zusätze ent- 
nommen. Ausserdem hat mir für einige Punkte der Einleitung 
besonders in Betreff der Mittlerrolle des Okeanos mein Freund 
Ernst Berch gütige Mittheilungen zukommen lassen, die mir gute 
Dienste geleistet haben. Allen diesen Gelehrten sei hiemit der 
wärmste Dank gesagt. 

Bamberg, 1878. 

N. W. 



Einleitung. 



I. Die Frometheussage vor AesohyltiB. 

» 

Wunderbar ist für den im Naturzustände lebenden Men- 
flehen die Gewinnung des Feuers, wenn der niederfahrende 
Blitz einen 'Baum entzündet oder wenn einem Holze durch 
Reiben der glänzende Funke entlockt wird. Wunderbar wird 
die Wirkung des Feuers, dieser HimmelskrafL welcher der 
Menseb dankt , was er bildet, was er schafft. Im Besitze des 
Feners und mit der Eenniniss sich seiner zur Bereitung der 
Nahnmff und zu Gewerb- und Eunstbetrieb zu bedienen er- 
hebt sicn die Menschheit aus dem rohen Naturzustande zu 
einem cultivierten und verfeinerten Leben. Der Uebergang 
zur Selbständigkeit; zum bewnssten Handeln ^ die gewonnene 
Möglichkeit y sich durch eigene Klugheit und Vorsicht vor 
Noth und Elend zu wahren, die Erhöhung des Wohlstandes 
and der Einsicht — alles das führt einen Bruch mit den bis- 
herigen beschränkten; ängstlichen und an ein enges Dasein 
gebundenen Anschauungen herbei; was man früher nur von 
göttlicher Gnade erwartete uqd durch Opfer zu erbitten hoffte, 
glaubt man jetzt durch eigene Kunst und Geschicklichkeit er- 
langen zu können. So knüpft sich an diesen Uebergang von 
dem Naturzustande zur Gultur die Vorstellung von einem tita- 
nischen Streben der Menschen Gott gleich zu sein, von einer 
Verkürzung der Gotter zu Gunsten der Sterblichen, von Trotz 
und Empörung gegen die Gottheit. 

Diese Gedanken und Beobachtungen liegen in allmähliger 
Ausbildung dem vielgestaltigen Prometheusmythus zu Grunde. 
Der Ursprung dieser Sa^e reicht in die Zeit des Zusam- | 
menlebens der mdogermanischen Völker hinauf.*) Das Feuer ( 
fahrt entweder im Blitze vom Himmel auf die Erde nieder 
ond entzündet einen Baum, einen feuerfangenden Strauch oder 
€8 wird durch Beiben gewonnen; das erstere ist das ursprüng- 



*} Vgl. Ad. Eohu, die Herabkunft des Feuers udd des Götter- 
tranh. Berlin 1859. Dazu G. Cartias, Grundzüge der griech. Etymo- 
logie 8. 3S71 

ABtcRTi.us, PrometheiiB. 1 



2 EINLEITUNG. 

liebere und gibt die Grundlage des Mytbus. In der alten in- 
diseben Sage kommt Agni, das zum Gotte gewordene Feuer^ 
den Mensehen vom Himmel berab; er wird, da er von der 
Erde verscbwunden, dureb Matarifvan von den Göttern zurück- 
ffebolt und den Bhrgu's gegeben oder aus einer Hoble bei 
den Bbi^'s entzündet oder aueb von. den Bbrgu's selbst ge- 
bolt und unter die Menseben versetzt; die Bbrgu's aber sind 
die „leuebtenden, glänzenden*', die Blitze (von bbrag q>Xiyü)y 
fulgeo). Wenn Agni selbst Matarifvan genannt wird, so liegt 
dem die ursprüngliebe Vorstellung zu Grunde, dass das Feuer 
I im Blitze von selber auf die Erde niederfabrt. Ein häufiger 
1 Beiname des Agni ist Pramati d. i. Vorsorge^ vorsehende 
I Klugheit. — Gewonnen aber wurde das Feuer in alter Zeit 
durch quirlende Drehung eines Holzstückes in der Nabe eines 
Bades oder einer Scheibe, wie noch jetzt in Indien das reine 
heilige Feuer entzündet wird. Der Drehstab hiess pramanthas 
^von math, manth, mathämi, umdrehen, quirlen), welches Wort 
I m dem ursprünglichen Begriff von ngofir^d'^vg enthalten ist 
/ ^ (bei den Thuriem gab es einen Zeus ngoiiav&svg Lycopbr. 
' 1 537). — Durch Verbindung und Vermengung dieser 
Vorstellungen von der Entstehung des Feuers wird 
. der „Feuerreiber^^ UQo^ifi&evg zum Agni Pramati und Mäta- 
ri9van, der Feuerreiber zum vorsorglichen Feuerholer, welcher 
i einen feuerfan^enden Strauch am Feuer des Himmels entzün- 
det und auf die Erde bringt. So bildet sich der griechische 
Begriff des „Fürsorgers^' Prometheus von unbestimmter mehr 
bloss übermenscblicner als göttlicher Natur und unbestimmter 
Abstammung, welcher mit dem Ferulstengel {vagdT^i vergl. 
unten zu 109) das Feuer von dem Sonnenwagen oder von 
dem Heerde des Zeus oder auch aus der Feueresse des Hephae- 
stos für die Menschen raubt und so Stifter der menschlichen 
Cultur wird. 

Als reiner Cultui^ott in friedlichem Vereine mit Hephae- 
stos und Athena erscheint Prometheus in dem attischen 
Gultus. Zwischen der Stadt und dem KoXiovds Znmog, welcher 
dem Poseidon heilig war und dem athenischen Töpferquar- 
tiere, dem Kerameikos, den trefflieben Thon zu den weithin 
berühmten und gesuchten Vasen lieferte, lag der heilige Hain 

(des alten Heros Akademos, die Akademie, wo Prometheus mit 
Hephaestos und Athene zugleich verehrt wurde. Es stand dort 
in dem geweihten Baume der Göttin Athena eine alte Bild- 
säule und ein Altar des Prometheus und am Eingange waren 
auf einem Sockel Prometheus und Hephaestos zusammen dar- 
gestellt, Prometheus als der erstere und ältere Gott mit dem 
Seepter in der Rechten, Hephaestos als der zweite und jün- 

Sere; auf dem nämlichen Sockel war ein gemeinschaftlicher 
Itar beider abgebildet. Dem Prometheus zu Ehren wurden 



EINLEITUNG. 



alljährlich die Jl^ofiij^Ha gefeiert mit einem FackelwetUaufe 
?on der Akademie zur Stadt (Xai^itadrjtpoQla, kafinadridifoiila) ; 
die Fackeln worden am Altare des Prometheus angezündet 
und es galt im Laufe den anderen zuvorzukommen ohne die 
Fackel erlöschen zn lassen (schol. zu Soph. 0. G. 56, Paus. I 
ä()y 2). Diese Feier geht zurück auf einen uralten religiösen 
Gebrauch der Erneuerung des Feuers. Die den indogerma- 
nischen Völkern gemeinsame Vorstellung von dem Gegensatze 
des reinen, himmüschen und des durch menschlichen Gebrauch 
entweihten Feuers führte zu dem Gebrauche; von Zeit zu Zeit 
in Haus und Werkstatt das entheiligte Feuer durch reines zu 
ersetzen, um damit neuen Segen zu gewinnen. Wie aus die- 
sem Gebrauch sich der Fackel wettlauf entwickelt hat, kann 
am besten eine Erzählung bei Plut. Aristid. c. 20 lehren. Als 
die Griechen nach der Schlacht bei Plataa wegen der darzu- 
bringenden Opfer in Delphi anfragten, gab ihnen der Gott 
den Bescheid, sie sollten nicht eher opfern, als bis sie alles Feuer 
im Lande, welches durch' die Barbaren yerunreinigt sei, aus- J 
geloscht und neues Feuer von dem gemeinsamen Heerde in 
Delphi geholt hätten. Daraufhin geboten die Führer der 
Griechen überall im Lande das Feuer auszulöschen; von den 
Plataem aber machte sich Euchidas auf nach Delphi mit dem 
Versprechen das Feuer so schnell als möglich von dem delphi- 
schen Heiligthum herzubringen. Er reinigte sich, besprengte 
sich mit geweihtem Wasser und bekränzte sein Ebupt mit 
Lorbeer, rfachdem er das Feuer vom Altare genommen, eilte 
er im Laufe nach Plataa zurück und kam noch an demselben 
Tage vor Sonnenuntergang an, nachdem er einen Weg von 
tausend Stadien zurückgelegt. Er konnte nur noch seine Mit- 
bürger beffrüssen und ihnen das Feuer übergeben; dann fiel 
er hin und gab seinen Geist auf. Es kam also darauf an. das 
Fener möglichst schnell an Ort und Stelle zu bringen, ciamit 
ihm seine ursprüngliche Reinheit gewahrt und gleichsam eine 
Continuität zwischen dem Altar m Delphi und dem neuen 
Heerde in Plataa hergestellt werde. Auf gleiche Weise wurde 
in Athen das reine feuer dem Altar des Prometheus entnom- 
men und mit grösster Schnelligkeit in die Stadt nach dem 
Quartier der Schmiede und Töpfer gebracht. So steht der 
Feaergott Prometheus mit dem athenischen Handwerk in eng- 
ster ^Ziehung.*) Mit Ehrfurcht nennt ihn Soph. 0. Col. Si 
der Athener: 

XciQog likv UQog nag 8d* i6x* • lx£i 8i vvv 

6e(iv6g IloöeidfSv iqS* 6 nvQtp6Qog ^aog 

Tixitv ÜQOikrfievg, 



y^ 



/ 



*) Vgl. meine Abhandlang über den Fackelwettlanf im Hermes VII 
8. iS7~452. 



X 



4 EINLEITUNG. 

Schon in der indischen Sage kennzeichnet den Bhrgu ein 
Zag übermüthiger Kraft; das Vorbild ffir die Schilderung der 
den Bhi^'s gleichstehenden Phlegyer (von q)XBym)^ dvÖgcSv 
vßQi6täa}v^ of ^log oix ikiyovxag inl %&ovi vaisraaOMOv iv 
xttk^ ßii66p Kfiq>i0idog iyyvhi kCuvr^g (Homer, hymn. II 100 
ed. Baumeister). Ganz mit sittlichen Reflexionen und zweck- 
Yollen Ergänzungen versetzt tritt uns der Prometheusmythus 
in der hesiodischen Dichtung (Theogonie 535 fiP.; Werke 
und Tage 47 £F.) entgegen. Hier spricht sich eine Art bäuer- 
liche Anschauung von der Cultur aus, welche den Menschen 
zur Widersetzlichkeit gegen die Gottheit verleitet und zur Strafe 
das Uebel in die Welt gebracht habe. In der Theogonie wird 
der Mythus in folgender Weise erzählt: Als sich die Götter 
und sterblichen Menschen zu Mekone auseinandersetzten — 
also zur Zeit; wo mit der Herrschaft des Zeus die Sonderung 
der Götter und Menschen eintrat und die patriarchalische Ge- 
meinschaft derselben, wie sie unter Eronos bestanden, auf- 
hörte*) — j suchte der gewandte und verschlagene Prometheus, 
der Sohn des Titanen lapetos und der Klymene, der Bruder 
des starkmüthigen Atlas, des hochstrebenden Menoitios und 
des unklugen Epimetheus, bei der Theilung eines Opferstieres 
den Sinn des Zeus zu berücken: auf die eine Seite als Theil 
.der Menschen legte er das Fleisch und die fetten Eingeweide, 
wickelte sie in die Haut und legte den Rindsmagen darüber; 
auf die andere Seite für Zeus kamen die weissen Knochen, 
künstlich aufgehäuft und mit gleissendem Fette umhüllt. Zeus 
stellte ihn wegen der ungleichen Theile zur Rede, Prometheus 
aber schelmisch lächelnd hiess Zeus wählen. Zeus durchschaute 
den Trug und ahnte Schlimmes für die sterblichen Menschen, 
was auch in Erfüllung gehen sollte: er hob mit beiden Hän- 
den das Fett auf und erzürnte gewaltig, als er die weissen 
Knochen darunter erblickte. Zur Strafe wurde den Menschen 
das Feuer vorenthalten; der Sohn des lapetos aber, der ihnen 
gut war, täuschte den Zeus und stahl des Feuers fernstrah- 
lenden Glanz in einem hohlen Ferulstengel. Dafür sandte 
Zeus den Menschen ein Uebel: er Hess durch Hephaestos das 
Weib aus Erde bilden und durch Athene mit allen Reizen 
schmücken; dann gab er den Menschen das schöne Uebel; 
denn von dem Weibe stammt das Geschlecht der Frauen, 
welche als grosses Wehe unter den sterblichen Männern woh- 
nen den Drohnen des Bienenstockes vergleichbar. Der gütige 
Prometheus aber wurde zur Lehre, dass des Zeus Sinn nicht 
zu hintergehen sei, an eine Säule gefesselt, indem die Fesseln 
mitten durch die Säule getrieben wurden (vgl. unten zu 64). 
Dann sandte Zeus einen Adler, welcher dem Prometheus die 



*) Vgl. Schömann, die heüodische Theogonie S. 209. 



EINLEITUNG. ^ 5 

unsterbliche Leber abfrass; des Nachts wuchs soviel nach, als 
der Vogel den Ti^ über verzehrte. Den Adler tödtete Hera- 
kies*) nnd befreite den Sohn des lapetos von seiner Noth, 
nicht gegen den Willen des Zeus^ auf dass des Herakles 
Rahm sicn mehre anf der weiten Erde. — Nach den "Egyu 
xai ^HftiQai verbirgt Zens das Feuer , weil Promethens ihn 
getauscht; Prometheus aber eQtwendet es wieder heimlich dem 
Leos. Zur Strafe sendet Zeus die von allen Göttern mit Gaben 
ausgestattete Pandora**) zu Epimetheus, welcher sie gegen 
die ausdrückliche Warnung seines Bruders aufnimmt und das 

*) Ein Gemälde, auf welchem der noch gefesselte Prometheus mit 
seinem Befreier Herakles dargestellt war, sah der Periegete Pansanias 
[Vll §2) in dem Tempel des Zeas za Olympia. Aaf der unten za 64 
erw2imten Vase entsendet Herakles in halb Knieender Stellung hinter 
dem gepfählten Prometheus seine Pfeile anf den auf Prometheus zn- 
fiiegenden lorammschnabeligen Adler. Promethens streckt seine zusam- 
mengebundenen Hände abwehrend dem Vogel entgegen. Hinter dem 
Adler steht ein bärtiser Beobachter einen Stab in der Linken haltend. 
Acliilles Tatius III 8 beschreibt ein Gem^de, auf welchem Prometheus 
dargestellt war mit zusammengezogenen Augenbrauen und Lippen, mit 
halEofbaiem Munde, das linke Bein krampfhaft hinunterstreckend, den 
rechten Schenkel an sich ziehend, halb auf Herakles blickend, welcher 
mit Bogen und Speer bewa&et im Begriff ist den Pfeü zu ent> 
senden, halb auf den Vogel, der auf den Schenkel des Prometheus 
gestützt in dessen Eing^weiden wühlt. Dieser Beschreibung entspricht 
migefthr die Darstellung eines Pompejanischen Wandgemäldes (Zahn, 
Ornamente II Taf. 30) , anf welchem Prometheus in aufrechter Stel- 
lung an einem hohen Felsengeklüfte mit beiden Armen angeklam- 
mert ist; anf dem etwas yoreebeugten rechten Fusse sitzt der Adler, 
der seinen Schnabel an die Brust des Prometheus setzt, unten in der 
Ebene steht Herakles und legt den Bogen auf den Adler an. In ähn- 
licher Weise ist die Befreiung des Prometheus auf einem Sarkophag des 
CapitoL Museums und auf dem Wandgemälde eines Columbariums (Jahn, 
die Wandgemälde des Columbariums in der Villa Pamfili Taf. I 3) yor- 
gertellt. Auf dem letzteren Bilde hängt Prometheus mit ausgebreiteten 
angeklammerten Armen an einer Felsenwand, den linken Fuss auf ein 
Feuenstück gestützt. Der Adler steht rechts neben ihm und während er 
die linke Eralle an den rechten Fuss des Prometheus 'setzt, zerfleischt 
er ihm die Brust und Blut träufelt herab. Dem anlegenden Herakles 
zeigt die dahinterstehende GH)ttin Athena das Ziel und bürgt dafür, dass 
der Pfeil nicht den Prometheus, sondern den Adler treffe. 

**) Der Mythus yon der Pandora ist auf einer Pränestinischen Ciste 
(Monum. deir Inst. arch. yol. VI tay. XXXIX ygl. R. Garucci in Annali 
deir Inst 1860 S. 99) in 6 Büdem dargestellt m dem ersten zeigt Pro- 
metheus die entwendete Feuerflamme einer weiblichen Gestalt rThemis?); 
in dem zweiten reicht er das Feuer dem freudig überraschten Menschen ; 
in dem dritten nimmt Pandora yon Zeus das yerhängnissyolle Gefäss 
(eine doppeOienkelige Schale mit hohem Deckel) entgegen; in dem 
▼ierten bietet Pandora das Gefäss dem Menschen dar, der sich yoU 
Sebrecken und Abscheu abwendet und das Geschenk mit der Hand ent- 
schieden abweist. In dem fünften ist Prometheus in schräger Stellung 
nut ausgebreiteten Händen und zusammengeklammerten Füssen an einen 
Felsen angeschmiedet; an den Füssen steht der Adler yoU Wuth und 
Schrecken nach Herakles umblickend, der dahinter schon mit der Keule 
ausholt um ihn zu erschlagen. 



6 ^ EINLEITUNG. 

üebel erst merkt da er es hat. Denn vordem lebten die Ge- 
schlechter der Menschen auf der Erde frei von Leiden und 
schwerer Plage, frei von todbringenden Krankheiten ; das Weib 
aber nimmt den Deckel vom Fasse und es fliegen heraus und 
verbreiten sich über Land und Meer alle Krankheiten und 
Leiden; nur die Hoffiiung bleibt darin, weil Pandora auf den 
Bath des Zeus den Deckel vorher zuwirft. — Diese beiden 
Darstellungen suchen zu erklären, wie das Uebel in die Welt 
gekommen, ursprünglicher und naiver erscheint die An- 
schauung, dass sich mit der Verfeinerung der Lebensweise die 
schlimmen Folgen des Luxus eingestellt haben, als die andere, 
dass durch das Weib das Elend in die Welt gekommen sei; 
beide Anschauungen sind in den "Egya xal ^HyLigai verbunden, 
in welchen Pandora nicht mehr die Stammmutter des mensch- 
lichen Geschlechts, sondern ein besonderes Gebilde für sich ist. 
Prometheus ist als Genius der Menschheit aufgefeusst, welche 
sich durch einen Frevel gegen die Gottheit, indem sich Pro- 
metheus weiser dünkt als Zeus (vgl. unten 62), die Strafe 
der Gottheit und damit alle Noth und allen Jammer des Lebens 
zuzieht. Da Prometheus als Geber des Feuers auch Stifter 
des Brandopfers sein musste, so ergab sich aus der Beobach- 
tung, dass bei den Opfern den Göttern nur der geringste 
Theil zufalle (Theog. 556 

ix xov 8' dd'avdxoiöLv inl %^ovl tpvX* dvd'gdnGJV 

xcciovö* diSxia Xevxd ^vriivtcov ivcl /Sofudi/), 

der motivierenden Dichtung die besondere Veranlassung für 
den Uebermuth des zu hoch strebenden Verstandes und der 
auf Kosten der alten ängstlichen Götterverehrung selbststän- 
di^ den Nutzen und das Wohl der Menschen fordernden In- 
teUigenz. 

n. Die Frometheussage bei Aeschylus. 

Prometheus, Sohn der Themis — des Vaters wird nirgends 

fedacht — , stand im Titanenkampfe zuerst auf Seite der 
itanen; da er aber von seiner Mutter Themis wusste, dass 
nicht rohe Kraft und Starke, sondern schlaue Anschll^e ob* 
sieffen würden, und die Titanen seinen Kath verschmähten, 
veniess er die unterliegende Partei und trat mit seiner Mutter 
auf Seite des Zeus, um die Früchte des Sieges zu theilen. Nach- 
dem Kronos sammt den Titanen unter wesentlicher Beihülfe des 
Prometheus in den Tartarus gestürzt war, entstand bei der 
Ordnung und Einrichtung der neuen Herrschaft Zwiespalt 
zwischen Zeus und Prometheus, indem Zeus an Stelle des 
alten aus der Titanenzeit stammenden Menschengeschlechtes 
ein neues der neuen Zeit entsprechendes Geschlecht setzen 
wollte, Prometbeus aber sich des alten Menschenstammes an- 



EINLEITUNG. 7 

nahm und diesem noch blöden und 9tumpfsinnigen Geschlechte 
durch die Erweckung strebsamer Thätigkeit, durch die Gabe 
des den Gottern entwendeten Feuers, durch die Mittheilung 
jeglicher Kunst und Fertigkeit, überhaupt durch die Entwick- 
lang des Denkens und Bewusstseins (444) das Dasein nicht 
nur sicherte, sondern auch veredelte und froher machte. Aber 
die Zeit der Willkür und der Sonderbestrebungen ist vorüber, 
jedem ist sein Amt und sein Kreis bestimmt, eine allgemeine 
Weltordnung, an deren Spitze Zeus steht, ist begründet und 
der Einzelne muss sich dieser Ordnung fiigen, mag sie auch 
im Vergleich zu der früheren Zeit als Unterdrückung des Eigen- 
willens und der persönlichen Selbstsländigkeit (v^l. 149 S.) 
erscheinen. Darum wird der eigenwillige (543) Eingriff in 
die neue Ordnung der Dinge und die Auflehnung gegen den 
höchsten Herrn der Welt an Prometheus hart gestraft, um 
80 härter, als die Herrschaft neu ist (vgl. zu 35) und deren 
Befestigung ein entschiedenes und kraftvolles Auftreten gegen 
jede EmTOiiing nothwendig macht. 

Die Diener des Zeus, deren Wesen der energischen und 
rüdoiehtslosen Wahrung der Ordnung entspricht, Kratos und 
Bis, schleppen Prometheus ans Ende der Welt in eine wüste 
Einode des Scythenlandes, wo er von Hephaestos an einen 
hohen Felsen in der Nähe des Meeres augeschmiedet wird. 
Diese harte Strafe erscheint dem Prometheus als die grösste 
Undankbarkeit des Zeus gegen den treuen und starken Bun- 
desgenossen in der Noth und Bedrangniss des Titanenkampfes, 
sie erscheint ihm als die ärgste Grausamkeit gegen denjenigen, 
der keine andere Schuld habe als die den Menschen Gutes 
gethan zu haben. Leicht kann so der gefolterte und stark- 
mQthige Dulder das Gefühl und das Mitleid sewinuen und die 
Töchter des Okeanos*), gefühlvolle Wesen, welche aufgeschreckt 
durch den Schall der Hammerschläge zu ihm kommen, klagen 
bitter Über die Härte und Unbarmherzigkeit des neuen Gewalt- 
habers im Olymp. — Aber Prometheus muss nicht bloss leiden, 
er kann auch handeln; denn er weiss ein Geheimniss, von 
dessen Kunde die Zukunft des Zeus abhängt; er weiss, dass 
Zeus eine Ehe mit Thetis beabsichtigen wird, aus der ein 
Sohn geboren werden soll mächtiger als sein Vater. Dieses 
Ueheimniss gedenkt Prometheus zu benützen, um an seinem 
Peiniger bittere Bache zu nehmen. Zeus soll büssen und. soll 



*) Auf einem 8arkophagrelief der BlondellBchen Sammlang (Engrav- 
ings and etchings of the principal stataes etc. in the coUection of 
Henry Blondell Taf. 108) siod fünf Okeaniden dargestellt, von denen zwei 
knieen nnd die vorderste in flehender Weise die FüBse des Hei>hae8toB 
QmAngt, der vor dem bereits angeschmiedeten Prometheas sitzt die 
Hatte anf dem Kopfe, den Hammer in der Rechten (ygl. Weicker , Alte 
DenkmUer III S. 197). 



8 EINLEITUNG. 

entweder sich demQthigen oder vom Throne stürzen wie Kro- 
nos vor ihm und Uranos vor Eronos. In diesem Gefühle dasa 
der Tag der Abrechnung kommen werde nimmt Prometheus 
die Vermittlung des Okeanos, welcher zu il^ kommt und sich 
erbietet bei Zeus Fürbitte einzulegen, dass Prometheus wieder 
zu Gnaden aufgenommen werde , wenn er in sich ^ehe und 
sich eine neue Weltanschauung aneigne, nur mit mitleidigem 
Lächeln auf; die weisen Lehren kommen zu früh und der sie 
lehrt, besitzt nicht Ansehen genug, um Eindruck auf den 
leidenschaftlich Erre^n zu machen. Darum erreicht die Ver- 
mittlung das Gegenmeil von dem was sie bezweckt; Prome- 
theus fühlt sich in seinem Rechte; er behandelt den Okeanos 
als einen gefügigen Schwächling, der bloss auf seine eigene 
Sicherheit bedacnt sei, der gern Ruhe habe, und lässt sich 
statt irgendwie an Nachgiebigkeit zu denken, in seinem Wider- 
stand nur noch mehr bestärken. Diese Widersetzlichkeit wird 
zu leidenschaftlicher' Heftigkeit gesteigert durch den Anblick 
der wahnsinnigen lo*), der Tochter des Inachos, welche von 
Zeus zur Braut erkoren, aber von der Eifersucht der Hera 
verfolgt von Land zu Land und Meer zu Meer, von einer 
Schreckensscene zur andern gejagt wird. Obwohl Prometheus 
aus den Weissagungen seiner Mutter Themis weiss, dass Zeus 



*) Die Sage von lo, der Tochter des argivischen Flussgottes Inachos, 
der von Zens umworbenen Priesterin der argivischen Hera, welche von 
Hera aus Eifersucht in eine Kuh verwandelt, von dem hundertäugigen 
Argos bewacht, nach der Tödtong des Argos durch den Stich einer 
Bremse in die Irre getrieben wird, bis sie in Aegypten ihre ursprüng- 
liche Gestalt wieder erhält und Mutter des Epaphos wird, — diese arp- 
vische Sage scheint wie die korinthische Medea-, die attische Iphigenia- 
Sage auf die Einflüsse phönizischer Cultur zurückgeführt werden zu 
müssen und sich mit SgvptiBchen üeberlieferungen vermengt zu haben. 
Wie zum Theil an die Stelle des phönizischen Melkarth der wandernde 
Herakles getreten ist, so scheint die wandernde lo der phönizischen 
/ Wandergöttdn Dido zu entsprechen. Sie ist ursprünglich^ eine Mond- 
/ göttin (vgl. Suidas unter *Ioi' 'lovg* ovtn yap xt^v aili^vTi^ indlow 
Agystot) wie Medea und Iphi^enia und wurde hinterdrein zur Priesterin 
der Hera wie Medea in Eorinth. Sie wurde in eine Euh verwandelt, 
wie Kallisto (ein anderer Name der Mond^ttin) in eine Bärin. Die 
Vorstellung emes gehörnten Rindes TStier, &uh) ist dem phönizischen 
Mondcultus eigen. Im griechischen Mythus führte diese Vorstellung zur 
Annahme einer Verwandlung. Die Bahnen des wandelnden Mondes 
wurden auf die Erde verlegt und die Wanderungen in verschiedener 
Weise geographisch bestimmt. — Argos Panoptes wird Macrob. sat. I 

119, 12 als der gestirnte Himmel erklärt. — Der Name Epaphos aber ist 
eine Gräcisirung des ägvptisohen Apis (Herod. II 163 c d$ ^Axig «axa 
rijv *ElXrivatv ylaaadv satt '^na(pog\ Als die Griechen die ägyptische 
Göttin Ibis die mit Hörnern dargestellt 'wurde kennen lernten, erkannten 
sie in ihr die argivische lo (vgl. Herod. II 41 to yag z^g "laiog ayaly^a 
I lov ywamr^iov pov%SQ(6v iati xard nsQ lElXrivsg rrjv lovv ygiifpovai). 
Vgl. PreUer Gr. Myth. II« S. 38. Was E. Plew Jahrb. f. Philol. 1870 S. 6ßö 
vorbringt, kann nur zum llieil gebilligt werden. 



1 




EINLErrUNG. 9 

das Geschick der lo zu gutem Ende führen werde und dass 
at» der NachkommenschsSi des Zeus und der lo sein eigener 
Retter herrorffehen solle, so drängt doch die Leidenschaft 
jegliche Uebenegung zurück, Prometheus sieht nur Gewalt- 
thatigkeit und w^ masslos in seinem Grimm und seiner Bach- 
sacht; seine Schuld ist voll: die Heftigkeit seiner Schmährede 
fordert die Ahndung des Zeus heraus ; Hermes erscheint und 
Yerlangt unter harter Drohung die Kundgabe des Geheim- 
nisses, auf welches Prometheus übermüthig pocht. Hermes 
wird mit Hohn und Spott abgefertigt und es erfüllt sich seine 
Drohimg: unter Blitz und Donner und dem Aufruhr aller 
Elemente wird Prometheus mitsammt dem Felsen, Ton welchem 
er umklammert ist^ in die Tiefe geschleudert und so seine aus- 
gelassene Bede erstickt (Schluss des IlQo^n^svg SeöfLoitrig), 

Nach langer, langer 2eit steigt der Felsen, an welchem 
Prometheus hängt, wieder an die Oberwelt auf die Höhe des 
Kaukasus empor. Der innere Groll des Titanen ist geblieben; 
zur Strafe erscheint ein Adler alle drei Tage und hackt ihm die 
■ ' ~ immer wieder nach- 

r trotzte, dass er als 
imsterblicher Gott von Zeus nicht getodtet werden könne, sehnt 
sich nach dem Tode (s. unten III. Fragment des IJQopLtfi'svg 
kvofLevog). Er ist durch Pein und Schmerz „mürbe gemacht'^ 
(512) und fQr eine Vermittlung ganz anders gestimmt und 
empfanglich als dazumal für das Anerbieten des Okeanos. Zeus 
aber hat im Laufe der Zeit die Titanen aus dem Tartarus ent- 
lassen und sich mit Eronos ausgesöhnt. So ist der Fluch des 
Eronos (910) von ihm genommen und die Schuld getilgt, 
welche seiner Herrschaft noch anhaftete und ihrem Fortbestehen 
Gefahr drohte. Die Titanen kommen selbst zu Prometheus (s. I. 
Fragment) und ^eben ihm Zeugniss von Versöhnung und Frie- 
den. Zeus hat in freiem Entschlüsse die Titanen aus der Haft 
entlassen; seine Herrschaft ist festgegründet, sie hat keine Em- 
pörung zu fürchten; Zeus kann jetzt auch, ohne seiner Würde 
etwas zu vergeben, dem Prometheus, dessen Trotz gebrochen 
ist, die Hand zur Versöhnung bieten {önsvdcav axevdovxL 
192). Die Bedingung der Versöhnung ist die Ofifenbaruug des 
Geheimnisses, weiches nur noch eine formelle Bedeutung hat, 
da ihm durch die Versöhnung zwischen Zeus und Kronos der 
innere Grund entzogen ist. Es kommt ein Vertrag zu Stande, 
nach welchem Prometheus das Geheimniss kundgiot, nachdem 
Zeus yersprochen hat ihn von seinen Fesseln zu befreien.*) 




)( C^ Tl-^. Auo^ ^t- 






C... '"• TtiVW 



I 



10 EINLEITUNG. 

Prometheus hat erreicht , was er wollte: Zeus hat änsserlich 
betrachtet zuerst nachgegeben. Aber es ist eben nur ausser- 
lieh erreicht ohne Demüwi^ung für Zeus und schon offenbart 
sich dem unbefangenen Bhcke das Wesen des Zeus als das 
unendlich höhere und edlere. Der erste Schritt zur Versöhnung 
ist gethan: das Hinderniss, welches im Wege lag; ist wegge- 
räumt. Die YermittlungsroUe dabei hatte wahrsäeinlich Qäa, 
die Mutter der Titanen, und wie vorher (im gefesselten Pro- 
metheus) mit dem fehlschlagenden Vermittlungsversuche des 
Okeanos die Zunahme der Erbitterung beginnt^ so ist jetzt die 
Abnahme des Grolles eingetreten*) und wie zur Vollendung 
der Erbitterung das Auftreten der lo dient, so ist die Person 
des Herakles im höchsten Grade geeignet das Werk der Ver- 
söhnung zum Ziele zu führen. U^raS:les wird geschickt von 
Zeus (mittitur Hercules ut aquilam interficiat Hygin. fab. 
54) und tödtet den Adler (s. V. und VI. Fragment), jedoch 
nicht ohne ein Sühnopfer für nothwendig zu erachten. Herakles 
hat nämlich unvorsichtiger Weise den Kentauren Chiron durch 
einen giftigen Pfeil verwundet und die einzige Erlösung ?on 
den qualvollen Schmerzen der unheilbaren Wunde ist der 
Tod. Die Schmerzen, die dieser Gott unverdienter Weise er- 
leidet; bietet Herakles dem Zeus als Ersatz ffir die verdienten 
Schmerzen des Prometheus und den bereitwilligen Tod des 
Chiron als Sühne für die Schuld des Gefesselten.**) Auf diese 
Weise wird feierlich und nachdrucksvoll ausgesprochen^ dass 
Prometheus im Unrecht sei«, derjenige ^ der vonier äusserlich 
als Sieger gelten konnte ^ ist jetzt innerlich gedemüthigt und 
zur Erkenntniss seiner Schuld gebracht. Alles stellt sich in 
anderem Lichte dar als ehedem. Wie ganz anders erscheint 
jetzt die Liebe des Zeus zur Ip? Stammt ja von ihr der 
Wohlthäter des Menschengeschlechtes, das Musterbild aufopfem- 



*) In dem Peraonenverzeichnisse des Prom. in der Mediceiachen 
HandBchrift folgen auf 'SLn^uito^ noch die Namen F$. ^Hpotxl^g. Da 
Herakles bestimmt im gelösten Prometheas eine Bolle hat, so ist die 
Yermuthung von Stanley sehr annehmbar, dass die beiden Namen aus 
dem ursprünglich nebenanstehenden Personenverzeichuisse des gelösten 
Prom. herrühren. Das Zusammenbringen der^ beiden Verzeichnisse las 
aber dann sehr nahe, wenn auch im zweiten 'Epfti}? am Schlüsse stana 
(vgl. 960 iiTcXa^ h6ov^\ so dass die Personen der beiden Stücke sich 
wanrscheinlich ebenso entsprachen wie die Scene der lo und des Herakles : 

Okeaniden, Okeanos Vater der Okeaniden, lo, Hermes 
Titanen, Qe Mutter der Titanen, Herakles, Hermes. 

••) Vgl.^ y. 1026—1029 mit ApoUod. II B, 4, B aviaxov dh ireav 
(XsiQCiv) To el%og tig t6 ani^laiov dnalldaasxctt %d%st Telsvt^aai pov- 
X6ii,svog xal (i^rj dvvdßsvog inBinsQ d^dvaxog riv, dvxidovg de^ dd 
JlQOiATjd'icc xov avx' avxov yivfjaoasvov d^dvaxov (Welcker dvxidovxog 
IlQOfirjd'img xov dvx' avxov xe^v7j%6jievo9 d^dvaxop) ovxmgdni^avsv und 
ebd. 11, 10 nagiaxs (Hgocnl^g) xm ^il XeCgcava ^pijaxHv d^dvaxov 
dvx' avxov ^iXovxa, 



EINLEITUNG. 11 

der Heldentagend. Wir können von der Ehe des Zeus und der lo 
sagen, was ein Dichter (Hes. Seat. Herc. 27) von der Liebe des 
Zeus zur Alkmene sagt: ^;der Vater der Götter und Menschen 
sann auf anderen Plan, auf dass er den Göttern und betrieb- 
samen Menschen einen Abwehrer des Verderbens {ag^g aXxt'^Qä) 
erzeuge''. lo musste viel leiden, aber es durfte sie am Ende 
nicht reuen, da sie gewürdigt wurde die Stammmutter des 
hohen Geschlechtes zu werden. ,, Wer war es, singen die Töchter 
des Danaos Suppl. 571, wer war es, der endlich zur Ruhe 
brachte die vielumhergetriebene unglückliche bremsenverfolgte 
lo? Der in alle Ewigkeit herrschende Zeus, der hat das voll- 
bracht. . . . Denn wer hätte sonst der arglistigen Irrsal der 
Hera ein Ziel gesetzt? Das war das Werk des Zeus.'' Wie 
lOy muss auch Herakles, bis er zur Buhe eingeht in die selige 
Wohnunff und die blühende Hebe als Gattin empfangt (Pind. 
Nem. I 69], unsägliche Beschwerden erdulden: Prometheus 
schildert ihm, wie früher der lo, alle die Gefahren und Müh- 
sale, welche er auf der Wanderung zu den Hesperiden zu be- 
stehen haben werde (s. VII — IX. Fragment) und gibt ihm 
unter anderem den Rath, nicht selbst oie Aepfel der Hesperi- 
den za holen, sondern den Atlas dahin zu schicken, dem er 
80 lange die Last des Himmels abnehmen solle. *) — Zeus also 
ist es, der alles zum Guten führt. Das muss Prometheus er- 
kennen und muss jetzt nach dem einst verschmähten Bathe 
des Okeanos eine neue Anschauung sich zurecht legen. Die 
Unterwerfung und Demüthigung, welche durch die Annahme 
einer Stellvertretung ausgesprochen ist, wird besiegelt bei der 
Losung Tom Felsen, die vielleicht nicht mehr von Herakles, 
sondern im Auftrage des Zeus von Hermes vollzogen wird. 
Als freiwillige Bnsse nämlich setzt Prometheus den &anz von 
Eenschlamm {^vyog), einer Weidenart, welche zum Fesseln 
diente, auf das Haupt und gebietet den Menschen, für welche 
er gelitten, diesen Kranz als Entgelt für seine Fesseln zu 
tragen.**) Zu der Busse und Demüthigung also, zu welcher 
Prometheus einst den Zeus zu z¥ängen gedachte {xotväg xCveLV 
176), versteht sich Prometheus am Ende selbst. 



•)^ApolloiL II 5, 11, 11 floff 91 ii%tv (KQttxlriq) sig 'Tntpßogiovg 
«^^ 'Atlccvra slnovzog Jlgoftri^img (sicher bei Aescrnylus) zA *I£Qce%XeC 
(n%09 isl xa fi^Xa leiij nogevsa^oet, diads^apLBvov dh ^ATlavxog zbv nolov 
ixaaxilltiv i%ii:vov, Hiedurch gewinnt auch die Schilderung der Qual 
des AÜas Prom. 347 und 426 eine Beziehung auf das fo^enoe Stück. 

**) Athen. XV. p. 674 D Ala%vXog d' h xa IvofiBvqt Tlgofiti^tt 
*f^9g fpriaiv ot» hu t^ xtfij rov IlQoiirf&dmg xov atiiptxvov nagiti^ef^Bv 
T| %tmtilß avxinoiva xov i%tivov dsoftov, %a£xoi iv r^ iniyQatpo^iv^ 




«xodovyac xr^ 9'im dt iavxäv iniovüiov %al ztoglg dvax^QOvg eviifpogägy 



12 EINLEITUNG. 



nL Dramatorgie, 

Solange man den nQ0[irid'6vs Ss^fidvifig als ein einzelnes 
für sich bestehendes Stück betrachtete oder den inneren Zu- 
sammenhang desselben mit dem llQOiiri^svS Xvöfievog ausser 
Acht liess, könnt« das tief im Hintergrunde stehende Recht 
des Zeus verkannt und durch die Gefühl wie Interesse gefangen 
nehmenden Reden des Prometheus verdunkelt werden: man 

f glaubte; der Dichter habe in Zeus das abschreckende Bild eines 
eidenschaftlichen, willkürlichen, grausamen, despotischen Ty- 
rannen; in Prometheus das anziehende und begeisternde Muster- 
bild eines wahren Yolksfreundes dargestellt (Schütz); man be- 
trachtete Prometheus als Bild der Menschheit im Kampfe mit 
den Naturmächten, denen jene nichts als ein unerschüttertes 
Wollen und das Bewusstsein ihrer hohen Ansprüche entgegen- 
zusetzen habe, und sah den Triumph des Unterliegens als den 
erhebenden Gedanken des Dramas an (A. W. y. Schlegel) ; man 
wollte ein anderes Mal den Zweck des Dramas in der Yer- 
herrlichung des Schicksals finden, welches als weltregierende 
Macht; als das höhere; ewige über dem Kampfe einer grossen 
intellektuellen Kraft gegen die Willkür eines undankbaren 
Tyrannen, über dem ELampfe der Menschheit mit den gegen sie 
verschworenen Naturgewalten und feindseligen Göttern in 
herrlicher Freiheit walte; „des grossen, gigantischen Schick- 
sals, welches den Menschen erhebt, wenn es den Menschen 
zermalmt'^ (Blümner). Man nahm endlich an, bei Aeschylus 
sei ein doppelter Begriff des Zeus zu unterscheiden, der Zeus 
der gewöhnlichen Mythologie und der Zeus derjenigen Gottes- 
idee, welche sich der Dichter gebildet habe; im Prom. aber 
sei nur ein Bild von dem unvollkommenen Zeus der Yolkssage 
gegeben (G. Hermann). — Aber das uns erhaltene Drama muss 
als Theil eines grösseren Ganzen, einer Trilogie, aufgefasst wer- 
den (Welcker) *) und erhält seine richtige Beuriheilung erst im 
Zusammenhang der Trilogie. Der Glaube des frommen Aeschy- 
lus, dass Zeus der ewige, gerechte, allgewaltige Weltherrscher 
sei , hat bei dem religiösen Charakter der Aeschyleischen Poesie 
jedenfalls auch diese Trilogie beherrscht; und was diesem 
Glauben zu widersprechen scheint; muss in der Komposition 



fjp iv xoig ifiTtQoa^tv xfovoig a^eigtasv 6 Ztvg xm ÜQOiATj^'st %aQi'^ 
T^$ nXon'^g hov nvQog Ivetxg avvov ix zav %uXsnioTdxmv ^iafAmv' %al 
xCftiv BHOvatov iv itXvnCtt xBtfiivriv dovvai d-fliiaavxog xavxT^v ItBiv 
ijuxa^ai xov xaf^riyovp^BVOv xmv ^srnv, od^sv an* ixtCvov xov Ssdnlaivi^ 
90V (x^g Ivyov) axitpavov reo ügofiri^st TtSQiysviad'ai %al fiex' ov naiv 
xotg BV8Qy8X7i9'8CoLv dvd'Qionotg in avxov xaxoe xrjv xov nvQog dcB^fav. 
*) Der Gedanke, dass die drei PrometheuB eine Trilogie gebildet 
haben, ist zuerst von Siebelis de Aeschyli Persis 1794 p. 24 ausge- 
Bprochen worden. 



EINLEITUNG. 13 

des Ganzen seine Berichtigung oder Erklärung gefunden ha- 
ben (Schoemann). 

Dem Aeschylus lag eine doppelte Auffassung des Prome- 
theus Tor: die attische Sage kajinte Prometheus als reinen 
Natorgott, als yerehrungswt^igen und verehrten segensreichen 
Calturgott; in der hesiodischen bäuerlich-ethischen Auffassung 
des MjthnS; der die Cultur als eine mit der Gottheit ent- 
zweiende Macht erschien, hatte Prometheus als Vertreter der 
Menschheit den Charakter eines gottlosen Empörers , welcher 
die Gottheit zum Vortheil der Menschen verkürzt^ dafür aber 
der Menschheit von der Gottheit harte Strafe zuzieht. Aeschy- 
lus unternahm es beide Sa^en zu vereinigen: bei ihm ist Pro- 
metheus zuerst der gottfemd liehe, in selbstgefölliger Ueber- 
hebong (avd'adiä) trotzende Emporer, der zwar den Menschen 
za Nutz, aber den Göttern zu Trutz und wider Recht die Welt- 
ordnung stört, und wird am Ende der gottversöhnte und in 
dem nunmehr ihm angewiesenen Amte der menschlichen Cultur 
hochangesehene Gott (ein Gott kann er nicht erst werden; 
das ist er bei Aeschylus von Anfang an). Auf ähnliche 
Weise wird in dem SchlussstQck der Orestie, den Eumeniden, 
die unedlere Auffassung der Erinyen zu der humaneren atti- 
schen AuffassuDg der Eumeniden verklärt. — Verschiedene * 
Elemente und Motive der hesiodischen Sage konnte Aeschylus 
nicht benutzen: der Betrug bei der Theilung des OpferstiereS; 
die Bestrafung der Menschen durch die Sendung des Weibes, die 
Erdichtung emes Bruders Epimetheus fallen weg. Den Aeschy- 
lus konnte die hesiodische Erklärung, wie das Uebel in diie 
Welt gekommen, nicht befriedigen; mit Benützung der hesio- 
dischen UeberUeferung von der Aufeinanderfolge &r verschie-^ 
denen Zeitalter und Menschengeschlechter wurde die Herkunft 
des Uebels von Zeus und den anderen Göttern verneint und 
eine Erklärung gesucht, welche die UnvoUkommenheit der 
menschhchen Imtur mit der Vollkommenheit der Weltregieruns 
des Zeus in Einklang brachte: Zeus wollte, so dachte sichs 
Aeschylus, beim Antritte seiner Regierung nach der weisen 
und vollkommenen Ordnung der Welt an die Stelle des aus 
alter Zeit stammenden und in dem unbewussten, blöden Zu- 
stande der alten Zeit fortvegetierenden Menschengeschlechtes 
ein neues vollkommenes Geschlecht nach seiner Art setzen; 
er wollte nicht die Menschheit vertilgen aus Eifersucht oder \ 
Hass, sondern nur das zeitweilige Menschengeschlecht in weiser i 
Fünorge für das Ganze. Der kurzsichtige Fürsorger für das * 
Augenblickliche und Einzelne trat dem rlane des Zeus ent- 
gegen und wurde zwar der Better des dermaligen Menschen- 
g^ichleehtes (wie in einer anderen Wendung der Sage der 
Bildner der Menschen), aber auch der Erhalter der mensch- 
lichen Unvollkommenheit, welche durch seine Wohlthaten und 



14 EINLEITUNG. 



s 



Verdienste am die Menschheit nicht anfoehoben werden konnte 
vgl. 546 ff.). Durch den Widerstand des Prometheus ha± 
ie Menschheit den Ansprach auf die gute Absicht des Zeus 
verwirkt ; es bleibt beim Alten; Prometheus aber, der nur durch 
Uebergriffe in die Rechte der Götter den Mängeln des fortbe- 
stehenden Menschengeschlechtes nachhelfen kann, wird für 
seine Auflehnung und sein unrecht hart gezüchtigt. Der 
Dichter hat eine männliche Yerstandessache einer weiblichen 
Gefühlssache gegenübergestellt: auf der einen Seite steht der 
grosse, gewaltige, weitausschauende, Onrecht rücksichtslos 
strafende und „Lehre durch Leid'^ {utaftBv fLccd-og Ag. 177) 
gebende Lenker der Welt, dessen Auge auf das Allgemeine, 
nicht auf das Einzelne gerichtet ist; auf der anderen Seite 
der leidenschaftliche, in titanischer Selbstgefälligkeit und Mass- 
losigkeit sich überhebende, nach willkürlicher Neigung Gutes 
thuende, durch seine Wohlthaten zwar Liebe gewinnende, aber 
nicht den hohen Verstand befriedigende Prometheus. So wird 
Prometheus ein tragischer CharaUier, der durch .seine Men- 
schenliebe, seine Thaten und den Staxkmuth seines Duldens 
gross und erhaben ist und unser Interesse und unsere Sym- 
pathien in Anspruch nimmt, aber in Folge der Einseitigkeit 
seines Strebens und der Masslosigkeit seines Thuns schuldig 
ist und schuldiff wird. — Der Dichter hat es verstanden die 
Empörung des Prometheus in meisterhafter Weise darzustellen. 
Seinen Zuschauem stand der Glaube an die Weisheit und Ge- 
rechtigkeit des Zeus ebenso fest wie ihm selbst; nicht täuschen 
will und kann er seine Zuschauer dadurch dass er das Recht 
des Zeus in den Hintergrund treten lässt, sondern für die dra- 
matische Entwicklung interessieren und in Spannung versetzen. 
Und doch ist die Täuschung künstlerisch gerechtfertigt; denn 
eine Empörung ^egen die göttliche Wel^egierung kann nur 
auf Eurzsichti^keit beruhen. Eurzsichtigkeit ist es, wenn es 
scheint, Zeus hasse und neide das Menschengeschlecht, er der 
seinen Sohn Herakles schickt damit er den Menschen ein Helfer 
sei ; Eurzsichtigkeit lässt die Behandlung der lo als grausame 
Willkür erscheinen. — Die psychologische Entwicklung der 
Empörung und der tragischen Schuld wird nicht durch Seelen- 
malerei, sondern in antiker Weise durch äussere Thatsachen, 
durch die besondere Beschaffenheit der auftretenden Personen 
zur Anschauung gebracht. Die innere Gemüthsstimmung offen- 
bart sich an der Art und Weise, wie Prometheus von seinem 
Geheimnisse spricht, wie er seine Hoffnung auf Demüthigung 
des Zeus ausdrückt (167, 186, 520, 757, 907). Darin lie^ 
die dramatische Handlung und Bewegung. — Die Empörung 
ist die Handlung unserer Tragödie. Eme zweck- und ziel- 
lose Handlung aber ist keine dramatische Handlung; eine 
Empörung ohne inneren Halt, ein blosses Hadern ohne Aus- 



EINLEITUNG. 16 

sieht auf irgend einen Erfolg erweckt keine Spannung und 
ist gerade ^r den gottesfürchtigen Zuschauer ein widerwär- 
tiger Anblick. Diese für die dramatische -Handlung wesent- 
liche Spannung hat Aeschjlns für den Stoff seiner Tragödie 
dorch die Herbeiziehung eines Mythus gewonnen, der ursprüng- 
lich mit der Prometheussage in keiner Verbindung stand. Er 
benützte die bei Pindar. Isthm. VU 60 noch in ihrer älteren 
Gestalt Torliegende Sage, Themis habe, als Zeus und Poseidon 
ma Thetis freiten, den Kathschluss des Schicksals verkündet, 
dass die Meeresgöttin einen Sohn gebären solle, der mächtiger 
ah sein Vater sein und wenn Zeus oder Poseidon sich mit 
ihr verbinde eine Waffe schwingen werde gewaltiger als Wetter- 
strahl und Dreizack (vgl. unten zu 9^4). Aeschylus liess 
die Beziehung der Sage auf Poseidon fallen, legte die Kunde 
jener Schicksaisbestimmung, welche der Schicksalsgöttin Themis 
zukommt, dem Prometheus bei*) und machte zu dem Zwecke 
den Sohn der E^lymene zum Sohne der Themis.**) Die Kunde 
dieses Geheimnisses — denn was ursprünglich gelegenheitliche 
Offenbarung war, musste für den dramatischen Gebrauch als 
absichtlich zurückgehaltenes Geheimniss gedeutet werden — be- 
nfltzte der Dichter als Hebel der dramatischen Entwicklung, 
der fortgesetzten Feindschaft und der endlichen Versöhnung. 
Das Geneimniss wusste von einer Gefahr^ welche die Herr- 
schaft des Zeus bedrohe. Diese Gefahr muss ihren Grund 
haben und zwar bei dem Glauben an die ewige Herrschaft 
des Zeus einen Grund, welcher nur vorübergehende Geltung 
hat und zuletzt sich als nichtig herausstellt, so dass die Ge- 
fahr selbst bedeutun gslo s wird. Ein solcher Grund bot sich 
dem Dichter in dem Widerstreit der Pfliditen bei dem Sturze 
des Eronos. Der Sturz der rohen Naturgewalt durch die Herr- 
schaft der Intelligenz war durch das Weltgesetz bestimmt; bei 
dem Kampfe gegen die Titanen hatte Zeus das höhere Recht 
and Themis die Vertreterin heiliger Satzung und ewiger Welt- 
oidnung stand auf seiner Seite. Als Weltregent erfüllte Zeus 
bei der Niederwerfung der Titanengewalt die höhere Pflicht; 
in persönlicher Weise aber verletzte Zeus die Pietät, da es 
der Vater war, dem Zeus Gewalt anthun musste, und die 
Pietät gegen dUe Eltern war eine der heiligsten Satzungen, 
f3r deren Beobachtung die Erinjen auf das sorgsamste wach- 
ten.***) An diese Verletzung der Pietät erinnern die Erinyen 

^ ApoUodor. III 13, 6. 2 ipiot (d. h. Aeschylas und andere nach ihm) 
ii tpaai^ dtos OQfiwvtog inl tjqv tavtrig {Siziäog) avvovaiav iiQi^iiivtxi 
n^Tl^ia tov i% tavvTiQ avxi> yevvn&iptce ovQavov 9vvaetBveH9, 

**) Die Yerbindmig der 6e und aer Themis zu einer einzieen Gott- 
heit Ge -Themis (zu 210) gestattete leicht, den Titav il^oun&^ifff zum 
Sohn der Themis zu machen,^ da die Titanen als Söhne der Gräa galten. 

**•) Vgl. SoppL 707 to yag xsnovtiov aißag XQitov tod* iv ^scfiioig 
^(itmg yifgaxtat iigytötojifiov. 



16 EINLEITUNG. 

Eum. 641 mit den Worten ,,er selbst (Zeus) hat seinen alten 
Vater Eronos in Fesseln gelegt^^ So haftete an Zeus eine 
Schuld, die er den Moiren und Erinyen schuldete (s. 516 
mit Anmerk. und 910 f.), und alles Schuldige muss unter- 
gehen. Durch diese Schuld war also die Oeft^ begründet, 
welche der Herrschaft des Zeus drohte ; aber diese Schuld war 
in noch höherer Weise eine Unschuld als die Schuld des 
Orestes wegen des Muttermordes, und sie war leicht sühnbar, 
denn ,, Fesseln kann man lösen; dafür gibt es Heilung und 
gar manches Mittel der Befreiung'S entgegnet Apollo den 
Erinyen Eum. 645. Zeus hat die Bande ffelöst, hat sich mit 
Kronos versöhnt und so jeden Schein der Schuld von sich ge- 
nommen. Bei seiner kurzsichtigen Beurtheilung hat auch hier 
wieder Prometheus eine Zeit lang den Schein für sich; auch 
hierin muss er sich am Ende eines Bessern belehren lassen. — 
Man hat. den Zweck unserer Tragödie in einer Entwicklung 
und Läuterung des Zeus finden wollen (Dissen, Caesar), in 
einer Aufhebung des Gegensatzes zwischen Zeus und der Moira 
(vgl. 515 ff.) und einer Vervollkommnung des Zeus durch Ver- 
einigung mit der Moira dem Inbegriff der ewigen Weligesetze 
(Keck) oder in einer Umwandlung des Zeus in der Weise, dass in- 
dem Zeus mit dem Sohne derThemis, des Urgesetzes, zum Vertrag 
kommt, sich dieses Gesetz selbst mit ihm vereinigt und so Zeus 
aus einem unverantwortlichen Weltherrn, der durch Gewalt zur 
Herrschaft gelangt ist, ein der ewigen Moira kundiger und nach 
der sittlichen Ordnung regierender, weiser, gerechter und kei* 
ner Gefahr des Sturzes mehr unterliegender Lenker der Welt 
wird (WelckerV Aber die Entwicldung des Zeus ist nur 
Schein; die Milaerung seiner Herrschaft und seine versöhnlichere 
Stimmung ist nicht der Erfolg der dramatischen Handlung, 
sondern liegt ausserhalb des Dramas; dasjenige, was man für ein 
Zeichen der Entzweiung zwischen Zeus und der Moira gehalten 
hat, enthält nichts weiter als den Widerstreit einer höheren und 
einer niederen Pflicht; der Schein einer Schuld des Zeus ist dem 
Dichter ökonomisches Mittel und dient ihm gerade, um sanmit 
Prometheus alle Welt zu überzeugen, dass Zeus von Anbeffinn 
der weise und gerechte, wenn auch strenge und gewaltige 
Weltherrscher gewesen ist; konnte doch auch der fromme 
Dichter unmöghch glauben, dass der höchste Gott zuerst ein 
unvollkommenes Wesen gewesen und erst durch irgend welche 
Einwirkungen der gerechte und weise Weltregent geworden 
sei. Wohl sind von den Göttern die einen voUkommener als 
die anderen; aber die Vorstellung von einer Schule und Er- 
ziehung des an der Spitze stehenden Gottes kann es nicht geben. 
Die ganze dramatische Entwicklung hat ihren Gegenstand und 
ihr Ziel an dem Charakter des Prometheus; an mm wird ge- 
zeigt, dass jede Empörung gegen Zeus eine Verkennung seiner 



EINLEITÜN<5. 17 

weisen Absiehteil nei, dass jegliche Schuld, die man ihm andichte 
und angectichtet habe, auf kursssichtiger und böswilliger Beur^* 
theilong beruhe, dass auch der yerlodcendste und verführendste 
Schein des Rechtes der Empörung als Trug rmd Täuschung 
aieb herausstelle, kurz dass von Zeus gelte, was die Töchter 
des Danaos die Nachkommen der lo ron ihm singen Supul. sV 
86: ,,des Zeus Strebea und Zielen ist nicht leicht isu erspälm A 
und zu erfassen; auch aus der Dunkelheit von Nacht und Leid 
sehaffib er lauter lieht fBi^ die sterblichen Geschlechter. Sicher 
Mt und flieht auf den Rücken, was in dem Haupte des Zeus 
Zur VoUendnng bestimmt. Denn dunkel ziehen dahin und 
sehattenmnhiült die Pfade seiner Gedanken, ünzugäaitflioh dem 
fotsehend^n Btiek. Er stürzt hinab vom Tnurmbau ihrer Hoff- 
nongen die frevelnden Menschen, ohne zu Gewalt und Kampf 
zn rüsten; alles göttliche Thun ist mühelos: hoch oben thrö* 
nend macht es das Sinnen sofort zur That ohne zu verlassen 
den geweihten Sit^'^ 

Diese Idee hat der Dichter in zwei verbundenen Dramen 
dorchgeftlhrt) im ü^firi^svg ieöpLmrig und Upofirid'evg Xvö- 
luvog. Der äusseren Zeumisse dafSr, dass der 27^. Ivöfisvog 
imiDitteU>ar auf den gefessdten folgte, nämlich der Bemerkungen 
des Scholiasten zu 611 ovxto poL Av^väv luyLoiQatai' iv 
fä^ T^ äißjg dodfiati kv€tav oiteQ ifitpccivec Aitsx6log und zu 
522 te il^g dQdi$ari (pvZävcat rovg löyovg, können wir 
leicht entratken, wo innere Gründe jeden Zweifel ausschliessen. 
£s fragt, sich ndr, welches das dritte Stück der Trilogie ge* 
Wesen sei. Das alphabetische Yer^eiehniss der Aeschjleisohen 
Dramen in der Mediceischen Handischrift anhlt auf: ^^fci}-* 
^tig d^pmzfig JCQopLfid^evg xvQipöpbg srpo/Eeij^&ru^ Xvopsvag. Man 
wflrde nicht zw^eln^ dato damit die drei Stücke der Prome- 
ilieustrilogie angegeben seien> wenn wir nidit wüssten, dass 
zu der Iwogie Q^vsvi IUq&ui TkavTtog das Satjrrdrama n^iy- 
y^ifi^g gehört habe, aus welchem zwei Bruchstücke (218 und 
219 bei Herrn., 189 und 190 bei Dind.) enthalten sind: 

xaA TgAyog yivui/ov äf^ TtsvdTJüetg av ys. 
Nan aber wird bei PoUux IX 156 und X 64 ein RQO^^svg 
9v(ftm$vg erwähnt Da der Titel nbpnti^evg ganz passend ist 
f&r das Satyrdrama; in welchem der Saiyr zu dem angezün- 
deten Feuerchen in freudiger Ueberraschung herbeieilt um es 
zu küssen und zu umarmen und sich dabei den Bart versengt 
(Plut. Mor, p. 86 P), so ist kein Grund vorhanden Tn^ch der 
Vermuthung von Oanter nov. lect. VII 21 vgl CasauDonus de 
BskTT. ChrHecorum noesi p. 127) den Titel nvoHusvg nur als 
eine andere Bezeichnung für jcvQq)6Qog und darum den IIq. 
ttvf^f^ als SatvrsmeT anzunehmen. Vielmehr ist nQoiirj- 
^(vg xvQipoQog (der Name des attischen Culturgottes) als der 

AncKTLVs, Prometbens. 2 



19 EINLEITUNG. 

ursprüngliche Titel einer Tragödie zu betrachten, welcher 
diese Ton dem JIq. dsafiatfig und kvöiievog unterschied, 
während xvQxaivg als eine von Alexandrinischen Oram- 
matikern herrührende Bezeichnung des ursprünglich 
schlechthin IJQOfifid'evg genannten Satyraramas zu 
gelten hat. gemacht um das Sabrrdrama von den gleichnami- 

Sen Tragödien zu unterscheiden.*) Dies wird besiötigt durch 
en Umstand, den man nicht ohne weiteres auf Rechnung des 
Zufalls bringen darf, dass was ausdrücklich aus dem ngofitj" 
d'svg xvQxasvg citiert wird (das vorher angegebene fr. 218 
Herm. «» 189 Dind.), augenscheinlich einem Sfttyrdrama an- 
gehört, dagegen die gleich nachher anzuführenden Nachrichten 
über den JlQoikti^evg xvQg>6Qog auf eine Tragödie hinweisen. 
Wenn also cUe Prometheustrilogie aus den drei Stücken 
JIq. de6(t€itfig, IIq. At;dfi£i/off, üq. xvQq>6Qog bestanden hat, 
so fragt sich weiter, ob der 77p. «vQq>6Qog das Anfangs- oder 
das Endstück der Trilogie gebildet habe. Das erstere nimmt 
man (seit Welcker) gewöhnlich an und betrachtet als den In- 
halt des ÜQ. nvQg>6fog die Darstellung des fartum Lemnium, 
wie der Baub des Feuers aus dem Vulkan Mosjchlos auf 
Lemnos, der Feueresse des Hephästos, bei Cicero Tusc. 11 10 
benannt ist, so dass die drei Stücke der Trilogie der Reihe 
nach Schuld, Strafe, Sühne vorführten. Allein einmal enthält 
der TlQO^ri&svg Sh^^uizrig keine Voraussetzung, vielmehr ist 
darin die Exposition und die Erzählung, der vorausliegenden 
Begebenheiten von der Art, dass eine vorhergehende Dar- 
stellung derselben Begebenheiten als ästhetische Unmöglichkeit 
/ erscheint; dann gibt die Notiz des Schol. zu Prom. 94 iv yaQ 
/\ Tf5 xvif^>6if^ TQBtg (ivQiadag q>fiöl deddö^ai aHvov — wenn 
man nicht zu dem bedenklichen Auskunftsmittel greift; mit 
Welcker iv tä kvoiidvoD zu corrigieren oder mit anderen die 
Notiz des Sctiol. auf eine Drohung des Zeus in der Fonn 
dsdiö^at 6s xQij zu beziehen oder dsddifd'a^ in dsS^öeöd'ai zu 
ändern**) — nicht nur den Beweis, dass der Uq. xvifq>6Q0s 
eine Tragödie gewesen ist, da in dem Satyrdrama IlQOfiri^evg 
nach der oben angegebenen Ueberlieferung das Feuer ab eine 
ganz unbekannte Erscheinung, demnach der Feuerraub als so 
eben geschehen dai^estellt war, sondern lässt auch deutlich 
erkennen, dass die Bestrafung des Prometheus dem Inhalt des 
77^. nvQfpoQog vorausgeht und darin als eine Thatsache der 

*) Die Ansicht dass der ngofirid'Bvg nvgnasvg von dem IlQOfirid'svg 
nvQtp^Qog verschieden und ersterer ein Satyrspiel, letzterer eine Tragödie 
gewesen sei, hat schon Hemsterhnys zu PoUnz IX c. 8 jf. 1140 aus- 
gesprochen. 

**) An das erstere hat L. Schiller Bl. f. d. bayer. Gvmnas. IX S. 143, 
an das letztere Evi^^ala Zeitschr. f. d. österr. Gymn. XaVIII 8. 501 ge- 
dacht. 



EINLEITUNG. 19 

Yeigangenheit (ßidiöd'ai) erzahlt war. Demnach mnss man 
den ÜQoiiri^Bvg nvQq>6Qog als das Schlussstück der Trilogie 
betrachten."*) In demselben muss Prometheus als attischer 
Caltoigott^ als ycvQfpoQog d'sög^ Titäv nQoy,in^avg (Soph. 0^ 
Col. 5ö) gefeiert worden sein und das Granze kann mit der 
Einsetzung der IlQoiuffi'sta und des FackelwetÜaufes geschlossen 
haben wie die Orestie mit der Einsetzung des Cultus der 
Eumeniden.**) Wir wissen aber nichts von. der dramatischen 
Handlung dieses Stücks und nur ein einziger Vers ist daraus 
bei GeUius XIII 19, 4 erhalten: 

öiyäv <&' Sxov Sit xal kiymv xa Ttatguc,***) 

IV. Ueber Personen, SohanplatB nnd Seenerie. 

Die Personen Kgccrog und Bia hat Aeschylus aus Hesiod. ^ 
Theog. 385 ff. entnommen. Nach dieser Stelle sind K^dtog 
und Bia mit Zijkog und Nixt} Kinder des IldXXag (,,der in 
Schwingung versetzt, beben macht'^) und der 27rt;g (y|6rusel^0* 
Bei dem Titanenkampfe führte die Mutter Styx auf ißingebung 
des Vaters ihre Kinder dem Zeus zu und zum Lohne wurde 
Stjz mächtiger Schwurzeuffe der Gotter {fiiyag oQxog d'säv), 
die Kinder aber nahm sichlleus zu unzertrennlichen Begleitern 
und Dienern. Bia ist im Stücke nur xc9(p6v xqoöcoxov (stunune 
Bolle). Ihre Anwesenheit würde zwecklos sein, wenn nicht 
die Person des Prometheus durch eine hölzerne Fi^r vorge- 
stellt würde (vgl. 65). f) Diese Figur muss hereingetragen 

*) BeflTündet hat diese Ansicht B. Westphal Prolegomena zu 
Aeflchylus Tragoedien. 1869. S. 207 ff., welcher nur darin irrt, dass er 
gümbt die Betreiang dorch Herakles sei im zweiten Stficke geg^n den 
Wülen des Zeus erfolgt nnd das dritte Stflck habe die VersÖuiimg ent- 
halten; was den oben angegebenen bestimmten üeberliefenmgen wider- 
spricht 

*^) Die VersÖhnongsfeier zwischen Zeus und Prometheus ist auf 
einer ffrossen kmistvoU gearbeiteten Trinkschale ans Vnloi dargestellt 
i^gl BTBxm in Bnllettino aich. 1846 S. 114, Welcker, Alte Dmikm&ler 
ni S. 194). In dem Bilde anf dem Boden der Schale sitzt Hera auf 
dem Throne das Scepter nnd einen Blumenstengel in der linken Hand 
ond reicht dem vor ihm stehenden Prometheus die Nektarschide zum 
Zeichen, daas er nanmehr Theil habe an dem Mahle der Götter. Prome- 
theus, mit schönem Bart xmd vollem Stirnhaar, tr&gt den Lygoskranz 
Mf dem Haupte nnd h&lt ein Scepter in der Rechten, welches dem Soepier 
der Hera vollkommen gleich ist. 

*^ Der Notiz des SchoL zu Aristides vol. EI p. 601^ 17 ed. Dind, 

nolXoCg yuQ im niffdog i} üiy^ ß^ormv 
•cheint eine Verwechslung zn Grunde^ zu liegen. ^YgL Earkinos fr. 8 
P. 621 N. noXloig^ yo^ dv&ffoinoioi ^o^fftaxov xcncov tfiyij, fidXinci 9* 

t) Filr die Aufführung des Tl^oiki^ivg Ivoiisvogy wo die Lösung 
vom Felsen den Gebrauch einer Figur ausschloss und die Situation ein 
öderes Kostüm des Prometheus forderte, welches die Folgen der neuen 

2* 



20 EINLEITUNG. 

werden und um der Vorstellung, dass der getragene der Oott 
Prometheus sei , keinen Eintrag zu thun, lässt der Dichter zwei 
mächtige Gestalten daran schleppen. — Die Bollen werden 
imter zwei Schauspieler so "tertheilt, dass der erste Schau- 
spieler {nQcmKycjvtfStTJg) die Rollen des Hephaestos (vgl. Anm. 
zu 81) und Prometheus, der zweite (devtegccyfDvtötrjg) die 
des Kratos, des Okeanos, der lo, des Hermes übernimmt. 
Aeschylus war nämlich damals noch an die Beschränkung ge- 
bunden, welche erst durch Sophokles' Einfluss aufgehoben 
wurde, dass der Dichter nur zwei Schauspieler zum Ein- 
studieren der Bollen vom Staate erhielt und desshalb auch nur 
zwei Personen zu gleicher Zeit auf der Bühne redend einführen 
durfte. Diese Beschrankung ist in unserem Stücke sehr vor- 
theilhaft benützt: die Oekonomie verlangt das Schweigen des 
Prometheus im Prologe bis zum Abtreten des Hephaestos; es ist 
aber ausserordentlich charakteristisch und rührend, wenn Pro- 
metheus unter den schrecklichsten Qualen keinen Laut des 
Schmerzes von sich gibt (vgl. schoL zu 436 acaxaav yctg xagä 
jcoiritatg td ngdcoita rj 8C av&aSCav, dg ^jixLlXavg iv xotg 
Oqv^I Eoq)o%Xiovg [vielmehr Alö%vXov\ rj 8ia aviiwoQav dg ^ 




eine passende Strafrede hält Dadurch gewinnt der Schau- 
spieler des Hephaestos, welcher sich nicht umzukleiden 
braucht, Zeit um hinter die Figur des Prometheus hinter der 
Scenenwand (einem hölzernen Verschlag vor der Bühneu- 
mauer) in die gehörige Stellung zu kommen. Zwischen den 
Scenen des Kratos, des Okeanos, der lo und des Hermes liegen 
immer längere Partieen, so dass der zweite Schauspieler aus- 
ruhen und die neue umfassende Costümiemng vornehmen kann. 
Eine nicht unpassende Bemerkung über die Personen des 
Aeschylus gibt das in der Medic. Handschrift stehende Citat 
^yix f^g iiovoixijg löxogiag^^: xawri xal aQtötog Big tgayadücv 
AiexoXog TcgCvstai^ 3rt siödyBi nQÖömna iisyälcc xal dJ^ioxQBCc. 
xal xLVBg nffiri zmv tQccyodic5v a'dtp 6ia iiovcdv olxovoiiovvxai 
^acSv xa&ttTtBQ ot IlQOiiii^Btg' zä yuQ Sga^axa öVfj^xXriQov^iv 
ot jcqsößijxuxoi xäv ^Bäv^ xal icxi xä äxo x^g axin^^g xal 
'^VS ogp^iSxQag (die auf dem Xoyetov auftretenden Personen 
und die Chöre) ^sta ndvxa ngoöcaica. Doch handeln im 
Drama begreiflicher Weise die göttlichen Personen ganz nach 
dem Gesehen der menschlichen Natur. . 



Pein darstellte, masste in dem wtoaTiijviov der Schauspieler selbst an 
die Stolle der hölzernen Figur gebracht werden. — Dass Prometheus 
im JIo. dB6ii(6trig durch ein Bila vorgestellt werde, hat Welcker TriL 
S. 30 oemerkt. YgL G. Hermann opusc. II p. 146, C. Fr. Hermann de 
distrib. person. p. 60. 



EINLEITUNG. 21 

Ueber den Schauplatz der Handlung macht der Schol. zu 
11 die richtige Bemerkung: i0T6Qv or^ 01; xcctä xov xoivov 
liyov iv tp KavTuiöca qn^öt dedio^ai. xdv IlQOfirjd'ia, äklä TC^^g 
Toli^ Evgamatoig x^^aay xov ^SlKBavoVy dg a%o xiSv TtQog xi^v 
'Jo] X^yo^Uvmv iaxl ^viißakeiv. Der SchoL hat also aus der 
Erzählung von den Lrrsalen der lo namentlich aus 719 xglv 
av ZQog avxov Kavxccaov ftoAijg (vgl. die Anm.) den Schluss 
gezogen, welchen auch wir daraus ziehen müssen , dass lo^ 
wenn sie von Prometheus weg erst nach weiter Wanderung zum 
Kaukasus gelangt, nicht vom Kaukasus ausgegangen sein kann, 
dass also der ^ukasus nicht als der Schauplatz der Handlung 
betrachtet ist Die Tragiker pflegen, um der Phantasie der 
Zuschauer einen Anhaltspunkt zu BieteiL den Schauplatz gleich 
im Anfang näher zu kennzeichnen. JSs ist aber m unserem 
Stücke nicht vom Kaukasus die Bede, sondern Ton einer öden' 
menschenleeren Gegend, welche fem im Scythenlande liegt, i 
am Bande Scythiens (117), welches nach damaliger An- 
schauung den Norden der Erde vom Pontus bis zum Ocean L 
Tunfasste (vgl. zu 807) > in der Nähe des Meeres (573),; 
80 dass Prometheus von der Hohe seines Felsens die Aussicht 
anf die blinkende Wasserfläche hat (90, 1088). Auf den 
Schall der Hammerschläge bei dem Anschmieden des Prome- 
theus kommen die Töch^r des Okeanos herbei; jenes Meer ist 
also der Ocean, nicht der Pontus oder die Mäotis; zudem 
kommt lo, während sie ron Prometheus fort östlich sich wen- 
dend gleich am Strande eines Meeres weitergehen soll (712), 
erat nach langem Irren, nachdem sie vom Kaukasus aus 
sfidliche Richtung genommen, zum Cimmerischen Bosporus 
(729). Der Schauplatz der Handlunff ist demnach eine rauhe, 
felsige, öde Gegend „am Ende der Welt'' im Norden Scythiens 
in der Nähe des Oceans, und wie der Dichter von der Ueber- 
lieferung abweichend die Zeit der Strafe in zwei grosse 
Epochen getheilt hat, um den Rahmen für zwei Gemälde zu 
gewinnen, so hat er auch zur passenden Abwechslung der 
Scenerie zwei Schauplätze der Strafe angenommen (s. unten 
III. Fragm. des 77^. XvofLBvog 28). Wie die Strafe am 
Kaukasus durch das Erscheinen des Adlers verschärft wird, 
80 ist der Eindruck der ersten Bestrafung durch die gänz- 
liche Verlassenheit und Abgeschiedenheit von der Welt ge- 
steigert.*) 

Die Scenerie stellt eine felsige Anhöhe mit einer Schlucht 

^) Wenn man xnit dem Atuadruck 2 aßpoxov sig iQrjfiiav die 
Schilderung Soph. FhiL 2 ß^oxotg Satixiog ovd olxovftivrj zusammen- 
balt, woran der Schol. erinnert, so kann man vermutben, dass Sophokles 
^ von Leasing hervorgehobene bedeutsame Moment gänzlicher Ver- 
UsKnbeit nnd Einsamkeit des Philoktetes dem Prom. des Aeschylus 
▼erdsnkt 



22 EINLEITUNG. 

(tpäQayi) vor. Die rechte Periakte zeigt das Meer, die linke 
< eine wüste, ffebirgi^e Gegend; yielleicht von Giessbächen unter- 
j broehen (89). Die Figur des Prometheus bleibt, nachdem 
sie in aufrechter Stellung angenagelt ist, starr und bewegungs- 
los am Felsen hängen (v^. tu. 87). Schauplatz und Sce- 
nerie, Kostüm und Maske von Eratos und ^ia (78 Sfioia 
fftop9>g yXcoöad öov yrjgijexaL), die Schmiedewerkzeuge und 
eisernen Klammem und Ringe ^ mit denen Hephästos auftritt, 
die Hammerschläge ; die Art, wie die Okeaniden auf Flügel- 
wagen hereinfahren, Okeanos auf einem Flügelrosse henm- 
reitet, die wahnsinnige gehörnte lo wie ein gescheuchtes und 
gehetztes Wild auf die felsige Hohe springt, alles das wirkt 
\ zusammen das Schauerliche und Entsetzliche der Handlung zu 
' steigern, den Eindruck der Verlassenheit und das Mitleid zu 
erhöhen, das Gemüth des Zuschauers in ängstliche Spannung 
und Furcht zu Tcrsetzen.*) 

V. tTeber die Zeit der Abfassung. 

Der einzige äussere Anhaltspunkt für die Bestimmung 
,' der Abfassungszeit des Prom. liegt in der Bezidiung von 
367—369 auf den Ausbruch des Aetna Ol. 75, 2 (479/8). Dass 
der Prom. nicht zu den letzten Werken des Dichters gehört, 
kann man schliessen aus der Quellenfrische der Sprache, aus 
der Einfachheit der Oekonpmie, der Beschränkung auf zwei 
Schauspieler, endlich auch aus dem Umstände, £is8 in der 
Schilderung des Atlas und Typhon, in der Scene der lo und 
des Herakles dem stofflichen und nebensächlichen Interesse 
ein bedeutender Spielraum geboten ist. Auf der anderen Seite 
steht der Annahme einer sehr frühen Abfassungszeit die Be- 
obachtung entgegen, dass die metrische Composition der meli- 
schen Partieen, der Umfang der Chorgesänge für sich, das 
Verhältniss derselben zum dialogischen Theile, das* Vorkommen 
eines Bühnensolo {dxo axrjv^g), der Charakter der Metra 
einer späteren Epoche der traffischen Kunst anzugehören 
scheint.**) Doch kann diese WtOimehmung nicht beweisen, 

*) Nimmt man zu den anffefOhrten Momenten noch die Erzählung 
von den Abeuteuem der lo, ao oegreift man, warum Aristoteles Poet 18. 
1456 a den IlQOfirid'svg nebst den ^oqhC&bs als Beispiel für das r^pa- 
zm&sf anführt. 

•*) Vgl. R. Westphal. Griechische Metrik. 1868. p. XLVII u. Prolego- 
mena S. 8, auch S. 191, B. Engelmann Philol. XXVII S. 736. J. Oherdick 
Jen. Litzt. 1876 Art. 380 ninmit nach Westphal besonders unter Hinweis 
auf den Gebrauch des Wortes oo<piaTijg 944 an, das Stück sei um 426 von 
dem Sobne des Aeschylus Euphorien (Suidas u. d. W. u. Qnint. X 1, 66} 
zum Zweck einer neuen Aufführung umgearbeitet worden. — R. Förster 

I de attractionis usu Aeschyleo. Vratisl. 1866 p. 44 macht auch den Ge- 
brauch der s. g. Attracüon beim Relativ 446, 963, 984 für die späte 

' Abfassungszeit geltend. Ich muss trotz der Einrede Försters (p. 17) in 



EINLEITUNG. 23 

dass der From. zu den spätesten Stücken des Dichters 
zu rechnen sei, da in der Hauptsache nichts anderes daraus 
folgt, als dass der Prom. ebenso durch die Form wie durch den 
Inhalt einzig unter den wenigen erhaltenen Stücken des Aeschy- ; 
las dasteht und in seiner Eigenthümlichkeit ebenso gut einer i 
früheren als einer ganz späten Thätigkeit des Dichters ange- 
hören kann. So verhält sich die Ghorpartie zum dialogischen 
Theile in den Suppl. Fers. Sept. durchschnittlich wie 1 : 2, 
in der Orestie wie 1 : 3, dagegen im From. wie 1 : 7. Längere 
Chorgesange waren hier nicht geeignet, da Frometheu» immer 
auf der Bmine anwesend ist. Das Schweigen des Frometheus 
während eines längeren Chorgesan^es wird 436 ff. eigens 
motiviert. Die für die Umkleidung des zweiten Schauspielers 
uothige Zeit wird jedesmal in alterthümlicher Weise durch 
eine mngere Unterredung zwischen Frometheus und dem Chor- 
führer gewonnen (193, 436, 907). Der From. hat von allen i 
Stücken des Aeschylus die meisten Anapäste im ersten Fusse . 
des Trimeters (12 von 30, wenn man die Eigennamen nicht [ 
mitzahlt, vgl. zu 6), aber noch keinen Anapäst von einem 
ent durch Fosition zum Anapäat gewordenen Tribrachys wie 
Pars. 343 ixatov dlg xti; im übrigen ist der Bau des Trime- 
ters sehr sorgfaltig (vgl. zu 2, 18, 116, 730); der Tribra- 
chys im fünften Fusse findet sich nur einmal (52), während 
dietOl. 76, 4 (472) gegebenen Ferser hierin weitergehen (vgl. 
daselbst 448, 492, vornehmlich 501); dann muss man im 
Prom. einen grossen Theil der Auflösungen auf Rechnung des 
oneewohnten und besonderen Stoffes bringen (vgl. zu 715). 
Folglich zeigt auch der Bau des Trimeters nur eine Eigen- 
thümlichkeit des Stückes, während er der Annahme emer 
früheren Abfassungszeit günstiger ist. Demnach hindert nichts 
zu glauben, der From. sei in einer Zeit gedichtet und aufge* 
fOhrt worden, in welcher die Erinnerung an den zerstörenden 
Aosbrach des Aetna noch firisch war, also nicht sehr lange 
n^ch Ol. 75, 2 (479/8). 

Pets. 842 x*Uff( fjihv ijv Snf ifvi nliq9'og wie in Sept. 810 ocav twaiv 
(vgl p. 21) diese Attraction erkennen. — Ebenso weniff Gewicht haben 
die Ton E. Martin de responsionibus diverbii apud A. BeroL 1867 p. 71 
vorgebrachten Gründe: die Einmischung von Inteijektionen (742) und 
lymchen Metra (115, 117) zwischen die Trimeter, die engere Ver- 
bindnoff der Trimeter (durch Conjunktionen am Ende des Verses, welche 
den folgenden Satz anknüpfen (z. B. 61, 104, 269, 341 u. a.), die 
Unterbrechong der beiden sprechenden Personen durch Beden des Chors 
(V. 631, 698, 746, 782, 819). — A. Schmidt de caesura media in Gr. trim. : 
uinb. Bonn 1866 p. 19 bemisst, weil das älteste Stück die Perser die 
meisten Vene hat, welche wie unten 640 in zwei Hälften zerfallen, 
das Alter nach der Anzahl solcher Verse und stellt den Prom. mit zwei 
solchen Versen auf {gleiche Stufe mit den Sept. (Ol. 78, 1), welche einen 
wichen Vers aufweisen. (Auch der Prom. nat nur einen, da 770 die 
Aendemog von Dindorf nicht als richtig galten kann.) 



24 EINLEITUNG. 

Tl. Literatur. 

1. Ausgaben: Schütz 1809^ Blomfield 1812^ Bothe 
1831, W. Dindorf 1841, Fix 1843, Schoemann 1844, G. Her- 
mann 1852, Hartong 1852, Meineke 1853, Paley 1861^ Weil 
1864, W. Dindorf poetae sceniei. 1869^ L. Schmidt 1870. 

2. Abhandlungen snr Feststellung des Textes: C. Beisiffii 
emendationes in Aesch. Prom. wieder abgedruckt in Bitscm's 
opuBc. I p. 378 — 393^ Fr. Wieseler, Adversaria in A. Pr. v. 
et Aristophanis Aves philologica et archaeologica. Göttingen 
1843. Schoemann^ Mantissa animadversionum ad A. Pr. (1845) 
in Opusc. in 81—94. E. J. Kiehl, Aeschylea Spec. I. Lugd. 
Bat. 18Ö0, Wieseler Philol. IX 716—722, schedae criticae in 
A. Pr. V. Ind. lectt. Grotting. aestiv. 1860. 

3. Ueber die Promeiheussage: Weiske, Prometheus und 
sein Myihenkreis. Leipzig 1842. E. v. Lausaulx, Pro|netheas. 
Der Mythus und seine Bedeutung. Verzeichniss der Vorl. 
Würzburff 1843. PreUer, Griech. Mytholo^e 1860». I. 71—79. 
Zinzow, die Prometheussage. Padag. Archiv 1866 S. 641 — 683. 

4. Ueber die Dramaturgie: A. W. v. Schlegel, Yorlesungen 
über dramatische Kunst. I S. 164. Blümner, die Idee des 
Schicksals in den Trag, des A. Leipzie 1814. Anderes s. in 
Schoemann's Ausg. §. 90 ff . — Welcker, die Aeschyleische 
Trigologie Prometheus u. s. w. Darmstadt 1824. Nachtrag. 
Frankfi^ 1826. G. Hermann, de A. Prom. soluto. 1828 (Opnsc. 
IV n. 6). — Dissen (Brief an Welcker) in Welcker's Trilogie 
S. 92 — 94. J. H. Theoph. Schmidt, de Prometheo rincto. 
Augsburg 1831. Anselm Feuerbach, de Pr. A. consilio atque 
indole (Nachsel. Schriften herausg. r. Hettner. Braunschw. 
1853 IV S. i29). J. Caesar, Rezension der Schomannschen 
Ausgabe in Zeitschr. f. d. Alterth. 1846 n. 41. G. Her- 
mann, de Prometheo Aeschyleo. Lipsiae 1845 (opusc. VHI p. 
144 — 158). Schoemann, vindiciae loyis Aesch. Gryph. 1846 
(Opusc, III p. 95) und Ueber den Prometheus des A. (An 
Herrn Prof. Caesar) in Zeitschr. f. Alt. 1846 n. 111 (Opusc. 
lU 120). Caesar (Antwort auf Schömanns Schreiben) ebd. n. 
113 S. 899. H. Keck, der theologische Charakter des Zeus in 
A. Pr. Glückstadt 1851. Moriz Carriere, Prometheus. Deutsches 
Museum 1855 Nr. 14. Doellinger, Heidenthum und Juden- 
thum. Begensburg 1857 S. 269. Welcker, Griechische Götter- 
lehre. Göttingen 1859/60. H S. 246. Herrn. Koechly, Akade- 
mische Vortrage und Reden. I. Zürich 1859. S. 1 (besprochen 
von K. Lehrs in den Jahrb. f. Philol. 1859 S. 555). Schoe- 
mann, Noch ein Wort über A. Pr. Greifswald 1869. Caesar, 
der Prometheus des A. Zur Revision der Fr^e über seine 
theologische Bedeutung. Marburg 1859. W. Vischer, Ueber 
die Prometheustragödien des Aeschylus. Basel 1859. H. Keck, 



EraLBITüNG. , 25 

Die neueste Literatur über A. Pr. in Jahrb. f. Philol. 1860 
S. 469. W. TeufFel, Ueber des A. Pr. u. Orestie. Tübingen 
1861. W. Marcowitz, de A. Prometheo. Düsseldorf 1865. B. 
Steussloffy Zeus u. die Gottheit bei A. Lissa 1867. Th. Henri 
Martin, la Prometheide. Etüde sur la pensee et la structure 
de cette trilogie d^Escfayle. Paris 1875. Paul Schwarz^ die Dar- 
stellung im Zeus des Prometheus des A. Salzwedel 1875. 
Karl rrey, Aeschylus- Studien. Schaffhausen 1875. F. Seel- 
mann, de Prometheo Aeschyleo. Dessau 1876. Alexander 
Eolisch, der Prometheus des A. zu verstehen aus der Eigen- 
thümlichkeit seiner Entstehung. Berlin 1876. Patin, ^tudes 
sur les tragiques Grecs. P (1877) p. 250—305. 

5. üeber Schauplatz und Scenerie: Pet. Jos. Meyer , A. 
Pr. T. quo in loco agi videatur. Bonn 1861. Bern. Foss, de 
loco in quo Prom. apud Aeschylum yinctus sit. Bonn 1862. — 
C. Fr. Müller, die scenische Darstellung des äschyleischen 
Prometheus. Stade 1871. 

6. Ueber Symmetrie des Dialogs: 0. Ribbeck, qua Ae- 
schylns arte in rrom. fabula diverbia composuerit. Bern 1659, 



A 1 2 X T A T 



nPOMH©ETS 



AESMÜTHS. 



TA TOT APAMATOS nPOSÄHA 

KPATOS (KAI BIA). 

H*AIZTOS. 

nPOMH0ETS. 

xopos äkeaniaän. 
äkeanos; 

lÄ H INAXOT. 
EPMHZ. 



THOÖESIS. 



IlQOfiri^img iv 21%v^Ut SeSefiivov Suc to »€xXoq>ivai xb nv^ 
Ttvvd'avsxcci 'Jci TüXavoofiivri Su xar' Aiyvmov yBvofiivri ix r^g ^• 
fprfistog xov Jthq xi^tzai xhv "Ijjtafpov, ^Eq^i^g Sh ituQayBxat cacii- 
XfSv avxdi KSQavvcDdi^^ea&ai^ iäv fi^ BÜnfi xa (liXkovxa iaso&ai xa 
JU, Ttgoileye yccQ o nQO(ii.fi&£vg dg i^coa^aexai 6 Zeig xrjg aQxfjg 
vno xivog oixeCov vCoi}. xiXog dh ßgovxfjg ysvoiiivrig aipavtig 6 11^ 
(t,7}9€vg ytvsxai, 

Keixai Si ri fivd'OTCOiCci iv TtaQBxßaOEi naga Soqxmket iv Kol- 
%l^i^ TCaQcc Si EvQiTilöfj ol(og ov Tuhai. ^ (lev Cxrivfi xov dpafuriog 
VTCOXHxat iv JSuv^ia inl x6 Kawucöiov 8gog' o dh xogbg avvicrrj- 
Kev i^ ^SlKBavlÖiov vvfiqHSv. xi Sh xetpccXaiov avxo€ iaxi n^fifi- 
^img öiöig, 

^Icziov 6h ZxL oif xcexoc xhv %oivov Xoyov iv Kawucata qnjßl 
ÖBÖic^ai xov ÜQOfirjd'ia, dkXa ngbg xotg EvQomalotg fiigBOi xov 
^SlKiavov^ (og ditb xtSv TCQbg xr^v 'Jca ksyOfiivmv S^BCxi CvfißaXsiv. 



nPÖMH0ET2 AESM^THZ, 



KPATOE. 

XS-ovog iilv 6 lg xrilovifov rixafteif nidov, 
Zxv^v ig ol(ioVy aßgorov slg i^^iCav. 



I-IW Prologos; 1—87 etßte 
Scene: Kratoa u. BiadenPro- 
methens tragend, Hephaestos 
mit Schmiedewerke engen 
versehen treten links auf. — 
A'dowc vi9ov ifit dichterische üm- 
ichreibnng fflr x^ova {slg ttjlovQov 
X^oVo): Snppl. 560 rcD^a? ^Anlceg 
3jloir, 662 nidov yag, PerB. 488 
lfr,g 'AraUdog ni^ov; mit der glei- 
chen Beziehung des Adjektirs auf 
dti zur UmBchreibun^ ' dienende 
Sobttantiv, welches nut dem gen. 
Qor ^inen Begriff bildet, unten 
91, 110, 823, Sept. 304 noto9 d* 
'fititt9^t yulttg ni&ov^ Bum. 292 
l»Qttg h Tonoig At^tniiLOtg^ auch 
eba. 326 fungÄov SyvtCfia xv^tov 
^orov, 718 •nQino%x6votat. itffooxQO' 
«oi'ff "liiopog. — Mit (i}v — ool 
i^ (3) wird der erste Theil des 
Auftrage, Prometheus an Ort u. 
Stelle zu schaffen {rf%ofi>$r „da 
sixid wir**, „wir sind am Ziele" vgl. 
12), dem zweiten, der Aufgabe 
desHephSstos, gegenflbergeBtelTt — 
^Iftvoog: diesen Accent gibt aus- 
Vttcklieh der Grammatiker Arca- 
«ins «*^l Tovürv p. 78, 6 an. Dar- 
"»ch ut TfiXovQog von TnXov wie 
»OMjoog von novog gebilaet An- 
i^ leiten das Wort tob rrjle u. 
opo« (ovpoff) — cuius termini pro- 
em sunt — oder oiffovt Baum (vgl. 
t^ulius Etymol. 8, $48*) ab. Dann 
*ite xTnlov^og zu accentuieren. 

1 ixv^g als Adjeetiv auch 
^I7i Sept. 817 Zkv^jj at^if^a». 



Eur. Bhes. 426 Zni^^rig XeoSg vgl. 
Martial. IV 28, 4 Soythas zmara- 
gdos, ^unten 806, Ag. 109 *£1- 
Itidog ijßccgy unten Prom. sol. frgm. 
X 9 ACytfv atgarov, fragm. 822 
KovQ^ra Xaiv und outen zu 
761. — Zu otiLog (<Bahtt% dann 
'Streif, Strich*) vgl. II. 11, 24 tw 
d' (^o^ijito^) ^Toi Si%a olfMi iaav 

giXapog «oavoto (zehn Streifen von 
laustflJil). — aßifOTOv' ccsray^eo- 
vov Hesych. Hermann h&lt (nach 
Buttmann LexiL I S. 136) dliesen 
Gebrauch von aßgotog für ein Jliss- 
verst&ndniss des Homerischen vv£ 
aß^tn (II. 14,^78), welches man 
eddfixte %a9'' f^v ß^otol ov ipottw^ 
otVy während es soviel^ als 9vi afi^ 
ßQOxog (Od. 11, 330), yv£ diißgoaiii 
iiäi; allein wie avavdoog unmftnn* 
lieh u. m&nnerleer, dnär&Qontog un- 
menschlieh u^ mensdienleer heiset, 
so bedeutet iß^tnog unsterblioh 
u. leer von Sterblichen. — 
Die gleiche Auflösung im dritten 
Fitflse findet sich aohonal in unse« 
rem Stücke. Während der Tri- 
brachys im ersten Fusse immer aus 
einem Worte besteht (zu 116), 
ist im zweiten u. fünften, besonders 
aber im dritten u. vierten Fusse 
die erste Kürze des Tribrachys in 
der Regel die letzte Silbe des vor- 
au9|fehenden Wortes oder eine ein- 
silbige mit dem vorausgehenden 
Worte aufs engste Zusammenbau- 

Sende Partikel (tI 851, yh 746, 
^ 998). Im dritten Fusse folgt 



30 



AI2XTA0T 



"Htpaiöts^ 661 6b x^ fidkeiv imötoXäg 
ag öot TCatrjQ iq)etto^ rovSi XQog xirgaig 
vinjXoxQiiiivoirg tov Xecagyov oxfiaöai 
adaiiccvtivan/ dBöfiäv iv aQQrjxrotg niiaig. 



an sechs Stellen nach der Cäsur 
ein dreisilbiges Wort, das für sich 
einen Tribrachys bildet, an den 
zwei übrigen Stellen ein viersilbiger 
Eigenname (351 KiUvilmv^ 840 
*Ioviog). — Die Wiederholung der 
Präposition lässt Z%v^v ol(iov n. 
aßgotov IqriwiüLv mehr als selbst- 
ständige Besiimmang denn als eng 
verbundene Apposition erscheinen. 
Vffl. Kruger !§ 67, 10, 4. — Der 
Scnol. bemerkt zu dieseni V. xovro 
sls x6 anagafiv^ritov tov Ss^ijao- 
fiivov xal £oq>oiiil'^g x6 aytonsgl 
^tlontiqtov Xiyei vgl. Einleitung 
b. 21 u. V. 20, 270^ auch Aristoph. 
Ach. 704 ivfinlanivta x^ £%vd'av 

8. "HtpaiaxMj aol d\i so findet 
man den Vokativ Öfters voraus- 
grestellt, um gleich durch Nennung 
des Namens die Aufmerksamkeit 
des angeredeten in besonderer 
Weise zu erregen. Vgl. Od. 16, 
180 uxxuy av d igxso d'aanovj IL 
1, 282 'Axqb£Siji^ ^v 8\ srave xnov 
fiivog, 6, 429 jSxto^, dxccQ av fioi 
iüüi nati^Qi h&ufig bei Sophooles 
(Ai. 1409, EL 150, 0. ß. 203, 1096, 
1508, 0. C. 287, 882, 507, 592, 
Ant. 1087, Phil. 799): auch [Pla- 
ton] Theag. 127 C m Ikin^xegy 
noog 4fh d' av ^dri el^fj 6 [itta tovto 
loyog, — pkiletv: Krneg. I § 47, 11, 
5 u. II § 47, 11, 2. — iniaxoXdg, 
ivxoXdg vgL SuppL 1012 tpvlaiai 
xdad' hviaxoXdg nax^g, Pers. 783 
%ov iiV7i(kovev8i xdg iiietg Iniaxo- 
Xdg, frgm. 423 dnovB «ac iiiag ifu- 
axoXdg. 

4. naxTJQ von Zeus nicht bloss 
die Diener 40, 53 und Hermes 
947, 984, sondern auch Hephae- 
stos 17. 

5. X9m(fyav' Tumovgyov, ygavovQ- 
yov, iv8q9fp6vo9 Hesych. Der Er- 
slttrusg navovffyog entspricht aufs 
beste die Ableitung von Ximg» wel- 
ches von alten Lexikographen mit 

\ x§Ximg, navxeXag, Snav erklärt 



wird (vgL Archilochus frgm.^ 111 
Bergk Xsioig^ ydg ov8ev c^pdvfov 
BS ndvxatg yicQ ovdlv iwQOvsov u. 
die Wörter Zsoli/g, leole^^o; =« 
navoiXfigj navoiXs^ifog) ^ so dass 
XecD^yo; den rücksichtslos han- 
delnden bedeutet in Gegensatz 
zu dem, der sein Handeln durch 
GesefaE u. Satzungen beschränkt, vgl. 
Archil. frgm. 87 ndxBo Zev, cor 
(liv ov^vov xgaxogf av a igy (% 
dv^Qtowwv oooig XeoHiyd %al ^^t- 
[ktaxd, Xenoph. Mem. I 8, 9 avtof 
9'eifiiovify6xaxov elvai mal XsaQyo- 
xaxov, Hesvchius hat auch die 
Form Xaoifyog (mit der Erklärung 
dvoaiog* ZinsXof) und das Advei- 
bium Xsmg verhält sich zu der ver- 
stärkenden Vorsilbe Xü- (la/iaxoc, 
Xa%axanvyaiv , Xemaxdifaxpg) wie 
Xamg zu Xaog, vBiog zu vaog, 

6. iSdfkdcg' yivog aidiigov^ He- 
sych vgl. 64, %Qax8Q0tg addwav- 
xag 9\aBv SXoig rind. Pvth. IV 26 
'mit eisernen Nägeln', /£ dddfiav 
xog i aiddgav ebd. frgm. 88. Erst 
seit Theophrast wird dSdiiag in der 
Bedeutung von Diamant gebraucht 
(Pinder de adajnante, comm. antiqu. 
p. 19). — OQQijxxoig niSaugi II. 13, 
86 diiffl Sl noaal nidctg ißaXB xgv- 
asiag dgfijKxovg dXvxovg, unten 
19 dvaXvxotg jiccXuevpkaaii nidai 
Fesseln, deaua Bande. ^ Vgl. Eur. 
Bacch. 447 öBaptd SiaXvd'i] xsSrnv^ 
Ag. 850 ferjfi^a voaovy Pers. 543 
Xfnxifnv sivag. — Den Anapäst hat 
Aeschylus mit Ausnahme von Sept. 
569. wo der Eigenname nicht leicht 
anders in den Vers zu bringen war, 
(unten 840 ist nicht hieher zu 
rechnen) nur im ersten Fusse des 
Trimeters. Derselbe besteht immer, 
wie der Tribrachys u. Daktylus im 
ersten Fusse (zu 2 u. 730), aus 
einem einidgen Worte, welches ge- 
wöhnlich dreisilbig, öfters jedoch 
auch mehrsilbig iA (wie hier noch 
64, 858, 796, 805, 811). Unser 
Stück hat dreizehn solche Auf- 
lösungen. 



DPOMHeETS A££M52TH£. 

To 6w ycLQ &v&os^ xavti%vov xvgog öiXas, 
9vr[toZ6i xkiipag äitaiav* roiaödd yoa 
auMQtlaq fStpB dsl ^sotg dövvai dixviVj 
mg av di8a%&y xriv Aw^g tvQctvvidec 
iftsgysiv, q)Uavd'foixQV Sh xavsö^m Tposrov. 

K^dtog Bia tSj 6g>^ fkhv ivroX'q A^og 

lX€^ rikog Sil wrodlv ifiTCodav hi* 

iym d* atoXiiog Bigit üvyyBvi] d'sov 

9fj0€ti ßta g>äfayyi XQOg 8vö%BijiiQ^. 

navzag 9' aväyuii xävdi fLoi xoXyLav 6%B9Btv* 

^mq^af,Biv ycLQ naxQog Xoyovg ßct^. 

t^ OQd'oßovkov Oiiudog aiTtvfLifca Ttat^ 



31 



10 



15 



7. to tfov aif^og' top 9ov «otf- 

Sov SchoL Theoffü. 452 Heust des 
oldes reiner Guus hu^uqov av- 
' 9^. -> Zn Mawtixpov WQog vgl. 
UO, Xenoph. Mem. IV 8, 7 %o 
91 soi ro itvQ svo^ffttt ii|Ȁr, ini- 

MOfovs, <rw«^yofr d^ UQOf näcup 
ttXnjv Kttl nama, oca i»q>9Miig 
htna iv9^§»MOi uaxamevatovr ai; 
ig ^ya^ mtvtXoni ^InMi^, ovdhv 
a|(oZoyo9 ocvsti nv(fOg afr^^ivsoi 

ntvtttoptai; Fiat. PirotaK. 821 C 

9VV nv^i. — «t^off €iXaq schon 
Hom. ü. 19, 875 vgL Hes. Theog. 

9. <rqp^, aixov wie Sept. 615, 
SopL AL 51, O. C. 40, Trach. 284, 
Gor. Ion 54, 71 , 81 n. G. Bei den 
^Vsgikern wird e<pk für Singular 
vie f&r Plimd gebranoht, wBlirend 
M bei Homer nur fBr den Plnral 
vorkommt. Vgl. Krüger II § 51, 

to. ffr bei Äff u. onmf e. coni. 
iit in der attischen Sprache sehr 
gewohnlieh; so gebfaacht Aristo- 
phsaes unmer «c tfv n. in den at* 
^en Inschriften findet sich Snag 
vt hftofig; Tgl. 654, 706, 824. 

I 13. Mt ixn tiXoG Tgl. Soph. 0. 

I C. 1780 ftopxng ixu %ddi xvpoff 



'nihil vos detinet'. 

14. avyyiv^: xov dno ^fctq 6q- 
fk»pk9vQv tixvfig Schol. Vielmehr 
mnss man avyyivn von der Ge- 
schlechtsyerwandtschaft yerstehen, 
▼gl 89, 289. Heph&stos ist der 
Sohn des Zeus n. der Hera (IL 1, 
577 f.) oder nach Hesiod. Theog. 927 
der Taterlose Sohn der Hera, wie 
Prometheos Sohn der Themis. The- 
mis ist Tochter, Hera Enkelin des 
Uranos. ^ Vgl. 89. 

17. BiaQia^nv' 6Xty<0Q9i^v^ fi^ 
ix^i'V q>if09xiday vaganavetv^esjch, 
Ist man sniten Muths a. leichte|^ 
Sinnes («91090^, secams) bei der 
AasfÜhmng eines Anfhrages, so 
nimmt man die Sache nicht genau. 
VgL unser 'etwas auf die leichte 
Achsel nehmen'. 

18. Sipkidogi Tgl. Einleitung S. 
15 ; off^oßtkvlov u. alievfk^xa contra- 
stieren; ainvuiJTfig , der mit seiner 
Klugheit zu noch, über das Mass 
hinaus strebt. Vgl. gvßovlov Sipkip 
Pind. firgm. 6. — Die Auflösung in 
einen Daktylus hat der tragische 
Trimeter im dritten Fusse sehr 
häufig; selten bei Aeschyius im 
eisten Fusse u. gewöhnlich dann 
nur bei Eigennamen (780). Im 
dritten Fusse kommt der Daktylus 
achfesehnmsl in unserem Stücke vor 
u. Ewar so, dass zwischen llieeiB 
u. Arsis die C&sur fällt, indem die 



1 



32 



AISXTAOT 



IV ovre q)Gnnjv wte rot; iu>Qfp^ ßgotav 
oilfSVy ötad-sytog d* iqUov poißn q>loYl 



20 



lange erste Silbe das Ende des vor- 
ausgehenden Wortes oder ein ein- 
silbiges mit dem vorausgehenden in 
engster Verbindung stehendes Wort 
ist (1009 dl , 1027 Tic). Vgl. zu 2. 

19. &%oma a^ aTUOv, 671 aicov* 
a€BP anmVj 218 Ixdy^' inoiMti^ 
Eur. CycL 268 i%<ov eiioyoi, Hipp. 
819 ovx i-Kodaav ov% i%tov : wie oe- 
liebt bei den Dichtem solche Zu- 
sammenstellung ffleicher in ver- 
schiedener Bezienung stehender 
Worte ist, zeigt Od. 5, 156 itao 
ovx iO'iXmv id'sXovajj »■ ovx ^^i- 
Xtfv naif' i^iXwcji vgl. ebd.^dy 272 

y«y, 6, 97 Blffwv^g [a'^ iX^ovta 6^a 
veovt Gho. 89 nagi <pilifg ipiXqk 
fpigeiv ywauio^ ivd^i, unten 29» 
192, 276, 762, 921. 

20. anmv^gdiKni vgl zu a^^o- 
xov 2; iicav^gta9<p wird durch 
den folg. V. weiter ausgeföhrt. Ezi- 
mia arte eumulavit poeta ipfinitam 
mali magoitudinem (Hermann). — 

\ nayoi^' at i^oxal x&v ntxQüiv wtX 

Ix&v ogmv Hesych. Od. 5^ 411 I'xto- 

21. Wie h&ofig die Präpositionen» 
so hat auch on das pron. vlc in 
gewählter Weise eine Stellung im 
zweiten Gliede der Diiy'unction: vgl. 
156» Soph. Ant. 267 ourt ^op^ 
otfce xov wuvmv^ Eur. Hee. 370 qpi: 
iXnidog yä^ovze xov äo^fff^ßoph^ 
Traoh. 3 ovx' tl Z9^^^^ <>^t* st 
%m xanog, 1264 anccQayfM» \^^^* 
otatgov, O. B. 817 09 fii7 %iv{ov 
i^Büti nfjd* aoxm xt9a So^oiq 
dixeo^ai. Od. 4, 87 ovx9 ivai ivi^ 
äiviit 0^X9 XI noiiiijvy Selon fr. 4, 
12 flw' tiQW itxMuvmv oixB xt dij- 
fftotf^ov fpeiöofkevot. YgL zu 468. — 
9VXS «*»* 'noch auch nur': darum 
schliesst nch oiffsi zeugmatiscdi an 
das zweite Glied an. ygL Sup^ 
1006^ ngig zavxa^ f*i) ica^tofABv iw 
voXvg tcü9og, noXvg ah «orxog sSvin 
^QO^"/! dogL Frequentissime hoc 
fit ubi grammatici ata^ifctp ivxi 



aiö4hj69mg ]joni aiunt, quibus in lo- 
ds cum nomme notio verbi cong^ue- 
ris tadte comprehenditur (Lobeck). 

22. axad'eytog: ^ ^Xoyiioiisvog' 
öxad'svBiv yaf x6 %ax' 6X£y09 
onxav fpaalv 'Atxt*o£. Schol. axa- 
^Hfxog' 9t9tpXtijfi^iidvog ^^if^a He- 

Seh. von oxaxog u. sva (senge). — 
an erwartet nach 15 (^dvatH- 
uip«) eher die Schilderung der 
widngen Einwirkungen derKälte; 
für den Griechen war die Schilde* 
rung des Sonnenbrandes, woran sich 
der folgende Gegensatz passend an- 
schliesst, wirksamer. ^ ^^ßv: 9oi- 
ßov vdotf Hes. fr» 78; q>oißov 6i 
Sfjnov xo na^ugov «al ayvov ot 
TeaXttiol nav Av6(imi9y Flut. Mor. 
p. 493 C. -« 9 maeht Alliteration, 
vgl. Sept. 661 qilvovxa avv tpfUtm 
q>QSvoiiPf Aß, 492 ^Ag iipi^XiMtif 
^aivag. Eine Parodie der Stelle 
scheint das bei Eust Od. p. 14^, 
27 überlieferte Bruohstfick xifia» 
dl xf^v ffijy fiXiog Xi^tauow ^loyl 
alfy^mxuiosi zu enthalten. 

23. 2P0ia gewähltere Form nach 
der Jon. (alten) Form x^oAif, ge- 
wöhnliche Form^ XQ^y ygi,/noia xl 
«oa, foiu u. jea, Aristoph. Eocl 
676. 684. 686 cxoiu fär tfvoo. - 
ip^og von der , Farbe Herod. 1 98 
ovxmmvxmr zav nvnXotp oC n^ 
(i,ax9Öiv8g tjv&iapLivoi §M maf^ff- 
NO»0i; von der Farbe des Haares 
Soph. 0..B. 742 XBvnap^U ««^i 
BaDrins 22, 8 xav xQixmp ixilU* 
ig ijvpiO'M X»vnav^tfiv9€tg; von 
der Hautfarbe Selon fr. 27, 6 
xjr x^ixdxff dh yjhviOfr ai^piiJvav 
ixi yvfnv Xaxvovxai zpoti^g «** 
d-og afie i ßoiiivtjg f ^TiheodBkifiA 
£r« 17 ffg a^xivi^^tov ^liog difp^if 
Aacttv ouox4iv6v vorwog ^ixpofc 
Uyvvog tCg ami^ax' av9^w9 (von 
der Negeifarbe der Aethiopon). '- 
i^lkivqn 11. 14, 108 i^l Si %t9 
aoftivi^Btrii Soph. Tra^. 18 aßfkiv^ 
9i ji^OA o nXHvog ^1^8 . . ncHgy Enr. 
Phoen. 1043 X9^^9 ^' ^ß" *^^ 



nPOMH0£T2 AE1MS2THS. 



33 



fl xoixiXaiiicav vvi axoxgvilfei (päog, 
na%vri;v &* iipuv iqkiog fSxsda nähv. 
ael dh tov nccQOVtog axd^dav xaxov 
tQVösir c*' 6 k(X)q>ii0(ov yccQ ov nitpvxi tcüd. 

toucvr^ ixffVQOv tov q)iXavd'Qcinov r^ionrot;. 
^sog d'säv yäf ovx vxonrfJ00(ov %6kov 
ßgotoUS^ tifiäg äitaöag ni^u dlTcvig. 
av%'* cnf ängn^ zt^vSs q)Q(yuQij66ig icixQav 
off^ötädfiv avTtvogj ov xä(tnta}v yovv' 



25 



30 



atffiivoi«, Arist. Pac. 582 uaiiivot" 
6iv rSldc9 ijfiiV miXtaTiji über die- 
sen Dativ bei s2yai u. den Verben 
des KomroenB vgl. Krüger I § 48, 
6, 4. Znm Gedanken vgl. Deaterou. 
28, 67 „Des Morgens wirst du sagen: 
Ach dass ich aen Abend erleben 
möchte! Des Abends wirst da sagen : 
Ach dass ich den Morgen erleben 
möchte!" 

24. noiKiXeiaoov: ^ nomHov iv- 
dv^a i%ov€a oid x6 nEftomild'ai 
toig iexootg 8chol. Mit noinilog 
Tgl. Soph. Trach. 94 aioXa vv^, 
Bar. Hef. 1096 aatiQosv notKiltfataj 
^rgm. 596^ iotpvala vv^ aloXoxQtog 
ax^iTOff X* acx^wv oxXog, mit dem 
sweiten Theile dita £ar. Ion 11 50 
fiilttUKffeXog itvi, Argon. Orjph. 
111/26 vvi iox^xlxnv^ j^W firivri 
att^oxitetp), Claudian Kapt. Pros. 
U 868 nox picta sinus. — uko- 
n^vifti: %Q verlängert im Anlaut 
iu aer Arsis wie unten 659 ^so- 
«posovff, Eum. 408 axQvtov, Pers. 
217 mtoxQonii^f 895 iniqfXrysv. — 
auau^ipH tpäogi Archilochus frgm. 
76 Zsv9 naxriif 'OXvfLnianf i% (iB- 
fq^^/iys i^%i vv%x' ivonifv'^ag 
ifttog riXiov Xdiutovxog. 

36. b. L immer wird ein Leid 
vorhanden sein, dessen Qual dich 
peinigen wird. AnfLeid wird immer 
wieder Leid folgen. 

27. o Xmaijcmv: vgl. Soph. Ant. 
261 0^8' o nuaXvcwif naffr^v^ £1. 
1197 0«^' avnuQT\^(av ovö' 6 «od- 
lv6mv M^a, vgl. auch unten 
771, Soph. PhiL 1242 x£g ioxm /»' 
ovntnmlv0m9 rce^c, Krüger I, § 50, 
4, 3. Unrichtig denkt der SchoL 
■n eine bestimmte Person (Hera- 
kles). 2<»qpijfffl»v hier transitiv 

AsscHTLUB, Prometheus. 



[876 intransitiv]. Das Objekt bleibt 
bei diesem Qebrauch des Particips 

gewöhnlich fort. — Mit ovnm (ae' 
*ennt wie 511, Pers. 179, Oho. 
747, Eum. 560, frgm. 280, 5) will 
HephaestoB nichts anderes aus- 
drücken, als was wir etwa mit 
'dein Erretter soll noch erst ge- 
boren werden' sagen wollen (Schtitz). 

28. Von inavoiaxojiai kommen 
bei Epikern u. TragiKem nur die 
Formen des zweiten Aor. inrivgo- 
(iriv vor. Zu dem ironischen Sinne 
von iTtnvqov ('das ist der Lohn 
fflr'^) vgl. II. 6, 358; 15, 16 ov ftäv 
old' BC avxB %a%0Qifaipi7js dXsyBi' 
vijg Tfifoixri inav^rjat nal as ffXijyf;- 

29. ^Bog ^Bmv (zu 19) mit Be- 
ziehung auf ßQoxotai. Die Götter 
haben den Sterblichen gegenüber 
gleiches Interesse. d^BÄv genört zu- 
nächst zu xifidg. — vnonxTJcaav : 
vgl. 175, 960. 

30. xtiidg: auszeichnende Güter, 
Vorrechte wie yiga 107 (vgl. zu 
229). — Tciifa dUng im Munde 
des wohlmeinenden Hephästos gibt 
die Schuld nach der Vorstellung 
des Dichters an. 

31. (pqovQBiv bezieht sich auf 
die im flg. V. angegebene Schlaf- 
losigkeit. Der vpqovifog darf nicht 
schlafen. — atc^ir^: vgl. airiXov 
143, Hom. Od. 11, 94 09«« tdng 
vi%vag xotl dxBgnia xm^ov. 

32. oQd'octddrivi vgl. Einleituug 
S. 5*. — yivv ndiifpat' dvanavs- 
cd^ai Hesych. vgl. 896, II. J, 118 

Bt %B wvyißoiv dritov i% «oüfioto, 
Eur. üec. 1080, 1150, CatuU. 64, 
308 niveos flexerunt sedibus artus. 



1 



34 



AirXTAOT 



noXXovg d* odvQiiovs xal yoovg dvanpeXitg 
tp^dy^Bt' ^fiog yag Svanafaittixo^ q)fdv£g' 
anag dl xgccxvg oöttg av viov xgat^. 

KP, iUvj tC fLsXXsig xal xaroixtitH iidtrip; 

tl rov d'BOtg i%^i6xov ov ötvyslg d£ov, 

o6ug to öov dvfitota^ %Q0v8anuv yiQag\ 
HO. ro övyyivig toi, Sblvov ij d' oynXCa. 
KP, 0vn(priii\ avqxovöXBlv 8% xAv %axQog XoytQv 

olov T£; nAg ov xovxo dBificcive^ TtXdov; 
HO. alii ys di^ vt^Xrig 6v xal d'Qaöovg xXiag. 
KP. &xog yccQ ovdhv xopöb d'Qijvetö^a^' 6v 8h 

xä firjölv (oq)€Xovvxa firj novu fidxriv. 
HO. G9 noXXa fiiörj&Btöa xsiQ(ovttiia. 
KP. xl VW öxvyBtg; novov yäg dg dxX^ Xoyip 

xäv vvv naQovxmv ovdhv aixla xixvtj. 
HO. fynag xig avxiiv aXXog ätpBXev Xa%Blv. 
KP. anavx* ixa%^ TcXr^v ^eot0^ xo^gavetv. 



35 



40 



45 



33.^ nooavatpawii «a^ fiovadiag 
avtov. Schol. 

3&. viov (vgl. Erfiger II § 46, 
6, 7): derselbe Gedanke kehrt 96, 
149, 310, 389, 942, 966 wieder. 

38. nQOvdmnev wie nliiffag dinu' 
aiv 8. — Zum Beginn des ge- 
reizten ZwiegespräckB hat Kratos 
drei (vgl. 613), im folgenden im- 
mer zwei Verse, HepbftstOB (sei- 
nem ungehaltenen n. desehalb kurz 
angebimdenen Wesen gemäss) im- 
mer einen Vers. — ooug 'ein 
solcher der' (qualitativ) vgl. ^769. 
Pers. 744 naCg d' iiiog rdd*^ ov 
natsidmg TJvvcev vim %'qacu oütig 
. . ijXntae. 

39. ieivov 'von m&chtiger Wir- 
kung^' : vgl.^ Sept. 1031 dsiyov to 
HOivov 6nXay%VQv ov nevpvnafiev, 
Sopb. El. 770 Seivov x6 x{%xnv 
htCvy Eur. Andr. 986 to ßv^ysvlg 
yctif dtivov , Phoen. 366 dsivov yv- 
vai^lv at dl m9lvmv yovai^ Iph. A. 
917 diivbv to tC%tuv Korl tpipii 
wUtQOv li'iYa, — 6fitUa: (juint 
decL 321 consuetudo alienos etiam 
ac nulla necessitudine inter se con- 
iunctos componere et adstringere 
officiis potest. 

41. olov^ xe; vgl. ^Aristoph. 
Thesm« 3 ofoy xs . . na^a aov nv- 



^ic^ai'j — nmg ovi vgl. 689, 759. 
Soph.^ Ai. 677 ijiiicrff 91 n&g ov 
vvcotfofictf^a CfOfpffovBiV^ Aristoph. 
Nub. 398 xal nmg^^ BtrciQ ßdXXit 
tovg intOQxovg, dnt' oiSxl £{fLm 
ivinifficev; Isoer. Paneg. § 176 n£g 
ov ZQrj diakvsiv tavxag xctg of»o- 
loyfag; — dniiLaivBig bat Beziehung 
auf das vorhergehende dHv6v. 

42. Die erste u. zweite Person 
von elfii wird seltener weggelassen 
(vgl. 178, 246, 320, 373. 987); 
nur bei ^xoifiog ist die Weglassung 

Sewöhnlich, sogar ohne tym (Sopb. 
i. 813 ro^srv hoiptog, 0. R. 92, 
Eur. Med. 612^. Unten 476 wird 
das fehlende av durch das vorauf- 

febende 6iavx6v vertreten. Krüger 
§ 62, 1, 6. 

46. vlv steht bei den Tragikern 
für alle Geschlechter im Singular 
wie im Plural. Krüger II § 61, 1, 
13. — log anXm Xoym s. v. a. «»g 
anlmg glneCv vgl. 976. 
^ 48. Eur.^Iph.^ A. 86 td^imfia 8\ 
akXog xig itpsX* dvx* ifkov Xaßiif 
xode, 

49. Der Gedanke ist: 'eine an- 
dere Würde hat wieder eine andere 
Bürde; alles ist abhängig und zn 
Dienst und Gehorsam verpflichtet 
ausser dem an der Spitze des Gan- 



nPOMHeETS AESMaTHS. 



35 



iXsv^ßQog ycLQ ovttg iötl nkiiv ^tog. 
H9. lyvtoxa totöds^ nwd\v dvtßvTCStv i%(o, 

KP, ovxow ineß^s^ tpds dsöfia xsQi^ßaXetv ^ 

fig §11^ tf' iXivvovta xqoööbqx^^ %axr^Q\ 
H^. xal 8ri XffoxnQU i>iki,a digxBad'M ndga, 
KP. ßaXiov VW a^l %bq6\v iyxQOtst öd'ivsi 

fcuötiJQir ^Btvs xaöödXiVB legog nh^aig, 
U^, nBQaivBtai 8ii xov yi^ata tovQyov tods, 
KP. &Qa6ö€ [McXXoVj öfpiyys, f^^'^^f^ä xaXa, 

dsivog yä(f evgstv xa| ifLrixcivcov sro^i^. 
H0. Sgagev fjöe y dlivri dvösxlvtmg. 
KP. %al x'qvds vvv xoQnaöov d6g)aXäg^ Iva 

yMd'xi 6o(pi6xrig äv jdi6g vto^iöteQog. 



50 



55 



60 



zen atehenden Zens, der allein allen 
ZQ befehlen, niemanden za gehor- 
chen hat (vn' difx^S ovtivog d'oa- 
i<ov Snppl. 696)*. — inax^i} 'mit 
widerwärtigem verbunden'. — %oi' 
Miviiv mit dat. wie «qx^^^ ^^9 
inidtöMoiBt et^axm Pers. 241; Krü- 
ger n § 47, 20, 8.' 

51. totoät *an dem, was hier vor- 
geht'. — ovdhv dvrsmsiVy nämlich 
t6 fiii ov xie ^mxBxay^iva noLSl^v. 

62. dsciut ni^ißaliiv: die Aof- 
\6tang im fünften Fnese findet sich 
im Prom. nur einmal, wie sie über- 
haupt sehr selten ist. YgL zu 2. 

53. ili9vm hier absolut, mit dem 
Particip 629. 

54. ipdliov filv Of|fdX^a hat an 
unserer Stelle die beste Handschrift) 
ro Tov tMvov. ^iUov • dl {'ipilta 
^eben andere Handschriften) x6 

fffiiov. Ammonius. Mit solchen 
Armbändern ist in den oben S. 5* 
erwähnten Gemälden I^ometheus 
Uffsheftet. — di^Hse^ai mit Be- 
zienung auf vQooStgx^. 

55. vIp : ta tpilia Scnol. vgL zu 
46. ~ Die zwei Dative iy%QatsC 
^ivH u. faietrJQi geben die innere 
Kraft und das äussere Mittel an: 
tpt^^tmg ^tCvt fat&g^ifi (d^ami- 
•cher >- instrumentaler Dativ). — 
itüüTfiQa TtQaxsQtiv hat Hephästos 
II. 18, 477. 

56. ^efvs naacäXivi: das Asyn- 
deton hängt damit zusammen, daes 
der eine Begriff durch meh- 



rere Yerba bezeichnet wird, von 
denen das zweite nachdrücklicher 
ist als das erste, vgl. 68, 141, 
392, 608, 698, 937, Pers. 426 inatov 
ioQcixitov, 463 nuiovci XQeoKonovai, 
Cho. 289 Hivei xa^afftfs», Sept. 59 

Soo^sr %QyUi , 186 avBiv Xa%dinVy 
oph. Ai. 60 ixQVvav eMßalXov 
ilg ^9X12 xand, 116^811, 844, 988, 
Ant 1037 nsQdaivex iiinoXaxBf £1. 
719 iifpQtiov eMßaXXov tTcninal 
nvoaC^ Trach. 1256 ^y%ovBtx' af- 
Qcad'e, das Öfters vorkommende 
ünsvSapLivJyHOvaiiev, £ur. Phoen. 
1434 ^xXat' i^o^vH u. a. 

67. fittta: aiaxQfßei^ X9^^^t^^- 
Hesych. 

69. Vgl. Anstoijh. Equ. 768 jroi- 
%iXoq yor^ dviiQ xax tcov dfirjxdveav 
ftOQOvg fvfiijjavop tcoQiieiv, 

61. nognaaov: das ä wie in 
noqnuyktt (Eur. El. 820), vgl. 1%- 
d'oivdasxai 1025 (^o/ytffftor, Ag. 
1602 d'oivccxriQog), dann andere bei 
den Tragikern vorkommende For- 
men wie evvaxijQf ivvdxHffa (Pers. 
167), noivdxmQi auch tnnoßdfLmv 
unten 806 u. Suppl. 284, kxaxoy- 
xdifavag SbS {xagavova^'at), xvva- 
yoff, ßaXog, ydnsdov, ydiiogot, ydno- 
xog, FxttTi, dagovy ddiog u. a. 

62. aofpiaxng hatte zur Zeit des 
Aeschylus noch nicht die historische 
Bedeutung, welche das Wort durch 
Socrates* u. Platon's Einfluss er- 
halten hat. Vgl. Athen. XFV p. 
632 C ndvxag xovg x^ff^^^^'^ff ^V 
xix'^V ^^vxjj (t^ fiovatn^) aofpioxdg 

3 • 



36 



AI5XTA0T 



HO. Ttkiiv rovd* av ovdais ivdixcos (isnifaito ^loi. 
KP. äSaiiavtivov vvv 6fpr(v6g avd'ädfi yvä^ov 

HO. alaly nQOiiri^sv^ öäv V7t6 6tivo novcov. 

KP. 6v d' av xatoxv$tg täv ^diog r' i^tgäv vxsq 
ötevag; ox&g fti) öavtov oixtutg nozs. 

HO. OQ&g d'iafia dvö^iaxov Ofifiaöiv. 

KP. 6(fä xvQOvvta xdvds täv ixa^imv. 

aki* äfLq>l xksvgatg iMxöxaXuft^Qag ßdle. 

HO. Squv ravt' äväyxri, ii^rfdiv iyxikBv* Syav. 



65 



70 



anenaXovv, atant^ %al Aiffx^^^ 
inoiticsv ^ eh' ovv aoq>iöxi^g näla 
TtagancciiDv 2^'^^^'- Aber eni- 
Bprechend der Bedeutang von co- 
9/tof*«i (vgl. Sopk Phü. 77 ilX* 
avTO zovto dti coipiöd'iivai y kXo- 
nsvg onmg yevjjüii xmv dvi%T^t(ap 
SnXtov] hat es hier wie 944 den 
Beji^riff einer Klugheit u. Schlau- 
heit, weldie sich um die Mittel 
nicht kümmert. — Zu i^d^y gehört 
logisch nur ^409 9m9'iaxsQog, wäh- 
rend das Prädikat aoq>iüT7i9 keine 
Beziehung auf Zeus hat (' dass er 
bei aller lOugheit u. s. w.'). 

64. Mit dem Epitheton av^ddrjg 
lässt sich das homerische vriXilC 
XaXx^, Xäccg dvaidijg u. XdßQm fia- 
taCqif Eur. Cycl. 403 vergleichen. — 
Zu yvd^og Ya;l.yivvg im Sinne von 
niXBnvg Soph. £1. 196 u. 485, Phil. 
1206, «eXiKsmv yvocd-oig Eur. Cycl. 
395. --; Die Stelle bei Hesiod. Theog. 
521 S^OB d'^ dXvntonidfiüi noofirj- 
%ia noiHLiXoßovXwf deafioCe aQya- 
Xioici (tiaov did %lov' ixdöaag. 
wo zu construieren ist iXdacag {ta 
dsapid) diä fiiaov niovct (^indem er 
die Fesseln mitten in die Säule 
hinein trieb'), wurde miss verständ- 
lich iXdaaccg niova did (liaov (xbv 
üffOfiri^ia) construiert, wie auf 
einer alten aus Chiusi stammenden 
schwarzfigurigen Vase des Berliner 
Museums (no. 1721, 0. Jahn Archäol. 
Beitr. Taf. VllI) Prometheus ge- 
pfählt dargestellt ist. Diese rohere 
Vorstellung ist von Aeschylus in 
eine geeignetere u. fär den Anblick 
erträglichere verwandelt, üebrigens 
itst auch in der Hesiodischen Dar- 



stellung das Bild der älteren Sase 
schon verdunkelt, welche unter der 
Säule einen xüov ov^dviog^ einen 
in den Himmel emporragenden 
spitzen Bergkegel verstanden hatte. 
Vgl. zu 349. 

66. vno zur Angabe der Ur- 
sache ('in Folf^e^ wegen') wie 
Thuc. II 86 vno avifimv xal v%q 
dnXoCag ivdtirifi^ev ov% oUyov 
XQovov, IV 8^ vXmd/jg zs xal dim- 
ptig naea vk' igr^fiiag t^v (17 vi^ffo;], 
Spph. Ant. 221 in iXnidtov awdgat 
xo üBQdog noXXdnig SnoXeosv, auch 
A^. 476 nvQog 9' vn evayyilov 
noXiv dinxet d'oa ßd^ig. 
^ 67. av iutto%vsig: 36. — ix^^QÄv 
vnBQ: Bei den Tragikern wird die 
Präposition häufig dem SubstantiT 
nacogesetzt, wenn noch ein At- 
tribut (z. B. 658 ein Gen.) nach- 
folgt; ausserdem findet im Trimeter 
die Nachstellung (mit Anastrophe) 

gewöhnlich nur dann statt, wenn 
ie Präposition an das Ende des 
Verses zu stehen kommt, u. zwar 
bei den Präpositionen nBQ^j iiiza, 
nagd,^ vno, vnig^ dno u. iir/, wenn 
sie mit dem Gen. verbunden sind; 
mit dem Dativ bei Aeschylus M 
nur unten 365, Pers. 190^ ini Snppl. 
1003, fietd Pers. 613; mit Acc. ntgl 
Pers. 61. 

70. OQo affektvoll nach oovg. 

71. iiaavetXiaT^qeg sind Eisen- 
gurte, welche auf beiden Seiten 
festgenagelt werden. 

72. Das ^Asyndeton der beiden 
Sätze (für dvdynri yap tavta Sgdf 
vgl. zu 373 f.) bezeichnet den Affekt 
des unwilligen. Vgl. Krüger I § 59, 



nPOMH0£TS AESMS2THS. 



37 



KP. rj giriv xsXsv6€9 xaTd^mv^a ys TCQog. 

%ti(fBi xaTco, 6xikri d% xiQXcaiSov ßia. 
H0. xal dfi ningaxtav tovQyop ov ftaxgä novio, 
KP. i(fQ(oiiivmg vvv ^elvs diaxoQOvg nddag' 

ag oviuti(ifitijg ys täv Igyrnv ßagvg. 
H9, ofLOia fto^g ylaööd öov yiifvsxat, 
KP, 0v iiaXd'axiiav , trip d' i(ifjv av&adiav 

OQyrig xs XQaxvt^xa fi^ *%{nXri66i fioe. 
H9, axBt%iöiuv' mg xoiloLöiv äiig)ißlii0XQ* ixsi, 

KP. ivxavd'a vvv vßQi^s xal ^eäv yiga 



75 



80 



1» 8 0. II § 69, 1, 7 Den Unwilleu 
über die zudringlichen Mahnungen 
drückt auch dae Compositum iyxf- 
ltv€iv (^drein herachen^) aus. 

73. Die Betheueruog ^ fiify mit 
dem affektvoU wiederholten nslev- 
H9 ffibt die trotzige Bücksichts- 
loaiffKeit gegen das verlangen des 
HepofistOB an. — ini^^mvirn: vgl. 
277, wo der Schol. bemerkt i} fieva- 
woQa ino tov nvvtiymvy 398, 1041 , 
Ear. Hipp. 219 xvci ^o>t;{a«. |— 
xal — y£ et quidem: yh dient sor 
Herrorhebung der st&rkeren Be- 
zeichnung, ygl. Enr. Phoen. 610 
ig fi' inoiQOv i^slavvHs — »crl 
xcrraxTCM ye ngog, — n^fog: nQog 
91 929, %al Mi^g Cho. 899, re n^6g 
Eum. 288.^ Krüger I § 68, 2, 2. 

74. Ji« xov 'Xfl^9«& XttTO»' t6 
ftijt^og IvitpnPB xov dsaiievofiivov 
9to9 Schol. Doch kann es emfach 
'komm zu den unteren Körperthei* 
lea^ bedeuten. — xi^xotfoy «f^rl 
too x^/sotfoy. Schol. IL 24, 272 
t^ixog. Die Utere Form xi^nog 
(circos) hat sich im Namen des 
Voffels (Od. 18, 86 fof^f xi^Kog) er- 
halten (857); auch kennt der at- 
tische Dialekt Formen wie qtaQ^ 
iai für tpodiaty dor^xfiif für ^oax^ij 
MetathesB).^ 

76. iiatoQOvg ni9agi niÖag im 
lUgemeinen Sinne wie 6; diuxo^ovg 
pawiTiich, sonst gewöhnlich akti- 
viseh wie 181) bezieht sich nicht 
aot die Löcher, welche die Fesseln 
urtprünglich hatten (Schütz, Her- 
mann], sondern bezeichnet die mit 
N&geln durchbohrten Fes- 
seln, wie Soph. 0. R. 1034 ^latd- 



Sovg nodoi^v a%(idg die von Nadeln 
nrchstochenen Fussspitzen. So 
geht ^rtpt auf die durchge- 
triebenen N&^el, welche zum 
Schlüsse noch emmal festgeklopft 
werden sollen. Ueber die Auflösung 
vgl. zu 2. Die gleiche Auflösung 
findet sich noch dreimal (273, 680, 
809). 273 ist die zweite und dritte 
Kürze durch ein zweisilbiges Wort 
(diff) gebildet, 809 folgt ein drei- 
silbiges, 680 wie hier ein vier- 
silbiges Wort. 

77. Vgl. 63, 68. — imtiiikfitiif : 
vgl. Pers. 827 Zsvg toi xolaetrjg 
xtav vnsifxonmv ayav qfQovriiirdtmv 
iMBOtiVy ev^vvog ßagyg, Soph. 
frgm. 478 xoXaazetl xinitifktital 
x€tx£v, Eur. SuppL 265 tovtmv xo- 
Xacxriv xdnixipLTjtijv, ava^, 

78. oitoia »Oiffp^ : mg ixtganilov 
(absonderliche mnojTiiiipov xov 
nQoaoinov (Maske) avTOv. Schol. 

79. (luld'axiiov: über die Be- 
deutung des Imperativs vgl. Krüger 
I § 64, 4, 2. 

80. opyif 'eiferndes, heftiges 
Wesen*. 

81. Der Dativ xmXoioiv ist re- 

giert von dem in dufpißXißifxQ' fxH 
egenden Begri£P aawißdXXtiv. — 
Hephästos geht, wänrend Kratos 
noch seinem Hohne Luft macht, 
ruhig seines Weffes. So ist für 
den abgehenden Schauspieler Zeit 
gewonnen für die Rolle aes Promo- 
Üieus sidi einzurichten. S. oben S. 20. 

82. Vgl. II. 21, 120 xov d' 'All- 
X$vg nozufiovSt Xaßmvnodog ijxt 
q>igtcjd'eti, xai ot intvxoiiivog inta 
ntiQOBVx dyoQiviv' frttev^oi vvv 



38 



AISXTAOT 



övXäv itpti^iiQOiöi ngoöti&si. xC üoi 
oloi TB dvfirol tävd* aTtavrk^öcci Ttovmv' 
ifSvdG}vv[ias 6b daifiovBg nQOfmfiia 
xakovöiV avtov ydg 6b ÖBt XQO(iti^d&g^ 
oro) tQOTta trjöd* ixxviiödi^Bi tixvt^q. 

nPOMHQETS. 

G) 8log al^Q xal taxvfitSQOL nvoal 
notaiiäv xb nrjyal xovtioiv xb xv(iäx<ov 



85 



%itoo (ist' lj^d-v0iv %ti., Od. 18, 105 
ivxavd'oi vvv iao avag X9 xvvag 
T* dntQvnmv nxs.^ Aristoph. Thesm. 
1001 ivxavd-a wvv olßuii MQog xriv 
alxQiav, Yesp. 149. Plut 724. 

83. ifpriikBQOt.oii B. zu 546 f. : vgl. 
253, 945, Eur. Orest. 976 Ito Cm, 
navduuQvx* iqtapbifftov i^ji nolv- 
nova, Amt. Nub. 223 (Sokrates 
wie ein Gott) xi pts nalsig, m *(pi}' 
oBQS; Cic. TuBC. I 39, 94 apad 
Hypaimn flavium . . . Aristoteles ait 
bestiolas qaaadain nasci, quae onum 
diem vivant (Aristoteles H. An. V 
19 nennt diese Thierohen ^<pij- 

fkBQo) Gonfer nostram longisBi- 

mam aetatem cum aeternitate; in 
eadem propemodom brevitate qua 
illae bestiolae reperiemur. 

86. Die Construction Sei xivd 
xivog findet sich (bei AeschyluB 
nur hier) öfters bei Euripides (flec. 
1021, Phoen. 470, flippol. 23, Ion 
1018, Herc. 1170, Bhes. 837); vgl. 
Krüger 11 §47, 16, 2. — st^omi^- 
^cooff: der Dichter hat sich dem 
Effekt zu Liebe erlaubt nQo^ri^Bvg 
als Appellativum zu brauchen, vgl. 
Piud. Ol. yil 79 i» *• iffsxdv jfa^ 
Ibv xal x^Qff^^' civ^otonotai Ilffo- 
liad-iog aldmg. Etjmologrische Deu- 
tungen der Eiffenuamen sind bei 
Aeschylus beliebt nach dem Ag. 681 
ausgesprochenen Grundsatze: x£g 
nox iuv6(iai9v id' ig x6 näv ixti- 
xvfimgi fiif xig ovxiv* ovx opö- 
ft9V nQOvoiatüi xoy mnomiii' 
vovylaeeav iv xv%<f vsiiav; 
wo *Elivtt als ilivavg, ^Xavdoogt 
IXixToXiff gedeutet wird; vgl. ebd. 
1080 'AnolXmp — dnoXXiov cftoff; 
anderes Sept. 658, 829, 536;^ vgl. 
Od. 1, 59 ov vv X* 'Odvaüivg — 
X«p^(«TO Uqu (iimv; xi vv ot xd- 



C09 <idvoao,^Z9v; Eur. Phoen. 636 
dlrjd'mg 9* ovofia IIolvvsixTiv %a- 
x^Q id'Bxocoi 9t£qi ngovoi^ vti- 
%B€9V inoivvpkov. Zum Gedanken 
vgl. unten 474 f. u. die dort a. St. 
Marcus XV 31.^ 

87. 0T91 xQona innvlta^iiosi: 
vgl. Eur. Med. 322 ov% iptg^ xi- 
yyqv, onag uBVii^g net(f Vf^^^t 
Thuc. I 107 idoi9 d' avxoCg — 
cni'^aad'at, oxa xffonm daq>aXi' 
axctxa StanoQivaovxaL» — xix^rig: 
x6»v dsüiidtv Schol.; ein anderer 
xov xBx^^i^^o^S %€cxBa%Bvaüfiivov 
dsaiiov. vgl. Soph. 0. C. 472 x^a- 
x^QBg Bialv, dvdoog svxBioog Tf xvn, 
unten in Frgm. Ill des Prom. sol. 
8 qua miser soUertia transverbera- 
tuB. — Prometheus ist an allen 
Gliedern gefesselt, so dass er sich 
nicht rühren u. regen kann. Da- 
durch wird für die Handlung Mit* 
gefclhl mit dem armen Dulder er- 
regt (vgl. 32); zugleich aber wird 
für die Aufführung der Umstand, 
dass die Figar des Prometiieus 
während des ganzen Stückes un- 
beweglich bleibt, motiviert. Vgl. 
oben S. 19. 

88 — 127 zweite Scene: Pro- 
metheus allein. — Zu der An- 
rufung vgl. n. 3, 277 ^iXiog d'[ os 
ndvx' iqfOQug xal ndvx' inanovstg, 
xal noxttfiol xal yaPoc, So]gh. Phü^. 
936 CD Xifiivegy a ngoßlrixBg, « 
ivvovüiat 0"iiQ&v OQBimpy i xavap- 
QmyBg nix(fai^v(iiv xdo. ovyad 
&XXov old* oxm Xiva, ccvctnXaCo- 
aat, Apsines (Bnet. Gr. ed. Spengel 
I p. 400) sagt: %iVBt dl iXsov xal 
Xoyog ngog xoxov xivd yivo^B- 
vog, — diog * himmlisch' von der 
Wurzel ^i, dif (Sanskrit d! schei- 
nen, glänzen): vgl. IL 16, 365 tut- 



nPOMHeETZ AE SMITHS. 

ai^ifpidfiov ysXccö[ia xaftnijtOQ tb yijy 
xal tov navoKXfiv xvxXov ^X(ov xaAcS' 
ldB6ti ft' ola XQog teäv niöxa d'sog. 

ötQx^tfi* oTaig atxtavaiv 
dutxvaiofisvog tov (ivQiBttj 
X(f6vov a^lsvöa. zoiovd* 6 vdog 
xayog (iccxagcav iirivQ* in^ ifiol 
ÖBÖfLOV aBix^. 



39 

00 



05 



ttin, — %a%vnt§QOi bezieht sich 
auf oie ainnliche Wahrnehmung der 
Tordberwehenden Lüfte; au be- 
flügelte Dämonen, wie die Winde 
Q. die derartige Wesen von der' 
alten Xnnst dargestellt wnrden, ist 
hier nicht zu denken. 

90. jilucaa bezeichnet den An- 
bilde der leichtgekräuselten 
(daher wfioi^itwf) ii. zugleich 
TOD dar Sonne beschienenen 
(11. 19, 362 jilaeoB 61 naaa nsql 
l9o9 %al%ov vno axBoon^s) Mee- 
resflftche. Die Erheiterung in 
weiterem Sinne, wie der Schol. 
an unserer Stelle yiXaoyku mit dtd* 
ivfui erklärt, drückt y$lav öfters 
aus s. B. Hes. Theog. 40 yela di 
ri 9m^xct natQog — J^iäv onl 
UiQioiüCfi onidvauivTi, In anderer 
Weise heisit es CfatnU 64, 273 leni 
resonant plangore cachinni. — 
sotfttijTO^ yij: vgl. Homer. Hymn. 
XaX 1 faittvnaifiiijxBioav, Cho. 
127 yuiav ^ xa ndvxa xiKxsxat>, 

91. %al — %al&: iJfXXaf« xtjv 
^^919 SchpL, YgL Soph. Ai. 859 
a 9iy70ff, m yfigjiifov olnsiptg ni- 
iov iMlui^irogj m naxqmov iat£as 
t«t^if99 nlMiveU X* 'A^ijvttij xal x6 
9vrgQo^op ycyoc, ngijvai rs «cota- 
^ol d' oTof, »al xa Tpo»ixff 
%i8{a wQOüavd£f %a{^hx*, i 
vpo^jc ifio!r, 0. Col. 1091. — XII- 
xXoq; Fers. 604 laan^og -qUov nv- 
«lo(. Dieser Ausarnck (v^l. orbis 
•olii) geht auf alte Ueberheferung 
zurück, nach welcher man sich die 
Sonne als ein flammendes Bad 
«lachte. In der Edda heisst die 



Sonne faffrayhel d. i. das schöne, 
lichte Bad. Vgl Grimm Deutsche 
Myl^oL I 586, II 664. 

92. n^og xivog nebst Ix xivog 
(für vno xivog) häufig bei Herodot 
u. den Tragikern: Krüger II § 52, 
3, 1. ndaxsiv ix 759, vicb 1049. 

93. Der Uebergang aus den 
lamben in Anapäste zeichnet den 
Ausbruch leidenschaftlicher Erbit- 
terung. Mit der inneren Fassung 
kehrt auch der ruhigere Bhythmus 
101 zurück. 

93 f. atxCaiaiv (&■ anx^XCoig 
(loxd'oig) SianvaioitevogiYgi. 541. — 
xov (ivQiBx^ XQ^^o^ "^^ "tov nX^Cm 
foovov (Anstoph. Ban. 160^ Thuc. 
Iv 117), xov ndvxa xQovov (Ari- 
stoph. Nub.462). fivpt£Ti7 : xoXvix^ • 
iv yito xA nvQq)6(fa xQsig (ivgiddag, 
YgL Hygin Poet. astr. II 15) g^i^ffl 
SsSioQ'ai avtov Schol.; beides ist 
nur ein hjperbob'scher Ausdruck 
für 'lange Zeit'. — d^XBvam (ein 
ionisches Wort): absolut 'dulden*, 
▼gl. II. 24. 734 dd-Xivatv ngo avanxog 
di^nllxov. 

96. xayog: Pers. 23 xayol JIcp- 
aatv, ^23 vb6v xayog ^ Soph. Ant. 
1056 aQ* ola^a xayovg (Herrn u. 
Gebieter) ovxag av liyvg Xiyav; 

97. Der anapästische lionometer 
bildet einen Abschluss, jedoch nicht 
in so nachdrucksToller Weise wie 
der Parömiaku«. — decfkov: Singu- 
lar wie 141; diCfiovg creixcrg 525. 
diix^i vgl. zu 113. 

99. axtvdxiot n^ gleichsam 
'seufze bei der üeberlegung, wie^: 
▼ffl. 182; Soph. Ai. 794 aox9 fi' 
nilvHv x£ ^ijff, Eur. Hec. 184 ^ci- 



40 



AISYTAOT 



xaizot xC q)rilit; navxa TCQOV^exiötaiiav 
öxad'Q&g xä ^tikXovx* ov8i lioi noxnlviov 
nijfi* ovdhv ij^et. xi^v nsXQaiiivriv dl XQV 
alöav fpiifBiv cog faüxay yiyvioöxovd'* oxl 
x6 xijg äväyxfis i<Sx* ai'qifttov öd'dvog. 
dkX* ovxe öiyav ovxs ffi/ öiyap xv%aq 
olov XB [loi xdöd* iüxL ^vtixoZq yaq ydga 
noQGiv avdyxaig xatöä* ivi^evyiiat xdXag' 
vaQ^xoxki^Qaxov Si ^Qäfkai avQog 



100 



105 



1 



ßaivm xi noz* dvaetivsigy Arist. 
Nab. Id91 ofyui yt xmv vBani^nv 
rag Kagdiag nridäv o Ti Xi£ci. nfi 
noxji TgL 545^ Eor. Ale. 213 Ado 
Zav, xig av nag na noQog naitap 
yivotxo; KrOger I § 51, 17, 10. 

100. X9V B' ▼• a. fiiiisi, — im- 
XBiXcii : inixillsad-ai vom Aufj^ehen 
der Gestirne Homer, hyrnn. lll 371 
nsUoio viov inixelloi^ivoiOj Hes. 
0. D. 665 nomxop nayifpaivmv inixiX- 
AiTcx^ das Aktiv in der'lXiets (ntugd 
(bei Tzetzes zu Lycophr. 844] laii- 
uQ-q d' inixells alnvrj, in über- 
tragener Bedeutung Theogn. 1275 
(OQeiCog^ xcrl igtog imxillixai ijy^xa 
ns^ yn avd'iaiv slagiPoCg ^dXiii 
aBlofiivri. 

101. xaixoi x£ qpi^fic 86 i^sum 
obiurgat Prometheus: et pauhsper 
ob malorum ma^tudinem natu* 
rae suae oblitus iam ad se redit. 
(Schütz). — n^Qv^iniüxaiicui als 
Sohn der Themis vgl. 209, 873. 

192. notatviov steht prädikativ. 

105. d9riotxovi U. 17, 41 all* 
ov fiäv ixt aripov aneiQfjxog novog 
icxai ovdi X adfifixog^ hier » 
aiicixog {ddififixov' afiaxov^ ixaxd' 
fi^axoy Hesych.}, vgl. dvixrixog, in^ 
victus. Wegen des Gedankens vgl. 
Simon, fr. 5, 21 (Fiat. Prot p. 3451)) 
avoryxfc d* Qvah d'Bol itdxovtatj 
Soph. Ant 1106 dvd'pL^ 6^ •vxi 
^vfacfjijTioy, 0. 0. 191 xal fii? 
XH^i^ ffoZcjLMDfiiffv, Eur. Iph. T. 1486 
xo yoLQ x^'^ooy <^ov Xä xal^sävxpaTcr. 

106. 0VX9 üiyav ovxe f»i} aiyäv: 
vgl. 197, woraus der von Ag.^548 
9ta>la& xo atyuv wdQfumbov ßXdßTjg 
ixto verschiedene Grund des Schwei- 



gens {alyog\ hervorgeht, ünxich- \ 
tig der Scnol. dXX ovxe aiyav 
dvvaauj (dXya yag) ovxe iXiyjf ei9' 
evXaßovficei^yaQ xov Jia. YgL ooph. 
Phil. 329 naC üoiavxog, iäeoa, 
fioXig o BQtOf ayny vn avxiov 
l^eXaßii^vv iioXdv. 

107. yeifu: 30 xi(uig. — Selten 
ist, wie hier u. 821, die Thesis des 
fünfton Fnsses durch die lange 
letzte Silbe eines nicht einsilbigen 
Wortes {^vtj'xotg) gebildet. £äne 
Härte liegt nicht darin, wenn wie 
hier durch die Cäsur im vierten 
Fusse (Hephthemimeris) unmittel- 
bar vorher eine Pause stattgefun- 
den hat^ Vgl. noch zu 648. 

108. dvdynai wie al%CaL 93. — . 
iviisvffuct: Aeschylus liebt diese { 
Metanher, vgl 677, 1009, Ag. 1639 i 
xov oh fi)} vei^dvoga^ Ccv|o ßa- 
Qsiatgiza verstehen (etiy^ttiff), ebd. 
841 (U)vog d* 'Odvaeevg^ . . ievx^el£ 
FcoifftOff ijy iaol aeiQttqtoifogf ChoepL 
795 ivyevx iv a^aoiv wTifidxiav, 
dazu Ag. 218 dvayKoeg idv Xsna- 
dvov ; überhaupt sind die vom Acker- 
bau u. der Pflanzenwelt entlehnten 
Bilder, u. Gleichnisse bei den Tra- 
gikern* häufig. Zu unserer Stelle 
v^l. Eur. Or. 1330 dvdynrig elg iv- 
yov %tt^ iaxafikev 9 Hipp. 1389 oiaig 
üVfiqfOQoig aweivyrjg. 

109. vagd'rixoxX'^ifenov i xi^v iv 
vdQd'fjnt Q'Jioav^io^eiisaw ^ nuQooov 
x(S vctQ^r^in ijfQAvxo KQog xag ix- 
iintvotoüstg xov nv(f6c Hesydi. vdQ- 
d'Tii (neugriechisch avag^^nag, fe- 
ruia communis, Steckenkraut) ist 
ein etwa zwei Ellen hohes Bc^r, 
ein Doldengewächs, welches mit 



nPOMHeETS AESM52TH£. 



ndötig ßfOTotg xdqnp/s xal (isyag aoQog, 
toiävds noivdg afLnXuxfifidtoh/ zlvto 
vxäi^Qioig da6\k0t6i XQOvöeXoviAevog. 



41 



110 



T T 

a a 



ttg &%oiy zig odyLu itQOödxta fi' äfpsyyi^gy 
^ioövtog ^ ßQOTiiog ^ xsxQUfiivTi'f 



115 



einem milchigen ätzenden Safte 
(habent fongosam intus medullam 
nt sambuci: Plin.) angefüllt ist u. 
getrocknet den darauf fallenden 
' ranken leicht auffängt; bei dem 
Landvolk des südlicnen Italiens 
wird das Bohr als Zunder benützt. 
Vgl Phanias Anth. VII 294 va^i^f 
sv^%9itag; Theophr. U. PI. VI 2, 
7; PUmns H. N. XIII c 22, 42. 
Ueber die Bedeutung des Naiihex 
in der Sage vgl. Einleitung S. 2. — 
Darch dl erhftlt das, was eigent- 
lich Erklärung aum VoransgSien- 
den ist, die Eigenschaft einer 
neuen (tr sieh stehenden Angabe; 
dieies i9) wird von den Schol. Öfters 
mit yuQ interpretiert, so zu Ch. 239 
9(^avdav ä' iat' avajnaCmg ^zov, 
wo das vorausgehende tiaauQag 
l^oi^ag iiw iiM£ erklärt wird. — 
^p«fUK»: bOger I § 53, 1, 11. 

110. diddenaXog nccüjjg tix^Tigi 
vgl. SU 7. 

111. %6^og absolut wie 477. 

112. MoimvSM noivdg ttfinlanfifLa" 
T«»: vgL 564, 620. 

113. pMui^gioig causal zu nffov- 
uXo9fi$vogt vgl. 158; das Schmach- 
Tolle der Strafe wird von Promo- 
tbeuB besonders hervorgehobeil 97, 
178, 195, 227, 265, 438, 525. — 
ixai^ifioig diüfioioi : v^l. zu aqtBy- 
m 115. — «^ovüilovfiivog: das 
WoTt findet sich noch 438 u. Ari- 
ttoph. Ban. 730 (srpofftZotifisv) vgl. 
Etym. M. p. 690, 11 m'^vaelsCv 
liyovffi To ißglttiv, das nämliche 
^10 wie das in den a. St. gewöhn- 
lich gebrauehte alHi^op^ai fvgl. 
HeiycEw %(f9vj9l9i9 * nQonf]Xa%{iBtVf 
^M<«y}* Die Etymologie des 
Wortes ist unbekannt; man will es 
TOB %qo9fiXX$i9 ableiten, indem 
dss hinter 9 auage&llene Digamma 
|Ü6 voriiergehende Silbe verTän^fert 
baben soll wie in ^wodi^g (d^todfljgy 



114—127 händigen das Nahen 
des Chores an u. begleiten (von 120 
an) die Bewegungen der Flügel- 
wa^en. Auf ähnüohe Weise oe- 

f leiten in der Elektra des Sopho- 
les die Anapäste der Elektra das 
Auftreten des Chors. 

114. Man hört ein Bauschen in 
der Luft. — i i: i%nXiqinag inuf- 
Qiiliata Schol. Ce m^lange de dou- 
leur et d'effroi, de faiblesse et de 
fennet^ me parait tout k fait ad- 
mirable (Patin). 

115. Die bacchischen Bhythmen 
malen den Affekt des Staunens u. 
der Üeberraschnng. — odiui: Ge- 
wandung, Farbe u. Schmuck des 
HsMres ( iCaske) waren den Meeres- 
nymphen angemessen. Vgl. ^ Eur. 
nippol. 1391 ia' i ^Bfov odfi^g 
nvsviia' . . . Iffr' iv tonoiai toi- 
91^ 'AQzsfug ^td; Verg. Aen. I 
403 ambrosiaeque comae divinum 
yertice odorem spiravere. — ngoa- 
ixta: Tgl. Plant. Amphitr. 325 yox 
mi ad auris advolavit. In modifi- 
cierter Bedeutung ist das Verbum 
555, 641 mit dem Dativ verbun- 
den. — a<pfyyifff (hier s. v. a. dtpa- 
vijg) ist in einer bei Dichtern ge* 
wöhnUehen Weise auf dx» u. oäpkd 
bezogen, während es eigenthch 
ein Epitheton desjenigen ist, von . 
dem beides ausgeht. — Zu der Dar- 1 
Stellung vgl. Soph. Phil. 203 uQpv- 
tpdvri xxvnog . . . ßdXXtt f»' itvfia 
fp^oyyd TOv. 

116. ^BoüVTog: Die Tribrachen 
im ersten Fnsse (vgl. zu 2) bestehen 
bei Aeschjlus gewöhnlich aus einei9 
einzigen dreisilbigen Worte wie 
666; aus einem mehrsilbigen wie 
hier noch 817, Sept. 272 nfitovo- 
aoft(, Eum. 806 UnaifO^oovoiütv^ 
frgm. 195, 2 ßoQsddag. — Die Com- 
posita mit -ovtog wie die mit -ffvtog 
verdoppeln bald das inlautende 



42 



AISXTAOT 



7xero ziQ^oviov inl näyov 

novav iiiäv ^scoQog^ tj ri d^ &dX(ov; 

701/ z/i6$ ix^'QOVy rov ni<Si ^eotg 
8i aTCBX^siag ikd'ovd^' oxoöoi 
z^v z/iOff avXfjv flöoixv€v6Lv, 
diä Zfiv Xlav (piXotfiza ßQOz&v, 
(psv <psv^ xl noit* av Tuvä^iögia xXvo 
niXag olcwäv; al^g d* HatpQatg 
nzsQvytov ftnatg vxotfvQiiei. 
nuv fio( g)oßeQ6v z6 nffoödQjtov. 



120 



125 



ü VL. Qy bald nicht nach Bedürf- 
niss des VerBmaases, Tgl. 648. Zu 
4^s6ovtog ^ ßQOtiiog Yffl. 765. — 
Tisx^a^iwri: fjfii^ioiv Schol. Es 
sind nicht Halbgötter nach 8^;terer 
Vorstellung gemeint, sondern Wesen 
die xwischen den höheren (himm- 
lischen) Göttern a. den Menschen 
in der Mitte stehen wie gleich die 
Okeaniden (vgl. 629 f., 902), Vgl. 
Eor. Cycl. 218 ii'^Xhop Q posiov ^ 
liifiiyiiivov; 

117. Die schmerzliche Empfin- 
dung ist durch den Rhythmus (Doch- 
mius u. EretikuB) ausgedrückt. Auf 
die Frage 'wer mag es sein?', folgt 
dieVermuthung, daas der betreffende 
nur als unwillkommener Zuschauer 
erscheine. Diese Vermuthung ist be- 
gründet durch die voraus aujgege- 
bene Thatsache tKito xsqiioviov 
('ans Ende der Welt') inl nayov. 
Als Subject zu Hbxo ist der unbe- 
kannte, der angekommen ist, ge- 
dacht (nicht d-eopoff, welches den 
Zweck des Kommens angibt), tso- 
fiofioff, welches nur an dieser Stelle 
vorkommt, ist von tigiiap gebildet 
{tiQUiog von zi^pko). 

118. ^ xi^d^ »ikavi vgl. Soph. 
Trach. 890 fjiiBtg dl nQOüfkivmf^sv; 

119. OQocxB mit Bezug auf ^ia- 
Qog. Der Imperativ ogäxB steht im 
Sinne von oq&v naga» 

120. In Folge der inneren Er- 
regung und Erbitterung über die 
Schmach ein Schauspiel für andere 
zu sein (156) gehen die lamben 
wieder in Anap&ste über, vgl. zu 93. 



121. näat ^$oCg di* uM9r^s£ag 
Aa-dvT«: Eur.Hipp. 1164 ^i' ix^^Qag 
(imv xtg ^v iipifiiipog; Phoen. 479 
xal ^]} dt' l^^pap xmds %al qfovov 
liohov, Herc. 820 Mtviaiai, nan Siä 
liax^9 fiolov, Iph. A. 1892 ebenso, 
Andrem. 416 naxffl xa am diu »tXij- 
liaxiov li&Vy Soph. Ant. 742 9ta 9i' 
infig Inv naxQi, Aristoph. Ban. 1412 
019 yaQ dl' fz^Qctg ovdaxi^ vBPij' 
ao^aiy [PlatoJ Theag. p. 180 B uot 
8i^ ansx^tiag iv lovotg xiclp iys- 
yovei. Dieser Verbindung eines 
Yerbums der Bewegung mit did 
liegt eine locale Vorstellung zu 
Grunde, vgl. Krüger I § 68, 22, 2. 

122. aviijv: vgl. Od. 4, 74 Z^- 
yoff nov xoirjdB y* 'OlyptnCov ivdo- 
d'tv ccvXij. — ilaoixPtvoiv: ionische ' 
Contraction wie naXtviievoi 645 
entsprechend den epischen Wörtern 
olx^ia u. nmXsoficciy vgl. Eur. Med. , 
422 vavsvaaiy Hipp. 167 dvxBvv, ' 
Iph. A. 789 iivdsvaai, auch Ag^un. ' 
942 dijifiog (von dem ionischen , 
dfiQig). 

124. Tiiväd-iafia' %£vfiaa nXii^ovg 
Hesych. oianfav: der Chor ist so 
nahe gekommen, dass Prometheus 
den Flügelschlag unterscheiden 
kann. 

126 f. vitoüv(f£tei9 bedeutet nicht 
leniter süidere (Blpmfield), sondern 
vno- gibt wie in vnäSstVy vitoaxB- 

vaxii^v, vxoQX^^^^'^y ini^x^^^i 
succinere die Begleitung an. ~ Zu 
iXaqtgaig nxsQvymv fmcUg vgl. Eur. 
frgm. 597 xatg mxvnXdvotg nxBQv- 
ymv Qinatg. — fpoßtQOv: vgl. 156. 



nPOMHeETS AEZMftTHi:. 



43 



XOPOL. 
{atifOfptj a) 

^ridiv q>oßti^g' tpilCa yag ade ra^tg 

ntSQvy&v d'oatg a[iiXXa$g 

XQOifißa tovda nayov jcaxQ^ag 
fLoyig JCttQSixovöa tpQivag. 

x(f€unvoq>6(fOi Si ff' insutf^av avQai' 
Ktvnov yccQ ax^i xälvßog Si^iev avxQmv 

litvxovj ix d* inXiiii fiov 

xav tBfJLBQ&mv aidä. 



130 



128—192 ParodoB^ kommatUch 
(d. h. unter Scfaauepieler u. Chor 
vortlieilt). Der Chor ist auf einem 
Flügelwagen (o|a> ntiQCtt^ 136, 
n^iitvotvtQv d-aitov 279), welcher 
durch eine Theatennaechine heran- 
bewegt wird (von der rechten Seite 
her), dem Prometheus immer näher 
gekommen und wird von den Zu- 
schauem schon bemerkt, da ihn 
Prometheus, welcher nur gerade 
aus, nicht zur Seite blickt, noch 
nicht sieht. Mit 124 war der Chor 
bereits mpz nahe gerückt, so dass 
er die Worte von 127 [tpoßs^op) 
hörte. — Die Okeaniden smd Töch- 
ter des Okeaoos u. der Tethys (lies. 
Theog. 362). Hesiod. ebd. 346 zählt 
41 Nunen auf n. bemerkt dazu: 
arolioi y9 ph tl9i^ %al aXXoci, x^lg 
y«^ llUai b19i vavveqfVQOi 'SlyiBapi- 
*ai. Der Chor des Aeschvlus be- 
staod ans 12 Personen. — iHe erste 
Strophe gibt entsprechend der Er- 
klärung eines Grammatikers (in 
der Hypothems zu den Persern) 
%uQodiiuif Ott Xiyti (nämlich o ro- 
W) 9i' ijy altiav nd(fsaxiv die 
Motirierung des Auftretens. — Die 
fihytimien (o fvd'ftog'Ava%f§6rssi6g 
iui ntnlacuipog vgog to ^^i^t^ij- 
Tiiov Schol.) entsprechen der trüb- 
MÜgen Stimmung, welche der Chor 

lU ff. äussert, und eiffnen sich be- 
sonders fttr den w e i bl i eben Chor. 

^ 128. tai^g: wie ctdüigEnm, 811 
•» hivmiif atdcig «^cc, Choeph. 
458 meis dh ndynoLvog SS* ixig^ 

129. %t»^Ymp inillatg s. y. a. 
nti^^iv diuXl€$iiivaig. Vgl. 147. 
Der Begriif des wetteifernden Stre- 



bens bezieht sich auf die beider- 
seitigen FlÜtfel, welche es gleich- 
sam einander zuvorthun wollen. 
Vgl Sopfa. Ant. 1066 xQoxovg aiitX- 
Xfjz^^ag ^X£ov, 

131. i^yLg: Quod se patri aegre 
persuasisse dicunt, ut iis commea- 
tum daret, id e yetere sexus mu- 
liebiis, virginum iuprimis disciplina 
iudicandum. Sic paedagogas An- 
tigenes apud Euripidem (Phoen. 
89) viam ciroumspicit, yerens ne 

Suis in publicum prodeuntem regis 
liamyituperet(Scnütz). VgLSuppl. 
996 vii&g d' hfociva fii} HccxettatV' 
vBiv ifth äoav ixavaae ti^9d' eni- 
ütUBntop ßffotoCg ntä, — nuQH' 
novüa: Tgl. II. 6, 62; 7, 120 äg 
Blnmv naginHütv dS9X<pnov <p^€- 
vag -^Qog aCeifia »a^stiror, vgL 
ebd. 1, 555; 6, 337, Hes. Theog. 
90 iiaXanoim naifaiipäiiivot iniec- 
atp, Ila^Einovea kann sich zwar 
grammatisch auf xd^ig beziehen, 
steht aber^ dem Gedanken nach so, 
als ob iym nooaißffv vorausgegan- 
gen wäre (ygl. zu 201). 

132. KQatnvoipoQOt . . avQai d. h. 
„und ich eilte sehr**. 

133. iiinXfite wie 360, 370 mit 
anschaulicher Beziehung auf die 
Art der wirkenden Ursacne, vgl. Ag. 
480 fpXoyog naqayyiXfibaciv viotg 
nvf^m^ivxa xaQoiav, — Öh wird 
zwischen Präposition u. Verbum 
sehr häufig eingeschoben (Tmesis), 
Krüger II § 68, 48, 1. 

134. fiiiiQwmvi Empedokles 23 
Jflifig d* tttfiax6$ü9ci nai 'Agitwiri 
^tpkiQomtg, Hesych. ^efitpMtff 
(^aldeigy* Igaop^ia aiaxvrrj nicht 
genau ; denn ^BfiBQog (von der Wur- 



44 AISXTAOT 

tfv&fjv 8* dnidiXog oxon xtiQ&tä. 

nP. ulul alat^ 

f^g noXvxinvov Tri%voq Ixyova^ 
Tov mgl xäödv ^' eChöüoiiivov 

nat(fd$ ^Slxsavov* 

«QOöJCOQUaxog tijöSe tpäffayyog 
axoxdkoig iv axQOig 
q>QOVQav a^riXov 6x'^(J(o» 

{a\vtietQO(prj a) 

XO. Xivöacüy IlQOiiri^ev' tpoßsQa d' ifiotatv oööoig 



135 



140 



zel d-t) gibt den Begriff des rnh- 
Bamen und gesetzten (vgl. 9splbqij' 
ßißaC«^ ütfivij. ev<rra<0'ijff Hesycn, 
dann ^iiia, ^iiis^lop, iBiiovv) u. 
aidii^g ^tfitojnnig ist die Schüchtern- 
heit, bei welcher die Mftdchen mhig 
bleiben o. ruhig sitzen ; den (jegen- 
satz dazu bildet av^rjv anidiXog, 

136. av^Tjp : Das svllabische Aug- 
ment fehlt bei den Tragikern 
nicht selten in lyrischen Stellen u. 
in den Botenreden, seltener das 
temporale vgl. igi^iüs 181. — o^t» 
nxiifoitm: Flügelwagen finden sicn 
auf Kuiistdenkmälem öfters, vgl. 
z. B. Müller- Wieseler, Denkmäler 
I der a. E. II Taf. IX n. HO u. X n. 
I 111, 112, wo Triptolemos auf einem 
mit Schwanenflflgeln beschwingten 
Wagen sitzt. 

136. anidilog. Der Sohol. erin- 
nert an Hesiod 0. D. 345 ytitovtg 
utmaxoi. intov. Vgl. Soph. £1. 871 
v(p* lydovfig ^^^9 tpiXtarrj, dimofiai 
x6 xQoaiop fkid-s^üa evv^tdxei' f^o- 
IsiVf Theoer. id. XIX 36 avota ftridh 
Ttodeaciv ioig vno aavdaXa Zeitig 
(Bion 1 19 a o *Afp^odlta Xvaaiieva 
nloHafiCdag dvä dQVfitoQ dldXvjtai 
nsv^aXiu vijnamog aodvdaXoc), 
Apoll. Rhpd. I 43 yvuPoCüiv Si 
nodsaaiv dva özeivovg ^sbv ofpkovg 
(von der eilenden Medea). 

187. noXvt inpov: vgl. zu 128, 
II. 14, 201 'AxeayoV vt,^ ^smv yi- 
vsüiv^ %al iifjti^a Tij^vv. 

138. niQl näüttv ttXtotopbivov (zu 



345) vd-ovai vgL drffopQoov 'Sl%ta- 
voCo IL 18, 399, Od. 20, 66. 0?id. 
fast 81 duxerat Oceanus quondiam 
Titanida Tethyn, qui terram liqni- 
dis qua patet ambit aquis. 

189. orxot^iffo» fivficni: vgl. IL 
14, 244 aXXifv ftiv %ev iywfs (sagt 
der Schlaf) ^9&v ocUiynfBxamv feia 
natevpiiaatfii %al av notanoCo Si- 1 
B&Qct 'SlnBavoVf og nBQ yivBOig nav- 
xBcai xitv%t€it. 

141. Synonyma haec vehementiam 
commoti animi produnt (Sehüts). — 
Zn .nQoano^naxog Yg\, 61. 

143. tpQOvpdv o^ijaa vgl. »pov- 
QijaBig 31. oxBiv^ ist nadi Od. 7,1 
211 SxBOwxag ottvv^ 11, 618 xaxov 1 
i^^,Q^^9 fv 3rc9 iymv oxiBanov v%* ' 
avyag ißBXioio, 31, 802 ijv axiiv 
oxiav dBolfpQovi d'viitS zu erkUUreo 
(sustinere). airiXovi vgl. ivBgnri 
31, dfiiyaoxa 402, Cho. 1017 SirjXa 
v£%ng xrjai' ix^^ fiidaiiaxa. 

144. tpoßBod (timiaa) ofiixXri: 
VgL zu «x»» offid ifpByyi^g 115. — 
nXiJQi)g d^a itQw ov ; wie die regen- 
schwangre Wolke; v|jl. Sept. 228 
XaXBndg^ dvag vntQ^* oiißdxay x^iy- 
fivecfiBVttv vB^BXäv, Soph. Ant. 528 
vBq>iXri ^ ofpQvatv vnBQ atfiaxoBv 
(id'og at^xvpBt xiyyova* BveoKa na- 
QBidpy Eur. Hipp. 173 tfxvypov 8* 
ifpffV(op PBtpog avidpBxaij Antipha- 
nes Com. III p. 197 x6 ngocop vvp 
piq>og inl xov /kctamkov. Hör. epist 
I 18, 94 deme supercilio nubem. 
Mit dem Bilde war schon Homer 



nPOMH0£T£ A££MaTH£. 

6fLC%Xa 9cpotfg(£ nXr^Qtiq 

8ax(fv<DV öov iinLaq siOiäovöav 
XBtQa XQOtiavaivoyLBVOv 

taS* ddaiiavtoShoKSi Ivfiavg, 
vioi yuQ olaxov6(iOL xQatovö* ^Olvfinov 

vBOxiiotg Si dq vofioig 

Zsvg a&dtmg XQatvvsi, 
TU jCQiv S\ nBX&Qia vvv auftot. 



45 

145 



150 



DP. bI ydg ft* vno yr^v vi(ftBv ©■' ^AiSov 
zw vBXffodiyiiovog 



Torgegangen IL 17, 591 tov 9* (den 
beschämten Hector) a^^^ff vBfpiXti 
ixalrnffs iiilaiva. 

145. tCcidovaav nach itiotM 
wie Choeph. 410 niKaXxat (f avxi 
ßoi (piXov xitf^ tovdi nXvovaav 
olttov, Pen. 913^ Xilvtai vocq ifiaif 
XytttivifwAy tiivd* f^Xmiav iaidovxa, 
boph. EI. 479 Smcti woi J^Qtiaog 
adwipomv ^ nXvovaav ufftCmg 09 Bi- 
^cftnr, AI. 1006 not vao ^LoXitv 
^Oi. dvpazov totg aotf aoriäavt* iv 
vovoiei fi,7iS€Cfkovi Jimgekehrt Eur. 
Med. 57 aa^ tiHQog fi* vnrjXd'S . . 
liitti fMXoycfi, 

146. ^ *^T|»a nQO€ccvcciv6fievov : 
^9og wirffci avaivofLsvov: ygL Soph. 
PhiL 954 avavoviiM tmd' Jv uvUto 
fiovog,^ El. S19 avavS* ßiov. — Zu 
avaivofLivov Xvfiaig Tgl. 93. 

147. ddanavxoditoiai Xviiatg 8. 
V. a. ädoL^aw%(voig dtcfiotg Xviiav- 
tJi^iois (991). vgl. olaxoriXatta ds^- 
liaxi 580, Theoer. Epigr. XlII 4 
^ij9odixm nvsvfiaxi, 

143. Mit yaQ gibt sich der Chor 
die Erklärong der Misehandlung. — 
oltnovoftoi von Zene: Bio et nos: 
denn jetzt sitsen neue Herrn am 
Boder, quamvis de uno tantum 
wmo Sit (Schüta).^ Vgl. Sept 2 
Offti^ tpvXoüüst ni^äyog iv ngviivv 
%6Ximg otana wofitovy 62, Pers. 767, 
unten 515.^ 

150. yo^ot die veränderlichen, 
von der augenblicklichen Herrschaft 
gegebenen Geeetse (vgl. noXig äX- 
lo^ iXXox' inaipst xa dixaia Sept. 
1070), ^tofioi die bleibenden Sats* 
engen als Ansflnss des ewigen 
Hechts, tt^ixiog * id'iaymg, ov ovy- 



natutBd-Hiiiv{»g Hesych. Zeus gibt 
Gesetze nach eigenem Recht (186), 
ohne, die Herrschaft eines höher 
stehenden Gesetzes anzuerkennen 
(ovd' vmvd'vvog %ifuxet 324). 

151. xa ffoly jttXmQia vvv diaxoi: 
allgemein ^'oie früheren Gewalten» 
{xovg T^xävocg %al xovg xovxmv vo- 
[lovg Schol.); das Wort n$Xf&Qia 
ist bezeichnend für das Zeitalter 
der Titanenherrschaft. Zu deno^ Ge- 
danken vffl. Ag. 168 ovd' ocxtg 
noLQOid'Bv i}y fi^yaff, naik^d%m ^oa- 
am ßgvaVf ovak XiäBxui nglv ov. 
*Ataxovv gibt die Folge einer voll- 
stftndi^^en Vernichtung an (dass 
man nichts mehr davon 'hört und 
sieht', Sioxog ' verschollen *). 

152. vigd-sv "Atdov: effektvoll 
'noch unter den Hades hinunter' 
nach der Ansicht von II. 8, 13 ^ 
liiv iXav ^iipm ig TäpxuQOv ^ifö- 
evxa •>— , X0600V ivegd" *AC6tm oaov 
ovottvog iox' dno yaifig^ (Eum. 72 
TaQxagov ^* vmo x^o^off ist Tar- 
tarus gleichbedeutend mit Hades). 
Dorthin waren auch die übrigen 
Titanen gestürzt worden IL 8, 481, 
Hes. Theog. J20 xoaaov ivBgd^' vno 

J'ijg oaov ovQavog iax* ano^yaitig' 
aov ytiQ t' dno yr^g ig Tagxagov 

iqSQOBVXU. 

153 f. xov vBHQodiyiiovog: vgl. 
Sept. 860 ndvdonov Big dtpavrj xb 
xigaovj Suppl. 156 xovnoXväBviuxa- 
xov Zfpfu xfov iiB%p,ri%6xoaivi Homer, 
hj^mn. V9y 17,430 heisstHadesJIolv- 
iiuxrig u. IloXvdiypLWV, Vgl. olaxo' 
diyuova ^rjaavQov Pers. 1020. — ' 
inigavxov: vgl. 1078. — dBai^otg . . 
nBXäaag *n, hätte mich da immer- 



46 



AirXTAOT 



flg ansQavtov TaQxaffov fixsvj 
deöfiotg iXvtoig dygiag Ttsläöagy 
fog fiijta dco$ jbciftfi rtg aUog 
totod* insyij^et. 

vvv d' ald'iQiov xivvyii^ 6 xdXag 
ix^QOtg iitixagta ninov^a. 

XO. zig odi xXfjiStKa^uog 

d^emvj otp xaS* ini%aQf^\ 

tCg ov Cvva6%aka Tcaxotg 

TBOtöi, dlxa ye z/cog; 6 d* inixotag asl 

^ifkBvog ayvafkTCxov voov 

idyLVUxai Ovffavtav 



155 



160 



1 



hin in Fesseln gelegt' ; zu ÜBa^ptq 
nsXdaag Ygl. Eur. Ale. 229 ßf^jm 

bf 766 naufiQ odvpyat nsldinv, 

166. fiij%8 tig äiXogi Prometheus 
scheut sich Yon den Menschen zu 
reden. Schadenfreude n. Hohn der 
Feinde empfindet der Unglückliche 
als das schmerzlichste, Ygl. Hom. 
n. 3, 51; 6,82, 10. 193, Hes. 0. D. 
699, Aesch. Fers. 1034, Soph. Ai. 
382, Ant 647, Eur. Med. 883. Ueber 
di^ Stellung von tI^ vgl. zu 21. 

167. mg — insyii^ei: vgl. ^749, 
Cho. 196 st9''^ sl%B tpmvrjv . . Snag 
difpQOvrig oica /kij 'ntvvatoitfiv^ 
Erüffer I § 54, 8, 8. imyTjd-siv be- 
zeichnet wie ini^igeiv (158 ini* 
^tf^Ttt, 160 imxaifri) %6 avvsntysXäv 
toCg aXXoxpioig nanoig. 

158. ^ %ivvyfka : Enstath. zu IL 4, 
281 Tov dh nivvm ai^ig naffdyayfov 
To xivvtfffo»* i$ ov naff'' Ala%vXm 
ald'iifiov nivvyfiUf ro digiov eCda>- 
Xov (wie at9vyfi,a yon alftvacony 
aCvtyfta von oclv^ttofiai). Vgl. 
Choeph. a. 0. intvvaaonrip 'hin u. 
herbewegt würde, hin- u. her- 
schwankte', aid-ioiov nivvvfia 
(osciUum) ist eine 'luftige Schwebe', 
was besonders dessh^b für Pro- 
metheus passt, weil er in freier 
Luft hängt ohne einen Stützpunkt 
unter den Füssen zu haben. 

161. awacxttXSi: die andere Form 
303. Ygl. Isoer. 'Paneg. § 181 ovv- 



"novsCv unten 274, ^^yi?^i^^^i ^^*' 
indiod-ai (Theihuüime rar Leici oder 
Freude). 

162. Die alte Form xsog findet 
sich zuweilen bei den Tragikern 
in lyrischen Stellen, bei Aeschjlus 
noch Sept. 105«(107}, frgm. 66. 

162—181. Drei Auflösungen hat 
bei Aeschylus nur der melische 
Trimeter (vgl. Suppl. 111 = 123, 
Ag. 485, Cho. 44, 55). Der Tri- 
braches im zweiten Fusse findet 
sich m unserem Stücke nur noch 
einmal bei einem Eigennamen 715. 
^ 163. »ifievog: vgl. II. 9, 629 
ayQtov iv ütij^eeai &i%o ficyaAi}- 
xooa d'Vfiov , Tyrtaeus fr. 11, 5 
ijfiQotv (ihviffviriv^ifiBvog, Theogn. 
89 dXXoc qtlXii nad'aqov ^iiiivog 
woov ^ (l' änoetnmv f^^ai^f. — 
Für ayvaiintop verlangt das Vers- 
mass ein Wort, das zwei lamben 
bildet (vgl. 182); wahrscheinlich ist 
(nach H. L. Ahrens* Vermuthung) 
die Form dnvdfin bt ov herzu- 
stellen (vgl. ansvKxog u. dnEVXBtogj 
nafiifinovg u. Hafinsaiyovvog, vcev- 
UQHfig n. nttvd(f%6Tog). Zu ayvecn- 
nxov voov v^l. IL 24, 41 ovds yo- 
7l\ku yvetfiitxov ivl ax^d'Boat. 

164. ^«|i*yata«: ein episches Wort, 
aktivisch auch Od. 14, 487 dXXd fts 
XBi^licc ddfkvaxaif passivisch Suppl. 
904 wie m der Ilias. — OvQaviecv 
yivvttv: vgl. 206 u. unten frgm. 



nPOMHeETZ AE£Mi^H£. 

ydwav" ovie Irj^st^ n^lv av ^ nogiüri xiaQj 
ij^ naXdiia xivl täv dvödXatov eXrj tig aQxdv, 

IIP. ^ iiijv h' ifiovy nalTtBQ XQatiQutg 
h yviOTtidaig alxi^ofisvov y 
XQBCav l|€i (laxaQ&v nqvxavigy 
Ssll^aL ro viov ßovXsvn* dtp* orov 
6xrpcxQov tifidg t* dnofSvXaxai, 
xai fi* 0VX8 (isliylciMoig nnd'ovg 
inaoidatfSiv d^A^a, öxsQsdg r' 
ovsror' änsiXäg xrij^ag xod* iym 
xaxafirivvöa y nglp av i% äygi&v 
StifHäv xccXdöji noivdg X8 xCvbw 
x^öS* alxCag i&skij^y, 

(avtiatQoqffi ß*) 

XO. 6v ii,lv 9Qaövg xb xal mxQatg 
dvaiöiv ovälv ixixaXägy 



47 

165 



170 



175 



III des ilpof*. Ivoi^svog Titanum 
loboles i^enerata^Coelo, IL 6, 898 
Oiffopimwmv, Ov^viav wie Tw* 
daqia ^vyotreo Ag. 83, 'AyapkBftPO^ 
9iw aXot^v^ ebd. 1499, IL U, 817 
*Ili99ifiq dl6%oto, unten 690. 

166. »alttf»^ («Handstreich') 
nni TgL ChO; 138 il^ttv 'Oficttiv 
99VOO 9VW tv%n Tiyl KaxBvxofkaif 
SopL Ai. 863 aQn%iov to nquyfia 
«vv xaxfi xivly Find. OL IX 39 
«vv rivi i^ot^iditp naXä(ikO[. 

167. ^ m«» In: vffL unten 907. 

168. iv ist ansohaulicher als der 
blosse dat. instrum. Vgl. 562, 6 u. 
IQ 426. — €Unitoiii90v pasaiyisch, 
aoders 195, 927, 256. 

170. TO wio9 'neu und gefahr- 
lich', TgL SuppL 841 Ttoleikov 
at^ie^ttt vio9. — ßovlBViuci srsol 
too iömxog x^s Sittdog fpiici, Schol. 
VffL EinL 8. 7 u. 15. — Id con- 
nlmm hie subobscure ei ambigue 
Prometheus indicat; in ^uo magna 
cenutor ars poetae, qm sie et at- 
tentionem spectatorum acuit et 
sctionis tragicae cursum, ne iusto 
citios ad foiem perveniat, inhibet 
M raspendit (Schüts). 

171. umocvXätati Durch das 



Sraesens wird ohne Rücksicht auf 
ie Zeit die blosse Wirkung u. Folge 
herTOrgehoben , vgl. 764, 948. 

172. Zu ov%8 — TS vgL 244, 260; 
EU oiSre — T* ov(not8)J&oph. Ant. 
763 fyoiys ^, , ^ovd-* fjd' oZerrai 
nXriaia 0v % ov^afta %ov\i,ov ngoc- 
o^ci ^^Qata, Eur. Hipp.^ 302 ovrs 
yciQ tovB Xoyots itiyys^' rjds vvv 
% pi nBl&tzai, Heracl. 605 ovrs 
xovxotg r^iiofkcii »tngayiiipoiQ xQi]' 

OflkOV X8 f^rj HQUVd'ivxOS OV (JftOlffi* 

IM)v, Thuo. I 126 ovx' UsCvog ixi 
%ax8v6fiüB x6 X9 fiavxiCov ovn idif- 
Xov. Durch oti«s — xh wird Güte 
u. Gewalt einander gegenüberge- 
stellt. Dem Wechsel mit x' ovxoxb 
nach ovxB entspricht die geänderte 
Structur nxijäag %axaikiivvam wie 
in der a. St. Ant. 763. — ^sXiyXoia- 
aoig erinnert an xov xal ano yXda- 
67ig iiiUxog yXvnitop fisv av^if 
(iL 1, 249), YgL Eur. fr. 891 bü fio» 
TO Nb6x6qbiov fvyXtßüoov orofta . . 
doifl d-Bog. — ii8Xi\yXmaaoig: Die 
Cäsur nach dem zweiten Anapäste 
der Tetrapodie wird erst bei Euri- 
pides streng eingehalten. 

176. pxXdaVy i^h (anders 58, 179, 
vgl. Xmtpäv 27). 






48 



AISXTAOT 

ifiag dh q>Qivas ifid'itfB diätOQog g>6ßog' 

didia yoLQ auLfpl 6aVg tvxaigy ' 

na note tmvda xoviov 

XQTj 6€ rigfia xiXöavt* iifiSBtv' axl%rita yaQ 

fjd'ßa xal xiag ajcagdfivf^ov i%Bi Kqovov natg. 



180 



185 



77P. oW or& tQaxvg xal xag* Savtä 
ro dCxatov i%av* ifmag, oia^ 
liaXaxoyvdiKOV iötai, xo9* oxav 
tavTH fai<S^* 

XY^v S* atigafivov ötofdüag dQyip/ 
Big ag^iiou. ifiol xal tpiXotruta 

XO. ndvt* ixxaXvifOV xal yiytav* i^fitv Xoyov, 



100 



180. ilivd-B(fO0tOfibBtg: Tgl. laßgo- 
üxonkBilv 327, d'Qaavarousiv Suppl. 
208, xagitovlrnaüBiv outen 294. 

181. iQiviöt: zu 135. Der nur 
aus einem Worte bestehende Tri- 
brachjs im dritten FcBee passt 
bloss für den melischen Trimeter, 
vgl. zn 162 u. zu 2. Der Aorist 
wie bei iyilaea, ijod'rjVy itninxvaa 
(unten 1070): vgl. Krfiger I § 58, 
6, 3. 

183. "üeber didia na noxt vgl. 
zu 99. 

184. Oben 100 denkt man an 
das Anbrechen des Tages nach der 
Finstemiss, hier an das Anlanden, 
welches von Sturm u. Meeresnoth 
befreit. — a%£%rixa ein episches 
Wort (II. 17, 76 u%{%rit(t ^toixo»f). 

185. dnccQafLvd'OP mit langem 
cc priy. ygie ä9'dvaTog dndfiatog 
im Epos^ in Folg^ des Versbedürf- 
nisses {id-ävcctoe hat diese L&nge 
durchgehends bei den Attischen 
Dichtem behalten). 

186—192. Das vierte anapftsti- 
sche System ist nicht ebenso dem 
dritten gleich wie das zweite dem 
ersten, vielleicht weil es den Schluss 
bildet (wie Soph. Ai. 267 ff.). Mög- 
licher Weise ist die Stelle lücken- 
haft (Weil nimmt nach (ccia^ einen 
Ausfall an). 

186. neiQ* ^ecvxa ro dinaiov 
i%mv vgl. 403, 160, feur. Suppl. 420 



ovd\v ^ zvQtivvov dvautviaxiifOf 
sroXe», onov x6 (ihv nQtoxtcxov ovx 
ilülv voftoi Kotvo/, Klarer 9' ile\ 
%ov vofiov %BiixvnBvog avxog naq i 
crvTcS, Aesch.^ Suppl. 370 üv toi ' 
»oZiff, ov d\ XO dainop. Zu Binaiof 
vgl. 150 

187. oCm wie ot^tii (768). opinor, 
«hoffe, denke ich' vgl. iL 8, 686 
dXX' iv nfffixotaiv^ oVa», MBiütttct 
ovxrjd-BCg (hier mit kurzem i wie bei i 
Homer in Mitte des Hexameters). 

189. xavxjf faicd-n sagt Prome- 
theus geheimnissvoll (mit Beziehung 
anf die Worte 169 vgl. zu 170) wie 
einer, der sein gutes Wissen für 
sich behält u. sich dessen innerlich 
freut. Zu xavxij vgl. xAv^b 247. 

190. dxBifeetivog: vgfl. 1062; axi- 
Qttßvog ist ein homerisches Wort, 
Od. 18, 167 %fiif axigcciüvov {x6 ftij 
ivdidovVf cnXfiQ^ Hesych.). Vgl. 
oovttff axBVBtg Ag. 71. — oxogicag 
bildlich, wie das aufwallende u. 
anschwellende Meer sich wieder 

gl&ttet, wenn die Aufregung des 
turmes sich legt. 

191. Big OQ^fiov ical q>iX6xrita > 
wie Hom. hymn. Ili 524 naxh^Bvosv 
in do^'pim %al tpiXoxijxi.^ vgl. II, 7, 
302 iv {piXotrixt diixiiayBw tf^^ftij- ; 
cavxB. 

193—896 erstes Epeisodion; 
193— 283 erste Scene desselben 
(Prometheus n. Koryphaios). 






nPOMHeETZ AESMS2THS. 



49 



noim Xaßdv ifs Zevg iit* aixiayLaxi 
ovxmg ixtiims xal xixQäg alxi^ai' 
dida^ov fj(iS:g, it xi ^1} ßXditxsi Xoyp, 

nP. älyBivä [idv fior xal Isyeiv iöxlv xddsj 
akyog 8\ aiySv , navxaxy d^ dvöTtox^ia. 

ixsl xdxiCx^ iJQ^avxo daifiovsg xoAov 
6xdöig t' iv dXk'qloiOiv dQO^vvsxo^ 
ot [ilv ^iXovxsg ixßalstv Sdgag Kqovov, 
eig Zsvg avd<S6ov Sij^sv^ ot öl xovfiTCaliv 
6nsvdovx€gy <og Zsvg [iijxox^ uq^blsv d'sdv^ 
ivxavd'* iym xä Xßaxa ßovlBvav ni^Btv 
Tixavag^ Ovqccvov xb xal Xd'ovog xixva^ 
ovx '^dvvi^d'fjv' aCiivXag dh fifixavag 
dxi^iiäöavxBg xccQXBQOtg q)QOVi^iittaiv 



105 



200 



205 



tiiir vifo^Büiv (die Exposition 
der Toraiuliegenden Bef^ebenheiten) 
^oolofi^Off atdäiai to nsgiiifyov 
(das neoffierige Wesen) xav ywat- 
mddovs vi^ove nooailaßsv^ (als Mo- 
tiTierong). ot»» av yaq 6 MXBavog 
(der nacmier anfhritt) ff^ianfiv igm- 
tii9€u Mnq, SchoL Die Neugierde 
folgt ans der erregten Theilnahme 
för Prometheus. Doch ist die Er- 
ulhlnng anc^ von Seit« des Pro- 
metheus durch den Trost, das Herz 
vor Antheil nehmenden Freonden 
aoisQschfltten (vgl. 198) motiviert. 
PrometheoB hat nnr die Anfforde- 
nuff abgewartet, nm ihr sofort 
nacbzakommen. — Der Prolog mit 
dieser ersten Scene des ersten ^eis- 
odioDs macht den ersten Akt des 
Dramas ans, welcher die Exposition 
gibt n. den Grond an der naehfol- 
raden dramatischen Entwicklung 

196. tfv« ^17: Pers. 167 l^iov dl 
«a1 ft^Ti}^ i^v£f e^ T« |si} dttifiatv 
valaiog 9vv ykB^icvqnB üVQaxm, 
Soppl. 1016 §1 y^Q/ci C'^ ^Boi^gdt- 
f9vltvtair 9do9, V9I. 763. — Be- 
merkenswerth iat die Vierzahl der 
Terse in allen Beden des Koryphaios 
(US, 859, 473, 507, 631, 819, 1036) 
usser 698 f. n. in den Beden ande- 
rer Pmonen 893, 511, 522, 589, 609. 

197. Zu der Anaphora ilysivet 
phf ~ alyog dh vgl. 238 n. Pers. 

AMcsixiri, Prometlieiu. 



27^ tpoßsQol fi,hv tdiiv^ Ssivol Sl 
t^diriv, 

200. toQQ^vvBxo ein episches 
Wort. 

201. ot [ilv d'iXovxss:^ der (ab- 
solute) Nominativ entspricht dem 
Gedanken daf(iovsq iv dXlijlotg 
iaxaalaipv, vgl. Soph. Ant. 269 
Xo'yoi d iv dlX'jXoiaiv iffQO&ow 
%tt%o£, q)vXtt^ ixiy%mv fpvXaxUy 
Enr. Phoen. 1462 ^v ^' l^w ffT^a- 
xfiXaxaig^ ot filv naxd^at nQoad's 
IIoXvvBjCnfiv doQif ot it' mg d'avov- 
xatv ovdceuov vixrj niXoi, Bacch. 
1131 mf dB näa' oiiov Ö017, (ifv 
oxBvdj;<ov %xi. Krüger I § 56, 9, 4 
u. unten zu 569. 

202. dij^Bv^ scilicet, hier ohne 
die gewöhnliche ironische Färbung 
(986) oder subjective Bedeutung 
J'vorgeblich '). Y^l. Eur. Ion 831 

loiVt iovxi drjd'Bv oxi avvi^vxBxo, 

203. <og ZBvg iiijnox' iq^BiBV 
f^BotVy statt 'damit dem Eronos die 
Herrschaft erhalten bleibe', weil es 
sich vor allem um die Persönlich- 
keit des Zeus handelt 

204. xa Xtßüxec ni^Btv xovg Ti- 
xavagi Krüger I § 46, 11, 2. — 
Die Aoriste imd-ov u. inid-ofitiv 
finden sich bei den Tragikern sehr 
häufig. 

205. Vffl. Hes. Theog. 644 Fa/ijg 
XB Kai OvQoevov dyXaa xixva, 

4 



50 



AirXTAOT 



äovt* afiox^l XQog ßCav te Ssünoönv. 

ifiol Sh fii^Tijp ovx Sita^ liovov Qi^iig, 
xal Fata^ nolkäv ovoy^axav liOQfpri fiCcc^ 
t6 (liXXov ji xgaivoixo XQOvtBd'eöjeixeiy 
dg ov nutz l6%vv ovd« %(^og zo xaQtSQov 
XQtCf^^ SoXm 8h roi;$ vxsQöxovtag xgatetv. 
xoiavt iyLOv X6yoi(Siv i^riyovfiivov 
ovx ri%CiQ6av cvS% xgoößXeifai ro xav. 
XQariöta dif iaov täv nageöroitaiv tote 
ifpalvst^ slvai ngo^Xaßovti {vq^ciga 



210 



215 



208. dfikox^l: Im Uebermuth 
meinten gie mit ihrer überlesrenen 
unbändigen Kraft leicht ohne lange 
Winkelzüge über ihren Gegner Herr 
zu werden. ~ n^os ßCav im Gegen- 
satz zu al^vXai ^i-qxuvuL Vgl. Bor. 
carm. III 4, 66 yis consili expers 
mole mit sua^ 

210. noXlmv 6vo(ik(itav jLOffqti^ 
ftCa ist die Begründung der Identi- 
ficierung von ^äa u. Themis (vgl. 

\ 1091), welche Eum. 2 raiuv i% dh 
trjg Gifiiv nach *der gewöhnlichen 
I Tradition (Hes. Theog. 136) als 
, Mutter u. Tochter unterschieden 
i werden. Der Dichter scheint dabei 
' der attischen Lokalsage gefolgt zu 
i sein , wie eine attische Inschrift 
i^IsotagT^s Siiitdog andeutet. In 
I Arkadien hatte Demeter den Bei- 
I namen Themis Paus. VIII 25, 4. 
I Ttxavlg heisst Themis 874, weil 
; alles was zum Titanenceschlechte 
I gehört, mit Titdv bezeichnet wird ; 
• wie Themis als Mutter der Titanen, 
so heisst Prometheus als Sohn eines 
' Titanen Tttav nQ0(i7}d'Bvg Soph. 
0. C. 66, Eur. Phoen. 1122, Ion 465. 
Der Dichter, welcher in freier Er- 
findung Prometheus zum Sohne der 
Themis machte, sah 'sich hier ver- 
anlasst einem etwaigen Gefühle des 
Unbehagens, dass die Bedeutung, 
welche G&a in der kosmogonischen 
Dichtung hat (Tgl. Hesiod. Theog. 
463, 470, 494, 626, 884), ohne 
weiteres auf Themis übertragen sei, 
zu begegnen. 

211. Das praesens %^ai9oixo, 
weil dem Weissagenden die Zukunft 
als Gegenwart vorschwebt, vgl. 
ti^rjciv 848, T£X£rrai. 929. 



^ 212. Vgl Soph. Phil. 694^ i} fiijir 

cxvos' ngiizog, ausserdem Arüger 
I § 68, 39, 8. 

213. doloi dl rove vnsQCxovxttg 
BS tovg dh ioXtp vTtiQaxovvag (Acc. 
des Subjects) , ' eine andere nach- 
drücklicnere Wendun|[ statt eines 
blossen dolip. Zu der hier durch den 
Gegensatz veranlassten Stellung t^I. 
Eur.^ Andr. 216 SQinrjv a^toyt tijv 
natdpQvtov^^ Sonh. 0. Tyr. 139 tov- 
Yov 6 Hxavmv, Demosth. VIII § 28 
ravT« xovg ddmovvxagf XIV § 25 
xavxa d' ot %s*xfif^ivo^. Der Aorist 
vns^üxovxag steht in Beziehung auf 
XQsiri HffaxUv ('diejenigen, welche 
es an List den Gegnern zuvorgethan 
haben würden, würden Sieger sein'). 
216. nQoeBlinnv steht in dem 
Sinne, in weichem gewöhnlich auo- 
ßUnsiv gebraucht wird. 

216. Vgl. A^. 1063 xa Xmaxa xwv 
naifBaxmxiov XiyUy Aristdph. £qa. 
30 %i^d,xiOxa xoivvv xwv na^ivxtw 
iaxl vmv xtI. 

217. n^ocXafiovxti cvvaigoiidvqt 
x'j imx^i Schol. Der Dativ trotz 
des nachfolgenden inovxa^ welches 
sich wegen inovxi an den Infiniti? 
anschliessen musste, mit Beziehung 
auf fioi (Kruger I § 56. 2, 5), um 
den misstönenden Gleichklang n^oe- 
Xaßovta arjxiifa zu vermeiden. So 
folgt Soph. 0.^ B. 363 nach hvixt» 
C€ — nffoeavdav fiiixe xovü^b fi^t[ 
ijih der Dativ mg ovxt yfjg xijis6' 
uvoߣa iiidaxoQtf um nicht die Be- 
ziehung von mg ovxa ^-aidaxooa 
auf ifih offen zu lassen. Vgl. Soph. 
El. 969 i 9d(fBox^ pthv cxivBtv — 
iexBQTjfiivy, nd^eazi d' dXytiv 



nPOMHeETS AESM52THZ:. 



51 



i^iatg dl ßovXatq TaQxaQov lABXafißa&fjg 
iuv&li€^ xaXvmsi xov nakaiysvY^ Kqovov 
avxot6i övmuixoiöL toiad* ii ifiov 
6 tmv d'säv tvQawog (o<p$Xfiiiivog 
xaxatiti xoivatg tatödd fi' i^rinBii^ato. 
Iveifti yd(f nmg toOto t^ xvQavvldt 
vo^fifia^ zotg tplkoi^i firi nsnoi^ivai. 

o 8* ovv iQanat\ aitiav xad'' iqvxiva 
alxt^exai fi£, xovxo ^17 aatprivtä. 

oxoig xa%i6xa xov naxQpov ig Kqovov 
xa^iifx\ ev^g itai(io6iv viyLH yiqa 
aXXoiöiv alXay xal duoxoixt^exo 
^W^j ßQOtäv 8i xäv xaXcuncigmv Xoyov 
ovx i6%BV ov8iv\ &XX^ ätöxciaag yivog 
TO nav IxQXit^ aXXo tpixvöcu viov. 



220 



225 



230 



— SXntx^a yiiifd^xovaavt Eor. 
Med. 1237 diäo%t€ci (toi natdag 
ntavovcH x^ad' atpoQpbao^at ;t^o- 
vog »ai ikfi €xoX'^v ayovüav in- 
^ovya» %i%vcL (beides unter Ein- 
virknag des Venmasses). 

219. Ta^xa^otn Tgl. die zn 162 
sngefölirien SteUeii u. Hes. Theo^. 
351 Tixripi^ ^' vnoT€CffxaQioi KpO' 
vov d^lg iovxMg» — Zu iieXait- 
fafhigygh 1029, 1060, R. 8, 479 tv[ 
Itnttxos xt K^9og X9 tifitvoi, ovx* 
ftv^^g 'TxMQiovog iJeA/oio x4qxovx* 
•ix dwifioicit ßa^vg di xe Tag- 

221. avxoiat cv(iftd%oirüt: y^I. 

1047; der Artikel bleibt dabei in 

der Regel weg, Krüger I § 48, 15, 19. 

223. nanttict xowatgi Bwarwird 

sstvi|j[*Ent8Ch&diffaiig, Vergeltung') 

wie iwoiva aucfi im guten Sinne 

^ebruieht (Snppl. 626 U^miLev in' 

*A^%{j^g §i%ag aya^ag dya^&v 

%9ivug, auch Cbo. 792 didvfta %eel 

r^wXi nuUiixoiwa 9'ilwm diisiffftt^ 

nsd. Pjth. 1 118 noivitp xB^ginnmv, 

Xem. 1 107 ii9v%ia9 xafidxtov ftsya- 

tf9 Moivop) ; doch soll naitaici nicht 

die besondere Bedeutung von not- 

voj^, welche durch xuicSs hinlftng- 



lieh bestimmt ist, angeben, sondern 
den in xatadi noivcdg enthaltenen 
Gedanken eigens hervorheben {xaic- 
de noivaCg^ %cc%ix^g notvatg), vgl. 
Soph. Phil. 477 <rol d' ovsidog oy 
HuXoVf Eur. Phoen. 94 q)ttvXog ipo" 
yog,^ iiTjfig^'tlfaxo in der Bedeutung, 
m welcher gewöhnlich dvtaitsißofiai 
gesagt wird, vgl. zu 215. 

229. viiisi: vgl. zu 109. — Nach 
Hes. Theog. 881 bestimmen die 
Götter des Olymp nach Beendigung 
des Titanenkampfes auf den Kath 
der Gäa Zeus zum Herrscher der 
Götter: 6 dl xo^civ iv disddaaaxo 
xifidg, vgL ebd. 73 bv dl ^naaxa 
ab'ttvätoig Öiixa^sv oiimg xal ni- 
tpQade Tftfias. 

230. dncxoixCiBto * Si^qu, Schol. 
diBtC^zxo^ hf axoC%m «al Ta£ei, 
diTJQH' (dno xmv elg xovg aji^ovg 
tlaayopxav xu noiiivia xal dia%Qi- 
povxtov in xr^g vopL^g t%d<fx(p xä 
tSia). Hesjch. 

232 f. iicxeiaag: Tg[l. zu 161 u. 
668. Aeschvlus hat hier die Sa^e 
von der Aufeinanderfolge der Zeit- 
alter u. Menschenffeschlechter nach 
ei|fener Weise behandelt, vgl. Ein- 
leitung 8. 18. 

4* 






52 



AISXTAOT 



xal totöiv ovdslg avrißaive nkipf ifMV. 

iyta d' hokfiriö*' iliaXv6ii(ifiv ßQOVovg 235 

x6 fi^ diaQQaiifd'Svtag elg "Aiäov (loXstv. 

tä TOI roiatöds nfiyLOval6i> xaiAXtOfiMj 
na6%HV fikv ak'YBival0iv ^ olxxffal6iv d* idetV 
dvriTOvg d* h oUxto} «QO^ifABvog^ tatitov xv%Btv 
ovx '^iicSdip/ avTog^ äXkä vtileäg 240 

aS* iQQvd'iittSfiaty Zrivl dvöxleijg d'ia. 

XO. öiöriQOtpQtDv XB Tcdx nixffag it(fya6fLivog ^ 



884. xal xoteivi über den Arti- 
kel, welcher besonderB im AnschluBS 
an xal, 9h (vgl. unten 8X6) u. yao 
die pronominale Bedeutung bewahrt 
hat, vgl. Krüger II § 60, 1, 1-6. 

236. üeber das Asyndeton bei 
der Erklärung vgl. Krüger I § 59, 
1, 5. — i^iXvaat^riv i von dem über 
fiie yerh&igten, wenn auch noch 
nicht hereingebrochenen Uebel wie 
Od. 10, 286 alX' ayc dnja% %(x%mv 
k%Xvüoykai ridl aadca, Eur. Andr. 
818 ^avdtov viv inlvaaüd'i, 

286. Der Infinitiv mit th pkiq 
steht nach einem Ausdruck, welcher 
eine der durch den Infinitiv ange- 
gebenen Folge entgegengeeetzte, 
widerstrebende Thätigkeit oder 
Wirksamkeit bezeichnet, vgl. Krü- 
ger I § 67, 12, 2-^4, unten 865, Ag. 
1170 axog 9* oydhv iiti^^nseccv x6 
fiiq (fi^ ov?) noXiv [ilv aaicsQ ovv 
IXft na^Btv^ Pers. 291 vniQßdXXiL 
yaif ^de avinpoga x6 fiifts Xi^cti 

237. tä wie bei Homer (vgl. ^zu 
, 284) u. Soph.^ O.^R. 511 tm an 

\ iiiag fpQBVog ovnoz* 6i^Xii6Bt xaitfav. 
— xotatads: in xotowog, xotocde 
(vgl. Sept. 27, Ag. 1100), otos, noiS 
kann der Diphthong oi verkürzt 

, werden (Krüger II § 3, 8, 1). Man 
schrieb dann wahrscheinlich o für 
Oft, wie nohi^v sich sehr häufig in 
Inschriften findet. 

239. Iv ofxTQi nooQ'i^tv&gx nqo- 
hat hier zeitlicne Bedeutung ('ich 
habe mit gutem den Anfang ge- 
macht']» vgl. Ag. 1008^ xal to itkv 
nQO x^Vf^dxav nxifütmv oxyoff |}aXoy, 
Eur. Ion 914 %aQiv oi mfoXaßmv. 



xovxov: nämlich cov iv ohxm xl" 

241. iQQvd'pkiaiiM: ironisoh 'zur 
Ordnung gebracht*. — Sehr effect- 
voll sind solche Appositionen, 
welche die zweite U&lfte des Vene« 
einnehmen, vgl. 850, 461. 

242. Seit Homer eine oft vor- 
kommende Bezeichnung der Ge- 
fühllosigkeit (oder auon des un- 
beugsamen Muthes). II. 16, 83 sa^ 
Patroklus zu AchiUes vijlBig, ov% 
aoa aoi Vi itax^if ^v tvnoxalliiXtvq 
ovdh Sixig ftfixfi^' yXavxi) di tfc 
xinxt hdXuaaa nBx^ai x* iJX/ßatoi, 
OTft TOft voog ^exlv dntivifg (darnach 
Vercf. Aen. 4, 366 duris ffenoit te 
cautibus horrensCaucasus fiircanae- 
que admorunt ubera tigres, ecL 8. 
43). Vgl n. 24, 205 ctdiq^Btov ro 
xoiixoQ^ Hes. Theog. 289 EvQvßiv 
T* iodactpxog ivl ^qicljd'vikov Bjfov 
aavy rind. frjgm. 88 og f*» iro^o 
xtifftaftVsTai, ^1^ iddaavTog 9 ^^^a- 

Sov %sxdX%Bvt€ti ji^iXaiPtcpnoiifiiav^ 
ept. 52 9i6riQ0^pmv yäg ^tfo; 
dvoQBiif:^ fpXiytav ^^vcfti Eur. Med. 
1279 xdXuiv^<, mg aq' rjed-a nixifOi 
j} clduQogj axig . . . Xfevsri^, CycL 
596 nixQag xd Xni^a xdddiHCPXoq 
UoiiBv , Theoer. X 7 MXmp p^a- 
uara, nixQag aaroxofipi' ate^^vo« 




tna sunt duro praecordia ferro 
vincta neque in tenero atat tibi 
corde silex, Ovid. Amor. UI 6, 69 
ille habet et silices et vivnm in 
pectore fermm, Hör. carm. I 3, 9 
uü robur et aes triplex circa pectus 
erat. 



nPOMH0£TS AE£M52THS. 



53 



oiftiSy ÜQOiifi^BVi 6ot6iv ov 6vva6%aXa 
n6%^oig' iym yuQ wt av elöidstv täde 

nP, xal iifjv tplXoiq iXeivog Blöogäv iyfi, 
XO. fiif arot; ti XQOvßfjs tmvde xal nBQaitdfto; 
nP. .dvfitws hcav6a fei}- X(fodi(fxe6^ai n6(fov, 
XO. %6 noXov bvqAv t^öde q>dQnaxov voöov ; 
77P. tvq>Xas iv ccuvots ilxidag xaxmxi6a. 
XO, lüiy* mtpikfiiia rovr' id(0(fi]6ca ßfototg. 
nP. srpog totöds ftivtoi nvQ iyd <tq>iv Snaöa. 



245 



250 



246. %al iiii9 ant ^et vero% 
*6t sane' ant 'atqai' mgnificat 
(Hermann ztt Viger. 832). mer * et 
•ane' {iplXotg gegenB&tslich); 'et 
▼ero' 459, 1080, 'atqni' 982, 985. 
Wegen der Ergänzung von elul 
▼gL so 43. 

847. i^ij: TgL 959, Pen. 344 f»if 

Der Chor ist geneigt sich die Härte 
der Strafe ans einem schwereren 
Verbrechen za erkl&ren. — t&p9i 
*WM du angegeben hast^ vgl. 
lavtji 189. 

248. 9o^i^n8ü^€u: DieVorans« 
acht des Todes ist ein Uebel, wel- 
ches dem Menschen th&tiges Stre- 
ben verleidet a. ihn stompfsinnig 
macht, weil ihm der Tod vor Au- 
gen schwebt u. seinem Streben 
eitf bestimmtes Ziel gesetzt ist. 
An diese die Thatkraft lähmende 
Folge der Voraussicht des^ Todes 
ist hier bei nQodignscd'ai fiogov ge- 
dacht In anderem Sinne sagt Zeus 
in dem l^hus des Piaton Gorg. 
623 D Xff&»x09 ikhf avv navatiov 
^tfrl xnondotag avxovg xov Q'dva- 
to». PV9 yaff Xffotain. tovxo {i^hv 
jw Hol dij jC^xai xtS IJQOiifi^ti 
0««$ ip mavcij avxdip. Hiemach 
' »ollen die Menschen nicht wissen, 
wann sie sterben, damit sie den 
Todtenriehter nicht durch vorberei- 
tete Mittel, durch mil^enommene 
Zeugen, welche ihnen ein gerechtes 
Leben beseuffen sollen, zu täuschen 
venuchen. vgl. noch Hör. cann. 
ni 29, 29 prudens fnturi temporis 
ezÜQin caUginosa nocte premit deus. 



249. x6 noiov «■ t6 ^dqpkaxov 
xijüds voaov noiav tvpeov 'reme- 
dium quod huic morbo adhibuisti 

Suale fuit'. Is aui interrogat, au- 
iendi studio id, quod alterum 
dicere vult, occupaturus ipse ora- 
tionem incohat, quam ab illo ab> 
solvi vult; ipse autem quia eam 
absolvere non potest, addit pro- 
nomen interrogatlTum (Hermann 
zu Vig. 25). — 9ocav : vgl. 384, 596, 
306, 632, 977, 1069. 

250. Aeeohylus hat, wie 232 die 
Sage von den versdiiedenen Zeit- 
altem, so hier die Sage von der 
Pandora (Hes. 0. D. 95, oben S. 5) 
nach eigener Weise so behandelt, 
dass die ursprüngliche Gestalt der 
Sage nicht mehr erkennbar u. nur 
der tiefere Gedanke geblieben ist. 
Der Mensch, den nie die Hoffnung 
verlässt, strebt fort nach seinem 
Ziele, vergisst darüber den Tod u. 
besorgt mcht, von ihm in seiner 
Thätigkeit unterbrochen zu werden 
ohne sein Ziel erreicht zu haben. 
Vgl. Simonides Amorg. fr. 1, 3 l^if- 
pkiifoi S ^17 ßox' aiel j^mpLev, ovohv 
aiioxig Snoag ^naoxav imxtlivxijüBi 
9^90^, iXnlg 91 ndvxag xaxi- 
na^iin xoitpit. änQtinixov o^fiix/-. 
90Pxag, Sopn. Ant. 615 d ydff 9 vi 
nolvniecyxxog ilnlg noXloi^^ fihv 
ovaoig dvdffwp, noXXotg d* andxa 

252. Ueber üiplv in demonstra- 
tivem Sinne wie 457 vgl. Erüger 
n § 51, 1, 19; ütpUiv m diesem 
Sinne bei den Tragikem nur unten I i 
481 (wie bei Homer, vgl. ebd. \ 1 
Anm. 17). ■ 



( 



54 



AISXTAOr 



2:0. 
np. 
xo. 
np, 
xo. 
np. 
xo. 



xccl vvv q>Xoy(Ojr6v nvQ i%ovc* ig>iinsQOi; 
dg>* iw ys Ttoklag ixiuadi^öovta^ zixvuq. 
roLotöds dl/ 6s Zsvg ix* aituiiiaöiv — 
aUC^stal TB xovdafi^ %aka xaxäv. 
ovd* iötiv u^kov vdQiia 6Q1 nQoxsifisvov; 
ovx äXXo y ovS\v TtXriv otav xelvei dox'g, 
do^si dl zäg; xCg iXnlg\ ovx ^9^S ou 
fjfiocQzsg; dg d' ij^agreg ovr* i^iol XiyBvv 
xad'' ffdoviiv 60C X* aXyog, iXXa tavva ^€V 
fis9äfL£Vj Sd'Xov d' IxXvöiv fijr^t xLvd. 



nP» iXaq>Q6v oöxig Xfi(idx(ov l^fo noda 

i%BL xaQaivstv vov^sxBtv xs xov xaxäg 
XQdö0ovx\ iyd äh ravd' axavx* rpcutxdi/Lriv. 
ixav ixmv — ^fia^nroi/, ovx dqvT^cofua' 



255 



260 



205 



253. Durch tplovomov ist der 
Vorzug des Feuers bervorgehoben, 
der den iopij(»e^oi nicht gebührt. 
Bei dieser Betonung von tpXwmnov 
ist das wiederholte nvq in keiner 
Weise anstössig vgl. Suppl. 408 
XiVQQv %ttt alaog vvv iniüxqitpov 
xpii. — xal 9rco( ßißiilov alaog 
av fvoiTO (li; — iipij<p8Q0i: vgl. 
zu 83. Auch der Chor will hier 
sagen, dass widerrechtlich den 
Menschen zugekommen, was den 
Göttern gehörte. 

254. Mit yh wird zur Bejahung 
der Frage eme n&here Bestim- 
mung gegeben vgl. 258, 379, 746, 
786, 774. — a(p' ov: vgl 170. 

255 f. Prometheus iUlit mit der 
Antwort in die Frage ein u. gibt 
zu der einfachen Antwort noch 
einen bedeutungsvollen Zusatz ov- 
dctii^ ^ti^$ 7ia%mv, Durch diesen 
Zusatz ist aas formelle Eunstmittel, 
die Stichomythie festzuhalten, in- 
haltlich begründet. Gewöhnlich 
wird nur eine Fra^e daz wischen- 
gestellt, welche sich der Con- 
struction des unvollendeten Satzes 
so anschliesst, dass zur Antwort 
der begonnene Satz einfach in ge- 
wöhnlicher Weise fortgesetzt wer- 
den kann, 2¥ie Fers. 734 ^ÜQ^tiv 
tpaalv — nmg xslsvtav} — aofie- 
vov fiolii^v. 

257. ovdl wie xal in 253. 



258. Vgl. 376. Anders heisst es 
766. 

- 259. doiei 9h nag; die Wort- 
Stellung wegen der Aufiuhme des 
vorausgehenden donjjf vgl. Soph. 
El. 1429 iBvaam yd^^ ACyia^w. 
OP. ilaoQats nov xov uvdqa\ 

260. ^fitt^rfg: dass nur ein Fehler 
der Unklugneit u. des unüberlegten 
Handelns, nämlidi die Auflehnung 
gegen einen überlegenen Gegner, 
nicnt ein sittliches Verji^ehen ge- 
meint ist, zeigt 266 mit der Er- 
klärung in 267. 

263. u^lov d* ixlvatv ^ifrci rtva 
durch >Iachgiebigkeit vgl. 316 mit 
315. — Vgl. Cho. 697 ?{cö xoii^af 
6ls9'if£ov nfjlov noda, wo der Schol. 
bemerkt : Ita) tctjIov n69a^ nagoi- 
li£a, Soph, Phil. 1260 tamg av ixxog 
nXavfiaxmv ixoig noäa, Eur. HeracL 
109 xalov Si y* i^m ngccynaxat 
iteiv TTodcr, ivßbvXiag xvxüvxa r^s 
aiLilvQvog, 

264. Vgl^ Eur. Ale. 1078 i^ov 
nagaiveiv rj nad'ovxcc xa^Tt^CiV, 
Herc. 1249 cv ^* inxog oiv ye 
avpkfpogag as wov^ixiig^ Terent. 
Andr. 309 Fädle omnes, quem vaie- 
mus, recta consilia aegrotis damus. 

266. ^ Mit iyo) dh xav^* amawx' 
'^nicxdiifiv u. intiv wird der Vor- 
wurf der Unüberlegtheit zurückge- 
wiesen u. das «ffrcc^Ti^fift auf die im 



nPOMHGETS AE£M^TH£. 



55 



^vfjtotg aQTjyctv avvog Tivffoiitjv xovovg, 
Gv fiip/ tt aoivatg y* cio/t^i/ voiaiöi fis 
%axi6%vuvBZ6^ai XQog nizgaig nsdctgöCoig^ 
xv%6vz* i^yLOv rotJd' ayslrovog Tcdyov, 

xai ^oi tä liiv xccQovza fii} dvfsa^^ ^XV^ 
xidot äh ßaöai tag nQOöeQitovöag xv%ag 
dxovaa&\ dg (idd^rits dia riXovg ro xäv, 

tä vvv fioyovvti. tavtd toi xXttva^dvfi 
Xfog SXXot* dlkov n'qiiov'^ nQ06tJ^dvBi. 



270 



275 



fljg. Vene aagegebene Nichtberück- 
eichtigang des eigenen Nutzens be- 
schränkt, -wodnrcn der 'Fehler* sar 
edlen Tbat lungewaxidelt wird. — 
09X a^yijtfofftcri besieht sich bloss 
auf' ff|MrpTov im Sinne * ich wül 
dein i^fiapTcp gelten lassen', üeber 
das Amdeton vgl. za 72. Iitcbv 
Clav: die Wiedeniolung desselben 
Wortes idvadlnlmoiq) dient zum 
affekt^ollen Ausdnick des Schmer- 
zes, dtinglicher Bitte nnd nach- 
drückhcfaer Behauptung; vgl. 274, 
338, 688, 694, 887, 894, 999, auch 
577, 594 u. 892, 987. 

267. ^ntois a^ijyow ohne Ver- 
biodoDg als Erkmrnng: vgl zu 
235. -. TiVQOfrivi vgl. Sept. 878 
fLiUov^ bttpatovgrivqovTO, Soph. 
Ai. 1023 nul^ tavta ndvxa cov 
^a999tog fjvQOftrjv. 

268. 118 — tvx&vtcc statt d^H 
nom.: vgl. Krüger II § 51, 2, 1 
u. § 55, 2, 2, wo die Beispiele aus 
Homer angeführt sind, u. I § 55, 
% ^\ vgl. daza noch Soph. Ai. 606 
Tuntiv ilnid' itfov in ni not' 
avvCHv, £1. 65 %€iii' inavxm — 
la^ipHv In, 471 Sonm fis nsigav 
r^fit tolfiijativ ixt, Enr. Ale. 641 
wi n' ov vopLi^at naidtt aov ntfpv- 
xi»ai, Herod. I 34 oti iifoiitas ia>v- 
tov (dieses mit besonderem Nach- 
dmck) slv€ti dvd'ifmnav ctvdvtmv 
•Ißimttetw, Plat. Bep. III 400 B 
olfiat^ di a§ aKfi%oivai, Isoer. IV 

I 96 0«K ii^offvg all' avtayrnviatag 
9^ig avtoüg ilvat voftiiovxBg. 

269. %mticzvapti:a9-€ni vgl. 147. 
Das fot med. wie avavoviiai Soph. 
Phil. 954 (Krfiger I § 39, 11). — 



ne^aptfioi: vgl. 710, 916, Cho. 846 
lovoi n^SoiqüiQi ^Qmanovai. Diese 
äolische Form {niäu -» fisrd) findet 
sich bei Aeschylus noch in einigen 
Wörtern: niSomog fr. 48, nsSa^X' 
(itog und nsddogog Cho. 589 f. 

270.^ ioiiffrov: vgl. fr^. 806, 10 
doyuovg loii^ovg xal nayovg^ Soph. 
PhiL 691 IV avTog ^v vQOüovQog 
ov% ix<ov ßdaiv oväi tiv' iyx^^wr 
ftanoyiixova, 

271. xffi ftot; 'und so bekUu^et 
mir nicht' — knüpft an den Ge- 
danken * eure Lehren und Ermah- 
nungen sind überflüssig' an. — 
dvQoiiui eine Form der tragischen 
Sprache für odvQOfiai, 

272. ßovXstai yäg at^üui xov 
XOQOVy ontog x6 axdaiftov Say. Schol. 
niäot ßaaaij um leichter und be- 
quemer eine länjsfere Erzählung an- 
zuhören: so wird das Herunter- 
steij^en des Chors in die Orchestra 
motiviert. 

273. dt« xilovg'^ vgl Soph. Ai. 
685 dtd xilovg svxov xslsta^at. 
lieber die Auflösun|[ zu 76. Diese 
ist hier dadurch erleichert, dass die 
jCftsnr in den vierten Fuss fällt 
(zu 2). 

275. vvv in Beziehung anf den 
folgenden Gedanken (^' heute mir, 
morgen dir»). — xavxd (s. v. a. 
«ttta itotv6v 'den einen wie den 
andern betre£Fend ') adverbial 
(eigentlich Acc. des inneren Ob- 
jekts) v^l. zu 399 u. Soph. Ai. 687 
xavxa xr^di ftot xd9t xiiictxs. 

276. xifog allox^ allov: über 
die Stellung zu 19 u. zu 762. — Zu 
dem Gedanken vgl. Archil. frgm. 9« 



56 



AISXTAOT 



l 



XO. ovx axovöaig ixB^dviag 
tovto, JlQOnf^ev, 

Xttl vvv ikatpQ^ no8l xgmzvoövtov 
^aTiov nQoliXovö' ai^iga d' äyvov 

X&Qvl tyds nsiä' tovs ^ws '^ xovovs 
X9Vi^ '^ xavro^ dxovöcu. 

52KEANOS. 

^xfi> doXixiig xigiia xakev^ov 
dtaii£iifdii£vog ZQog 6iy ÜQOfifi^sVy 
xQv nteQvyancij tov^* olawov 
yvoiiiij ötO(iicav atSQ sv^vfov' 



280 



285 



7 aXlozs d' alXog ix^i tode' vyv 
lk\v ig ^iikiag itguMtd"', aC^atotv 
d* il%og dvtt€Tivoftiv f i^avttg 9* 
itiQovg hta/Aiitpezai, (Pmd. Ol. II 
60 foal d* aXhn iXlai ivd-VfiMv 
ti (kita xal novnv tg av9^ag ißnpJ) 

277—88: Die Anap&ste des Chors 
begleiten die fiewegnngen der 
Mascliinerie, durch welche Okeanos 
herbeigeführt wird. Vgl. zu 114. 

277. Vgl. Soph. Phil. 1178^ y/i« 
lioif ipiht xavta nagiJYysilag imovti 
XB ngacativ, Hom. II. 4, 73 mrifvvB 

d-civ^ag: za 73. 

279. xal «>- 'and so' ('dem ent- 
sprechend'); 

283. nopovg — 9iä nuvxog 
anovaai nach dem Versprechen 
von 272. Dem Wunsche wird erst 
756 £P. n. in der Bede des Prome- 
theus 823 S. Genüge gethan. So 
wird die gespannte Erwartung er- 
regt u. festgehalten. 

284 — 896: Zweite Scene des 
ersten Epeisodion: Okeanos, 
der Vater der Okeaniden, 
kommt (von rechts) heran, 
auf einem Flügelrosse (Pegasus, 
TSXQaaittlfig olmvog 396) reitend 
(der Scholiast deiÜEt wegen des 
Ausdrucks olavov an einen Greifen; 
Meergötter findet man auf alten 
KunsSclenkmälem öfters auf Hippo- 
kampen reitend dargestellt). Die 
Theatermaschine, welche hierzu 
diente, war das s. g. aimQrma, 
eine mit Seilen gehaltene Hänge- 



maschine, durch welche Personen 
in der Höhe fortbewegt, hinaufge- 
zogen und heruntergelassen werden 
konnten. Der SchoL bemerkt: xeci- 
ifQV didiotfi xfS ZOQ^ nad'^naü^ai 
(xo'&iftatf^ai?) T17C (kfjxav^g*Sl%eti' 
vbg il^tip^ vnBffßol^^ Sh irffjiaaxOy 
onov ys '*Opii^og avii surifyayfv 
'Sl%8av6v iig zov üvXXoyav rmr 
^smv (vgl. 11. 20, 7 ovxs xi^ oiv 
Üotttiimv dniriv vo^tp' 'Slnsctpoio). 
Die Anapäste des Okeanos beglei- 
ten die Bewe^ngen des aus dem 
Flügelwagen m die Orchestra nie- ' 
dersteigenden Chors. — Diese' 
zweite Scene des ersten 
Epeisodion mit dem zweiten 
Epeisodion bildet den zweiten 
Akt, den Anfang der Hand- 
lung, welche znrSatastrophe | 
führt Vgl zu 307 und 436. 

284 f. SoXix^g ein episches 
Wort. Der Weg ist lang, weil ^ 
Okeanos. aas der Tiefe des Meeres 
kommt, vgl. 300 f. Siaanflfdi^evog: 
Sept. 3^ ftafitC^eii oöovj 856 Si* 
'Axiifovt dßfißsrai xäv vavüxolov 
^§mif£da. Dicendum erat %iXBv9o9 
diafkBlßBü^ui, pro quo xiqika »e- 
Xsv^ov dizit ratione habl& verbi 
^«CD (Dindorf). Vgl. Eur. Phoeo. 
168 kt^B ÜQOfkov vBtpiXag «o#lv 
^lavoffaifii dt ai^BQog nQog ii^ov 
Offtoysy^Topa. 

286. MxtQvyoan^ wie nodtinrig 
gebildet, vgl. mnvnxBQog. 

287. yvmikfi: admirationis augen- 
dae causa non brutus, sed mente 
ac ratione praeditus esse fingitur 



nPOMH0£TS AESM52THS. 



57 



tats 6atg dl tvxaigj Ardi, 6vvuXyä. 
To T£ yiif fA«, 8o%&^ 6vyyevhg ovtag 
iaavayutalßi , %m^g n yivovg 

yvmöH dl xad* Ag hvfiy ovdi yMxrpf 
laQitoylaööitv ivi iioi' q>ifs yoQ 

ov yoQ aror' i^etg lig *Slx6avov 
tpiXog iötl ßBßcuotSQog 6oi 

nP. Itty tl XQtilicCy xal öv 8ri xovcav ifiäv 
ipcstg iTtontfigi nmg hoXffqCag^ Xindv 
ixciwiiov XB fevfia xal X6t(ffiQBq>^ 
mtoxnx* avzQa, xr^ ötdijpoiiijxoQa 



200 



205 



300 



(Seköti). D. 18, 419 haben die 
aas Qold gearbeiteten Mftdchen des 
Hephfistoe Verstand, Sprache und 
tkl^ Kraft; Od. 8, 656 sind die 
Schiffe der Phftaken xitva%6(invui 
T^mI, avxal Ceafi ^oiffiaTa %al 
fMtvaQ uvd^»v ; wie diese desshalb 
des Stonermannee n. Steuerruders 
nicht bed&rfen, so bedarf das Thier 
des Okeanoa der Zflffel nicht, weil 
es von selbst dem Geofanken {ywafitj) 
seines Beiters nachkommt 

289. TO övyrtv^g ieavayndiBii 
Tffl 89. Nach Hee. Theog. 188 ist 
Okeuos Sohn des Uranos u. der 
Gte, der älteste der Titanen, Tgl. 
lu 14, ^ 

^ 291. jivovg, z^g cvy^vtiag, — 
OT« — vs^ftatiti: ohne «y wie Ag. 
6SÖ ov« i€^' 09»g Xi{aif»i, Gho. 
172 ov» loT«v ocxig wXriv iiK>v 
xi^atfo 919 f IL 22, 348 ag ov% 
M' 0€ o^( VB *vvag ntfpalrig ina- 
Itflvot^ Soph. Phil. 696 ovn i%mf 
^9^9 Qfodf XMß* iyxwffiüv nunoyai» 
Tovo, «fiE^* ^ 9X0909 uno*lavü€ii9, 
Eor. Ale. 52 iox' 0V9 onwg *Ai%riotig 
fk yi^ag »oloi^ 117 ovdh vatmili}* 
9^o9 Ifl^ osroft xig aCag^ cxiHag 
^v«t«poo na^aXvoai fffvxfiv, Krü- 
ger II S 54, 8, 8. — iiAor^av 9ii'' 
atu(n: Herod. II 172 iv oidipLi'j 
|M»^ fLirdlff iyo9^ Plat. Grat. 898 
B iM/ali}» noi^qa9 %al Tifti^y Ijci. 
Diese Bedeutung 'dignitas, Stellung, 



Rang' hat sich aus der Bedeutung 
'Gebühr, dasjenige, worauf man 
Terdienten Anspruch hat' ent- 
wiokeU : ^ vgl. Soph. Traph. 1238 
afl^^ od\ ag iot%S9f ov 98iusr9 
titol <pd'i909vi fior^ay. 

294. xa^txoYXaaati9: zu 180. — 
i9i 'liegt im Charakter % vgl. 224. 

296. Aicfayov: der sprechende 
gibt die künftigen Gedanken des 
andern an. So hat die Nennung 
des eigenen Namens etwas zuver- 
sichtliches» vgl. Soph. 0. C. 626 
novnot* Oldinov9 i(^ig dxQei09 
olntjxii^a diäuad-ai. Zuffleicn hat 
die Angabe des Namens den äusse- 
ren Zweck die Zuschauer über die 
Person des auftretenden anfzu- 
kl&reu. 

298. ti XQVC'^} ^gl* Ag. 1306, 
Cho. 885 x{ d' toxi zvnua; Eur. 
Andrem. 896, SuppL 92, Hipp. 905, 
Herc. 626, Or. 1673 1«, xi X9Vl^^'> 

299. Movofv i(ia9 inonxtigi 118. — 
{x6liifiaag Itnav hta9vii09 fivua: 
vgl. das zu 284 ff. angeführte Schol. 

801. avx6*xixa: yg\, avtoqpvifff, 
avxoxvxo^, • avxo^gi^og , avxoivlog 
u. a. — avT^tt: 133. — Oü^i^poffrif- 
xoga: vgl. H. 8, 47 'lSti9 iktixioa 
^909, Ast^rdamas fr. 6 p. 605 N. 
o19ou'^xoq' €ifkniXo9. Wegen dieser 
Benennung von Scythien vgl. Sept 
817 Z%v^y tft^ij^i Suid. JTaXvl^sc' 
i^og Sinv&iag, 'i9^B9 o öid^gog 

' ■ ß. ' ■ 



58 



AI2XTA0T 



ik&€tv ig alav; ^ d'B&Qijö&v xv%ag 
ifidg dg>t^ai xal 6vva<i%almv xa%olg\ 
difxov ^iafia^ tovds rov jdiog ipCkov^ 
xov övyxataövqCavta r^v tvQawida^ 
oZttig v%^ avxov nijiiovat0i xdftntoficu. 

SIK, 6p(o, ÜQOfifid'ev ^ xal naQcuviöai yi 001 
^ikm tu kaötcCf xainsQ ovri notxCkm. 

yiyv(D0X8 öavxov xal fiB&aQfioöai, rpo^rot;^ 
viovg' viog ydg xal xvQawog iv d'sotg. 
sl d' cids TQaxetg xal XB^tfy^ivovg Xoyovg 
^C^Big^ xd% av öov xal (laxQav dvaxdQO 
^axäv xktioi Zsvg^ &öxb 601 xov vvv xolov 



305 



310 



xUxBxai, Nach Hesiod Alex. Strom. 
I 807) u. AristoteleB (Plin. VII 57 
§ 197) war das Erzgieasen bei den 
Scythen erfunden worden; vgl. 
[ unten 714. 

SOS. avvaQ%ulmv %a%oiii zu 161. 

304. diQKOv in Beziehung auf 
^saoTJaaav vgl. zu 119. — ttiafta 
im omne von ^iaua dvod'iatov 
oßfiaoi (79) vgl. Flut Ages.^ 14 

von dem sprechenden wie das 
häufig bei den Tragikern^ vorkom- 
mende o9e odv^if «B iym,^ 

806. %afin tofiai nach xov 9s xov 
diog (püov dem Sinne entsprechend 
wie Od. 2, 40 ovx i*cc£ ovxog dvrjQ 
og taov fjysiQCc, IL 10, 88 yvei- 
acffi 'AxQsidrjv 'Ayufiifivova , xov . 
'KBqI ndvxmv Ztvg ivfTj%6 novotai 
diafkniQsg^ elg o %* dvxfitj iv (tx-q- 
^saai Mvrj nai (loi q>£Xa yovvax' 
oQtofffit Soph. 0. C. 1329 x<ßd' iv 
Sifl xov (10 V ngiog xaciyvijxov xC- 
oiVj ebd. 284 alX' äancQ ilaßsg 
xov tnixt^v ixiyyvovy fvov ft c xcrx- 
wvlaoasy Trach. 1080 6q«xs xov 
ovaxtivov mg olmxqmg ^xa, £ur. 
Cycl. 290 voiiog $h ^vfjxoCg ixixag 
dixsa^ai • ; . > ovx oaqpl ßovno' 
QOioi xrix^ivxag i^sXrj ofiiXoiai vti- 
9vv %ct\ yvdd'ov nXrjaai 0i^ev, 
Demosth. 18, 79 ovSauoh ^nfio- 
ad'ivfj yiygatpiv ov9* aMav ovds* 
liiav nax ifiov. 

807. lieber die paränetische Rede 
des OkeanoB bemerkt der Schol.: 



cnovrjaov^ xa x£v (r^xo^mv %aXk 
naqä ngmxoig svQsd'ivxa xoig xga- 
ymoCg. In dieser Scene wird durch 
freundliche Mahuunffen und War- 
nungen eine Einwirkung auf den 
Sinn des Prometheus versucht; doch 
sind die Warnungen dem Charak- 
ter des Prometheus gegenüber der 
Art, dass sie seinen Trotz nur stei- 
gern können. — ogm nooiin^iv: 
vgl. 144. 

S08. nomiXm * avvixa Schol. vgl. ' 
Ugofuijd'ia n'omUoVf ' eeioXofirixtw 
Hes. Theog. 610, TsoixLXoßoyXov ebd. 
521, IlQOfifi^Bvg dy%vXo(trixrig ebd., 
546, nctvxmv nigt pkijd§a fiäcig ebd. 
559, noXviSffig ebd. 616. — Zu %m 
mg Svxf noi.%iXm vgl. IL 1, 577 
firjxgl S' iya TCUQdtprjiii %al avxj 
nsQ voiovaij naxgi tpiXm iniijga 
fpigBiv j^iL 

809. yvmd'i oavxov mg 6 noirixitq 
^^gdSso, Tvdit^rj nah ra^«o' (IL 
5, 440) Schol. 

810. jts^dQfiooat: Eur. Ale. 1157 
vvv yaQ (isfTjgiioafiscd'a fieXxia 
6£ov xov ngoo^sv. — viovg: pro- 
leptisch am äaxe viovg slvai. Vgl. 
Eur. Iph. A. 843 itixnßaXmv aXXovg 
XQonovg, 

811. T£^97yfi^9ov(: zu dem Bilde 
vgl. Sept. 715 xsdiiyiiivov xol »' 
ovx dnaykßXvvsig Zoyo, Soph. Ai. 
584 yXmaad aov xB^yiiivtj, 

812. fitpiig ('schleudern») vgL 
932, Ae. 1068 ov iinv nXim fi^^ac 
(r verschleudern ') axifiao^i^cof^ai, 



n 



nPOMHGETS AEZMS^THS. 

TtaQovtä (lox^ov tcaidiMV elvai doxetv. 
aXk\ a xakalnmQ*^ ag Ixstg OQyag afpsg^ 
iijtst dl xävÖB Xfifidtcav aicakkayag. 
a(f%af töag 60i fpaCvoficu kiyhiv xude' 
roucvra (idvtoi vqg aytxv vinjyoQOv 
ykdöörigj üffoiirfisv ^ ra7ii%BiQa yiyvstat. 
öv d* oviina} raxsivog ovd* stxstg xaxotg^ 
XQog tolg xafovöt d' Skia XQoökaßetv ^dkeig, 
ovxow iiioiys XQiOfievog didaoxdkp 
TtQog xivxga xäkov ixxsvBlg^ oQmv oxi 
xQa%vg fiwaffj^og ovd' vjisv&vvog XQaxal, 

Ttai vvv iyA (ilv elfu xal nsigdiSoiiaL 
iav dvvmiim xävdi 6* ixkvöM xovav' 
ÖV d* '^^v%aj^B iifjd^ ayav kafigocxo^iei. 



59 



315 



320 



325 



Ear. Ale. 679 vtaviag Xoyovg finttov 

314. Vgl. Terent. Eun. II 3, 9 
lodam iocnmque dicet faisse illum 
alteram, praeut huiaa rabies quae 
dabit. 

317. aiffaia: vgl. Arist. Nab. 
9S4 a^%aia vb %al ^inoiim^fi xal 
xmlfmif ivaasata^ Cic. or. Philipp. 
1 10, 25 neglegimaB isia et nimis 
antiqna et Btulta dudmus. 

319. xdniwifa: eigenüich^KtLnd- 
geld' (to vn^Q top (iiad'ov di96' 
ft«va fotff xBiifozi^vaig Hesych.), 
dann «Lohn' (Arut. Vesp. 581 
tttvuig in£x9iQat Plat. Rep. p. 608 
C r« aiyicxa M%BiQa aQ^zf^g xal 
%^9%%l^va u^XütV vgl Soph. Ant. 
8äO %vxM ii^imw i»Cx$i^a Xaxovoa» 
Zn dem Gedanken bemerkt der 
Schol. yy»ftixoc di cpijfft, vgl. 829, 
Find. ÖL 1 85 ax^^tfcia iRoyx^w 
%timiva %m%ayiQOvg^^ Ear. Bacch. 
385 uxalivmv atopkdtcnf dvofiov z 
a^^oaoyac z6 zilog Svazvx^«, frgm. 
5 tl fftq^ nm^i^si^ ylmüCttP^ iezat 
90t x«xa. 

320. ziivsipög sl: SQ 42. — e^ 
*itg *a%o$g: TgL 179, Soph. Ant. 
471 diiloi z6 yivptiii,' d^op t^ tiptov 
*^^9og z^g MniSeg' cfxnv d' ov% 
ini€tattu «cesotff. 

321. 91 kann an rierter Btelle 
lUheo, wenn die TorauBgehenden 



Wörter Einen Begriff bilden oder 
in enffstem Zusammenhang stehen 
(wie hier a. 381 Nomen mit Prä- 

Sosition und Artikel). Zum Oe- 
anken vgl. Pers. 531 y^ri %ai zi 
ngog xaxoici, nQoad'^zai itaiiov, 
Sojph. Phil. 1265 iicav zC pkoi via 
nageazs noog xanoi^ei niyLitovz^g 
%aM,d^ 0. ft. 667 il %a%otg %a%a 
nQoattipei zoig ndXai zu ngoaqtaza, 
Philemon Com.^ IV 84 xaxa ngog 
zol^g nanotaiv ovzog ^zega avlUysi. 

323. ngog nivzga %mlov inzevsCg « 
ist Umsetzung des sprichwörtlichen i 
ngog nivrga lajizi^siv (nivzgop^ 
Stimulus, der Treibs&chel für Zug- 
vieh) vgl. Ag. 1624 ngog nivzga (irj 
laxtife, ft^ nza£cag (loy^g^ Find. 
Pyth. II 173 nozl %svzgop di rot 
laxTi^/iCv zBXi^Bi oUa^riQog olfLog^ 
Eur. Bacch. 795 &votii* av avzm 
jtiaZXov 17 Q'vy^ovikBPog ngog nipzga 
Xaxziioiiii ^fizog äv 'O'e^o, fr. 607 
ngog nivzga fi^ Xanzi^s zoig %ga- 
zovaC aov» 

824. Vgl. 35, 150, 186. 

825. nBtg4ooikai iav Svvafian 
vgl. IL 18, 601 nsigiiasztuf,^ aC%8 
^i^atv, 18, 806 inngäzo^ bC nng 
ot sQciay, Plat leg. 638 £ npgea- 
I^BPOgj av äga 9vvaiia^ drjXovv. 

827. XaßgoazofJkBi : vgL Soph. AI. 
1147 TO cop Xaßoop ardfia, Hom. 
IL 28, 474 XaßgBVBai, 



60 



AISXTAOT 



^ ovx ol6^% dxQißäg mv nsQUS66q>(fmv ^ oti 
ylciööTi (lazaicc iiJiiia TCQOöZQißsttu; 

nP. (i]A(D <t' S^ovvex* ixtdg alxiaq xvQStg, 
navtwv iista6x€tv xal tetoliirixag if^L 
xal vvv laöov fttidi 6ol ' iieXtiöatm. 
jcavtmq yuQ ov nelöBig viv' ov yag evxid'i^g, 
nanxmvB d* avtog fftif ti nri(ittv&gg 6d^. 

SIK. noXXä y* ayLhlvwv ravg nikag q>QSVovv itpvg 
^ öavtov' lQyo> xav X6yp xexiiavQo^iu. 
6qh(6iisvov dh ULridayiäg avttöxdö'gg. 
avxä yaf avxä t'qvds daQsäv ifiol 
ddiöBiv /SCy &6tB zävdi ö* ixXv6m novoav, 

nP. tä (liv ö\ inaivä xwdaiiy kijifo noti' 
7CQi}dv(iiag yäg avdhf iXlsixstg. atag 
Hrfi\v novBi' (lätriy yag ovd\v dqisläv 



330 



m 



340 



828. lieber die hänfiffe SriiizetiB 
von 3 ov vgl. Krüger II § 13, 6, 
2. — dnQißag' anQms Hesych. Zu 
dem chaxsuiteristiBcheD Pleo&aamas 
vgL 944, Pers. 794 tovg vnsQndl- 
Xovg ayavy II. 7, 39 oloQ-iy otog^ 
97 alv69'Bv alvmg, — nBQico6q>ifmv: 

zu 308. y 

329. nqoaxqißBxaii eine derbe 
Bezeichnung, vgl. Aristoph. Equ. 6 
nXriyag dhl nffoaxQißBtai toig ol%i' 
Tcctg. 

330 ff. tv^Ä üb: 'du bist be- 
neidenswerth, du darfst froh sein'. — 
xal („auch nur") xstoXinpiag: vgl. 
zn %al 197, zu xBrolfirjumg 381. 
Prometheus sagt: Man könnte er- 
warten, dass sdion der blosse Ge- 
danke, mir deine Theilnahme zu 
zeigen, dich in Ungnade gebracht 
habe. Unffeeisnet ist navxtov. 
Nach dem Scholion iiiol avvaly&v 
schreibt Weil irovai^ jisxaüj^Biv vgl. 
274. Dem Sinne entpricht am 
meisten xovxmv aexaaxBCv. — ia- 
aov: in der Bedeutung J^sein lassen' 
auch Soph.^ 0. G. 693 oxav (j^^T^g 
fiovj vovd'ixBi, xa vvp 9* ia u. m 
der Redensart ia xovxo. 

338 f. ndvTag— ov : vgl. 1063, Eur. 



Hipp. 1062 xavxag ov nC^oifk £9. — 
Bvni^^g: Vgl. zu uxbqw^ 81. Zorn 
Gedansen vgl. 84. — cdeSii vgl. 
826 (696g^ 'Gang'). Zu dem Da- 
tiv vgl. loytp 196. ~ Die AlKiera- 
tion des n unterstützt den Nach- 
druck der Rede. 

336. üeber das Asyndeton bei 
begründendem Verhältnisse vgl. 
Erfiger II § 69, 1, 7. — i^ym xov 
loyqt: vgl. 1080. 

337. 6Qiud(i.§pov: pks vgL 176. 

338. Vgl. zu 266. Ueber avxi 
'ich schmeichle mir' zu 686, vgl 
Eur. Med. 682 ylacejj yaQ av%n9 
xaSm* SV nsQUtxBifüv. 

339. Vg^l. 826. 

340. xcc /»|y: die Rede wird 
anders gewendet u. statt eines xd 
dh ('andemtheils') folgt ataQ, 

842. (ittxfjv ov9hv afpBlSv: vgl. 
Cho. 881 %a9Bv9ovciv ikotwf a- 
ngavxa ßdim, — mtptlMpp findet 
sich nicht blos bei den dramatischen 
Dichtem (vgL Krüger II § 46, 8, 2) 
häufig mit dem Dativ verbunden, 
sondern auch in Pro sa, 00 Herod. 
IX 108 nifoamfpBlBBi9 i^ilovxBg ToTff 



nPOMHOETS AESMi^THS. 



61 



ifiol xovi^öeigy et xt %al novstv ^ikoiq. 

akk* riövxa^B öavxov ixTCodmv i%wv' 
iya yiiQ ovx si dv0tvxciy xovd* slv6xa 
^ikM(i* av (og nkeiöxoiöL nfnioväg xvxstv. 
ov ^^r', ixei (is %ul xaöiyvijxov xv%ai 
xsiQOvö* "AxkavxoSy og xfog iöxdfovg xoTCovg 
€6xrpcs xCov* ovQuvov xe xal x^ovog 



345 



843. %al — 9iXoig drückt einen 
leisen Zweifel ans, welchen Pfo- 
metheoa mit gewisser Geringschätz- 
ang des Okeanos hinzusetzt. 

344. ffavrov innodav iimv: ^und 
halte dich davon fem, lass die Hand 
aai dem Spiele' vgl. Xen. Cyr.B, 1, 
S7 ot dh ipiXoi n^09i6vx8q oviißov- 
Itvovüip i%9o&A9 iiBiv iaavt6v. 

345. §tvt%a: die epische Form 
fOr hfiiue^ welche die Tragiker dem 
Metram zu Liebe gebrancnt haben, 
wie iifwog ftlr (ivog^ %8iv6s für 
scvoV %»C9og für i%§£vog, stUcctiP 
(188, 1065) für iliaativ, ^ovvog für 
fiovoff (548, 804). 

346. nMüxoiüi nfiiiova(g xvxsCv: 
Fers. 706 dr^^einsia 9* &p tot. 
sniMT* a» tv%oi ßQOtoig, — Der 
Scaol. bemerkt: JI^ofii^^iM;' ov 
ya^ natit to» dp9'(fanipov Xoyi€^ov 
»ollois uvxm üwatviHv ßovlBxat 
U^ofLfj^Bvg (vgL das Sprichwort 
lolamen miseris socios habnisse 
malomm). Dieser Gedanke dient 
fibrigens dem Dichter ab Mittel, 
um etwas, was nicht eigentlich 
ZOT Sache gehört, hereinznbringen. 
Denn die Erw&hnnng des Atlas ist 
fldeieh&Us nur Üeberleitung zur 
Bchildenuiff des Typhon, durch 
welche sich der Dichter Gelegen- 
heit verschafft, von dem zerstören- 
den Antbmch des Aetna (367—69) 
n reden. 

347. ov drix\ iyi: vgl. Soph. 
0. G. 431 ttnoig av dg ^iXowti 
tooT* i^cl toxi noUß to d&Qov si- 
MT«g 9uxip§0i9. ov drjx*, inti xoi 
tr^v fiiy avx{x* ^^i(fav — ov9ilg 
i^mtog xovd' ifpaivit' o^cZcof, 
Eor. HeracL 505 avtol dl nQooxi- 
^ivxig dlXoictP novovg muqov otps 

i^t, htiC TOi xttl jfiXaxog däia 
ZTi, Ale. 655. — Der Gedanke, 



durch welchen die folgende Schilde- 
rung motiviert wird, ist: ^ich will 
nicht noch andere mit mir in's Un- 
glück ziehen; das Unglück meines 
Bruders Atlas u. des Tjphon ist 
für mich schon schmerzlich ge- 
nug'. — Zu dem folgenden vgl. 
Hes. Theog. 517 'AtXag 9' ovfavov 
8VQVV i%£i %i^axeifrjg vic* dvaynrjg^ 
niigaüiv iv yalr^g^ ngonag ^EünsQi- 
dnv Xiyvtptovav s&tijdg, %S(paXv rs 
xffl dnaftdxoiüi tiosaaiv* xavxjiv 
yctQ oC ykoiifav fSaaaaxo iirixisxa 
Z$vg. 

348. n^og ianigovg xonovg: 
Reffen Abend'. Man denkt an die 
iuchtung, welche deijenige ein- 
schlagen muss, der damn gelangen 
will, v^l. fr. 327^liyiva d* avxi] ^ 
TtQog ^ voxov %Bixai xvodg ,^ Od. 13. 
240 nfilv oaoi vuCovai nQog r^d x | 
i/iiXiov X8 iqd* oocroi (tBxomc^B noxl 

iOifOV IQBQOBVXa, ' 

349. Wie bei Pind. ^Pyth. I 35 i 
der Aetna als lUnv ovgavia be-/ 
zeichnet wird, so heisst es vom 
Atlas bei Herod. IV 184 iaxi dh 
oxBivop mal %v%XoxBQ\g ndvxn, v'^ri' 
Xov an ovxm Sri t» XBysxai mg tag 
%oifvq>ag avxov ovn otd xb bIvo^ 
IdBü^ai .... xoyxov n foptt tov 
oijuavcLV Xiyovai ot inirdQioi slvai. 
Her hoch in die Wolken hinein- 
ra£[ende Berg erschien der Phan- 
tasie Bis eine Säule, welche das 
Himmelsgewölbe trägt (vgL Verg . 
Aen. IV 247) . Dieser * Träger' 
(atXag) wurde in der Saffe zu einem 
Titanen, dem zur Strafe die Last 
des Himmels auf den Nacken ge- 
legt ist (Hes. a. d. voraus a. St). 
Umgekemrt werden gewaltige We- 
sen mit Bergkuppen verglichen. 
So heisst es Od. jC 113 von der 
Künig^ der Lästrygonen x^v dh 
yvPaC%a bv^ov Oüriv x' OQBog xo- 



62 



AISXTAOT 



ä^ioig iffBÜmv^ ajfioq ovx eväyxalov. 

xov yijysv^ tb KUixi<av olx'qtOQU 
&vtf(ov iämv Sxt6t{faj iaiov zigag 
ixaxoyxaQavov «gog ߣttv ;|r€ipot;fi£i/oi/ , 
Tvq>äva ^ovqov^ n&6i d* avtdötri ^eotgy 
ön€Q8vat6t yafttpifikulöi 6vQC^i»yv q>6ßov' 



350 



365 



Svtpijv n. Polyphem ^ gleicht nach 
Id. IX 191 piio vli^svxi vrJfTjimv 
OQicav, — Bei bomer jedoch Od. 
1 ,^ 53 (xBi CAxlag) di xe %(ovag 
avtog iiaxffoigt ft^ ynidv %b «al 
ovQavov aiuKplg §xovaiv liegt noch 
die orsprünffliche YorBtellnng von 
den tragenden Säulen zu Q runde 
und der persönliche Atlas ist noch 
nicht ganss an die Stelle der Säu- 
len getreten. Die Erde u. Himmel 
auseinanderhaltenden Säulen be- 
stehen noch für sich u. Atlas ist 
nur derjenige, der sie 'hält'. 
Aeschylus hat sich an Homer an- 
geschlossen ; er konnte in ßücksicht 
auf die allgemein bekannte home- 
rische Stelle kurz itiova ovgavov 
T£ %a) xQ'ovog sagen, indem er an 
den Zweck der Säule yaidv zb %al 
ovQUvov auqplff ixav dachte, was 
zum einen Theil nicht unmittelbar 
durch die Säule, sondern durch den 
auf die Erde gestemmten Fuss des 
Atlas erfüllt wird. 

861.^ tbv rtiyBvrjj Hes. Theog. 
820 avtocff i«el TiTi^vag an' oii^a- 
vov iiilaoB Zsiig, onXctatav tias 
naida Tvtpmia Paia nflaQfjj — 
^x Si ot &itmp VfV inuTOV %BwaXal 
091 Off, dBivQio dQKTnovxog, Typiioeus 
ist eine Personifikation aller Dünste 
und gasartigen Dämpfe im Innern 
der fTrde, welche Erdbeben u. vul- 
kanische Ausbrüche bewirken. Bei 
dieser Schilderung des Typhon (od. 
Typhos) hört man mehr den Dich- 
ter als den Prometheus. Die Schil- 
derung selbst ist der bei Pindar 
Pyth. I 80 sehr ähnlich : og x h 
aivji TaQxaQto xBixatj &Bmv noXi- 
fiiOff, Tvqtdtg BnaxovxanäQDCvog' xov 
noxB KiXiniov ^(fifffsv noXvmvvi^ov 
ävxQOv' ^vvv ys ^dv xai 9* V3f^(» 
Kviiag iXiSQTLBBg ox^-oci £i%Blia x 
aixov niiiBi axBqva XaxvaBvxa' 
%Lmv f ov^avCa owsxBij vitpoBüc* 



Jtxpa, — KiXixiav ecvx^mv o^xij- 
ro^tt: olnijaapxa i^hv iv KtU%ia, 
%oXao^ivxa dl iv SingUa (wie 
bei Pindar) SchoL Bei Homer E | 
2, 781 yofa &' vnBüxBvdxii^ ^tl 
äg xBifJWiBQavvip xflDOffrtVf», qxb t | 
diitpl Tvwioii xaray tadwri bIv 
Joliioig, ov"» qpcrtfl TvtpmBog ififtBvat 
Bvvdg hat die Sage noch eme an- 
dere Gestalt: der iiomerische Aus- 
druck Tvtpmiog Bvvdg ist bei 
Pindar wahrscheinlich unter Sicili- 
schem Einfluss in das ganz ver- 
schiedene xov noxB KiUtuov 9^- 
fpBv noXveivv(i,ov dvxgov überge- 
gangen, wodurch der ursprünghch 
an den Vulkanen in Eleinasien 
haftende Name des Typhon für den 
VoÜEan in Sicüien gewonnen ward. 
Diese Gestalt der Sage hat Aeschy- 
lus benützt. 

35*2. l&oiv ä%xBiQa erinnert an Od. 
11, 582 xal j»^y TdvxaXov bUbiSw 
XccXin' aXys' iropta. — 9diov be- 
zeichnet in Typiion nach ursprüng- 
licher Auffassung das zerstörende 
Wesen des vulkanischen Elements, 
vgl. Sept. 222 «vpl datm. 

853. ^xavoyxa^avoytsoistTvjpbon 
auch in der o. a. St. des Pindar 
bezeichnet; ebd. Ol. IV 11 Ixaroy- 
%Bq>dXa Tvq>avog o^ißqtiiov. Näher 
kommt der ursprünglicnen Bedeu- 
tung züngelnder Flammen die Be- 
Zeichnung bei Hesiod 825 inatov 
XBtpaXal oq>iogf Sbivoio dgaKOWog, 
yXciaaT^ai dvo^psg^ei XsXtxiioxBg. 

354. ndai dh der Üebergang 
in die Schilderung wie Sept. 568 
fxToy Xivoifn,' av Sv^Qa atotpowi- 
axatov aXiniv x' agtaxoVf f'^^^^^ 
*A(i(pidQBiD ßittv ' 'OpLoXataiv oh nobs 
nvXaig — *a%oiai ßd^Bi xtI. Vgl. 
366. 

855. ovQitwv tpoßov (metony- 
misch): vgl. Sept 385 vn' ionldog 



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,' > t. '^ ' V . 



nPOMH0ETS AEZMÄTHr. 



63 



«( oy^HLax&v 8* rfizganzs yoQymxdv öiXuSy 
dg xip/ ^itog xvQawld^ ixitigctov ßia' 
all* fiX&ev avxä Zvjfvog aygvnvov ßalog, 
ocatcußätrig XBQavvog ixnvdtov tpkoya^ 
og avtov iisTcXfi^s täv vilftiyogcDV 
xofixaafidtav, g>Qivag yag slg avrig tvxalg 

ig>€^aXci&ri xdiBßQovxij9i2 o^^'^og. 
xal vvv a%QBtov xal xagäogov difiag 
xstxai 0XBV(O7tov nXriölcv ^aXaööCov 
Inovi^BVog gC^aiöiv j4ixvataig tJsro, 
xoifvq>atg d* hf axgaig ijfievog (ivdgoxxvxst 



360 



365 



d\ xm xalmiiXatoi nlcliovat nmdm- 
ug ipoßov. 

356. ^axifanxs in transitiver 
Bedentang bei den späteren Dich- 
teiiL — yoQyamov aiXag: vgl. fpXa- 
Ytmopwag 25S» nv^emov nBgawop 
667. H&ufig sind die mit -amog 
zQsammengesetsten Ac^ektiva bei 
Eoripidea. 

357 f. Dieser Vera erinnert nns 
wieder daran, dass Prometheus . 

? »rieht; denn wie dieser die rohen 
raftanstrengongen ^der Titanen 
[x^g fiav re otcnooBiv 208) als 
eitlesBeginnen kannte u. verachtete, 
ao hat er anch für das Toben des 
l^hon nur mitleidige Ironie. In 
diesem^ Sinne safft er das folgende 
sU' ^l^Bv «ts. Vgl. übrigens 
Hes. Theog.^8S7: 
TUii rt9v oyt (Typhon) ^vTjtoSei, 
%al ij^avdtoteiv ava^Bv^ 

nl^ivi vgl. 667^ Sept. 444 oLvxfS . . 
Tov sv^^o^ov rA^iv %Bqavvov, — 
ay^vmror von der Person auf die 
Sache übertrugen : vgl. za 115, 
Cleanth. h. in Ipv. 10 nv^oBvxa dsl 
{»091« %BQu%9v6v, D. h. Zeus liess 
lieh nicht überraschen (o{v vö-qaB 
Hesiod.). 

359. Tuattußatrigi vgl. Arist. Paz 
42 jio( xttxaifidxfyo (^der in Don- 
ner tL Blits niederfahrende Zeus'), 
Bor. Carm. III 4, 4i soimus, ut 
impiot Titanas immanemque tar- 
mam fnhoufie iiiBtuUnl.caauco. — 
»svfiMr tphSfä: vgl. SlT.T^nd. 
&giB. 111 nv^ nviovxog nigawov, 
£ar. SoppL 640 %t(fawai nvQnolm^ 



Soph. Ant. 1146 nvQ nveovxoav xo- 
ffdy' aaxQtav. 

360. itinXnt f' ZQ 133. 

361. ffqivaq 'praecofdia*: vgl. 
881,^ Eum. 15& wto <ppivag, vmo 
lo^ov, Od. 9, 301 ovxdyLBvai n^og 
ütij^og, o9'i qfgivfg Tjnag irovaiv 
u. Sohol. zu IL 11, 579 (ppBvag 6 
noiijxvs xalndvxBg ot naXuiol ixd- 
Xovv x6 didtpQayiiccp Aristot. H. A. 
II 15 x6 didimiia o naXavvxai (pgi- 
vBg, Typhon wurde in den Sitz des 
pkiycc tpqovBtv getrofiEen. 

362. JiBßgovxriQ'ri ö^ivog: Krü- 
ger I § 52, 4, 2. 

363. nagdoQov: der Dichter hat 
aus II. 7, 156 noXXog ydg xig insixo 
nuQiqoQog ivd'a nal iv^-cc die all- 
gemeine Bedeutung von noQijoQog 
iv^a xal ivQ'a ohne besondere 
Beziehung von naga- genommen 
('weithin, nach allen Seiten aus- 
gestreckt»). 

864. axBvmnov durch den folg. 
Vers genauer bestimmt vffl. 729. 

365. InovikBvog : vgl. Pind. Ol. 
IV 10 Atxvav — Inov dvBfioBaaav 
^naxoyxBtpdXa Tvwmvogy frgm. 94 
%bIvio pbhv ACxva asaiiog vvBQqfta- 
Xog apupixBixai» 

366. iiOQvq>aig dl: das dem Ge- 
danken nach Unterg^eordnete wird 
der Schilderung zu Liebe als ffleich- 
geordneter Gedanke behandelt xo* 
ifvq)ai:g im Gegensatz zu (iiai- 
atv. — (iv^ifOKxvnBi: vgl. Thuc. III 
66 vop,Ciiov^i d\ ot ixiCvri av&gm- 
noi h v^*Ifo^^ (eine der liparischen 
Inseln) mg o ntpaiaxog ^aXxBVBiy 
oTt xriv vvnxa tpaivBxat nvff dpadi- 
dovaa noXif xal xiqv rjfiBQOV %ani/6v. 



64 AIEXTAOT 

''Hq>ai6tog, iv^sv ixQvyijöovtai nors 
7Cota(iol Tcvfos dajcxovxBq aygiais yvd^oig 
r^g xalhKagnov 2k%fUag XavQOvg yvag' 
toiovds Tvgxog iiavaliöH %6hQV 
&a(fiiotg ankizov ßika^i xvqxvoov täkijgy 
KttlicBQ TCBQavv^ Zijvog ijv&Qaxmiiivog. 

6v A' wx anavQog , ovd* ifiov didaöxukov 
XQ'iiBig' 6Bavx6v 6^* OTCmg iicCötuöm' 
iyci dh tifv naffovöav uvxkqcoi tv%riv^ 
ig X* av ^log q>(f6vfj(ig: Xeiq>i]a7j xokov, 

SIK. ovxovvy ügofttfisv, xovxo yiyvdöxug^ oxi 
OQY^g 6g>Qiy€i0rig bIöIv iaxgol Xoyoi; 



370 



375 



I 



366 — 72 gehören nicht aar Sache; 
aber auf dieses yaticiniam post 
eventom ist die ganze Schilderung 
von Atlas u. Typhon abgesehen. 

367. inQayiiaovtai nots: die Zu- 
schauer mussten an den Ausbruch 
von Ol. 76, 2 (479/8 v. ChrJ erin- 
nert werden, dessen die Parische 
Marmortafel Z. 67 mit den Worten 
Erwähnung thut: nal to nvQ ig- 
Qvri naop iv 2i%eUa ne^l trjv 
Ahvfiv (nach Boeckh Corp. Inscr. 
Gr. II S. 302). Von einem Ol. 88, 
2 (^25 ▼. Chr.) erfolgten Ausbruch 
berichtet lliuc. III 116 y^v tiva 
iip^iiifS (o jvcc| Tov nvgog) toy 
KaxavaCwv ^ o?^ ixl t$ Attvn xtS 
oifBi olnova^Vt onsQ iiiyiatoi^ ißtiv 

368. damoptig ay^laig yväd'oig : 
wie ein gefrässi^es wildes Thier, 
vffl. Cho. 325 nvQog iiaXsQoc yvdO'oq^ 
Phrynichus fr. 5 p. 658 N. nnSCa. 
d\ navxa xal »af^dutiov nXd%a 
tonsia iidgyoig qpXof idalvvxo yvd' 
doiff, Ear. Med. 1187 ftafitpayov 
nvQog, Herod. III 16 Aiyvnxioiai 
vsvofiiaxat xb nv(f 9'ri^lov slvai 
iaiffvrov, ndvxa d\ aixo naxBü^Uiv 
tansg av laßfh 

869. Vgl. Eur. Herc. 464 xtjg 
nallindonov IlBlaayiag. 

370. iiavaiiasi: zu 133. 

371. anXäxov: vffl. Pind. Pyth. 
I 39 vag {ACxvag) ii^ivyovxai fthv 
dnXdxov nvQog uyvoxaTtti in ftv^ 
Xmv nayai, hgm. 94 aXX' olog 



« > I 



anXaxop TUBQuXiig ^imp Tvupmf 
ixaxovxccxd^avov dpdvna, Zsv na- 
X8Q, Biv 'AQiiioig noxi, £um. 53 oo 
nXaxoCci tpvüidactav, — ßiXBOh tod 
den Lavabftchen^ die wie Pfeile 
hervorschiessen. 

373 f. Dieser Gedanke dieot 
dazu, wieder zur Sache fiberzülei- 
ten durch die Erinnerung an den 
xBoawog Zrnßog, — ev oki damit 
geht Prometneus auf den Gedanken 
von 344 zurück; der Gedanken- 
Zusammenhang ist derselbe, wie 
wenn es hiesse: av 9h j ov yaQ «nti- 
ifog bI ov6' . . XQitBig (vgL 72 u. 
zu Eur. Iph. T. 64 f.), Q$avxov aatt^ 
onag iniaxaaai. Die Worte ov9 
ifiov ifiifaandXov ZQVS^^f erinnern 
au die Worte des Okeanos 322 
iftoiys xpoifiBPOg äi^affnaXa. 

376. lg XB findet sich bei'Aeschj- 
lus 5 mal in unserm Stücke (467, 
656, 697, 792) u. 1 mal in den Eom. 
449. — Xcatpiiaij: vgl. zu 27. 

377 — 880: vgl. Cic. Tusc. III 31 
ut Prometheus ille Aeschyli, coi 
cum dictum esset 

Atqui, Prometheu, te hoc tenere 
existnmo , 

mederi posserationem iracundiae. 
respondit 

Siquidem qui tempestivam me- 
dicinam admovens 

non ad gravescens vulnus illidat 

manuB. 

378. Menander fab. ine. 83 Mein. 
IV p. 240 Xvnif}g iax(fcg iaxiv av- 



1 



nPOMHeETX: dESBCSiTHS. 

ilP. Ärv ttg iv xmQm ys (iaJiJ^66fi nduf 
xal ffti} öffwdävta 4hßiiip löxvaivg ßltf, 

SlK. iv tp afo9v(iBt&&ai dh 9uA tokiiäv tiva 
offäg ivov69ev ifi(iiiaf\ dtdu6ni fM. 

UP. fiox&ov xspiööov xovgt6pow x* tvitftlav. 

SlK. la lu t^da t^ vö9ip vwf%tv^ iiuX 

%i(f9usxQV €V q>QOPOvvra f»i} q>fovBtv daxstv. 

HP. ifiov ioKrflBt, rafixXaxijfi* elvai toäs. 

SlK, 6aq>£g yL* ig oZxoi/ 6og Ao}^o$ öti/JUi Tcahv, 
nP. fii} yuQ 6h ^ififvog oviiog $tg i%ft(fav ßdlr^, 
SlK. ^ r^ viov ^uxovvu TtayxQtcvitg Sd^ag ; 
iZP. tovtcv q>vld<t6ov ft9/ sror* äx^söd^ xiccQ, 



fö 



sad 



38» 



390 



^^tmoig Idyog' iffviijs ya^ ovtos 
mov oi matat üoipntatoi dmrop 

379. Up T»ff fo xai^tt yB fial- 

ßCai durch itq>ifiydoiig ist die Yor- 
bteUang einer uescliwalst (tamor) 
erwecKt; nach dieser Vorstellung 
ist dem Toranegehenden loLtqoi ent- 
sprechend der Ausdruck ffew&hlt; 
der Zorn l&sst sich behandeln, wenn 
er ausgetobt u. durch die Zeit das 
starre u. rauhe abgelegt hat (f^aX- 
^Mnv deutet das weiche u. dem 
Dnicke nachgebende der gezeitig- 
ten Geschwnut an), nicht wenn er 
noch in Wallung u. G&hrung ist 
(9fv9&v' l9%v^9j «vpoHrTOc, axZi|^- 
^ Herrch.: oie Geschwulst, die 
lidi erst entwickelt, ist wie yoU* 
gepfropft, fest u. hart u. rflhrt sich 
^uüanft an); ImuIvbiv 'die Ge- 
bchwulit ausdrücken' vgl. Aristoph. 
Bsn. 940 oldcvcmf {zr[v tixvrjp) . • 
^^pfowa. Durchg&ttgig ist hier 
eigentlicher u. bilalicner Ausdruck 
gemischt. — nino^a tpagiittnivB^v^ 
*n mpd führt der SchoL als einen 
Satt des Antes Hippokrates an. 

381. Ueber die Stellung Ton dl 
zo SSL 

3^3. Des weiteren Bedens dber- 
vteig antwortet Prometheus hier 
^ 384 knn aiwebiuiden, bis auch 
!>^«aiiee fagerbdi wird u. der Dia- 
log in Stichomytiüe fibergeht BVfJ- 



Ü^iav: evtiQ-ia neben svif^sta wie 
AfpsUa neben mt^Xsicu Ueber die 
Bedeutung des Wortes vgl. Thuc. 
III 83 ovta notaa Idicc *atiax7j xa- 
notQtmiag dca tag nciütic xä *EX' 
liivm^y nai to svti&bsj ov xo ybv- 
vaCop nXsiaxov (tBxixn, xotxayBXec' 
0^1» ili^aviü^, Plat rep.^UI 4pOE 

«opi^offtevo» HaXovpLBv^ «S; cvff^eiatr, 
dXXu xfjv mg iXifi'Ag bv xb %al 
*ecXmg x6 if^off utaxBCXBVttüfiivfiit 
diavotav u. das Wortspiel bei De- 
mosth. 18, 228 «axoq^« 9^ mv, 
Alöxivri^ xovxo nctvxBXmg Bvri^Bg 
tßriSrig %xb, 

884. xji^B xf poata po€Biv: vgl. 
Soph. Trach. 544 vovovvxi %Biv» 
noXXa xi^B xj vocipf £1. 660 iaociv 
ipXaßsi: ß(a>. 

386. ifiov SoniqaBi : 'es wird sich < 
zeigen, dass ich mit dieser 'Schuld' 
behaftet bin Recht zu haoen, wäh- , 
rend man im unrecht zu sein > 
scheint, nicht du*. — ^a(inXa%7iii€c 
ironisch, wie voraus voütjt. 

387. aog Xoyoff bezieht' sich nicht 
bloss auf den unmittelbar voraus- 
sehenden Vers, sondern auf den Ein- 
druck der ganzen Unterredung. 

388. yccQ gibt die Bestätigung 
des vorausgehenden. -^ l^ffnvog: o 
olnxog^ Schol. — ov^og: vgL Pers. | 
699 xfjv iifkrjv «Idm itB^Big, Krfiger I 
I § 47, 7, 8. 

389. 9iap: zu 36. — Ueber den 
Acoutativ fl9^g vgl. Krfiger II 
§ 46, 6, S. 



66 



AISXTAOT 



IIP. 6tdllQVj HOiiLiioVj 6^B tw ncLQitna vovv. 
HK. 6(fiiioiidvtp {loi rivi^ ^iDt;£ieg Xoyov, 

ret(fa69uXijg oiavos* &6fUvog dd zav 
öta^fiotg h olxdo$0^ nifi^sMv j'oi/t;. 

XO, 6tdv& 6s tag ovXofidvag xv%ug^ UfonffiBv, 
iaxiyvtSletuHxa d* äx* o66mv ^adiv^ Xbit 
ßoiidva ^dog leaQBucv 
v(nioig hsyia xayatg. 
aiidyaqfta yag tdde Zivg 
Idloig v6fLOig xQatvvmv 
vnB(f^(pavQv d'sotg rotg 
niqog dvdeinvvöiv al%\uav. 



BQ5 



400 



405 



391 f. Mit dieser Antwort zeigt 
OkeanoB, wie wenie seine Gesin- 
nung der des PrometEexis entspricht. 
Darum erwidert Promethevs mit 
Emphase niXXov, nop^itov^ tfo(e. 
Ueber das Asyndeton vgl. zu 56 u. 
unten 937, Soph. El. 632 im, xe- 

393. OfffMofiivqt — lüyov gibt 
den Sinn wie wenn es hiesse-: 69- 
ßwi^ivm 1101 i^aväag OQftaaQ'ai 
(„es bedarf der Aufforderun£[ nicht**). 
VgL277. — Okeanos spricht mit 

?em Ausdrucke schlecht yerhehlten 
Aergers. Zugleich deutet der Dich- 
ter die Art u. Weise des Ab- 
tretens an. 

394. tffaiQü: vgl. Verff. Aen. Y 
216 mox aere lansa (columBa) quieto 
radit iter li<}uiaum, XI 766 aethera 
verberat alis (aquila). Hier von 
der Bewegung der Flügel des zum 
Fluge sich anschickenden Thieres. 
Damit setzt sich die Maschinerie 
in Bewegung. 

397—436 erstes Stasimon. 
Das ionische Mass entspricht dem 
wehmüthigen Inhalte, welcher an die 
Worte Fr. v. Sohlegels erinnert 'Es 
geht ein aU^meines Jammern, so 
weit die stillen Sterne scheinen, 
durch alle Adern der Natur'. 



397. Die epische Form ovXofif- 
90( findet sich zuweilen in lyri- 
schen Stellen der Trag^er. olofkt- 




09flll990Q^„- 

segnet') dem Segenswunsch ofaio. 
üeoer den Gen. der Relation Kro- 
ger I § 47, 21. 

398 ff. daxQvaiaxuxzcc adverbial: 
vgl. Eur. Or. 410 tv9a{lfsvta^ d' 
dnotoinn liyeiv, Phoen. 310 ii6U$ 
tpavilg aslnxa Tutdoninta. 1739 on- 
aQ^ivsvt* aXniiivTi^ Sopn. Ant.527 
mtXaifilwu %dta daxQv Xsißoiiivrif 
El. 962 aXentga yTjQccainpvaav dpv- 

?\,ivaii TS. — (adtvov* XiittoVy 
a%v6vy gvnivrixov, änuXov, sv^td- 
auatov. Mit gaSivo^ fiog (Alli- 
teration) hat der Dichter das ho- 
merische xigev Öd^Qv (IL 3, 142; 
19, 323) wieaergegeben. — voziois 
ixsy^a nayais : rei. Soph. Ant. 1123 
tfyQtov ^IcpLTjvov gsi^QioVf Eur. loD 
106 vygaig ^avlaiv voTsgop^ Herc. 
98 da%(fv(ff00vg nijydg. 

402 ff. afiiyttQxa ^vgl. 143) xddi 
abhftngig von ugaxwftov, — tdCotg 
poaoig : vgl. 186. — ^-ioCg xoig nd^oq 
vgl. 161. — «hri 'die Lanzen- 
spitze' hier metonvmisch för Ge- 
waltherrschaft: vgl. Oho. 680 yv- 
vainsittP IcxoXfkov al%yMV, 



nPOMHdElT ABSaiSiTSS. 



67 



6xdffio$y 6tivov6i xav öäv 

6W0IUUfLWaV TB XlfULVy 

6x0601 r* inoutov äyvag 
^ji6tag Sdog vaiiovrai^ 
fLiyaXo6t6voi6i öotg nr^ 
inaöi 6vyxdy^vov6y tvaxoL 

KoX%ldog Te ySig Svoixoi 
xof^ivoi iMixag atfiCtoi 
iwl ÜKV&ijg OfuAo^, ol yäg 
h%axoiv roxov aiig>l Mm- 
otiv i%ov6i Xii/LvaVy 

*A(fiag t* Sqbiov av^og 



410 



415 



420 



406. ffTovoev Xila%9 (transitiv 
'ertönen lawen'): vgl* Aj;. 711 «ro- 
iv9^9¥ (itiya nov ns^n, Pen. 
944 ijff« rot %al naifdvQtov, 

4ffltjny€iXo0x^lkova: vgl. evfiop- 
fov n^atog Cho. 4SK). — aQxaionont^ 
OD G^eiuatz zur jungen Herr- 
Bdiaft des Zexu. — ivniq^oi ergänxt 
aach Od. 8, 29 i}^ noog rioCw ^ 
(•«f^iW uv^^mwopi West n. Ost, 
AoifÜbrimg von ngonaüa 2<d^. 

409. 9VifoiMuaiptovz ^ des Atlas 
Q. INrphon, weiche beide in der 
wefiüclien Gregend dulden. 

410. Ikotxoy Idog 'JaCag vifiov 
t« * 'Aüiav htoinovci; inomov 
liekt in allgemeioer, bloss den 
Begriff 'Wohnung' angebender Be- 
deutung ('Wohn-Sitz'). Mit Unrecht 
denkt aer Schol., welcher iwomog 
in ipecieUen Sinne nimmt, an einen 
AnachronitmoB {ovMa yciQ ijp ixin- 
«•(^fiftt xoig '*EXlfi9iv ii 'Aula). Za 
Mug idog vgl. *Wa%7ig idog Od. 
13. S44, €hißrig Udog 11. 4, 4ü6. 

. 414. ^ övynaßpovan nicht avv 
n^t> nnnvovm (Schol.), sondern wie 



oben awacx^lav llSl , 243), tfo^»- 
«orcfy (274); vgl. Enr. Ale 614 ^%m 
%a%oCci öoiai tfvyxaftvoir, 'tinvov, 

416. nao&hoi: vgl. zu 728. — 
ftttjas aT^ecTTOi: vgL Soph. 0. B.- 
885 ^Uag ^ atpoßjitogy Sept.^ 875 
«aicoy a«^aoy«s, Fers. 51 l6y%rig 
axfiKtvsg. Krüger II § 47, 26, 9. 

417 f. ZTLV^fif: zu 2. — of: cxriiika 
nifog To üri(ifCCii/oiisvov, vgl. 421, 805» 
808. -— ya; i^xecrov tonov : ygL^66fi^ 
Soph. Trach. 1100 In ioxatoig 
tonoig. 

420. 'Jglag (vgl. Anhang): Choeph. 
423"i^ptpf, wozu der Schol. bemerkt 
IIiQ0i%6v , Hesych. *AQt£ag nmlovg * 
i7c|»tf(xac' "Aqhoi ya^ iO-vog Üs^- 
üinov. * Ao£a g ttjpeiof ein etymo- 
log^hes Wortspiel: vgl. frgm. 305 
xovtov 9* indntriv inomi xmv av^ 
rov xanavy auch Eum. 156 Svsidog 
^£ avti^atnvy Pen. 995 iffHov x* 
'JfX^QV^* II. 6, 201 fixoi 6 xtt» ni' 
diov xo 'AXf^tov olog aXaxo u. zu 
86 u. 692. — ap^-og: vgl. Ag. 197 
Sp9og 'ApytitoVj Pers. 59 av&og 
üe^ldog atag oCxsxai avdomVy 59, 
252, 925, Suppl. 663 fißag 9 Sp&og. ' 

5* 



68 



AISXTAOT 



) 



Kavniaov xiiMg vifkovcw^ 
ieuog ötQcctoSj oivXQa- 

(Aovov i'^ X(f669ev allov iv novoig 
dafkhn \(kiiumkavto8i%iHg\ 
Titäva [kvfiaig] slöidofucv 9sov 
"Atkav^* og alkv vitsifoxov ^ivog xgecrmov 
(yaiagy ovQciviov xe xolov vck>rotg vxoötsvdici. 

ßoi 81 icwxiog %kv8mv avf^niwavj tttdvei ßv^og^ 



425 



430 



421. v^iiiQfiavav noUüiiui da- 
mit iflt wahncneinlich du hoch- 
gelegene Ekbatana CAyßdxava Pen. 
961), die Hauptstadt der Meder, 
gemeint. 

422. Kavnacov nilag: eine Be- 
stimmung, wie die vorausgehende 
dfitpi Maiaxiv U^vav — vlyLOvcivi 
Yffl. Eum. 1019 JlaXXa^off noUv 
vifkOPz$g.^ 

423. olvil>XQmQog: vgl. ßavnQq>QQgf 
avSQOftiffQog. — ß(fliuo9 iv td%- 
liaig : vgl Eur. Phoen. 113 nolXoCg 
^hv tnnoig, (ivffloig 9* oxlotg ßqi- 
fMur. Zu iv atffkoig vgl. Eur. El. 
321 lurl oxrinto h otg '*EXltiatv 
IctgaxrildxHt 2en. Mem. III 9, 2 
iv niltmg ital dtLovtioig liiaytavi' 

425. Zu dem Gedaoken 'ich 
beweine deine Qual mit der ge- 
sammten Menschheit' bringt die 
dritte Strophe noch das einzige Bei- 

Spiel einer ahnlichen Qual, welche 
ann selbstst&ndig geschildert wird 
der Ausführung homerischer Gleich- 
nisse entsprechend. DieVergleichunff 
von Beispielen der Vergangenheit 
findet, sicn öfter bei den Tragikern 
Cho. 608 ff., Soph. Ant. 944£, El. 
837 ff., Phil^ 676 ff., Eur. Med. 1282 
^av Sri nlvio (ttecv xmv noQog yv- 
vai%* iv ipiXoig tiocc ßaltiv xinvoig 
%xLy Hipp.646fi;, Herc. 1017 ff. 

426 — 480. Die Besponsion mit 
der Antistvophe ist aurch Inter- 
polation entstellt. Vgl. den Anhang. 



426. detfkivta iv novotgz iv steht 
nicht^ wie z. B. Fers. 251 iv^ pLii 
nXfiyi ncctind'etoxcci nolvg oXßog 
u. 5. statt des blossen dat. instr., 
sondern bezeichnet das Verharren 
in der Qual {novoig ivstsvyfiivov), 
rßi zu 168. ~ anaiunfxoSixoig (eine 
Handschrift ddccfiavxodixoig) Xvfuus 
ist aus 148 interpoliert. — i-tov wie 
sein Bruder Prometheus. 

429 ff. Zum Gedanken vgl 348 S. 
Noch allgemeiner als dort ist hier 
von einem Tragen des Himmels o. 
der Erde die E^de. Doch li^ in 
dem Ausdruck ed-ivog yalug eine 
Andeutung der eigentlichen Vor- 
steUong von der An u. Weise des 
Tragens. Denn während das Him- 
melsgewölbe eine drfickendeLast 
ist, kommt bei der Erde, welche 
niedergehalten werden muss, die 
Stärke, mit welcher sie dem 
Drucke des Fusses entgegen- 
wirkt, in Betracht. — noXovi vgl. 
SchoL zu Aristoph. Av. 179 nohov 
ya^ ot naXa^ol ov% mg oT vuQX$oot 
ari(i,$i6v %i (Punkt) %ai nigag ä\o' 
vogj illa xo mgiitav anav, Evgi- 
niSfiß Uugi^Oi ßrgm. 597) «voj 
*Axldv%%iov xrigovai noXov*. — 90- 
xoig vno6xivdiei d. L vmxoig ßa^xa- 
imv exivdtei. Doch s. den Anhang. 

431 ff. Die Situation des Atlas 
wird weiter ausg^alt. Fluctos 
marinos <}uasi misericordia Atlantis 
tangi finpt, q uia Atlas haud procul 
a mari m Mauretania stare fere- 



nPOMHOETZ A££M52THS. 



69 



obttif6v. 436 

HP. liij TOI xXid^ doxitrt fii}^' avtadia^ 
öiyiv lu' öwpoia dl dasnop^ai xdap^ 
6(fmv ifMwtov &ii x(i(wösXwf^svov. 

xaitOL 9sot6i tots vdoig xovTOt^ yiga 

tig aXlog ij *ya xavtiXäg 8uiifi6ev\ 440 

aXk* avxa 6iy&* md yaQ aldvüuciv av 

vf^lv kiyoiju' xav ßgototg dl TCqyLaxa 



btttiff (Schute). — fv^nCrifmv näm- 
lidi'ilTlarr» ^zwdtiwxix Mit Atlas 
gtOhnt die bei ihm brandende Woge 
XL ?on ihr Torbreiiet sich &m 
Stöhnen zur Meereitiefe, von hier 
nm dunklen Erdengrand. Ebenso 
stöhnen die Flüsse, deren Quellen 
beÜQ Atias entspringen. Mit foä 
9\ %ivxi%q mXvSmv av(i,niT9e»p vgt. 
Hom. iL 14, 394 ovxi ^aluccrif 
«v^a x69Wf ßodqi noxlx^gaov %x(, 
433. 'A\cdog pLvxog yäg: von den 
zwei Genetiven steht der eine {yäg) 
in näherer Besiehnng su dem re- 
gierenden Snbstaativ als der an- 
dere, vgl. Spph.^ 0. G. 669 täo^i 
ns^af T%ov tot »f aTitfTa ya( inavXa, 
hu. SnppL 63 xatpmp ^oofiava yaiag, 
OjcL 298 fi X9 Sovrfiyü dittf 'A^dvag 
••( v«a(7v9og nixqa» AxSog be- 
zeichnet hier in weiterem Sinne 
die dunkle Welt der Tiefe.^ — Zu 
dem Asyndeton axip$t — vnoßifi- 
f»it wie tur sransen Schilderung 
▼gl. Sept 900 otrvinn 9e %al n6Xi9 
•tovos, €xtv9vüt «v'^oi, üxivii ni' 

436— -626 zweites Epeiso- 
dion: Prometheus und der 
Koryphftos. Durch die Er- 
innerung an seine Wohltha- 
ten im Gegensatz zu der 
jetzigen Misshandlung (438) 
verbittert sich das Gemfith 
des Prometheus immer mehr. 

43$. pk'i xoit vgL zu 625. 

437. tftyätr: ygf. Einleitung S. 90 
]-23.,- 9vP9^ia : vgl. Soph. Ant. 278 
wi TOi, fii| xinal ^niaxow^ xovq" 
fe» »s^j 1] {wfo»« pavXivH nd- 



Xaiy He^od. I 88^ ^ dl cvpvoi^n Iro« 

g99og tjcvxog ^v. Die durcii oie 
etrachtung der Qualen erregten 
schmerzlichen Gedanken sind durch 
xaCxoi ^-'dio^iffsv; angedeutet. — 
ddnxouMi %iaQ: vgl. Hom. Od. 1, 
48 Saitxai i7T0e, II. 6, 202 o«r ^vp^ov 
%axidwvf ipse suum cor edens bei 
Ennitts. 

439. toiItoi;: mit dem Aus- 
druck tiefer VeraMchtung gesprochen 

('istis»). ^ , , , , . 

440 1. xig alXog ti 'ym: Sid x& 
aviißaXia^ai ^iX nutxd xwß Thxi" 
vmv Schol ve[l. 219 mit 999. Dieses 
Verh&ltniss ist durch ^avxtXSig 
('wenn man auf den Grund zurück- 
geht') hervorgehoben. 

441. Mvietiaiv Stv vfiiv Xiyotfu: 
Vffl. 1040, Suppl. 742 xal Xiym XQog 
ilSoxcCj Ag. 1402 ff^o; ilSoxag Xiym^ 
IL 10, 260 elSoat yd(f xoi xttvxa 
Ikix* *AQyBtoif dyoQBVBig^ 23, 787 
iMaiv vpk\L i(fitD ndai9. Find. 
Pyth. 142 tldoxi tot igiiOy Soph. 
0. C. 1539 xd pklv rotttvr' ovv Bi- 
96y i%Mdü%ofiBv . Eur. ^ec.^ 670 
ov nat90V stnag, BlSoaiw 9* AvbI- 
d»aaff, Orest. 1183 bMx' ij^ofii^y, 
Herod. ni^lOS iniexa^hao^ xotct 
'^EXXriat.^ ov cvyygdfpa^ VU 8 int- 
tfTtffiiyoia* Bv ov% av xig Xivoi, 
Thuc. II 86 y^amqrfyoifBtv h Bidoaiv 
ov ßovXopkBvog tdctOf Plaut Psend. 
996 novi: notis praedicas. 

442. xdv ßgoxol^f Sh «iffiava: S 
bI%o9 nijiiaxa n^np Schol. Die 
gegenwärtigen Zustande der Men- 
sdien sind bekannt; desshalb ist 
zur Angabe der Verdienste des 



70 



AIIXrAOT 



a%ov6a)d^ 0g 0^^ v^Miovg ovtag v6 mqIv 
Iwovg SdTiKa xal ipfBväv ixijßolovg. 

aAA' &v iiimK evvouev iiifiyov(iSvog' 

ot icgma y^hß ßkinovxBg ißlexov fuvrqi^, 
xlvovtsg ov% ijxovavj all\ ovBiQatenf 
aUyxtOL fiOQfpatöi xdv nax^fov ßiov 
kfvifov elxy xdvtUj xotrre nliv&vq>stg 
ioiMvg XQoöeiiovg i^ovj ot; livkovQylav' 
iiaxfiiyv%Bg i* ivmov &0x^ aij6vQ0i 
liVQiMpisg avxffnav iv fivxotg avtiUoig. 



445 



450 



\ 



I 



PrometheuB die Schildenuig des 
früheren 'Elendes der Menschheit 
(447 ff.) nöthig: in diesem Sinne 
sagt Prometheus^ nachher Xiim Sh 

444. tpQBväv inrißolovg: ^vffl. 
Soph. ,Ant. 492 IvacSöov avttlv 
ovo innßolov o^evov; Porphyr, 
quaest. Homer. I to^ dh iniißolog 
oti(uti9ii rov intxvxti %ctl iynQaxii 
«sro x^g ßol^g xori xov ^ßäll$iv, 
IkupoKlrig Alnpkaiavi ^it^' tv wo- 
vijeecvt' iloiSoifii na^g tp^sv&v /«ij- 
ßolov nalav Oi*. 

446. itipk^tw i%mv : Soph. Ai. 179 
ooi xiva iLOfkfpav iirnv^ £ar. Phoen. 
773 moxB flo» fto^fpiig iz^iv, Or. 
1069 %v fihv TCQwxd aoi fioatpfi* 
ija, vgl Soph. Phil. 322 ixng 
iynlillk AxQtiiaig, passivisch Thao. 
U 41 r» vftfi%6a naxttfkiu/flJiv itti 
(17 xollg] dg ovx vn* a^tww a^- 

446. «v didax' svvoiccvi 'wie 
gat es mit meinen Gaben gemeint 
war' Tgl. Krflger I § 47, 7, 6. 

447. nomxa {ißivi dem entspricht 
i^v S* ovSlw 454 (yjffl. 707-9, 1016 
— 1020); das dritte ist mit %al ^ijV, 
das vierte mit xal angeknüpft. — 
to ^ n€tooifiiAdeg i^tiyei^xai ^ vovg 
OQ^ xal ifovg dxovsi* Schol. {vovg 
OQH xal v(^g dxovsi, xilla xoMpä 
xal xvipld ist ein Vers des Epi- 
charmos). 

448 f. ovBiQaxiow dUyxioi iiOQ- 
waioii vgl zu 548; Arist. Av. 687 
avi^ig BtxilovBiQOi. In anderer 
Beziehung heisst es A^. 1218 ovbI- 
^mv nQooqiBQBtg pkOQipmiuaoi, dXly- 



xtoff ist ein homerisches Wort. — 
xov fi^axQov ßiop um aussndrficken, 
dass es sich über die ganze Daaer 
des Lebens (to i^^xog xov ßiov) er- 
streckte, wie wir sagen «den lieben 
langen Tag». Vgl. £ur. Hipp. 374 
vvxxog iv iiaxQiß XQOVip u. 637. 

460. ifpvQOP bIx^i vgL Ear. 
SuppL 201 atvu a*' Sc fi^v ßiatw ' 
ix UBwvQfiBvov ^ xal d'fiQimdovi 
d'Bciv iiBCxaO'fiijoaxo und die bei 
Stob. EcL phys. 1 1 erhaltene Stelle 
eines Tragikers: ^IWs»« «««ijc/E^; 
XdSog xal avgifidxfov ßiov ^toNtijf | 
ovTa «r^ltr nBfpvQfkivov djjoeiv 9* 
oj/koiov. nroflSra ahv xov navifinpov 
a(fi^(i6v fivgnx' I^o^ov ao^ioiidtaf 
(Tgl. 459), aazu die längere Be- 
schreibung dieses Urzustandes bei 
Lucret. V 951 ff. — ovxs — ov : vgl 
479, Cho. 291 ovxB %jfax^^og ^SQoq 
Btvai ykBxaoxBiv^ ov fptXoonoviw 
Xißogy Soph. Ant. 249 ovxB xov yt- 
vfi9og iv nX^yfi'j ov dtxiXXrig w- 
ßoXii , 0. G. 972 OVXB ßXdexag na 
yBVB^Xiov naxQog, ov fiijxgog bIzop. 
Enr. Or. 46 iSo^i d' '^A^yBi xadi 
(tkij^' iqii^ag axiyatg^ firj nvQl diti- 
tfäai liijxB ngoCfpmvBiv xiva, Tro. 
934, fr. 326. — nXiv^vfpiig (nur 
hier) 'lateribus contextus'. 

451. %QOOB£Xovg (BtXfi 'die Son- 1 
nenwärme') Tgl. mit nQooriXiOiy^ 
dvxflXiog. — üeber die attische Form 
^oav TgL Krüger I § 38, 7, 3. 

452. driov^i 'agiles, alacriter 
discurrentes' (Schütz), 'wimmelnd' 
(aus der Wurzel aa- mit ein^m an 
die Wurzel tretenden o\, 

453. Vgl. Homer, hymn. XX 



ifv i* ovdhv €efirotg wte xBificctog xiuiucQ 
WC iv^sf^aiovg ^ffog qvxb uafzifiav 
Oipovg ßißaiovj akli kvsq yvmfifig x6 nav 
hcfaööovj lg xb d'q ötpiv ivxoKag iy<o 
aaxffwv iÖBiJia xdg xe dv6%QCxovg dvöeig, 
xal fiijv a^id'fiov, l^oxav 6oq)i6(uixmv ^ 
^^(fov «öxotg, ygaiifiiitaiv te 6vv9ittsig^ 
ymi^riv ixavxavy fuyvöOfujxoQ^ i(fyavfiv. 
TcatiBvia KQOxog iv %^ol6i xvmdalcc^ 
ißvyliuöi davXavovxa ödy^aölv 9* on&g 
9vfpiolg iisyi&cmv iuidoxoi iioxdijftäxonf 
yivotvf^\ vfp* oQlia r' tjyayov tpiXrifylovg 
l%%Qvg^ Syakfia x^g vxsgnlovxav {iUJ^^. 



71 



405 



4M 



405 



Hfp€MX9w ... Off ßM% Ad-fiPaiifg 

9V^H19 flitt ^^<ff. VV9 91 , , . 

mifloft iuiyovütv ivi a^exi^otai 

467. ütplv: zu 252. 

4M. Sv9%i^£xovg gehört auch zu 

molmgi ^Dichter üeben Wörter, 

die zwei Gliedern gemein, ins 

zweite zu rücken, tun es zu kr&f- 

tuien n. beide enger zu knüpfen. 

Vgl £1. 105 ftfr' av najiwivyitg 

aaxQmw £inug^ Xivaaa dh toS ^fiaQj 

9)9 ^Svg ovSh ffri^v^l ^v^ze^iffi« 

0. C. 1899 ohioi Ktltv^ov trjg % 

^ftijg SvtntQailagf Aesph. Ag. 589 

V^afiM» aXaciv 'lUov x* dvd^xaaiVj 

£am. 9 liscbv 9h Xiikvriv Jnltav 

u ffM^^a'. (Sohneidewin zu Soph. 
n. ^.^ - '* _ _ ^^^i nmltnng 

' .) Vgl. zu 
,206 6xiß9i 
nodw oaoioi toT^ t' iykoZaiv Cf»- 
f «^tiff, £ar. HeracL 158 tlg yotyog 
r« «al xa xm99' olxxia^uxa ßlifffag, 
Med. 1866 Sßoig otxi «ol vso9fi^xig 
ycrttot. Zu cvauolxovg führt der 
ScfaoL als Beispiel an: ofor 'Slgiiov 
ort ^v«v jaifM»»« sroisf. 

469 f. Mtl (i^v ^ferner aber': zu 
246. — a^i^mo9 • , VQafiiiaxap X9 
•w^itffiff. Üie Erfindungen der 
Baukunst, der Sternkunde, Zahlen- 
lehre u. Buchstabenschrift werden 
bei Sophoclet frgm. 379 9vxog {na- 
^f^Y?) ^' i^HVQi xtixog 'Aifyi/av 




cxQttxd^ oxa^fkAv t', a^t^ftoiy »al 
Itixi^mw BVQijfiaxa • ., i^tiVQt 9* 
aexqatp fiix^a Hol 7tiifiax(foq>dg u. 
Eunpides frgm. 582 xic x^g ^i li/- 
9fig tpaQf^mi 6^aaag ^dvog atpwva 
Nttl ipoivov9xa ^vllafieig xb 9'tlg i£- 

3VQ0V av^Qwtotciy^dikaax* $i9ivat 
em Palamedes zugeschrieben. 
461.^ ItoveoiiTjxoQfc: Hes. Theo^. 
52 Movaai 'Olvßnicc9Bg xovQai ^iOff 
alytjxotOf xag iv JJiBQf^ xi%B Mvfi- 
fAOffvsn}. Statt iffyaxig Movcmv 
wird iivij(ifi dichterisch als i^ytivti 
(kovcofiiixaQ bezeichnet. Vgl. noch 
zu 241. 

463. ^Bvyltetat 9ovIbvovxu ca- 
yykasCif xBi so werden im Lat iu- 
gEÜia u. clitellaria inmenta unter- 
schieden. Zu tBvylai9i 9ovlBvovxa 
▼gl. 968, Soph. 0. a 105 (lox^oig 
laxQBV9ap xoig vttBQxnxoig. 

464. 9id9oxot: rgi, 1027 u. unten 
das IV. Frgm. des Jl^oftk. Ivof^BPog. 

465. jfilfipiovg (Tgl. Find. Pyth. 
n 11 ÜQaaxa nstcix^liPtt) steht 
proleptiscn. 

466. a^alfia xng vnB(fnlovxov 

ilt9ng: Die Liebhaberei an schönen 
Yeraen war bei den Athenern sehr 
rs u. in Pferden wurde bei ihnen 
kostspieligste Luxus getrieben ; 
so rühmt sich bei Thuc. Vi 16 Alci- 
biades der Pracht xijg ^OlvfutCecg 
d'Btß^iag -^^910X1 ^aQliaxa (ilv inxa 
«a^i|Ncr, oaa oi9Big nm i9itaxtig 
nQOxsQWj Tgl. Herod. VI 35 MlI- 
xtu9rig imv otnifig xB^QinnotQOfpovy 
[Demosfh.] 42, 24 titnoxgotpog aya* 



1 



72 AIXaCXAOT 

Xivoxtif* TjVQe vavtCkmv ixiifwta. 

toutvxa iifixaviillut* S^ivfmv tdkccg 
ßQOTOtöiv avxog ovx Ixca 66q>ufii* or^ 
t^g vvv xafwörig xijii&inig aicuXXayß. 

XO. nixov^ag ainkg s^f*'' Aico6ifmlBlg ^ffwiv 
nkttv&j nanog d' iutfog &g tig ig v6^w 
x$6mv ä^ftfig nai 6su%n6v ovk ixMig 
avfstv onoiotg ^QfLcauHg td^titog. 

IIP. ta kouid iu>v^nXvov6a ^uviidöet xldov^ 
otug ti%vag te xal «oQOvg iiifiödiifiv. 

to [ihv iiiyifftovy et tig etg voöov xi6oi^ 



470 



475 



^6g iaxi (^aivinnog) xctl atlottnog 
Sri viog itai nlovaioe %al iüxvQOQ 
avj besondert aber den Anfang von 
Anrtoph. Wolken. 

467. illog uvx Imov: vgl. Soph. 
0. C. 488 »cf Tic aZXoff avxX eov, 
Ai.444 allot avx^ if^ov,Ew[, Herc. 
619 SxXog ivxl 9ov ««»^o;. Hei. 574 
ovH fsxiv aXlfi aiq xig avx' ifiov 
ywfi. Dazu Enr. SuppL 419 o 709 
XQovog fkdd'riatv iifxt xov Tttj;^*«^ 
n^siaam xi^riaiv, 

468. UvonxBqai bo sagt EnnioB 
(bei Serv. zu Verg. A. 1 224) nayee 
yelivolae, Ovid. Pont. 4. 6, 42 ra- 
U« velivolae, vfi^. Snppl. '^84 v^bq 
wnvntfQO^t Enr. Hipp. 762 m X^wto- 
nxBifs no^fii$i Od. 7,86 visg mnBtta 
mg tl nxeQovfih «roijfta, 11, 126 
iviigt* tgsxiidy xä xi nxioa vijvtfl 
TciXavxai. — 6xii(utxai Tel. SnppL 
38 (try oxo> x«xviiQtij Od. 4, 708 

aXog txnot av^^dai yiypovxai^ Soph. 
Trach. 666 noXv%eut09 oxi^/emi vaogt 
Enr. Iph. T. 410 väiov oxnf^' 
469 f. Vgl. Bor. fr. 897 ^ino 



( • 



aoq>tatijv oüxig ovx ^vvoi ifoipog* 

472. uiaoXaßovcKi at' tov jo^v 
xii9 invtatv xav %uxo^miidxmp 
diuvanavovci xiv vnonQtxw [Al^ 
a^vZot)]. Scbol. Zu dem Zwecke ffibt 
der EorypfaaioB, wie es bei Bollen 
Zwischenreden des Chor« hänfig 
der Fall ist, nur den vorausgehen- 



den Gredanken des PrometheiM be- 
stätigend wieder. Mit «iwov^as 
alnhg xijft' (dir ergeht es 'schm&h* 
lieh') drückt der Chor denselben 
Unwillen aus, welcher in den Wor- 
ten des Prometheus liegt Er ist 
über die ungerechte Fügoag er- 
staunt, das« Prometheus m eine 
solche Lage gekommen, in wel- 
cher er, der andern geholfen, sich 
selbst nicht zu helfen weiss. — 
dnoawtcXeig ipQivutv nXavot bedeutet 
dasselbe wie voraus ov% ffn «o- 
fpijtpktt: vg[l. Pers. 892 ifoßog^ 91 
näai fia^ßttooig naoijp yptaf/ktig 090- 
^fpaXiCaip, Eur. Iph. A. 742 iiarip 
9t', iXniSog^/f* ane^^äXiiP^ Ag. 
1680 «ffri^Xavo» ^QOPtiSog cxf^ftfiä^ 
8vmXuii,op niQi^av onaxQdnmuat, 
Das Asyndeton, weil die ErklS- 
rung von ninovd'ccg aCxhg jtrjf^tt 
gegeben wird. Krüger I § 69, 1, 6. 

474. dd'viietgi Folge des a«o- 
Qiip. 

476. Ueber das ausgelassene il 
u. das dacu gehörige cv vgl. au 42. 
Der Gedanke erinnert an Marcos 
XV 81 aXXovg icmoBP^ iavxo^ 00 
dvpaxui emüai (doch lieg[t in den 
Worten des Koryjphaios kern Hohn). 

479. 0VX8 -^ ov — 0VX9 statt eines 
dreifachen ovts (wie 464): sa 460. 
— ovxe ßQ§i9i(iap ov xp^^ev ovtf 
ntaxop: vgl. Ag. 1407 idmfop i 
noxop, Eur. Hipp. 616 noxi^u ii 



nPOMHeEXZ AESMSiTHs. 

XQBia xats^ndUiovto j Mfdß y iyA ff^iciv 
Idnli« xqd^Hg ^nimv taue^uetu»^ 
alg tag äxdöus SbufLVvcvxm viöavg. 
tQoxavg xs xolXwg futvnx^g i6xoC%i,6a^ 
xSnfiva xgmtog i| 6vHQa%ap a xin 
vxuQ yeviö^oij xiofiavag xs ivdcglxovg 
iyvmffi6* avxotg hodCovg t€ 6viifi63i0vg' 
yofMi^wpvxanf xb nxi^öw olwväv 0%i9ff&g 
duiffudy oZxivig xb de^uX qrvöiv 
svopvfiovg xs^ ual düuxav ipnwu 



73 

480 



485 



490 



Mi«T«9 ij ntnov ro tpaofut%ov^ 
Sdiol. IQ Ariit Plat. 717 fpaqpkWMv 
sct«3tiUc#ro9 : xmw tpKopkdnmv tu 
fkh im natuMlaata^ xa Shj^QiütUf 
ta i^ «OT«. Mit der nur hier vor- 
kommenden Form %i0t6g rgL nC- 
OT^o, simf^a. Nicht bloM cum Me- 
troBi^flondem ftach der Gleichklang 
Iptnop sttetov tcheint die unge- 
wObnhdieFomi yerttnlant eu haben. 

482. iqninv: vgL rjfiia ^croficnca 
ü. 4^ 818: 11, 830; ^nloici tpvlXoig 
Soph. Fhü. 697. 

484. TQonovg rt noXXovgaavtm^g : 
über diese Qoelien der WeisBagang 
(Tr&ome a. StimmeD« Vorbedentnn- 

fn, T5gel, Opfer) Tgl. Xen. Mem. 

Umpoig TC %Movtai Kai fprjiuug %al 
fvj^loi« xol ^vciaUf Amt. At. 720 
9Jiil y* ^fft^v o^vig hxivj 7ttaQit6v 
i 0^i^a xaXiixi^ Iviißolov ooviv, 
fmfiir SoptVf ^BQanovx oovtVfOvov 
offyiv, Ear. Sai^pl. 211^2 S' icx* 
a<i]|ia %ov aa^i], yiyveicxofiiv slg 
sv^ pXinopxBg, »«2 »ata onXdy%vmv 
xxviag aivxBis nQoamia^vovciv 
ülmpwß X ano, — Aach die Mantik 
eehört sa den daa Wohl der Mensdi- 
neitfOrdemden Cultureinrichtimgen. 

486. iuQiva ^der gewöhnliche 
Aotdnick» Ygh oPSi^dSi^xfigf Cho. 
37 n^xui x§ xmwd' oPit^dwttp, — 
Za dem Gedanken vffl. Pindar £rgm. 
96 ivda$ äh (Cmoit«^ die Seele) s^a«- 
999%mip i^Blimtfy dxoQ Mv^wxtccip 
h uoHoCg ivBi^ig M%vv€i XB^- 
99mv hpi^oipttv xuXbmAp xb npiciv. 

.486t Sm^: Tgl. Od. 19, 647 
OV« or«9, mll vnu^ ia^Xop, o to» 



xBXBXBanipov iazai, — xXtiSopBg ^od. 

Ji^fta») sind Schicksalsstinimen, evo- 
10» cviißoXoi Anzeichen, die ans 
beim Aasgehen oder aaf Reisen 
begegnen, vgl. Gram. Anecd. 4, 241 
ivo^iov, oxap iim^OTixai^xig xa^tp 
odSeatarxApxa Xiviap* iAf üpi in^ 
cKVTif<rn xoiovxog av^f^üomog ^ x6dB 
ßttüxdlafv i Tod«. avußfisBxai ßoi 
xodB and Cfhrysost. sa PaaL Ephes; 
4, Homil. 12: xoXX6v SBifMXxmp 
avxotg rden Griechen) j ipvt^ ubüx^ 
otov ' *o 9Bivd pkoi nQaxog BvitvxBP 
liiüwxt xrig oMccg' ndwxmg {ivifia 
dBi «er»« 6vfi>nB6Btp*. *ii(o Sh 
iifX^dvxi 6 6q>d'ciXfi6g pLOi 6 dc£»6g 
%dxio^Bv dp€cni^9jt * 9cntQvi»v xovxo 
xB%(iii^iov% Hör. carm. HI 27, 1 
impios parrae recinentis omen dacat 
et praegnans canis aat ab agro 
rava decarrens lapa Lanavino feta- 
jae yalpes. Rompit et serpens iter 
institatam, si per obliqaom similis 
sagittae tenroit mannos. 

488. fa^i^tavv%wf (IL 16, 428 
aiiwtMÜ ytiä^mrvxBg): grosse hoch- 
fliegende BanbvOgel (Adler, Ha- 
bichte, Raben) dienten cor Weis- 
sagung. miB4^Qag Tgl. 102. 

490 ff. BvBtPVfMvg XBi^ vgl. sa 
91, Ag. 444 üxivovai S' bv XiyopxBg 
xiv fisir mg fidxrig i^^tg, xop d' h 
fpfHPuSg %a7ü&g iu9wxa^ Fen, 76 
ftBiopifMig i% XB d'tcXdocag, — d/- 
aixav , . svvBdf^iai; Aach diese 
Kenntnisse gehörten ,sar Aagoral- 
lehre: sie konnten Vorbedeatongen 
menschlicher Vezhftltnisse an die 
Hand geben, Tgl. Aristot. bist. an. 
IX 1 toijp ifiofpdyoig oMarxa noXB^ 
pkBif nal xavxa xoig iXXotg' Sd-Bp 



74 



AISXTAOT 



0%JLay%v&v TS X&avißaj ual %qioMLV xivu 

Xoliig Xoßov TB xoiKCXfiP BVfioifipüxv' 
xviöij tß xäka övynakvxva xal {ucxfav 
&6ipvv %vffmö€iq iviftiniuci/tov ig xixvffu 
mioHSa tvfftovg^ nal ^Xoymxu cijfuxta 
ilcDfifioraitfa , XQOöd^BP wt* ina^sna. 
toucvta iilv 8?! tavt^' ivifi^s dh jfiopog 



405 



500 



I 



I 



mal tag Sud^iag »al zig cvV' 
sSifiag o£ pktivteig Xaiifidpovct^' 
Sti9öa (i,lv ta noU^ia tid'ivtsf, 
üvvio^a Sl ta ttqrivivovta noog 
aXXfila, Nach cti^yti^^a folgt also 
6v9id^at als techniacher AuBdruck. 

493 n. ünlaytwwv tt iMtritai 
das regierende verbam (ein ähn- 
liches wie Singiüaf iyvtioica z. B. 
f#c&(a) ist in der nachfolgenden 
Lücke ausgefallen. — Die Ein- 
geweideschau (extispicina) bezog 
sich auf Form, Lage, Gestalt u. 
Farbe der Eingeweiae. Li beson- 
derer Weise beschäftigten sich da- 
mit die fc^ooxdiroi (9vo9%6noi). 

495. tolfigi es war wohl yon 
der richtigen Lage und gesunden 
Umgebung der Galle cUe Bide: ygl. 
Eur.^ £1. 826 U^a d* slg XBi^ag 
Xaßmv Alyia&og ^^^st' nal It^og 
fkhw ov nQOCnif ünla^x^otg^ Mvlai 
ai Korl So^al zoXijg TtiXag «oxag 
ifpaivov tm axokovvti wQOößoXag. 

496 ff . %9ie^ — tixvnv: diese 
titvfi ist die iitnvoo^awtua, welche 
Wahrzeichen (anaata) aus den 
Formen, der Helle u. Stärke der 
Opferflamme entnahm. Solche ia- 
nvifa {<pXoY€anä) ci^fiata (Tgl. Apoll. 
Eh. I 144 aiötog 9h ^ton^onla^ 
i9£9atfr oiavavg t dXiynv ^S 
ifknvoa aiiitat' idia^ai) Ton schlim- 
mer V orbedeutung sina Soph. Ant 
^1006 geschildert: 1% Sh ^fiatmw 
"Hipatctog ovk iXapatBv, aXX' inl 
9nod^ u,v9mca n'^inlg (»i^^^sn^ i^ri' 
KfTO »&09» KffWsrvvs lurl ftSTa^- 
«*o» loXal üH0niiQovtOf %al utatag- 
Qvii^ (tflQol naXvnt^g iii%Bivto 



Mili^eXfig, — Nur nebenbei ist mit 
xWfffl —onfpvv auch die Lehre herror- 

gehooen, welche Thdle des Opfer- 
üeres u. in welcher Weise diese 
dargebracht werden, eine Erinne- 
rung u. nicht mehr als eine Eiis- 
nerung an die hesiodische Sage (1. 
Einleitung? S. 4); vgl. dazu IL 1, 460 
lifjQOvg t iäitofiov %atd te »v^ 
i%äXvfpav 9l%tv%a noiijcavteg, h 
avt&v S* muo^ltflcav, — pkumgaf 
oatpvv , asy aXriv ooipvv (vgl.^ Eum. 
75 dl* iqn$£(fOV iiaxl^ag): es ist das 
s. g. tBQOv ocrrovt', das Heiligen- 
bem, Ereuzende gemeint, vgl. Et 
Iff. p. 468, 28 tegdv ovz^vv, ro 

nXiitai Ott fkiya /ffrlt^ (darnach ist 
das Epitheton fiaxQcev zu erklären) 
^ oti tiQovffyiitat. toi^g d'Boig. 

499. i^OifkfMxtmaa u. ind^^^a. 
entsprechen sich in ihrer eigent- 
lichen Bedeutung; denn a^i^oq 
vocog 6(ifidte»9 (Staar) * am' ov a^- 
y9jia Httta^ ^idvfiov ta iiA ofpd'al- 
IHD9 XBvttmiiata (albugo) (Eustath. 
p.^ 1430» 60) u. ixoffyifia Xiyitai 
ta ofifMXta, Stav y tstvwXmiidvtt 
vno Xsvnmfidtmv (Hesjch.). Za 
i^ogifiatavv (^die schuppen Ton 
den Augen nehmen') vaL den 
aus So^h. Phineus stammenaen Yen 
bei Anstoph. Plut. 635 (dpvi yag 
tvipXov) i^mpkfuitmtai nal Xsldji- 
nqv9tai noqag'j dazu unseren bild- 
lichen Ausdruck 'einem den Staar 
stechen'. Was wir wahrnehmen, 
erhält gleichsam Augen für ans, 
wie tvffXig sowohl 'nicht sehend* 
i^s auch 'nicht sichtbar' heiset. 



nPOliHeETS dKSliSiTHZ. 



75 



xwfVfLIiiv^ ivd'faMOUfw ci^ski^puKtay 
Xalxdvj 0tifiQCv^ SifyvQOV xqv66p xe %Cs 

ovislg^ 6dq>* olda^ fi^ yLaxrfv ^kv6ai t^ikmv. 

ß9<tx€t ih fiv^a navta &vXlijßdfiv fuitSj 
naöui xijp^ai ßfototöiv ht IlQOfiiftimq. 

XO. /ii} VW ßooTOvg iihf dipikBi kduq^ niga^ 
6UVXW d* aTciidei dvöxvxwvtog' mg iym 
svslxtg €i(u xAvii 6* ix d^ftäv hi 
kv^hrta iMTjdhv ftetov lexv6Hv /itog. 

HP. (w xavxa xavxri [iotga xm xsksög^ogog 



505 



510 



&01. Jnßd'i^mKOuttv ist mit dem 
Terbalen SaDBtantiy m^ilmLaxa zu 
Terbinden (über den Dativ bei totpe- 
l<it oben sa 842): ygL 612, Ari- 
stoph. Nnb. 305 ovgavloig ta ^BoCg 
dw^fuitay Fiat. Apol. 30 A xtjv 
ifi^p t^ d-em v%ijQ9ei«ri auch Enr. 
Iph. T. 887 xd Tavxdlov xB d-eol' 
919 i^xuiaaxa, Krflger I § 48, 12, 4. 

503. agyvQ09 %^o6m xe: die 
beiden leisten Gegenstände sind 
für sich doroh xl verbunden u. 
ffeben zosammen das dritte Glied 
der Aafaahlnng vgl. Cic. div. I 61 
aornm et argentimi, aes, fermm. 

504. flvcai : vgl. Cic. de fin. V 27 
dixerit noo qnidem Epicums, sem- 
per beatom esse sapientem, qnod 
qnidem solet ebnllire nonnunquam. 

506. ^ YgL Enr. frgm. 864, 6 ß^axaS 
il fMi4h» noXla svllaßmv i^, 
Locret. Vi 1088 sed breviter paads 
pnestit comprendere mnlta. 

607. fin^yw ßfoxovg ahv d^dlat, 
MVTOv a* dntiSat {antidi^p ein 
epiicheB Wort) nach der im Gne- 
cmiehen beeonders beliebten para- 
taktischen Satitfflgnng für uri 9w 
0MTOV( wpaXmp auvxov ^ awjSat, 
Vj^L Demonh. 9, 27 »al ov y^dtpai 
w xttpxa^ ToTff d' iwo^ ov noni. 
In m^ilai ist nicht die Zeit, son- 
den nmr der dem oxif ^«» entgegen- 
gesetzte Inhalt berflcksichtigt 
. 609 f. Was Prometheus 476 vor- 
usgesagt hat, irt eingetreten: auf 
I den Chor hat die Schilderung des 
l^kens und Schaffens des Pro- 
I meiheut solchen Eindruck gemacht, 



dass er in überschwanglicher Be- 
wunderung meint, Prometheus 
brauche nur seine Klugheit auf 
seine eigenen Angelegeimeiten zu 
richten, um gleiche Macht wie Zeus 
zu erlangen. Nebenbei enthält der 
Gedanke des Chors eine gewisse 
Wahrheit fOr den kundigen Zu- 
schauer, indem, am Ende der be- 
freite Prometheus als ein hochver- 
ehrter CultuTffott den anderen Göt- 
tern, also audi Zeus zur Seite tritt. 
Üebrigens dient der Gedu^e dazu, 
um am die Erwähnung des Geheim- 
nigses überzuleiten und die innere 
Stimmung des Prometheus zu offen- 
baren. 

511. Prometheus nimmt das ix 
9ta(imv Iv&ivxa fknShv fiHov icrv- 
9919 Jiog an, nur l&sst er die Mei- 
nung des Chors über den Zeilpunkt 
(ovnm xalBö^OQog) u. die Art u. 
Weise der Befreiung (xuvxia ^wie 
du meinst' vgl. zu 247) nicht gel- 
ten. — liofi^a ninifmxai: vgL xrip 
n9%Qe9fitvfi9 poJbtfv Herod. I 91. 
Diese allgememe Bezeichnung leitet 
über zur besonderen Besprechung 
des Verhängnisses. — xBliatpoQog'. 
Eur. Heracl. 899 MoCf^a xalaaindm' 
xaiQa, — Zu der intransitiven Be- 
deutung von noapai * sich erfüllen' 
{ovna aoi^ifa ninf^axai xavxa xavx^ 
«^«fra») vgl. Cho. 1076 not d^xa 
«ottvci, not %axaXiii§i imaxoiai- 
wlw fiiptys axrig; — DerSchol. oe- 
merkt: ovMm^ ^o* Iv^ijpai f»«fM>/- 
Qaxai' iv yaQ xa Ifi^f d(fa(iaxi 
ivsrcrt, oniQ i^Lfpaivai AUx^Xog. — 



76 



XO. 
HP. 
XO. 

np. 

XO. 

np. 

XO. 

np. 



AI2XTA0T 
dvmg TB xcciupl^slg äti dBfSfta ^pvyyupm' 

rig ovv ivaymqg ifttlv oiaxoötQO^g; 
MotQoi tfCiiofffpoi iivijfiovig t' 'EQivvsi. 
tovtmv afa Zavg i&tiv ae^ivi^Bfog; 
ovxavv av ix^yoi yB t^ XBMQmniinfv. 
xC yotf niitfcmu Z^vl nXipf ael xqoxbIvi 
rovr' ov% av ixnvdvio fkfidl kucdfai, 
fl xov XI öBiivov iöxiv o ivv€ciixixB$g. 
alXov Xoyov f^iiiVffi^By xw8b d* ovdaiiäg 
uaiifog yeyawBlv^ aXXa evyxaXvxxA>g 
o6ov iiaXi4Sxa' x6v8b yag ^^av iya 



515 



520 



Eine Nachahmung dieses Venes 
scheint Eur. Med. 866 all' ovrt 
xitvtff TttVTSTj (i^ doHiPti nw cn 
Min, vgl. Anstoph. Eqn. 843 oi^k 
mja^ol xavt icti «o» ravti/ fta 
xov IIocBidA. 

bis. qpvyyoy«: das praesens be- 
deutet ^es ist die Bestimmang, 
dass ^h entkomme', wie 625 in- 
wvyydpa *ioh habe das Mittel in 
aen Hftnden in entkommen'. Vgl. 
Soph. Fhil. 118 affsl'Ta to^a tuvxa 
xr^ TQoiav i^opa. 4< 

514. «^Z«^« soUertia: der Sats 
' GeschicklichKeit o. Erfindsamkeit 
ist schw&cher als die Nothwendig- 
keif ist allfpmein; Promethens 
meint, die Zeit seiner Lösung sei 
durch das Verhängniss bestimmt; 
das könne er nicht Sndem u. auch 
Zeus müsse sich dem unterwerfen. 
Das letztere hebt der Chor 517 hervor. 

516. olttKoaxMipog (148): d. h. 
<^in wessen Händen liecrt die Aus- 
führung des ewigen WeTtgresetzes?' 

516. x^iiio^on d. i. Ifi^og 6v6' 
fjMxog (Moigag) xQS^g ffOQwai^ wie 
umgekehrt Fal^a nollmv oropktixwp 
fiOQfpi^ fkla 210. — fivfjftavig: vgl. 
Ag. 156 naXivo^og oinovofM^ SoUa 
pLvdfMttP ffti79^; Eum. 882 beseich- 
nen sich die Erinyen als %a%mv 
pkpijikovegf aepkvai %ai SvmtaQiJYopoi 
ßgoxoi:^. Die Moiren sind die Ver- 
treterinnen der ewigen Gesetze, die 
Erinyen wachen über ihre Aus- 
führung, indem sie deren Verletzung 



schwer ahnden, vgL Eum. 334, wo 
die Erinven sagen xovxo yag ^«xos 
3loti^' ini%Xna9v ipacidmg itnv^ 
fhfaxwf xoiBiv avxavgyCai («^«i«»- 
tfiv fiaratot, xoCg oua^cf^, o^' 
«fr y&p vnHJf^ff^ n. Hesiod. Theog. 
217 %al Moigag %ai K'qgag iytivaxo 
(Nv^) vfiiiowoivovg (die erbar- 
mungslos strafenden Keren haboi 
dieselbe Bedeutung wie die Erinyen 
Vffl. Sept. 1054 w^§gBiy§V9ig JT^at c 
*Ei^ivveg und Eum. 821, wo die 
Ermyen gleichfalls Kinder der 
Nacht genannt werden). — Dieser 
Vers zusammengehalten mit 910 f. 
zeigt, warum Zeus noch dem Ver- 
hflngnisse unterliegt, worunter Pro- 
metheus dieOefiihr der Entthronung 
versteht. Vgl. Einleitunff 8. 15 f. 

518. ovnomr — yc: oie lCa«ht 
des Verhängnisses über Zeus wird 
auf die NoUlwendijriceity ein Yer- 

fehen gegen die Weltordnung zu 
ÜBsen, beschrankt. Vgl. die Worte 
der Pytiiia bei Herod. I 91 x^ 
TUnQmfiivrjv pkotgccp «dvvcrr« iaxt 
€inoq>vysiv xal ^cio. 

519. VgL Eum.' 125 xi cot ni- 
nga%tui nqaifu,a nXiiPxtixt^vnamui 

522. Der Schol. biemerkt: xm 
fi^g dgafiaxi qtvläxxn xitvg Xofovg, 
— loyoff (wie fnog) h&ufig von dem 
Inhalt oder Gegenstand der Rede. 
Vffl. Eur. Hei. 120 alXov Xoyv 
pkiHPfiao i^f^fj ntivfig ixi. 

524. oeop adXiaxa wie ovo» 
xdxiBXüC^ vgl. Krüger II $ 49, 10, 2. 



nPOHHeETS 4E£BfS2THS. 



77 



dsöiMvg isixstg xal dvag in^yyavo. 525 

XO. iiriddii* 6 Tiavxa viiicav 

d'elt* ifLÜ yvdfLa XQotog ävtinaXov Zsvg, 

fifld* iXivv6aifU f^Bovg o^Caig dvivaig notiviOOotiivd 530 

ßov^fwoigy XttQ* 'Slxiecvov xoczQog Soßsötov xoqoVj 

^ffi^ iXCt^^ Xoyoig' 

aJHa fUH tod* if/Lfihoi %al fiijsror' ixtansiij" 535 

adv XI 9af6ali(ug 

tov fuxxifov xbCvbiv ßiov ikntöi^ qxxvalg 

%vfAv aXdaivovöav iv €ii^QOövvttig. tpfiööm ii öe 

SagMOfiiva 540 

ftvfftoig fiox&aig iiaxveuoftsvov — ^ ^. 



526^660 aweites Stasimon: 
der Inhalt, welcher Frieden mit 
der Gottheit n. ruhiges ongestOrtes 
DaaeiB preiat» entspricht dem Qe- 
danken des ChorfiSlurerB 519 t£ yiiQ 

Za diesem Inhalt stimmt das Maas 
dar hesychaatischen Episyntheta 
(Dsktylo-Epitriten), welcne *in der 
ochwäie des tragischenPathos einen 
Aoffenbliek eronickender Kühle 
Q. (eiteren Friedens herbeiführen* 
(W6ii)>hal)^ 

5S6 fL o navxa Sioinrnv Zsvg 
p]fiiiune a9xinaXov HQcitog sotoiTO 
T] Im ^mpLji dffxl xov pktiSinatM 
hintioQ ^91 yivmto Schol. — d-efto 
«fttTOf iptimtilov: vgl. zu 163. 

529 f. oüüii£ d-oivaigi die Opfer- 
mahlieiten, welche die Okeaniden 
den oberen Göttern am Okeanos 
^briageo, erinnern an die Mahl« 
2«iteii der Aethiopien bei Homer 
(11^1,^423 Ztvg vaQ if *SI%B€cpop 

1^ *tnä daita, ^9ol 6 ait« nap' 
tu <«o«rto). IMe Götter kommen 
m den MaUzeiten der Okeaniden» 
wie Orid. Fast IT 4S3 frigida cae- 
l^tiom matres Arethnsa vocarat; 
ve&erat ad saona et dea flava dapes. 
^ fiwf^poPBit: ygL Enm. 288 «o^« 
'^oii xtf9»t690i£p Ag. 209 n€iQ' 

&33. a6ßt9tap ^OQOVt TgL 189, 



«e^Mvor* iMttanuvinov Hesych., 
Ag. 968 iütir d-iltuaa, tiq Si 9tv 
%a%acfi4a8iiZn noQOP 806, Cho. 366 
«oj^a dBnvitip^Qov no^ovj Fers. 493 
hc 'A^iov sro^ov. 

584 f. todt 'folffende Lebens- 
regel'.— ^«Ttfxs^if: Videtar a scri« 
ptara in tabnlis cereis petitom esse 
qnae igni admoto ant solis radüs 
coUiqnesdt ideoqne deletnr. Sic 
Aristoph. Nub. 770 fi • . dnatipm 

p9n* i%Ti/iätufLi t^g tfi^ng Sinfjg 
(Sohfita). Vgl. 789 u. Critias frgm. 
2, 18 Xrjütig S* inti^nn ik9fjiikoav9fjv 

586. Vgl. Theogn. 765 &9* stti 

tag voatpi iiBf^iuvdatp svipQOüvvmg 
Sidysiif TiffxoiAiwovg, 

587. xov iiLtt%Qov ßiov („alle Tage 
seines Lebens*') : zu 449. — xbIvbiv : 
Fers. 708 6 fkdaata/v ßioxog i^v xcc^^ 
nffoam^Ag. 1362 ^ xalßiow xsivov- 
xig io vnBiiofiiPi Eur. Ion 624 
ßiov alßva^x$iviif Jfed. 670 anaig 
yag dBvg* iil xsivtig ßlov\ 

688. fpavaig h tvmQOCvwaigi 
▼gl. Flat.^ Fhaedr. 256 D ile yäg 
ifn6xop oi rovLog iöxlv ixi il&tCv 
xotg natfi^iiivoig ij^fi v^g inov^a- 
pIov no^iiag^ allä ^0999 ßiov dia- 
yowtag tiSaiaopai^v. — dlSaivnv ein 
episches Wort wie vorher dXna^vnp. 



( 



1 



78 AIjaXAOT 

tpiQ oM&g &xaQig X^Qi^j o 9^09, slxh nov tts älxd ; 
tig iqiayLBgi&v «^(iff; ovd' id^ifx^fis 
ohyodfoviccv axixvv 

Haov (ßiittai} yivog ifMS9Codiö($ivi>p ; wxmg 
top ^tdg agfLOviav dvictiäv nuQ^iiaöi ßovXat. 



M5 



550 



iiut^ov tdi€ 6ag XffoCiiüvö* oloag tvxagj nffOfM^ev. 



648. Idlu entspricht dem Sinne, 
nicht aber aem VenmaMe, weichet 
einen creticos verlangt. Wahr- 
seheinUch üt Idlit als Erklftnmg 
für jEiovt^ft^i in aen Text gekom- 
men Tgl. IdiVjfVi&ykiaif u. ttot'O/ir«* 
(mvjßwwp^wv Ag. 757,^ Pers. 784 

^oXstVt Eor. Andrem. 866 f»ova^' 
1^(109 oiüuvj Baoch. 609 iiovad' 
i^yUttP^ Phoen. 1620 fkovd9* aUBva, 
Die Tragiker (^brauchen die ioni- 
sche Form fiowo^ nach Bedürfiuss 
des Versmaeses vgL 804 u. zu 845. 
544 f. 9^9* onng prftffnant,j^€v^ 
S^ xal 6%6xyao9 SchoL — axtxQiB 
fUQiQ: ^ X^Jf^9 ^^ ixaifloia xcX^ 

^€tovai csjkij avvaifivfi SchpL, Tgl. 
Ag. 1646 ixm^iv x^^^tv dvt^ iffynv 
»iyäl(ßv udi%tog ini%if&vaiy Cho. 42 
xotdpSBxaQi* axdQttov anotQonov 
%a%Äv, Eor. Iph.T.566, Phoen. 1757, 
das homerische ^iQog "AtQog (Od. 18, 
73] u. zu 904. — nov xlgi zu 99. 

546 f. i(j^au9Qiapi zu 83. — 
Zu der Schilaenmg der mensch- 
lichen Ohnmacht n. Schwäche vgL 
Ari|toph. Ay. 686 ayc dij ipvM 
avifsg apkavQoßioif ^vllmv ytve^ 
ngoaofioioi, oiivodQaviegj nliaiiata 
Ttfilovy üniOBiiia ipvV apLswtipdj 
dntijvBg ifpfffkigioi, xalaol ßgotolf 
dvsQ$g Bluiloviif^ot, — SUyodqawÜHf 
\ (mit epischer Quantität) : oei Homer 
' steht das Particip IXiyod^vimv wie 
oliyunsliav^ vgl. Orph. Argon. 482 
dv^ifwnmv oXiyo9i^uvimv »oXv- 



aad£in}(, adwatog HjBitjoh,f Aeedu 
frgm. 230 aol 3* oi% ipsati «rwos 
ovS* utiiOQfvtot fUßfg, Od. 11, 393 
olX' ov yaQ ot ix* ijy lg iftaxtdog 
ovSi xi ntiivg. 

648. icoPBif^op (l lang^ nach epi- 
scher Messung wie in Iso&tog Pers. 
80, t6o9aiy^an> Pind. Nem. IT 186): 
s. zu 448, Pind. Pyth. VUI 136 
indfM^oi' x£ di xig^ xi 9* ov xig; 
cniag ovttQ av^^anogy Enr. Med. 

1224 xd ^T^xd i' ov 9V9 M^WXWf 

i}yovua» mcioey. — fpmxav, dpiffmtf: 
vgl. Soph. Ai. 300 acxe <pSxag im 
Gegensatz zu Thieren. — i ^ids- 
xai: Anth. Pal VI 290 i% y^^wg 

660. ovnag — naft^iae^ ßovlai: 
▼gl. Snppl. 1048 Jtof ov na^ßaxög 
icxtv fiBydla ipjsfnp dnigavxogy Od. 
6,^ 103 dlld nkdX ovnmg icxi jdwog 
960V alyioxoto ovxf naf^B^eXJ&Biif 
aXXo9 d'tov ovd'' dXi&Cüttt Hes. 
Theog. 613 &g ov% hxi Jiog %li^ia 
voov ovSh nuf^BX^efv u. zu 906. 
Zu «ops^iW» noch II. 1, 182 ov 
naQBXivaeai ovdi fiB nBCotig^ 8o^h. 
Ant. 60 bI vofkov ßia fpri<p09 xv^v^ 
vmv f^ K^dxfi Ttaoi^tiksv. — xdv 
zf*off €C0fiov lavj SchoL vipfjXSg xal 
xf^aymmg x6 x^g Btfutpfiivjig owoiut 
Jtog dgfioviav bI^bv, aber ein sol- 
cher Gedanke ist hier unmöglich 
nach 614 fif.; vielmehr ist dgii^o^ta 
Jiog die Fügung, Ordnung, die 
wohlgefügte Ordnung im Reiche des 
Zeus vgl. 230 SiBCxotx^^to iQzn^- 



nPOMHeETZ AESMiSTHi:. 



ToA' ix€tv6 0' ot' afiq>l Xotnga 

nal Idxog 6ov v{uvaiovv 

lotati yifLav^ ora tav ofkoxatguw Sdvotg 

ayaysg *H6i6vav ^$t^mv däiucfta xoivoXsxtffQv, 



79 

555 



500 



152. 



tig y^'y xi yivog; tiva q>A Xbv66hv 
xwde xahvotg iv mxQlvoiaw 



556. dunfk^ldtav fkiXog' dlXofov, 
duiwmnog «C2^'^^'^<^* ifMplg yaQ 
wk' Aicfvlog ÜQoy^rfiBt dufiuotff 

566. to^* i%8£v6 t8i ygl £ar. 
Cyd. 37 fuap %if&tog amividmv 
on9iüg vp^ip PVP %9 %nx9 £«»- 
lim MfiOK 9f}9tt9Kiti09t%g 'Al^tdag 
inpncg sr^off^c* ~ XovxQdi id-og 
ijy nig naXa^ofg its fy^li^i tig hsl 
xois ifjruQloig notaiMSg ixoXovB- 
«^ffi. SchoL zu Eor. Phoen. 849. 
^ 568. vik9Patovp to a9nv xbv 
vaivtuop nttl avponxuv'top fdfiop 
FliotiQfi. 

559. Uxaxi ein homenaches 
Wort; ine es Od. 11^ 884 h vom 
9' JatoXoPxo «cinc^g loxfjxi vvp«i%og 
'auf Anitiftea' neint, so oedeutet 
es hier *apB Anlaes', vgL ixatt. — 
roy imomax^MMßi Heaione itt nach 
dem Zengnus des Aknsilaos bei 
dem Schol. zu Hom. Od. 10, 2 
die Tochter dee Okeano8 {mg Sh 
'jtmvßUaüg^ ^Hetoviig xijg 'Sl%eavov 
wl fov Jl^ofkn^img nämlich zfav- 
taUmf 179 v£ög); die Bezeiehnong 
OBOsafpiOf gibt zn erkennen, dass 
ne nicht aaoh als Tochter der 
Tethys betraehtet wird wie die 
Okesnidan. 

560. S^irot^ nsl^mv xi^p ieoaivrip 
•0» dorfMCfr« uoiPoXsnxQOv Sohol. 
tti^mp als fortdanemd u. gleich- 
teitig mit nytfyes s. v. a. «ci^of 
f*9mp (s. Krager I § 53, 1, 7). 
Uebngttis vgl. Snppl. 918 Taffti' 
olmlo^' Bi^mMP äy», 

561—886 drittes £peisodion: 
lo TL Prometheus. Die losage 
berilhrt die Prometheos-Saffe dnrch 
die Abstammong des Herules, des 
Befreiers des P^ometheos, Ton Epa- 
phoB, dem Sohne des Zeos u. der 



lo (zQ 7741 Daher bereitet das / 
Auftreten der lo in formeller Be- ' 
Ziehung auf das Auftreten des He- 
rakles un ÜQOpiTi^gvg Xv6pL8Pog vor. 
Die Hinweisune auf den zukfinfti- 
gen Befreier aber tritt in die beste 
Verbindung mit der Hoffiaung^ wel- 
che Promeuieus an sein Gheheminiss 
von der Hochzeit des Zeus knfipft. 
Die materielle Bedeutuns der lo- 
Scene Hegt darin , dass 10 als un- 
schuldig verfolgte auftritt u. ihre 
Behandlung bei unklarer u. ober- 
flftchlicher Auffassung Zeus im 
schlimmsten Lichte erscheinen Iftsst. 
Daran n&hrt u. erhebt sich der 
leidenschafkliche IVotz des Pro- 
metheus, bis sich dieser auf der 
Höhe der Leidenschaft hinreissen 
lässt mit solchem Hohne von seinem 
Geheimmsse zu sprechen, dass das 
Einschreiten des Zeus erfolgen muss. 
So wird der TTeberganff zur 
Katastrophe entwicKclt. 
Üebrigens muss der geographische 
Inhalt dieses Epeisodion mit seinen 
wunderbaren und märchenhaften 
Mittheiluiwfen wie der Inhalt der 
Herakles-äcene im Jl^oßfid-ivg Xvo- 
(j^o; (vgl. unten zu frgm. YII u. 
YIU) für die damaligen Athener 
einen besonderen Beiz gehabthaben * 
üeber die Entstehung der lo-Sage 
vgl. Einleitung S. 8*. lo tritt als 

Sehömte Jungfrau auf (588, 674; 
urch die Maske so dargestellt). 
In den älteren Werken der Kirnst, 
besonders der Vasenmalerei, er- 
scheint lo in Kuhgestalt: auf dem 
Throne des amykläischen Apollo, 
einem Werke des Bildhauers Ba- 
thvkles (um Ol. 60), war Hera an- 
gebracht blickend auf lo * welche 
schon Kuh ist* (Paus. lü 18 § 7) 



80 



AISZTAOT 



XSifueioiisvov; 

xivog afkukaxlaq xo&vmg 6iixii; 



565 



a a 



Xfiu xiq av fta tav xaXmvav olötgogj 
eldmXov "AQyov ytiy wovsj 



und auf einer altertliflmlichen 
(sdiwarBfigarigen) Vase der Mfin- 
ebener Vaientainnilang (nr. 578; 
Paaofka, Arges Panoptes Taf. 5) 
ntet Axgofi auf der Enle an grfta- 
lioher Gmtalt mit einem Anj^e auf 
zottiger Brost, mit ubermftiaig lan« 
gern Barte a. Kopfhaaren o. hJUt 
I einen langen Strick in der Rechten, 
'. der am die Homer eines Bindes 
; gewunden ist. Daneben steht Her- 
I mes, welcher mit der Linken den 
Strick neben den HOmem fasst, 
mit der Rechten aber nach dem 
Schwerte langt, w&hrend der Hund 
des W&chters vor ihm seinen Kopf 
drohend gegen ihn erhebt. Durdi 
den Einfluss der TrasGdie wurde 
lo auch in den Kunstdarstellungen 
eine gehörnte Jungfrau. So er- 
scheint sie 8. 6. auf einer roth- 
fiffuriffen Vase des Berliner Museums 
(Fanofka a. 0. Taf. 8). Auch die 
^stechende Bremse'^ (vgl. SuppL 
306 %i 0V9 itsvitp Scllo dv^MOtiuo 
ßot; — ßoTilatriv avwna niPiitfi' 
^»oy, Verg. Georg. Ill 147 cui no- 
men asilo Romanum est, oestrum 
Grau yertere yocantes), deren noch 
in der Erzählung V. 675 Erwähnung 

g»chieht, musste bei der scenischen 
arstellung wegbleiben u. wurde 
durch die oildliche Auffassung von 
oißtifog ersetzt; der in Baserei ver- 
setzende Stachel wurde als Folge 
der Erinnerung an den tückischen 
Blick des Argoe gedeutet (567). — 
Wegen der besonderen Art des 
Auf- u. Abtretens der lo hat auch 
hier u. 877, wie oben beim Auf- 
treten des Chors, der Schauspieler, 
nicht der Chor die beim Auf- u. 
Abtreten einer Person gebrauch* 
liehen Anap&ste. 



568. %9iiuit6ii99&v in eigaoXüsiiBt 
Bedeutunff *dem Wind u. Wefcfcer 
aoage8etzt% vgL 15. (H^irere Er- 
klärer nehmen das Wort in über- 
tragener Bedeutung 'yezatiun, cm- 
oialnm% wie es SopK PhiL 1469 
*£efMtrefr iQog sst^tffS^'^ti» J^mI 
etoPüip 9»%£%fmo¥ xnuat$iU9mf 
Enr. ^Hipp. 315 aUg S^ fp v«n 
X«ftf»a(o|Eiafr, Suppl. 260 MoUg xti^m- 
c^eiaa steht, vgl. unten 888, 643, 
1015). 

564. noivag ist Apposition zu 
olinti. Der Unterffanff wird cor 
Busse für den Frevel vgl. Ag. 224 
itXa S ' avv d'vv^Q ytpiiid'ai d'Vfu- 
t^fQ yvpavukOKtUvofp noli^wv ioa- 
yftv *ai ngatilua «r«ov. l>ie selte- 
nere Vorausstellung «ner solchen 
Apposition (vgl. Krüger II § 57, 
10, 6) ist hier durch die Frage ver- 
anlasst. (Andere betraditen xotpui 
als Acc. des inneren Objects, vgl 
unten zu 591.) dX^iico {6li%ouui) 
ist ein episches Wort. Es findet 
sieh bei den Tragikern noch Soph. 
Ant. 1285 (6;ii»cig), Traeh. 1013 

567. Qnod dicit ««, id scite et 
convenienter spectatoris eogitatio- 
nem ad ea, auae extra scenam ge- 
sta sunt, traducit (Schütz). 

568. yfiy^povg: 8mjfLS0b''J^yof 
. . Jt9ti9a y^s. — voll Schrecken 
unterbricht^ sich lo mit dem Hülfe- 
ruf £Uv' i da: SnppL 588, Sept. 
141 aXMitfoy, Sept. %i Imjmd'toi 
^BaC X* c^^dfttyey nutnhv dlev^ati, 
da Vokativ von ^dg »- Zag » 
Zcv«, TgL a Zify SuppL 16t, steht 
jedocn nur als blosse Inteijektion 
(a- Oottl), nicht als Aiurufung 
des besonderen Gottes, vgl. Eum. 
874 oloi dUf ipiv. 



nPOMH0£T2: A££Mi2THS. 



81 



top fivfuojtiv eiöogmöa ßovtav, 

o dl xoQBVEtta dohov Ofi^' ^0^9 

ov widh xax^avovta yaXa xsv^ei' 

dXXd fif täv xakaivav 

i| ivifmv nsgäv Hvvayst nkav^ 

XB vifixiv ava xav nuQaXCav i^äiiiieev, 

(<f%QOfpiJ ) 

vxo dh XfiQonanxog dxoßst dova| 

a%ixag vnvodoxav voi^ov, 
l& Im, nonoij not fi' ayovöw (%kivai,y, 

XfildxXavoi xlavM; 
x{ %oxi fi', (D Kqovib nal^ xi noxs 



670 



575 



569. xov fivQiamov ßovtav nach 
dem Zwiflcheosatie, alt ob "Apyov 
yi}y«y^; tCcoQmcaj als ob olstgov- 
fiai voraasgeganffeii w&re. Mit 
dem letateren Iftstt sich yergleicben 
Eor. Hec. 970 al9mg (i fru iv 
tm8$ Mozum %vy%oivov6* tv elfii 
WV9, Iph. T. 947 Mmv d* imV^s, 

iSiiettOf CtcI. 830 9oQatisi ^jq^mv 
tmpa niQipaXiov iuov %al nvQ av- 
ff/^anr xt6iog ovSiv^iioi ilsIHj Ion 
927 vMtiavxXmif , . äffSii f*e, ^Hip]^. 
tt ta nolta dh ndlat ngonoitfaa , 
ov MÖ90V MoXXov iit Sil, Krüger I 
§ 56, 9, 4 a. oben zn 801. — uvgt- 
mrov ßovravi Sappl. 304 navonn^v 
doßavvmlav^ vgl. unten 677. 

570. doltov ofii^u eine passende 
Beieicbnang für den tückischen 
Blick des nachstellenden Gespenstes. 
~ Die Dochmien sind das eigent- 
liche Mass für die Monodieen der 
Tragödie, welche leidenschaftliche 
Erregung mm Ausdruck bringen. 

571. nat0€Cv69X9t: Sappl. 305 
'ipyor, Toy *E^fi^( ncctSa yrjg xax- 
inxvve. 

572. all« f»€: an die Stelle des 
RelatiTsatses tritt wie h&ufig ein 
eelbstständiger Satz. 

573. '*irttttatr: dieselbe Form nooh 
Afittopfa. Lys. 1260 tag ^tifkfiag, 
Herod. IV 181. 

674 f. VMO — oxoßit: EU 126. 
Ueber 8ie Rinschiebung bedeuten- 



derer (nicht kurzer) Würter zwi- 
schen Präposition u. Verbum Krüger 
II §68, 48, 4 u. unten zu 878. — 
xTjqonantog (' wachsgefügt M ^o- 
va\: Eur. Iph. T. 1125 avg/ttov 6 
KTiifoSitag ndlaiioe ov(fsiov Havog. 
Theoer. id. I 128 iv»* iwai «al 

K179C0 av^iyfa xaldvf ep. XIII 4 xij- 

Metam. I 712 dispariDus calamis 
compagine cerae inter se iunctis, 
Verg. £cl. II 32 Pan primus cala- 
mos cera coniunffere pluris insti- 
tuit. In Wirklichkeit mllt hier die 
Flute des avlfitijg ein u. begleitet 
den (durch die strophische Bespon- 
sion charakterisierten) Gtesanj^ der 
lo. Die vorhergehende Partie der 
lo ist Becitativ {napanataXoYij)» — 
tnivo86xav vofiov : die einsohlftfemde 
Weise malt die Ermüdung u. Er- 
schöpfung der lo. 

576. nXdvai, xriXinXcivoi, nXdvat 
ygl. Sept. 134 inUvütv nopmv ini- 
Xvitiv SiSov, 171 %Xv§tB na^ivmv 
xXvfxB nav^lxüng %Bi^oxovovg Xixdg^ 
Ag. 1456 xitg noXXdg xdg nd»v 
noXXdg. Die Bildung eines zusam- 
mengesetzten AdjectiTs aus dem 
betreffenden Substantiv findet sich 
bei Aesch^lus noch 585, Cho. 315 
ndxB^ alvonaxBQf Eam. 690 noXiv 
vBonxoltVj bei Sophokles nirgends, 
bei Euripides dagegen Öfter (tv- 
qiXonovg novg, x^novg %aX%6novg^ 
n6(fov Bvno^oVf xdfiaxov Bvxdgia" 
xov u. a.). 

6 



82 



AI£XTAOT 



ratöd^ iv^svJ^ag evQ&v djiafftovöav iv 

nfi(k06vvaig j ^1}, 
ol6tQfildtp 8h deiiiati deiXaCav 

xccfäxojcov mos nigsig; 
nvgl fi€ q>kiJiov ^ %9qvI xdXvifOV ^ novtioig 

daxsoi 86s ßoQov^ 
pLilde fioi q>d'Ovi]6jig 

svy(idtatv^ ava%, 
Sdijv IIS noXvxXopOi nXdvat 

yByvfLvaxaöiv ^ ovo* i%Gi fuc^stv 5xa 

xrjiiovag aXvJ^m. 
xlvitg q>d^iyfia rag ßovnsfoi nag^ivov; 

nP. näg d* ov nkvio t^g oiergodiviiTOV xogtig, 
v^g ^Ivaxeiag; fj dtog d'dJixH xiaQ 
Igan^j xal vvv xovg vTCBQfk'qnug iQOfLOvg 
'^QOi ötvyrivog ngog ßCav yvfLvd{jBtai. 

ist. x69ev iiiov öv xatgog ovofi* axvsigj 
Blni fiot xa lioyBQoi^ %Cg Sv, 
%Cg aga fi\ o xdkag^ xdv xalatxafov äd^ 
Ixviia Xfoöd'Qostg ^ 



580 



585 



500 



595 



577 f. tataS' iviieviag iv nrj- 
fiocvvatg: zu 108, ▼gL^ II 2. 111 
Zivs fic uiycc KQOviSi^g Stjj iviSruts 
ßaQiC^j Soph. 0. G. 526 ymfimv iv 
tifrjaiif itcc, 

580 f. olctQfjlttta> Seiiutti: zu 
147. — na^dnaxav (von der Münze 
'daneben, falsch geprägt*}: naf^d- 
%onoi ipQiv&v Eor. £acch. 33. 

582. Vgl Soph. 0. R. 1410 ffo 
(ki nov nalvipttt* ^ tpovtvaax' ^ 
d-aldöciov inL^iipatB^ ^xxt. Suppl. 
829 %axd pkg niSov yag^ Filoi, fiä 
S^ d'vtlXa sndaaif nvgog xe tploy- 
(log 6 diog iv xa^or nicoi, 

584. fioi tp^ovT^isiug Bvyiidxiovt 
ygl. 626, 859, Eor. Herc. 338 ov 
q>9ov6a ninXaVy 1309 Xi%xQ€9v qi^o- 
I vovaa Zrivi. 

586. yeyvavunaötv : vgl 592, Eor. 
Hei. 533 ovS' dyviivaaxov nXdvoig 



588. xäg ßovnei^io na^ivov isl 
der Nennung des eigenen Namens 
(zu 296) ähnlich. 

589. oii/xQodivijxovi vgl. SuppLi 
578 noXvjtXayxxov u9'X£av oiaxQO-i 
96vfixov 'Icij 17 T^ff olaxQoSovov 
ßoog. Od. 22, 299 ßoeg äg dviXaCai, 
xdg tiivx* aloXog olatQog sfpOQfLfi- 
^slff idovfiOBv, 

590. Tfig 'ivuxsta^i zu 164. ^la 
tov xov noLxiQa tfvr^g 6vopM€ai 
iviiptivB xov fudvxiv^ mg mal nuff' 
ViiijQm (Od. 11, 100) 6 Tsi^^üq 
^voaxov 9iin€ti usXirjdia, <paiSiik 
*OSvaasv \ ^Schol. 

591. ^Qopkovg vvfivd^exttt: er- 
weiterter Gebraucn des AocoBaiivB 
des inneren Objekts (*= yvikvdtM 
xivd ynavacluv vm^pkipUB» ^^o; 
ttcnr), ygl. Soph. Ai. 1107 %d ifi^v 
tnrj K6Xap' iut^vovf^ 0. R. 340 iWiy, 
a vvv av xi^vd* axifkd^Big «oAcf, 
Krüger U § 46, 7, !• 



nPOMHeEXi: AE£M52TH£. 



83 



^€60vt6v TS vocov mfofka^uq^ 

exiQtijiidtmv di vrfitiAiv atxüug 

Xaßifo&vtog ^Mov^ KSXXavy 
ixixoraiö^ iiijdsci dayLBt0a, dv^ituy^ovaiv 

d\ tivss oC, i^j 
oV iyo iioyov^iv; 

akli iioi toffäg 
tixuflfOP o ti (i* ixttfifiivBL 

na^Blv^ xC li'iixaQi ^ ti q>aQiiaxi>v voöov* 

^(fOH ^Qo^s xa dvöTtXdvp itaQ^Bvp. 

nP. X^m xoQwg 9oi nav oxbq XiygtB^g iia^$tv^ 
ovx iiixXixwv alviyiiat*, iXX* änX^ ^79^ 
&6%BQ Hxaiov itQog q>iXovg oHysiV CtOfita. 
xvQog ßgoxotg dor^p' OQag Uffoiirfida. 

ISl. o xotvov mq>iXfiiia d^xoteiv ^avelg^ 

xXijfun/ ÜQOiiffisv y xov dCxrfv %d6%jBig xdds; 



600 



605 



610 



596. 996c^no9y 601 laßQOSvtovi 
ra 116. 

599. noixaliog ist von der Per- 
lon, welche die Wirknng erßüirt, 
aaf die wirkende ünache über- 
tngen wie in üoethe'e Auidrack 
,,fon durstiger Jagd".^ Vgl. Ag. 
193 woal nuKOCgoloi Pi^iSTiSig dva- 



offiot, ß^Oftmp nlai n. oben sa 115 

601. ullmvi xotq s^g H^ücg Schol. 
lo idieat nch den Namen der Göt- 
tin, die ihr so viel Leid zoffetügt, 
aotsQsprechen; Tgl. Enr. Heo. 640 
«01909 ^ l{ (dCag ivolag «oncoy 

•Vfi^po^ t an* alXa/p (von den 
drei hadernden €H$ttinnen) u. nnten 
zu 673. 

604. teocilc: Pen. 479 stuifjveu 
TOfsg. — iwttfiii4p9ii ^ ebd. 807 ov 
«ftv wtnmp v^tin inttp^iiivfi 
««»ff». 

606. S Ti 7-„T^: vgl. Soph. 0. 
K^71 »«d««<^', o ti domp ^ ti tpm- 
»•t (v0€tinfi9, Enr. Ion 785 nm^ 



6 xucig, Iph. A. 696 yivavg dh noiov 
Xano^sv, y^ttf^etv j&ilio, Plat. Gorg. 
448 E ovdelg ij^cora, «oüc tig fffi 
^ Foffviov vixvfjf dXld xCg ical ffy- 
ziva iiot naXsCv vov ToQylav, 

608. ^^Biy ip^aie (eindringlich 
bittend): vgl. zu 56. — t« »ce^ivo»: 
h&ufig finden sich bei' Aeschyliis 
in antistronhischen Gesftngen die 
ffieichen Worter an gleicher Stelle 
des Verses 

610. Vgl. Snppl. 464^ ttlpvffux' 
rmdfg tovxog' all' inXmg ipQOßov, 
unten 949. 

612. nvQog ßpototg dotriQa : über 
den Dativ bei dem persönlichen 
verbalen Substantiv Krüger I § 48, 
12, 5 u. SU 501. — Der Vers ent- 
behrt der le^ümen Cftsur, serfällt 
aber nicht in zwei H&lften, weil 
der Apostroph dotrJQ eng mit 
oQJig verbindet, vfL 710 u. zu 640. 

6 IS. Die Einleitung der Sticho- 
myÜiie enthUt zwei Verse (vgl. 
zu 88) wie nachher (622 t) der 
üebergang zu einem neuen Gegen« 
Stande. 

6* 






84 



AI2XTA0T 



J7P. dgi^ot Ttinav^ai xwq iyi^ovq ^(friväv itopovs* 615 

ISl. ovxow noQOig av njvde daQ$äv iftoi; 

nP. Ify* r^vxiv* attBt' näv yuQ av ^rvdoMJ fiov. 

ISl. 0riiirpfQv o0Xiq iv q>d(f€cyyl 6* äxiMc0€. 

nP> ßovXsvpia fihv to ^tov, *Hq>ai6tav di %bCq, 

ISl. itoivag dl %olmv a^xkanriiidxwv vivBi^g; 820 

nP. toöovtov äifxä tf<K 6aq>fivi6ag iiovop. 

ISl. xal n(f6s y€ twtoig tiffiita rijg iiiiig nkivfig 

ÖBt^QV %lg i0xai rg xakainmQ^ xQovog. 

nP. to f»^ iia^etv öoi. KQBtööov ij ^iia^Btv täds. 

ISl. fiifroi IIB K(fvifjig i^otfd' ojcbq iiiXXm naJtBlv. 625 

nP. aXk^ Qv iiByaiffm xovdi 60i dmQi^iiatog. 

ISl. xl dyjfta iiillBig fA^ ov y^wviCKBiv x6 xav; 

HP. q>^6vog [ikv ovÖBtg^ 0ag 8* oxvm d^ä|ia q>Qivag' 

Iß. fiif lAOv «Qoxi^iov fiiiööov mg iiiol yXvxv. 

HP. iiCBl XQo9viiB{j XQiq kiyBiv' axove 8f^. 030 

XO. fiif^rco yB' ^olgav d' vidovr^g xafiol nof^B. 



615. uQiioi {uoximg HesychO nach 
Heraclides bei Eostath. zu iL 140, 
IS ein SyrakasanischeB Wort. — 
Vgl Spph. Ai. 787 %l fi' av xdlai- 
vav ^ aQtCae nBnavaivi^v %a%Ä9 
ixQVtmv i^ l^dgag ^apiüzccTs; Eur. 
^. 887 t£ II fO ^iv', &qxi nrntdrav 
XilfiOfUvfiv op^offf; 

621. toitovtov: diä to iirj rav- 
toXoytiisai Schol. — cr^icn oaiptivi- 
cag: vgl. Krüger I § 56, 8, 1. 

625 1, jftij toi : rot non conclnden- 
dae ratiom, sed asseverando hor- 
tuidoque inservit (Hermann), vgl. 
486, Soph. Ant. 544 {i-q xot xaaiyvq- 
T17 II* atifiaopg to fi^ 011 ^mutv, 
0. C. 1407 fifi ^toC^ fkf n^bg ^bAv 
ctpm ye . . iiij fi' dtiiiuütjti ye, 
1489 fiii toi a' oivQOv. — iisyttigitv 
ist ein episches Wort. 

627. li^ ov: Soph. Ai. 540 tC 
diixa fiiXXst (ifi ov naQOvoittv ixsiv, 
Erüger II § 67, 12, 4, vffl. 1056. — 
vBymvioxiiv, die poetische Präsens- 
xorm za yiyatva^ findet sich auch 
Thuc VII 76. 

628. 0'Qaiun rapa^ai, XvTt^ottt 
EvQiieidfif flBigCfo) Hesych; Bekk. 
Aneod. 352, 16 i^Qa%tos' dtaQu» 
XOf. %al to avvexv^fi i^^dx^ 



ZoipoxX^g Xiyn. Enr. Rhes. 865 di- 
doma d aitbv %ai xi pkov ^gd^esi 
wpivas. Die tennis ist durch die 
Yerkfirznng and unter Einflnss der 
folgenden liquida in die aspirata 
übergegangen, wie in ^ipQoiatov 
{nQOoimov)y fpQOvdog {ngo — ooo^), 
tpqov^oq (ngooQog) n. a. j 

629. iiuisüov fbg, p^&ceov iq^ wie 
die besten deutsdien ßchriftsteller 
manchmal 'wie' statt 'ab' nadi 
dem Comparativ gebrauchen; ygl 
n. 4, 277 pLiXdvxBQOv iJvtb nißneu, 
Xenophanes bei Athen. XII 626 A 
ov fisiovg SonsQ x^^^oi elg inlwttw^ 
Dios bei Stob. 65, 16 tovto^ yap, 
mg Bvi, fiaaaoxEifOP of nX$vreg mg 
^Bfog fj ^smv tSffvii€cta vnotQizovti 
xai ^BQanevovtij Lys. 7, 12 ^yov- 
pksvog iiäXXov^ XiyBa^ut mg jftot ir^otf- 
^xe, § 31^ anavta WQO^^iiotBQOv 
tttnoifima mg vno x^g noXemg nway- 
xa^dftijy, Demosth. c. Aristpg. I § 53 
xovxov ov xi(tmQi^O£ü^9 j iXXic «ork 
liBiiovmv d^imsavxBg dmQBwv ce^n- 
OBXB ctg xovg BVBoyixag. — is^oxij- 
^ov spielt auf den Namen lipo- 
lifl^Bvg an. 

680. inBi nQO^v^Bii VffL 786. 

681. fii/iroi ye: so wird die Er- 



nPOMHe£T£ AESM52THE. 



85 



avtijg Xeyov6rig tag %oXvg)^fOvg %vxag' 
xit lotnä i* a&Xatv öov didax^f/tm nd^a. 

nP. tfov iifyovj 'Jor, tatöd* vxQVQy^öm xifiv^ 
aXXmg %b Tcavtag xal nafSvyvritaig TtaxQog. 
mg taxoxXctvücu xäieoivQaö^ai tvxag 
hnavt% onov niXXoi ng olesö^ai ddxgv 
nQog täv xXvovtcdVj d^iav tQ^ß'^v ix^i, 

ist. ovx oW onag vfttv dxiötijöai |li£ xifVi 
6aq>et dl (iv^p ndv oxbq itifO0X9T^^^ 



035 



540 



yAKInwff yon den Schicksalen der 
lo in arei Partieen segeben: den 
enten Theil erzählt lo selbst dem 
€3iore sa Gefallen, den zweiten 
Prometheus der lo zu Gefallen, um 
sie über ihre Zukunft zu belehren, 
den dritten, die bisherigen Irrsale 
der lo, ebenfiEdls Prometheus, um 
lo Ton seiner Kenntniss der Zu- 
kunft zu überzeugen. Der zweite 
Theü ist wieder in zwei Abschnitte 
erhellt: in dem einen werden die 
Wanderungen in Europa (700—741), 
in dem andern die in Asien (una 
Afnka) (786 — 878) geschildert : 
diese zwei Abschnitte sind durch 
eine anderweitige Betrachtung ge- 
trennt, w&hrend durch 740 £ oie 
Spannung auf die weitere Er- 
zihlung geweckt wird. Auf diese 
Weise niä der Dichter durch ver- 
schiedene Motivierung u. dadurch, 
dass er mittels vorausgehender An- 
kündigung die Spannung rege er- 
hält u. erhobt (vgl. zu 283), den 
Stoff künstlerisch gestaltet. 

632 f. voüov: vgl. 696 D. zu 249. 
rotfov n. %äg noXv<p96ffOvg Tvrag 
stehen in Beziehimg, ^erkunoen, 
durch welche verderblichen Schick- 
sale ihr Leid u. ihre Noth hervor- 
gerufen worden ist'. 

634. ta Xotna S^lanfi vgl. 780, 
684, Soph. Phil. 24 xaMnom« xmv 

636. raov^y^tfa* X^9^^ ^® X^' 
fit^afkfiu ca^tv, vgl. Eur. Ale. 842 
'jififftm vMOv^Yiütti faifiVj Soph. 
fegm. 818 dv9vnov^fiüai xaQtv, 

636. illMs ts «avTOs «al: vgl. 
Pen. 688 iinl d' ov% tviiodov. 



aXlmg x9 ndvtmg %ol %u%u j^ovog 
0'Boi laßtiv dfiBipovg slülv fl f*e^- 
livai (mit einem Hauptsatze], 
Eum. 726 älliDg vb navtatg %mtB 
dBOfABvog tvxoi (Temporalsatz oder 
ConditionaLBats oder Participiam 
ist das gewöhnliche bei aXtmg xb 
%aC). — %€caiy9i^aig naxQog: Hes. 
Theo^. 337 Tr^e^vg S' 'Sl%Bava üo- 
raiiovg xinB dtvijBPxag, 

637.^ Vgl Eur. firgm. 667 czoXri 
ffthv ovxC, TOB 91 Svaxvxovvxi nag 
xBonvbv x6 ii^ut xananXavüaü^at 
naXiv, 

638. {kiXXoii der Optativ bei der 
blossen yorstellnn|^, vgl. Soph. Ant. 
666 ov noXig (TTi^ffsis, xovds xqti 
%XvBiv, 0. B. 314 aviga 9'^ mipB- 
XbIp, aqp' tov i%Oi XB %ul 9vvaixOy 
mdXXicxog jiovogy ^ 979 s^x^ 'UJ^^^' 
(TToy (nv onmg dyvccixo xtg, Thuc 
I 120 ayd^öv^ vuq cmtpQovmv^ ^iv 
iexiv, bI i»^ aaiMorvro, iqav%diBiv. 
Krüger I § 64, 14, 4. 

639. ä^Cuv xQipriv ixBi s. v. a. 
d^lav (subst.) xrig xQißrjg irBi, Vgl. 
Eur. Med. 1124 xi ö' öffiov iioi 
xticSb xvyj^dvBi qpvy^;; 

640. Die Verse, welche der ge- 
wöhnlichen Gäsur entbehrend in 
zwei H&lften zerfallen, sind bei 
Aeschylus nidht h&ufig, am häufig- 
sten (7) in den Persern. Die H&iie 
wird durch einen Absats nach ovx 
old* gemildert. — ^ dxiaxricai: vgl. 
Sepi 1030 l^ovff' äniüxov xriv9' 
dva^xiav nöXBi, Soph. Ant. 381 
ov irf nov ci y' dniüxovaav xo^g 
fiaüiXBCoici9 ayovtfi voftocff, Eur. 
Duppl. 389 ^^y S* dnicxmü\ otdB 
dBvxBQOi Xoyoi. 



86 



AI22XTAOT 



fiop9>^$ o^sv fMM pxatUa nQoöhetato. 

ig %a(f98väv€cg tavg i(iavg Ttu^yof^ovv 
Xstoiöi iiv^oig' i fi^fy* fvdaiiAOV X0917, 
tt xa(f9svsvH daQOv i^iv 601 ydfMv 
xvxjBlv iisyt6t{w; Zevg yag lit^dfov ßiXsi 
MQog 60V td&aXxtcu xal ^vvaiQeöd'cu Kvxqiv 
d'iXsi' 6v d\ i Tcal^ fiaieoXant£6yg Xixog 
ro Zffvogy ukk* S^bXI&b nQog Aiqvr^g ßa%vv 
Xuiiäva, nolfivag ßov0tä6€ig te xgog xcctgogj 
dg &v to ^tov Ofififf Xfogyijöy xo^ov, 

roiotöds nä0ag sv^QOvag ovBiffaöi 
6vvBi%6firpf ivötfjvog^ lg xe 8ri narffi 
hXijv ysymvstv vvxtüpona isifiata. 



Ott 



860 



655 



642. «al liyova' SdvQOiuci: 'anoh 
die Erzählung itt mir schmerzlich 
u. kostet mir Thrftnen', vgL 197, 
Eur.^ Hec. 519 vvv xb yäf liyatp 
%anu^ tiyla x6d* oafux ngog xatptp 
^' ox* ttXloTo, Yerg. Aen. 11 6 
quis talia fando . . temperet a la- 
crimiB? 

644.^ Vprl. 8oph. Ai, 282 xCs ydg 
nax' ccQXV ^^^ xcriioo nQoaintaxoi 
Eur. Ale. 420 ovx aq>va %a%6v %69b 
nQoainxuto, 

647. (ttiy* evdaipL09i vgl. Xen. 
Gyr. y 1, 28 (liya BvSaifiovag ye- 

ftaxQog, bei Homer u. Uesiod f»/y' 
i^oxosy fiiyu vi^niogt Eur. Or. 1691 
CO iiiyu üifiv^ NUfj, unten 1004. 
Erüger U ä 46, 6, 7. 

648. i£ov üoi: die Enolitica bil- 
det mit dem vorhergehenden Worte 

gleichsam nur ein Wort, so dass 
eine H&rte in der langen Theos 
des fOnften Fusses liegt, zumal nach 
der Hephthemimeris, vgl. zu 107. 

649 t taigov ßilBi^ l^ati (601): 
mit umgekehrter Beziehung steht 
To|et7f»a Suppl. 1003 «al xagp-ivtov 
%Udui:ai9 evfioQtpots im nag^ xig 
stccQild'fDV oi^fiaxog '^slnxrjQiov 
xo^Bvii' iiiBfiijfBv ti^igov vixuiitBvog. 



— «s^al«Tai fiilti: vgl. Soph. Ani 
1085 «9^««^ uapSiag «o£eiiiMtra pi- 
ßcua xmv ifv ^tilnog ovf «irc»dpa- 

SBi (9'alnog wird sowohl von dem 
rand der Wunde als auch von der 
Inbrunst der liebe wie 590 gesagt). 

— av9ttiQiü^ai KvMfftwi «twov- 
cidaai SchoL 

651. Die Krasis von (kti i- fin- 
det sich häufig (Cho. 918, Emu. 
86 f., 694, 749, SuppL 209). - 
anolaxxiajjg: mg dno rav dloymp 
(oW. Schol. Der derbe Ausdruck, 
uin abzuschrecken. 

652. ßa^vv iBi^Lmvai ^Au mit 
tiefem Graae' vgl. Od. 9, 134 ydU 
%kv ßad'v X'qiov uIbI Big Sqag 
ijitpBVf inBl f^dltt^ niotQ in oo^ag, 
IL '2, 147 oi^ S* oxB xiVTjcy Zijpv- 
Qog ßa^v lijtov iX^tav^ 9, 151 Af- 
e^Biav ßa»vlBifH)v, Eur. Hipp. 11S8 
ßa^Bi^üLv dvcL %X6av, 

^654. ootta Xmwr^a^i vgl. S76 
(oftua: im Blick gibt sich die 8ehn- 
sucnt zu erkennen, vgl. Soph. Ai. 
140 nBq>6ßfjiiai nxriv^gt&g Ofijia 
MBXBiug). 

657. Vgl. Cho. 523 i% x owi- 
nBnaXiiivrj, 



nPOMHe£X£ AESM52TH£. 



87 



o d' lg TS Tlvd'm xanl ^toiwiniq fcvxvovg 
^$oXQi^ovg taXXsv^ dg (id^oi xl xpi; 
dQmn ^ Xiyovta daliM0tv %(fa60Hv q>Cla, 
ipcov d^ dvayyiXlovtsg atoXoötoiKwg 
XQffiiMvg äöijiiovg dvauffitag r' stfyri^iviyvg, 
xiXog d' iva(^g ßä^ig ^X^ev 'Ivdxp 
6aq>iSg ixi6xij^ftov0a xal ykv^ov^ivri 
^m iofi^mv TS xal xdtgag m^stv iiii 
aq>€tov akäö^ai yrig in i0%axotg ogotg' 
xsl f&i} d^Aoi, nvQonov ix duog iioXstv 
x€Qawdv og nav S^at6xm6ot yivog. 

xoiotffdB xsiö^elg Ao^Cov fitccpxevfLatfiv 
i^^Xaöüf [ts xixixiijös dmfiaxmv 
&xov6av axaV dXX* iicrpfdyxaii viv 



660 



665 



670 



668 f. inl Ja}di69fis: ^gen Do- 
dona': M mit gen. bei der An- 
gabe ungefährer Bichtnng (*aaf 
etwas an , nach etwas hin ^ öfters 
bei Homer (vgl. IL 8, 5] u. Herodot 
(rgl. 1 1). Mit nnsrer St. ygl. Eur. 
El. 1848 üTB^z' ^* 'J^h^Av, Thnc. 
I8S oMoxi^oire diauivdwsvüBi x^' 

IIptidatttT, Krflger I § 68, 40, 8. — 
UlXti9 ist ein episches Wort. 

660. %i dQmvxa rj Xiyovta eine 
beliebte dichterische Spezialisiertmg 
(vgl das homerische rj inst Jj iQjm 
n. 1, 604), besonders passend rar 
die gewissenhafte Fragestellong bei 
dem Orakel;^ Tgl. Soph. 0. B. 70 
h Tff IIv^iHa inBuibot ^oißov dm- 
fuxv , ms nvvoiv , o ri oqiov rj 

Data Cho. 316 ti aoi tpifiivog in 
xi («{«ff, Pers. 174 ^ift' inoq fnit 
f^ov, Eur. Hec 872 findlv iftno- 
9m9 yiTg liyovaa uriol dQCoisa. 
Phoen. 878 ti ov Sffmv, nottt S'^ov 

9(ip<fv, xap((iü^uti nQttcativ das 
gemeinsame fSr Sqüv n. Xiynv, 

662. * Synonymomm coacervatio 
non modo rem ipsam sciUcet am- 
bigmtatem oracnlomm aoget atque 
eiaggerat, sed etiam commotnm 
Im animam ostendit' (Schüts). 
VgL nachher ivoQyijs . . üaipag 



666. awBTov: Aber die AoflOBmig 
za 116. AtpBTog steht hier in dem 
Sinne, in welchem es yon den einer 
Gottheit geweihten Thieren gesitft 
wurde, die frei im Teinpelbezirke 
heram weideten, vgl. Plat^ Grit. 
119 D dtpitayp ovtmv^tavoav iv t(S 
zov TloaBtdmvof tB(fA, rlat. Proi. 
380 A avTol ttBQUOfftBß vip^o^xai 
SonBQ dipBxotf Eur. Ion 821 o ^' 
iv ^Bov doiiotciv Sipstogf dg la^ot, 
naidBVBxai. — ulaa^ai: über den 
consecutiTen Infinitiv Krüger I 55, 
8» 20, Cho. 489 &vBg (loi nuxiq* 
inonxBvüai fidxflV' 

667. nvQanov fkolBlv %bq«w6v : 
zu 368. Mit uolstv (statt iiolsCod'ai) 
wird ohne Kücksicht auf die Zeic 
die Sache an sich hervorgehoben, 
ygl. Ag. 1662 ov% avalvopkui ^ctvBtv 
— dBTpiiivoig liyBig ^avBiv isb (wo 
das wort des Aegisthus ^avBiv nur 
wiederholt wird}, Soph. El. 442 c%i- 
iffai yao bC eoi ngocwilAg avtfi 
dausi yiifa xdd' ovv zutpoici di^a- 
a^ai vi%vg, Krüger I § 58, 1, 10 
u. 6, 9. Doch enthält hier der Re- 
lativsatz das futurum (i% Jthg ^o- 
Xovtet uBQawov i^a'icvmCBtp yivog)» 

668. f^tttctdcoii zu 161. 

671. a%ovü€tv aniap: zu 19. — 
all* infivdyxttis bezieht sich nur 
auf den in änatv liegenden Gedan- 
ken, v^L Eum. 468 f^^id' ovtog 
ov %alagf iioltiv tg otnov * dllä vw 



88 



AirXTAOT 



^i&g %alLv6s XQog ßiav XQäööHv tdis. 
svdvg ih f(0p9^ xal q>Qiv€s iui6tQoq>oi 

^ö^ov XQ&g BviCQxov V€ KBif%VBlag fiog 
Aiifvfig XB XQi^vipf' fiovxoXog di yiiyBv^g 
ttXQatog oQytiv "Agyog diid(ftBi,^ xvxvotg 
oööoig dBdoQxmg tovg i^ovg xatcc 6xlßovg. 
dnQoödoxfixog d* avxov AqwCdiog yiOQog 



675 



680 



EoT. Baccn. 1127 cLnutnaoalhv touov 
ovr vno üvBvovg^ «Xa o vtog sv 

672. Jiog x^^^vog: vgl. A^. 133 
ctofiiov liiytt T(foias, 218 avayntig 
Xina9vov. — mqos ß^ctv B. v. a. ßic^ 
ipQSvmv (mit innerem Widerstreben). 

678. Der Dichter hat hier meh- 
reres von dem übergangen, waa 
Suppl. 291 ff. erzählt wird. Die 
dtUame Jun^rau berichtet nur die 
äusseren Ereignisse o. verschweigt 
die inneren Gründe ihrer Verfolgung, 
welche 692 von Prometheus ange- 
deutet worden sind. — tpgivsg dia- 
ütifoq>oii Soph. Ai, 447 oi^fia %al 
(p^iveg didütQOtpot, 

674. oävctofiqi uvami: vgl. zu 
561 u. Sdiol. Apollon. Bhod. Arg. 
I 1265 nyanf) stdof y^vCag xaxa x6 
iuQ ytvofievov^ titig xai^g Aayo<ri 
tmv ßomv inixa^eioiABvrj ifa%vet 
uixag mal eig fiapiav Sysi' aop' ov 
aal olaxQog Uystai (vgl. Suppl. 307 
ßoTjXatrjv iivama nivfixi^Qiov — ol- 
cxQov nalovaiv avxov ot Ne£lov 
nilag). ZmcxQaxog dh iv x^ xb- 
xuQXfi ntgl immv diaüxikln xov 
p,vamtt xov oCaxgov' 6 filv yuQ 
uvomp in xmv ^vXatv inoysvväxai^ 
o dh olüXQog i% x(5v iv xo^g noxct- 
aotg intnXiovxanr üwogiiov. Plin. 
H. N. XI 28, 34, 100 pinnae in- 
sectis Omnibus sine scissura, nulli 
cauda nisi scorpioni; . . . reliquo- 
nun quibusdam aculeus in ore ut 
asilo, sive tabanum dici placet. 

676. Bvnoxov: vgl. 812. ,Je we- 
niger Neigung die Griechen sonst 
zu beschreibender Poesie haben, 
um so mehr überrascht uns die un- 
erschöpfliche Fülle ihrer Dichter- 
sprache, wenn sie den Segen des 



fiiessenden Wassers darstellen. Man . 
ist erstaunt zu sehen, wie sorgfältig 
sie die Eigenschaften desselben er- 
forscht u. m welchem Umfange sie 
die Gewässer weit entl^ener Län- 
der nach Temperatur, Geschmack, 
Farbe u. Gewicht, sowie nach ihrem 
Einflüsse auf den menschlichen Kör- 
per beim Trinken u. Bitden mit ein- 
ander verglichen haben.' (E. GuiÜus 
Griechische Quell- und Brunnen- 
inschriften]. — KsQXVBlag fiogi 
Kbq%vij %Qijvri "A^ovg Schol. Nach 
Paus. LI 24, 7 lag der Ort JITeyjjrof m 
(die jüngere Namensform} am dem 
Wege von Argos nach Tegea. Nicht 
fem von demselben, in der Nähe 
der Küste, war der Sumpfsee von 
Lema, welcher aus dem Mythos des 
Herakles bekannt ist. Vgl. Paus. 
II 36, 6. * Der Bergrücken Pontinos 
schiebt sich so nahe an das Heer 
vor. dass für die seinem Fusse eat- 
quillenden Gewässer kein Baum 
mehr ist, um ein Flussthal zu bil- 
den. So entsteht aus diesen Quel- 
len der lemäische Sumpf. — Lema 
selbst war nie ein städtisch be- 
wohnter Ort; der Name bezeichnet 
entweder die Hauptquelle oder ^'en 
See oder die ganze üiergegend' (E. 
Curtius Peloponnes II S. 866, 371). 

678. axQaxog^ interoperatus, 'nicht 
gemildert' wie der ungemischte 
Wein. 

680. Sehr passend lässt auch hier 
der Dichter die nähere Angabe 
des Vorganges (zu 671) bei ^te. 
angoedonrixog u. u(pvl9iog verbun- 
den wie llluc 11 61 SovXoi ya« 
qpooyijfia x6 aUpvid lov xai as^o«- 
ionrixov nal xo nXBCaxta nuQaXoyf» 
^vfißaivov. Die Form dtpvidiog ist 
von atpva gebildet. Ueber die Auf- 



nPOMHeET£ AESM.ftTHS, 

ftaöxlyi ^sla fff» xqo yijg iXavvoiiai. 

lUviig ta iCQa%^ivz^' si d* i%Biq Blnelv o r^ 
Aoi^rdv mvfovj öijiitMVB' fkvidi \i oixtiaag 
ivvd'aXxa iiv^Oig ifsvdiövv' voöf/iia yccQ 
at6%iSxov slvai gni^i övv^itovg Xoyovg, 

s. 

XO, ia ia^ anB%B^ q>ev' 

ovTCot* (ßid^y^ Qvmyc 7fi%ovv %ivovg 

IMlBtöd'tu Xoyovg ig äxoav i^iavy 

ovd* &dB dvö^iata Kai dv6oiöta 

Tcqfkoxa Xvykuxa ÖBCfiaxa xiv- 

XQ^ ifv%Biv ifv%av änq)dxBi, 

im l(o iiotffa (lotQa^ 

Mig>(fix* Blöidovöa %Qal^iv *Iovg, 



89 



685 



000 



005 



IteoDg^ sa 2. Die Cäaar ist nicht 
nach a»QOcd6*fjtog d\ BOndernnach 
ffOTov ansunehmen. 

681. o^^r^oKjlifi : Soph. El. 5 t^ff 
oln^OMl^yog aXüO£ 'iväxov uo^iig. 
oUxQimXrii fiatfxtyi paast um so 
beHer zluammen, als auch die 
Geiisel Stachel hatte (zu 691). 

€82. jijv MQO T^ff : Aristoph. Ach. 
236 di«iiie«v y^v nQO yr^g. y^v n^o 
Y^t tauiwaij^ hm xaigitm ytiv ^96 
TQff Ssot ßovXoixo^ 9C«y« yvv mfo 
yiii in Stellen, weiche von Suidas 
(unter iuiitthnv^ Ctto u. itoo y^g) 
angefahrt werden, Lac. Alex. 46 
m »q6 yjig ilavvsc^ai mg aaßijf 
Cie. ad Att XIV 10 haec et alia 
ferre non po«um; itaqne y^v ar^o 
rijg cogxto. Dem AuBorucIre (ar^o) 
liegt dieielbe Vorstellung zu Grunde 
vie der Bedenaart a^aCßan^ui to- 



684. Der Schol. vergleicht die 
Worte des Telemach Od. 8, 96 fii^^i 
t/ fi* aldouBvog^ fksMoüto^ iifjd* 
iUiU^miv^ all' iv (loi mataXi^ov^ 

W6. 9oCfifia ar<JxttfToy: Tgl. 1069 
Q. Eur. Or. 10 unoXacxop ia%9 
yXmMow.aUi^üTfiv v6oo9. 

686. Vgl. a 9, 812 ix?9^S 7^9 
.Mi««ryos ^i^mg 'Aidao nvX^9iVf og 
1^ htp^tp php icc«^n ivl ip^Bülv, 
aUo dl ff»^. — üvpvirovg Xoyovg, 
composita diota bei Attius. 

688. ffizwfP: Ygl 388, Ag. 606 



ov yag not' jivxovv t^S' iv *AQ^B£a 
j^^ovl d'avmv fiB^i^Hv (piXtatov 
tdtpov fii^og, SuppL 329 tlg fjvxsi 
trivd' aviXniazov tpvyijv niXüstv ig 
"AQyog^ Eur. Hei. 1619 ov% &9 not' 
rivxow ovvB ü' ov^' ^(itcg Xad-eiv 
MeviXaov, Heracl. 981 ov yaQ not* 

691 ^ nmiata Xvfuita diCpatai 
der Gleichkiang in den Endungen 
der Worte ist ebenso gewählt wie 
nachher die AlUterahon tffvxBtv 
il>vzdvy vgl. 480, 969^ Eur. Or. 1302 
tpovtvBts ^ «a/yer«, oXXvti, — dfk'\ 
tpansi xiv^Qm: ygl. Ag. 642 dmXy 
fifftfTiyt triv ÄQTig tpiX%t, Der Treib- 
stachel (zu 323) hatte zwei %ivtQai 
Soph. 0. B. 8K)9 dmXoig xivxQoiai^ 
frgm. 137 jiao4^lrjta iiyovov, — 
Wegen der Wirkung rpvxBiv ('durch- 
schauem, nachher nim^ixaj Plaut. 
Pseud. 1215 mihi . . ille . . cor per- 
frigeiacit) u. zu dem Ganzen vgL 
Eum. 166 ifiol 9' oveiSog i^ ovsi" 
^ffTODf U0X09 itvjpev dC%a9 Si-\ 
wQfjXutov ptaoXaßi^ %ivxQip 
vno ipQivagy vnb Xoßov. ndgeati 
liactixtOQog dapiov ßagv ro nfgi- 
ßaQv üQvog CjE^iv* — Bei dem 
infin. praes. iffvxBivO^t^c^ ikoXsicd'ai) 
hat sich der Gedanke an den äugen* 
blicklichenZustand geltend gemacht 

695. nga^iv, to nBnqayivati 
Soph. Tmch. 161 tr^v avtov ^ono- 
nmv n^a^iVy 293 avdQog Bvtvxii 



90 



AISXTAOT 



XO. kiy\ ixdidaöxs' totg vo6ov6{ xoi yXvxv 
ro Xoijeov aXyog X(fovi€itt0ta69'ai ropcog. 

IIP. %r^v %qCv ys %qbUxv '^vvöaö^^ ifLov ndfa 
xQv<p(og' ^a^itv yaQ t^öda iCQm i%Q^I^ST£ 
Tov afif' iavtijg a^lov iifiyov(tiv7ig' 
tä koixä vvv axov6a^\ ola Xf^ Tcd&ti 
xkr(vai «Qog ^Hgag tijvde xi^v vsavida. 

6v x\ *IvttXBM»v exeQiiaj xwg ifowg Xoyavg 
dv/if} ßdX\ dg av xigiiat ix^idd^jg odov. 

tcqAxov fih/ iv^ivd^ ^Xiov ngog avxoXäg 
öxffiifaöa 0avx^v öxstx* ivfiQOtovg yvag' 
ÜKv^ag d^ a^i^Bi. vo(iädag^ o7 xXexxäg 0xiyag 



700 



7(fö 



%lvovüa nffä^iv xt^v^Bj Ai. 790 ^HCi 
miqfov^ ACavtog ^pktv nQU^tv ^v 

696. nQipt matnre, ^vor der 
: Zeit' : ^ Soph. Traoh. ^680 ^ didotxa 
Y^9 f^V ^99 liyoig av tov no^ov 
vov e£ ifftov, nQlv Mivai tinti^iv 
ii no^oviiB^Uy Fiat. Parm. 135 C 
XQm ya^t n^lv yv(ivac9ii9tiiy oq^^b- 
wai in^xfiifiig %alop x9 xi %al 
di%aiov xal uyu^ov' 

698. liy\ ix^^^aimf : ygL 608 u. 
EU 66. ^ ^ 

700. ifkov naQU novipcag, weil 
I ei der lo oblag (686) den Wansch 

zu erfüllen. 

701. Vgl. 682 f. ^ ^ 

702. xov afitf* iavxfjg a^Xov 
d. L aiitp' iavxffg xbv iavxifg a^- 
lov iärjyovfiipfig. Dieee Einwirkung 
des FlradÜEats auf die attributive 
Bestimmung des Subjekts oder Ob- 
jekte ist bei den Pr&positionen ^£, 
ifto u. na^d besonders häufig und 
ffe wohnlich (vgl. Ag. 688 %y^i 
A%atm9 zutot xmv dnooxifoixov wie 
og x^pv£ Bi 'Axociav xmv ano üxgu' 
xov, Cho. 607, KrOger I § 60, 8, 10), 
kommt aber auch bei anderen Prä- 
positionen vor. Vgl z. B. ivstßtCv 
xd nQog ^Bovg Soph. Phil. 1441. 

706. ^vffro» ßdlBi vgl. das^ ho- 
merische üv d ivl <PQBöl ßdlXBO 
<^tfi (anders Od. 1, 200 mg Ivl d'v- 



S» d^dvaxoi ßdXlovci); zu dem' 
ativ Sept. 1048 yfl^cnr xiJvSb ntw- 
dvva ^XBiv, Soph. Phil. 67 Ivin^ 
xaM Afyf Bioig ßaXe^g, Eur. Phoen. 
1686 0%oxop opfMriFi sotci ßaUiv, 

708. 0r^^^a«a (nicht bloss «^i- 
^a<ra), weil lo sieh von Prometheufl 
ab zur Seite wendet. — üxb^xb yvag 
vgl. 837, Sept. 466 xXifMtxog n^of- 
apLßdesig ctBizBt, in Prosa mo^bvs- 
aJ^ai nBdlop u. dgL, Krüger II 
§ 46, 7, 2. — Die folgende geo- 
eraphische Darstellung, aus Wahr- 
heit n. Dichtung gemischt, beruht 
auf unbestimmten und nneicheieni 
Nachrichten und Erzählungen der' 
Eaufleute, welche den Handel von 
den hellenischen Colonien am 
schwarzen Meere in die nördlichen \ 
Gegenden unterhielten. SrstHero- 
dot brachte den Griechen bestimm- 
tere u. zuverläsidgere Kunde über 
Land u. Leute nördUch vom Pontus. 

709. Vgl. Hom. Od. 12, 39 Iki;^ 
Qijvag fihv nQmxov itpi^Bau — J^v- 
httg vofiddug: Hijppocr.^de a&re 93 
vopkddBg Sh xaXsvvxai, oxi ovn iifxi 
atpi oinijfiaxa^ dXX' iv dad^iiöi o/- 
ttBWH' ttt dh afia|a» bCüi at u^v 
iXdnüxai xBXi^%v%Xot, a£ dl rga- 
«vxlof avxai dl nCXoitti nB^iMB- 
ipifayiiivaf bIcI dh %al xbxbxpk- 
cnivai ä0nBQ olufjfkaxaj xd 'ft^tw 
dtnXäf xd dl T^tjrXa * ravra de %al 



nPOMHe£T£ AE£M12THS. 

olg f»^ irsldisiv^ aXXa yvV aJUötovoiq 
XQi(txvov6a ^%Caustv ixxsQav xdvva. 
Xaiag dl xsiQog oC ötdijifoviiitavBg 
obtovöt XdlvßBg, ovg qwX€iia0^ai 6s X9V' 
iniiUifOL yaQ ovdi 7CQ66%Xaxoi ^ivfng. 
rjUitg d* ^Tßfüftfiv xotafiov ov i^evöciwiiov ^ 



91 
710 



715 



Mtl 9QO£ r« nvtvikaxa^ Meaioa bei 
Stnbo p.^ 202 yXctHtowdyiov mIq 
f€iia9 oK^vaig oiiU\ i%ovxm9^ He* 
rojL IV 46 xoici yiiQ fiijte aatt« 

(«Mxot ßvvag nupx^q imat tnnotO' 
^orcif imo»T8g ftn an' aootovy ilV 
«so ntfpfictPy olxiiiiattt ti <fqn 9 
hd t^vfimPf »«Off ovN av sCriaav 
ovTOi afutvoiC x§ %al axo^oi nooc- 
lU9jH9 ; Nach Herodot lY 19 wonn- 
ten diese Scythen am Carcimti- 
sehen Meerbusen (' todten Meere '): 
To d^ «^off lfm xmv ytoi^cojr tov- 
tmw JEuff^iiap (am Borysthenes), 
^ft«^*Tt TOP IJavtinanriv notapLOv^ 
POfkddtg fjSvf £%v^at viiioPTat^ o^tt 
Tt €Mii^09tBg ondlv ovt8 a^ov«rvsff. 
Aber erst Herodot hat ihre Wohn- 
sitse so bestimmt: Aeschylns denkt 
sich dieselben im Norden nahe am 
Ooean, Tgl. Strabo p. 402 to hqo- 
w liioogin zAv MQog agntov /*«- 
9mp mal tov *Ast«vov £%vbap xtrsg 
90fMS$g «al ttfia{oiicoi, Plin. H. N. 
VI 20, 68 inhabi&bilis prima pars 
a Scythieo promantorio ob mves, 
prozima incnlta saevitia gentinm. 
Anthropophagi Soythae insment hu- 
mtois corpoiibns vesoentes; ideo 
iuxta Tsstae solitndines. 

712. «tla^stv — inntfavi Yg\, 
£am. 1007 t« |ssv axnQov xmgag 
MttzixMtp. ro dl ntgöaXiov »i^«e»y, 
Krflger I g 55, 1, 5 u. II 8 55, 1, 8. 

718. x^nmovca vor (i zu 1028. 
ft^X^' *9fitog dh ««g o arecpesdi}« 
•iyimUgJaxla «alertat Et M. p. 
TO«, 51. Vgl. Choeril. fr. 2 p. 557 N. 
f^g i0toi9i9 (d. i. X£4^oig) iyx9''P^' 

714. Entweder sind zwischen 718 
n. 714 Vene ansgefallen, in denen 
eine weitere Gegend genannt war, 



welche lo, wieder mehr Tom Ocean 
sich entfernend, aufsuchen soll (TgL 
unten unter den Bruchstücken &% 
Ilpofik, Xvofjktvog nr. IX) oder der 
Dichter wiU die Vorstellung er- 
wecken, dasslo, nachdem sie ISxigs 
der Küste des Ooeans an den no; 
madischen Scythen vorübergekom- 
men, die Chalyber links liegen lasse, 
also zwischen jenen Scythen u. den 
Chalybem landeinwärts gegen Sü- 
den wandere, bis sie an den Fiuss 
Hybristes gekommen dessen Ufer 
enüanff zum Kaukasus gelanse, wo 
der Hybristes entspringen soU (720). 
— Ueber den Qenet. laiag (a^iffrs- 
9«ff) x^^Q^S u. a. Krüger II § 46, 
1, 3 u. Scnneidewin-Nauck zu Sopb. 
El. 900. 

715. In unserem Stücke findet 
sich ein Tribrachys im zweiten 
Fusse nur hier, vffL zu 2. Die 
Eigenthümlicbkeit oes Stoffes und 
die ffrOBse Zahl der Eigennamen 
veranlassten in dieser Scnilderung 
zahlreichere Auflösungen als in an- 
deren Theilen dieses Stückes (717, 
720, 721, 722, 729, 730, 735, 788, 
793, 796, 805, 809, 811, 840, 847, 
849, 851, SB9). — Xttlvßsg: Aeschy- 
lus nimmt die, Wohnsitze der Cha- 
lyber, welche sonst südlich vom 
schwarzen Meere angeseben wer- 
den (Herod. I 28, S&aoo p. 678), 
im nördlichen Scythien an, weil er 
die Chalyber als Scythen betrachtet 
(Sept. 12Sxalvßog Znv^mv anoiuog) 
una ihr Land für gleich h&lt mit 
der Gegend, aus welcher der scy- 
thische Stahl kam (vgl. 301) — m • 
Wirklichkeit war dies die (hegend | 
des Ural. 

717. 'TßQlctfjv^ notuuov: Der 
Schol. bemerkt: tov 'AQd\riv, naffi 



92 



AI£XTAOT 



ov fiq X€Qä0^g, w yoQ evßtetog xsffiv^ 
xqIv av nfdg avtiv Kavxaöov iioXfjg^ 6qAv 
vifi&tov^ tv&a notctfiog itcqfvöa iitipog 
xfotäqfatv asr' avvdiv. iötQoystvovag dh %(f^ 
xo(fvq>äg vxBgßdlXovöav ig luöfifißffiv^ 
ßijvcu xiliv^ov, Sv&* *Aiui6v(ov ötfatov 
Tlisig 0tvyävoQ\ aS Ssp^i^xvQav ^ota 
iuctouuovciv afi9>l S€QftmdQV&\ Iva 
tffaxsla xovtav jSaX^vifi06ia yvd&og 
iX^Qoisvog vavtaufif fn^r^vm v^v' 



720 



725 






\ 



ttitov. ^ Die alten ErklArer. welche 
vßffiüTiiv lasen, meinten auo, der 
Dichter habe unter dem ^rücksichts- 
losen Strome ' den Araxes Terstan- 
den wegen der Ableitung des Na- 
mens Ton oQtLCvnv (vgl. Enstath. 
zn Dionys. Periejg^. 789 xov d\ 
Maceayitiuov tovtov 'A^a^ov fii- 
IkVTittii «al AlüTvlog %al aoia%§tai 
ncti imtvof anh xov affdücnv 
nalBia^ai aizov). Ueber die Yor- 
stellnng des Aeschylas zu 714. 

718. evßtttog jrff^av: zu 766. 

719. TtQog avtov Kavnuüov iv^ü 
not«ii6g i*(pvisa (iivog d. i. n^og 
avtov xov xov Kavnaaov xonov 
iv^a noxufibg intpvea f^ivog 'be- 
vor da zur Quelle selbst auf der 
Höhe des Kaukasus gelangt bist': 
avxov gehört dem Sinne nach 
zu ivd'a noxapkog i%q>vüoi iid- 
vog n, setzt die Quelle dem weite- 
ren Laufe des Flusses entgegen. 
Der Dichter scheint sich die Lage 
des Kaukasus südöstlich von dem 
Standort des Prometheus u. wie aus 
dem folgenden hervorgeht, nörd- 
lich vom asowschen u. schwarzen 
Meere gedacht zu^ haben. 

722 r vnsQßdllovüav (nicht 
vnsgßalovaav) , weil die Bicntung 
schon im üebersteigen gewonnen 
werden soll. — 'Jfka^ovmv: vffL 416. 

724.. SMuienvQav — dfiwl Ssf^- 
fiddovxa: Die Sage kennt die Hei- 
mat der Amazonen theils am Flusse 
Thermodon besonders in der Stadt 
Themiskyra (Strabo p. bOS^x^v dh 
S9u,lc%vi^av «ol xd svcol xov Bsff 
amdovxa lesdia %ul xd vnsifXi^itBva 
OffTj Snavxa 'AjJLa^ovmv naXovai %ai 
tpaü%v iiBla^h\vai avxdg iv^ivds) 
uieils im Scytnenlande am Asow- 



schen Meer und am Tanaii. Die 
erstere Wendung der Sage ist seit 
Homer die gewöhnlichere und be- 
kanntere. £mem Widerspruche mit 
ihr entgeht der Dichter durch die 
Annahme einer sp&teren Aoswan- 
derung. Umgekehrt kommen Herod. 
IV 110 die Amazonen vom Ther- 
modon an das Asowsche Meer. — 
Zu cxv^dvo^a vgl. Snppl. 287 «al 
xdg dvavdffovg nffioßoQovg x' 'Apm- 
tovag, 

725. Zva — JSaluvdfiücia yvd^oi 
gibt nicht eine njuiere Beatifnmiing 
zu SBQfiMovxa^ sondern zu der 
ganzen Angabe der Wohnaitse der 
Amazonen, um ihnen eine weitere 
Ausdehnung beizulegen («um den 
Thermodon bis dahin, wo'), vielleicht 
in Rücksicht auf IL 3,^187 of ja 
xox' iüxQttxoiovxo nag^ ox^ag Say- 
yctf^loio . . jifmcxi xö» Bxs x* i{)Aw 
Apta^oveg dvxidvBiQai u. ohne Be- 
achtung oder KenntnisB der bedeu- 
tenden Entfernung; denn Salmj- 
dessos ist nach Strabo p. 819 l^j^os 
alyuiXog xttl Xi^^^g, dUiiivo^i 
dvanBiexapLivog noXvg n^g xoii 
ßogietg üxadiav oüov sxxmtoaimf 

£iXQi, Kvavimv xo »fi%og (von der 
andspitze Thynias ois zum Thraki- 
schen Bosporus). Vgl. Soph. Ani 
966 naQU ih nvcevemv «mildSmv 
didvfiagdXog dnxal BognoQutt Id 
6 SQfjnmv HaXfivdtiüeog , Xenoph. 
Anab. yil 6, 12 Zalf^vdri^cov, 
iv^a xmp f£g xov Uovxov mliov 
cmv vsmv nolXal oniXXovai %a\ 
inninxovci' xivayog yuQ iüxtv ixl 
nannoXv r^g 0'uXdxxfig, 

727. fifixQvid: vgl. Hes. 0. D. 
826 aXXoxs firiXQvifj nilst^ VP^hVi 
dkXoxi i^ijxjjQ, 



nPOMH0£T2 AESM12TH£. 93 

avtat tf' ödijyi^öovci xal luiX* aöiidvag. 

lö^liov d^ ix* ccvtatg ötevimoQOtg Atfivi}? nvXaig 

AfftfAspixov iflBig^ av ^Qa6v9xXdy%v(og 6e %Qii 730 

Xucmoav avkäv ixitspäv Mauovixov' 

i&f€u ds dvritotg siöasl koyog (liyag 

t^g öijg «OQstagj BoöxoQog d* ixdwiiog 

nsnXiiöfvai. Iixov0a d* Bugditrig nidov 

^€ipoy vfi^ig *A6iai\ aqi* vfitv doxst 735 

6 xAv d'smv tvgawog ig xä xdpd'' 6^äg 

ßüuog elvai; x^ds y&Q &%nixy ^aog 

Xfytoiv [iiyijvca xäöi' iniQQiipev xldvag. 

TMCQOV i* ixvföag^ oi x<(pi}, xäv 6äv yayLfov 

livfiöx^ifog. wg yäg vvv axipcoag Xoyovgj 740 

slvat d6x€i öol iifidixm V XQOOiiiioig. 

ISl. üi ftoi [iot. XO. i'^ iij, 

nP, 6v 8* av xixQayag xai/afi^jd^et ' xi xov 

dgaösig^ oxav xä Xo^nä nw&dvjj xaxcc; 
XO. ^ yaQ Xi koiMov xjjds ntjiidxatv iffstg; 745 



7i8. ßdV döfiivag: axvyäpOQeg 

729. l/firijg (Maimtidog) durch 
du folgernde genauer bestimiDt 
Tgl 364. 

780. Ktii^aQinov: der einübe 
Daktjlos im ersten Fasse, der in 
aaserem Stücke vorkommt vgl. zu 
18. — Yerb. ov Unavüav X9V ^' 

731. avlmva (eigentlich «Thal- 

Cd*) Tom Meere aach Sojph. 
h. 100 nopxtuq »vXmvaq» Euer 
iit der Sand des Bosponis gemeint 
(nicht das Asowsche Meer selbst). 
19t, loyoq (tiyug: vgl. Soph. Ai. 

(nmor late serpens) ««lei. 

7S3. Bo^no^ogi die Etymologie 
fsog noifog {xiig arjg xoQfiag) be- 
itünmte in der Sage zum Theil die 
Bichtong der Irren der lo. In Wirk- 
lichkeit war B. B. der Thradsche 
Bosponis, welcher vorzugsweise 
■einen Namen dem Uebergang der 
lo verdanken sollte, nach der Göttin 
Smdrti ^wßfpoQog (dialektisch Botf- 
so^off), weläie dort verehrt wurde, 
benannt. 



734. Xi«ot;<ra d* Evi^nrig nidov: 
der Kimmerische Bosporus galt als 
Grenze von Europa u. Asien, vgl. 
790. Alle bisher genannten Oertlidi' 
keiten werden als zu Europa ge- 
hörig betrachtet (vgl. zu^631). 

736. i(f* vyLtv ioxit: i(fa zuver- 
sichtlich für ig' ov (wie -ne fCir 
nonne): vgl. ^Soph^. 0. B. 822 a^' 
itpvv xoncog, a^' ovx^ *tfff avayvog, 
0. C. 758 iff' a4Hiov xavpeiSog 
mvBidia' Big ch %dfih %ai x6 neev 
vivog'j 780 iy iv aata£ov xrißS* 
av ^dovvg xvxoig ; &rüger 1 § 60, 0. 

786. offroog, ofioiagi Eum. 887 
dvaodonainaia degnofiivoici xal | 
dvüOfApLttxoig oiiMg, 695 x6 x' ^iiaq * 
xal xaT* BvtpQOvriv oi/^ag, TL 1, 209 
Sfiipto oiiÄg ^vi^i (pikiovöd xs 
xrfdoptivn xb. 

74i. iv ngooifkioig slvai wie iv 
xiüiv apt^|EiSft0<&ai 'zu den ngooluicc 

gehören, als nQooifiia gelten '. vgl. 
ers. 485 bv vvv xod* tad^i firidixm 
ItBaovv xoxoV, Eur. Med. 60 iv 
d^XV v^f^c^ novdinm f/kBcol!. üeber 
die Aph&resis Krüger II 8 14, 9, 5. 
742. av: 696. 
745. xi^B gehört zu Xomov, 



94 



AISXXAOT 



TIP. 8v6%bIiibq6v ys xdXayog dtfiQag dvv^. 

• 

ist. tl dijr' ifLol li[v xdgdogy aH*'ovx iv ta%Bi 

oxmg xddoi Mif^atfa t£v xavx&v jcovav 
ttXTilXdyifiv; XQstööov yäg elöäjcai ^avstv 
^ tag andöag ^iiigag na6%uv xaxmg. 

HP, 1} dvönetäg Sv tovg ifiovg S^Xovg fpigoig^ 
otm &av8tv fidv iöxiv ov XBnQaiiivov' 
avtfi yd(f fiv av nrifiax&v axakXayq' 
vvv d* ovdiv iöti tigfia fioc ngoxsifuvov 
fiox^anf^ itQlv av Zsvg ixxiör^ xvQavvCdog. 
ist. 1} ydg not* lötiv ixxsöstv dgxvs ^Ca\ 
nP. ijdot'* av^ olfiaij rijvd* idovöa 6viiq>0Qdv. 
ISl» n&g d' iyvx av^ ijtig ix diog xd6%m xax&g\ 
nP. mg xolvw ovtwv öoi yBytftivai ndga, 
ISl. XQog tov tvfccwa cxrpitga övXtfii^öeTcu; 
HP* Xffdg avtog avxov xevoipQovav ßovXsviidft&v. 



750 



755 



700 



^746. Vffl. Sept 758 »oicidv d' 
ScnBQ ^dlusca ««/»' tty«t* xo /tilv 
nlxvov^ aXJM d* ae^n xQ^xaXov 
Ute. , Suppl. 470 avi}^ ißvüüov ni- 
Xayog . . üßififix« uovdaptov Xtfirjv 
%tt%nv, 

Ul. Ygl. Eur. Med. 146 t£ di 
y^oi t^v Bti niodog; 798 fre»* xi pkoi 
ifj9 %i(fdogi 

liiS. ^axvwlov Jj üxvtpBlöv' vQaxv^ 
ü%lfi^v Hesycn. Tß\. Pen. aOd 
üxvipXovg naQ* dnxag^ 964 cxvtpi^ 
lov in* ttnxäg, 

749. oniDg arniXldytiv: zu 167. 

768. d'avsi^v pLiv, als wenn folgte: 
xtQfia dh fi6%9(üv ovifiv icti nQO- 

TUBlflBVOV. 

764. Zn dem Gedanken vgl. 8oph. 
Trach. 1178 xoig yä(f Q'ccvovüi f*o- 
t^og ov n^oisyCyvBxni^ El. 1170 xovg 
yag ^av6vxag ov% Offw Xvnoviiivovg, 

766. VV9 ^€, nunc vero, nach 
dem Gedanken bI ^ayet> nenpat- 
pkipov fjv, avxTi f^v av ntifidxotv 

766. nolv iv B%n4o^ xvqawCdog 
heiBst es hier, anders als 268, um 
endlich den Schleier des öfters an- 
gedeuteten Geheimnisses etwas zu 
lüpfen und die Gefahr, die dem 



Zeus drohe^ näher zu bezeichnen* 
In Wahrheit ist dort sXnv orof 
%B£vfi do%% richtiger und dem Er- 
folge entsprechenaer gesitft, wäh- 
rend hunBOBiv xvou99iSag eine 
blosse Möglichkeit ist, welche nicht 
in ErfOllung g^ht. 

760. Svxmv (ohne zmvdB) wie 
Soph. Ai. 981 ag id' i%<o9xm9^, . 
vafu ütB9dtBt9, Ant. 1179 »g ad* 
i%ovxmv fttlXa ßovXBVB^v »a^a, 
Krfiger I § 47, 4, 3. 

761. xvguvvu axiinxgul Tgl. 
Soph. Ant. 1169 xvqawvop ^tSj^^ 
Eur.Andr. 3 xvqcivvov i^xiav^ mpp. 
848 xvi^avvov ^co/sa. x^^pvog ist 
wie dovXog, nusiyvrixog, yi^mv xl 
wie die Völkemamen ein Wort, 
dessen Bedeutung zwisdhen Sub- 
stantiv u. Adjektiv schwankt. Vgl. 
Ag. 760 ^ytQdv Xoyogt frgm. 317 
JBQOV yqdpkpM (Catull. 68, 46 ohwrta 
loquatur anus), frgm. 888 namtiXa 
xBzvfilMixa.^ , , , 

762. nffog avtof avxov: das 
Metrum würde die Stellung etixog 
nQog avxov vertragen, aber die Zu- 
sammenstellung von «OTOC avxov 
schärft den Gedanken u. die Ironie 
des Gedankens: vgl. zu 19 u. Ag. 



nPOMH0£T2 /i£SMi2THS. 



95 



np. 

ISl. 
DP. 

np. 
la. 
np. 
m. 
np 



yaiiet yaiiov tounitov p sror' a6%aka. 

xl d* wtiv^; ov yä(f ffftov avdä^^ai z68b. 
ri XQog däfLaifvog SiavüMxzM ^QwaVj 
^ xdiBtai ys nalda q>iQtBQOV xazQog. 
Qv8^ forty avT{5 %ri6d* ano0tQoq>ft xv%rig\ 
ov drita^ nkifiif iymy* av in dB6^wv Xv^Btg. 
tig ovv 6 Xv6av iötlv axovtog ^i6g\ 
täv öäv tiv* avtov hiyovcyv bIvui XQBciv. 
TtAg BiTtag^ 1} ^\iog natg 6* ixakka^Bi xaxiv\ 



705 



770 



836 TO^ t' avxOQ otvxov nijitcc9iv 

ßttQvvitai^ Sopli. Ai. 1132 tovg y' 

avTOf avtov nolsfi£ovgi 0. C.^ 929 

«V 9 tt^av ov% ov0a9 al9%vvBig 

•xiUv Tri¥ avtog «vrov, 1866 xov 

uv%iq avxov natiffoc tovd' aarij- 

Ifftfcg, TimoklesCom. III p. 593 

xitg avtog avrav cvfKpooug (^ov 

^ifii, Flulempn ^ Coxii. IV ^. 50 

tovg avtog avtop fiovlB^' vyiai" 

PHP filovg, in dem von dem 

Parömiogrmpnen MakariuB VI II 

18 (li p. 216 ed.^ Leutsch) ange* 

fflhiten Vene ttfv avtog avrov 

(pvpy 4^voa» uaovHg X£9'm, Babr. 

56, 9 T« 7 avtog avtov nag tig 

tvaqem^ n^ivii; ebenso in der 

Prosa ivie Aeschin. 8, 838 nata" 

Ulv%99 tnv avtog a^rov ^vv«- 

ntiop (in anderen Handschriften 

die gewOhiodiche Stellung avtog 

t^p) , rnat] Aldb. II p. 144 C 

ov^l ttiv itovovv fiffti^a dtsvo- 

tito dnoKteivaij aXXa Ti}y avtog 

anov, Nikotttrat. bei Stob. flor. 

70, 12 d ys liiXXii ^ ttg . .^ . ^9iag 

. tlg Ti}v ol%lav f^v avtog avtov 

dttltvoBo^atj Parihen. 3 nffog 

t^g a4thg avtov ysPtScg tffto^Big, 

Arittid. I p. 128 oayqvwvnav tr^v 

ofm T1MF avtog avtov. TL p. 148 

cqp k9tlag aQganevog tfjg 

aitog avtov t6 üviip^etQOv i^^fff- 

ta n^o tov TtXiovog , und' bei 

Ovid. am. I 7, 26 Taloi poenam 

fortis in ipae meam, are amat. 

m 668 infdioio prodor ab ipse 

meo Q. a. 

763. tt inj T*c PXaßvii vtti. 196. 

764. ao%aX^: sa 171, Arüger 
U I 53, 1, 1, vgl. Bar. Phoen. 



633 01; yaQ^ old' tt ikoi nQOOiimtv 
av^ig iov viiäg not 8. 

765. ^ioQtov^ vgl. 116. 

766. t£ S' ovTiv*: vgl. Soph. 
0. R. 1056 t£ r ovtiv' tlm; ov- 




(lov faiiii; — ya^r'weil ti'd' 
ovtiv ; eine Abweisung enth&lL 
— (ritov avdao^aii vffl. Aristoph. 
Av. 1713 ov^ q>at69 Xiysiv, Orpb. 
Arg. 931 ov tpatov «(««rv, anch 
Eur. Bacch. 472 of^^i^r' aßanziv- 
totciv Mivai fiQotmv, 

767. i^aviatatai : wegen des prae- 
sens vgl. mvyyavn 513. 

768. vgl. Einleit. S. 15; das 
Wort ^i^Tf^ov erinnert an die be- 
treffende Stelle von Pindar (unten 
zu 924).^ 

770. ävi d. i. nXfjv iymys i% 
dtoiimv Xv^BCg (s. v. a. 'meine 
Lösung') av ftnv änootQOtpi}, Die 
in Sv liegenae Unbestimmtheit 
betrifft nar die Möglichkeit, dass 
der andere Fall eintrete u. Zeus 
von Prometheus nicht gewarnt die 
verderbliche Heirat eingehe. 

771 f. 6 Xvoiovt zu 27; das Ob- 
jekt ergänzt sich von selbst vgl. 
ebd. u. 176, 237, 721, 783, 785. — 
lo sagt „wer wird dich lösen 
können wider den Willen des Zeus*' 
in dem Sinne „ niemand wird 
dich lösen können*'. Darum kann 
Prometheus ^ ohne Bücksicht auf 
a%ovtog Jiog zur Ueberraschung 
der lo antworten: „aus deinem 
Gtesohlecht soll der sein, der mich 
lösen wird'*. In Wirklichkeit 



1 



i 



96 



AISXXAOT 



ilP. tfitog ys yiwav JtQog di% aXAaiöiv yovatg. 
ist. f^d^ Qvxit* SfilviißXijtog i} XQti^fi^la, 
nP. xal iifidh öavtfjg hc\ia^Btv Sifrci xovovg. 
in, fiif fMK XQOXBtviDV xdgdog alt* inoötigsi, 
nP. dvotv loyoiv 0€ darcpf) dca^fi^oiim. 
ISl. noCoiv XQodetiiyi/ atQs6iv r' iit^ol iliav. 
nP. dtdmfi*' Hov yaQ ^ nivmv tä Aoura öoi 

q>ifa6m 6aq>fiväg ^ tov ixlv6(nfz* ifits. 
XO. tovtoiv 6v xijv fkhf t^ds, xijfv d' iiwl xaQiv 

xal fgds fih/ yiymvs f^v Xomriv nXavrpf^ 
i\/kol dh tov kvöovta' toOto yäg Jto&ä. 
nP. ixsl XQodviAtlö^\ ovx ipavTidöOfiai 

td fAi} w y^mvBtv nav oöqp XQOöxQ'gietB. 
öol stfätov^ *Ioty noXvdovQV nXavriv fpQa0m^ 



775 



780 



786 



erfolgt im folffenden Stück die 
Lösung nicht unwnog diog, son- 
dern wie bei Hesiod Theog. 620 
o^n dixrjti Zfivos *OXvp,n£ov v^i- 
fkidovtog,^ ^ ^ ^ 

774. dno 'Jovg ^Enatpog , ov 
Aißvriy is B^log, ov Javaog , ov 
TnBQfLVi^CQa fi (irj ntsivaaa tov 
Avynia tov Ofiohyyooy, ^g "Aßag^^ 
ov n^ofTOSy ov *J%Qiaiog^ ov 
Javdfjf ^g TIsQasvgf ov 'Hle%' 
xQvav, ov 'AXxfiflvfi, ^g *Hpoi%Xfjg. 
ScboL 

775. ovnit* 'nicht mehr' wie 




ßoXov Tcld' iati navtl do^disai 
Cho. 170. 

776 f. Mal ikfjSh aavtiig — : 'n. 
auch nicht dein Leid Terlange eq 
erfahren' d. h. ^da versteht diese 
Weissagonff nicht n. würdest dn 
sie zu erfuhren Terlang[en, so wür- 
dest da auch dein eigenes Leid 
erfahren wollen; denn die Er- 
klärung derselben kann nicht ohne 
die Verkündigung der dir bevor- 
stehenden Qualen geschehen'. — 
TfQotsivav (nicht n^tsivag) s. v. 
a. 'und beraube mich dann in 
demselben Augenblicke'. 

778. Ueber diese Construction von 
dmQBta4^€u vgl. Krüger II § 48, 7, 4. 

780. Vgl Eur. Phoen. 961 ToTtrd' 



SXov Svoiv nitfLOiv xov ht^w 
n yuQ ^ nutda amcov ij noXiv. — 
iXov yaQj: rj — ^ ist nach home- 
rischer Weise j[vb1. Krüger Q 
§66, 1^ 3) in der abh&ngigen 
Frage für das gewöhnlidie jl — 
Ij gebraucht, um scharfe Tren* 
nung (dvotv ^ati^) axmudrücken 
vgl. Cho. 890 ildmiisv ^ vinmf^tv 
^ viutaiig^a, Soph. 0. C. 80 o?it 
yoQ %ifivovoC 001 fi vgiioBalavtiv 
rj noqtvBa^ai niXiv^ Eur. Mea. 498 
ov9' irm aa^si^v n ^sovg voaittti 
xovg tot ovx fitQ%9iv iti ij naiW 
xsia^ai d'iaai' dv^Qmnoig tu vvv, 
— novmv tu Xomi: vgl. 634. — 
Die Stichomythie schliesst mit swei 
Versen ab. ^ 

782. tovtoiv (xotv zagitoiv): 
der Dual von 6, ovtog^ ooe, avtog, 
o«, oütig ist in der älteren atti- 
schen Sprache gen. communis. 

783. «tifittüvg ifie: su 771) Xoyov: 
vgL SnppL 878 taaS' dtiuaeäi 
Xitdg^ Soph. 0. C. 49 fA» ii ari- 
ftdüjjg, . . floy ob jtQOOtQBMm 99c- 
«ra» 9 il^Jd ovd' dvtapBCßBi pk' ovdivj 
dXX dtißdaag niftrlfBig avavSoqi 
Ant. 21 oi yd(f tdtpov . . tov d* dtt- 
(uiaag ix^i;JJ. C. 1278 mg (ni ft' 
atifiov , . ovroD cltp^ fis ^r^d^v dvx- 
Binmv IWoff, 0. K 788 ncci fi' 
^oißog iv fihv tnofirjv atiftov i^- 

htBfk'tpBV. 

788. noXvdovovi vgl. zu 689. 



nPOMH0£T2 AE£lCftTH£. 



9T 



Stenf nsQa^jig ^BttQov ^nsiQOiv ofOVj 
Xfdg avroXag <pXoyäitas '^ho&tißstg 



790 



« 



növtov nsQäöa <pXot0ßQV^ ig r' av i^/xg 
XQog rbify6pH» nadia Ktöd^ivfig^ Iva 
ttC 9ofxid$g vaiov6i dipfatal xoQai 
tQStg 9tv%v6iioQq)oiy xowbv oyi^L ixvif^ivM^ 
fLOVoiopvsgy ccg ot^' ijliog itfoödiffxatfu 
äxvVöiv ovd'* 1} vvxtsfog in^tn^ notL 
nikag d* adeX^l tävde tfstg xatdmefoi. 



705 



789. iyygatpov jMfiiuooiv diX* 
fOi( qp^ffMDv: ygl. SappL 179 aivm 
^la{tti Tocfft' 1*19 oBXtovi^iva^t 
Eam. S74 d^Xxojoatpq^ dl ndv%* 
is«»a 9Q99i^ Spph. ^ firgm. 636 

^tiO 99 tpQ990g diXtOlCl TOVQ 

ifung Xovovg» Cho. 460 toiavx 
oMvofr iv <pQ9alv yoä^ov y Sopb. 
Phil. 1326 %al %avt iniotto xal 




ixiüToX^ Xqicxov iyyByQaiifiivfi 
ovx h «la|l U^ivaiiy iXX iv 
*latl nu^lng* 

^ 790. fif^Qow (▼OD der Meerenge) 
rpiti^tv o^v: BU 734. 

791. dptoXag i^XtOffxtßatg (vgl. 
Sept 869 xa9 dnißn noXXwi) 
Umschreibong für dvtoXds ^Xiov, 
-;• Die feienden Oertlichkeiten 
lieffeo demnach im Osten, ans 
welchem lo den flcu» Aethiops 
entlang (809 ff.) nach Aegypten 
kommt. 

798. nopTOVi damit ist wahr- 
icbeinlieh das kaspische Meer ge- 
meint, mit dem im Alterthnm 
auch der Aralsee Terwechaelt wnrde. 

793. Fo^yovsui erU&rt dch ans 
798L Die Heimat der Oorffonen 
Würde nicht bloss im Westen 
(Hes. Theog. 874 £), sondern auch 
m^ Ölten angenommen, wie der 
Schol. an Find. P;^ X 72 be- 
^^iigt: aC dh PoifyovBf ttatu {liv 
t<tcc h xoig *EQv4^ffafpif ikiffsci 
■vi Tof; Ai9ioxi%o£g, a ißxi «pof 
v*«ToX]|y K«i pk8CiliißQ£tt9 f %axa 

^MCRiiüB, Prometbeiu. 



di Jivag^ Inl xmv ^ nsoaxiop xr^g 
Atßvt^g a iaxi ^Qog ovistp. Im 
fernen Osten am Ende der Welt 
müssen wir ans demnach auch 
die Lage TOn Eisthene denken. 
Tgl. den wahrscheinlich unsere 
Stelle parodierenden Vers des 
Komikers Kratinos (bei Harpocra- 
tion \mtex Kiü9'i]vffj %dv^iva Inl 
xifffiaxa yijg tj^eig «al Kiif^viig 
OQOg o^si. 

794. «i ^offxiSag — dtjvaiul 
xoifüLi: vgl. Hes. Theog. 270 <^09- 
«Vi d' UV KrixfD r^aiag xi%8 
naXXmaQ^ovg i* yipexijg xioXidg^ 
xdg dn r^uUtg %aXdovaiv . . . . 
roQyovi^ V eä vuCovai nigtiv 
%Xvxov Slneavoio. 

796. xQsig die Zahl, die gewöhn- 
lich genannt wird) Hesiod scheint 
nur zwei Gräen, Penhredo und 
Enyo, anzuffeben. 'Schwanenge- 
stalt — vielleicht Schwanenleib 
mit Menschenhaupt — haben sie 
als Meergottheiten, die auch wie 
Seevögel im Meere schwimmen, 
wie man desweffen andere Meer- 
ffötterauch mit IS^chleibem dach- 
W (Schömann die Hes. Theog. 
S. 166). — ixxrittipat: die Form 
ixxfiüj^üLi findet sich II. 9, 402 und 
bei jEerodot. 

796 f. vgl. frgm. 169 &g ovxt 
»ifitpi^ i^X/ov nqondif^txai ovx* 
dcxsfamov oiii^a Arjxtpug niotig. — 
naxtpnovp dl vno y^v neu ovxs 

S*X£i ovxB 9iXiiv^ riüctp ^iuxaL 
Chol. 

798 f. ddiX^ai: vgl. Hesiod a. 
0. Sie heissen Stheino, Euryale, 

7 



I 



98 



AIZXTAOT 



dfaKOPTOfkaUioi Foffywsg ßifotoötvyatg ^ 
Sg 9vfft6g ovdelg ilaidAv £|a xvodg* 
oixcvxo iiiv^ 601 tovto q)(f(WQiov Xiym, 
aklfiv d* &KOV60V dv6%Bifi^ d'ae^fittv' 
dJ^vötoiiovg yetQ Ztivog äxifayetg xvvccg 
y(^xag qwkaieiif xov xa funn^äxa ^tgatip 
^AQUiaöTtov Ixxofidi$w\ ol iQveofifvtov 



800 



606 



, Mednsa. — &QaxovT6uaXloi: >g]. 
; Cho. 1048 yvpai%$g af&B (die Eri- 
, nyen) r<Hfy6vatv d£%iiv . . ntuls- 
1 nxavmtivai nvnvoi^g dgaxovciv. 
1 Zu der Beziehung Ton iiakX6g 
Tgl. Eurip. Bacch. 112 nlo%d(U€9V 
fialkott. 

801. ^ ipifovgtüp hier cautio, otow 

ipgoffQiiüaü9aii %atay(oynv ^v Sq>ii' 

I Xng qf9lditM0ai Bchol« fipQOvpiap * 

1 nifi^layiM Hesych) rgl. 715, 804, 

(712, 728, 807). 

803. Vgl. EU 804, daza Kte- 

I titm Exo. Ind. ^ 12 ictt ^ &h %ai 

I iv tor«B noxufMiQ^ 9VQic%6fHvog 

I Kttl nlvvoiisvog,^ Zansg iv tm 

\ Ilantal^ notaptn' all' oQtj nol- 

j Id^nal (iBytiXa/ iv olg oUovot 

ygvnsgy OQPta ttTQano&a, ^iyz- 

^ i^og 090V Xvnog ' üxiXri md ovv%Bg 

I olantq Ximv ' rd iv tm aXXm 

, üoifktxti ntBgdy fiiXava^ ' Igyd'Qä 

&l To iv xiß aTij^«i * &t* aitovg 

I ^ 6 iv totg Sq€Ci xpvtfOff noXyg 

I üMf yivstai 9vcn6oiQfog, Bolin. 

I c. 13 In. Asiatlca -.QCjthia terrae 

; BttntlocQpletes, inhabitabHes tarnen, 

! nam com anro etgemmis afOinant, 

Grypes tenent uniTersa, alites fero- 

cisBimae et ultra omnem rabiem 

saevientes, quarum immanitate ob- 

sistente ad renas divites accessoa 

dif&ciliB ac rarns est; jiuippe tIbob 

I diflcerpnnt veluti geniti ad plecten- 

' dam avaritiae temeritatem. — Zrj- 

f o( n^vag als Diener des Zeus wie 

I unten 1021, Ag. iS6 ntavoCaiv nval 

natifog ron den Adlern, Apoll. Bh. 

Arg. II 289 lABydXoiO ^log %vvag 

: von den flarpjaen. >- dngayii^g: 

HoBjch düQayig* dv9XBqig, meXij- 

QOVy oiv^^oXov (Bekk. Anecd. p. 

369, 17 a%Q6%oXov^ Ton ixQog n. 

uyn {tfiXog\ *im höchsten Grade 

leidenBchafUich, heftig'. 



804.^ ILoivama ^Tgl. zu 543 )| 
^XQatov *AgtpM/9ni¥ j[ta 761]:, 
Herod. IV 27 ovvop^aiß^v av'\ 
xovg ouLV^iOtl *Aifiii,acitovg ' üffifia 
ydif %v nmXiolPüt Zxfßfttu y cnov^ 
ol xov iip^aXpkov (Enstath. sn 
Dion. Perieg. 31 dffl »Iv v^p ro 
%v onv^icxi, liaox6g Si 6 e^ptel- 
lUg). Diese Etymologie, welche 
mit der Vorstellang ekiftiigiger 
Wesen zusammenhängt, stammte 
wahrscheinlich ans den MpifMMraK», 
einem epischen Gedichte des An- 
steaa, von dem es Herod. IV 13 
heisst: iq>tj äh 'Agtüvii^f 6 Kav^ 
oxQoßiov dvi^i^ TlQonovvnßiog srot- 
iav insa, dni%ia&eci ig lüinfSov^g 
(potßoXapkftxog yavofksvog^ 'Ipa^H' , 
vfDV #' v%B^oi.%iBiV *Agi$M9ftovi 
dvdqag i/LOvvotp^iXikO^ , vnk^ i\ | 
xovxtav xovg TQVcofp^XnMtg yQv- I 
nag^^ xwxmv 9k xovg ^T^ogßogiovg , 
nax^novxag i»i ^dlaaoav, VgL 
Fans. I 24, 6 xovxovg xovg yfv- 
9ag iv toSg ixBOiv 'Agi^xiag o 
üifoxovvijaiog yi,d%$ß^aL nt^i xov 
tqvoov tp'q9t,v aQ^aonoig xoig i^^Q 
Iccrjdovav' xov Sh x^cov ow 
ipyXdocovoiv ot y^rtf^fg dviivai 
xnv yrjv itvai 9h ^A^fiaatioyi • 
(liv avdgag iiovoipJ^dXfiovg ndv- 
xag in yBvax'^g^ yqvnag 9h ^r^oCa 
Xiovci einactLivaf nxsQu 9k BX^iv 
%al oxoiia aBxov, Die Sage Ton 
den Greifen aud Arimaspen geht 
auf die persiBch-indische oage von 
den goldgrabenden Ameisen, statt 
deren Etosias a. 0. Greife nennt, 
nnd den gol(]j«u^enden Indem 
zurück (Herod. llT 102) ; die gold- 
grabenden SHeisen ' aber hak 
man in den Mumielthieren der 
sandigen Ebenen Tübets wieder- 
erkannt (Lassen Ind. Alterih. I 
8. 1021«). 

805 f. {^vtfdppvtoy: Herod. III 



nPOMHS^EXS. AEZM^THS. 



99 



olxav6iv afiqpl väfux nX^vtovog «ofot/' 

vatavöi %Tffaiq^ Mta nofta^og Ai&Co^* 
xovtov na(f' ox^ag Ipqp', iag äv iiixy 
octttafia6[i6v §if&a BvßUvav igäv a%o 



810 



116 nfiq 9h a(f%TOV f^g EvQmnrjg 
xollm xi ntfi^xog XQvaog waivu- 
tat imv' o*mg {tlv yiifOfiBvog^ 
•4% ixa ovdl rooro dxQmitog 
flxai. Hyexai^dl vnht xmv vqv- 
9»v igMtt^Eiv *AQifiaanovg Svaoag 
aavPO^aXfjkovg. Der FIum Pln- 
ton, aeasen sonst nirgends Er- 
wähnnnff gethan wird, scheint eben- 
so erdicn&t zu sein, wie der Hv- 
bristes 717. Der Name entspricht 
der Yorstellong YOn der Gegend. 
— «dpov: SU 532. 

807 ff. cv theilnahmsTolI. ^ 
xjilovQov y^p xfAoivov tpvXov: der 
perstelicbe Aconsatiy steht als Ap* 
Position bei dem Namen des Landes, 
vgl Erflger II § 46, 8, 1 n. 2. ;- 
ntlaivop q>vXov ist durch noxcefMg 
AM<yip im flg. Verse näher bezeich- 
net. — ^Xi9v nifiyaigz darunter kann 
nicht aer dem Ammon heilige 
Somienquell, welchen Herodot iV 
181 beseiireibt(fo^^«Zi7tf(tr dh ovri; i} 

Crirt. rV 7, 22 aquam sous vocant, 
Locrel VI 8i8 esse apud Hammonis 
üuiiim fons luce diama frigidos, at 
calidus noctomo tempore fertur), 
ventanden werden. Vielmehr zeigt 
Eoiip. frß;m.^71i Migorn x'qei* 
attnixi ffi^f ijv in x^^oinntov a^- 
ft«t«r »imxfiv x/^6va jETXtog dvC- 
sytv xjfvfi^ ßdllei iployi' nalovai 
i avx^p yBixovBg fislduß^oxot 
iBo ipagpveeg 'Hllov 9' tmtoaxä- 
cttg^ dass die navxoxQowog Xifivrj 
gemeint ist, welche im Prom. soll 
onten Irgm. II beschrieben wird, 
ein See, deesen Wasser Leben u. 
Segen spendet, der ursprünglich 
am Himmel gedacht, später aber 
auf die Srde verlegt wurde , vgl 
den horaeriadien Vers (Od. 8, 1) 
*HiXiog &* dvoQOwre Xtmav ntQi^ 
nmliim U^9np ovpcnroy ig noXv- 
fcZser. — Mit dem erwähnten 
Fragment des Uifoiifid'iig XvoiaB' 



vog erweist Strabo i>. 33, dass 
nach der alten. Ansciiaaun«^ der 
Griechen der gatize Süden als Ae- 
thiopien wie der ganze Norden als 
Scyuiien betrachtet wurde, undsetet 
hinzu iirivvn 91 nal '^(poqog x'^v 
naXaich nfffi xijg Al^umlug 96- 
iuv . . . ngoaxi^nat. 9* ort {leiimv 
fl Ai^tfmia %alji Z%v&ia' desft 
yap, 99701, x6 x&v Al^ionatu i9vog 
naQaxsivsiv an* dvaxoXmv ^ei- 
pL$Qi9mp ikfx^i 9vü^mm^ ^ Snv&Ca 9* 
dvx£%Bixai xovxta, 

809. noxaitog At^ityipi mit Recht 
bemerkt hiezu der Schol. 6 NstXog. 
Der Name Nil sollte dem Flosse 
erst Yon der letzten Katarakte an 
(s. Anm. zu 811) in eigentlicher 
Weise zukommen, vgl. Sohn. 32 
demum<^ne a Caturacto ultimo ta- 
tus est, ita enim quaedam claustra 
eius Agyptii nuncupant; relioto 
tarnen hoc post se nomine quo 
Nigris vocatar, Vitruv VIII 2, 6 
pervenit per montes ad catarrha- 
ctam ab eaque se praecipitans 
Nilus appellatur. Aeschylus Iftast 
demnach den. Nil unter dem Namen 
Ai^lwp (Nig^s) nach damaliger 
Vorstellung im Osten (Südosten) 
entspringen, vgLSchoL suSnppl. 559 
%to96ßoa%ov (von dem Nil): i^aal 
yoiQ Xvoitipfig %i6vog noQd 'lv9^Cg 
nXfjqovc^ai avTov (Alezander u. 
seinen Begleitern galt der indi- 
sche Hydaspes als Anfang des Nil), 
frgm. 804 yivog iihv aiveiv ixfktt^av 
inicxa^at Al^nmi9og y^g, iv^tt 
NMog inxdffovg y^tSav %vXCv9n 
nvBvfkdxtav inofißQl^f iv d' 9iXiog 
nvQomog ixXdi^^ag x^ot'l Tijicst n$^ 
xQaitxp itovu' nana 9' sv^teXtig 
Alytmxeg dyvov pdftaxog TtXfiQov^i- 
Pfl tpsQBaßiop ^'^ifirixQog dpxiXXei 
mdxvp, 

811. naxaßaci^opi damit ist die 
s. ff. kleine Katarakte, die zehnte 
und letzte gegen Norden (jetzt 

1* 



\ 



100 



AI£XTAOT 



Zfl6i 6Bnt6v NMog tvfcovav ^iog. 
ovtog 6* 6dm6Bi tfjv tifiyan^ov ig x^va 

'Jor, xinQmtiu öoi xb nal tixpoig xtteai. 

täv d* Bt XC 601 ifBXXoV TB Tud dvÖBVfBtOV, 

inavadixla^B xal 6cupmg ijcndv^avB' 
6xol'q dl nkBtfov 1} deAo xigBötC fioi. 

XO. bI iiiv ti fgÖB Aoe^oi^ ij naQBifiivov 

l%Big yBymvBlv r^g xokvq^OQov nkavtig^ 
Xfy*' bI dh navx* Btqfqxag^ fi^jLtv av %affiv 
dog i^vnBQ altoviuö&aj yLifkwiöw, 8i nov. 

IIP. to icav %OQBtag rjdB xbqii axrptoBv. 

onmg i* olv Bidy fii} yMxvfy xkvovöä f^ov, 
a nglv (lokBtv iBvg' ixuBfLOxdtixBv tpgaöiOj 
XBTcinjQiov xovx* avxo dovg fLv^tov iiiäv. 



815 



820 



825 



8oheil&l, d. i. Katarakte) ffemeint, 
welche Katddowcaldew, Tgl. Herod. 
II 17 AfyvKTOv TttLoav ä^iapkivriv 
äno KaitaBovwav %b %aX ElBtpav' 
tivris noUog, Strabo p. 817 fitic^ot' 
d' vnhif ^EXBtpavxivris iatlv xata- 
gantfig ...» nttgadrig ng oqppvpy 
inintdog (ihv avmd'iv matt dtf rf 0^«» 
tov notaiAov n tflevtmüa a* itg 
%Qfiav6v^ %a9'' ov %at€eif^yvvtai 
x6 'ödo^, Cic. Soxnn. 8cip. sicnt abi 
Nilns acl ea qnae Cat^npa noini- 
nantor praecipitat ezaltiasiniiBmon- 
tibcuu — BvpUvnv offÄv: ano tfjg 

, yivopLivriG xor^' avtoCgßvßlov f- 
nlacB9 Ttf BvßUva ogri Schol. Da- 
zu bemerkt Stanley: non absimile 
vero, namque et Niger pe rinde 
ac Nilas ^papyro viget et oalamo 

i praetezitor' Solin. 80. 

812. osntov: wie in deni oben 
angegebenen Frgm. iyvov vdfiatog 
und 434 dyvoQvtfov noxaf/kmv^ Pen. 
497 ih^qov ayvov Zt^fviiovog. Enr. 
Iph. T. 401 (svfiata 6S(iva J£Q%ag, 

I — Ntilog etwa soviel als Nsilog ye- 
v^i^Bvog 'als Nil'. — Bvnotov Siog 
(▼gl. 676): Sappl.66i vBaoroNBilov 
y<kro»g«^iXTOt', Achilles TatiaB IV 18 
vom Wasser des Nil: yXvnv 91 ntvo- 
(livov riv xal ipv%Qov iv ßhqm tijg 
ndovi}^; desshalb rief Pescennina 
Niger den Soldaten, welche Wein 



▼erlangten, za: Nilmn habetis et 
vinnm qnaeritis? (si qnidem, setit 
Aelins Spartianas c. 7 hinzu: tanti 
illina flnminis dulcitndo, nt acco- 
lae Tina non qnaerant). 

818. x^iyiovov x^ovttt v6 nalto- 
(isvov dHxa^ Herod. II 18. 

814. fioKQav Ortlich ('femM, uicht 
zeitlich (bis zur Bfickkehr der Da- 
naiden nach Argos). 

819. xmv 91: zn234. — fpillifi 
Aristoph. frgm^ 636 ^bXXop itfti 
xal %alsi xrjv aQ%xov ägtov. Vgl 
Hesjch 'fBlXog' 6 xo aiyfia xafv- 
xB^ov XBvmv. ijfBXXitBiv dciq^toi 
XaXB£:y. Bekk. AneccL p. 116, 18 
ifBXXog' AlaxvXog Ügofiff^B^, xi- 
9'6i%B 91 x^v Xiäiv inl xov oatpog 
(iri BlQTiitivov. Vgl. xvq>X6g (zn 499). 

817. Zu der AuflOaung im ersten 
FuBse zu 116. 

821. Wegen der langen Thesis 
im fünften Fuaae vgl. zu 107. 

862. ßiiivfiüai 9i «ov ist in lo- 
ser Weise dem fjvnfif aixovf^BC^ 
beigeordnet. Vgl. Soph. Ant. 631 
av 9 fif xaT otxovf , . Xif^ovea /» 
i^intvBg ov9' ificcv^avov «pc^oy 
9v' ixa %xL 

828. TO «ay nofftiag tBQfux: zu 
1 (das ganze Wanderziel «■ das 
Ziel der ganzen Wanderung). 



nPOMHe£T£ A££M52THS. 



101 



0x^01^ li^v wv top xXilotop ixXedfio Xoyatv^ 
MQog atiTO d* slfu xigiui 6äv xXavruiatmv, 
hisl yaif ^X^eg XQog MoXoööä y^g xida 
xifv al%vvmx6v x* afkqli dfoimwpfj Iva 
fuxvtsta d'äxog r' ietl Ssöxfonw diog 
tsfag r' antatovy aC Xifoöi^yoQOi d(^8g^ 
vq>* &v 6v Xttiixffäg xovdiv alvixtriQl&g 
fCffO&riyoQSv&fig 1} ^log xXsiv^ ddfiaQ, — 
[jlidXlov6* iöftfO'ai] tävÖB XQOööatvsi 6i ti; 
ivteCd'ev ol6tq^6a6a tijfv naQanxCav 



830 



— 835 



887 £ •z^ov — xigiiai übergan- 
gen iit die Wanderung von At^cb 
nach Dodona, welche wabrschein- 
lieh über daa ftcAiache Meer nach 
Kleuuuden (ysL Sapnl. 547 1^ und 
▼<m da znrfick dnrcn den Tnraci- 
sehen Boaporns nach Dodona 
gehen aollte. 

8S9. Moloücu yijg nidai sn 1. 

880 ff. ainvvatov: Dodona kg 
am Gelrirge Tomaros (Tmaroa), an 
denen Fasa der Tempel stana. — 




ö^j'*^'^^**^^ ^^^ ^^ "Elinas X^' 
•rWtfr <Iva». Eb war ein Zeichen- 
orakel, indem Anfiuga die Ztlloi^ 
ipftter drei Frieetennnen {ntUal 
C L noUai) das Bauschen einer 
heüiffen Eiche (jpi^yos) denteten, 
?^. Od. 14, 8S7^YO«r 9' ig ^ndmvriv 
fftixo fiiißfvai^ otpQa ^«ofo i% SfffOg 

IL 16, 288 Ziv Sva ^indmfait 
Jhlaiyi%i^ Ti}It^» va^onr, dm9mvrig 
I nsdimtf 9vffXffij»iooiy * afi^l d^ Zil' 
Zol ffol va£ov0* vnaiprjtat avisnro- 
so^fS XafuuBvvai, — ut Mffoiifyo- 
^o( Msgj Tgl. Soph. Trach. 171, 
1166 « zAp 0Q9£n9 %ul taiiuinoi- 
T»v ifm £%XiAv icMl^iv aXeog 
tUty^vipu^flP^ nQog %^g nax^ag 
Bcl «olvylotatfov iffvog^ Seneo. 
Herc. Oet. 1476 onercns fatidioa. 
-- B90MfmtO9i Eor. Phoen. 982 
B»9n^mt99 ovdag . . ütuva z/odo- 
nif ßuB^. Steabo p. 328 Jm^ 
9m9ii fo/rvr ti fkhv muIuiov ««0 
BinMnoüg ijy . . . %ul et r^oyiKol 
i^ MU lUidaqog BiaM(fmU9a tlQii' 



vno MolottoCg ixiyito, 
833.^ Xet^ngmg: vgl Eum. 797 

834. .17: der Artikel bei der di- 
rekten Angabe der Worte des Ora- 
kels vgl. Enr.^Herc. 581 ^Hoecnlfjg 
6 nalUvmogog mQo^^e lifo^u 
Orest. 1140 6 t^fjxQoqfovtfjg 9 ov 
xalBl^tavtnv %x€tvmv. — %Xnvrit 
%lBiv6g ('erlaucht') ist ein Beiwort 
fürstlicher und adeliger Personen. 

835. Statt der interpolierten Wor- 
te fkiXlovc' iated'ut, erwartet man 
den Gedanken iga iidniv Xiym 
(vgl. 824) ^ tmv98 nffoüaaivei ci 
T»; etwskuXvsig fiutai* ^tmv98 
nQoccuivei ai vi: indem Pro- 
metheus die genaue Kenntniss der 
Worte des Orakels als das beste 
xB%(iiiQtov (826) betrachtet, Tgl. Ag. 
1194, wo Easandra sich ihre gründ- 
liche Kenntniss der früheren urftnel 
des Atridenhauses Tom Chore be- 
stätigen lässt: ^fiagtov iq ^q£ t4 
to^otfig tig mg ; 17 7tfBv96u(t»tig bIiii 
^vffonoirog (pXe9(ov ^ Sopn. Oed. xL 
1140 Xiym xi xovxmv ^ ov Xiya> «£- 
nifayfkivov; — nooecaivet: vno* 
ftLittvtjexBi ÜB Schoi. 'berührt dich 
scnmeichelnd, erweckt in dir eine 
holde Erinnerung', TgL Soph. Ant. 
1214 nat96g ßB caivBi «p^oyyos, 
Eur. Hipp. 862 xal iLrjv xvnoi yB 
üWBv96vfig XQ^^Xdxov xijg ov%bx* 
ovarig xijcoB ngoccaivovci üb, 
Uebrigens steht der Sats parentne- 
tiach. 

836. olüXQiicacet: Tgl. Eur. Iph. 
A. 77 8^d^ «a^* *EXXa9' olcx^cag 
9if6pkfp oQiiovg naXaiovg TvPottifBm 
t^teifxvifBxui, 



102 



xilsvdiov ^J^ag 9$g6g ftfyuv nolxov ^Pdag^ 
aqp' ov naXifMhoYntQiai XBifat^ei iQOfioig' 

6atpmg inüftaö\ ^Iwtog xsMiftjöetm^ 
f^Q 6rjg no^lag ^nnjfm xolg ximv ß^offotg. 
ftfifietd 601 -xdi* 4tftl T^g ifiijf^ gfffevog 
tig digxs^ttt ^Xdov xi toS nsfpaöfiiwyu, 

%ä XoiTtä d* v(itv t^8i t' ig fcotvov g>(fd6xo^ 
ig tavtov iXd'dv %äv TcdXai loyov txvog. 
iötiv xoXig Kävaßog i6%utri %^ov6g 
Nsilov XQOg ccvtp 6t6iiart xal nQ06%m(iaxi' 
ivxav^a d'q Ca Zevg xl^av If^QOva 



m 



845 



8S7. noXxw^I^ias: xal'AnoXXn- 
ftta^ (Argon. IV 327 dq fu tote 
XffOt^itlP Kolxoi Sla d'^ixngofioXoV' 
r«g) K^ovinv ala tov 'loviov ^tfi* 
<ovTCi yuQ inaltito, Sdiol. ^ 'fti- 
'.yavi Verg. Aen. III 211 insulae 
ionio in magno, dazu Semas: 
Boiendnm loniam ginam eise im- 
mensmn ab lonia nsque ad Sidliam 
et hnitiB partes etse Adriaticum, 
Achaicum, £]piroticum. 

938. netXiiinloiy%toici : ndkiv be- 
deutet 'Yom Meer ab ins feste 
Land 2tirack\ Tgl. Hom. Od. 18, H 
"ffaXmffXcex^ryra. ^^^f^o^fK» (za 568) : 
das FrftsenB zeigt an, dass die An- 
kunft bei Promethens zn diesem 
letzten Laufe gehdrt. 

840. *l6viog : eine unrichtige Ety- 
mologe. In lovi^os ist hier, wie 
Eur. l'hoen. 208 (^loviov nara s 
C^a d' ttydXfiaai)^ die erste Silbe 
kurz. (Jo hat bei Ovid. Her. XIV 
103 die erste Silbe kurz.) 

84 L T^« a-^g nogeüeg, itineris 
tui, aditus tui (Schutz); anders 738 
(traiectionis tuae). 

848. tov itBtpaüfiivov i tov fpa- 
'VSQOv, Schol. 

845. tcM^ TuiXat (von der näch- 
sten Yerganffenheit wie Ag. ^587 
dvcoXoXvia ij^p ndXai tagag Sna. 
ox ijXv o n^atog vvx^^ ayyeXog 
nv^O£) Xoyav: vgl. 815. 

846. iottv wltf 'Xmmßog: in 
epischer Weise und mit 



Wendnng wird die Scfaildomag der 
OertliduDsit der Bescfaiieibiinff der 
Begebenheiten voraingeBcfaicfct , TgL 
Od. 3, 293 ^att ds xig Imw} tU- 
naid re elg SXtc «ir^i;, li. 2, 811 
iüti di tig nQOKugoih» naXtüg ai- 
wHu Kolmvij (bei lateimschen Dich- 
tem est locus); Soph. Tsach. 2S7 
tfKtif rig i<n* E^ß^iig^ 762 ihm} 
tig dfiminXvavog ievtv^, Ant. 966 
sflr(^ de Mvecpiiov ünildSmv mtud 
BoawoQiai 19' 6 Opi/iuSr Xal^nr- 
drfoapg Stm %ti.^ Eur. Hipp. 1199 
dnvij ttg ictt xovniitawu t^dt 
Y^f Ip^« T* ^62 rjp ttg ^iagg»i 
%vuitmv noXXÄ adXqt «o^Xomeo^ dy- 
fiog, li60x^9JjSt&g ißtiv'jäzd'iSoq 
«po« iaxdtoig o^oitfi, auch Aeseb. 
Pexfl. 447. — - x^^^' ^ihree Lan- 
des', Suppl. 717 ofoxo; i^wt^Q9i 
v^dum VBtog, Vgl. SnppL 81 1 «a2 
■ykijv Kd$f4oßov ndvl Mfftfpiv fkffo 
(7«5). 

847. KffOüxoipkctTH VA vno to« 
«rorft^ov injirüo 7tgo99vfi.iKti tw 
^dfiurag, Schol. Vgl. Sol. fr. 28 
NsiXov ini ngoxo^^ Kcevmßi&os 
iyyv^ev dKvtjg, 

^48. x£dif^w, dem ProizietheaB 
«chwebt die Zukunft wie Oegenwwt 
vor. Vgl. zu 109 und 211. — ^ 
4pgo9U : weil die Sa^e ge&adert nit; 
nach ^ der gewOhnhehen Sage («i 
561) ZMg htatpriödfiepog vi^ '/«v$ 
^Xiv 9lg ywutita [atwfBOQfpmöt 
(SohoL zu EuT. Phoen. 678), Tg]. 
OTid. Met. I 738 vukuB cnü iBa 
priores fitqne qnod ante foit. 



nPOMHeSTS AE£MATHS. 



103 



tä^sig Tcskmvbnf "Bncupov' Sg nagnti^Btai 
oöfip Mlaxvfptyog Nstlog i(fdevsi x&6va* 
xiiixtff d' an* mvtcv y/wa xdvtfptoptdnmg 
xdXiv xffog "Apyog wi%* htov^^ Hev^msai 
dTiXvöJtoQog y fpsvyov0a övyysv^ yofuiv 
avBifiäv' ot d* hctofifidvoi tpQivug^ 

ij^ovöt thfp^omtg otl ^Qaüip,ovg 
ydfuwg, ip^övov dl 6(oiidt€ov Si$i f^sog* 



850 



856 



860 



849. Das Wort Inafp&p ist ffe- 
brancht um der Elymologie Ses 
Namens "Eua^oq ^Rillen (Tgl. SappL 
46 inmvviila &* htBUfftUpixo aogci- 
^•g aimp eiioymQf lBittaip6v t iyiw 
vtcgn); die darcÄi htawmv axaQßtt 
XH^i aoge^ebene Leicntigkeit und 
SchmeruoBigkeit der UmwaadlaBff 
wird noch näher bestimmt dnr^ 
ludj^tymp fiovor wie Siq>pL 676 diip 

%voltu9 savcTtfi, 1066 Yo nrniovig 

9»9^ ivp^Bvei ßCtf miüug^ 46 i{ 
intxv^iag Ztivog Ima^iv, 

860. In sarter Weise deutet Pro- 
metheus dadurch^ dass er xmv Jioe 
yfvi}fMrrflB9 f6r xr^g dihg Inatp^g 
ngt, an, was sich von selbst ver- 
Btood n. was Snppl. 312 %al Ztvg 
j iwoMtag xsiqI qfttvBt yovov ans- 
drficUich angegeben wird, wie auch 
ichon oben 834 darauf hingewiesen 
ist. — inmvvaav rotr ^log yBvmi' 
fiuxn9 bedeutet * benannt nach der 
Axt und Weise des yBwav (durch 
^xaij^i^)*, wie es Sonpl. Slb^Enatpog 
alf^im^ (vüimv indvvuog heiBst 
('■ach der Art der Herstellung durch 

861. xit^ig: dieselbe Form auch 
869; die medttle 768. 

86t. $ctmxv9f&vf: Tgl. frgm. 804 
i90u NBiUig (mxtt^ffg (die aufge- 
löste^ Form fzgm. 280 9l§%xdvti9 

868. wdpmtii: m TT4. 
864. ovx inovüui erkl&rt durch 
den Znsats ^tvy^vetc . . uvifpimp. 



— ilBvctxai'. ilBvoofifu noch Sunpl. 
628; sonst kommt bei attbcnen 
Dicntem nur tlfii vor. 

855 f. cvyyBv^ steht motivierend 
für wBvyovcec, — dvBipi&vi vgl. 
Suppl. 820 ^ttvaog' dSsltpog d 
iext nBVxriTiovxdnaig . . Afyvnxog. ' 
— intorüLivphi Eur. Iph. A. 586 
ig toxi 8 avxbg inxod^rigt Sappho 
fr. 2, 5 %al yBlaioag CuBQdBv, xo 
fioi iittp %ao9iav tv cxi^vBaiP imo- 
aoBv, Apoll. Rh. I 1232 xov 91 
fpifivag inxoifiaBv Kvn(fis» 

867. x/ipxoi: in dichterischer 
Weise ist das Gleichniss ohne com- 
parative Coz^junktion beigesetzt. Zu j 
dem Gleichnisse^ vgl. Sappl. 223 iv i 
iyva d* iciiog mg nBlBiadmv t^BO^B , 
niQTiap xmv oiioitxigiov 90^91 IL . 
22, 139 ifvxB %iQ%og OQBüqnv ila' ' 
tpifoxaxog nBxBBiv&v (riidüag ot^i^OB 
(iBxi xQi^Qonfa nilBiav. 

859. fj^ovop HBit ^opncui vgl 

fIfBiap iffiiP oben 169, Cho. 481. 
^er Sinn ist ' Gott wird ihnen ver- 
sagen, womach sie jagen '^ cmy^i" 
xmp xmp nuff^iptop qivopfiüBi av 
xidg (vgl. 684); 'puellarum fructum 
deus maritis invidebit' (Heyne). 
Die Ehe wird zwar geschlossen 
werden, aber es wird eine Blut- 
hochseiit werden. 

860 f. Für d^(sT«( verlangt Bim 
u. Construction des Sataes «f/sa* 
I STixi («» tttiutg^atxai wie Sopfa« 
Fhil. 48 fpvlmiBxui «>^ ^vlat^if- 
tfcvffi, Tgl. Ag. 1689 J^Bnfmp «««paior 
oT^I«» nidop^ PerB.696 tdftujfiiiüa 



104 AUSLTAOT 

yvvr^ yäf avdf* i»a6tov aiävog 6t€fsty 
dtth/ptxw iv ötpayatöi fidtifaöa J^igfog* 
touid* ix* ix^ifwg twg iftwg IXdm Kvxifgg. 
ftiav dh Xtttimv %\jLB^fog f^iU^Bi x6 f»i} 
ntslvui 6vvswov^ all* dxafifilwIhiöetM 
yvcifttpf' dvotv dl f^ax9QOv ßovlijöBvai, 
xXvsiv avahcig {naXlov ^ iu4xup6vog' 
mtfi um "Aifyog ßaöiXixov r^a yivog. 
fLaxfOv Xoyov ist tavx* hcsiik&etv tofäg, 
önoQ&g ys fci^y ix tij6d9 fpvöitai ^Qaövg 
TolouTi xlewog og aivcw ix tdivd* ifc^ 
Xv6€i. toiwda X(fii6n&v 17 xaXmyeviqg 
fii}Ti}9 i(iol di^XJ^s Titavlg Sifug* 
Zntog 8\ X^^Vj '^^vta dst iicexQOv X6yov 



805 



870 



875 



d' ai^ovpa, Enr. Herc. 67S at^ta%^^' 
69tai /Üf^TLiiq vafka. Wegen des 
Mangels der gewöhnlichen G&sur 
^1. zu 640 u. oben S. 28 Note). — 
ifffXaay^a: Tgl. Eur. SappL 367 «ol 

gäyaXff Ilelaöyfy %al xav' ^Agyogf 
trabe p. 221 AUxvloq i% rov kmqX 
Mv%'ivaq *A^avg tpviülv iv *Jx^Titf( 
%al jdavatüt to yivog avtmv (näm- 
lich tav nslaaymv) xal ttiv Uilo- 
n^vfjaov 9h IlBlaay^av iprfclv'Ewo- 

?og xXrid^vai. Es ist das Land des 
^elasffos (Suppl. 260) d. 1. Argos 
(Sappl. 634) gemeint.— 'i^(^£t, movm. 

— iafjkivtmp, avtav, Erflger I § 47, 
4, 3. — PV%T iipoovQi^Tqn Sdiol. 
t» vvxTog initfjQifaavti f vielmehr 
y^achtwachend". Vgl. za 699, 

862. Fxo0Toy erstreckt die Gel- 
tang seines BegprifRa auch anf yvyi;. 

— altavog axBQti: vgl. II. 22, 68 
avthg 9h ,9^^^ff aläpog aiiBQi'jjgj 
IS, 463 in^v diQ tov yf Unjj ^vxfl 
Tff xal aimv. 

363. iv atpuyatoi ßaipaüa ^iipog: 
vgl. Soph. Ai. 95 ißafffag iyiog ei 
sr^os *Aifyiitov ct^axtS; iv öwayatci 
me iv tpovm 'mi Blate aer Ge- 
mordeten '. (Blomfield erkl&rt nach 
Bnhnken iv ctpayjKict *ia ingulo' 
nnd vergleicht Enr. Orest. 291 
fiifxo«« zBHOvirng tig ümayag aoai 
iiipog^ Arist.^ H. An. I 14 xoit^oy 
ih (ligog avj^ivog xol azij^ovg 
090712 (bei Thieren), Polyaen. YIII 



48 xb iitpog nad-Blüa dMc x^fUfpa- 
y^S, Antonin. Liberal. S6 imataittf 
iavxag xi xe^xtdi necQd xi^v nliÜa 
%ul dvii^ii^av xfiv üfpayiiv), 

^ 864. Vgl. Snppl. 1032 (i^fid* v% 
ivdy%ag ydfiog tXl^oi Kv4hf(filag' 
oxvyEQnv niloi x6^ i^lov, Xenoph. 
Anab. III 2, 3 6l(uii ydff av viuii 
xoiavxa nai^itv, aia xovg ix^ifovs 
of ^eol 90ificBietv. 

865. iilav: zu 774. -* ^ilin x6 
fiif: za 236. 

866 f. anaaßlvv^iqaBxai: anaa- 
ßlvvetv ut außlvveiv de impeu 
animi retardato i)onitar. Compa- 
ratio a retusa ferri acie ducta eet. 
Sic Sept. 715 xB^rjyiiivov xol fi 
ovx inaiißXvvsig Xoyp (Schütz). — 
V^l. die Worte der Uypermnestra 
bei Ovid. Her. XIV 9 esse ream 
praestat quam sie placuisse pa- 
renti. Non piget immanes caedia 
habere manus. 

869 f. Prometheas beginnt, als 
ob er alles berichten woute, bricht 
aber plötzlich ab. In diesem Sinne 
ist das Asyndeton fMrx^o« Xoyov 
9bi za deaten. Zu f^ax^ov Icyov 
v^l. Pers. 713 nävxa yuQ axavan 
ftv^av iv ßoaxBi loya, 

874. 9tiil^B wie a^Bint ('legte 
aasführlich dar '). — Tixavig Bifug : 
zu 210. 

876. Die Verbindong von onag 



nPOMHe£X£ A££MATH£. 



105 



ISl. ilsXev, iXsXsv, 

vxo fk av ötpoKakog xal tpifBvoxXtiyitg 
ftavüu d'aXxQvö^ oMr^av d' &(f8ig 

MQadta dh ipofiqt g>Q8va iMMtl^H' 
T(fOxodivsttai d* ofifia^' iktfötpfj 
Ito 9\ dfOfLOv q)d(fOfUii IvöC'qs 



880 



0. os]7 loll jeglichen Umstand zu- 
■Mnmmifawfln Zn der Ellipse vgl. 
916. Was PrometheoB hier ver- 
schweigt» erf&hrt der Zaschaner im 

878. Der Dichter henütst ale 
MoÜT fOr das Ahtreten der lo 
einen nenen Anfall des Wahnsinnes 
(oTtfTpofi). lo primos tantum fnro- 
lii impetos verbis describit, reli- 
jQoe vero scena c^essa spectatoris 
imaginatJoni comdendos relingnit 
(Schüts). — IXilMv: »Qri9n9Bg M- 
^iyiia SchoL iltlsv' inifpdvrn^a 
«oiifusov* oS dl, nooavuffovfioig 
wautviapLov ' zi^ci ok avto Aiüxv^ 

itaf^mrg, Heeych. Der Scmachtmf 
iit gewählt, nm den Btorm des 
Wahnmms danostellen. — vno — 
9alM9V€iy vgl zn 674. Die Ein* 
ichiebnng von bedeutenderen und 
mehreren WOrtem (nicht bloss ein- 
■flbigen Coignnctionen n. enkliti- 
lehen Pronomina^ zwischen Pr&- 
potition nnd Yeroom findet sich 
bei Aeschylns mit Ausnahme Ton 
Ag. 1216 nnd der zweifelhaften 
Stelle Sept. 1088 niemals im Tri- 
xaeter. 

879. ino^alnovüt: vno liedentet 

1. ▼• a. 'fangen an'. Zu ^alnsiv 
^ die Worte der von innerer 
Begeirtemng ergriffenen Seherin 
Kanndra Ag. 1266 xanai, olov r6 
9vq MQxttai di fioi. — otpdjiBlogi 
99aapLog tov iy%Btpdlov, Schol. v^l. 
Eor. Hipp. JI361 via ßov nttpaXag 
fcffovv' odvpai^ %axit d* ty%itpalov 
si}^« ü^dnilog. 

880. a^ifx inUg AUxvlof 17^0- 
im^gf dfftffMK^. Hesyoh. — anvqo^ 
Auftrt der SehoL ^ noXvnvQog di« 



To üqfodifov ntt&ojs (mit Annahme 
des s. g. a intensivnm) jj nvQ f^rj 
ij^ovca. Letztere ErKl&nmg im 
Sinne von 'telnm igni non admo- 
tam, sine igne factum' haben Schütz 
u. Hermann zur Qeltung gebracht. 
Adiectiyo a^sv^o; telnm metapho- 
rice dictum a proprie sie appellato 
discreyit Aeschylus (Schütz), Tgl. 
Cho. 493 niduig d%uX%ivxotg Yon 
dem Fanggame der Elytämnestra; 
frgm. 298, 4 änxBQOi neXsiäisg von 
den Pleiaden, Ag. 1268 Sinovg Xi- 
oitr« von der Kfytftmnestra, Sept. 
64 «vfior xfQff^'^ov ütgarov^ ebd. 942 
6 novtiog iiüfog i% Mvqog cv^tlg 
▼om Schwerte, Soph. uYach. ^874 
ßißil%B ^Jfiui99i09t r^v navvnazrfP 
6dnv anetümv l£ dniviitinf nodog^ 
0. B. 190 "Aqbu . . ig pvw axaXnog 
ianidmv{von der Pest), Eur. fr. 698 
aidovg dxaX%ivxoiüi,v i^Bviixai ni- 
daig^ Ipn.^T.^ 1096 anxtQog oovig^ 
Or. 621 vip^fpi dttfi' ivrifpaicxip 
9vqL • 

881. woiva: zu 861. — Zu der 
ganzen Vorstellung vgL Cho. 166 
OQTBi^xai 91 nagSia fpoßqf, 1025 
MQog 91 %aq9(a (poßog ^9etv Fxot- 
fios, ri 9' vnoffXBi'c^cct x(^oro, Äff. 
996 ft(f6g iv9i%otg ipgsclp rsicaqpo- 
QOig 9Cvaig %fnLXovfi8vav «^«9, Hom. 
II. 7, 216 "^HxoQi X ttvx^ 9vfi6g 
iwl üxif09cci> ndxaüüBV, 

882. • Mit xQOxo9i98tv vgl. axQO- 
tfiü9iV8i^v Ag. 61. 

888. iim 9if6ftov (^Bahn') ^9^90- 
(luii Tgl. Cho. 1022 (ooniQ %vv T«- 
«oiff ijvtoaxgoipn 9q6(lov i^aniffm* 
tpigovci yag vixco^cvoy ^ivsg dvtf- 
«^Toc, Ag. 1245 8« 9goftov wBcmf 
xoixa und unser 'aus dem Geleise 
kommen«. 



\ 



106 



AISXTAOT 



nvsviucti (idify^, yUdM^g axQovqg' 
d'olBffol dl Xoyoi Tcaiovö* slxfj 
fftvyvfjg nffog %vna6iv arffg. 

XO. 19 6og>6g ^ 0og>6g og 

xgmtog iv yvoi^cf toi^ ifia0ta08 xal yXi666^ iufivf^O' 

XoyffiBVj 
üg to xfidevöai xad' Savtw iffUStw» fuixfpj 
xal fiifr« T(Di/ nXovtp duxitqvic%oi/kiv(ov 
ftijz€ tmv yiwa fitya3ivvofid¥€9v 
ovta xsQVijtav ifaötevöeu ydiimv» 

{a^tiaviföfpfj ) » 



885 



88i. yXwtarig ax^ofifg: vgl, 
TheogD« 603 olvoßtiffim nt^aliiv . . 
ylic^fig ovnix* iyn xa^lffq iji^Bvi- 
Qngj xh 9h dmjia iff^tr^cxct, leeret. 
III 454 Claudicat ingeniom, delirat 
lingaa. 

886.^ ^oltgof: Hesych ^ol<foV* 
xaQmxMes, oxa^aoroy, ßoQßoQMtgy 
tsta^li^ipov^ vgl SchoL Ai. 806 
^oldiftp fBifimvi' voaijeag. Das Ad- 
jectiT ' eriiiBert an den Schlamm, 
der dozch die Woffen vom Meerep- 
grande an^ewühll wird {ueXaiPuv 
i^Cva Soph. Ant. 689). Wie die wo- 
genden Wellen den Schlamm bald 
Jdahin bald dorthin fuhren, so wer- 
den die an die Wogen des IrrsinnB 
sdilagenden Reden von denselben 
plan- und ordnungslos (f^xJ7,^dem 
YOrauBgehenden angatng yltoaarig 
entsprechend) herumgetrieben und 
können keine bestimmte Bahn und 
Ordnung finden. — ntUovci vgog 
vivfuaaiv: vgl. Eur. Hec. 116 not- 
Irjg d' igidog cwinatas %lv9to9, 

887—906 drittes Stasimon. 
Ueber das Metrum s. zu 626. Sie 
ruhige Betrachtung des Chors con- 
trastiert auf das beste mit dem Ir- 
ren u. Wirren der vorausgefaendea 
Scene. 

887. ij 9ütpögt xw lUxxttnop li- 
ysi, welcher einem, der «weifelte, 
ob er ein reiches oder ein aimes 
aber seinem Stande entsprechendes 



M&dchen zur Frau nehmen solle, 
gerathen habe den Kindern zu- 
zusehen, die in der N&he nut dea 
Kreisel spielten; dabei habe dieser 
den Ruf vernommen v^v %a9[ 
iavxov ilavve. SchoL {x^v %aii 
cavxov ila in dem Epigramm dei 
Kallimachos bei Diog. L. I 80). Ein 
Schol. verffleicht^diuu^Pind. Pyth. ^ 
II 64 X9i oe xa^' avxop aUl »av- 
xog ogäv fiitgov^ sival dl nugi- 
XQtntoi ig naiMtax' i^goaw ißaio9 
noxl xoixov iovxa, — Auf ähnliche 
Art wird eine Gnome angef&hrt 
Soph. Ant. 620 coq>£a yag Tx tov 
%Ihv6v inog nifpavtai^^ vgl. Ag. 
369 ovx iipa Yig ^sovg figortn 
diiovcd'ai ailiiv %xL, 760 salot- 
<paxog d* iv ßgotoig yi^a» Xofog 
xivvxxaif Cho. 8J8 dquaotpxi Mf 
9'eip xQtyiiftop uvd^og xdda tpmPfL 
— üeber die Auslassung von ijf 
▼gl. Krüger I § 62, 1, 6. 

888. ifidoraaBi iäonii/ka^Bv ' ^'Ensl'i 
Ikiya t«£ov ißdcxaüe %al ÜSb ndv- 
xf (Od. 21, 405). Schol. VfL Ari- 
stoph. Thesm. 438^ ndßag d C9i<ig 
i^f^xaCBPf ndvttt 8* ißdcxacep qf^i- 
pi, Poljb. YU 13 9UP ^'erraff 
«payfux xal nacctp Inipoiap ijpri- 
Xatpsi. 

891. Der Oleichklang in dia- 
^ffvnxoi^ipap und jUfSyaivpof^pmp 
malt den gleichen w^rth der bei- 
den. 



nPOMHeET£ AE£MS2THS. 



107 



XovöaV 805 

lifidi xku^Blv/y yaiiita uvl tw i| oviftxvcv, 
xaffßm yäg iöxBifydvoQa na^Bvlav 

€l60(fäö' *IovQ ifiaXaittoiiivav 

dv6nldvoig ISQag akateiaig %6vmv. 000 

ilioi ih ti6fisvog SfiaXdg 6 ydfiog aq>oßog ' 

[w iidia] iiffdi XQBiööovcn/ d'smv 

l(fmg agyvHTOv ofcfia XQOödQaxoi fi£. 
MoXeiüog o8s y* 6 noksfiogj ajcoga n6Qi[iog* 



896 f. »vpatugav — vla^B^rjv: 
Y^l Soph. O. B.1099 t(g y hintB 

ata sax^off nslac^B^a tj ci v 
tvvatUQa Ao^iov^ — x&v l{ ov 
mov wie 902 xottewovmp ^eor. 
IHe Pr&poaitioii ^g entspricht der 
Torstellnng „die Tom Himmel zu 
mir herab kommen''. VgL zu 702. 
898. aütfifyavoifa na^Bvlavi 
'viigisstatom viri sive preoi non 
amaatem' nt aviavo^Ca ^appL y. 
9 'pcoeennn raga'. Odium erga 
loTem lo ipea prodiderat t. 759 
(SehlHs), Tgl. ex^avoQo. 724, ya- 
fi«v ^VMrvapiv Suppl. 1064. 

899. afftcrl«jrrop»^av:Tgl. Lycophr. 
H i}fwiUr^f %a^%aQoq ntfatv, iiesyph, 
iiftalitf€£i,' Kpv^crt, üfpttviitai {yiel- 
mehr ijficelflnfr« * Iwpif^t, ^(pflfviffe). 
Lo^mtl^q '09v«rv£|'.fiflriyofi€fra>, Pho- 
tiuB p. 68,8 liftd^ntettcBV fugvnxtP^ 
iwoptt^, HeMiyoh. dpkaXov* ctita- 
low, df^9Pi (£ur. Heracl. 75). 

900. «laxnatgnopofvi Aber die ^na- 
htatiye fiedeotong des possessiven 
Q. materialen gen. s. KrUjg&r II 1 47, 
6 n. 6, 2, VgL Eur. Ipfi. A. 1280 
iBowmv ^iSjivavg anodi^ovod tro» 
Tpo^ac, auch Bacoh. 1218 pkox^tnr 
(gewöhnlich ^oi^mv) ptvQioig S^i/Tif- 
M^t, Sofi^h. AL 888 r6v (Mxxf&v 
alatmv mopm^. ^- Bvünldwoig crZo- 
ttftugz v)gfl. Ag. 1186 KimdiroTfio» 
tv(«(, Per». 711 fiiptov svaiava, 
8cph. 0. C. 716 «oif^styioc «lara, 
Ai. 188 Stoyos nano^^g, Eur. Hipp. 
200 9V9ijxtig Tsi^ag, 

901. ^i TiOfm^Off, nftmlioh hni^ 



vgl. Pen. 1000 ixanpov^ ixatpov^ 
09X «fftopl ^ ffxi/varff xQO%fiXdxotsiv 
ini^Bv äieo^tvoi (seil, a/ff^v), Eur. 
Ion 517 17 yao dgxn xov leyov ngi- 
Movod firOft, dazu fium. 546 iBvoxi- 
fnwg intioxifoipdg Siofutvw» til96\kt- 
v6g xtg iaxa, ~ ofialog 6 ydaog^ 
h^aXog äw 6 yd^og (wenn die Ehe 
eine ebenm&ssige Verbindung glei- 
cher Stände is^. 

908. ^ecSr ii^mg dichterisch für 
^eoi igävxig. — Sqffntxov ojtifia 
spoad^cricot f»8: an die^ Stelle von 
&4^(ia nQOcdiffKtß^'at ist Sfifia (■* 
ofptv) nifoa9ig%$it^ai getreten, vgl. 
Pers. 81 Xevaaoiv di^y/fita, 805 «if- 
dtiii' dtpijXaxo; zu der ganzen Oon- 
stixiction (transitiver Aocusativ ne- 
ben dem Acc. des Inhalts) vgl. 
Eur. Phoen. ^298 yowntxBig ^j^^crj 
ngoanixvio a' ava^ , Gr. 1020 wg a 
liovc* iv ofifftaai wianfindfrjv npoc- 
wffiv iiiöxfjv ip(f$v£v^ ErOger H 
§ 46, 12. 1. 

904. dfc6X9(^9g 6 noXißog: vgl. 
Ag. 1142 voiiop dvoaov, £um. 1088 
naCBsg avatd£ff, Pers. 680^ weg 
ävasg^ Eur. Herc. 1183 dn^Xijtov 
noXtfioVf Soph. Ai. 665 dBatg« doif a, 
£1. 1154 ffrijTi^p äiiijxaQf 0. B. 1214 
ayofiog ydi^og u. a. — aaso^a 90- 
gtfiog mit der Constrnction des Ver- 
bums wieQio. 22 x^dg noonmukuog^ 
Pers. 981 fivgia mitnaütiv, SuppL 
594 x6 nav {i^x^Q ovgiog Zsvg» 
Ag. 1090 noXXcc avviüxOQu {cxdyriv) 
tivx6aopa icorxft ; dazu AeMn. Suppl. 
§49 adfuirag idfiijr« ^vtfioff yavi^ 
-ei^to (t» jvaatf^o), Soph. Aift. 787 



108 



AISXTAOT 



wd^ ijl/io tig av yivo{(ucv' 
tctv ^log yuQ ov% oqA 
[lijup ona g^vyoifL* &v. 

nP. ^ lifiv hl ZBvg xainef avtadrig tpfisväv 
l6ttti taxHvog^ olov S^aiftVBtcu 
yilMV yctfiatv' og avtov ix tvfawidog 
tQovtav X aiötov ixßalst' natfog d* afä 
Kfivav %6% rfi'q xavtsläg XQav&i^^etaiy 
fjv ixnitvcov ^Qoto dfjvaiäv d'Qwofp. 

xoi&vdB n6x^c9v ixxQon'qv ovdeig d'säv 
dvvaix* av avx^ xkr[y i^ov dsl^at öaq)£g, 
fyw xad* ol9a xp x^fMp. XQog xavxa vvv 
tuQöäv xa^ö^m xotg xadaf^ioig xtvxoig 
ni0x6g xwd66mv x* iv xs^tv xvqxvovv ßikog. 
ov9\v yuQ avx^ xavx* hcagxdöst x6 ffti} ov 
XBöatv axCyimg nxci^ax* ovx dvaöxsxä' 
xotop xalttujx'qv vvv nagaöxevaiexM 



m 



010 



915 



020 



Ttti), Enr. IplL. A. 1256 iyio %d x* 
olnx^a üvvixog elfti %al %d f^if, 
Ijyb. 3, 27 xavta i^oavoe iati^ 
[Fiat.] Aldb. U p. 141 D avijnoov 
Blva$ jfi^td Te Kttl nQmttd ysyspij- 
fiiva^ rUt. Chann. p. 158 C i^difvip 
sJvai xd iifmtiDfiiifa. 

905. T^ff Sv ye9o£(ucv ist nicht 
Tenchieden yon dem gewöhnlichen 
ri ay ytpoifiav» 

906. Yffl. 551 n. li 8, 148 arif« 
di HBV ovt$ ^tog v6o9 §iQvawaiTO 

fpigtBffo^ iaxivj, Hes.^ 0. D. 105 
ovtmg ovti nji icrt dtog vdoy /{«- 

907^948 erste Scene der 
Exodos zwischen dem Eory- 
ph&os und Prometheus. Her- 
beiführung der Katastrophe. 

907. ^ßfiP ixti vgl. 167. av^d" 
dfig tpQBvav: über den Genetiv der 
Relation Krüger I § 47, 26, 9 n. II 
§ 47, 26, 7. 

^908. ofofr: Tgl. Od. 2, 239 vvv 
d' ilXtp 9i]fi^ 9Bii$o£[ofiaif otav 
anavTsg ^av avBtp {otov »■ oir» 



oSt(D(), n. 22, 346 «7 fdg^ ««( cv^ 




«or avtov ^nitvlov ^nofiBv ^oßov, 
olov /pdcjfk* inld^ dofHDv opo; Ion 
796 dv* vyoov dfatxaiti^ awiqa . ., 
0^09 olov aX'^og ina^ov^ Ariaioph. 
Nab. 1157 ovSbv yd^ Sv ^b wlav- 
Ifov iQydaaio^' iti, olog ^|ftOi vfi- 
ipfzai. Herod. I 31 at Sl UwBiüt 
Tnv ikTftiifa «ix&v ^iyktt%a^ipv\ 
otmv xiuLvtov fov^ac, YIII 12 lg 
(foßov Tuxxictiaxo iXni^ovxBg ndyiv 
anoÜBü^^ccif ig ola nmid i^xov. 
^ 910.^ aiüxovi%fittlBi:d.i. itfiaUi 
noxB aiaxov Btvai. Ueber aicxog 
▼gl. sn 151. 

911. Kffovov — ngav^ii^BXBUi Al- 
literation von %Q. 

915. 9fifog xavxei: zu 992. 

916. nfda^olotgi zu 269. 

917. nvQnvow ßilog: vgl. za 859. 
— , Wegen der contrahierten Form 
nvQitvovv vgl zu 852 u. Soph. Ant 
224 9vü9vovg tndva. In melizchen 
Partieen wird nur die aufgelöste 
Form gebraucht. 

920. xoiov: die am Anfang des 



nPOMHeETS AESM52THS. 



109 



isr' ecvtog ovtjS, dv0yka%iiixatov xigag* 
oq Ol xsfawov XQsiöüw €Vifij6ei g>laya 
ßfovtijg &* vitSffiaXXovta xaftiQOv xxvjtov' 
^aXaCölav ts^ Y^q tivdxtiiQav voöop^ 
xqCoivov^ VLlxmkJHV f^v üoifudävog^ önei^. 
9evaC0aq d\ t^ds Xfog xoxjS na^i^östMj 
o6ov %6 t* aQX»v xal ro SovXsvhv 9C%a. 

XO. &ü ^hpf a XQ^i^tg^ taw hciykanföu ^log, 
nP. axsif teXsttcUj XQig d' ä flovlofLat, kfym, 
XO. xal XQiHSdaxav i(ffi iaoxoöHV Zrfuog xiva\ 



025 



030 



Satse« rtehenden DemonstratiTpro- 
noiDina geben öfters im Qriechi- 
Khen wie im Lat. Dachtrftglich den 
in der Beschaffenheit einer Sache 
liegenden Grand sur voraoe ange- 
gebenen^ Folge, YgL Soph. Ai. 690 
ovtoi IT* 'A%uim9^ olda, ftii xh^ 
vß^jl — • sofoy nvtmffov ipvlcata 

9il. h' uvrog aixa: m 762. 

922. %§Qav96g 'ignea conucatio' 
iß^QPt^ 'firagor coeli tonantis'). 

928. ßlffnrgvg vniifßdllovtai 
v%t^ßall$i9 hat als Yerbum des 
Ueberfareffiens wie vntQipiQtivißoph, 
0.B.380 fiipffi tizvfig ixtQipiifovaa) 
und in$^tx9tv den Gen. ^aach Plat. 
Goiv. p. 476 B ft^a Xvnji vnBQßullst 
ro adiutiv «ov a9i%$Va9ai bei sich, 
wo daxaxsS vnsQifsi an seine Stelle 
tritt (ov« UQa IvMv yff virs^^rsi;), 
Ariftot. H. An. li 11 nolv^ vrng- 
faU0wx§g xAv M§gl %a lotJgd vmag^ 

924. ^aXaßüiav xg£ai9av: Eor. 
Ion 202 wXijyul xgtaivtig nopxiov. 
— übi Latims 'pestis, noxa' ant 
«caUmitas*. ibi Graecis voaog in 
QSQ est (Gksfafita). Vgl. Soph. Ant 
418 Mtl tot' i^uiipTfi^ j^^ofo; «v- 
9mg miigag ^xfptxw, ovqoviov Sxog, 
%ipMlii9i nMov * . . . . (Jkvcavtsg & 
fffOfi^F J^tiaw vocov. — NachPüid. 
lAm. yn 60 ff. gab die wohlbe- 
raüiene Themis, als Zeos nnd Po- 
teidon nm Thetis warben, den Göt- 
tern kond, sfysKffv ntugmf^iv^v ny 
f ^t^or yovoir oy Snntnxa nutQOg 
tfstt^ Movxinp ^ffov, 8( %9Qawrov 



%% %oig609 Silo ßiXog ^M>{e( xbqI 
XQioaovxog x' uitu^ftanixav ^ ^1 ys 
fkiCyofkipcLV ^ ^tog nag* odeXosor- 
Oi«r. Der Dichter hat den auf Po- 
seidon bezüglichen Theil der Pro- 
phetie um des Nachdruckes und 
Effektes willen beibehalten, obwohl 
der Grund, die gleichzeitige Wer- 
bung des Poseidon um Thetis, weg- 
ffefulen ist. Man kann sich denken, 
oass mit der Herrschaft des Zeus 
auch die seines Bruders Poseidon 
untergehe. 

926. nxalsag xmde ngog %«%^i 
^ff^ Sept. 210 veialg nafiovütjg nov^ 
xltp nQog xvfAar». 

927. Wegen x\ — «al bei einem 
Begriffe der Verschiedenheit ygl. 
Soph. 0. G. 808 a^oiplg x6 x bIkbIv 
«oXXa »«l xä xaiQia^ Enr. Ale 628 
XiOQlg x6 x' Blwat »al to ^17 vofU^ 
(cTtt», Xenoph. Hier. 12«» ^ia- 
ipioBt 6 xvQcevpixog xb^ %aX o Idhm- 
xiiog ßlog (Elmsley zu Soph. ', 
a. 0.). I 

928. ^rtv eine vorzugsweise epi- 
sche Partikel, Krflger II ^69,^38. 
ixoimvi^^ %axa xov ^tog aßovlBi 
vsvio^at avToSchoLwie beiüesyclL 
IniyXmöüSi' inoimvlliov diayTimxtrig^ \ 
AiaxvXog 'HganXBiBctig. Vgl. Gho. l 
1044 (ifii* htitBvxd'ig exoyM^tpn^ji ' 
novrigdiirid* fxiyXioacn «ax«,^ Axi- { 
stppn.| Lysistr. 37 kboI xAv *A^ij^ j 

«oy ovdiv. 

929. TfXcrxai kann als fnt und 
als nraes. (vgl. zu 211) betrachtet 
werden. — ngog dii zu 73. 



110 



AI23XTAOT 



ilP. xccl tmvdd y* £|€i iv^iiwpwti^v^ movov^. 



XO. 
DP. 
XO. 

np. 

XO. 

np. 



nmg d' olixl raQßitg toiad iHgintov Irnj; 
ti d* av qfoßoififiv ä ^avetv ov ii6(f6i(iOv; 
aXX' tt^Xov av (foi tovd* it akylm noQOi. 
o 9' ovv itoieitta' ndvta ngonSoxtitd jioi, 

oC nQOöxvvovvtsg tip ^Adifdötuav 60ipoi. 
6ißov, XQ06ivxav^ ft&nxB xov xfatavvt^ aei. 
ifLol d* lXu6öov Zvivog ^ fLfidhv fkiku, 
dgattOy nffwchixm t6pds tov fiQaxdv xifww 
onog ^ilH' däQOV yaf ovx Sgi» d'Mg. 

äkk* sl60(fä yuQ xQvds %6v ^tog tif6%iv^ 
zw tov tvffdwiw tw viov iiäxovWj 
Httvtmg xi xaivov ayyeXäv ili^lv^s. 



935 



MO 



931. twv9ei xnv ipkm¥. 

982. i%Qlnxmvi zu 812. 

. 988. «9 ^avBtv ov i^oocifkovi der 
gleiche 'Gedanke mit gleicher Be- 
ziehung 1053, mit anderer 758 a. im 
frgm. ni des Prom. boI. 23 f. 
934. Vgl. 813. 

936. ot ftQoenvvovvTBg vijv *A9^d' 
crsittv: Heeych. 'A9Qoiczla* jj ivc- 
fieaiff. At vitandam invidiam Graeci 
Bolebant dicere nQoa%vvm trjv Ni^ 
fisaip (vgl. miser ^unbernfen'). De- 
mOBÜi. adv. Aristogit. I p. 496 xal 
*A9Qa9XHuv ahv iv^Qomog mv iymfe 
nffoöxvvÄ, Fiat. rep. V p. 451 A 
9Qoa%vvm dl ^AdgactsiaVf m Flav- 
xa>y, taQiv ovaiXlm Xiysiv. (Oia- 
comelli}, vg^l. £ar. Bhes. 342 'Adgd- 
attia ^iv a diog nal^g^ etgvoi üto- 
lAüttmv w^ovoVy ^8 cifv d 'Adga- 
cteiqi Z/ycD, . . . ^vv col atoatsvEiv 
Ifjv in' Agyeitov ^ilm %al näaav 
iX»a9 *EXU9* ixnigcat öoo£, AI- 
ciphr. Ep. I 33 ngoönwm öh c^ 

: Niiitütv, (Soph. Phil. 776 xov tp96- 
. vov dl nffo^nwrav), 

937. aißovj ngoosvxov, ^wtxB 
yg\, 892. — TOV ngaxovvt' dsi s. ▼. 
a. tov dil (' jedesmal') xgaxovvxa. 
Vgl. Ear. Or. 889 ino xoCg dvwafii- 
voioiv ip def, Aristoph. Veap. 1818 
nm(imdoloix£v vepl tov ev ngdx' 
tovt ae/» rlui 1026 <pdo%mv goij- 
^bSv xoCg idinoviAevoig atiy Xen. 
Cyr. VIII 5, 16. 



988. ilaoüov ^ /ktidip; TgL FUi 
Theaet. p. 179 E tixxop avxoFg in 
if vo ar^dh. Der abitracte Be* 
griff aas Nichts wird durch ^fi%h 
\x6 fijd^y) gegebeoy^ygL Soph. Ai. 
1275 ndfi x6 fifidlp ot^rce^, El. 1166 
di^ui fi£ x'^p pkifdlp slg XO fiiidi*, 
Eur. Cycl. 355 iXXoog po/iCtn Ziis 
x6 ßfiBlp Üp ^Bog u. Soph. AL 1231 
Ot ovoip mv xov firiütP avtMüxriq 
vnig. 

989. d^aro, nguxtixan rgl. Ag. 
1669 ngaoüi, metlpov pLitUpmw 
Tijv Sintjp, insl ndga^ Soph. Ani 
768 ögdxüiy ^gopBlxm ptiitov ij »or' 
dfpdg* lein, 

940. Sg^Bt ^Boi:g: rf/l zu 49. 

941. dXX^ BfooofS yag : vgl. Ear. 
Heo. 724 dXX' Haog6 y&g xovfe 
äBOitSxov äiikag*AyanipkPOP0g, toxp- 
d'BpdB üiymiABPf fplXat. — tg6%ii' 
iyyBXogy dnoXovvog Hesyoh. dodi 
hier eine verftditliche BeseiolmaBg 
des Oötterboten als des dtdnopn 
xov piov xvgdppov, wie auch im 
folgenden Hermes von PrometheoB 
mit Qeringsch&tEung behandelt 
wird. Die Bezeichnung diog xgoxtg 
vertritt für die Zuschauer die Nen- 
nung des Namens. Uebrigens deutet 
der «A-uedruck x^rig darauf hin, 
dass Hermes mit Flügeleohuhen be- 
kleidet ist u. wahrschiinlioh (mittels 
der Maschine ulmgruui vgl. au 284) 
aus der Hohe herunter auf die 
Bühne kommt. 



nPOMHe£T£ AESHißTHS. Hl 

EFMH£. 

öl tdv 0Oipi<tt'qVy tiv mxfmg v%iQniM(foVj 

%6v Siaykaq/tivt* iig 9wvg iipi^ftifoig 945 

noQOvta tif^dg, vöv nvQog nXdMtfjv kiym' 

naxT^Q avmye 6* ovötwag HoptTCitg yafLCvg 

avdävj XQog &v ixatvog iniKlntBi XQd%€vg' 

xaX tctvta (iivtoi iiffdlv alvixtriQimg ^ 

akl^ av^* hnaöft bt^pifäis' ^ffdi fiot ditÜLig 950 

6dovgy ngofLti^sVj %if06ßikgg' ogag d* ort 

Zivg totg towvtoig wxl fMl^cmt^Btai. 

UP. öiiivoütoiiog ys xal q^ovqfiaro^ nkdag 
6 fiv&og iötiVj dg 9säv vxinfhav. 

viov via XQatetts xal doxBtts di) 055 

votluv aXBv^ ndfyaii*' avx hc tävd* iyoi 

duföovg tvfdvvovg ixnsöovtag gtfdofAi}i;; 

XQixov d\ tov vvv xotQavovvx* inoipo^M 

at6%i<Sta xal ta%L6xa, fiij xl 6oi doxa 

xoQßstv vnonxi]66atv xs xovg viovg d'eovg; 060 

sroAAot; ys xal xov navxog iXlBCmo. öv di 

xiXsv9op ijvnBQ ^Wsg iyxAvBi icdXiv' 

iuv6B$ ya(f ovdh^ mv ivüStoQBtg iyii. 

9U~10S9 zweite Scene der %r^QV%t%\ %v &nix9^a ndynoivov 

ExodOB BwischenProinetheaB ßQOtoig of mgl tv^awovg wxl 9ro- 

u. Hermes: Entwieklang der Uig vnfiQitui, 

KataBtrophe. — yo» ffoqptetify: 955. viop n^ateVts: vgl. zn 35. 

Tgl. 63. — top nt%ifng vniifKiH^iß i 956. nigyaiia: Servins zu *Verg. 

Tgl tu SS8. Aen. I 95 ^propter Pergama qaae 

945. VgL 82. altisaima faerunt: ex quibuB omnia 

948. M^re*i zu 171. . alta f^dificia pergama vocantor bI- 

949. |^^f^f aivmtri^ag: yfh 610. oot AeBchyloB dicit'. 

950. 9v^* huK^T« 'alleB einzelne 957. diaoovg tvQapvovg : den Ura- 
mit Beinem eigentlichen Namen % nos und EronoB. 

▼;L Plioen. 494 xteBt' atflh' Ixaffra, 959. afafitf ra %ccl «orivra, nftm- 

mi9, ovxl ni^inloväg loyav lieh i%ninxü9xa. Der Gleichklang 

w^nitm^ rae^y Oreet 1898 ßatpmg effektvoll. Tgl. 480, 691, 891 f., Soph. 

Uy i^ptv uS^* Fsaer« xav ä6(ioig, Ant. 18S7 ßgäzicxa yeiQ %ifdticta 

96^. TO^ toiovxoig: xoig iiij nai^ xiv nociv %a%d, 

4^BfUm« avt^ SchoL; aber vor; 961. noXlov ys %al xov nmttog 

mowxng iat iieutr. nnd belekt iXls^na: ygL 1006; noXIov yt dsC^ 

•^^ aof die voraQB angedeuteten nollov yt %al dtl (il B*en faat bien) 



Wukkekflge und Ausflficnte langer iat eine gewöhnliche Redensart 

VerhaadloBgen. Wegen xoMxo^g 962. iyxoVt» hOhniBch (Tgl. Y^Xt^) 

IQ 287. statt eines blossen diuxctoitpov. 

, 9frl. VgL Bur. Tro. 424 ^ dwog 968. Vgl. Soph^, 0. 9. 991 ^ ^v 

Idtf^' ti not* ixovoi «ovtroffra yaQ ft' «fiei^ai (mvpov mv c «»»• 



\ 



112 



AIEXTAOr 



EP. tototödß iiivtoi xal aQlv av&udl6pM6iv 
ig täöds 6uvtdv Xfifioväg xa^iDQiuöag, 

nP. T% öijg kaxQBlag t^v ift'^v dvöXQaiiav^ 
öatp&g ixiötaö\ ovx av alXdimii* iym. 

EP* XQstö6ov yäf oliuci fgds XatQSVBiv ndtga 
^ Tcatgl fpvviu Zijvl m6t6v ayyelav' 

ovtmg vfigt^Biv Xiyvg vßf^ovtag xQBdv. 

EP. xXidav loixag totg nagwöi ngayfiaai. 
nP. xhdtS; xlidävtag mÖB tovg ifLOvg iym 

ix^Qwg tdoifu' xal öl if iv tovtoig Xiy&, 
EP. ^ xfffi^ yag ti 6viig>0Qatg inaitiS; 
nP, anl^ koy^ tovg navtag ix^aigm ^Bovg 

oöoi tcadivxBg bv Tcaxovöi fi* ixdixtog, 

EP. xXvio O* iym fiBiitivot* w öfuxgav voöov. 

JIP. i'Otforf»' av, bI v66rifia tovg ixd'QOvg ötvyBtv. 

EP. Btijg g>0(frit6g ovx Sv^ bI nQaööotg xaläg. 

nP. iDfi(H. 



M6 



970 



975 



atoifm (übriffens^ kommt die At- 
traction ovÜv w^ die bei Soph. 
n. Enr. sehr häufig ist, bei Aescnj- 
lus nur noch unten 984 vor). 

966. nad-a^iuau^: vgl. Enr. Herc. 
1094 &B<ffiotg vavg ono»g rnffincfiivog 
TCQog fjfu^Qccv<ft(p Xatpm tv%£<ffiaxi 
ifi^ai, AriBtoph. Thesm. 1105 tlv' 
PX^'ov tovS* oqm xal nag^ivov 
^eafff oitoiav rcew onmg toQfiiciii' 
vfiv; weiter ausgeführt unten in 
Fr^. 8 des Prom. boI. 3 navem 
ut norrisono freto noctem paventes 
timidi adnectunt navitae. 

968. oltuaL ironisch. — r^da Xa- 
TQBVEiv nixQ^: vgl. zu 468. Hier 
ist der Ausdruck mit Bücksicht auf 
den Gegensatz im folgenden Verse 
ffewähit. — nitgqi 17 nat^li der 
Anklang hebt den Oegensate grell 
heryor. 

970. Dem Verse räg eine derbe 
Zurechtweisung des üermes wesen 
des höhnenden sit^^t Xax^zvBiv 
voraus. 

972. Vgl. 864, Soph.^ Trach. 819 

ncitQif ti]va avtri Xdßoi,'Fhil. 794 



'AyäfisiLVOV ^ ä Mtvilas^ nag af 
ivt iiiov xov tcav xqovop x^itpoiu 
Tifi'de t^v voüov; 

973. xal — dt 'und auch' Tgl 
ErOger I § 69, 82, 10 u. II § 69, 
41, 2, Eur. El. 1117^r^o«oi foiov- 
TOft' xai üv d* av&u9fig itpvg, 

974. ßviitfOQalg: ' ob calamitates 
tuas'^Ygl. Cno. 81 ^ox^v« natiUoiffi 
dionoxav tvxecigy Eum. 717 ^ %d 
natrlQ %% üfpdXX9%a% ß&vXBvndtm 
nQatonrdvoiüi nQoatffOiMU^g'I^iawiK* 
Enr^Med. 1286 »/^vn ^ i ttiiaif 
ig aXaav ip6vq> tinvtav dv^BBßih 
Heraci. 474 ^Qdaog i^oi i^ridsv ii- 
odoig ificttg 9Q0ü9'fjx$, 

975. dnXm loyo: vgl 46. — Ebeo* 
so spricht P'rome£heus bei Azistoph. 
Av. 1547 p^icm 9* inavtag tov; 
l^sovgt dg ola^a €v. 

977. Der gereizten Stimmimg 
gem&ss geht die, Bede in Sticho- 
m^^thie Über. — fiffii^vora votfov 
wie ^. i^dpittvi Krüger U § 46, 6. 
— %Xvn im Sinne 'aus aolchen 
Beden erkenne ich, dass — >. 

^979. ^ Vgl irgm. 892 «oxol yft^ 
SV »Qdeaovteg ovx dvaü%9xoL 



nPOMHeETS AESM52THS. 



113 



EP. äfio^^ xoÖB Ztvg tCfSfCog ov% ini6tatai. 

IIP. all* Midieue^ nav^* 6 yf^6xmv Xiiovog. 

EP. %al ii'^v 6v y ovaro» am^pi^stu iitiotctaai. 

nP. <fh yccQ XQOöfivdiDv ovx av ovO'* vJCfjQitiiv. 

EP. i^Blv ioixaq ovdhf £v XifSt^i TCaxiJQ. 

nP. xal ii^v OfpstXav y* av zivoipL* avtp xaQiv. 

EP. ixBQXOfifi^ag drftev &q natd* ovta (le. 

IIP. ov y&Q (fv natg xe xSxi xovd* dvowSxsfog ^ 
ii nifoödoxag i}i^ov xi nevöstfd'ai srapa; 
ovx iöxiv alxLö{b ov8\ (Lfixcivij(i* ox^ 
xQOXQdifcxai fi£ Zevg yeycaviiöai xddiy 
xqIv av xaXatf^ Ssöiiä Xviiavx'^Qia, 

XQog xavxa ^cxxiisdw fihf ai^aXwö0a ^hUij 
IsvxonxiQp di vupddi xal ßgovxij^aöt 



oao 



985 



990 



t 980. wof, toSa tovnoQ: 8. v. a. 
I' dieses Wort «mm' vgl. Pen. 124 

log mpomft^, kg. 13d4 'fiijHix' Ml- 
^ff ' xadt tpmpmPt £nm. 610 t4»vt' 
f%öq ^Q99Vft9Vog^ in 8i%a. — Uebri- 
, ras will mnaes sa^eo, dass Zeni 
dorefa Wefakfaufen sich aidit er^ 
weichen lasse (vgl. 962), wfthreud 
es ProBiethevs im folgenden Vecse 
in anderem 8ume nimmt: «ccHfAvoc 
ow xm zp*f^ fM»(^i}astaf to üxBim" 
Im (SthoL). 

982. wul ffrifv: ZQ 246. — ovnm 
enthält die innere Besiehmig sn 
dem Toranfgehenden Verse. 

983. oy^* vnriQitiivi vgl. 942, 
954. 

985. iwtÖABfP ye d. i. U Atpet- 
lof vt ('loh dich ehren? Wofür» 
lagt rromethens bei Goethe). Wegen 
de« potentialiB nach ti atpsilov vgl. 
z- B. Isoer. Pan. § 62 il fihv allot 
U9\s tmp avxAv itgayiiaxav nga' 
ött^p ixifisli^^'aaiicv , iMxag av 
itUw IwixiiiAiv, Krfiger I § 64, 12, 7. 

. 986. i^^ep: sn 202. — wg^ naiS' 
o*ta fi,i: vgL Ag. 277 itettdog viag 
tts Tta^x* ^^flwijffiD tpifivagj 479 xig 
o4« wtuSpog 1} tpqivmv mnofiiiivogi 
n. 20, 200 IIifXBidm fijj d^ ii' ini- 
(««c yi vii9vxiOP ag Umso detd/^f- 

987. xovSif ntciSog: vgl. Soph. 
Ant. 910 xal nuig m' allov tpnxog, 

As»GaTi.irB, Promeilieai. 



$1^ xovd' ^^«^aiMNr, Eor. Hipn. 914 
otf [iiQV tphovg ye xixi pallov ^ 
^iXovg %ifvnxiiv dC%aiov, 

992. nqog xavxa mit dem Im- 
perativ (Mhue was du willst' oder 
f geschehe was da wolle») wird 
häufig gebraacht um auszudrücken, 
dasB alles Thun und Machen an 
einer Thateache oder einem festen 
Entschlüsse nichts ändern kOnne, 
vgl. 915, 1030, 1043, Soph. Ant. 658, 
Eur. Med. 1358. Hipp. 304, Heraolid. 
978 n. a. — al^alovcca: vgl. Hes. 
Theog. 707 aid^alosvxa xspavyoy, 
Eur. Phoen. 183 xii^avpAp xi wmg 
ai9'«lo9v. — Zu dem Gedanken 
vgl. 1043, IL 16, 115 (iji PVP fioi 
PB^Büticsx\ 'Olvftnia St&fiax' ixop- 
xig, xlcaö^ai tpopop vlog topx* inl 
pxiag *Axaimp, füxtff fioi %al iia^qa 
^ibg nlfjyipxi n$Qavvip ««ra^ici 
6fiov pBHVBaai as^* atpMxi nai xo- 
piflCiPf Soph. Phil. 1197 ovSinox* 
ovdixox , . . . ovi bI nvQipoQog 
auxBf^Kijft'qgB^ovxag avfotCg ß* «Itfi 
fploy^imp, Eur. Phoen. 621 n^g 
xavx' txm [ihp srv^, txm 91 fpdvyava^ 
iBvypvo^B 9* tnnovg^ nBdCa ntfi- 
nlad-' a^fidxaVf coff ov na(fijüa 
i£d' ifi'iiP xvifapp£9aj frgm. 688 
nifin^fj, %dxai9'6 adgnag^ ifiieiii' 
e^nxi fiov nCpmv nBXaivhp aliiw 
nQOif^s yor^ ndxn y^g bIoip äaxQa, 
yij 9' ovfiiff' ^iif aCd-iga, n^lp i^ 
iliov xoi ^<o«* anapx^aat Xoyop, 

993. XBvnonxigm i vgl. Herod. IV i 

8 



114 



AUBXTAOT 



yvdiiifu ycLQ mihf x&vdi fi' &6tB mal fpQAcai 
nffoq ov X9^^ ^^^ ixie$6stv tvfawidog. 

EP. o(fa VW st 601 tavx* aQ&ya fpaivsrai. 
IIP. mjctai nakai d^ xal ßsßovXsvtai tade. 
EP. toXiifiöov, a iiätccUj iroAfii}tfoV xote 

ngog tag xaQOvöag fCtfiiovag og^äg tpffOVBlv. 
IIP. 6%lBlg iidtfiv IIB xv(i* OTcmg nuQVfyoQ&v. 

BiöBX^ita 6b (itpca^* tig iyd ^log 
yvmpkvpf ipoßfi&slg ^tilvvovg y6vij6oiica 
xal ki7ta(fii6a xov (idya 6tvyoviisvov 
ywatMOf^tlioig v%xia6tia6iv %Bifäv 



m 



1000 



100» 



Sl olxe yaq 'A X^^^ ftteQotei (ebd. 

994. Vgl. AriBtoph. Pac. 320 
fos xvwaTfiD %al natsfta navxa xal 
ragattita. — ßgopti^iiaei xfi'o^^oi^ 
(1081): vgl. frgm. 66 tvndpov d 
iUmv Sa^* vntyotCov ßgovtng tpi- 
gstat ßagvxaQßijg^ Soph. 0. C. 1606 
xtvnriai (ibv Zfvt xfoviog, Eur. 
Hipp. 1201 ivf^sv Tt^ 7ix<Oj x^o»*®^ 
tos PQOvtij diogt ßecQvv ßgouov p«^- 
ij%t, — Kvxarw: das SaDJeki ist 
'er' (Zens) wie anten 1061 nach 
den Subjelrten nvsvfia a. xvfta. 

995. xal: 'auch' (ovtag Züxb 
xal), um die der Beschaffenheit 

• einer 6ache oder Handlang ent- 
' sprechende Wirkang auszu- 
drücken , vgl. Rat. Phaed. p. 66 B 
avdyxt} in ndvtiov xovzwv ^ nag- 
iötaöd^ai do^av toidvde tiva totg 
yv7ia(tog ^tloffoqpots axrre xal ngog 
allriXfivg xoiavr atxa Uynv^ Soph. 
Ai. 1326 zl ydg a idqaöBv maze 
xal ßldßfiv ftstv, Eur. Phoen. 1328 
ovx ilg t69 rjld'ov maze^ xal taä 
sidivui, Hei. 841 n£g ovv ^ecwov- 
1^6^* mors xal do^av laßsCv, Zum 
Gedanken vgl. Hör. carm. III 3 , 1 
iustum et tenacem propositi virum 
etc. 

998. Vgl. Schiller Wallensteins 
Tod IV 11 'Bedenken Sie doch ja 
wohl was Sie thun'. 'Bedacht ist 
schon, was zu bedenken ist'. 

999. rolufioop, zoliirjcav (zu 266) 



og^äg tpgovsiv: vgl. das horaxische 
(epist I 2, 40) sapere aude. 

1001. oxlsfs absolut ^wie Soph. 
0. B. 446 nagt^v^ov y* i^waSaat 
6x\Btg. — xvfi' 01140$: lalmv •« 
ngog %vfia dvaio^tjvov SchoL vgl; 
Eur. Med. 28 o»g Sl nivgog ij ^a- 
idcoiog %lvdatv d%ovn vov^Btw-^ 
pkivfi fpilmv^ Hipp. 804 ngog xdi* 
avO-aSgCtiga yfyvov ^aldötnig^ An- 
drom. 637 xi pa ngoavfUvBtg aUwf 
nixgav ^ Hv(ia Uzai^g äg (xcrcvov, 
Lycophr. 1452 Big xv^o natpat 
ßat«. Philodem. AnthoL PaL V 107 
xovx ißoütv a^fil xal ^ ngovlfyo9y 
ili f<Fa novxqt 'lovC<p fiv^nr i%lv fg 
n^Bxigav, Ovid. Med. XIII 804 sur- 
aior aequoribuB. 

1005. yvvai%0(kifi>oig: vgL Sopb. 
frgm. 706 ywamofiifioig ifinoixBis 
iffdiffiaffiy, Eur. Bacch. 980 iv yt- 
vamoit^Hio axol^^ frgm. 185 yvvat- 
uon^fiip iianginBig aogipauim. -7 
vnzidefiaciv: die Alien flenten mit 
erhobenen, flach zurückgebogenen 
Händen, vgl. die von Suidas u. d. 
W. vnziog angeführte Stelle ngo^f 
(lia xf ndöfj dvauBxdtfavtBg zig 
nvXag idi^avxo vnxiaig xbqÄ xovi 
noXB\LCovg^ Verg. Aen. III 176 ten- 
doque supinas ad caelum cum voce 
manus, £u)rat. carm. III 23, 1 cado 
supinas si tuleris manus. Diese 
SteUung zeigt uns die schOne Statae 
de» ' anbetenden Knaben ' im Ber- 
liner Museum (Clarac mus. de 
sculpt. Taf. 777 n. 1942). 



nPOMHeETS AE£M&TH£. 



115 



Xvöai lks dsöftäv tmvSs' xm leavtdg dem. 

EP. Xiycav ioixa TCoXXä xal fLattiv iffstv' 
xiyyu yoiQ ovdlv ovdh (lakd'aöösi xiaq 
Jatalg' daxmv 8i ötoiuov ds vso^vy^g 
mXoq ßta^H xal nQog rpfCag fiaxBi. 
atag öipodffvvei y äöd'svst öofpi0(iari. 
avd'adia yä(f t^ ^fovovvti fii^ xaXäg 
ixvtfi xad' avt^ ovdevog ftitiov öd-dvei. 
Cxii^aL d\ iäv fii} totg iiMtg XBUf^'^g loyoig^ 
olog 6b XBij/Lmv xal xaxäv XQixvitia 
ixuö* cupvxxog' fCfäta (ilv yä(f ixqCda 
q>aQayya ß(fOvrjj xal xsfovvitf iployl 
xcctfjQ öieagdliH zip/ds, xal xfvifsi di(iag 
t6 öov^ JCetQaia 8* ayxdXij ös ßaötaöBi. 



10 10 



1016 



1006. Toö 9avxo^9imi Tffl. 961. 

1007. noXXu «al [larriv: vgl. Enm. 
144 i ffOilXa 9ri nad'ovaa necl fid- 
Ti}ir iyeS, 

1010. ßiatn t. ▼. a. ßia tpi^ag, 
TgL Bor. Uipp. 1223 al d' hdanov' 
«ff» fffoffria xvQiyBV^ yvad'i^oi^g ßiqt 
^iQOWfiVj avxi vtcvnXiiQOv fegog 
futaargifpovaaif Med. 242 fiTj ßicc 
fpignif tvY6v, Soph. El. 725. 

1011. apoigvvsi (ftUBserliche An- 
streDgoDff des nngeberdiffen Wesens) 
uM^%¥it (innere Schwäche). 

1013. «vn} ^ %a^* avTjfv d. i, 

voff ^k^ov a&ivii: 'nalla re est 
raUdior i e. qaavis re est infir- 
mior ' (Hidm] ; es wird das vorans- 
gehende ä^tvMi erklärt nnd ver- 
stärkt. YgL Theogn. 411 ovÖBvog 
at^gthtmp %a%£mv doxei slvai itai- 
pos, St vnofkfi ^' f^rcTtti, KvfVB^ 
%al ^'dvpafus^ Thuc. VlI 71 oviB- 
fitdg dfi xmv ^vp^noiümv ildcöiDV 
^yXfi^ig, 86 nXiiaxog yetq dri tpopog 
avzog ual oväBvdg ildcaav xmv iv 
xm 2kmXi%£ noXiftto xovxm^ De- 
moflth. Olynth. I § 27 ij '^^^ ngayiiä' 
X0n aiüxvvri, ovSifkiag iXdxxoav ^rj- 
lUtig xoig yB cnitpQoai, Plat. Prot. 
336 A bI xovxo indow, ovisvog av 
ßtlximv iipuivoiiriv, Ear. Andr. 726 
rilX' o9xtg CüXB liJjäBvog ßBXx£o9agf 
Krüger I § 47, 27, 8. — Zu dem Ge- 
danken vgl. Soph. 0. R. 549 bC xoi 



vogii^Hg «T^^a x^v 9iv^a9(ay bIvuI 
XI xov vov XfOQig^ ov% OQ^mg (pQO- 
vB^g. 

1014. cxi^iffen 9i: dieselbe Wen- 
dung sor Einleitung einer Beweis- 
ftihrong Soph. 0. B. 684 ö^i^at, 
Si xovxo nifwxov, Ear. SoppL 476 
ami'ipa^ d\ %nl fii} xotg i^oig j9'v- 
l^oviiBvog Xoyoictv . . . cfpgiymvx* 
dy^BC'ip^ ftv^ov^ Tgl. Soph^ Trach. 
1077^ ffM€^a« ^' 6nolag xavxu cvii- 
fpOQccg vno ninov^a, 

1016. xBifKov: 643. Ueber die 
Stellang von nanrnv za 458. — Zu 
xi^i%vfkla vgl. das lateinische decima 
anda, decumanus flactus, Sept. 761 
%a%mv d' ünOKBq d'dXaoüa xvfi' ay£i, 
xo fihv nCxvoVj &XXo d' dsigsi xqi' 
laXov^ Ear. Hipn. 1213 avv nXvimvi 
xal xpiHVfilif, Fiat. Rep. p.^ 472 A 
xm ivto liviiaxB iyttpvySvxi^xo fiiyi- 
cxov xal xaXsncixaxov xfjg xginv- 
fiiag indyBtg. 

1016. inBiöt: die Elision, des & 
in der Verbalendung at ist selten. 
Dem nifmxoc [tlv entspricht (f^a- 
xQOv) da vgl. 447. — onQida: vgl. 
6%(ftoicatj 282. 

1019. nBxottitt dy%dXr) : vgl. Cho. 
586 novxitti ayx aAa», Anstopn. Ran. 
704 xfjv noXiv itovxBg xvfidxmv iv 
dyndXaig nach dem Ansdrack des 
Archilochus fpvxdg ixovxBg %vjidxtov 
iv dy%dXaig. — nsxffaia d' ay%dXri 
6B ßacxdcBi gibt nor einen Neben- 

8* 



Tlß 



AISXXAOX 



liax(f6v m fi^NOff ixtBÜivtifgag xpopov 
aifOQQOV ^^e^ ig ipdog' ^log di xoi 
nxrivog xvmv dcctpoivog alstög kvtpQmg 
8ia(fta(iij6H ötAiiavog fiiya ^axog^ 
axXrjtog egnov daLtalBvg navijiisifog ^ 
xBiMiPoßQmtov i* ^X(XQ ix&oiViiöBtat. 

totovde fioj^w xi(ffuc (iij n npo6i6xaj 
nqXv av bt&v tiq duUoxog räv mv novwv 
fpuv^ 9t^^0Xi *' ^'^ ivuvyijTtn/ fioXeüf 
^Aidrpf xvetpatd r' aji^l Taftäi^ov /hp9i}« 

nQog xavxa ßovXsv^' d^ od* ov nBnXaaiiivog 



1020 



1025 



1030 



umstand an (iv nsroala dyndl^ 
fiaötaiofttvov), Darcn diese Be^ 
stimmonff, dass Prometheus von 
seinem Felsen umarmt u. umrankt 
mitsammt seinen Banden in die 
"Tiefe stürze, vermeidet der Dichter 
die uninteressante Wiederholung 
der Scene der Anschmiedung am 
Anfange des ÜQOiMjd'svg Xvoiiiv^, 

1090. panQOP ^«N«6 (StreclDd, 
Bf>atium): vgL Eur. Or. 79 (i,mn^v 

1021. xoi versichernd ('merke 
es wohl'). 

1022. nvmv: zu 803. 

1023. Sta^raiiijasi — (tiyci {aKogi 
vgl. unten frgm. III des Prom. soL 
10: iam tertio me quoque funesto 
die tristi advolatu aduncis lacerans 
unguibus lovia satelles pastu di- 
laniat fero. — itsya (d%og gibt (wie 
nachher %slaiv6ßQ(oxov) die Folge 
von dtagtafiijcsi an: 'zerfleischen, 
so dass grosse Fetzen herunter- 
hängen*, fiiyä vor £: ^ ist die 
einzige liqiüda, welche (wie die 
Verdopplung als Inlaut, so auch) 
bei den nacnhomerischen Dichtem 
die Bedeutung einer Doppelconso- 
nanz (die Nachwirkung eines vor 
der liquida abgeschliffenen Conso- 
nanten z. B. fanog ftolisch ßga^og) 
behalten hat. Doch kommt aer vor- 
aussehende Vokal (in der Thesis) 
auch kurz vor, vgl. 713, 992. 

1024. navijfAS(^og bedeutet nicht 
' täglich * (denn nach der zum vor- 
ausgehenden Verse angeführten 



Uebersetzung kommt der Adler 
tettio quoque die), sondern nadi 
der Bedeutung von »a«|4fiap, srat^- 
fii^og bei J^mer ^icr natfrig t^s 
miootg. Vgl. Hes. l'heog. 523 %al 
ot In ^aUxov m^aa tavintigov' 
aytdp of' fiJCttQ ija^itv d&ttvtttw' 
to d' aB^sto laov dnivv^ vtnLibq, 
060V nf^nav ^pctQ idot tawci- 
vxiQog o^vig, 

1026. KBXaivoßQaxoifi proleptisch 
TO fieXcnv6iisvop in t^g ßgmoioi 
(Schol.). — fnd-oivdcsxaii bu 61. 

J1027.^ ^iav xtg SidSorog w 
ümv novmv: das tritt wirklich ein, 
indem Herakles den Centaurec 
Chiron (d-eov Xeigtova Soph. Track 
714) als bereitwilligen (^£lM 
Stell?ertreter des Prometheus den 
Zeus darbietet, vgl. Einleitung S. 10- 
Hermes freilich verkündet es ala 
etwas nicht leicht denkbares, als 
etwas, das man kaum erwarten 
dürfe, vgl. zu 27. 

1029. dii.q)l: zu 830. Vgl. Homer, 
hymn. U 157 Tixi^vsg xb ^col toI 
vno x^^ovi vaiBX€covx£g Tdoxagov 
d(i<pl lUyuv ('irgendwo im Tarta- 
rus ' Schömann), ISur. Androm. 215 
bI d' dfi<pi GQ^nnv . . tvqowov 
^aXBg ävÖQa ^ da oder dort in Thra- 
cien'. Wenn ein Gegenstand an 
einem Orte da oder dort sein 
kann, so muss derjenige, welcher 
den bestimmten iPunkt nicht kennte 
wenn er sich diesen Punkt vorstellen 
will, den ganzen Ort in Gedanken 
überschauen ('rings umher'). 



nPOMH0£T£ AEZM^THS. 



117 



HOiixog^ äXlüt xai ll(W iif&ovii9»og 
ifBvdfjyoQStv yaq ovx hci&tavai €t6(ik 
x6 ^tovj alXa nav §a€o$ telsL öv 
ndnxtuvs Ttal (pQovtiie, ftaid* av^iiccv 
ivßovAiag afisivov tifi^^ noxi. 
XO. r^HLtv yLkv ^Egi^^s ovx auat^ ^aivexat 
XiyBiV avcoys yd(f 6s x^v avQtudCav 
lii&ivx* iffevvav xijy öoffy^ evßovXlav. 
xi&ov' 60(pa yä(f alöXQOV iiafiaQxävsiv. 

IIP. bISoxv xoi HOL xdad* ayyeXtag 
od* id'dv^svj %aö%Hv d\ TtaxAg 
i%%(fov vn ixtgiv ovilv eisixig. 
XQog xam in* ifiol ^Mxiö^m ^^v 
nvQog aiigyqxijg ßotixqv%og^ al^Q 8' 
iQB^iJ^iö^Qi ßfovxg ö^axeXfi x* 



1035 



1040 



1045 



1031. Die h&afige Verbindunif 
%al Xiecv findet sich schon bei Ho- 
mer:^ Od. 1, 46 Kffl Xijiv nBtvoQ y8 
ioiTLOXi, nttxai oli^gqij 13, 393; 15, 
155. — Zu mxlaöfkivog 6 nounog . . 
o^ovf^tvo^ vgl.^ Herod. VlI 103 
oorai lihif og^Oix av o Xoyog . , $1 
dl . . oQa fft^ fAttTiit' %6iinos 6 Xoyog 
ovTog Blgiinivog^if Thnc. II 41 mg 
ov Xdymv iv tm nagovri nofknog 
Tffdf fkäXXov^ li'iQyanf ictiv ^ceXi}- 
dfi«, avvh ij ivvoiiLig tUg noXitog 
tfi7^a/r<ft,^ Soph. 0. Tyr. 828 ig' oi% 
a%' dßov xavta daffiovog tiff av 
uglvww in avägl^zma av ogf'o^n 
Üfavt Ai. 354 offir*, mg iomag og^a 
fiMgxvgiiv ayav, 

1033. ^tvdfiyogafv: II. 1, 526 
ipiicbt Zeot: o« yicg iwov naXiv- 
ay^ixov ovu anaxjjXov ovo aie- 
Xivtrutov o Ti %BV %iipaX^ nata- 



vivcm^ 



1035w oiiBivov: Tgl Sappl. 190 
ng§i9^am Sh nvgyovßmiikog, Ajrüger 
I § 42^ 4, 11. — liyn^v «OT^: 'fange 
endlieh einmal an zu glauben' 
(vgl 999), indem zwar ^7170« nach 
dem Torautgehenden firiSt behan- 
delt, die Negation aber bloss auf 
av^adiav ivßovXiag S^eivov be- 
tonen ist Vgl Enr. Cyd. 310 to a' 
ivüfffh^ xng dvüütßtiag dv^aXov. 

1037. Ueber die Bestätigung des 



vorausgehenden Gedfmkens durch 
den Chorfabrer vgl. zu 472. 

1040—1093. In fünf onapäsU- 
sehen Systemen, von denen die bei- 
den ^s Prometheus (14«» 14) und 
Hermes (9 sa 9) sich entsprechen, 
während das System des £ory- 
phaioe die Mesodos bildet, wird das 
Eintreten der Katastrophe 
dargestellt 

1040. siSoxi fkon £U 441. 

1042. annig bezieht sich auf 
den Vorwurf alaxgov 1039. 

1043.^ Vgl 992, Eur. fr. 910 ngog 
xav4^' o XI XQV *9^ naXaiida9'(o xotl 
Ttäv in' iiiol xenxaivia^m' x6 ydg 
Bv fisx' ifLOv aal xo Sinaiov övy,- 
pkaj^ov iexai «ov [iri no^' &Xä nama 
ngaoatov. 

1044. nvghg dfiwfjuLrig (ein ho- 
merisches Wort) ßoaxgvxog: 17 iXi- 
TiOBiSrig (vgl. 1083) xov nvgog xcrra- 

??ogd Scnol. vgl. Cleanth. h^rmn. in 
ov. 10 diigi^nri nvgoBVxa dsl (cd- 
ovxa XBgavvdVf Eur. Hipp. 569 
ßgovxa datpmvgtp, Hesych. a^ttpr^ 
%Bg de, i\ i%axigov (lifovg niftoyi^- 
l^ivov ßiXog, ^ xBgawog 11 k^(pog; 
Ag. 306 tpXoyog ^iyav ntdymva^ 
CatulL 61, 77 viden ut faces splen- 
didas quatiunt comas. 

1045. eKpaniXm: anaoiniy cw- 
xovm xtvTqaBi Scnol. vgL 879. 



118 



AIEXTAOT 



avtatg fi^aig XPBVina x(fada(voij 
xvina dl fcovxtyv XQUxat ^ottlip 
övyxüiöBuv xäv wqavl&v 
iiStffiov diodovg^ atg xb xsXeuvov 
Täftaffov afdfiv ^iilf&s iiiiixg 
Tov^ov avdiyxfig t/xBQQatg iCva^g' 
ndvxmg ifii y* ov d'avaxdö». 

EP. xoidds {livxoi xäv ^QBVGnkrpcxmv 
ßovXsviiax* ixfi X* icxlv äxovöm. 
xl yä(f iXlsinst fii) ov nuQojtaCBiv 
17 rovd' Bvxr^\ xl xaka iiav^äv; 
aXX* ow viietg y al xijfuxfvvaig 
6vy7cd(ivov0ai xatg xovde xonmv 
liBxd noi x^Q^^^^ ^^ xävds Ovmg, 
/i^ ipfivag viiäv iqJUd'iüiey 
ßifovx^g iitixtiii* äxigaiivor. 

XO. SiXo XI tpcivBi xal ycaqayLV&ov fi' 
o XI xal nsiösig' av y&Q dij nov 
tovto ys xkrjftov xafiövgag ifcog. 
jcäg IIB xBlsvBig xaxoxi^x* aöxBtv; 
{iBXtt xovi* xi XQV xdöXBiv i^iXm' 
xovg nqodoxag yccQ fiiöstv iy^a^üv^ 



1050 



lOU 



1060 



1065 



1047. avxatji iltaigi vgl. 221. 

1049. ovyi<o6Biiv' avyKaXv^uev 
Schol. 

1061. Subjekt zu fifBte ist 'er' 
(ZeuB) wie za 9'avaxaasif vgl. zu 
994 

1052. ^ Vgl. Eur. Hec. 1295 oti^^a 
yaif avdynv. 

1053. navzag — ov wie 333. — 
Zu dem Gedanken vgl. 933. 

1056 f. iXU£nsi (i'n ov: 'waa 
unterlässt sie fehlzugpreifen ' ; iXXsi- 
nBiv enth&lt einen verneinenden 
Begriff, vgl. 627 u. Eur. Iph. A. 41 
xnv inoQiov ovdspos ivdii^g [iti ov 
fialvsad'ait Tro. 796 t£vog ivSionsv 
(Ltj ov navffvdia rtooftv 6Xi4^Qov 
dtd navxog^ So^h. O.Tjr. 1232 Xsl- 

XO [i^ ov ßciifvcxov' etvaif Krfiger 



I § 67, 12, 6. — Zu na^anaCiiv v^L 
581, frgm. 320 Btx* ovv 0o^fttffi]C 
%äXu naqanaCwv %iXvv^ Anstopa. 
Plut. 508 ^vv^iacmxa rov Iri^ttt 
«al naqanaieiv. — svx^ bezieht 
sich auf den Inhalt von 1043—1052. 

1059. cvyxdiivovoai: vgl. 414. 

1062. axigafi^pov: vgL 190. 

1065. Die eigentbche Bedeu- 
tung von netQuavQm erkennt man 
auB dem Yergleicn bei Arist. Equ. 
526 Kgaxivov [leiirrjpkivog, oq nol- 
Xm {ivatcg nox' inaivip ^ta xav 
atpiXav nsSitov ^ffpct ««1 r^^ öxa- 
csmg nctgaevgmv iq>6gsi xag S^g 
%al xccg nXaxavovg xal xovg ix^'govg 
ngod'iXvfivovg, ntcgaavi^Biv iuog 
iit also ein Ausdruck wie alu^iw 
avS^v u. bringt zu inog den Be- 
griff 'pfui'. 



nPOMHe£T£ AESMS2TUS. 



119 



Movx iöxi voöog 

rijöd* fjyxiv aniic%v<Sa fuikXov. 

EP. dXX* ovv liiiivfiifd'* ayta nQoXiya' 
liijdh fCffog artig &ri(fa^6töai 
Iidliinj6^8 tvxfiP, firidi yc<yt ei^jCfid^* 
dg Z€vg viiäg sig äxQoofcrov 
n^li* iiöißaXsv' fii; d^\ avtal d^ 
vf/iag €cvtag. MldvXai yä(f 
*avx iiai^vijg ov8h Xatqal&g 
Big inifixpxov dixtvov artig 
^vJUx^ijtfctfd' vz* avoiag. 

HP. xal fi^ ^07? Kovxin [ivd'a 
X^^ov aeöäXivrai' 
ßQv%Ca ö* ti%m xafafiviiarac 
ßifovtijg^ Shx€g d' ixXifiitovöi 



1070 



1076 



loeo 



1069 f. VgL 686; su aninxvaa 
Krflger II § 63, 6, 3. 

1071^79: Damit ist angekün- 
^igt u. motiviert, wie der Chor 
▼oa der Orcbestra entfernt wird. 
Ihn erat wieder die Flügelwagen 
bestei^n zu laasen würde für die 
Situation nicht schicklich gewesen 
«ein u. dem Schlnsseffekte Eintrag 
gethan haben. Der Chor sinkt za- 

fleich mit Prometheos in die Tiefe 
arch das avanUc^n (Versenkung) 
der Orchettra wie Prometheus durch 
das avoKiiCiia der Bühne. 

1078. dinxvov Sxfig: VgL Ag.SSl 
t^Ti^y^^9 atfig ntcvulattav, — ani- 
9ft9tap wie Ag. 1882 antiQOP a^ 
9pißlfinif09 Sontif Cx^v€»v niQicti' 
X^i^f Ygl- Enm. 634 iv ati^iiovt 
^aMlm niMlip. •— Mit 1079 ent- 
«cbwebl Hermes in die Höhe. 

1080. f^m %ov% hl ßv^tp (vgl. 
la 386): um' Donner und Bhtz auf 
der Bühne nachzuahmen, stand 
den Alten eine Donnermaschine 
if^oirttiow) u. ein Bhtzthurm (»s- 

Stwo9%9nitow) zu Gebote. Es wur- 
en lAmlich hinter der Scene 
Schl&ocha« die mit schweren Stei- 
ne»- gefüllt waren, auf ehernen 
Blatten gerollt u. mit einer in der 
Höhe angebrachten Drehmaschine 
(m^itnxpg v^n^n) Blitzstrahlen ge- 



worfen. Auch die Drehnns der 
beiden Periakten wird das Schwan- 
ken der Erde versinnbildlicht ha- 
ben. Uebriffens verlangten die Alten 
in solchen Uingen keine t&uschende 
Nachahmung, sondern nur Andeu- 
tung u. Symbol 

1081. Der Monometer (vgl. zu 95) 
vertritt die Stelle eines Dimeters 
(vgl. zu 1040). 

1082.^ ßqvxia: Hesych. ß^vx^og' 
vKoßqyxiog 'unter der Oberfläche' 
vgl. Pers. 897 inaiaev^ SXiiriv ßov- 
%iov\ vocabulum ßqv%iog eo hie 
significatu dictum est, quo etiam 
"hnoßqviiog interdum non id quod 
in aqua demersum est, sed omnino 
ouod est aliqua re obrutum denotat 
(Uermann). ß^vria ijroo ßqovtrit be- 
deutet also hier dasselbe wie j(h6via 
ß^ovriffAttra 994. Zu der Schilderung 
vgl. Hes. Theog. 706 xoacog Sovnog 
ivBvxo 6^mv igidi ^wiovxtov' avp 
d ävifiot x' ivoüig x9 %opfrjv Icfpa- 
Qayiiov. 

1083 f. sUnsg: aCiU%08i§sCg(,Zick' \ 
Zack) naxä xa vitprj xnv döxga- 
nav niPii^Sig Schol. Vgl. 1044. — 
Mit («srv^oi vgl. ianlij^rj Pers. 
316. ~ exQoiißoi :^ Hesych. oxqo^ßog ' l 
ätvog, avcxQOfp^ dvifiov»^ — ^Zu 
nowlv VgL Suppl. 180 o^<ö %6vlv 
Svavdop, Cho. 928 xovS' otplv i^QB- 



120 



AI2XTA0T nPOHHSETS ^ESlfJ2THS. 



0t€(foz^g idxvQOif tftQoiißoi 8h xoviv 
sCXiö(Sav0L' öiUQt^ d' ivdpi,mp 
nv6V(iattt nivtanf elg aXXriXa 
ötdöiv avtCnvovv aTtodeixvviisva' 
^vvtsrä(faxt€cv d' ai^Q xovt^. 

r6v%ov6a ipoßov öteixsi <pcev€(fäg. 
(Q fii^r^off ifiijg öißag^ ä jcavtan/ 
aid'^Q xoivov tpäog sCXt66(ov^ 
iöofäg fi' iog Ixdixa 7tafSx&, 



1085 



lOflO 



ibafiriVy Suppl. 782 %6plg crif^^e, 
Cho. 644 ov(plg ifioiöi, 

1087. dvtinvoffv: GewÖbnlick 
machen nnr die mediae (ßi v» 9) 
vor Xj [k, V Position in der ThesiB 
bei den dramatischen Dichtern. Eine 
ähnliche Verlängerung findet sich 
in Anapästen Aristoph. Av. 216 

^difag, 579 dygav, — Wegen der 
Gontraction vgl. za 917. 

1090. «pavt(f£g gehört za ziio' 
4^9v: 'offenbar von Zeus a. keinem 
andern * ; xsvjfoy^a q>6fiov steht dazu 
in causalem VerhältnisB. 

1091. a> firit^g il^rig: Schol. i 
y^ Iq i Gifiigf vielmehr a F^ 
^iui (zu 210): in huiusmodi ob- 
testatione eos appellari deos con- 
venit, quorum vis et pote&tas uni- 



veream rerum natnram cemplecti- 
tur i. e. caelum et terram, quo 
quidquid usquam teztari insigoe 
facinns possit, uno complexu com- 
prehendatnr (Bemann). Vgl^ Soph. 
£1. 86 c» qfdog dvpov %al jmg Uo- 
(loiif* iijQ, — aipag: vgl, Eum. 885 
du* et filv dyvov ivti üot ÜH^on 
eißag. 

1092. ipdog (das eigene Licht i 
des (paBvvog aibi^g) ttXiaütov: TgL 
Eor. Phoen. 3 "HUe, d-oa^ innoieiv^ 
stl^itmv 9 Joyce , Theodect fr. 10, 
p. 626 N. CO nalUtptyyri laginddi 
BiXCacmv tpXoyog'^HXts. 

1093. Prometheus sinkt sammt 
dem Felsstücke, an welchem er 
angeschmiedet hängt (1019) , in die 
Tiefe. 



Bruchstücke 

des 



I (201 Herrn., 191 Dind., 184 f. Naack). 

Aman. Peripl. Pont. Euxin. p. 19. Ati^xvXog iv n^oiirj' 
%bZ Xvciüdva tov 9ä0tv oqov tijs EvQüim^g xal t'^g ^AcCag 
notit. Xiyovöi yovv aixä oC Titaveg Ttqbg tov flQOiirid'ia Zxi 

"Hxoiiiv — 

tovg 0ovg a&Xovg tw6ds^ UfOf^fjd'iv , 
8etf(iov XB nad'og t68* inoifoiiavot, 
inuta xaraXiyovöiv oöriv xcigav ijcqXQ'oVy 
t^ lilv düfviiov xd'ovog EvQoiTtfig 
lifyav ^d' ^Actug xiQiiova 0ä0iv. 



I. Dieses Brachstuck £[eh(>rte 
tnr Parodos, welche wie in den 
Penem jl den Schtttzflehenden den 
Anfonff des Stückes bildete; das 
erkenireman ans Proeop. bist. Goth. 
IV 6 P. 336, 11 aiXä %al o x^ayc»* 
^•soMC AU%vXüq h Ugopkri^^ei itp 

tQaytf^Siag tov sorafiov daa«y 
ri^ptava *^/ y^£ vQff ts *Jciag 
Mal tUg Ev^mifig. — Die (swÖlf) 
Titanen bilden also den Chor 
des n^i^7i9ivg Ivontvog, Ans dem 
Tartams (vgl. oben 819) entlassen 
(Tgl. Find. 1^. IV 518 Ivce ih 
Ztvg a^ixog Tixavag' h 9\ voo- 
Mi mttu^Xal li}(«yf Of ov^n>^ fiea 
0'. U. 166 «iilo« in ^ akaviitav 
TOfTtf!.» Kqov^s ißßmifilsvn) kommen 
sie, wie die Okeaniden im 17^. ^s- 
S|Mm}«, SQ Promethens, nm seine 
Leiden theilnahmsroll anznsehanen. 



In den ersten Versen gibt der 
Chor die Motivierung des Auftre- 
tens {9i ^v aixCav naoinmi Tgl. 
oben SU 12S). Dann s&blt er die 
L&nder auf, über welche er Ton 
Beinern fernen Wohnsitze her (nach 
Find. Ol. II 127 wohnt Eronos auf 
den Inseln der Seligen jensett des 
Oceans) gekommen ist. Zu dieser 
Aufzählung gehört dasn&chste Frag- 
ment. Zmetzt ist der Fhasis ge- 
nannt, in dessen N&he Prometheus 
am Kaukasus angefesselt ist (vgl. 
Einleit. S. 21). ^ Da hier der Fha- 
sis als Grenze von Europa und 
Asien angegeben wird, während 
oben 734 und 790 das Asowsche 
Meer als solche bezeichnet ist, so 
muss sich der Dichter den Fhasis 
von Norden her in das Asow- 
sche Meer mündend vorgestellt 
haben. 



122 



Brachttücke des n^Ofiijdirv; Xv6ii89og. 



II (202 H., 192 D., 186 N.).* 

Strabo I p. 53 qnnil . . tä iieöriiißfLVct icavta Ald-umtav 
xaXBi6d'ai ta XQog *SlxBava. iiUQtvQet dh vä xoiavxa' o u 

^OIVIXOTCBÖOV T* iQvd'fig [SQOV 

XSVfLa d-aXäööijg 

XaXMOxi(favv6v rc naQ* *Six£av^ 

X£livfiv xavtotQOtpov Al^tonmv^ 

Jv* 6 xavtofcti^g "HXiog alsl 

XqAt* ad'dvatov xd(ittt6v d' itctcohv 

^tQliatg vdaxog 

liaXaxov iCQOXoatg avanavei. 

III (203 H., 193 D., 187 N.). 

Cic. Tusc. II 10 AffixuB ad Caucasum (Prometheus apad 
Aeschylum) dicit haec: 

Titanum suboles, socia nostri sanguinis; 
generata Caelo, adspicite religatum asperis 
yinctumque saxis, navem ut norrisono freto 
noctem paventes timidi adnectunt navitae. 
5 Satumius me sie infixit luppiter, 

loyisque numen Mulciberi adsciyit manus. 



II. Noch Herodot versteht an- 
ter *EQv^Qri ^dlaaaa das ganze 
südlich von Asien und Afrika be- 
kannte Meer, die (puize 'Südsee' 
^vot£fi d'dXaeüa), wie dieses Meer 
im Gegensatz zum Mittelmeere {ßo- 
Qr^Crj ^äla6ifa)^ heisst: Tgl. II 158 
t^ al iXdxi9t6v ieti lurl avvxoino' 
Tttrof' ix tifg ßogiiiing ^aXatfürig 
vnsgßtjvai ie tfiv PotifiP %al ^Eqv- 
&^rjv trjv avtijv tavznv %ttX$ofki' 
vfjv. — Wegen (poivmontdov Sqv* 
9'Qccg vgl. Stephan. Byz. unter 
'EQV^(fcii 'EQV^ifa tj d'dXao9af dno 
'Egvd'ifov tov fjQnog, OvQaviog d' 
iv 'Jifaßinmv dsvvioijc ano xmv na^ 
^a%Biy^ivmv 6qiO¥ a igvd'ga Saivag 
sCai %alnoifq>vifa , ««l intiv ßdXXjj 
tig avxd 6 tiXiog tfJ9 avy^iv, xara- 
nii^nti tig t^v d^aXaccav ^utäv 
igv^gdv %ttl oiißgip 9h nata^Xv 
ad'Mwv tmv ogsav ndtm avf^giovxt 
Big ^dXatfaav ovva ylyvBtttt ^ ^a- 
Xofftfa xriv iQ6av. — %oiX%o%iqavvav 



'erz(wetter)8irahlend' . eine kfihne 
Wortbildtmg, welche das Leuchten 
der erzblinkenden Wasserfl&che be- 
zeichnet; Tgl. II. 11, 83 xaX%9i 
XB 9xB(fouijv, oben 922 xtpovro« 
%QBl66ova ipXoycc, Eur. Tro. 1104 
%BQttvvofpalg nvg. Das Enklitikon 
ist dnrcn die C&Bor von xaXuoni' 
Qavvov getrennt wie Cho. 864 «p- 
%dg I Te. — Ueber die XCfM mi caw^ 
xoxqotpog vgl. oben zu 808. Wegen 
der Cäsnr vgl. oben za 173. 

III. Die Verse sind von Cicero 
selbsfc (ebd. c. 11) übersetst. — 
Während im Prom. vinct die Fess- 
lang des Prometheus vor den Aagen 
der Zuschaaer dargestellt wird, ist 
hier in einer Erz&hlung die Ex- 
position gegeben. .11^ vgl. oben 
164. — asperis saxis: ^of^bryyi xr^o^ 
Svaxeifiigtß 15. — 3 navem . . ad- 
nectunt: zu 965. — 6 vgl. 619 fiov- 
Xiviitt ft^v x6 dfov, 'HKpaiüxov 6h 
Iklg» — 7« cuneos: 64 c^Jivog av- 



i 



Brnchftücke des ÜQOfkriQ'Bvg Ivofktvog, 



123 



hos ille cuneos fabrica crudeli inserens 
perrupit artas: qua miser soUertia 
transyerberatos castrum hoc Furiarum incolo. 

10 lam tertio me quoque fonesto die 

tristi advolatu aduncis lacerans unguibus 
lovis satelles pastu dilaniat fero; 
tum iecure opimo farta et satiata affatim 
dangorem fundit yastum, et sublime ayolans 

15 pinnata cauda nostrum adulat saaguinem; 

quom yero adesum inflatu renoyatum est iecur, 
tum rursum taetros ayida se ad pastus refert. 
Sic haue custodem maesti ernciatus alo, 
quae me perenni yiyom foedat miseria; 

20 namque, ut yidetis, yinclis constrictus loyis 
arcere nequeo diram yolucrem a pectore. 
Sic me ipse yiduus pestes ezcipio anxias, 
amore mortis terminum anquirens mali; 
sed longo a leto numine aspellor loyis ^ 

25 atque haec yetusta saeclis giomerata horridis 
luctifica clades nostro infixa est corporis 
6 quo liquatae solis ardore excidunt 
guttae, quae saza assidue instillant Caucasi. 

rV (206 H., 194 D., 188 N.). 

Plut. Moral, p. 98c (vgl. p. 964f.) vvv dh ovx «äo Tvxrig 
ovih ovrofioTag nsgUöiiev aihäv {zfSv ^(fiiov) xal XQatov- 
fi€v, aAA' 6 IlQOiifi^svg rovtdiSttv 6 Xoyi6(idg ahiog 



^a9ii jvd^ov «xiQvmv Siafkna^, — 
8. toUertia: 87 xij^vrig. •— 9. castrum 
Fariaram etwa E^tvvmv ip(fovQav 
nach 143. *Eoivvm9 ist dann meto- 
nymitch ffebraacht ('Lager der 
Rache'), ygh Ag. 646 ntitava x6v9' 
*EQiPvm9. — 10 vgl zu 1024. Anf 
tertio die bezieht sich vielleicht 
die Glosse von Photius und Snidas 
r^Ctm fpati* toitfj '^i^i^ix, — \^' Mit 
Ucenas unguibus ist Matpac^uta 
(▼on tiöatpaöfm) Übersetzt vgL 

avo to^ iUafpiivui (diese krklä- 
nag beruhtauf einem Missvent&nd- 
nm QDserer Stelle, wozu jedenfaUs 
der Aasdruck den Cicero mit tri- 
iti advolatu widergibt den Anlass 
bot}i} ««aptfyfM»«* Aiej^vlog JI^o- 
^^ttlvoftipip, — 12. levis satelles : 
lÖSl diog Si toi Ttti^vog nviov, — 
16. adal^: ngoccaiviiy 'wedelt an*, 



weil der wedelnde Schwanz gleich- 
sam auf den blutig zerfleischten 
Prometheus niederbbckt. Vgl.Eum. 
264 00^17 ßifoxsimp atiia%€»v iis 
noocYBli, -^ 22 sie me ipse viduus : 
avtog y* ii^awov xmfog, — 24. a 
leto aspellor numine levis •■ ilf^ol 
4^aPsCv ov n eno mfikivov, ov fioi^eiftay 
(76.S, 933). Wegen des Gedankens 
VgL zu 983. m ist eingetreten, 
was nach 612 vorherbestimmt ist: 
ILvqlatg d\ ntjiiovaCg ^vctig ti junfi- 
(f^s£g * — 27 1. Aus diesem Blute 
ues Prometheus stammte der Sage 
nach (Apoll. Bh. Arg. III 861) das 
Kolchiscne Gift, welches Medea zu 
ihren Zaabermitteln gebrauchte. 

lY. Vgl. oben 462 ff. Wie dort 
Prometheus dem Chore seine Ver- 
dienste um das Menschengeschlecht 
ausführlich schildert, so geschieht 
es hier wol nur in summarischer 



124 firuchstacke des ili^Offtij^tvff XvofkMvog. 

ticnanf ovtov r* oxbUl nal tavQmv yovag 
dovg ivxCdovka xa\ xivcnf ixdixxoQa. 

V (212 H., 206 D., 19S N.). 

Plut. Mor. p. 757 D. 6 dl *HQaxXfie StSQOV daiv »aga- 
xaXet laUXcn^ inl Sffvtv aÜQeö^ai ro tol^ov, dg Al6%vloq 

uyQsvg d* *AJc6U,onf d^d-ov Id'vvot ßilog. 

VI (213 H., 201 D., 196 N.). 

Plut. yit. Pomp. c. 1. fCQog dh Ilofixijtov iome rovro xa- 
^Btv 6 ^PtofialcDv d'^i^og evd'vg i^ aQx^Sy ^^9 ^ AiöxvXov 
nQOiiffi'Bvg XQog tdv ^HQaxXia ö&^elg vit* avrov Xiytav: 

i%^(fov TCaxQCg li^oi tovto tplltaxov tixvov. 
VII (206 H., 198 D., 190 N.). 

Stephanus Byzant. s. y. "Aßioi p. 7, 5. Al^xvkog xe Fa- 
ßiovg dia xov y iv Xvofisvp UfOfLij^et: 

ijCHxa d* ij^Big äiifiov ivdixmxaxov 
(ßffoxmvy anävxmv xai q>ikolisvcixaxav y 
Faßtovg^ Xv* ovx* uqoxqov ovts yaxoiiog 
xiiivH dCxeXX* aQOVQaVy aXX^ avxooxoQOt 
yvai tpi^ovöi ßCoxov atp^ovov ßfoxotg. 



Weise WAhrscfaeinlich dem nenen 
Chore gegenüber. — Zu «dvow ^x- 
dintoi^a Tgl. ätaSoxoi iiox^rnidttav 
464. 

V and VL dyotvg heiest Apollo 
ala J&ger und BogenBchütEO. Et 
scheint, dass Herakles aaf der Bühne 
selbst, nar etwas zur Seite tretend, 
auf den Adler anlegt, worauf durch 
einen ger&uschyoflen Fall hinter 
den Periakten der £rfolg des Bogen- 
schusses angeseigt werden konnte. 
Prometheus ruft hoch erfreut auf 
den abseits stehenden Herakles hin- 
blickend aus: ixd^ifov xaxifog fioi 
TOVTO ffilxaxatf tinvov» 

Vn und VUI. Dem geographi- 
schen Inhalt der Io-8cene im Hg, 
itcpLtnfig entspricht im Uq. Ivoai- 
pog die Beschreibung, welche Pro- 
metheus dem Herakles yon dessen 



Wanderüahrt su den Ueependes 
gibt {yßl. die Worte des Strabo bei 
frgm. X). Das Wandersiel derlo war 
im Osten, das des Herakles im We- 
sten. Auf diese Weise wurde in des 
beiden Stücken eine Schilderung 
aller abenteuerlichen Wunderdinge 
und Merkwürdigkeiten der nnsen 
Welt den danuds für solche £r- 
E&hlungen gewbs sehr eiaffenom- 
menen Athenern geboten (ygi. oben 
zu 561). 

Nach schol. Apoll. Bh. IV 284 
xov'ltzQOv 9170! V i« xwv ^Tniif- 
ßogim» %axaq>iife09'ai %ui xmv *Pi- 
sat'ffiy 6q»p, ovxio Sh tlntp axo* 
lov^mv Ala%vhp iv Xvoitiv^ JIao- 
t^ri^sCliyovxi tovt okommtHeraUee 
yom Kaukasus bis hinauf zn des 
Rhip&ischen Bergen. Da Aeschjloi 
in diesen den Ister entspringen 



Bmcfastücke des il^ofuj^cvs IvofLivog, 



125 



Vin (208 H., 208 D., 192 N.). 

Strabo VII p. 300 xal Ai6%vkog 8* ifLtpaCvBi övvijyofmv 

älX* Cnnaxfig ßQOt^QBg evvoiioi 2J)cv9cu, 

IX CS09 H./195 D., 189 und 201 K.). 

Galenus vol. IX p. 385 ed. Charter, doxat iihv yäg a'ö- 
vliv (xiiKfiya) ixl t^g nvorjg Uoq)oxX'qg iv Kolxloi kkyBiv • . 
Al6%vlo^ dl hß IlQoiiri^et dsO^dtij (wahrscheinlich Gedächt- 
nissfehler f&r Xvoiiiva^ doch vgl. oben zu 714): 

Bvd'Btav EffXB xTjfvde" xal itQfiti6ta yi\v 
BoQBadag ^ieig TCQog nvodg^ tv* svXaßov 
ctQOfißov xuxaiyiiovta^ fii] 6* avaQnaöji 
dv0%Bi{kiQp niiig>iyi CvOxQBiffag aqn/a. 
ixl dh tijg favidog 6 avtog fjfyriötv iv Ufoiiri^Bt : 
i^Bvkaßov 81 fti^ ö8 nQOößäkji ötofia 
niiitpi^. TCiXQol ya(f xav 8ul (oi^g ätnoi. 



I&nt, to bat er üch dieselben wol 
im Nordwetten Ton Earopa Redaefat. 
Aaf diesem Wege gelangt Herakles 
sa S^ihischen VOlkersobaften, zn 
den Gabiem oder Abiern und den 
Hippemolgen, welche ans IL 18, 4 
bekannt und: 

»ociptv ^9* tnnonolanf Og^iimv 
%ad'OQ€iaivog atav 

Mv9m9X* iyxBnax(ov %al iyavwv 
^InnriiioXyAv 

yUatto^tifmv Jßinvte, ^ixacota- 
Tflov iv^ifoixanf. 

Zu fy* i^ox9C9 , . figotoi:^ vgl. die 
BesebreiDiuig des Kjklopenuuides 
Od. 9,^ 107 off« ^eoiai^ nBnoi&OTig 

•fsa^a «od anjpora ndvxa optfoy- 
tcri xtf . — - Za tmaufig vgl. die sa 
dem flg. Frgm. angefahrte Stelle 
dei Hippokrates. 

IX. evd'fffaF ?^e xiiifdt: viel- 
leicht den Ister entlang, der su 
den RhiiAisehen Bergen führt, od-ev 
BoQtfis wvisi nach Hippocr. 
de ser. aqu. et loc. p. 291, 49, wel- 
dier vom Scythenlande sagt: xs^ro» 
VM ffvraTg xaCg aifxtoig xal toCg 



• 

OQsai xoVg *P$na£oiaiv und von den 
ßeythen: kö^lovci XQta itp^a xal 
nivpvai ydXa tnxfav %al Inninriv 
tQmyovai ' Tovto d* iatl tv^bg tiinrnv, 

1. €Qns: zu 810. — 2. BoQeddeig: 
wegen des TribrachYs im ersten 
Fusse zu 116. — BvXaßov : Warnun- 
gen, wie sie auch der lo ertheilt 
wurden (zu 801). — 8. ^tgSfifiop: 
vgl. oben 1084. 

Das folgende Bruchstück gehört 
zur Schuderung eines anderen 
schrecklichen Wesens, welches, wie 
es scheint, Blut aushaucht. — nifi- 
tpi^ kann nicht einfach, wie Galenus 
sagt, für f€nf£g stehen, auch in dem 
Verse des Pentheus von Aeschylus 
nicht, welchen derselbe noch als 
Beispiel anführt, p^rid' atftavog nga- 
tpiya ngog «8da fidXyg ; vielmenr 
heisst niaipiä '^Hauch' (vgl. Cur- 
tius Gr. Et. 8. 7080 nnd steht an 
beiden Stellen ähnlich wie nvo^ 
ipoiviov otaXdyuavog^ Soph. Ant. 
1288. — Zu 09 .'. tftdf»« vgl. Eum. 
88 üi vtxcttm tpQipag^ 875 x£g [i' 
vnoSvBtat nXtv^g 6dvf€Ci Sept. 
884 xtt%ov fic xecifdiav t» nfQini' 
Tt^t( xpvoff, Pers. 161 %ai pti xteo- 
Siav ecfivaifii tppovxlg, KrQger II 



126 



BnichBtflcke des n^p^fi^tig Xvcfktvog, 



X (210 H., 196 D., 198 N.). 

Strabo IV p. 182. (leta^v f^g MaööaXlag xal tav 
ixßoläv toi) ^Podavov mdCov hstl xi^g d'aXdtzrig 8Uiw 
sig ixatdv atadiovgj ro0ovrov 8h xal tr^ 8ui(i$tQ0Vj xvxlo' 
tifhg to ^x^^fur. xaXetxav öi Ai^(D8sg d«6 rot; öviißeßfpiotoq, 
lisötov yoi(f löxi Xid^(ov x$iQonkri^v^ iTCona^vxvtav h%Qinav 
aixotg ayQaöxiv dtp* i^g atp^ovoi voiud ßoöxijiiaöiv BÜfiv^ iv 
Iii0p 8* v8axa xal aXvxlSag kvCöxavxai xal aXeg. . . xo fkimoi 
8vOanoldyfixov Al6%vXog xaxa(ia^(Av rj naq akXov Xaßav slg 
lii)di}v iiexoTti^e, ipfjöl yovv /7^ofii^€i)g icaQ* avxä xa^ni- 
yoviiBvog ^HQuxXstxSv o8äv xmv dxo Kavxdcov srpo^ 
xdg *E0ne(fi8ag: 

fÜng 8h Aiyvfov Big dxd(fßfitov cxqaxov^ 
iv&* ov fia^^ff) 0dip* ol8aj xal dx)V(f6g iCB(f &v 
fiiyiifBi' 7CB%if&xai yd(f 66 xal ßiXti UxbZv 
ivxavd'* ' ikiö^ai d' ovxiv^ ix yaCag kUhJV 
5 B^Bigj ixal nag xmQÖg i6xi, fiaMaxog. 
I8mv d' dfi7i%avovvxd 0* 6 Zsvg oImxbqbIj 
vBtpikrpf d' v7CBffö%(ov VL(pd8i yoyyvXav xhiftov 
vjcoöxiov ^i^öBi xd^6v\ olg iitBixa 6v 
ßaXiov SioiöBi faSlag Alyvv öXQaxov. 



§ 46, 16, 3. — ov S$d t^fig: Tgl. 
oben 800. 

X. Aus dem Norden zieht He- 
rakles gegen Süden. Das nächste 
Ziel der Wandernnff ist Geryones. 
Auf dem Wege danin kommt er 
za den Ligjern, wo er durch das 
Wunder des Steinregens gerettet 
wird, vgl. Dionys. Hai. Antiqu. I 
41 Siiloi d\ xov nolsfiov tovdi (der 
Hellenen gegen die Ligyer) xAv 
iq%alw¥ noifjzoiv Alöxvlog iv Tlgo- 
lifjfi's^i Ivoitivm* neno£rixai ya^ccv- 
xa 6 ÜQOiirivevg *HQaxli£ xd xe 
alXa nQoliymVf <og Mthxüxov «v- 
xm XI üvfiß'^ahaO'eci iiisXXs naxä 
xfiv inl rrjQv6vfivaxQaxs£avj 

noXifi^v <og ov ^adiog o dymv loxai 
äiTiyovfktvog. Dieses Abenteuer war 
aucn in den Herakliden des Aeschj- 
lus beschrieben in einem Chorikon, 
TOn welchem noch folgende Worte 
erhalten sind : ixBid^sv opuevo; op- 
dvnBQmg ^ßovg ijXctc' dn l6%dxmv 



yaiag {omavov nBpdca^ iv^ dinal 
XQvariXdxip ßoxfjf^dg x ädUim 
Btixitve dBanoxrjv xe xqitvya xovx^Ca 
96q7i ndXXovxa t^^tfi XQ£a dl lai- 
aig odnri itqoxBlvmv xQBig x' inis- 
asiav Xoqfovg i6xBi%Bv tcog 'Jqh 
ߣav. 

1. Üeber den Tribrachjs im 
zweiten Fusse bei einem £igeu- 
namen oben zu 715 und 2. — 2. xal 

— ntQ schon bei Homer, noch nicht 
aber nains^, Krüger II § 56, 13, l. 

— 7. Auch in diesen Schilderungen 
(vgl. zu 715) ist die Neuheit de» 
StofPes der Anlass häufiger Auf- 
lösungen, wie hier zwei AunGsunffcn 
in einem Verse vorkommen (über 
den Anap&st oben zu 6, über 
den Daktylus zu 17). — 9. dioi«{i: 
vgL Herod. IV 102 xov da^Biw 
axqaxov i^vfiaxijj diülaac^ai, — 
Aiyvvi oben zu 2. — Ueber die 
Ankunfb des Herakles bei Atlas 
oben S. 11* 



Anhang. 



a. Abweichungen Ton der Mediceischen Handschrift 

(vffL G. Hermaim Aesch. tra«. ed. II (1869) yoI. II und B. Merkel, 
Aea^myli qoae enpersniit in cocuoe Lanrentiano yeterrimo. Ozonii 1871). 

2 aß(^ov Schol. zu II. 14, 78 und zu Aristoph. Ban. 827: 
Sßaxiv T*- (andere Handschriften Sßccrov), 6 adafucvrlvcav dBOfuSv 
iv i^if/^%xotq Jtiöaig Schol. zu Arist. Ban. 827: adafuxvtlvaig ni- 
öffiiv iv ii^xxoig nlxqaig, 15 itf^gi xijt mit übergeschriebenem 
itffoq, 16 öxi^itv Elmsley zu Eur. Med. 168: axi^etv. 17 evoo- 
^la^Cfv BloDofield nach Glossen des Hesych. und Photius: i^m^ia^eiv. 
20 m^ andere Handschr. : tojttj)» 28 inrivi^ Elmsley: imrivqm, 
42 yt andere H. : re. -49 inaxd^ Stanley: iitQax^V' ^^ ifil^ 
andere H. : fimXia» 55 ßakdv Stanley: kaßtov^ ^5 dutfijtii^: dutfi- 
03ta£. 66 wtb axivto W. : inoöriva von erster, inBQOxivm yon 
zweiter Hand. 77 ye andere H. : ae (x für a von jüngerer Hand). 
80 xffaxvxijxa Dindorf (ygl. Arcad. p. 28, 8): xqaxvxrixa, 90 Traft- 
fiijTO^ andere H.: JtaiiiitjxoaQ. 97 i^tivQ^ vgl. 460: ilcv^'. 99 nij 
Tnmebns: nol, n&n W.: naxi (s. zu 544). 

112 xoidhfis andere H.: xoiaaie. 113 inat^gCotg Blomfieldr 
inal^Qiog, nffOvösXovfUvog W.: 7uea0ak6V(i^rvog. 114 a J Dindorf: 
i i bi la (s. zu 566). 116 d'sdcvxog eine andere H. : d'socövxog 
Tgl. 279. 118 iiuSv andere H.: ^fi<0v. 129 Sds Hermann: ffde. 
134 Offu^fffTTiv yon erster^ ^eQfuodSniv yon zweiter Hand. 136 alai 
aiat Dindorf nach anderen H. : al al al, 142 7tQoa7to(fitaxhg andere 
H.: yt(f6g 7urtq6g, 145 6ft/;^Aa andere H. : ift/x^?;. 146 elatdavöav 
Hermann: ücliavCa (a yon jüngerer Hand). 147 rad' Elmsley: 
rafffd'. Httfuxvxoöixoiai Tumebus: aficcvxodixotg (6a über aft und 
To von spftterer Hand). 150 ä^ixmg BenÜey aus Hesych.: äd'iafAmg, 
152 ^' "AtSov Tumebus: t' atSov, 155 iyQltog andere H.: dyQioig 
{iyi^g AeschyluB si scripsisset, posuisset aXvxoig öiafiotg ayqloig 
Hermann). 156 s. unter b. 161 övvaöxaXä (nach 243): ^vvaaxccX^. 
167 ix* inLoif andere H.: fr' ein ifioü ygl. Heimsoeth Er. St. 
S. 315. 170 afp* Zxov yon erster, i(p^ Zxov yon zweiter Hand. 
172 o^re Person: o^roi. 177 rc xlvsiv Tumebus: xi (lot xIvbiv^ 



128 Anhang, 

178 T^tfj' andere H.: tilg. 181 i^i^use Tumebus: ^Qi^tce. 182 nct 
Tumebas : Zita, nircB W. : mm (s. zu 99). 185 anaQafiv^ov andere 
H.: ov TtaQfifiv^ov, 186 TQaxvg Kai andere H.: ZQctxvg xb ftal. 
187 8. unter b. 189 faca^'^ andere H.: (aa^ (m in der Basor 
von aL wie es scheint). 198 Ttavtax'^ W.: TEavta^^. 

201 iS^ag andere H.: ^Qtig. 204 Trc/day von erster Hand. 
213 XQBli^y S6kci> 6k xovg: xqyi. if doXm rovg von erster Hand, vnt^ 
axövrag Porson : viUQixovTag. 226 alxlav andere H.: alxlriv. 235 d' 
ir6ilf4i}tf' andere H.: 61 x6Xfifia\ 237 xdi xoi andere H. und SchoL: 
To5 xtttg (xoi über xaig von anderer Haod). 240 dXXic vqXtidg Elms- 
ley: aU' avijJUc?^. 246 ilnvbg Porson: ilenvög. 247 (iiq nov n 
andere H.: (iri not xi. 248 ^vt/rovg andere H.: ^vtfsovg t\ 256 
8. unter b. xov^orfi'^ W.: Koüafiij. 264 tov icax<J$ TCQaccovx^ 
Stanley: rovg funitSg nqiüawxag. 269 xatMr^jrvervrrir^flrf andere H.: 
Kotxicxaviia^ai, — ic£<5a^/big von anderer, neda^alaig Yon erster Hand. 
274 nl&€C^€ Blomfield: x(l&s0^e (s. zu 204 und 333). 279 «^* 
nvoövxov andere H. : x^iTTvofftfvrov. 293 yvoiau . . ;|ra^(TO^Xo0<fery 
Athen. lY p. 165 C: yvoiay , , ah x6 x^f^'^^^^^^^'^^* ^^^ <^W 
nqdaanv Brunck: övfutgcitxHv. 

313 f. xbv vüv xoXov »or^ovrcr fiojjr^ov Lowinski: xhv v€v x'iXov 
noQovxa fiOY^oov (j^iox&ov andere H.). 33 1 iitutöis^v Weil (s. unter 
b): fi8xaaxfov. 332 fit;di andere H.: ^rfiiv. 333 scsteet^ andere H.: 
ml^ig, 334 jtruiavd^g von anderer, ntifut&fjg von erst«: Hand. 
340 Kovdaiirl andere H., %ov6h [iiq. 343 ^iko^g andere H.: 0ihtc, 
347 8. unter b. %a/ Porson: luxl. 348 nghg andere H.: ig. 353 
ixaxtyyMcQavov Pauw und Blomfield: iKccxovxaxaailvov (mit o über 
4*). 354 Ttdai 6^ avxlcxfi Hermann: nva^v og ovritfri^. 371 dc^ 
(AOtg . . /^eAe^i andere H., otcJmxqv Schütz: ^^Qf/nig inkirfixav ßi- 
XiCöt (vgl. 716, Eum. 53). 378 OQyifg cq>Qiydcfig: o^g voaaiciiq 
und 380 CtpvSdSvxa: cq^iydivxa^ s. unter b. 380 hxvfdv^ andere 
H.: laxvakt (mit v über bl). 392 a^^t (wie 374 im Med.) W.: 
tfcoff. 395 6\ xav Blomfield: d' h" av. 398 öaitifvcüsxaxja W.: 
^x^va/tfraxTOv. (aöivbv andere H.: fadivtSv. 

401 nayatg andere H. : nifyaig, 405 ivdelxwaiv alxfuiv andere 
H.: ivduxvvBtv aljjiMqv, 407 s. unter b. 420 ^A^Uxg Hsrtang: 
^Agaßlag, 422 vi^^'xpi^^voy Bothe und Elmsley: v^/x^ijftvov ^\ 
428 '!<4rAavO'' 6g andere H.: "AxXav^^ (og. Weiteres s. unter b. 
432 ßv^bg andere H.: ßcc^vg. 433 xeXaivbg Hermann: TteXatvbg 
6\ 438 TCQOvaeXovfiBvov Askewius (nach Etym. M. p. 690, 11 il 
Arist. Ran. 730): TtqoaijXovfisvov (s über ij von alter Hand). 450 
eixfj W.: dKij. 451 Tt^ocdXitvg andere H. und SchoL: nqoC'qXovg (mit 
H über fi). 452 ar^iSvqot von erster, a^Arv^oi von späterer Hand. 
459 aog>t(Sfidx(ov andere H. und Stobaeus ecl. phys. I 1: voCfpi- 
Cfutxcav {aog>ia(ii>dx(ov am Bande von ganz später Hand). 460 i^^v 
Stobaeus: i|£i7^oy (ebenso 468 f^^. Vcl. W. curae epigr. p. 33). 
461 iqyavrpf Stobaeus floril. 81, 1: l(^y€txtv {ixiv von späterer Hand 
über iqyctv .. von erster Hand). 463 adyiuiaiv Pauw: cafunaiV' 



Anhang. 129 

464 duid^oi : Suii&%ov von erster Hand. 465 yivotv^^ Dawes Mise. 
Crit. p. 272: yivmi^'. aQfUc x Tnrnebus: Sqiiccz\ 468 vcrvtHiav 
andere H. uttd Sdiol. : vavitXoxtov (d. i. vavxiktav und vavX6%fiiiv), 
470 ciq>us^^ Zt^ andere H.: iJoq>iif nttt(»v {ZTta darüber von ganz 
spSt^ Hand). 472 alnh^ Porsen: an%ig. 479 oSrt andere H. : ovöL 
480 aövB Homfield: o>diL 495 a. unter b. 

502 oUfiqov . . t$ andere H.: aUct^v . . di. 505 ^vra 
andere H. : Tff^ritr. 507 fufwv Sealiger: (Aijvifv. biO toxvirsiv: hxvtsei 
Ton erster Hand. 519 nli^v andere H.: nqiv. 520 ov% iv hmi^otd 
eine andere H.: oi% Sv ovv nvi^öio. 524 a^(Av (zu 392): tfojfeoi/« 
530 itouvuS60(iiva andere H.: nonvusoiiiva. 536 iSv Hermann: 
ffiv. 537 tslveiv andere H. : tlvstv. 544 S%aqig X^9^ Tumebus : 
Xa^ a%it^. nov ttg eine lindere H.: ftov ng. 550 SUtrcei hat 
Meineke (Zeitschr. f. Alt. 1845 8. 1063) ergänzt, (oünoi Hermann,) 
oiSnmg Paley: o^Snote, 554 nQoatdoifo^ andere H.: nQOiio€a\ 556 
hiivd 9* 3t' Brunek: imtv^ 3r« tot' (andere H.: insivo n or'). 
562 raUvois andere H.: xtukivoiifiv. 566 i i Dindorf: i i 1 l 
— clürgog: of^tffoig von erster Hand. 567 fis riv ralceivav 
andere H.: fu xiXtuivav. 569 xhv Triclinius: g>oßo€fuxi xiv. 572 
%vvayit Hermann: »vvfiyixst. 574 »Ti^ijcaHxog Meineke (Philol. 
XX 52): Kfiifinlaaxog. 575 lA lA nSnoi Seidler (de vers. dochm. 
p. 84 und 141): Uk Im not ^oi ^ninot ^nonoL — oror ii andere H.: 
n^ (i\ 9tXavtti hat Meineke (Philol. XX 231) ergänzt. xfiXinla- 
vD< Seidler: xt^UnlapixiH, — TriUrvai andere H. : Ttlctpoi, 619 ntino- 
6vvaig Hermann: itfifiovaiaiv, üi Dindorf: 1^ ?. 582 fce hat Elmsley 
erginzt. 5SBSna: oteti 588 von Hermann u. Elmslej der lo ge- 
geben: gehörte sonst dem Chore. 592 "Hifu . . yviivd^nai: ^qcc 
. . yv^vat^txat* 596 9ti6%nov Hermann: ^ü^cvxov. 599 xivr^o^ 
/'(»^ W.: nivtQOtat. ^oirttX^oi^ Hermann : g>otxceXiotatv. 

601 Xaßif60vxog Hermann: kaßffoaavxog, ^Slkavy s. unter b. 
602 Hj Dindorf: 9 ^. 606 xl i»^x^9'^ ^^ qw^fuexop Elmsley, dazu 
fj {xl (lA^x^f V ^0 ^^* Martin; xl (lii ^^ qi^Qfiakov. 608 g>Q(xi9 
xS andere H.r fpqittxf. 609 Zmq Et. M. p. 762, 30: ixi. — 
Zf^<^: Z^t^*^* ^^'^ ^^ andere H.: oiv. 621 c<pag>iivlaag Lin- 
wood, Keck (Jahrb. für Philol. 81 S. 478): aa^pffvllaat. 626 xo€dl 
tfo« Tumebus: rot^dc ro€f (Lips. Aug. rotTde). 627 oi von anderer 
Hand nachgetragen. 628 ^fS^ai Buttmann Lezil. I p. 212: d^- 
$ai. G33 Zt^^ov^g: leyaviUig von erster Hand. 637 cZ^ t' andere 
H.: c&g x\ 647 fvdorifuov von erster Hand (o von anderer H. 
übergeschrieben). 657 w»vüpona andere H., vwixlqmxtt delfiaxa 
Naack (Bulletin de TAcad. de St. P6tersb. 1860 S. 381) nach 
Lyeophr. 225 XQ^^I"^^ inAaoti w%xi<pov[a iil^axa : w%xUpavx* ovt/- 
pcrta. 6M ^la andere H.: tpllßH (« über an von spKter Hand). 
667 itvffmti^w andere H. : ttv^tov (vgl. Cho. 600). 668 ilataxtiaoi 
Blomfield: iSerSdTrcotf^i. 670 mArtinhfftB (vgl. W. curae epigr. p. 
63): mitciKlaOBV. 677 s. unter b. 680 ifpvlSt/og Elmsley: alffvl- 
itog. 683 8 XI Tumebus: hi, 684 jeövwv andere H. : ^rovov 

Abmstu», Pfom«tii«ni. ^ 



130 Anhang. 

688 s. unter b. 690 Sva&iaTu tmI andere H.: ivc^iara. €91 L 
dsifAattt xivxfftj) fffviBiv yv^av afupaxH Weil: iil^ax* iiiLqrq%H niv 
z(fm ^ff. ^. ifuiv. 695 iloi^oüca andere H.: hiifyöca. 696 nga 
yB Bnmck: n^foafye in n^tys corrigiert (o über od von später Hand). 

700 xi^stav andere H.: xif^'^v t\ 706 ßaX' andere H.: iMd\ 
710 vaiova andere H.: viav6\ 711 i^tiQrv(Uvoi eine andere H.: 
i^ri(nf}(iivoi. 712 f. s. unter b. 716 nf^TcXaroi Ebnsley (vgl. 371): 
ni^ianiaatoi. 727 vavxatai Eustath. p. 560, 19 und Tzetzes za 
Lycophr. 1286: vavrtfli (vgl. W. curae epigr. p. 5). 741 fir^- 
ÜTtoi \ Tnmebus: ^17^' ht^v. 742 XO. lii In W.: i i. 749 niioi. 
Dindorf : nidta. 752 { SifömttSg andere H.: ^iv nattSc, 758 ffioto 
av eineH. : tiSoifi* äv. 760 s. unter b. 767 SafutQxog andere H.: 
da(ia>iftog. 770 s. unter b. 772 avxbv imyovmv andere H.: avmv 
iyyovmv, 776 oavTrjg andre H, : öavt^g %\ 782 rovroiv W. : rot!- 
TfiDv. 783 ito^^ov Elmsley: Xoyovg. 781 x6 iitf ysyaveiv mit ov über 
dem ersten y, 790 '^TCtiffoiv Herwerden (Exerc. crit p. 93): rpul- 
^ov. 791 Die Lücke nach diesem Vers ist von Brunck bemerkt 
worden. 792 novxav andere H.: novxov, 796 iiovoSovxig andere 
H.: fiovmiavxsg, 

806 noQOv andere H. und Schol.: noQOv. 807 xfiXovQOv toe 
später Hand: ttiXov^iv. 811 BvßUvmv andere H. und Schol: 
ßißXtvtov. 822 ^V9r£^ Hermann (vgl. 909): ^vxiv\ 829 yffg nida 
Weil (zu Sept. 304 xoibv d^ äfui^sö^B yalag nliov bemerkt der 
Schol. ivxl XQü %oiov oUf^öexs dämiov): dcnre^a (welches 'die erste 
Silbe kurz hat). 831 ^ünog Brunck: ^cSxog. 835 s. unter b. 
838 itaki7tXa%xoiai von erster, naXiiinXaxxoi^i von zweiter Hand. 
SAO xfnXi^atxai andere H.: »Xri^axat. 848 xl&ffiiv: xi^etciv von erster 
Hand. 853 Ttevxiinavxdnatg andere H. (die attische Sprache ändert 
nach Et. M. p. 346, 14 bei der Zusammensetzung die Endungen 
der Zahlwörter nicht): nBvxri%ovx6naig. 858 s. unter b. 860 s. 
unter b. 864 in* andere H.: ig. 866 f. inu{ißXvv^cv£ai und 
ivolv andere H.: ina^ißXv^ctxcn und ivnv. 871 nüiBivbg andere 
H.: %XHvoig, S. jedoch unter b. 877 iXtXBü iX^Uü Pauw nach 
Hesych.: iXiXBUXiXBü. 881 K^^/a andere H.: %nqöUt. 884 ^rft^tM^' 
andere H. und Schol.: %xalwts\ 887 dg Monk: ^v Hg. 895 sror- 
viai hat Paley ergänzt. 896 TtXa^sli^v yafiixa Canter: TtXaMti iv 
yaiUxa (mit o über ^ und v nach ti von später Hand). 899 afta- 
XaTcxofiivav Weil (vgl. dessen Ausgabe der Perser S. 132 und 
Heimsoeth Kr. St. S. 322): ydfim dcntxoiiivav, 

900 Sv6nXavoig — aXaxslaig andere H. : SviSnluyp'oig — aXa- 
xtlnici, 901 f. s. unter b. 903 %i^8qciwii Salvinius: ^rpotf^a^oi 
(andere ^r^Jc^xot). 910^^ovoi>v r' andere H.: ^Q&vmv, d' Tume- 
bus:r\ 911 ror' von späterer Hand : tod'. ^\2 itivauov wxa dtivaihv 
corrigiert. 211 mcxhg aus TTKrtog corrigiert. 922 cv^tf» andere H. : 
Bvi^floi. 926 xax^ andere H.: xamJv (mit ^ über fSv von später 
Hand). 927 otfov andere H.: Zacov. 932 f. »caf^ d* und n d' av andere 
H,: JTcö^ u^id T* M, 934 rovd' Ir' Elmsley und Wellauer: xovii y. 






Anhang. 131 

945 iiprifUi^oig andere H.: xbv fjiiiifoig. 948 s. unter b. IxipQaie 
andere H.: g>Qdis. 956 vaUiv von zweiter, val von erster Hand. 
961 ye andere H. : dh. 965 s. unter b. 968 ff. b. ebd. 969 (pvvat 
andere H.: tpTJvtn. 977 aiuKQav Brunck: (unQav, 980 s. unter b. 
986 nai6^ ivtu (U andere H.: natSa fie. 987 fuxxi Valckenaer: 
%ttl hl, 988 ^^öia^ui andere H.: mvcuc^m (ygl. 1043). 992 
aUhikiov6Ca Ganter: at&akovöa, 995 yviiLi^tH . . q>Qccaai> andere 
H.: yvailfit von erster, (t, über cc von zweiter Hand . . q>^0eiv, 
998 imai andere H. und Schol.: m itai, 

1002 /AiJ9Ko^' andere H. : iifpta&\ 1008 f. xiag \ kixatg Porson 
{%iaQ htatg ifiuxig ha^ Robort.): kitatg \ iiuxig. 1016 ägnwTog 
andere H.: agwxvmg (mit og über (og von ganz später H.). 1021 
ig Tumebus: slg. 1025 in^oivaonai Nauck (Eurip. Stud. 11 
S. 175 vgL Eur. CjcL 377 ts^oivaxatj 550 ^oivecoofuii^ £1. 836 
9oivtt66(Lsa^ct): in^otvffiezai. 1026 Ti andere H.: toi. 1031 s. 
unter b. 1035 afieivov von erster H. vgl. Meineke Philol. XiX 
233: gewöhnlich a(isCvov\ 1039 uti^aü andere H.: Ttal&ov. 1043 
in ipuA fimh^fo andere H. : inl (loi QmteCa&ca. 1049 rav Weil : 
TQJfv t'. 1050 efg rs W. : ig re (Co^junktion). 1056 s. unter b. 
1057 ij To«*' svxn Koechly (Akad. Vortr. und Reden I S. 404), 
Weil, Madvig (Advers. crit. p. 193): 17 loüS^ svrvx'^ (entstanden 
wie oben 468 vttvtil6%<ov aus svxri und übergeschriebenem rv d. i. 
Tvxri und ebenso wie vavrtXöxmv zu emendieren). 1058 y^ ai Tur- 
nebus: ys* 1060 toi eine andere H.: ttov. 1071 a/o» Porson: St' 
^X^. 1077 xovx Tumebus: xal ovx. 1078 ani^VTOV (v über r 
von spftterer Hand) : ehei^xov. 1085 u. 1092 stklaaovci — stUa- 
<s&v Tumebus: ilüsovci — iUaamv. 



b. Besondere Bemerkungen 
(vgl. die oben S. 24 angefahrten Schriften). 

2 A. Nauck (kritische Bemerkungen VII. Bulletin de FAca- 
d^mie imp. de St. P6tersbourg. Tome XXII p. 75 sq.) Hkv- 
^v ig aJav. — üeber die Auflösungen im tragischen Trimeter 
vgl. R. Enger Rhein. Mus. XI 444; C. Fr. Müller, de pedibus 
solntis in dUlog. sen. Aesch. Soph. Eur. Berol. 1866; Rumpel Philol. 
XXV 54. 

12—16 M. Schmidt Z. f. Ost. Gymm. XVI 585 t' in ag>^v u. 
9»pöyyt t^e ävaxiiim. Vgl. Heimsoeth Wiederh. S. 286, Krit. Stnd. 
S. 281. Hermann ii»nodiiv «ry, Härtung ifiTtodtov furrav, Heimsoeth 
Krit. Stud. S. 28 iiinedd {i hi. 

37 Kiehl S. 50 verlangt 'd'so^ für #eav; hftlt aber den Vers 
für unecht, weil er die Ordnung der Stichomythie störe; aus dem- 
selben Grunde will Ludwig zur Kritik des Aesch. S. 26 den fol- 
genden Vers streichen. Vgl. Kvi?ala Zeitschr. für öst. Gymn. 1858 
S. 609 ff. 



132 Anhang. 

38 A. Nanck Bulletin de TAcad. de St. F6t. 1868 S. 494 
(Bitaaev yiifug, 

41 Idi habe das Fragezeichen, welches in den neueren Aus- 
gaben gewöhnlich hinter mig steht , wieder nach oliv x§ gesetzt 
Der Einwand Hkrtungs, dass Ungehorsam gegen Zeus' Gebot mög- 
lich sei, Iftsst die besondere Anschauung des Dieners (rgh 36, 44) 
unbeachtet. Ansprechend vermuthet R^ Meister (Conunent. sena. 
Philol. Lips. 1874 S. 280) itivaOvxm Ar ol6v ic. 

49 Wer inQd%9fi beibehalten will, muss es mit Eum. 125 xl 
aoi KbtffunxtiL nq&yiui srl^v tivxnv x«Mk; £ur. Med. 1064 juivtag 
nhtifaxrai xct^ra %ov% ixfpBvißtat (SchoL avtl to€ ^lUxQnaiy cTfMt^ 
ttti, TciTCQmtai,*) , Herod. IX 110 oSxm ßi^ ro^ Miaiauiy ni7t(ftpmii 
vertheidigen und erklären „alles ist Gegenstand der Yerloosoog 
(Vertheilung) gewesen, nur die Herrschaft über die Götter nicht'' 
d. h. „die Herrsdiaft über die Götter hättest du keines&lls er* 
langen können, wärest also bei jeder anderen Stellung ebenso in 
Abhängigkeit geblieben'^ Allein wie diese Deutung von in^^ 
mit dem sonstigen Gebrauch von ngtixtuv in iCiwlrlaiig gebracht 
werden soU^ läset sich nicht einsehen. Der Zusammenhang wird 
durch die Aenderung von Stanley wesentbch gefördert. 

Die verschiedenen Vermuthungen hcQci&i^ (Abresch), itajfiii 
(C. G. Haupt), htifdv^ (C. Reisig), bpQ€ci&^ (Caesar), bc^i^ 
und catQaKXH (Wieseler), m^vto n^ficas (Lowinski), iitga%^ Zofn 
^ioiai nuHifuviiv (Weil), inmxdifi (Merkel Aesch. cod. Laur. Oxdil 
tjpis expr. praef. lineamenta p. 8) sind nutslos (vgl. Sohömans 
Mantissa anim. Anfang). Gegen htax^ kann man nicht einwendsn, 
dass hta%^g sonst bei den Tragikern nicht vorkomme; es findet 
sich auch a%sjfhl(^ nur einmal bei den Tragikern (Soph. Ant. 50) 
u. das gewöhnlichere Wort ix^ztvdq ist hier weniger geeignet als 

51 Reisig xoM^ Ir' ovSiv^ Blomfield nal xoM^ avöiv, Här- 
tung xoi^ii y, Meineke Philol. XIX 2^0 xolcii x\ Eoechly S. 401 
Syvixa «a^ Nauck fyvioxa siayo oder tutvxog^ Heinze xoig d^ iy 
aiUv^ M. Schmidt xoüfö^ fyA aviivf 0. Ribbeck versteht xoitfii 
von den Fesseln in der Hand des Hephästos. 

64 Vgl. Hermann und Bergk Jahrb. f. Philol. 81, 293. 

66 f. Gewöhnlich schreibt man vni^ tfvivo (Schütz, Bothe); 
aber iitsgcxivm ist nur Correktur wegen des folgenden 1%^^^ 
vns^ axivetg. Heimsoeth, de diversa div. mend. emend. comm. altera. 
Bona 1867 p. YIII adiv Stfov cxivn (vgl. Eur. Phoen. 1430). — 
Ueber die Nachstellung der Prl^sition vgl. E. Lehra Jahrb. i 
Philol. 85 S. 312, meine Studien zu Aesch. S. 79, Tj. Mommsan 
Gebranch von avv und luxa c. Gen. bei Euripides. Frankfurt a. M. 
1876 S. 13 ff. 

77 Heimsoeth Wiederh. S. 35 xoHd' igyov^ weil die im Guelf. 
über der Zeile stehende Bemerkung sl xcrxiv yivoixo auf den Singu- 
lar hinweise. 



Anhang. 133 

83 Blomfield vermnthet ni^xL%iq nach Et. M. 478, 10 ovtco 
«ai 0» ^Axtutol . . xiftävTat toSg x(fiftfoig nqoöohaug tc9v naQatcni9uSv 
h Toig it^fO0Ttt%ruMig' olov iii^v^ hi^r^y ix(Xhf^^ r(^, 

86 f. Emdey nqoiiffiiuq, — Die Lesart anderer H. xv%ifig ist 
Correktnr fllr das missTerstandene t^v^ig, 

89 £ A. Nanck ntfyai ta nouefiehf teovrüov xs »vftoTODv njf^ 

94 Obeidick Zeitsohr. f. Ost 6. XXJT S. 828 x^^v^uxfj für 
riv fftv^iraf nach dem SohoL (s. oben). 

99 Ueber die Schreibung n^^ ovtai»fj^ c&^, istiiio u. a. vgl. 
La Boche Zeitichr. f. dst. G. XYI 89, W. carae epigr. p. 45. 

100 Coenen (de «omparationibas et metaphoris apad Atticos 
praesertim poetas. Utrecht 1876) xifffuixi xtSvö* imnik6at, 

107 üeber die Bildung des fünften Fusses vgl. meine Stadien 
z. A. 8. 130. 

113 Die Yerweisung auf Cho. 42 (Wunderlich obs. orit. in 
Aesdb tr. p. 113 und Hermann zu Boph« Ai. 448) und auf das 
laisiniBcbe hio dolor (Schümann) kann xouiaSi nicht rechtfertigen ; 
TOuM« wire nur richtig, wenn noivag aflnlttx^fJlixmv einen Begriff 
umschriebe wie x^avhg TtUov^ während hier ipashtnr^uixfov die ihm 
logisdi gehörige Bestimmung auch grammatisch fordert , da erst 
80 der Gedanke seine eigentliche Bchftrfe erhftlt (vgl. 563, 620). 
Aehnlich hat der Med. Ag. 1626 uia%vv<nia^ für a&xvvmv. 

113 Die Lesart anderer Handschriften nastsaUvx^g (Tumebus 
nmncukivxbg £v) ist nur eine Correktur d^s überlieferten naöca^ 
itvpavog (sie); Dindorf betrachtet naacaliv^Uvog als Ueberschrift 
über nff09tnnagiUvog; wun^f^bug verlangt einen Begriff wie ul%ii6- 
^yog ; darum ist naacuUviuvag in nffovCBkov^vog zu ändern^ vgl. 
meine Stadien su Aesch. S. 34. Die oben angegebene Erklärung 
von %ifovCtlsZv ist gegeben von Buttmann Lexil. 11 169; eine 
andere {nf^o-Ma^MiUiv) von W. Clemm in Acta soc. Philol. Lips. 
ed. Fr. Bitschl I 1 p. 77. — Mittlerweile hat auch M. Schmidt 
Rh. Mus. 26 S. 223 die Emendation sf^ovtfelovfMvo^ veröffentlicht. 

117 Dindorf xk Emt' ^i^g tövdf xi^ffuov Tcayav; vgl. dagegen 
Haimsoeth die Wiederh. S. 307. C. Fr. Müller will swei Dochmien 
hestellen mit imxo xMe xsqiaoviov iifl niyav. 

139 Weil betrachtet TUiiSeg und 'i2iec«votT als Olosseme; die 
ersten anaplstisohen Systeme entsprechen sich, wenn die Interjek- 
tion ala$ alai 136 nicht zählt (vgl. Sept. 870). Doch kann vor 
152 eine Interjektion wie g>sif g>€^ ausgefallen sein. 

142 Leicht konnte it^na(ntax6g in Tt^fig luix^g übergehen, 
iidem sso^ nach «^ ausfiel. Die Variante des cod. Lips. Tt^toönaQ- 
Y^v welche Dindo^ aufgenommen hat, ist desahalb sehr bedenk- 
lich, weil sie die Ergttnzung von lyti nothwendig macht. 

166 f. Der cod. Med. hat ig in^noxe d-ibg fiffrc x$g ällog (nicht 
^vog). In der Voraussetzung, dass in der Handsohrift aiUU^ aus 
avo( d. i. Sv^qmnog corrigiert sei, wie im Lemma des Schol. avog 



134 Anhang, 

steht, hat Dindorf dg iirfte Ocooy ii^re xtg ävd^v geschrieben, wo- 
für ich in der ersten Auflage mit Bücksicht auf dieUeberlieferung und 
den poetischen Wechsel des Ausdrucks (vgl. Ag. 358, £um. 70, 
Soph. El. 199; Ai. 243, Eur. El. 1234) mg fiijrc ^eig lulpie ug avöitohf 
gesetzt habe. Da aber durch die CoUation von Merkel und die 
Mittheilungen von R. SchOll Hermes XI S. 219 ff. Skkog als ursprüng- 
liche Lesart feststeht, hat man keinen Grund davon abzugehen. Viel- 
mehr muss man annehmen, dass avog (d. L Sv^QWCog) im Lemma des 
Schol. von einer erklärenden Ueberschrift über aXlog herrflbre. Elms- 
lej und Cobet schreiben iysyi^n nach Hesych. lysyr^^w fx^cffv. 
Dindorf, welcher htiyrfiBv ftU* möglich hält, bemerkt mit Becht, 
dass htiytfiitv gerade hier passend sei. Durch Cho. 772 ytfiwo^ 
(pQ€vC ist der vollständige Gebrauch von yrid-stv für Aeschjlus erwiesen. 

161 L. Dindorf (Thesaur. I 2 S. 2320) hält die Form acxa^ 
Xäv für unattisch statt aoxdlleiv (vgl. 303), so dass hier, 243 u. 
764, wo auch Herwerden Ezerc. crit. p. 63 aaxaXei verlangt, 
aöxala in atf^^A^r geändert werden müsste. Aber so gut die epische 
Sprache beide Formen kennt, so wenig Grund ist vorhanden, dem 
höheren tragischen Stile des Aeschylus die eine Form abzusprechen. 
Zudem bleibt äaxaluv durch Eur. Iph. A. 920 für den tragischen 
Sprachgebrauch gesichert. Der Sinn verlangt an keiner der drei 
SteUen das Futurum, wie Dindorf selbst anerkennt. Sogar 303 
kann cvvaax^^fSv als Praesens betrachtet werden. 

163 Hermann a^TQcetpil, Dindorf Sixvaq>ov u. 182 iüia S^ mit 
Person für iiSia yaQ, Die doppelte Aenderung ist unstatthaft. 
Ahrens (Philol. XXIII 6^ bezieht nach Hermanns Vorgang die Glosse 
des Hesjch. ä»av&6v' ayva(ifnov auf unsere Stelle und corrigiert in 
ansprechender Weise i%vti\MtBxov voov Syvafutrov, 

170 Die anfängliche Lesart des Med. ifp^ otav ist von Weil 
wieder zu Geltung gebracht worden. 

187 Der Med. bietet l^cov Ztvg' aH^ ifinug 6tm (o in litnra) 
mit; einem Überschüssigen Anapäste. Brunck hat otm weggelassen. 
Hermann nimmt mit Scholefield nach ifco, welches er in oZa Snderi> 
eine Lücke an, um dieses anapästische System mit dem vorher- 
gehenden gleich zu machen. Bothe und Heimsoeth (die Wieder- 
herstellung S. 248) halten mit Becht Zeig u. akX^ für beigesetzte 
Erklärung. 

203 Der von Nauck Z. f. Alt. 1855 S. 110 unter Yergleichnng 
von Eur. Hec. 789 angefochtene Vers wird von Weil mit Becht in 
Schutz genommen. 

210 'Itaque potius Faia mater Themidis intelligenda, nisi forte 
totum hunc versiculum ab interpolatore adiectum esse placeat' 
Schütz. Auch Jacobs Att. Mus. m S. 405, Schömann, Caesar 
lassen Gäa von Themis verschieden sein. Dagegen erklären sich 
Hermann; Welcker Tril. S. 39, Ahrens über die Göttin Themis. 
I. Hannover 1862 S. 9, K. Keil Philol. XXm S. 708, Weil u. a. 
Beisig nimmt eine Lücke zwischen 209 und 210 an. 



Anhang. 136 

209 Elmslej und Dindorf Kgavotto. 

213 Wunder Advers. in Soph. Phil. p. 37 vneiQOxovg^ Her- 
mann viK(^i(fOvg. 

217 Auch der Schol. hatte nQoaXaß6vn\ gewöhnlich wird die 
Lesart anderer H. TSQoaXaßovta angenommen. S. oben. 

228 Hermann mit einigen geringeren Handsch. Uficcig. — Die 
seit Blomfield aus zwei geringeren H. gewöhnlich aufgenommene 
Lesart avn^fuAfwrro ist nur eine Ersetzung des ungewöhnlichen durch 
das gewöhnlichere. 

234 Elmsley toiald\ 

239 Nauck Bulletin de TAcad. de St. P6t. 1860 S. 317 iv 
orxm 9iii€vog elr' ofxTOi; xvxetv. Die Erklärung von Passow ^sich 
jemand in seinem Mitleid zur Aufgabe machen' kann allerdings 
nicht richtig sein. 

246 Hermann ^llot^iv o/xr^, weil in einigen H. g>lloi<siv 
steht (Hesjcb. olnx^' ikssiva^ oUx(^g ' iXBiiv6g). Aber vgl. Aristpph. 
Ban. 1063, wo alle Handschriften ikntvol fflr iXsivol haben. Es 
scheint ipUoig y nöthig zu sein (vgl. Blomfield Öloss. zu 1018). 
Mitsehenko Bevue de philol. nouv. s6r. 1877 p. 268 xal \ki^ iptlotg 
(,,auch nicht befreundeten^'). 

248 Das t nach ^vtivovg im Med. verdankt man wie 700, 
776, 948 einer Caprice der Abschreiber, vgl. W. ars Soph. emend« 
p. 27. Üeber ^vrirovg y\ wie einige H. haben, vgl. Meineke 
Pbilol. yiY 231. Hermann ys Ttavaag, dazu Härtung fcaxoMlaag. 
— Weil der Med. nQoaSi(nc€69€ti mit ausradiertem (S hat (vgl. Cho. 
647 nqaaxaXxevii für Tr^ailxcvefr) , vermuthet Keck Jahrb. f. Ph. 
81, 479 nifoc6a6B6^ai, weil es nicht denkbar sei, dass die Menschen, 
welche ein dumpfes Traumleben führten, den Tod vorausgewusst 
hStten. Tgl. WeiVs Anmerkung. 

253 Meineke a. 0. giXoywtbv qnSg (wie Sept. 25 nvQbg für 
tpaovg in den Text gekommen). Aber der Beisatz q>Xayam6v und 
der Nachdruck, der auf i(ptj(isQOi liegt, lässt eine solche Aenderung 
als unnöihig erscheinen. 

255 — 57 sind in den Handschriften sämmtlich dem Chorführer 
gegeben. Die Stichomjthie ist von Welcker Tril. S. 62 (Nachtrag 
S. 69) hergestellt worden. Der Zusatz ovSafi'j jalä ist die Be- 
stAtigung dafür. Ebenso ist gleich nachher im Med. der Personen- 
wechsel (i7P.) nicht bei 263, sondern erst bei 266 angezeigt. 
0. Ribbeck alx^lixal y. 

260 üeber die Erklärung von ^y^u^^g vgl. Moller Philol. Vin 
735, Caesar Phüol. XHI 608, Welcker Götteriehre H S. 259. 

264 Beisig xavg «urKoffg itQaaöovxag ' avxbg xciiJ&\ Elmslej xoifg 
unSg ngaaoovtag' si ii xaif^\ Vgl. Eum. 313. 

268 Elmslejr xouaaldt und rv^cov. Wahrscheinlich ist xouilaH 
^ zu schreiben, da Aeschylus xoiog nur zu gebrauchen scheint, wo 
die Form toioade für das Metrum nicht bequem ist (Prom. 920, 
ßept. 580, Suppl. 400, Pers. 606, Eum. 378). 



136 Anhang. 

271 Die Aendening von ouil fto» in tutC tih (Blomfield, Her- 
mann) ist ungeeignet. S. oben. 

272 Schol. yQ, ßXaßag^ eine ungeschickte Erklärung. 
27.5 Weil nvKvi rot oder navxaxoi. 

291 Madvig (Advers. crit. p. 189) ovx f^x* Sv Zr^o: eher 
vii(iat(i^ Sv (ohne ij doi)^ wenn Madvigs Meinung von der Noth- 
wendigkeit des 3v richtig wäre. 

298 Dindorf &, | t/ K^mia kevaca nach Cho. 10. 

313 Schümann erklärt xoXov (lox^mv Mer Strafe Grimm d. L 
der Orimm, der sich in den dir auferlegten Leiden ausspricht' n. 
vergleicht äv iiSm bvvouxv (446). Eher könnte man ikatslaiq 
novmv (900) beiziehen; aber beides ist verschieden, da das gleiche 
Yerhältniss nur bei der Beziehung von fiox^cjv auf Zeus stattf^de. 
unpassend ist die Ansicht Caesars (Philol. XIII 609), welcher 
fiO^jT^cav mit natiulv verbindet. Zudem ist die Stellung von tov 
vöv x6Xov Jtaffovxa für tbv vüv twqovtu %6lov weit erträglicher, 
wenn noch eine zu xolov gehörige Bestimmung folgt. Gegen M. 
Haupt (Ind. lect. Berol. 1860 S. 6), welcher jene Stellung weder 
durch die Bücksicht auf gewählte Sprache nach durch das Bedürf- 
niss deä Versmasses für gerechtfertigt hält, verweist Dindorf (Jahrb. 
f. Phil. 87 S. 75) auf Thuc. 111 (vgl. Classen z. d. St.), in 54, 
Xen. Anab. V 3, 4. Sehr vielen Beifall hat die Aenderung von 
Doederlein (Beden u. Aufs. S. 393) gefunden, der ox^ov fUr xolov 
schreibt ('-Masse' vgl. fivQtoig 541). Meineke (Philol. XV 139) 
hat SrXav vermuthet, später aber (Soph. 0. Col. p. 227) der Ver- 
muthung Haupts a. 0. xbv vvv ycok'dv mx^ivta ^i6x^ov den Vorzug 
gegeben. Der Sinn verlangt den Begriff x'^^^i ^^ Vermittlimg 
zwischen den mit %kvu u. fid^'&CDv angegebenen Vorstellungen. Ich 
habe desshalb xbv vvv x^kov TcaQOvxa fiox^ov geschrieben, wie be- 
reits vor mir Lowinsky Zeitsch. f. d. Oymnasialw. XX S. 638 vor- 
geschlagen hat. xoAov ging nach xbv v€v in x^^^^ ^^^^^ (vgl- 79^ 
nSvxov für nivxov^ 806 nCffdv für n6^ov), 

328 Auf die Verbindung von anQißoSg mit 7tsQiaa6<pQav hat 
Meineke Philol. XX 51 aufmerksam gemacht. 

331 Das von Weil hergestellte luxaaxeiv ist in fi€xaC%iov 
übergegangen, weil man xcrl im Sinne von ^und' nahm. Die für 
die [Ergänzung von (isxi zu xexoXntjM^g von Schütz, Welcher Ehem. 
Mus. XI S. 315 angeführten Belege Soph. Ant. 537 u. 0. B. 347 
sind nicht treffend. Eiehl (S. 55) will voraus ahtag in abuag 
ändern u. 331 — 33 aus dem Text entfernen, weil weder die Sage 
etwas von einer Gemeinschaft des Okeanos und Prometheus wisse 
noch der Charakter und die Bolle des Okeanos eine solche Theil- 
nähme anzunehmen gestatte. In der That schliesst 234 die Theil- 
nahme eines anderen Gottes ausdrücklich aus; an eine Interpolation 
ist jedoch nicht zu denken. Das weitere s. oben. Zu der Aenderung 
von navxcav in tovtcov vgl. die Lesart des Med. 505 xavxa fUr 



Anfaiuig. 137 

334 Fr. W. Schmidt Anal. Soph. et £ur. 1864 S. 86 nfnutv- 

345 Hirschig ov ml. — Bronck hat überall iSvena in ovvexcr 
geändert; aber ovvixa (oi ^vina vgl. i^wvewx) kann nur Con- 
jonktlon, nidht Prftposition sein. Vgl. W. carae epigr. p. 36. 

347 — 372 sind in den Handschriften dem Okeanos gegeben. 
Elmsley hat sie mit Becht zor Bede des Prometheus gezogen 
(Wieseler u. Bergk Z. f. Alterth. 1851 S. 583 wollen 347—369 
oder 347 — 365 dem Okeanos lassen). Sehr richtig bemerkt Härtung 
'die Erzählung von Jupiters Thaten ist so grossartig « dass der 
Dichter durch den Mund des Prometheus fast zu vernehmlich sich 
selbst kund ^bt'. Vgl. auch Weil's Anmerkung. 

348 Nach Yalckenaer's Bemerkung zu Eur. Hipp. p. 277, dass 
n^( hier, wo an keine Bewegung oder Richtung gedacht werden 
könne, den Dativ haben müsse, haben Härtung u. andere 9^^ 
l^ni^tHg xoTMg in den Text gesetzt (Bergk Jahrb. f. PbiloL 1860 
S.417 schreibt nif06B6fü(fotg tö^soc^); eher müsste man ig als Wieder- 
holung der ersten Silbe von hniffovg^ 7t(f6g aber als metrische Cor- 
rektor ftlr ig betrachten und dem Acc. der Ueberlieferung ent* 
^r&hend mrO' h7ti(^g tOTtovg schreiben. Aber s. oben. 

349 Blomfield SaxriKe xlmv . . if^eUnv a%^og. — Unrichtig hält 
SckCmann %£ov für den Dual: etwas anderes ist der Plural bei Homer. 

354 Oaisford u. Person Zar^g (ohne ita€iv) awi^xtiy Wunder- 
lich (observ. crit in A. tr. Gott. 1809 p. 27) näatv Sg ovitfrif 
(Tgl. dagegen Bergk Z. f. Alterth. 1835 S. 946, Dindorf ebd. 1836 
S. 5); Naeke opusc. I 175 nimmt eine Lücke zwischen nüaiv Sg 
n. avtiavfi an; Weil elg og «., Heimsoeth (de diversa div. mend« 
emend. Bonn 1866) itäüiv Sg tcqovCvti (was früher schon Lobeck 
vorgeschlagen, aber wieder zurückgenommen: zu Soph. Ai. 803 
p. 355'). Einzig richtig scheint Hermann's Emendation. 

359 Heimsoeth Wiederh. S. 98 ixg>vaav ^loya. 

378 ff. Die Handschriften haben i(fyilg vocavcrig^ Stobaeus 
flor. XX 13 oify^ lunalag (u. atxiot für UcxqoC)^ Plut. in consol. 
ad ApolL p* 102 B ^fvxflg yaff voöovCT^g shlv bxv(^l k6yoiy Ztav 
ug iv «a«^ yi fuiX^acy ^io^, Themist. or. VH p. 98 qwQiHcnov 
^l i^yi^g oidawovCfig x6 fUv «vxlna Xiyog icxlv^ Ji av xi^vtnaüxa 
htffivvag o^paSaiovaav nal Shvcuv fn. — Hermann welcher bemerkt 
'vo60f^tt non erit nimia et modum excedens ira intelligenda, sed 
qoae non impleat modum nee possit recte censeri ira esse', hat 
nach Plutareh ifvxijs voöovcffg geschrieben,^ dabei aber nach schol. A 
of XAyoi ot lUtf^aihfUMii d^foativovct xi^v ogyriv aQyiaCvotxSav nal 
ivaiffOfUyfiv an iifyflg ifipiftyoiafig gedacht, was Heimsoeth Wieder- 
herst. 8. 139 zur Geltung bringt. Reisig vermuthet oifyijg iHXFo^tfiv, 
Dindorf o(fyijg isovcrig^ Weil ipQBvhg voaovarig. Es muss feststehen, 
dass die Lesart igyijg vocovotig aus einem Olossem entstanden ist; 
und zwar hat das ganze Glossem ^vxfjg voaovCfig Plutareh aufbe- 
wahrt, während sich in unseren Handschriften noch die Hälfte des 



138 Anhang. 

ursprünglichen {oQyijg) erhalten hat. Nachdem feststeht, dass 380 
der cod. Med- ebenso wie die übrigen Handschriften cq>QiyiSvxa^ 
nicht o^dtüvxot hat, muss man um so mehr annehmen, dass das 
durch vo(SOfvCriq verdrttngte 6q>Qiyto67iq mit otpvöfSvxa yermengt 
worden ist Denn sowohl der Sinn, wie er im Commentar dar- 
gelegt ist, verlangt 380 Cfpvi^vxu als auch die üebersetzung toq 
Cicero (s. oben), worin gravescens auf GqyvdiSvxa^ die a. d. St. 
vorausgehenden Worte erat in tumore animus auf tfgy^i^ai/^ hin- 
weisen. Ebenso ist bei Themistius of^g oldaivovatig die Para- 
phrase von OQyijg atpQtyaitsrig u. ag>aSa^ov0ccv %ai HoviSav iri die 
von Cipvö&vta ^v(a6v, 

384 Tumebus r^vdf t^v v6oov. 

388 Hermann Soxei OVy Weil fiBi^ov imci^aH. 

398 ff. Zur Herstellung der Responsion hat Heath ih a. kitßo- 
(liva weggelassen (u. im folgenden Verse itey^e nach Par. A ge- 
schrieben). ^Sed parücula abesse non potest neque Xstßofiiva de- 
lendum est, sed excidit aliquid in antistropha' Hermann, welcher 
dccxQvclOTaxrov iit* , , ^div^v 6^ elßofiiva schreibt u. über die 
Lesart padiviv bemerkt 'potest videri verum esse, ut Aesclyrlas 
ezpresserit riq^v ii%Qvov^. Wegen der bedenklichen Stellung von 
ii 8. oben zu 321, Burgard quaestt. gramm. Aesch. p. 71. Weil 
SanQVfsUsxaKxov iit • . ^' aSivov. G. Wolff Bh. Mus. 19, 464 
(früher schon Hermann El. d. metr. p. 494) Stt%Qv<staxcniTl d*. Das 
mit dem cc priv. zusammengesetzte acrccxrl darf nicht ab Beleg 
gelten. Es ist einfach öanQvolozatiTa d' zu schreiben. 

407 Hermann ^Saxgvxhiy örivovacc (so geringere H. für oxi- 
vovai), Dindorf er^nzt itiQ^oiUvav, Weil t' la%axiaL Ich halte ^' 
hniqtoi für den nothwendigen Begriff. S. oben. 

420 Das handschriftliche ^A^ußlag ist metrisch unrichtig n. 
die Lage des damals wohlbekannten Landes konnte nicht in so 
ungeheuerlicher Weise verrückt werden. (Boissonade ^Aßagtag^ 
Schütz Xakvßiag, Wieseler nach Plin. N. H. VI 17, 19 'AQaiUag); 
Hermann 2a^fuxTc?i/, Heimsoeth (Wiederh. S. 488 u. de Interpol 
comm. alt p. X) XaXnldog (das scjihische Chalkis vgl. Steph. Bjz. 
unter XaXxlg)^ B. Poss ^ÄB^lfav. -=- Härtung ^Aqiug x oder EaqUtg 
wegen Gho. 423: das letztere unterliegt grossem Bedenken (vgl. 
W. Studien S. 12). Der Dichter konnte die Quantität eines 
solchen Wortes nach Willkür behandeln, wie er Pers. 318 Mäyi^ 
gebraucht u. ebd. 29, 302, 31, 957 die vorletzte Silbe in l^^Uft- 
ßiQifig u. Ouqav6i%fig bald lang bald kurz genommen hat. 

422 Hermann Kxnvnaiiov itvlttg^ Wieseler Kav%u(Sov kinag. — 
Das Lemma des Schol. u. mehrere H. haben viyiovxuii ich habe 
die Lesart des Med vifioviftv beibehalten als Abwechslung nach 
vifiovxai 412. 

425 — 430 Die Responsion hat Hermann hergestellt mit Tilgung 
von aXXov u. Annahme einer Lücke nach 431. Vgl. auch 0. Bibbeck 
Rhein. Mus. XIV S. 627, welcher dafiivx^ uTuxiuxxoig Blai66(iav 9e6v 



Anhang. 139 

schreibt, Heimsoeth de parodi in Aesch. fab. Theb conform. p. 8, 
der ähnliche Zusttize Sept. 885, 912, 952, 996 nachweist. Heim- 
soeth vermnthet tUofuev &eiSv (so andere Handschriften für Oeiv) 
6aiiiw\ Dass axaiiavxoSixoig (iiaiiavtoHxoig) Xvfiaig aus 148 
stammt, ist oben bemerkt. Tnava ist ein Glossem zu Ofov. Aber 
auch "AtXav oder "Arlav^' gibt sich als interpolierte Erklärung zu 
erkennen. — Vor avifavtov te noXov fehlt der Begriff Erde: Her- 
mann "Atlavtog vni^o%ov a&ivog %Qttxai6v^ Sg y&v ov^vtov tf, Halm 
(lectt. Aeschjl. Monach. 1835^ "AxXav^^ 8$ aÜv wtBQi%mv x^ovog 
(l^vig Bchon Schfltz) x^aracov, Ludwig u. Pleitner (Beiträge zur 
Kritik u. Erkl. von A. Agam. u. 8. Antig. S. 23) Sg aUtv für 8^ 
aiiv {ala heisst *Land', nicht ^Erde'). — Für vTCOcxsväiu schreibt 
Hermann; nm den Begriff des Tragens zu gewinnen, wcoöxiya^H 
nach Hesjch. cxiyu * ßaoxd^n, ino^ivu^ Suidas u. cxiyu : %ai axs- 
^■ovroiv, ivix&tnmvj ßatfxa^ovxmvy Aesch. frg. 298 vcaxQog ["AxXavxog^ 
^i/uTTOv i^lov ovQav(HSxtyij ; Dindorf . 6%(o v axava^si; der Begriff 
crtva^tiv mu88 wegen des folgenden beibehalten werden (s. oben)* 
Der Begriff des Tragens steht nur fOr cxlyuv fest. Hiemach läset 
sich die Besponsion etwa in folgender Weise herstellen: fiovov il 
7t^%%v\ iv ndvoiciv dttfiii/r' icBiioiutv \ dfcSv, Sg vni^foxpv a^ivog 
XQttxatov yutag av(Hivt6v xe nöXov axiymv vnotSxBvaiHm 

433 ff. Dindorf versetzt d' nach "Aiöog. Heimsoeth vermuthet 
iltßi^qui für wtoßgiiui u. ^^vo€6iv fttr axivovoiv, 

442 Koechly (S. 402) ß(fotoig 6^ ev^fiaxa^ Meineke Sh nffi- 
yftaxa^ Fr. W. Schmidt (satura critica. Neu-Strelitz 1874) xä dh 
ßgotoig Smifiiiuixa: das überlieferte ist richtig. 8. oben. 

446 Meineke evaatav. 

450 ff. Porson naSxi. — Ueber ai^vgog vgl. G. Curtius Studien 
z. gr. n. 1. Gr. 12 8. 297. 

458 Bobree 66ovg aus Stob. ecl. phys. I 1, Hermann gwosig: 
dass dv9fc^tovg auch zu ivxoldg gehört, hat Heimsoeth Wiederh* 
S. 43 bemerkt. 

461 Hemsterhuis (zu Lucian. I p. 88) fivif^«}? (u. /^fifurreov 
u ifvv^iCiv). Die Bemerkung Hermanns ^mnlto aptius et commo- 
dias cnm aperto genitivo coniungitnr iqyivi/^^ quam si MovCüHv 
ex fUHfPoiMixoqa esset intelligendnm' kann nichts gegen die üeberein- 
ttimmnng der Handschr. u. des Stobaeus entscheiden. Es ist auch 
minder richtig gesagt, zu lifyavri sei MovöiSv aas iiovöofiifxoqa zu 
ergänzen. 

463 Hermann will das überlieferte acifucöiv von den Körpern 
der aufsitzenden Beiter verstehen u. vergleicht aoofum^g, ao/tia- 
n^fttv; aber in diesem Sinne passt es nicht zu fevylaritfft, auch nicht 
zu dem Gedanken Ssfoi^ . . no%^(utxwv yivotvxo, 

472 Brunck nheov^ag aUhg n. i. q>qevoSv nXavjj^ Hermann 
V. alnig n, a. tp^miv^ Kctnbg d^ . . m^Av tux%olg i^fuig^ Härtung 
n. tliÄg nH^\ Weil it. Jhtt^hg Ttijfi^ Heimsoeth Kr. Stud. 263 
aUkg mnovMg 9Cilii\ S. oben. 



140 Anhang. 

475 Härtung lariovy Nauck (BuUeiin de V Ac. de 8t. P6t 1863 
S. 34) u. Meineke (Philol. XX 52) Zroig el (oder oloig <I), Heim- 
soeth u. Weil Axtfifiov, Herwerden ezerc. crit. p. 98 luxig cL S. 
oben za 42. 

495 Die Lflcke zwisehmi 494 n. 495 &at Hermann bemerkt 
('nam non solnm copnla deest^ sed eüam fellis color et forma res 
alienae eont '). Dass auch ein neues Verbmn erforderlich ist, hat Weil 
gesehen. (Caesar Philol. 13, 610 will %ok^g ioßig als einen Begriff 
betrachten 'der loßbg an welohem die GiülenbkuBe sich befindet'; 
Heimsoeth Wiederh. 8. 222 %ol^ te notnUriv lojSod r' cvyio^/av.) 

496 Reisig xßii Snquv^ Härtung evv r' Sk^v (eher 0171»- 
Xwtxd t' i}d' änqav). Schümann *langes Bflckenstttck', aber 1} 
^i%iq t(^is STsmwiiUig 1^81^ nal 17 (liv it^mvvi nalitrai orv;^, ij il 
ifvxii^ l^vfi^ ff öh tglrri oöq>pg Et. M. p. 636, 23. Hermann 
' IMmifav 601PVV dicit, quod ea pars etiam candam comprehendebat'. 
Allerdings hatte nach dem sehoL zu £ar. Phoen. 1255 (vgl. Ari- 
stoph. Pac. 1054) der Schwanz des Opferthieres besondttre Bedeu- 
tung in der Empjrromantie n. es ist möglich, dass naeh 496 ein 
Vers ausgefallen ist, indem das Auge dss Schreibers von mrl foi- 
nqiv I ^%i(fKavy auf ^ax^v^ oaqyov abirrte. Zu der obigen & 
klttrung ygLCaesar a. 0. 

511 Keck fi' aha für (loi^, 

522 Heimsoeth Er. St. 8. 142 tovtov für xovde i\ 

535 Hermann u. Bergk fmla i^oi xoS^ i^t^vo^ Weil xovx 
fttr rod'. 

541 Exoidisse videtur adverbium 'cmdditer' significans. Her- 
mann. Bindorf yvtoq>^6^^^ Härtung ^iloy difiagj Heimsoeth ^v- 
^ig Sifutg öioKvaiOfUvov uox^i^fiuaiv. 

543 f. Für isla yv(Ofi€^ Beisig avToyvm(A6vt»g {yv macht Po- 
sition), Dindorf avrovip (ohne (Gewähr) /voofia, Meineke avtoßwlog 
ßv (Sept. 1053), Weil oliq)ifmv yvmfuxv, Heimsoeth (de interp. c 
alt. p. XI) avtoßiyuUa (ein spätgriechisches Wort). S. oben. — 
Dindorf to für 9^^'. 

548 Beisig avxivBt(H)v (ebenso ist Gho. 319 /tfoWfUM^ov ans 
iwlfioigov u. übergeschriebenem too — entstanden). Hermann in 
558 Uxog €lg für xal Uxog. 

' 549 ff. Hermann a^inovlav ßgofaSv^ Dindorf ovfcoze ^vamf 
xav dibg af^ft/ovlav dvdQrnv. Ich habe ^vaxmv u. 560 ml^wv (ge- 
wöhnlich Tct^mv nach anderen Handschr.) beibehalten. 

559 Dass auch hier Hesione als Schwester der Okeaaiden, 
nicht wie Hermann meint als Schwester des Prometheus, bezeidmet 
wird, ergibt sich daraus, dass die Okeaniden den Brautgesang singen. 

561 üeber lo in der Kunst vgl. B. Engelmann de lone« Halse 
1868 u. Arch&olog. Zeit, m S. 37. 

564 Dindorf nach Guelf. u. Bobort. noivaig. H. Stephanus 
noivd c* ilinii^ 

568 Dindorf mit Schleusner (zu Et. M. p. 60, 8) aJUt; 60^ 



Anhang. 141 

HermaDii mit Monk SkivB iä. Zu der Erklärung vgl. Ahreus PhiloL 
XXIII 206. 

570 Wieseler Soliov offAfi', Eoechly q>6vu>v Biifi\ Thomas 
(Münch. Gel. Anz. 1859, 49 8. 385) ^mkiQoy Sfift'. 

575 f. Hartnng imvolixccv. -*- Hermann Syovöiv ^jiia%^l oder 
idovigy 7sXav€u\ Dindorf ergänzt ntiliv. 

599 Hermann luvxqoig (^(fi^ivagy oder %£vti^(iaaiv, 

601 Hermann ergänzt ^H^ag aus dem SchoL rotg r^^ '^ÜQag; 
aber dieser Scholiast hat "H^g offenbar nieht im Text gehabt; 
passender ist eine allgemeine Bestimmung, die nicht leicht eine 
andere als äXXmv sein kann. 

613 Fr. W. Schmidt eS kXuiAv u^ilijfia. 

623 hält Herwerden stud, crit. in poet. scen. Or. 1872 p. 95 
f&r interpoliert 

624 Hermann ist geneigt nach diesem Verse den Ausfall des 
Tom Schol. angeftlhrten Verses ä Sei yevio^a&y xaüta nul ysvj^ötxou 
anzunehmen. 

628 Gebet Nov* Lect. p. 655 führt für die Länge des a in 
Vi» das Wortspiel bei Aristot. Bhet. UI 11, 2 S^rttig tl und 
9(faiui 61 an- 

629 Brunck nach einer von Tumebus angeführten Lesart 
(utccov ijf ag, Elmsley dachte an fiaaadvmg ij 'fAo2, Hermann an 
fM(0tfov iSy ii^oL Dindorf hat Jv angenommen vgl. dagegen B. 
Foerster de attractionis nsu Aesch. p. 28 (* consentaneum non est 
modum curandi et rem ipsam ad quam cura spectat inter se com- 
parari'). Das ttberlief erte ig haben Bekker Homerische Blätter 
8. 314, Meineke Philel. XIX 237, Schömann, Lehre von den Bede* 
theilen 8. 233, welcher zu dem Besultate kommt, dass iig nach 
dem Comparativ wenigstens rationell ebenso gut berechtigt sei als 
f oder das gleichbedeutende deutsche 'als' und *wie' (vgl. Oött 
Gel. Anz. 1862. H 8. 729 f.), mit den oben ang. Beispielen ge- 
reditfertigt. 

636 O. Bibbeck ist geneigt diesen Vers als Interpolation zu 
streichen, um auch hier die so häufig wiederkehrende Vierzahl der 
Verse hmrzuBteUen. Mit mehr Becht wird man den 5 Versen des 
Prometheus die 5 ersten Verse der lo entsprechen lassen. 

642 Med. (mit den meisten Handschr.) Mv^opxi, dabei yf, 
alaxivo^i. Mit Unrecht verschmäht man allgemein die gute Ueber- 
liefemng u. nimmt eine schlechte Correctur dafür auf; denn etwas 
anderes ist «Ar^vvo^i nicht. Wieseler i^lvoiuct, 

657 Weil zieht wntltpaita gtaofuna (nach Soph. El. 502) vor. 

677 t€ n^fivtiv Canter (vgl. Schol. A nal n^bg r^ Ai^fviiv 
r^ niiy%v) für UifVfig Snowv tf . Blomfield imxv^v re Aigv^g, Beisig 
Q. Hermann jldifinig t' lg aun^. Wahrscheinlich verdankt man 
die Lesart «c^^ der üeberschrift n^fif^v über vü^ut (Aii^g u 
^^) vgl. frgm. 399 vapdf^ u JtifKfig, Eur. Phoen. 126 An^vctüt 



142 Anhang. 

680 Porson abpvUtoq avxbv fiogog, Gaisford (zu Hephaest. 
p. 242) i^aCqymig fu>^o$, Hermann altpviiux^ 'Wieseler tthpvjfilg (vgl. 
Hermanns Anm.). 

686 Koechly (S. 403) fx^ttfiov (vgl. II. 9, 312): fx^wm 
w&re am Platze, wenn wie 1069 gesprochen würde. 

688 ff. Med. ovnox* oCnox^ fjv%6fitiv: irfi%ovv Schol. u. mehrere 
H. — Hermann owmnov^ ointotcor^ nach einigen H.; Dindorf hält 
den Text für lückenhaft: ovnox^ oSnox^ rjyiovv iv awQOig e^$ 
JSs naQa^ivovg lAoXsiÜ^ai Xoyovg slg aKoav i\iiv^ Schömann ovtsot' 
ov7ccS7U}t\ Heimsoeth Kr. Stnd. S. 221 fjv%6iiav TOtovaSc aiiv9^; 
liolsia&ai. Ich habe ovno^^ ^^^^^ ov«ot' geschrieben, — Hermann 
nrjfAaxcty Ivfiax^ afitpanai övv xivr^oo, Meineke Z. f. Alt. 1844 S. 11 
^X€iv (vgl. Stob. fl. 38, 53 äaneq 6 log olSriqov^ ovxmg 6 fp^iv^ 
xrjy i%ovattv ^v^i^v ävarlti^xei)^ Dindorf Selfiax ifiav afupanBi «ivrp® 
"ifftj^siv tffv%av; die Aenderung von Weil, welcher ijwx«v mitEum. 
161 gerechtfertigt hat^ erscheint als die annehmbarste. 

706 Härtung OvftuI SfißaV. 

708 Hermann xQiijiaaa nach einigen H. 

712 f. Die Handschriften haben älV aliaxoifo^ yvTtoSag: Tur- 
nebus TcoSag, Elmsley y' vno, Härtung iXXa Xicciciv noda^ Her- 
mann akka yvi^ uXtaxopotg, Die Über yvla geschriebene ErklSrong 
noiug (Hesjch. yvux^ C'^^V^ X^'^Q^S ^^ ^ noSig') hat das Wort A'* 
noSag geschaffen» worin man den Namen eines Volkes fand {Tri- 
Ttaideg^ Gepiden). — Meineke (Philol. XX 718) nimmt zwischen 
neXa^siv u. aAX' eine Lücke an (ov yaQ n^rffoqot ^ivoig TviXovCtv)] 
Jos. Meyer (S. 16) will nach 713 die Verse 729—31 einsetzen: 
eine Lücke nach 713 sucht B. Foss (S. 24) zu erweisen. 8. oben. 

717 Hermann nimmt auf Orund der oben angeführten Stellen 
den Ausfall eines Verses an: öfugdvoTg ^Aga^v xvfuiatv ßQVffä- 
(luvov. Vgl. dagegen Weil's Anm. Bobort. hat ^fng Ä' ^Aqo^. — 
Beisig will 717 — 28 nach 791 versetzen. 

732 A. Nauck XCyog noXvg. 

736 Elmsley 'Aaü' fftr 'Aauid\ 

738 Heimsoeth Wiederh. S. 97 initfKtplfsv (vgl. Pers. 102, 
514, 740): iiti^Qi^tf^ev ist charakteristischer. 

741 Zu (itidhcm *v vgl. Ag. 1200, wo Enger iXXo^Qto 'v emen- 
diert hat (Ahrens de crasi et aphaer. p. 24 bezweifelt die AphSrese 
des B bei iv u. verlangt (ii]di7tm nQooi(iloig), Wieseler fti^' inmv 
iv (pqoifiiotg, 

760 Med. Bvxmv xtSvSs (icid'etv aoi (v aoi in litura) Tta^- 
Tumebus xßvSi cot (lad'eiv ndga. Schütz vermuthet xcSvdi cw 
ytl&siv TcaQOy Weil xcSvd^ lav^vai itaga. Die Verderbniss der Stelle 
ist aus der Üeberschrift von xcSvie abzuleiten^ in Folge deren da3 
verdrängte aol nachher ergänzt werden musste und von yByrfiivni' 
(oder ytycc&ivat vgl. Cho. 772 ya^ovari) nur ya^iv übrig blieb. 

761 f. Meineke ax^Trr^a öh (SXB^a$Tat oder S* ccTCoavXijcexai, — 
Zu TtQÖg avxbg avxov vgl. M. Haupt a. 0. S. 3. — Ludwig kbve6(p^v. 



Anhang. 14^ 

766 Brunck ^iiuxbv für ^tov. 

770 Andere H. haben nglv für nkriv u. Xv^cS für kv^elgr 
Dindorf nliiv iav iyto 'x deaiitSv Xv^cS^ Härtung nX^v iyat avtög^ 
1% dsCiitSv Xv^ilg^ Wieseler av' (d. i. avaXv^sCg) ftir äv. 

776 Blomfieid fii} u, Hermann aavv^g y\ Dann müsste es 
%ui fft^ ctavtHg y heissen. Vgl. zu 248. 

780 Weder darf man ü novtav corrigieren noch gestattet yuQ 
den Satz rj novmv — i^ii unabhängig zu machen. 

782 f. üeber die Aenderung Tovroiy vgl. meine Studien S. 46. 
Heimsoeth Kr. St. 247 arifuictig fi' inovg, 

794 f. Hermann 0o(ptvv£6sg für a[ 0o(fitiösgy ebenso 797 ovxe 
vvxu^. — Wieseler xvxW^o^xoi nach Hesych. gio^v Xevxovy 
noXtovy fvaöv u. Eur. Bacch. 1362 noXioxQmg xvnvog (oder kvkvo» 

ni^WpOl^ nVKVOKOQOOl). 

801 Elmslej joufiftov !v coi^ Blomfieid toi6vds fiiv aoi: vgl. 
dagegen W. curae epigr. p. 30. — unnütz ist Paley's Vermu- 
thang fp^tiuop (fEür q>(fovQMv), 

803 Dindorf ixlayyiig. 

806 f. Wieseler lUovtoyvoaitoifov. — Elmsley yHg. Bergk, wel- 
cher Jahrb. für Philol. 81, 409 über die navTOtQ6g>og Xl(Avti handelt,. 
KdaiviSv, Wieseler neXaivog/vXov. 

817 Dindorf iTcavSCTiXa^s. Vgl. ü. Fr. Müller de ped. sol. p. 15. 

822 Hermann hält auch rjv nglv ^toviieo^a für möglich, was 
Eoechly (8. 403) empfiehlt. 

829 Forson yanEda^ vielleicht richtig. Vgl. Dindorf lex. 
Aesch. unter yunedov. Meineke Xaittöa. 

835 Tumebus icea^^ eL Dindorf 'hie versus aut delendus 
e3t aut ex duobus versibus defectis confiatns '. Dass nur die Worte 
fiilXovo^ foea^at als Glossem zu tilgen sind, haben Härtung (17 d^ 
liMuuQ' <;), Heimsoeth Wiederh. S. 177 {%Xvoviiav Bt xi\ Weil {d 
Ti}v uiXaivav) gesehen, üeber den Gedanken s. oben. 

838 Weil nimmt nach diesem Verse eine Lücke an. Der Ge- 
daake ^donee ad hanc orbis extremam rupem venires' liegt im 
pnes. xii(uiiii. 

839 Wahrscheinlich ist niXXov^' i novriog (iv%6g zu schreiben. 
848 ff. Madvig (adv. cht. p. 192) t£^' iyKV(Mva. Dindorf 

tilgt mit Elmsley 849, der an die Stelle eines andern getreten sei. 
Hermann nimmt nach demselben eine Lücke an (Tcavcag n (lix^üiyit 
i^vdi fpiTV€i yovov nach Suppl. 312); Heimsoeüi Wiederh. S. 459 
setzt fpixvH y6vav an die Stelle des als Glossem betrachteten xal 
^tyw itivov (u. schreibt htaqtoiv t'); Wieseler ylw^i' a^cJv für 
yfyvi]fMm»v (Heioisoeth hiefÜr q>ixvfuixmv) : lauter unnOthige Aende- 
nmgen. — (In der oben angeführten Stelle Suppl. 576 habe ich 
^/o für das überlieferte ßhf geschrieben). 

858 Med. mit den meisten H. ^fftvcovxtg^ was Weil mit der 
Bemerkung yertheidigt, dass ^(fiv u. ^ifiVBiv öfters bei Aeschylus 
'erjagen, erreichen' bedeute. Dindorf ^tiQsvovtsg aus einigen H... 






144 Anhang. 

Der Dichter würde ^i^covug geachrieben haben, wenn er nicht 
das Praes. hfttte setzen wollen (Cho. 493 hat Dindorf M' ^Qt^iig 
emendiert). Vgl. Sept. 406 iu(VTev8ta$ yon erster, fiavTtvCstai von 
zweiter Hand. 

859 f. cm(uirwv kann nur auf die Jungfrauen, nicht auf die 
Jünglinge bezogen werden. Hermann nimmt zwischen iiinai u. j 
6i}lt;%T6vn eine Lücke an. Andere lesen iu^ivta (wie eine geringe 
Handschr. hat) oder iai^imtiq. Der Fehler scheint in di|cnrf zu 
liegen: Härtung xAaVIsrai, Schömann Philol. XVU 228 d' Mlerat 
. . &yH da(ävTWv, W. Hoffinann Jahrb. f. Ph. 85, 589 ösvettii . . 
"AQti Sttiuiifrav. Der Mangel der gelflufigen Cftsur scheint Anlass 
gewesen zu sein, dass d' atfaa^ittii in dh di^ixai überging (nadi 
Merkers apographum bietet der Med. di, di^swi d. i. d*. di|nvi). 

870 Hermann mit Schütz ih für Sbi. Die Scholien, welebe 
Hermann zur Besttttigung anführt, gehören zu 875. 

872 Da mehrere andere Handschriften in der Stellung von 
in rdSvSe schwanken {xoSvS^ i% novmv ifU^ in nSvfov tiSvii fu, h 
novfov x<Sv ifti, novav ttSv ifU)^ so scheint die Lesart des Med. 
nXeivoig eine Verbindung von %knvig und hig (ivog und ^mg)^ h 
T<0yde aber nachtrttgliohe Ergftnzung zu sein (t6^oi0$ xleivbg In; 
Sg nivwv i(ii). Vgl. Philol. XXXI S. 727. 

874 f. Hermann aus Quelf. Tnavlg ^edv, Heimsoeth Tiravi; 
^log. — Einige Handschr. haben %(^vov für Xoyov (vgl. Pers. 713). 

884 Für die Erklftrung vgl. W. Studien S. 8. 

894 Weil, welcher 887 ifv beibehftlt, (nptavi rot ii\ 

898 Die Erklärung von Doederlein (zu Soph. 0. C. 563] 
yirginitas mortalium conubium detreotans zurückweisend gibt Her- 
mann die Erklftrung yirginitas non amans alicuius mariti i. e. ex- 
pers conubiL 

901 ff. Elmsley u. Hermann wollen antistrophiscbe BesponsioB 
herstellen. Heimann iiiöi dt 7' Zxe {Zxi für Zn Pauw) piv Ifudi; 
6 yaitog^ Sqfoßog^ ovii dUta. Schümann betrachtet mit Reckt ov 
Hiia als Olossem von Hipoßog u. yermuthet iftol 6h rlfuog 6iuMq 
yafAog, Dindorf i(U>l d' hi [ihv ifutlag SyeifUig ßlog iv nat^ 
i6iiOig^ Weil iiiol d* itri iihv bfiakbg i yci^og Stpoßog, iüdiog. Ich 
habe doTi(i§vo(iaX6g in ih xtoiuvog ifutXig geftndert. — Ln Folgen- 
den laasen Musgrave u. Blomfield ^oSp, Schütz u. Dindorf Iff^g 
{%^$0<s6vmv ipLOv ^tiSv aipvnxov) weg. — Dindorf inoXiiuaxog tl 
yivofyuiv' Ji6g. — Weü hat mit Meindce (Philol. XIX 232, zuroa- 
genommen ebd. S. 764) xi Sv ytpolfutv gesehriebmi. Der Hiatos 
xl Sv kommt nur der EomOdie zu (bei Aeschylus bloss xl oiv). 

907 f. Gegen av^dti VQOvav u. ro£ov wie andere H. bietsa 
bat Hermann mit Recht die Lesart des Med. festgehalten. 

917 Person xivacctov xtiql nvffTCvoov ßilog^ Weil xiva06w 
Ttvqatviov %iifotv ßiXog, S. oben. 

*92d Blomfield ßffovxdg^ Wdl inBfipiqovxa. 

926 L. Schmidt x^vöi nifög xandSv, 



\ 



Ashang* 145 

■ 

942 Nanek Bulletin de rAcad. de St.-P6ter8b. 1863 S. 35 
rov ^Aq XatQiv, 

945 Für noqavxa hat es yielleicht nQoSivta (38) geheissen. 

948 Da der Med. n^g . . . t' (darüber oJv von einer anderen 
Hand) bietet, so scheint die Vermuthung Dindorfs, welcher nach 
996 ngig oi t\ schreibt, am Platze zu sein. In gleicher Weise 
fasst Hermann das in den anderen Handschriften stehende ngbg 
(Sv t' auf. Allein es Iftsst sich bei solcher Auffassung das tempus 
von hnijtTH nicht erklären. Darum hat Elmsley mit Recht ngog 
iv (ohne xl) verlangt. Vgl. zu 248. — Für inathvtBt habe ich 
früher imtlmoi vermuthet. 

965 Med. nut^i^iaagy i von der gleichen Hand in o verwan- 
delt: Hermann nunov^ianq^ was hier nicht geeignet ist. Die Endung 
o9(tg konnte vielmehr auf xa6i{^fiotfa^, dieses auf xa^i^pfiaaa^ bringen, 
da auch sonst nun^q^c^i und %u^qfuiiS^ai verwechselt werden. 
Zn luMißf^LO^ag ('hast dich festgefahren') vgl. Hesych. I^ftafsi* 
tfn^^ci, ^^fftotffv' n%vi^afSBv^ kg, 1005 inaicsv afpccvtov S^fia. 

968 — 970 sind in den H. noch dem Prometheus gegeben. Die 
richtige Ordnung hat Erfurdt hergestellt. Dindorf, welcher die 
handschriftliche Ordnung beibehält, will 970 mit Eiehl streichen. 
0. Bibbeck hält 968—970 für unecht Mit Becht hat Keck Jahrb. 
f. Philol. 81, 840 vor 970 eine Lücke angenommen. 

974 Valckenaer (zu Eur. Phoen. 632) aus einer geringeren H. 
GiiupaQttg (vgl. Soph. 0. B. 645, Thuc. VI 28). Den Dativ erklärt 
Hermann 'propter casus tuos' u. rechtfertigt Weil mit Cho. 81. 

980 Für n^Ofi. S(Aoi, 'Eq(i. rode Zevg haben Lachmann (de 
chor. syst. p. 124), Meineke, B. Schneider ügofi, äyLOi. '£^. ä^oL'^ 
xodi Zevg corrigiert, weil eine Antilabe bei Aeschylus nur hier vor- 
kommt. Nur ist (Sfioi, ToSe zu schreiben. Vgl. W. Studien S. 46. 
Die herkömmliche Aui^assung von xoÖb Zevg zovnog ovx i%Lsxaxai 
(Bothe : lovem id vocabulum nosse atque uti eo negat, ut qui nun- 
quam doleat, sed perpetua fruatur felicitate) entspricht dem Zu- 
»mmenhange nicht 

986 Hermann &cxt naiöa iis (vgl. Heimsoeth bidir. Ueberl. S. 15). 

1001 Vgl. Valckenaer zu Eur. Hipp. 305, Elmsley zu Soph. 
0. B. 445, M. Haupt a. 0. S. 6. 

1009 f. Nach einer Bemerkung von Evi^ala habe ich statt der 
irfiheren Aenderung Xia^ei (vgl. Hesych. liaiofuvoi' cn^Qxdivxeg) das 
ursprüngliche ßuc^si wieder eingesetzt. Auch die Aenderung von 
Heimsoeth (Indir. Ueberl. S. 35) öaKViov für datu^v (nach Schol. A) 
ISsst die oben angeführte Stelle Eur. Hipp. 1223 als unnöthig er- 
scheinen. Coenen (vgl. zu 100) will cqxxöaisig für lia^ei schreiben. 

1013 Oegen <üe gewöhnlich aufgenommene Aenderung von 
Stanley fUiov nimmt Halm (lectt Aesch. p. 9) das Überlieferte 
fnitov in Schutz. Vgl. auch Schümann Mantissa an. opusc. HI 
p. 87. Es würde dann (itidevhg (ihov oder vielmehr (letov ^ (ifiöhv 
heissen. 

▲ascHTLirs, Promethenf. 10 



146 AnlHuig. 

1017 f. A. Nanok nifuptyi ßifovrilg . . natii^ iifafßi ttjvii u. 
1023 SiacnaQa^ei cdfuetog. 

1021 Reisig J' IVi, Hermaim di «•». 

1022 f. Bmnok, iDindorf mit einer geringelten H. aetig: Tgl. 
W. cnrae epigr. p. 63. *— Heimsoeth Wiederh. 8. 430 tfdpNrvog 
lASluTÖifvov^ Weil cmfuttog xiitog fiiya. 

1031 Med. elififiiiivog {el roa erster Hand ans emem anderen 
Buchstaben gemaeht). Oewöfanlich wird ans anderen H. «^ij^vos 
aufgenommen. Härtung ivffrvpH»^, Wieeeler ii^ga^fiivog. Ich habe 
(früher «ifur^fiivo^, jetzt) 6i^o^¥og (* sich bewahrheitend, sich be- 
stätigend') gesduieben nach Herod. VH 103. 

1034 f. Heimsoeth Er. 8tud. 8. 247 ^pf^tts H iveß^lmv 
9^ovi}tfeoi^ a^ulvw ifyffixi Tcoti, Weil nixtimt zwieclM i^f^rji und 
non eine Lttcke an, weil mnri -keinen Sinn htfbe. 8. oben. 

1037 ff. Schutz betratthtot die Worte ivfBvyi . . m^oO als Inte^ 
poküon u. Hermann wie Bemhardj Qr. Lit. n 2 8. ^1^ sind ge- 
neigt beizustimmen. Vgl. dagegen oben zu 196. 

1040 Dass die folgenden anapttstischen Systeme in aatitheti- 
scher Weise sich entsprechen, hat Hermann El. d. m^tr. p. 784 
bemerkt. 

1048 f. Schütz «tJfuc dl novxov. Besser Iftscrt Weil im folgen- 
den Verse t' nadi ov^i^/bv weg. 

1052 Hermann 'praeferenda videtnr apud Aesebjlum antiqaior 
forma aregeatg^ qua Tersu quoque 174 usus est'. 

1056 Für fi^ Tta^anaUiv habe ich f«^ ov naqtmalHv fllr nOthig 
erachtet. 8. oben die Beispiele und 627, 787, wo «uch ov im 
Med. ursprünglich weggelassen war. "* 

1057 Porson bI fwyd' axvxaSv w, Wellauer bI vjSb Tv%fji li 2-, 
Dindorf i; rovdf rv^j^ij; tt j^kS^ Hermann bX y* tmÜ* evx^ xi %^ 
Heimsoeth Wiederh. 8. 216 el S' ei ta tv^ij, t/ %, 

1068 Bothe tovg yi^ itQoSoxag. 

1081 Härtung glaubt, dass nach if$0ukevxai zwei Anapfiste 
ausgefallen seien, vgl. zu 1090. Die Dipodie entspricht der Tetn- 
podie wie Sept. 1069. 1075, vgl. Westphal, Or. M. 2. Aufl. S. 177, 
W. Studien 8. 70. 

1087 Wegen der contrahierten Form und der Verllngeniiig 
der mittleren Sübe von ivtkcvovv will Ei^ (p. 79) nawtmv enso- 
öeixvvfieva övaciv ivtiitvoov sofareiben, Dindorf dnodetU'p^iimvtc ein- 
fach weglassen oder als Glossem für ein 'soideres Wort betrachtsn 
(Weil avrlnvoov otttauxioiieva). Wieseler u. Meineke awMnrvovv 
(vgl. Hesjch. <ri/ttog>^a>r* ivavttov fpqovav und avttoömxetv) oder 
avxiotüiwv, S. oben. 

1090 um dieses System dem entsprechenden vollkommen 
gleich zu machen, fügt Hermann ti ^ifug^ J JVf vor iS f^ffx^ ein. 
S. zu 1081. — Eine abwmehende Erklftrung gibt Keck Jahrb. f. 
Philol. 81, 485 (nicht Mutter u. Aether, sondern der AeÜier allein 
als seiner Mutter Lust werde angerufen). 



Anliang. 147 

Zu den Fragmenten des nQOfiri&svg kv6(isvog. 

n. Ftbr xaX7io%i(^vvov Ycrmatliet Hermann xaXxoiiaQavyov, 
Bothe %ciUox^ot;vov, Wieseler (observ. in Theogon. Hesiod. p. 10) 
iPUndx^ovvCv re naq* ^Sl%€ttvovy Weil %aXiioötiQ(mov (vgl. xaXnoiS 
au^nmi^v B. 11, 83): xaX%OKi(favvi}v bedeutet* dasselbe wie xaX- 
nocxiffonov^ s. oben. — Lobeck navxmv x^wp6v. 

VI. Hermann nov tö, Heimsoetb (de interpol. comm. alt. p. 
IX) TtX'S^^ für TotJfTo: s. oben. 

YU. iiijBig für ^^ei Stanley. Meineke t^i. — ßq^n^v ist 
Ton Hermann ergänzt. — ilwXX^ für (^t%iXkfi$ Holstein. 

IX. tqm vrfvts fttr iqnnijf» dh^ nvoig Xv* für nvoataviy atpvto 
für &vm Casaubonus tind BenÜej. Ausserdem habe ich ar^fi^ov fllr 
ßifo^LOv geschrieben, weil ßiföfiov weder zu vunaiyiiovta noch als Sub- 
jekt zu avnrf9sa<r]7 . . yti(iq>iyi <riMrT^t/;as passt. — Die vier Verse 
iv^süiv . . £ipvm will Palej oben nach 791 einsetzen, indem er 
792 mgtScav schreibt. Dagegen, spricht die Fortsetzung löx^ Sv 
ilUff, Vgl. zu 711. — Die zwei Verse i^evXaßoC . . axfioC theilt 
Nauck mit Gonington dem Sat^drama UqoiiffiBvg zu. 

X. 6 Meineke cb für a' l, Cobet d' oUxeifH naxi^Q. — 7 insg- 
ciAv für inoaxiiv Casaubonus. — 8. cv ßaXAv fQr (SvftßdtXAv 
Salmaaine. — 9 Suiciig Leopardus, itdcu Dobree für ii^CH, 

c. Metra. 

Parodos. 
Ente Strophe 128 — 185 — 144 — 161. 



• _ *^^ X ^^ ^ K/ j. — 

J. w . w ^ . 



j. « w w j. w A 180, 146 

^ -L X^ ^ ,^ V^>^ i^ \^ ^ \^ ^ ^ 

^r«^ • ^ ^ K/ ^ 

^ Vr^^^ «# J. . 

w >. ww j. s«w . V ^ . 185, 151 

Zweite Strophe 159 — 166 — 178 — 185. 

%# ^ S^ ^ >^ .^ S^ mm 

w ^w^^^^^x^. 16Q, 179 



w.:^w^w. ^.. (nach 182) 



M ww _■ ^«w 165, 184 

Erstes Stasimon. 
Erste StroplM 897—495 — 406 — 414. 

— «^ -^ — . wv« ^ w _ ^« ^ ^ 

. w j. . A 400, 409 

10* 



148 



Anhang. 






^ v^ •{> 



Zweite Strophe 416 — 419 — 420 — 424. 



^ . w » b^ 
w . w . b^ 



406, 414 



416, 420 



^ ^ i^ s^x» ^ >^ .^ 



Dritte Strophe 426 — 490 = 431 — 436. 

«^ ^ \^ %^^^ %^ JS \^ M. S^ .. alB 

.^ %^\,f _ «^ ^ ^ » ^# •• dK 



431 
436 



Zweites StAsimon. 
Erste Strophe 686 — 636 *- 686 — 644. 






* 



i_ \^\^ ^k. •_ 



^ w . ^ X 



i. w ^ 



680, tt40 






Zweite Strophe 646 — 662 — 663 — 660. 



J. V^W mm W 



.^ >^ ^ *^ 



^ H^«.' ^ S#^^ •. a» 



660, 668 



Monodie der lo. 
ProodoB 666 — 673. 






\^ ^ \^ 



\^ ^ >^ ^ y^ -m ^ 



•. «1« >i^\^ <L \^ _ 

\^ ^ «y _ «i' .• b£ 

^ V — ^ «^ •>. 



670 



Strophe 674 -- 688 *- 698 — 600. 



\^>^ ^ «« _ 

— w J. 



^ ^^^ 



i w _ 



676, 694 



Anhang. 149 



1 «. 

± s. 

^ «^ Ba K/ _ Sy\^ _•...• 

w«« v^ . ^« ^ __ 

«^^^ • \^ — I ^ *i«%« L «^ _ _• «^ ^ 



>_ ^ • \^ ._ 



Chorikon 687 — 695. 






^ ^ ^ ^m %^ ^m %^ •_^a»\^ 

«^ «L _ \« ^ \^ 



Drittes Stasimon. 
Strophe 887 — 893 *- 894 — 900. 



™- W.« _f_ m^^^m-M A.^^^^^ " 



680, 600 



686, 606 



^ ^ w\/ . ^rv» _ .. ^ K/ _ o9vf oVT 






Epodos 901 — 906. 



— ^ %^«« %^ >^^^ ^ ^/^/ V« >^>^ ^ 






Naebtrag 

zu S. 24f. 

Alceste Lenzi, il mito del Prometeo di Etchilo, Progaznm des laeeo 

Pontano in Spoleto 1877. 
Lewis Campbell, the intention of AeschyluB in the Prometheus- Tiilogj, 

Academy 1877 nr. 271 new series p. 43. 



BIBLIOTHECA OEAICA 

VIBOBUM DOCTOBDM OPEBA 

RECOGNITA ET COMMENTABIIS INSTRUCTA 

oüBJjrrxBUB 

FR. JACOBS ET VAL. OHR. FR. ROST. 



LIPSIAE IN ASDIBUS B. B. TBDBNBBL 



Bedentend ermässigte PreiBe. 



SiflähMaan «ind bi« j«tst: IC. Pf. 

leicUali in Cies^hontom orafcio recensait expUca^it Ä. WHdner . 3.60 

Aesckyli Choephorae, illastr. B. «JET. i Kl au mn , >B. mai. 1886 ... 2.26 

AgmieiBilo, i!Lw^jB.\H.iKkm8en.^^:IL edi.B.IJnger. 8 jaai 1363 3 . 76 

iiaereoBtls ^»rmiiia, Sapphus -«t OBrteiUM fragmenia, annotatt. 

fllafltr. E, A, lÜoebims. 8. mai. 1826 —.60 

Aristophanis Nahes. Ed. iUnstr. praef. eat W. S. T^uffd.^d. U. 8. laaL 1863 1 . 20 
Beleetu eplgnunniatiiiii OnMCorniiiy novo ordine concet eomment. 

inrtr. IFV. Jaedbs. 8. mal 1826 1.80 

DeBosth^als conciones, rec. et explic. H. Sauppe, Sect I. (Goüt. 

Philipp. L etOlyvthmcae I.— HI.) Ed. U. 8. mai. 1846 ... 1.-- 
JEiripldiitnigoediae,ed..^^]bet£2oto. VoLI.,!!. eilll. Sect.1.— m. 14.70 



YoL I. Sect 1. Medea. Bd. m 1.60 

„ L „ 2. Hecnba. Ed. EL , ooam cnravit ^. TTecftlein 1.20 

„ I. „ 3. Andromacha. Ed. II 1.20 

„ I. ^ 4. HeracHdae. Ed. II 1.20 

IL „ 1. Helena. Ed. 11 . X.9iO 

n. „ 2. AlcesÜB. Ed. n 1.20 

IL „ 8. Hercules fnzwis. Ed. n., quam cor. J^r.TTeoJUetn 1.80 

„ IL „ 4. Phoenissae 1.80 

„ m. ,, 1. Orestes 1.20 

„ m. .», 2. ^^higenia Tanrica 1.20 

„ HL y, .3. Iphigenia (|aae est Anlide 1.20 

Hcsiodi oarmina, recens. etillnstr. C.GoeUling. Ed. tertiaqnam cnravit 

I. Flach 1878 6.60 



ff 
ff 



iiilotiea mid Schollen zur Hesiodischen Theogonie mit Prolegomena. 

Von Dr. Haas Flach, gr. 8. geh. ^8.— 

Hoaeri Ilias, iwrielat. leet. adi. Sjpü^Bner, Sect. L*-iy. 8. mai. 18fla— 36 4 . 60 

Binaela: 

Sect. L lib. 1—6 —.90 

„ IL „ 7—12 —.90 

„ HL „ 13—18 1.86 

„ IV. „ 19—24 1.36 

Ljilae et Aesehlnis orationes selectae, ed. J. H. Bremi. 8. mai. 1826 1.60 

Ljslae orationes seledae, ed. J. H. Bremi, 8. mai. 1826 —.90 

Fiidarl carmina cnm deperditarom firagm., Taliet, lect. adi et eom- 
ment illnstr. L, Bissen. Ed. n. cor. Schneidewin, VoL L 1843. 3.90 

VoL II. Sect L n. (Comment in Olymp, et Pyth.) 1846. 47. 

(i 1 Mk, 60 H.) 8.— 



Platonlg Opera omnia, recensnit, prolegomenis et commentariis in- 
stnudt O. SiaUbaum. X Toll. (81 Sectiones). 8. mal 1886—61. 

Vol. I. Sect 1. ApologiaSocratiBetOrito. £d.V.e<LTroUra& S.40 

„ I. „ 2. Phaedo. EcLV. cur. WMrab. 1876. . . 2.70 

„ I. „ 3. Symposium c. ind. Ed. III. 1862 .... 2.23 

„ n. „ 1. Qorgias. Ed. m. 1861 2.i» 

„ IL „ 2. Protagonu c. ind. Ed. in. ed. Kro9ehel. 1865 1.80 
„ ni. „ Politia siTe de repnblica libri decem. 2 voll. 

Ed. n. 7.50 

„ m. „ 1. Politia lib. I.— V. 1858 4.*) 

„ m. „ 2. lib. VI.— X. 1869 3.30 

„ IV. „ 1. Phaedros. Ed. 11. 1867 2.40 

„ IV. „ 2. Menexenus, Lysis, Hippias nterqne, lo. 

Ed. n. 1867 2.70 

„ V. „ 1. Lackes, CharmideSjAlcibiades LH. EdllL 1857 2.70 

„ V. „ 2. Cratylns com. ind. 1886 2.70 

„ • VI. „ 1. Enthydemos. 1886 2.10 

„ VL „ 2. MenoetEnthyphroitemqneincertiscripioriB 

Theages, Erastae, Hipparchos 1886. [Vergr.] 4.20 

„ Vn. „ Timaens et Critias. 1838. [VeignffenJj . 5.40 

„Vm. „ 1. Theaetetos. Ed. n. rec. Wohürab. 1869. 3.- 

„Vm. „ 2. Sophista. 1840 2.70 

„ IX. „ 1. PoUticoB et incerti anctons Minos. 1841 . 2.70 

„ IX. „ 2. Phüebns. 1842 2.70 

„ X. „ 1. Leges. VoL L lib. L— IV. 1868 3, SO 

„ X. „ 2. lib. V.— Vm. 1869 3.6ö 

„ X. ^, 3. lib. IX.— XII. et Epinomis. 1860 3.6i> 

SopbooUi tragoediae, reo. et explan. E, Wunderus. 2 voll. 8. maL 

1847—1876 9. 30 

BinMln: 

VoL L Sect. 1. Philoctetes. Ed. IV. ed. Weddein l.oO 

„ I. „ 2. Oedipus tyrannus. Ed. IV 1.2Ö 

„ I. „ 3. Oedipus Coloneus. Ed. m. ...... . i.SO 

„ I. „ 4. Antigona. Ed. IV. .......... . 1.20 

„ n. „ 1. Electra. Ed. III 1.20 

„ II. „ 2. Aiax. Ed. in 1.20 

,. IL y, 3. Trachiniae. Ed. n 1.20 

ThQcydidig de bello Peloponnesiaco libri Vm., explan. E.F.Pqppo. 
4 Toll. 8. mai. 1843—1875. 

VoL L Sect. 1. Lib. L Ed. H 3.- 

mm JL. ., X. •• xX. J2iU. Xa. ......... «s. 2. mv 

„ n. „ 1. „ IIL Ed. n. ed. J. 3f . ÄtoW .... 2.40 

„ n. „ 2. „ IV. Bd. n.ed. J. M, Stahl .... 2,70 

„ m. „ 1. „ V 1.50 

„ m. „ 2. „. VI 1.80 

„ IV. „ 1. „ VII 1.50 

,» IV. „ 2. „ VIII 1.50 

Xenoplioiitli Gyropaedia, comment. instr. F, A. Bomeuumn. 8. mai. 1 838. 1 . 50 

Memorabilia (Gommentarii) , illnstr. B. Kühner, 8. mai. 1858. 

Ed. n 2.70 

• Anabasis (expeditio Cyri min.), illnstr. B. Kühner, 1852. . . 3.60 

Binseln IL 1 Mk. 80 Ff. 

Sect. I. lib. L— IV. 

„ IL „ V.— vin. 

Oeconomicns, reo. et explan. L, Breitenbiuh. 8. mai. 1841. 1.50 

Agesilans ex ead. recens. 8. mai. 1843 1.20 

Hiero ex ead, rec. 8. mai. 1844 —.75 

Hellenica, Sect. L (lib. I.n.), ex ead. rec. 8. mai. 1853 . . 1.20 

— — Sect. IL (lib. IIL— VII.), ex ead. rec. 8. mai. 1863. 4.80 



ÄSCHYLOS PERSER 



ERKLÄRT 



VON 



W. S. TEUFFEL. 



DRITTE AUFLAGE 



BEARBEITET 



t vo» 



N. WEOKLEIN. 




LEIPZIG, 

I>BUCK UND VERLAG VON B. 0. TEUBNEB. 

1886. 



Vorwort zur ersten Anflage. 



Die vorliegende Ausgabe mochte zugleich den oberen 
Klassen von Gymnasien wie den Zwecken des akademischen 
Unterrichts dienen. Ich hege nämlich die Überzeugung, dafs 
dieses Stück des Äschylos überaus geeignet ist an Gymnasien 
gelesen zu werden^ teils im Anschluß an Herodot; teils um in 
die Kenntnis der alten Tragödie einzuführen. Der anziehende 
geschichtliche Stoff wie die Art seiner Behandlung läfst dieses 
Stück, wenigstens seinem allergrofsten Teile nach; als für solche 
Zwecke besonders passend erscheinen, und es war bisher wohl 
hauptsächlich der Mangel einer diesen Bedürfnissen entsprechen- 
den Bearbeitung was der Ausführung im Wege stand. Anderer- 
seits hat auch die Universität den begründetsten Anspruch auf 
dieses Stück, und ich selbst habe dasselbe seit Jahren zum 
Gegenstande von Vorlesungen gemacht und gedenke dies auch 
künftig zu thun. Diesen verschiedenen Anforderungen nun gleich- 
zeitig zu genügen ist sehr schwierig, und die nachfolgende 
Bearbeitung mochte nur als ein Versuch dazu gelten. Ob er 
gelangen ist, wird die Erfahrung zeigen. 

über die Grandsatze wonach ich bei der Gestaltung des 
Textes verfahren bin geben die kritischen Bemerkungen wohl 
ausreichenden Aufschlufs. In der Aufführung der gemachten 
Abandenmgsvorschl^e, an denen die letzte Zeit übermäfsig 
frachtbar war, habe ich mich auf die wahrscheinlichen oder 
wenigstens anregenden beschrankt. Die erklärenden Anmer- 
kungen wollen in knappster Form alles bieten was zum Ver- 
ständnis der Worte des Dichters unerläfslich ist und die Lektüre 
aof Gymnasien möglich machen und unterstützen, ohne doch 



IV VORWORT. 

dem Standpunkte der Universität allzusehr vorzugreifen. £men 
Text der übrigen Stücke (mindestens in der Hand des Lehrers) 
habe ich vorausgesetzt und daher die Citate aus ihnen, der 
Baumerspamis halber, in der Regel nicht ausgeschrieben. Auch 
habe ich weggelassen, was die gangbaren Wörterbücher genügend 
erläutem, anderes durch Verweisungen auf die Grammatik von 
£. W. Erüger (Kr.), die griechische Metrik von Westphal, 
einige Male auch auf die Paulysche Bealencyklopädie (Realenc), 
abgemacht. Den Eonmientaren der Vorgänger, besonders denen 
von Stanley, Blomfield, Lange-Pinzger, G. Hermann, habe ich 
entnommen was für meinen Zweck dienlich war; die Einrich- 
tung der Sammlung gestattete aber nicht in jedem einzelnen 
Falle den zufölligen ersten Urheber der Notiz oder des Gitats 
zu nennen, und die nähere Vergleichung wird auch zeigen, 
dafs das aus diesen Quellen Geschöpfte nicht sehr zahlreich 
und erheblich ist. In der metrischen Terminologie habe ich^ 
obwohl Westphal selbst ihn wieder aufgegeben (s. griech. 
Metrik 2 n S. VHff.), den BegrifiF der Synkope (für die inlautende 
Eatalexis) beibehalten, weil er sich mir für den Unterricht als 
höchst brauchbar bewährt hat. 

Tübingen, den 10. Juni 1866. 

W. 8. Teoffel. 



Vorwort zur zweiten Auflage. 



Da& von der vorliegenden Bearbeitung der Perser, trotz 
des Vorhandenseins einer zweiten deutschen, dennoch eine nene 
Auflage nötig wurde, glaube ich als einen Beweis betrachten 
zu dürfen, dafs diese Ausgabe in Auswahl und Behandlung 
des Stoffes im wesentlichen das Richtige getroffen hat Ich 
habe daher den Plan derselben unverändert gelassen und nur 
im einzelnen, auf Grund der seitdem erwachsenen Litteratur 
und eigener Wahrnehmung, nachgetragen und nachgebessert, 
auch die Übersicht über Äschylos und seine Litteratur hinzu- 
gefügt. Wer übrigens den Wert einer Ausgabe nach der Zahl 



VORWORT. V 

der Torgebrachten oder aufgenommenen Konjekturen bemifst, 
wird auch diesmal nicht zufrieden sein. Denn ich huldige dem 
Grundsatze; der besten Überlieferung zu folgen ^ solange ihre 
Unrichtigkeit nicht erwiesen und etwas einleuchtend Besseres 
an deren Stelle gesetzt ist; mülsige oder gar yerkehrte Einfalle 
aber halte ich ferne, auch wenn sie noch so zuversichtlich und 
anspruchsvoll auftreten sollten. 

Tübingen, den 2. November 1874. 

W. 8. Teuffel. 



Vorwort zur dritten Auflage. 



Für die Bearbeitung der neuen Auflage, mit deren Über- 
nahme ich dem Wunsche der Verlagsbuchhandlung entsprach, 
stand mir ein Handexemplar von Teuffel zu Gebote, in welches 
zahlreiche Znsätze besonders zu den Litteraturangaben der Ein- 
leitung eingetragen waren. Die Nachträge zum Kommentar 
nnd britischen Anhang, die augenscheinlich von einer wieder- 
holten Durcharbeitung des Stücks herrührten, enthielten kaum 
irgendwo eine abweichende Erklärung oder die Empfehlung 
einer anderen Lesart, so dafs man schliefsen darf, dals eine 
von Teuffel selbst besorgte neue Auflage sich nicht merklich 
von der vorhergehenden unterschieden haben würde. Nichts- 
destoweniger hielt ich es fOr geboten überall, wo ich von der 
Richtigkeit einer abweichenden Auffassung eine entschiedene 
Iberzeugong gewonnen hatte, ihr Rechnung zu tragen und 
darnach ohne weitere Umstände den Text wie den Kommentar 
umzugestalten. Doch wollte ich den Gesamtcharakter der be- 
währten Teuffelschen Bearbeitung nicht alterieren und habe 
blofs so viel geändert^ als ich unbedingt für nötig erachtete. 
Nor der kritische Anhang bedurfte einer vollständigen Umge- 
staltung ; dort schien es auch thunlich, dasjenige, was von dem 
ersten Herausgeber beibehalten wurde, mit W. S. T. zu kenn- 
zeichnen. AusfQhrliche Angaben über verschiedene Konjek- 



VI VOEWORT. 

turen hielt ich nicht für nötig, nachdem eine genaue Zu- 
sammenstellung in meiner kritischen Ausgabe (Berlin, Calvary 
1885) gegeben ist. 

Möge auch die neue Auflage die Lektüre der herrUchen 
Dichtung fördern! 

Passau ; den 1. Januar 1886. 

K. Weoklein. 



Äschylos'). 



A« AuTseres Leben. 

Qaelleu und Litteratur. Chamäleon hatte tccqI Ai6%v^ 
lov geschrieben (Athen. I p. 22 A. IX p. 375 P. X p. 428 F), 
H erakleides Pont %bqI z(dv xquSv xQayadoxoLiov (Diog. Laert. 
V 88), und auch des Aristoxenos Tar. j^Coi avÖQ^v (Flui non 

Eosse suay. vivi 9) und Dikäa rchs ßCog 'Ekkadog gehören 
ierher. Ein magerer Auszug aus solchen Quellen ist der auf 
uns gekommene B^og Al6%vkoVf vor den meisten Ausgaben des 
Asch., auch vor der Ausgabe der Septem Ton Ritschi 1875 in 
der Bearbeitung von Fr. bchoell, verbunden mit der Sammlung 
der testimonia yeterum de Aesch. vita et poesi, und in Wester- 
manns Vitarum scriptores graeci (Braunschweig 1845) p. 
117—124, sowie bei F. Ritter, Didymi Chalc. opusc. (Köln 
1845) p. 154 — 162, vgl. p. 64 — 89, dessen Versuch den Didymos 
als Verf. zu erweisen nicht geglückt ist; vielmehr rührt diese 
Vita ohne Zweifel von einem untergeordneten JConipilator her, 
vielleicht demselben der auch die Scholien auszog und bei So« 
phoklea das Gleiche leistete (Schneidewin , Philologus VIII 
S. 736; G. Hermann, Opusc. II p. 147 vgl. 148 f. 159, meint 
die Vita sei a diversis hominibus diversis temporibus e variis 
scriptoribus concinnata, Fr. Schoell [s. unten] teilt die Angaben 
Qber Abstammung und Lebenszeit [Al0%vkog — xr^v (pvaiv und 
ctyvBiQwriCBv — öXvfiJtidda am Anfang] und die Zahl seiner 
Stücke und Siege [ißüo dh . . vixag ajtrivsyxaxo] dem ursprüng- 
lichen ßiog AiöxvkoVy das Dazwischenstehende der Schrift des 
Chamäleon, das Nachfolgende der iiov6ixij töxoQva des Rufus 
[Pbot. bibl. p. 103, 16] zu). Die Nachrichten dieser Vita sind 
von ungleichem Werte: neben Schaustellungen wohlfeiler Ge- 
lehrsaxnkeit und ganz albernen Behauptungen finden sich auch 



') Ans der von mir herausgegebenen neuen Bearbeitung des ersten 
Bandes von Paolys Beid-Encyklopädie S. 448—462, durchgängig revidiert 
und fortgeführt (ebenso von dem zweiten Herausgeber). 

AscHTiiOi, FexMr. 1 



2 ÄSCHYLOS 

manche dankenswerte, in sich wahrscheinliche und anderswo 
nicht oder minder genau überlieferte Angaben. Aulserdem ein 
kurzer Artikel bei Snidas (I 2 p. 65 f. Bemh.) und vereinzelte 
Notizen bei den Schriftstellern. 

Neuere Litteratar. F. G. Petereen, de Aesch. vita et fabalifl, Kopen- 
hagen 1814. 4. G. Hermann, Opugc. 11, bes. p. 144 ff. F. Techow, de Aesch. 
Tita atque arte tragica, Berlin 1830. Lange, über das Leben und die 
Werke des Äsch., Berlin 1832. 4. Kiehl, Aesch. vita, in der Mnemosjne 
1852, p. 361—374. B. Dahms, de Aesch. yita, Berl. 1860. 59 pp. C. 
Loescnhom, de Aesch. anno natalicio, Posen 1874. Fr. SchoeU, de loci» 
nonnullis ad Aeschyli vitam et ad historiam tragoediae Graecae pertineD- 
tibns epistula, Jena 1876. 8. Fr. Sasemihl, de vita Aeschyli quaestiones 
epicriticae, Greifs wald 1876. 4. Marx, über das persönliche Verhaltmi 
zwischen Äsch. u. Soph., Landskron 1879. 4. 0. t^rusius, die Traditioo 
vom Tode des Äsch. N. Rh. Mus. XXXVII S. 308—312. E. Piccolomini, salk 
morte favolosa di Eschilo, Sofode, Enripide, Cratino, Eupoli, Pisa 1883. fol 

Asch, war ein geborner Athener aus dem De mos Ele usis 
(Vit. 1. vgl. Schol. Ar. ran. 886). SeinTTater hiefs Eaphorion 
(Herod. II 156. Vit. 1. 12. Antip. Thess.' ep".~67), und da der 
Kynegeiros welcher bei Marathon den Heldentod starb bei 
EterooT 1. 1. gleichfalls ein Sohn des Euphorion heifst, so war 
wohl unser Dichter ein Bruder desselben (Vit. 1. 3 u. Suid.). 
Dagegen der Ameinias' (/7aAAiyi/«t;g, Herod. VIII 84. 93) wel- 
cher, sich bei Salamis hervorthat konnte ein (jüngerer) Bruder 
des Äsch. (Vit. 1. 3 u. Suid. vgl. Diod. XI 27. Aelian. var. bist. V 
19) blofs dann sein^ wenn ^es letzteren Bezeichnung als 
Eleusinier nur_8eine Einweihung^ in ^ie ^leusinien bedeuten 
würde (Welcker, Tril. S. l05..Anm. vgl. G. Hernianny Op. II 
p. 166). Das Geschlecht des Asch, war ein altadeliges (Vit. l). 
Die erste uns sicher überlieferte Thatsache aus seinem Leben 
ist die (von iedem waffenißhigen Athener dieser Zeit eigentlich 
selbstverständliche) Teilna hme an der Schlacht bei Marathon 
Ol. 72, 3 = J. 490); s. das Epigramm Vit. 12~ vgl. 3. Paus. 
14, 4. 21, 3. Athen. XIV p. 627 C. D. Mann. Par. 48. Pbot 
MaQa^oiviov noirnia, Suid.; nach Eustrat. zu Aristot. eth. Nie. 
III 2 noXXa tQcad'slg atrnvsj^ri woQadnv, Vgl. im allgem. 
Schneidewin, Philol. VIII. S. 732 ff. Nach Mann. Par. war 
Äsch. damals 3 5 Ja__alt, somit Ol. 63, 4 =s J. 5 25 g eboren^ 
womit übereinstimmt (desselben Datierung des Todes von Asch. 
und) Suid. i^ytovi^Bto avtog iv x^ o Slvfiniddi (OL 70 «« J. 500) 
itmv (Sv xs% vgl. unter IlQarCvag: ävrrjyoiviisto Absxvko u 
xal XoiQlXtp im t^g ißdofitixoifrrig SXviixtddog (Vit. dag^en, 
und mit ihr Bergk, nimmt Ol. 64, 4>» J. 521 als Geburtsjahr 
an). Äsch. war somit nur um- drei Jahre alter_.al8 Pindar 
(geb. Ol. 64, 3.. es J. 522), dagegen bedeutend älter als Ion, 
mit welchem Äsch. in freundschaftlichem Verkehr stand (Plut. 
mor. p. 79 D vgl. 29 ^F. Stob, floril. 29, 89). Hiernach ist es 
richtig dafs Äsch. viog ifQ^azo zäv xQayqidiäv (Vit. 1); indessen 
seinen ersten musischen Sieg setzt Marm. Par. erst in OL 



i 



LEBEN. 3 

23^ 4 SS 485 y. Ohr. Aueh von den Schlachten des zweiten 
Perserkrieges versteht sich des Äsch. Teilnahme, ohne ausdrück- 
liche Angabe des Gegenteils, von selbst nnd ist eigens bezeugt 
f&r Salamis (und Plataa) durch die Digöai, Schol. Pers. 429 ] 
("Jfin/ iv xcdg ^Exvdri^la^ Ttagalva^ Ala%vXov iv totg 2aka-- ' 
luviaxotg fptiötv) und. Vit. 3; für Salamis u. Arteinision durch 
Paus. I 14, 4. DaTs Äsch. auch an dem thrakigiÜLen. Feldzugß . 
(Eroberung 7on Eion u. Skyros unter Eimon Öl. 76, 1 >» J. 476, 
im Archontat des Phaidon drei Jahre vor der AuffÜhrui^ der 
Perser) teil genommen habe, will F. Blafs (Rhein. Mus. XXTX, 
S. 481—484) aus den Pers. 493 ff. 868 ff. bekundeten Orts- 
kenntnissen schliefsen. Doch vertr^ sich diese Annahme 
nicht gut mit dem ziemlich in dieselbe Zeit fallenden Aufenthalt 
in Sicuien. 

Das Todesjahr des Äsch. war, nach Mann. Par. u. Schol. 
Ar. Ach. 10^ (das Archontat des altem Kallias), 01.,81j_l «» 
J._45gj wo Asch, in seinem 69sten Lebensjahre (Marm. Par. 
nnd Suid.) stand (nach Vit. 11714 im 6östen). Die Märchen; 
über seine Todesart (ein Adler habe ihm eine Schildkröte auf 
den kahlen Kopf, den er für einen Felsen hielt, fallen lassen 
nm sie zu zerschellen, s. Sotades bei Stob. serm. 98, 9. Aelian. 
L a, VII 16. Val. Max. IX 12. ext. 2. Vit. 11. 18. Suid. vgl. 
Plin. h. n. X 3) leiten manche ab aus einem Mifsverstandnis 
bildlicher Darstellungen (erhalten ein geschnittener Stein der 
Stoflchischen Sammlung in Berlin, Nr. 25; Tgl. Welcker, alte 
Denkm. U S. 337— 3& u. Taf. XVI 34; auch bei Göttling, 
de morte fab. p. 1) auf denen ein Adler eine Schildkröte über 
dem Haupte des Dichters hält, welche wohl (Bergk bei Welcker 
a. a. 0. 8.. 343; y^l. 345) durch ein Bild des Äsch. veranlaist 
waren, wahrschemlich (W. Teuffei, Göttlinff) das zu Athen, 
und deren Sinn- entweder eine Oharakteristik der Äschyleischen 
Poesie (adlermäfsig kühn, aber dabei schildkrotenhaft schwer- 
faiig) war (W. Teuffei, Rhein. Mus. N. F. IX S. 147—153) 
oder Twas einfacher und darum wahrscheinlicher ist) eine sym- 
boUscne Apotheose derselben (die x^AcDi/n, testudo «> lyra, zum 
Himmel emporgetragen. Qottling, opuscuia acad. p. 230 — 235^. 
Piecolomini a. a. O. findet in der Anekdote eine aus der Eomodie 
stammende Allegorie, welche die Unvertraglichkeit des Äschy- 
leischen Oharalrters, die Erhabenheit und Härte seines Stils 
andeuten sollte. Di^effen weist E. Bohde Fleckeisens Jahrbb. 
1880 S. 22 ff: auf ein Fragment der Ovö^xd des Eudemus XXII. 
ed. Speng. hin, nach welchem bereits Demokrit die Geschichte 
kannte, dafs einem Kahlköpfigen der ScMdel, den ein Adler 
für einen Felsen ansieht, durch eine herabgeworfene Schild- 
kröte zerschmettert wird. Bohde vermutet, dafs die zur Zeit 
des Demokrit wahrscheinlich noch namenlose Fabel sich später 
an einen besonders berühmten Kahlkopf geheftet habe. ISTichts 



4 ÄSCHYLOS 

hindert jedoch, in der Benützung der noch freien Fabel das 
Werk der Komödie zu erkennen. 

Der^Ort seines Todes war nach allen Gewährsmäimeni 
(Epigr. in Vit. 12. Plut Öm. 8. Marm. Par. Diod. in AnthoL 
gr. Vn 40) dj.e_JtadLGelaJn..Sicilien Tvgl Welcker a. a. 0. S. 
340). Wie kam Asch, dahin? Dafs Ascn. sich längere Zeit in 
|Sicilien aufhielt versichert Athen. IX p. 402 C (or^ AltJxvlog 
SiaxQi^ag iv IkxsXia noXXatg HixQrixai qxovatg £iXBkixalq 
ovdlv d^aviiaötop) und noch starker Macrob. sat. V 19, 17 
(Aeschylus tragicus, vir uti^ue Siculus s. v. a. für sicilische Dinge 
eine Autorität), obwohF wir jetzt in betreff der von Athenäus 
behaupteten Sikelismen bei Asch, nichts zu entdecken vennögeiL 
was sich nur so erklären liefse (vgl. Schueidewin^ Rh. Mos. 
in S. 76); und Paus. I 2, 3 bezeugt dafs ig I^vgaxovifas (wo 
Hieron seit Ol. 75, 3 = J. 477 herrschte) 3r(>os 'liQtova Maxvloi 
xal Ziacavidrig iötdXriöav, Das Genauere aber über die sidli- 
schen Reisen des Äsen, ist viel bestritten : 0. Hermann (Opusc. 
n p. 144—162) behauptet deren vier, Welcker (Tril. S. 519; 
und 0. Müller (griech. L.-G. II S. 108) zwei, F. Ritter {DU 

S. 75—82) nur eine, drei Jahre vor seinem Tode. In den 
uellen werden verschiedene Motive für des Asch. Abgang ans 

«Athen nach Sicilien und damit verschiedene sicilische Beisen 
desselben behauptet, von denen aber gleich die beiden ersten 
sicherlich ungeschichtlich sind, nämlich die angeblieh Ol. 70, 1 
(J. 499) und 73, 1 (J. 487) unternommene, jene berichtet durch 
Suidas unter ^410%' g>vy(&v slg Sixekiav did ro nscstv tä ingia 

: iniöeiKVvykivov avzov. .andkaxo^ vgl. unter Ugavivag: avtri- 
yrnvC^eto di Aiö%vka} x. X. i, t. ißd. 61. xai TtQmxog syt^ti 
IkcxtjQovg. imdeixvvikivov dh xovxov öwißt^ xä ixgCa iq> ov 
a6xijx€6av oC ^eaxai nsöelv, xul ix x\y&tov OiaxQOv oixodofi^^ 
^A^vaCovg\ aber sich durch sich selbst widerlegend, diese 
(nach Böckh C. I. gr. II p. 319 richtiger Ol. 72, 4 = J. 488 
anzusetzen) überliefert durch Vit. 9: dniiQB Tcgog ^ligmva xov 
Sixsliag xvgavvov, .xaxct. .iviovg iv xä sig xovg iv ilfapadovi 
xsdi/rixoxag iksysim i^öörj^elg Uiiiavidij, aber ganz unglaublich 
(Wettstreit mit iipigrammeii! vgl. Welcker, Tril. ö. 518). 
Glaubhaft dagegen ist dafs Asch, um Ol. 76, 1 <= J. 475 in 
Sicilien war (Vit. 10: iMav . . alg ZixikCav ^ligavog roxi 

■ riji; Atxvfjv xxi^ovxog inedei^axo x cig Alxyalag ^ oimviioiuvoi 
ßiov dya^v xotg öwoixi^v6t xijv nökiv). Allem Anscheine 
nach hatte ihn der Tyrann zur Verherrlichung des Gründungs- 
festes der Stadt Ätna eingeladen und war die AuffOhrung q^ 
AlxvaZai _der eigentliche_Zweck seiner Reisfi. Wahrscheinlich 

\ hat er dort den Ausbruc h Hes rÄtna erlebt, jirel cher Ol _76^ ^ 

2?huc. III 116) STe Fluren Sicilieus verheerte üäd welchen der 
ichter im Prometh. mit so grofsem Interesse beschrieben hat. 
Er kann sich nicht lange daselbst aufgehalten haben, da er 



LEBEN. 5 

Ol. 76; 4 = J. 472 zu.. AÜLen die lUgöai anf die Bühne brachte. 
Die Annahmey dafs Aschylos die Perser zu Syrakus vor Hiero 
wiederaufgeführt habe (ochol. Arist. ran. 1028, vgl. Vit. 18) 
und also bald nach Ol. 76, 4 (J. 472), vielleicht schon* im 
darauf folgenden Jahre Sicilien neuerdings besucht habe, wird 
sich spater als eine unrichtige Schlufsfolgerung erweisen. Die 
Nachricht, dafs Äsch. yon Sophokles bei dessen erstem Auftreten < 
Ol. 77» 4 SB J. 468 besiegt im Unwillen darüber nach Sicilien 
gegangen sei (Vit. 9 dicrlQB . . xaxd tiva nhv vitd ^A^vaCmv^ 
xaraaxovdaöd'elg xal i^öö^qd'Blg viqi omi £o(poxXet) wird schon 
deshalb unwahrscheinlich, weil Äsch. im folgenden Jahre (OL 
78, 1 = J. 467) in Athen die Trilogie zu welcher die ^Eitzd 
gehören auf die BQhne brachte. Zum zweiten Male reiste^Asch. 
nach Sicilien drei Jahre vor seinem Tode, nachdem er vorher 
Ol. 80, 2 (J. 458) in Athen die Orestie zur Aufführung ge- 
bracht hatte. Er nahm aber nicht in Sjrakas seinen Wohn- 
sitz, sondern in dem stilleren Oela, wo er nach dreijährigem 
Aufenthalte (Vit. 11) sein Grab ßnd (s. S. 4). Unanuehmlich^ 
keiten scheinen ihn zu dieser Auswanderung veranlafst zu haben 
und zwar nach Diodor (Anth. gr. VII 40^ 9^61/0$ iyxoxoq 
afSx&v\ spezieller weifs Aelian. v. fa. Y 19 dals Ai6%, 6 rgaycDÖog 
inQivsxo daeßeiag inl xivi Öga^axi^ als welches Drama Apsines 
(Rhet gr. IX p. 478 W.) die Eumeniden bezeichnet, eine An- 
gabe die dann Vit. 9 in thörichter Weise ausgemalt wird. 
Trotz der Oeringhaltiffkeit der Gewährsmänner haben Neuere 
sich bemüht den Anlafs aus den Eum. näher nachzuweisen, 
aber auch einander selbst widerlegt; s. G. Hermann, Op. 11 
p. 163. Lobeck, Aglaoph. I_^ Sl f. Welcher, Tril. S. 109 f. 
Anm. Von ganz anderem Gewichte ist das Zeugnis von Aristot. 
eth. Nie. Ui 1, wo als Beispiel für den Fall dafs jemand bei 
einer Handlung nicht das Bewufstsein habe eine Gesetzesüber- 
tretung zu begehen leichthin angeführt wird: cSajtsp AlöjiyXoQ 
Tg fiiMyr ix«. Diese Andeutung wird erläutert durch dem. ^ 
Alex, ström. U p. 387: Al6%vXog xd ^ivöxijQta inl 6xriv^g 
^B^xmv iv *AQeim Tcdytp XQi^elg ovxmg dq)sid7i, im^al^ag iavxbv 
fi^ ^Bfivfindvov (letzteres ist .unwahrscheinlich bei der Be- 
schaffenheit der Gotteslehre des Äsch.). Ausführlicher und teil- 
weise anders Eustrat. zu Aristot. 1. 1. : Xdysi dh ytsgl Al^^ökoM 
xal'HgaxXsidi^g 6 Ilovxixog iv x^ XQoixc/i nsgl 'Ofiif^ov, tag 
Xivdwevovxog inl öxriv^g dvaiQ^^vai ixl rc5 xtov nv6xixcSv ' 
xQoqfdgsiv xtvd ÖoxBtVj sl fii} itgoaiöd'Ofisvog xaxig)vysv inl j 
tov xov ^tovvifov ßauov. xal xäv ^AQBOJCayixdv avxov nagai- , 
triijaiiivanfj dg 6q>Blkovxa xQid'rjvai tcqcSxov, iÖoxsi V7ca%d'rivau 
Big dixaCxiJQiov xal d7tO(pvyBtv^ avxäv x(dv dixa0xc5v dq>ivx(ov 
iuiliöxa did xd xgax^dvxa aiux^ iv xg istl Maga^mvi iidxy. 
Da ein solcher Theatertumult uie Beziehung auf eine siegge- 
krönte Aufführung ausschliefst, so kann die Erzählung nicht 



6 ÄSCHTLOS 

wohl in Ol. 80, 2 (J. 458) verlegt werden, sondern, wenn sie 
wirklich eine Reise des Asch, veranlaiste, eher um Ol. 76, 1 
(J. 475]). Dagegen zu der Auswanderung Ol. 80, 2 (J. 458) 
konnte ihm Tmzufriedenheit mit den politischen Verhältnissen 
Athens, insbesondere mit dem Umsichgreifen der Demokratie, 
den AnlaTs geben (Welcker, Tril. S. 521 f. Bitter p. 84), da 
der aristokratisch geborene und gesinnte Dichter in der Heimat 
sich in demselben MaTse unbehaglich ftihlen mochte (y^l. Ar. 
ran. 807) als diese sich von der Denkweise zur Zeit der 
Perserkriege mehr und mehr entfernte. Vielleicht wartete er 
nur noch einen dramatischen Sieg ab (Orestie), um dann ihr 
auf immer den Bücken zu kehren. Vielleicht eben das Gefuid 
des Unrechts, dafs sie ihren grofsen Mitbürger durch Erankungen 
aus der Heimat getrieben und ihn grollend im fremden Lan^e 
hatten sterben lassen, war es was die Athener um so geneigter 
machte die Anerkennung welche sie aus ParteibeSeuigenheii 
dem Lebenden öfters versag hatten nun um so rückhiQteloser 
\dem Toten zu zollen. Nodi nach seinem Tode wurden zuTor 
nicht aufgeführte Stücke desselben durch seinen Sohn Eupho- 
rien auf die Bühne gebracht, der mit solchen viermal siegte 
(Suid. unter Ey<p\ Dies waren wohl vorzugsweise soläie 
otücke welche Äsen, während seiner letzten Ji£re in seinem 
freiwilligen Exil ausgearbeitet hatte. Aber auch altere, schon 
aufgeführte Stücke des Äsch. durften kraft eines eigenen Volks- 
beschlusses dem Publikum von neuem vorgeführt werden, und 
eine für den jedesmaligen Veranstalter ausgesetzte Belohnung 
sollte zu solchen Wiederaufführungen ermuntern (Schol. Ar. 
Ach. 10. Vit 13. Philostr. v. ApoU. VI 11; mifsverständlich 
Quintil. X 1, 66). So lebte des Dichters Kunst auch nach 
seinem Tode fort (Ar. ran. 868), zumal da auch seine Sohne 
Euphorien und Bion (Suid. Alo%,), sowie sein Schwestersohn 
Philokles, weiterhin Morsimos, die beiden Astydamas und der 
jüngere JPhilokles, in seinem Geiste, wenn auch mit sehr un- 
gleicher Befähigung, fortzuarbeiten suchten (vffl. O. Exner, de 
schola Aeschyli etc., Breslau 1841. W. G. Kayser, bist er. 
trag. gr. p. 25 SX Das Grab des Äsch. in Gela wurde mit der 
\Zeit eine Art Wallfahrtsort (Vit. 13). Zu Athen wurde ein 
«Jahrhundert später (um Ol. llO) ihm wie den beiden andern 
I grofsen Tragikern auf Lykurgs Antrag, neben Vorkehrungen 
gegen die Interpolationen undEmendationen durch Schauspieler, 
ein ehernes Standbild im Theater errichtet (Ps.-Plut. vib X 
or. p. 841. Diog. Laert II 43. Paus. 1 21, 3. Vgl. Welcker, 
alte Denkm. S. 465 ff. E. Braun, B. u. Mus. Boms S. 177). 

B. DiohteriBOhe Thütigkeit des ÄBOhyloa. 

Nach Vit 14 hat Äschylos 70 iyagodien_und^ beiläufig^. 
Satyrdramen (jSaxvQixä ai^qX xa nivxs) gedichtet. Die Ünbe- 



DICHTEBISCHE THÄTIGKEIT. 7 

stunmtlieit des Aasdrucks Yerrat, dafs die Zahl der Satyrdramen 
nidit Yerlassig ist, und in der That sind uns weit mehr Titel 
Ton Satyrdramen bekannt. Da Satyrdramen frühzeitig ver- 
loren gingen, so scheinen nur diejenigen gezahlt zu sein, welche 
damals noch vorhanden waren. Suidas giebt an: iyQa^e xal 
iXsysla xal tgayipÖlag (ungenau für Soaiuita) ivsvijxovxa. 
Hiernach muis man, wenn die Zahlen richtig sein sollen^ an^ 
nehmen, dais von den 90 Stücken 70 echte Tragödien, 20J;eils 
Satyrdramen, teils unechte Stücke waren. 73 Titel kennen 
wir aus einem Verzeichnis das uns handschriftlich überliefert 
ist rabffedruckt z. B. in Wagners Fragm. Aesch. p. 1 f., in 
Dinaoru Ausgabe der Scholien p. 9 f., in Westermanns Yitarum 
Script p. 124 f., in F. JUtschls Ausg. der Septem p. XXIY, 
zuletzt nach neuer Kollation in Aesä. ed. Wecklein vol. I p. 
471). Davon ist ein Stück als unecht bezeichnet {Alxvalai 
wdof nach den Alxvatai yv^üioC) u. 7 {Kbq7lvg}v^ KiJQVxsgy 
KtQxi^^ A^avy jivxovQyoQj Jlgansvgj 2)ipiyl) sind sicher, 4 
(l^fMifMon/, rJiavxog icovxiogy ^OözoXoyotj £i6vq>og dgaschrig) 
wahrscbeimich Satyrdramen. Auiser diesen 73 Titeln kennen 
wir noch 10 aus sonstigen Zeugnissen. Zwei freilich (^Akx^^vri 
bei Hesych. unter dno6xug und Kvxvog aus Aristoph. ran. 963 
entnommen) sind zweifelhaft. Sonst könnten wir, da unter 
diesen* 10 der ngoiirj&avg xvgxasvg ein Satyrdrama ist, glauben, 
dals die Zahl 83 erhaltener Titel sich auf 70 Tragöden, 12 
Satyrdramen und 1 un echtes Stück . verteile. Tedenfalls liegt 
darin eine gewisse Gewähr für die Angabe von 70 Tragödien. 
Laust man die Zahl 90 gelten und bringt davon 70 Tragödien 
und ein unechtes Stück in Abzug, so bleiben 19 Satyrdramen, 
woraus sich, da Satyrdramen nur als Anhang zu Trilogieen v 
üblich waren, ergeben würde, dafs Äschylos 19 T etralogieen ] 
an den grofsen Dionysien, 12 einzelne Stücke an den Lenäen / 
und J Stück (^Alzvalai) in Sicilien aufgeführt habe. Siege hat , 
Asclu nach Vit. 14 dreizehn wahrend sein es Lebens, nicht wenige 
nach seinem Tode davon getragen. Süi7as giebt 28. an,, .viel- 
leicht durch Erstre<^ung auf alle unter~dem Namen des Äsch. 
eingetragenen. 

Bei der verhältnismäfsig geringen Anzahl der erhaltenen 
Stücke lalst sich die Entwicklung der poetischen Produktion 
des Dichters nicht mehr verfolgen. Nur zeigt sich ein merk- 
licher . untersc hied zwischen den älteren otücken IHgöai,^ 
'IxitUieg, welche in ihrer Anlage einfacher und schlichter nur 
zwei Sdianspieler zur Darstellung erfordern, dagegen durch 
eine umfangreiche Thätigkeit des Uhors gehoben sind, und^dem 
letEten.JWetke,-dfir. Oratio, in welcher die Handlung mannig'- 
faltiger ausgestaltet und vielseitiger motiviert ist und die Be- 
deutung des Chors mehr zurück&tt ^Wie Sophokles sich an 
AscIl bildete, so hat umgekehrt auch 'Äsch. manchen Gedanken 



8 ÄSCHYL08 

jdes Sophokles sich angeeignet und nicht blofs den Gebraneh 

^ von drei Schauspielern herübergenommen , sondern auch die 
damit in Verbindung stehende reichere Anlage der Handlung 
von ihm gelernt, gerade so wie später der jüngere Euripides 
einen bedeutenden Einflufs auf Sophokles ausübte. Man darf 
wohl sagen, dafs das wahrscheinlich gröfste Meisterwerk des 
Äschylos , di e O restie^ die re ife Fr ucht des D ezenniums ^ 
meinsamer BühnenthätigEeit des Ä scEyTos und Sophokles ist 
Gewissermarsen in der Mitte scheinen die beiden anderen er- 
haltenen Stücke 'Emä inl Si^ag und IlQOfiTi^svQ dßö^ttig 
zu stehen. Aber das erstere Stück unterscHeidet von den 
älteren nur die Notwendigkeit eines drit ten Schauspiele rs in 
dem Schlüs se d es Stücks und man hat~nrcht ohne Grund rer- 
mutetj^fs dieser Schlufe erst später hinzugedichtet sei. Bei 
dem Promethe u s kann du rchweine künstliche Vprrichtmig^ der 
dritte_^ch^iU8pieler entb^^rt werden (vgl. Einl. S. 19). Auch 
zeigt dieses ötücYln~3er Komposition der melischen Partieen 
solche Verschiedenheit von der sonstigen Weise des Asch., dafs 
die Vermutung, der Prome the us sei nich t ganz in der ursprüng- 
lic hen G esta lt soudern_j.nJj3er^'orm eln^ Dias fauase 

uns e rhalten (Westphal, ProTegomena S. ^, Oberdick, Jen. Lä^. 
1876 ArtTBSO, Roehlecke, Sept. a. Th. et PromeÜieum v. esse 
fabulas post Aesch. correctas. Berlin 1882. 8. Heidler, de comp, 
metr. Prom. fab. Aesch. cap. IV. Breslau 1884), nicht ange- 
schlossen scheint. 

Eine beson dere Eigentümlichkeit der Aschyleischen Dich- 
tung besteht in der inneren Verbindung der Znloffie (d. h. der 
drei Stücke, welche zusammen aufgeführt wurden)^ so dafs die 
drei Handlungen, wenn sie auch ein selbständiges Ganzes bilden, 
doch sich wie drei Akte, wie Anfang, Mitte, Schlufs einer ein- 
zigen grofsen HrädluDg ausnehmen. Man betrachtet gewohnlich 

I Äschylos als Schopfer dieser Einrichtung und der Umstand, 
dafs der Tragiker Polyphradmon, der Sohn de§LPhryni(^i)s, im 
J. 467 im Wettstreit mit der Ödipodeia des Äschylos eine 
jdyxovgysia aufgeführt hat. ist kein Beweis dagegen. Aber 
weun man die naturgemälse Entwicklung der griechischen 
Tragödie in Betracht zieht, wird man eher glauben, dafs der 
Gebrauch drei Stücke neben einander aufzuführen noch der 
Zeit angehört« wo man nicht verstand ein ansehnliches Ganzes 
zu schaffen und man nur durch die Verbindung mehrerer 
solcher ^txQol ^iv^ot (Aristot. Poet. c. 4^ eine entsprechende 
Wirkung erzielen konnte. Vielleicht dart man annehmen, dafs 

'der Gebrauch der Trilogie ebenso alt ist als die Erfindang des 
Satyrdramas durch Pratinas. Es waren gewifs dann schon die 
drei oder auch vier Stücke (rQiXoyicc^ xsxQakoyCa) einem und 
demselben Sagenkreise entnommen; aber es mochte die ideelle 
Verbindung und innere Verknüpfung zu einem geschlossenen 



DICHTERISCHE THÄTIGKEIT. 9 

Ganzen fehlen, die wir,,, allerdings nur in Anbetracht der vor- 
liegenden Werke, dem Äschylos zueignen möchten. Genaueres 
wissen wir übrigens nur über drei solche einheitliche Trilogieen 
bez. Tetralogieen : 1) Adtos ^Oldinovs^Enx ä inl Sifßa s^ 
Zkpfy^j aus Ol. 78, 1 (467). Diese Tetralogie liann , da auch 
das Satyrdrama dem gleichen Stoff entnommen war, recht 
eigentlich eine OiSinodsLa heifsen. Von ähnlichem Charakter 
scheint die gleichzeitig aufgeführte AvxovQyBia xsxgakoyfa des 
EoljIKhradinpn (Hypothesis zu den Septem) gewesen zu sein, 
während der ebenfalls mit aufgeführten Tetralogie des Aristias, 
bestehend aus IJej^Sivs^ Tdvt aXog (der Name eines ^ückea 
ist ausgefallen) und dem von seinem Vater Pratinas gedichteten 
Satyrdrama IlaXaixsralf der innere Zusammenhang gefehlt zu 
haben scheint. 2) AvaovQysia (Aristoph. Thesm. 135), be- 
stehend aus ^HdfoyoU BaöffagtdsQ^ JNs aviöxoi^ Avxqy^^o^, 3) 
!i ^y gft iyi'VJov 5 Jt o 1^ yd p o t , E vp,B v Idls g. Il Qmrsvg aus OL 
8ü, *J \j. 458). Da das Satyrdramä nur in seEFTösem "Zusammen- 
hange mit dem Mythus von Orestes steht, konnte man zweifel- 
haft sein, ob der von Aristophanes (ran. 1124) gebrauchte 
Ausdruck ^Ogiötsia sich auf die Trilogie oder Tetralogie be- 
ziehe (Schol. z. d. St. TSTQaXoyiav q>iQ0v6i trjv ^Ogiötciav aC 
d^daexaliai ^Aya^iyivova^ Xorifpogovg^ EvfiBvidag, Jlgcnia 
0tctvgtxav. ^Agiöragvog xal ^AjtokXdvtog tqiloyiav Xsyov0L 
Ijoglg tau öatvgtxov). Dazu kommt mit groister Wahrschein- 
lichkeit die Trilogie, zu welcher der erhaltene Ugoii'q^svg 
isOftaitfig gehörte und auch die 'IxitiÖsg wefsjen deutlich 
genug auf eine Fortsetzung der Handlung hin. Dafs indessen 
nicht alle Didaskalieen des Äsch. diese ideelle Verbindung hatten, 
zeigt die Tetralogie Ocvsvg^ Ilig öa i, rXavxq^^IIgoit^ri^svgi 
Ton der spater die Rede sein wird (vgl. Wetzel quaestiones de 
triloffia Aeschylea, Berlin 1883. 4). 

Nur Bruchstücke sind uns, aufser den angeführten Satyr- 
dnunen, erhalten von folgenden Dramen des Äsch. : 'A^dfiag^ 
Myvxtioij Alxvalai (Schneidewin, Rhein. Mus. 1843, S. 70—83), 
'Alx^f^vfi (?), ^Agysloi^ *Agyei, Baööagideg, FXavxog noxvuvg^ 
Javatdsg (Tittler, Ztschr. f. Alt. Wiss. 1838, Nr. 118-124), 
/tixtvovXxoly {Aiovvaov) Tgofpoi, ^EkhvöCvioi^ *EKCyovo^y 
*HdG)vo{y 'HXtddig, 'HgaxkBtäai^ Saka^onoiol^ Saingol ^ 'löd-iiia- 
6xai^ 0gf^66€Hj ^ligBiai^ ^l^ierv^ ^ Itpi^yivaia^ KdßBigoi, KaXXiörci^ 
Kdgsg ^ Evgai%fij Kg^ö6ai^Adiogj Md(iv(DVjMvg(iid6psg^ Mvöot, 
Sittvüfxoi^NfigitdegjNioßfijSdvrgutij Ol8Cnovg^''07cX(av xglcvg^ 
UalaniidTig, nev^ivg, Ilegqaißidsg , IIi^vsXoTcri^ Ugofiri^e'bg 
IvoiiBvog (vgl. Rhein. Mus. VlII S. 640) u. nvgipogog, Ilgo- 
xoiixoif ZaXaiuviaij ZefiiXri rj *lNlgoq>6goi^ IX6vq>og TtsrgO" 
tvltötiigj TijXBq>og^ Tb^dri^f^, "IV^^vAij, ^^iloxtifri^g, 0iv£vg^ 
^gxidigy 0gvysg ^ iSxtogog Xvtga, Wv%ay(Qyol^ WvxoöxaaCa^ 
*SlgiÜh)ia. Nur die Titel kennen wir von den Stücken : '^ra- 



10 ÄSCHYLOS 

Xdvtfi, Bdx%ai^ Kvxvog (?), Aq^vioi, Nsiiia^ Ilolvdixtfiq^ 
0Qvyio^. Sammlung dieser und der ohne Namen des Stückes 
angeführten Überreste in den Fragm. trag. gr. Ton. W. Din- 
don, F. W. Wagner, in 6. Hermanns Ausg. des Asch, und 
bes. Ton A. Nauck, Tragicorum graecorum fragmenta, lips. 
1856, p. 3 — 100 (im ganzen 452 Nummern); Auswahl von 
J. A. nartung (griechisch mit metr. Übers, und Anmerk.), 
Leipzig 18Ö5. Im allgemeinen s. dazu F. 6. Welcker, die 
griechischen Tragödien mit Rücksicht auf den epischen CyUos 
geordnet (Bonn 1839), S. 29—58. 1499—1525, sowie S. 4 f.: 
,,Schon der Überblick der Titel ergiebt dafs Äscb. mit seinen 
Handlungen bei dem Stamm oder Kerne des Epos stehen bleibt 
Er ffründet Trilogieen (Stücke) auf fast alle Gedichte des epischen 
CyUus, in ihrem Ganzen oder nach ihren flauptteilen. Dagegen 
kommt noch keiner der vom epischen Stanmi entfernter ent- 
sprungenen Stoffe bei ihm vor.'' Anderes in Welckers kl. Schir. 
IV (1861). S. 180—224. 

Von der Gesamtzahl der Stücke des Asch, sind bekanntlich 
nur sieben Tragödien auf uns gekommen. Diese stehen in den 
Hdss. gewöhulich in folgender Ordnung: ngofitfisvg, *Extdj 
ndgöacj ^Oqbozbw^ ^Ixhidegj indem die drei ersten (wenigst 
schwierigen) Stücke die am häufigsten gelesenen und abge- 
schriebenen waren. Die Haupthan daghrift iur_alle sieben Stücke, 
wie auch för die des SopbokleSj ist der co d. Mediceus (Laor. 
[XXXII 9) säec._jLl /jiuf ~84 Perpame ntblättem, indem die 8 
B lätter des T8ten u nd^die ö inneren des^ l9ten ^ua ternio sc hön 
seit dem 15. JahrhT verlören 'sind T^ Abdruck durch iL Merkel, 
lOxon. 1871, und dazu praefatiohis lineamenta, Quedlinburg 
1871. 16 pp. 4. Nachtrag dazu Quedlinburg 1873. 14 S. 4. Vgl. 
B. Merkel, Asch, in itelienischen Hdss., 1868. Doch, haben 
wir Hdss. die noch vor diesemVerlyste aus dem Med. (im 13. 
oder~Ifi~Jahrh.} abgeschr^ben sein müssen. Gegen die zuerst 
von Burges (18^1) geäufserte, dann durch Cobet und besonders 
durch W. Dindorf vertretene Ansicht (Philologus XVUI S. 
55-93. vgl. XX S. 1-50. 385—411. XXI 193—225. A. 
Kirchhoff, ebds. IX S. 161. C. Prien, Beitrage zur Kritik von 
Äsch. Sieben, Lübeck 1858, S. 45 ff.), dafs der Med . Ober haupt 
für UPS die einzige Quelle de s Textes, von Asch, sei und alle 
andern Hdss. aut ihn zurückgehen, dabei aber zugleich durch 
die Änderungsy ersuche späterer^ Byzantiner vielfach infiziert 
seien, hat F. Heimsoeth (über ^le indirekte^tTberlieferung u. s. w. 
S. 5—9. 176 EJ nachdrücklichen Widerspruch erhoben und be- 
Usonders auf eine Wiener H ds. (der IliQöat) hingewiesen, welche 
lalte richtige Lesarten enthalte von denen weder im Med. noch 
pn einer andern Hds. eine Spur sich finde. „Die drei Stücke 
rProm., Sept., Pers.), wie sie so zusammen in den Hdss. ge- 
funden werden, haben ihre, besondere Quelle, und auf ihrer 



DRAMEN. HAND8CHRIPTEN. 8CH0LIEN. H 

' Seite liegt, wie yortrefflich auch sonst als Hds. der Med. ist, 
überwiegend die älteste Überlief erung^' (8. 177). Auch H. 
Keck (Ansg. des Ag. 8. 198ff.) betrachtet aie Sippe des Yenet., 
Florent. und Farnes, als unabhängig yon dem Med. VgL auch 
A. Reuter, de Prom. Sept. Pers. Aesch. fab. codic. recentioribus. 
Bestock 1883. 8. Aber die Thatsachen und die Erfolge der auf 
jener Ansicht beruhenden sowie die Irrwege der den entgegen« 
stehenden Grundsätzen folgenden Kritik sprechen zu laut für 
die ausschliefeliche A utorität des Med. (VgL Sorof, de ratione 

Juae inter eos codd. rec.^ quibus Aesch. f. Prom. Sept. a.Th. 
^ers. continentur, et cod. Laur. intercedat, Berlin 1882). Ebenso 
hat sich für die Partieen'des Agamenmon, welche im Med. 
fehlen, ei^eben, dafs abgesehen von wenigen Versen, für die 
der cod. Marcianus 468 beachtenswert ist, eine einzige Hand- 
schrift, nämlich der cod. Flor. ICXXl 8 (14. Jahrh.), als die 
yerhältnismärsig lauterste Quelle der Überlieferung erscheint 
(vgl Einl. zu Aesch. ed. Wecklein u. Berl. Philo!. Wochen- 
schrift 1884 Nr. 29/30^. 

Sodann finden sicn in den Hdss. teils zwischen den Zeilen 
teils am Bande Scholien. Unter diesen hebt die gewohn- 
liche Ansicht (rertreten durch W. Dindorf, vgl. J. J. Frey, de 
Aeschyli scholiis mediceis, Bonn 1857. 39pp. 8.) die des Medic. 
ganz besonders hervor und ujatersch eidet an innen zwei Be- 
standteile^ deren einer auf eine — freilich sehr verstümmelte 
— Fassung des. Kommentars von^Didjmos zurückgehe, während 
der andere — baupfsachlich auf die drei ersten Stücke sich 
beschrankende — byzant inischen Ursprun gs sei. Dagege n lehrt 
Hdmsoeth a. a. 0. S. 172: ',^Was uns von Scholien vorliegt,'; 
wie verschieden auch in den einzelnen Hdss. die Menge des' 
Excerpierten ist und die Redaktion desselben im Detail, geht; 
BchlieiBlich alles zurück auf eine k ompak te S cholienmasse welche ' 
▼on älterer Zeit her vorlag. In dieser Masse unterscheiden) 
mch zwei verschiedene, von einander unabhängige Slamme:! 
Schol. A imd Schol. B. Beide sind keine eigentlichen Ori^nal-f 
arbeiten, sondern mit Benützung älterer Quellen zu einem Textej 
rosammengestellt welcher schon dem uns in den Abschriften! 
überlieferten Texte nahe lag.^ „Die Scholien des Med. sind 
ein magerer Auszug aus_8cnol. A^ der uns für die drei ersten 
Stücke in später geschriebenen Hdss. vollständiger vorliegt*' 
(S. 173^. „ Scho l. A^nthält in den später geschriebenen Hdss. 
noch eine Menge von Hinweisungen auf ätere, richtige Les- 
arteui welche in dem knappen Ezcerpte des SchoL Med. nicht 
Torkommen*' (S. 174). „Schol. B enthält manche NachricBten 
über verschwundenen Text die Bchol. A nicht hat, und hat 
daher sein eigenes Gewicht und seine Selbständigkeit'* (S. 177 f.). 
„Über die bis jetzt bekannten Scholien hinaus reichen dann 
noch viele der Interlinearscholien und Glossen, welche sich 



12 ISCHYLOS 

direkt von Bds. za Hds. zwischen den Zeilen fortgepflanzt zu 
haben scheinen^' (S. 178). „Für__dia.Q.re8tie und die Uiketiden 
haben wir nur die magern Kxfiftrpte-TOd Interlinearglossendes 
Med. . . . Ich halte diese 8cholien_des Med, für ein „Gxc^^rpty 
wie seine Scholien zu den übrigen Stücken, . . • und es existieren 
noch andere Excerpte aus der gleichen Quelle'' (S. 180 f.). Vgl. 
auch Seelmann y de propagatione scholiorum Aeschyleorom^ 
Halle 1875. 8. So yielversprechend diese Sätze sind, so wenig 
hat der Erfolg ihnen recht gegeben und die Hofihung, die 
man für die Kritik des Äschylos auf die Scholien der jüngeren 
Handschriften setzt, hat sich bisher als eine trügerische er- 
wiesen und wird sich wohl immef so erweisen. Auch die 
I Meinung, dafs in den Lemmata der Scholien Reste einer älteren 
Rezension zu finden seien, ist durch die neueste Kollation als 
eine irrige erkannt worden. 

Den besten Text der jüngeren Scholien a. in W. Dindorfs Oxford« 
Ausg. des Aach. (Tom. III. 1851), den besten Text der Medic. Scholien 
nach der sorgfältigen Kollation von Vitelli in Aesch. ed. Wecklein 1885. 
Vgl. J. Bichter, de Aeschyli, Soph., Eur. interpretibus graecis, Berlin 
1889. Über deren Wert für die Textkritik des Äsch. vgl. C. M. Francken^ 



de antiq. Aesch. interpretationnm . . . anctoritate, Utrecht 1845 und de 
Aesch. scholiis Lanrentianis, in Miscell. nhilol., Utrecht 1854, besonden 
aber F. Heimsoeth, über^ie indirekte^Überlieferung des Äschyl. Textes, 



Bona 1862 and De scholiis in Aesch. Ag. scholiastä mediceo vetastioribus 
[die d^o^. naXaia des Farnes.), Bonn 1868. X pp. 4. Paley, commentahttB 
in schol. Aesch. Medicea. Gambr. 1878. 8. 

Die einzelnen erhaltenen Stücke führen wir in der wahr- 
Bcheinlichen chronologischen Ordnung auf. 

1^ Persae (JUgöai) s. unten. 

2\ Supplices Cl7tizideg)j ein Stück von altertümlich 
schlicnter Anlage una Gliederting (Rollenyerteilung: J. Danaos 
und Herold^ H König), in einer Partie (unmittelbar vor 
und nach dem Auftreten des Herolds) mit vielen Ent- 
stellungen des Textes auf uns gekommen. Auch die Charakter- 
zeichnung ist wenig individuell und engbegrenzt ^ doch merk- 
würdig die konstitutionell-loyale Haltung des Königs von Argos 
und ergreifend geschildert die Verzweiflung der verfolgten 
Frauen. Das Stück scheint aus derselben Periode zu stammen 
wie die Perser, mit denen es den Charakter der Altertümlich- 
keit, die dramaturgische Beschränkung (auf zwei Schauspieler), 
sowie die Richtung auf die See gemein hat (vgl. W. Gilbert, 
zur Datierung der Suppl. des Äsch. N. Rhein. Mus. 1873 S. 
480flF.). Die Ixir. waren ohne Zweifel d as er ste Stück einer 
TrilogiC; deren zweites wahrscheinlich d ie Myv mtQp und drittes 
die jJayaties waren (Gruppe, Ariadne S. 74 E Schmidt, diss. 
de Aesch. Suppl., Augsburg 1839. 4. Welcker, Rh. Mus. IV 
S. 100—135). Im Mittelstücke (als welches G. Hermann, Abhh. 
der Sachs. Ges. d. W. 1847, S. 123—127, vgl. Nitzsch, Sagen- 
poesie S. 563. Welcker, Rh. Mus. XIII S. 189—196, vielmehr 



BUPPLICBS UND SEPTEM. 13 

die 0aXaiio7CoioC betrachtet) führten wohl die Asyptiaden — 
welche in den ^Ixit. angekommen, aber noch nicht persönlich 
aufgetreten sind — einen siegreichen Kampf mit den Argeiern 
und erzwangen von Danaos dafs er seine Töchter ihnen ver- 
mählte; darauf Hochzeitreigen, aber auch Racheplan des Da- 
naos. In den ^lavatdeg dann Ermordung der Agyptiaden 
samt den unmittelbaren Folgen dieser That (vielleicht ein- 
schUefslich der dauernden Verbindung zwischen Lynkeus und 
Hypermestra). Satyrdrama dazu vielleicht ^j^iivfieivtj (Oroysen, 
Asch. S. 2d9). Der ganze Cyklus scheint mehr einen 
nationalen als einen ethischen Zweck und Sinn gehabt zu haben 
(vgl. Welcker, Trih S. 399. Droysen S. 265. 0. Müller, Lit.-G. 
II S. 92): die ursprünglich hellenische Danaosfamilie kehrt 
in die alte Heimat zurück, wehrt siegreich die Vermischung 
mit Ägyptischem ab und begründet das Danaervolk. Daher 
der Mord den die Danaiden an ihren Bräutigamen begehen 
als Gro&that dargestellt wird und Hypermestra wegen ihrer 
Unterlassung sich rechtfertigen muTs (Gruppe, Ariadne S. 79 f.). 

Sonderausgaben von G. Burges, London 1821. G. G. Haupt, 1829. 
Palej, Cambridge 1844. 1852 und mit den Choeph. 1883. F. J. Schwerdt 
(ex reo. G. Herrn, pasaim emendata ed. et notis iuetr.)* Berlin 1858 (2 
Partes), vgl. Rhein. Mus. XIII S. 268—281. Jahns Jahrbb. 79. S. 97-111. 
C. Kruse (gr. u. deutsch mit Lesarten, Yeremafsen und Kommentar), 
Stralsund 1861. Nebst Einl. u. Komm, von J. Oberdick, Berlin 1869. 

Kritische Beiträge, Abhandlungen u. s. w. aurser den angef.: A. 
Madsen, de fontibus SuppL Aesch., Kiel 1820. 4. Tittler, de Danaidum com- 
positione dnunatica (Z1»chr. f. Alt. Wiss. 1838, p. 951 ff.) und Coniectanea 
m Aeech. Suppl., Brieg 1840. 4. W. Marckscheffel, Emend. in Suppl., Hirsch- 
lerg 1841. 4., u. Rhein. Mus. N. F. V S. 161—216. Alberti, de choro 
Suppl., Berlin 1841. 4. Bamberger, Opusc. p. 107—135. Kiehl, in der 
Mnemosyne I (1852) id. 10 — 46. U. Keck, cantici Sup^L 607—679 inter- 
pretatio, Braanschweig 1853. 8. Th. Bergk, de cantico Suppl. 607 ff., 
Freiburff 1857. F. Martin, Prgr. von Posen 1858. 4. p. 15—26. H. Petri, 
de Suppl. stasimo primo. Pars I, Herford 1860. 8. F. Meffert, quaest. crit. 
inSoppL Aesch., Breslau 1861. R. Menzel, adnotationes ad aliquot Aesch. 
Soppl. locoB, Breslau 1883. 4. Freericks, de Aesch. Suppl. choro, Leipz. 1883. 
8. Abhh, von R. Enger, W. Dindorf, R. Schnitze, J. C. Schmitt, Hacker, 
Wecklein, Bergk u. a. im Philol. XII. XIII. XXXII. Jahns Jahrbb. 75, 
77, Zeitschr. f. das Gymn. XV u. sonst. M. Lincke in Fleckeisens Jahrbb. 
87, 8. 225—234. M. Schmidt (üb. d. Parodos) im N. Schweiz. Mus. III 
(1863) 8. 219—234. J. Oberdick im 15. Bericht der Philomathie in Neisse, 
1867, S. 1—56. 

3) ^Emä ivrl @ijßag, nach der Didaskalie welche J. Franz 
im Med. entdeckt und TDie Didask. z. Äsch. Sept., Berl. 1 848) 
herausgegeben hat (vgl. Schneidewin im Philologus III 8. 
SiSff.) aufgeführt Ol. 78, 1 (467 v. Chr.) ixl &£aysvläov. ivixa 
Aatp^ Oldinodij ^Enxa hcl S^ßag^ £q>iyyl öarvQcxfj^ während 
der Sohn des Pratinae, Aristias, den zweiten Preis erhielt und 
Polyphradmon^ des Phrynichos Sohn, den dritten. Durch diese 
positive Nachricht sind alle früheren Vermutungen über die 
trilogische Stellung des Stücks (z. B. von Welcker, M. Planck, 



14 18CHYL08 

Ztflchr. f. Alt Wies. 1847, Nr. 110—113) hinföllig geworden 
(das Sichtige hatte langst A. ¥. Nake erkannt, s. Bitschi im 
Rhein. Mus. XXVII S. 194, vgl S. 196—211). Wir wisaen 
jetzt dafs die Trilogie genaa dem sachlichen Zasammenhange 
des Mythos folgte, in der Weise dals das Schlafsstttck (die 
*Eyträ) die Motive der beiden yorauGgeeangenen Tragödien zu- 
sammenfaTst, indem der Kampf zwischen Eteokles nnd Poly- 
neikes als Folge der Verschaldang von drei Generationen er- 
kannt wird, vom Ungehorsame des |[6rofsTaters) Laios gegen 
das Orakel, wie vom Flache des Oidipus über die von ihm £r- 
zeagten (v. 741 fif.). 

C. Kruse, de Aeschyli Oedipodea, Stralsund 1856. L. Schmidt, Über 




Schriften IV (1861) 8. 186—144. Waldeyer, de Aesch. Oedipodea, I. 
Nenss 1868. 4. II. Leobschüts 1873. 4. Hüttemann, die Poesie der ödipus- 
sage. I. Stararsborg 1880. 4. H. Greiat^ de fabola Oedipodea, Büdingen 
1879. 1880. 

Die Anlage des Stückes selbst ist in hohem Grade sym- 
metrisch; Grappe, Ariadne S. 584 — 587. F. Kitschig der Pa- 
ralielismas der sieben Bedenpaare in den S. g. Th., Opose. 
philol. I S. 300—364; vgl. H. Keck in Fleckeisens Jahrbb. 
81, S. 809-839 und dagegen F. Heimsoeth, d. Wiederher- 
stellung, 1861; 8. 436—449. Th. Stisser, quid iudicandum sit de 
Ritschelii sententia etc., Aurich 1872. 33 pp. 4. Auch s. Conradt, 
üb. Zahlenverhältnisse im Bau der 8. g. Th., Schlawe 1874. 4. 
|Bi. E^otz, studia Aeschylea, Leipz. 1884. 4. Neben den epischen 
jPartieen (bes. 375—652^ finden sich viele Lieder von grofser 
Ivrischer Schönheit und tiefergreifender Wirkung (v. 78 ff. 338fL 
i20SX Den Hauptinhalt bildet die psychologische Ilntwickelaog 
des Cnarakters von Eteokles, dessen Grofsartigkeit durch den 
Kontrast mit dem weiblichen Charakter des Chores noch gehoben 
ist; doch sind auch die sieben Angreifer anschaulich und 
charakteristisch beschrieben, mit offenbarer Vorliebe Amphia- 
raos (= Aristej des ? . Müller, gr. Lit. II 8. 90f.). Die Schranke 
der zwei Schauspieler ist in diesem Stücke bereits einigermafsea 
durchbrochen, sofern (neben I. Eteokles und Antigene; II. 
äyyeXog u. xiJQv^) die Bolle der Ismene ein nagaxoQ^ytKia 
bildet. Doch s. oben 8. 8. 

Ansgaben von K. Schwenk (Utrecht |1818), Blomfield (Cambridge 
1812. 1824. Lips. 1823), G. Q. Haupt (Lips. 1830), G. C. W. Schneider 
(Leip^ 18S4), F. ItitBchl (com achoL Med., Elberfeld 1868. Leipz. 1875.) 

Übersetzungen von Süvem (1797), Gonz (Tabingen 1818), Stfiger 
(Halle 1827), H. Giemen (Herford 1858). 

Gh. Muff, der Ghor in den Sieben des Asch., Halle 1882. 4. 

Abhandlungen (aufser den angef.): J. H. Warren, de Aesch. Sept 
et Enr. Phoenissis, Groningen 1832. A. Lowinski, "Aqrjg und KiiQ in den 
S., Jahns Jahrbb. 79, S. 468—472. A. F. Näkes Eml. im Rhein. Mus. 
XXVII 8. 196—214. Zxolta naXaid $lg zovg 'Enta im Philologaa XX 



SEPTEM UND PE0METHEÜ8. 15 

S. 386-— 411. A. Nanck, über eine griech. Hds. (enth. Find. OL, Äsch. 
IVom. u. Sept.), MelaogeB gr^co-ronu II p. 487—518. B. Beer, de arte 
Aeschyli Obaerv. in Sept. o. Th. capita diio, Leipzig 1877. 8. 

Beiträge zur EritiK: Lowinski, de emendando prologo (Dentscli- 
Erone 1886. 4). Parodos, Ton Lowinaki (Rhein. Mus. X S. 358—368), C. 
Prien (Lfibeck 1858. 4 S. 3 ff.), B. Enger (Prgr. von Ostrowo, 1858. 4.), 
B. Westphal (Emendationes Aeech., Breslau 1859), A. Lndwig (Wiener 
Sitznngiber. 1860, S. 448 ff.), Th. Bergk (PhiloL XVI S. 604 ff.), Gl. 
Wilke (PutbuB 1864. 32 pp. 4.)> van den Bergh, Ztschr. f. d. Gymn. XIX 
S. 513—658, Heimsoeth (Ind. lect. hib., Bonn 1877. 4.), Bücheier (N. 
Bhein. Mus. XXXII 8. 812—818), M. Schmidt (Bulletin de PAcad. Imp. 
de St P^terebourg t. XXVI p. 44 f.). Oberdick (Breslau 1885. 4.) u. a. 
Über V. 1—181 C. Conradt, Hermes VIII S. 367—378. V. 270—349 u. 
350-363 in Prions BeitrSgen, Lübeck 1856. 1858. 4.; 273—281 F. Bitschi, 
Opusc. philol. I. p. 365ff. ; 869—719 ex rec. et cum adnot. G. Dindorfii, 
Lipsw 1860. YgL ü. Keck, Jahns Jahrbb. 81, S. 858—868. Oberdick, de 
entn &bulae etc., Aresberg 1877, 4. W. Bichter, quaestiones Aeschyleae. 
De. .duplici editione Septem fobulaOf Berlin 1878. 8. Anderes y. Bücheier 
(Rhein. Mus. XV p. 298-309), B. Enger (Bh. Mus. XI. Philol. XIV), A. 
Lowinski (Jahns Jahrbb. 77, 81. 109, 111, 113, 117, 123. Bhein. Mus. XI, 
auch De pristino ordine yersuum Aesch., Conitz 1857. 4. De emendando 
primo episodio, Deutsch-Krone 1877. 4.), H.Weil, M. Schmidt (Bh. Mus. 
in. 8. 627—631; Ztschr. f. Osterreich. Gymn. XVI S. 558—585), C. Halm 
(Rhein. Mus. XXI 8. 331-338), Oberdick, Fleckeisens Jahrbb. 113 u. 
Ztschr. f. d. Osterr. Gymn. XXVII. Wecklein, Fleckeisens Jahrb. 113 u. a. 

4) ÜQOiifid'evg d€6(icitfis. Man kann geneigt sein zu 
glanben, dals das Stück bald nach Ol. 76, 1 (J. 475) d. h. zu 
einer Zeit gedichtet worden sei; in welcher der Ausbruch des 
Ätna (Thoc. III 116), welcher V. 367—369 als vaticinium post 
eyentam geschildert wird; noch in frischer Erinnerung war. Doch 
8. oben 8. 8. 

Das Stück hat eine einfache Anlage: es zerfallt in drei 
Teile, deren mittlerer die Jo-Scene ist. Der Ton ist frisch; 
lebendig nnd oft rhetorisch; die ganze Ausdrucksweise fafslicher 
als sonst bei Asch. Handlung hat das Stück fast keine; sondern 
beschäftigt sich Twie die *E7Ctd) hauptsächlich mit der Darlegung 
eines einzigen enemen Charakters, des Prometheus, welchem 
abermals ein weiblicher Chor gegenübersteht. Auch die anderen 
Personen sind Gotter; und die Zeit in welcher das Ganze spielt 
der AnfEuig von Zeus' Herrschaft; und dieser erscheint durch- 
^gig als gewaltthätiger Tyrann; ganz im Widerspruche mit 
den sonstigen theologischen Ansichten des Dichters. • Dies er- 
klärt sich daraus dals diese Auffassung im weiteren Verlaufe 
der Trilogie ihre Berichtigung erhielt und zu einem ver- 
schwmdenden Momente herabgesetzt wurde. Seit Welcker 
(die Äschylische Trilogie Prometheus; Darmstadt 1824; und: 
Nachtrag zu der Schrift über d. Äsch. Tril.; Frankfurt 1826) 
nimmt man mit hoher Wahrscheinlichkeit aU; dafs die Stücke 
TlQonri&evg nvQtpoQogj Ilqofiijd'svg dsöfidtijg^ nQOHbrfiBvg Xv6- 
^ivog eine Trilogie gebildet haben. Die Bruchstücke des 77p. 
Avofifvoff lassen dieses Stück auch deutlich als Fortsetzung des 
IIq. ÖBfffimxrig erkennen. Ob aber schon dieses Stück nicht 



16 1SCHYL08 

blofs die Lösung des Prometheus, sondern auch die volle Ans- 
söhnuDg mit Zeus gebracht hat oder ob nach der Annahme 
von Westphal (Prolegomena S. 207 ff.) der IIqoia. srvp^^dpog 
das dritte Stück der Trilogie gewesen ist und das Ganze mit 
der Stiftung der nQOfirid'Bta und des Fackelwettlaufs, wie die 
Orestie mit der Einsetzung des Kultus der Eumeniden, schloß, 
i läfst sich aus den Fragmenten nicht mehr mit Sicherheit er- 
kennen. Gegen die Ansicht von Welcker nämlich, dafs der 
iJpoft. itvQtpÖQog das Anfangsstück gewesen und sich in den drei 
Dramen die Darstellung von S chuld , Strafe, Versöhnung gefolgt 
isei, ist nicht ohne Grund vor allem geltend geinacnt worden^ 
dafs im Ugofi, öaöyADxtig die vorausliegenden Begebenheiten in 
einer Weise erzählt werden, da(s die vorrängige Darstellung 
derselben ausgeschlossen scheint. Es müiste denn die Dia- 
skeuase zur Verselbständigung; des Stückes erst diese ausführ- 
liche Erzählung eingefügt haben. 

Ausgaben von Blomfield (Cambridge 1812. Lips. 1822), C. 6. Haapt 
(Lips. 1826), J. Grifßths (1834), G. C. W. Schneider (Leipa. 1834), Minck- 
witz (1839), G. F. SchOmann (griech. u. deutsch, Greifsw. 1844), Palej 
f London 1846), A. Meineke (cum schol. medic, Berlin 18531, L. Schmidt 
(f. den Schulgebr., Berlin 1870) und N. Wecklein (f. d. Scnulg., Leipzig, 
Teubner 1872. 1878), F. A. Paley (1876), H. Weil (Paris 1884). 

Abhandlungen zur Textkritik von F. Wieaeler (Adversaria, Göttingen 
1843; Philologus IX S. 716 ff. Göttinger Ind. lect 1860. 4.), SchOmaim 
(OpuRC. III p. 81—94), Reisig (Opuac philol. I p. 378—393) u. a. 

Über den Inhalt u. s. w. s. aufser Welckers angef. Schrr. u. seiner 

S riech. Götterlehre II S. 246 ff. : Bellmann, de Aesch. temioue Prometheo, 
reslau 1839. A. Feuerbach, nachgelass. Schrr. (Braunschweig 1853) IV 
8. 129 ff. G.Hermann; de,,Prom. Aesch., Lips. 1846.4. H. Keck, der theol. 
Charakter des Zeus in Äsch. Prometheus-Trilogie, Glückstcidt 1851. 4. 
Schömann, Opusc. m p. 96—139, u. Noch ein Wort Über Äsch. Prom., 
Greifswald 1859. H. Köchly, Akadem. Vorträge und Reden I (Zürich 
1859). S. % ff. W. Vißcher, üb. d. Prometheustragödien des Äsch., Basel 
1859. W. S. Teuffei, üb. des Äsch. Promethie u. ürestie, Tübingen 1861. 
4. W. Marcowitz, de Aesch. Prom., Düsseld. 1865. 4. R. Westphal, Prole- 
gomena zu Äsch. (1869) S. 207—224. 0. Ribbeck, qua Aesch. arte in Prom. 
lab. diyerbia composuerit, Bern 1859. 4. J. Caesar, der Prom. d. Äsch., 
Marbuig 1860. P. J. Meyer, Aesch. Prom. quo in loco agi videatur, Bonn' 
1861. ü. Foss, de loco in quo Prom. ap. Aesch. vinctus sit, Bonn 1862. 
über die scenische Darstellung s. auch das Progr. von C. F. Müller 
(Stade 1871. 4.) und W. Otto, quaestiones de Prom. re scenica, Berlin 
1872. 37 p|>. Schwarz, die Darstellung des Zeus im Pr. des Äsch., Salz- 
wedel 1875. 4. H. Martin, la Promdthäide, Etüde sur la pens^e et Is 
Btructure de cette trilogie d^ Esch. Paris 1875. 4. AI. Kolisch, der Prome- 
theus des Äsch. nur zu verstehen aus der Eigentümlichkeit seiner Ent- 
stehungsweise, Berlin 1876. 8. und Wer löst die Fesseln des Prometheus? 
Ztschr. f. d. Gymn. XXXIII S. 65fi'. 

5 — 7) ^Ogdatsia, oder die Tragödien ^AyayLiyLvoüv^ Xoriq)6- 

pot, Evfi€vidsg nebst dem (nicht erhaltenen) Satyrdrama iTpo- 

T£vg, aufgeführt und mit dem ersten Preise gekrönt Ol. 80, 2 

(458), &Q%ovxog Otkoxkiovg^ ixoQrjyst Ssvoxkijg ^A^idvevg (Arg. 

cod. Med.), die einzige auf uns gekommene Trilogie, der 

Agamemnon noch überdies hochwichtig durch seinen Ge- 



PROMETHEUS UND OBESTEIA. 17 

dankengehalt. Die drei Stücke bilden ein zusammenhängendes 
GanzeSi dessen einzelne Teile einander ergänzen und voraus- 
setzen und von einander nur durch grolsere Zwischenräume der 
Zeit getrennt sind als sonst Akte desselben Dramas. Die Trilo- 
gie bildet somit ein einziges Drama, nur von grofseren Dimen- 
sionen als die gew^öhnlichen. Der Handlung nach verteilen sie 
sich so dafa der Agamemnon die Verschuldung der Klytämestra 
enthält, das zweite Stück deren Bestrafung durch ihren Sohn 
Orestes, aber damit zugleich die Verschuldung des Sohnes, das 
Schlufsstück dann die Sühnung des Orestes. Das erste Stück dreht 
sich vornehmlich um das Verhältnis zwischen Schicksalsbe- 
stimmung und personlicher Willensfreiheit; die beiden folgenden 
aber haben eine Kollision der Pflichten zum Gegenstande. Die 
Anlage ist bei allen drei Stücken wesentlich dieselbe; jedes 
zerfallt in drei Akte; aber hinsichtlich der Ausführung ist der 
Agamemnon unvergleichlich das bedeutendste, reich an er- 
greifenden Situationen und tiefsinnigen Ohorliedem. Die Choe- 
phoren sind dadurch merkwürdig dafs sie Gelegenheit geben 
die Art der drei grofsen Tragiker an demselben Stoffe zu ver- 
gleichen. Die Eumeniden bieten dem Auge besonders viel, in 
Erinyenerscheinungen und Prozessionen, neben warmen und 
gedankenreichen Ghorliedern. Auch in betreff der üharakter- 
Zeichnung überragt der Agamemnon weitaus die beiden andern 
StQcke, durch die Gestalt der Klytämestra, welche neben ihrer 
schauerlichen Grofsartigkeit überrascht durch die Feinheit womit 
sie ins Detail hinein gezeichnet ist und auch dadurch an 
Shakespeares Lady Macbeth erinnert. Dafs sie als ebenso 
tSckisch wie verrucht geschildert ist hat wohl namentlich den 
Zweck der That des Orestes etwas von ihrem Grellen zu be- 
nehmen. Auch in den niedriger gehaltenen Charakteren, wie 
der Wächter im Ag. und Kilissa in den Choeph. ist, bewährt 
Asch, eine Detailmalerei und einen Humor wie man sie bei ihm 
nicht suchen würde. Ebenso sind Bilder, Sprache und Vers- 
bau im Ag. von einer Erhabenheit und Pracht wie in keiner 
zweiten Dichtung des Asch, und überhaupt des Altertums. Der 
Einfluis des Sophokles verrät sich vor allem in der Verwendung 
eines dntte^Schauspielera welche in dieser Trilogie in ziemlich 
aasgedehntem Mafse erfolgt, aber auch in den mannigfachen 
Dilogieen bes. des Ag. Die Choephoren sind zu Anfang lücken- 
haft auf uns gekommen. 

Aosffaben der Orestie von J. Franz (gr. u. deutsch, Leipzig 1846); 
Theod. Heyse (Halle 1884). Übersetzung von Prell -Erckens (Leipzig 
1883); deutsche Nachdichtang und Erklärung von Osw. Marbach (Leipz. 
1874. 436 S.). 

Abhandlunffeu: Martin, observ. oritt. in Aesch. Orestiam, Posen 1837. 
C. F. N&gelsbach, de religionibus Orestiam continentibas, Erlangen 1843 . 
4. 6. Hermann, de re scenica in Aesch. Orestea, Lijps. 1846. 4. »> ed. 
Aesch. II p. 648 £P. MoUwo, Darl. d. inneren Gangs d. Orestie, Parchim 

Abchtx.01, Fener. 2 



18 ISCHYLOS, 

1862. 86 S. 4. F. J. Sohwerdt, de metris Aeschjli etc^ Münster 1861. 4, 
W. S. Teuffei, üb. des Asch. Prometbie u. Orestie, Tübingen 1861. 4. 
Hüttemann, die Poesie der Orestessage, Braunsberg 1871. 1872. 1873. 4. 
Fleiscbmann, kritische Stadien über die Kunst der Charakteristik bei 
Aach. u. Soph., Erlangen 1876. 8. und: das Charakterbild der Kljrt. bei 
ÄAchylos und Sophokles in Fleckeisens Jahrbb. 116 S. 613 ff. 

Ausgaben des Agamemnon von Blomfield (Cambr. 1818. Lips. 1822), 
Klausen (Gotha 1833; ed. II, cur. B. Enger, Lips. Teubner 1863. XVIII 
u. 814 pp.). C. G. Haupt (Berlin 1837), G. C.W.Schneider (Leipz. 18391, 
0. T. W. Peile (1844«), C. Feiton (Cambr. 1847), Paley (Cambr. 1853), 
B. Enger (mit erl. Anm , Leipzig 1866, zweite Anfl. von W. Gilbert 
1874), S. Karsten (c. comm., Utrecht 1865), Schneidewin (Berlin 1856, 
zweite Aufl. von 0. Hense 1883), C. F. Nägelsbach (herausgeg. von F. 
List, Erlangen 1863), K. H. Keck (gr. u. deutsch, mit Einl. u. Komm., 
Leipzig, Teubner 1863. XIV u. 480 S. vgl. H. Weil in Fleckeisens Jahrbb. 
89 S. 289—318 und B. Enger, Bh. Mus. XX 8. 231--266), J. A. C. van 
Heusde (c. Schol. et comment, Haas 1864. VIII u. 460 pp.), C. WoTraach 
(not. adi., Breslau 1868. 70 pp.), Kennedy (Cambr. 1878)^ Margolioath 
(London 1884), U. von Wilamowitz-Möllendorff (Text und übers., Berlin 
1886). 

Zum Agamemnon: M. Planck, üb. d. Grundgedanken Ton Äscb. Ag., 
Ulm 1869. 4. Buhe, de Aesch. Ag., Bheine 1864. 4. Kritische Beiträge 
von Bamberger (Opusc. II p. 37ff. 239 ff.), C. Halm (München 1836 f. 4.), 
F. Wieseler (Philologus VII S. 110 ff.), G. F. Schömann (Opusc. III p. 
140 ff.), B. Enger (Progr. von Ostrowo 1854. 4. u. Philol. XVL XVU. 
N. Bh. Mus. XV. XVI). E. Wunder (Grimma 1867. 4.), B. Bauchenstein 
(Aarau 1868. 4. u. Fleckeisens Jahrbb. 117), F. V. Fritzsche, de Aesch. 
choro in Ag. v. 362 sqq. (Bestock 1869. 4.), H. L. Ahrens (Philologos 
Suppl. I S. 213 ff. 477 ff. 636 ff.), A. Ludwig (Sitzungaber. d. Wiener Akad. 
1860. S. 393 ff.), Fr. J« Schwerdt, de nova Aesch. Ag. recensione (Cobl. 
1860. 4.), T. Mommsen (Bhein. Mus. XV S. 684 ff. XVI S. 116 ff.), H. 
Keck (Verh. der Frankf. Philol.- Vers., Leipzig 1863), Ortmann (Beiträge 
zur Kritik und ErkL des A^., Magdeburg 1862. 4.), M. Schmidt (Jena 

1863. 20 S. 4.), Bohle, de pnmo stasimo, Münster 1863. 4., Lenhoff (X^ea- 
ruppin 1863. 4.), Storch (Memel 1863. 4.), C. Pleitner (zu V. 1—170, 
Dilbngen 1864. 4.), E. Fahle (Jever 1866. 4.), Fr. Beckmann (z. ProL n. 
Parodos, Braunsberff 1867), J. Mählj (Fleckeisens Jahrbb. 96, 8. 426— 
449. 639—664), Wecklein (N. Bh. Mus. 28.), Lowinski (Fleckeisens Jahrbb. 
89. 117. Philol. 21. 43. und de emendando prologo, Deutsch-Krone 1879. 
4.), B. Amoldt, (Wissenschaftl. Monatsbl. VL), I^ v. Wilamowitz-Möllen- 
dorff (Ind. schol hib., Greifswald 1879), Todt (Phil. 39), 0. Bibbeck 
(^. Bhein. Mus. 37), Verrall und Munro (im Journal of PhiloL X und 
XI) u. a. B. Amoldt, der Chor im Ag. des Äsch. scenisch erläutert, 
Halle 1881. 8. Übersetzung von W. v. Humboldt (Werke UI.). 

Ausgaben der Choephoren: £. Schwenk (Utrecht 1819), Blomfield 
(Cambr. 1824. Lips. 1824), Klausen (L. 1836), F. Bamberger (Göttingen 
1840), A. de Jough (cum interor. lat. et adn., Utrecht 1866), Conington 
(1867), Davies (1862), Paley (Cfambr. 1883). 

Zu den Choephoren: Ver^eichung m. d. El. des Soph. u. Eur. v. J. V. 
Westrick, Lugd. Bat. 1826, Weidmann (Altena 1839. 4.), A. W. Schlegel 
(Vorless. üb. dramat. Kunst I S. 222—246), Gruppe (Ariadne S. 1—36. 
463—461), Borschke (Asch. u. Soph., Wien 1872, S. 19—63), L. Fischer 
(die Choephoren des Äsch. u. die Elektron des Soph. u. Eur., Feldkirch 
1876. 8.), WisBOwa, de Ch. Aesch., Soph. et Eur. Electra, Leobschtitz 1835. 
4. Bamberger (Opusc. p. 68ff. 136ff.), £. Mehler (Mnemoayne VL p. 86ff.), 
Nägelsbach (Abb. der Münchner Akad. VIII. p. 467 ff.), Bofsbach, de Cb. 
locis nonnuUis, Breslau 1869. 4. Abhandlungen von B. Enger und T. 
Mommsen, Bh. Mus. XII. XV; B. Bauchenstem und M. Schmidt (Philol. 



OBESTEIA. GESAMTAUSGABEN. 19 

Xn. XIV), H. Keck (zur Parodoa, Symbola philol. Bonn. 8. 187—216 u. 
ApoUoDB Wahnprach in Aach. Cho. 266—802, Schleswig 1868. 4.), E. 
Borchard (de parodo, Berlin 1862. 4.), £. Buchholts (d. Parodos, PhiloL 
IXVIII. S. 216—226), B. Merkel (zur &8ch. Kxitik u. ErkL, Gotha 1863. 
40, K. Grofs (Brandenburg 1865. 4), Iwan Müller (Erlangen 1867), N. 
Wecklein (ad Choeph. et £nm., Philoloffus XXVIII und aXIX), J. A. 
Henning (de y. 540—686, Bestock 1868), H. Keck (zu ▼. 274—296, Schleswig 
1868. 4.), GrOnberg, zur Kxitik des ibch. (Gho. 152—162). (Ohlau 1869. 
4.). E. Mehlis (z. ersten Stasimon. Quedlinburg 1870. 4.), Zwolski (Ostrdwo 
1871. 4.), 0. flense (Philol. XXQ[ und kritische Blätter l, Halle 1872, S. 
1-68}, Buohholts, über die Parodos (PhiloL XXXIII 8. 216 ff.), Schoemann 
(in Fleckeisens Jahrbb. 116), Verrall (über 935—972, Journal ot'Philology 
ToL IX. 17 S. 114 ff.), Todt (Phüol. 41), H. Wolf (in Choeph. observ., Bonn 
1881), Heydenreich (N. Rhein. Mus. XXXU.). 

Ausgaben der Enmeniden: Wakefield (1794), G. Hermann (1799), 
Schwenk (Bonn 1821). G. Burges (1822), 0. Müller (GOttingen 1838, nebst 
swei polemischen Anhängen gegen G. Hermann u. Fritzsche, GOttingen 
1834f.), J. Minkwitz (Lips. 1838), Schoiefield (1848), Linwood (1844), G. 
F. Schoemann (1845), B. Merkel (ad cod. emend., Gotha 1857). 

Za den Eumeniden: F. Wieseler, Coniectanea,. Göttingen 1839, B. 
fianchenstein (Progrr. von Aarau 1846 u. 1855. 4.), E. Wunder (Grimma 
1854.4.), R. Schnitze, de re scenicain Aesch. Eum., Colberg 1859. 4., F. 
Heimsoeth, de scena in parte Eum. atheniensi non mutata, Bonn 1870. 
4.). De Eum. parodo A. Rorsbach (Breslau 1859. 4.) und Männel (Halle 
1874. 8.). A. Rofsbach, de Eum. antichoriis, Breslau 1860. 4.) R. 
Schnitze (ad y. 1—233, Königsberg i. N. 1873. 4.) und v. 234—288 
Herrn, emendati et explicati (ebd. 1876. 4.), Seyfs, über die poetische 
Komposition der Eumeniden (Villach 1873. 8.}, Weyrauch, die Parodos 
der Enmeziiden (Breslau 1878. 4.), Todt (Philol. 41), A. Ludwich (N. Rh. 
Mos. 38), Zawadzki, die Zahl der Areopagiten in Aach. E. (Ruhrort 1884. 
4.). Deutsch mit Einl. u. Anm. von G. F. SchOmann, Greif swald 1845. 

Ausgaben sämtlicher Stücke des Äsch.: Ed. princeps von Aldus, 
Venet. 1618. 8. Davon abhftngig ed; A. Tomebi, Paris 1552. 8. Nach bessern 
Hdts^ aber wiUkürlich ed. Fr. Robortelli, Yen. 1552. 8. Vgl Marck- 
Bcfaeffel, Rh. Mus. N. F. V S. 164 ff. Vollständiger c. schol locupL P. 
Victorii cum ed. H. Stephanus, Paris 1557. 4 W. Canter, Antr. 1580. 12. 
Gr. et latu c. schol., fri^m. et comm. Tho. Stanleii, London 1663. foL; 
forWefOhrt cum notis varr. cur. C. de Pauw, Haag 1745. 2 Voll. 4., sowie 
in der Prachtausgabe von S. Butler, Cantabr. 1809—16. 8 Voll. 4. Trag, 
ac fragm. rec, var. lect et comm. perpetuo ill., schol. adiecit C. G. 
Schütz, Halle 1782-94. ed II 1799—1807. ed. III 1809-1821. 5 Voll. 
Handansg. 1800. 1827 in 2 Voll. Gr. et lat brevi annot. ilL F. H. Bothe, 
Lips. 1806. 18S0f. Kritische Beiträge von R. Person in der Ed. Glasg. 
oder Lond. 1794. 1795. 1806. 2 Voll Rec. integram lect. varietatem 
notasque adL A. Wellauer, 2 Voll., Lips. 1823 f. Dazu Lezicon Aeschyleum, 
2 Voll., Lipa. 1880 f. Text von G. H. Schäfer, Lips. 1827. Bearb. von W. 
Dindorif in seinen Poetae scenici graeci, Lips. 1830, Ozon. 1851. 4., u. Ozon. 
1832—1836 in 6 Voll 8. (nebst Annoi in Isch. 1842). Ed. quinta, Lips. 
1866-69. i. Text yon demselben, Lips. 1827. 1850. 1857. 1865. 1873. In 
der Didotechen Sammlung (ed. E. A. I. Ahrens, mit Soph.), Paris 1842. 
Hec. ill. F. A. Paley, 2 Voll., Cantabr. 1846—1851. Eriüsohe Hauptaus- 
gabe die Ton G. Hermann, 2 Voll., Lips. 1852 und (Ed. II) Berol. 1859. 
Vgl die Recc. von Kajser und Schiller, Münchner gel Anz. 1853, Nr. 
76-82. Welcher, Rhem. Mus. IX S. 179—216, Prion, ebds. 8. 217—240. 
3:»~4S1, Kiehl, Mnemosyne II (1853). p. 335-877, F. V. Fritzsche, de 
Aetchylo G. Hermanni (Accedunt emenaationes), Rostock 1880. 4. J. A. 
Hartunff^ Leipzig 1852—1855. Rec. adnot crit. et ezeg. adi. H. Weil, 2 
Voll., Sieben 1858—1867. Reedited wiüi an english commentary by F. 

2* 



20 iSCHYLOS 

A. Paley (London 1860. 1870. 1879). Aeschyli <mye Bapersunt in cod. 
Laarent. ed. R. Merkel, Oxford 1871 . Eirchhoff (Berlin 1880), fl. Weil 
(Textaasgabe Leipz. 1884). Wecklein (cum lectionibus et scholiis cod. 
Medice! et in Agam. cod. Fiorentini ab Hieronymo Vitelli denuo coUatu. 
2 Voll, Berlin 1885). 

Collectanea von F. L. AbroBch, Animadv. ad Aesch., Mediob. 1743. 
ZwoÜ. 1763 (2 Voll.); mit Stanleys Gomm. n. mit Emend. von Reisig 
vereinigt im Apparatus crit. et exeg. in Aeach., Halle 1882. 2 Voll. Fr. 
fleimsoeth, I: die Wiederherstellung der Dramen des Äsch. u. s. w. Die 
Quellen. Als Einleitunff za einer neaen Rezension des Äsdi., Bonn 1861. 
500 S.; II: die indirekte Überliefemng des Äsch. Textes, Bonn 1861 
ni : Kritische Studien zu den griech. Tragikern, Ite Abtl., Bonn 1865. 
A. Meineke, Pbilologns XIX. XX. F. J. Schwerdt, philol. Studien 11, 
Münster 1863. W., Bormann, Quaestiones Aesch., Gotting. 1869. N. Weck- 
lein, Studien zu Äsch., Berlin 1872. 176 S. 8. u. N. Rhein. Mus. 1878. 1881. 

1882. Philol. XXXVIII. W. Gilbert^ meletemata Aesch., in den Acta bog. 
philol. Lips. II p. 283—332. Karl Frey, Äscbylos-Studien, SchafFbafuen 
1875. 8. Bern 1879. 4. M. Schmidt, emendationes Aeschvleae, Jena 1876. 4. 

A. Nauck, Kritische Bemerkungen I. 111— VII. Herwerden, emen- 
dationes Aeschyleae, X. Supplementb. d. Jahrb. für class. Philol. Naber, 
Aeschylea, Mnemosyne N. o. vol. IX. Weidner. krit. Beiträge, Dannstadt 
1838. 8. H. Weil, Revue de Philol. VIII. H. Stadtmüller Fleckeisens Jahrbb. 

1883. Oberdick, kritische Studien. Gesammelte Abb. u. Rez. nebst Ein- 
leitung, Münster 1884. 8. R. Klotz, studia Aesch., Leipzig 1884. 4. 

Übersetzungen von F. L. von Stolberg (Hamburg 1802), H. Vofo 
(Heidelberg 1826 u. 1839), J. G. Droysen (Berhn 1832. 1841. 1868. 1884}, 
J. Minckwitz (Stattgart 1845 in 7 Bdchn.; Miniaturausg., Stuttg. 1851; 
Klass. d. Alt. 1853), J. G. Donner (Stuttg. 1854. 2 Bde.), Oldenberg (Leipz. 
1869), Wolzogen (Leipz. 1878), C. Bruch (Breslau 1881). 

O. DiohteriBOher Oharakter. 

Einer ^ofsen Zeit an^ehorig und ein glänzender Vertreter 
derselben zeigt Äsch. als Mensch wie EünsÜer als Grandeigen- 
schaft Orofsartigkeit, ideale Haltung, edlen Stolz, der von sSlem 
'Gemeinen sich fernhält, allen falschen Schmuck yerschmaht 
und, den erhabensten Zielen zugewandt, auf den Höhen der 
Menschheit dahinschreitet. Die niedrigen Vorstellungen des 
Volkes von der Gottheit und der Aufgabe des Menschenlebens 
^ersetzt er daher durch reinere, sittlichere. 

VgL G. Blümner, über die Idee des Schicksals in den Traffödien des 
Äsch., Berlin 1814. B. H. Klausen, Theologumena Aeschyli, Sonn 1839. 

B. Hayni, de rerum divinarum ap. Aesch. condicione, Berlin 1843. Stacke, 
Andeut einer Äsch. TheoL, Jahns Jahrbb. Suppl. XVII S. 403—433. G. 

'v^ Haupt, Beitrag zur Theol. des Äsch., Büdingen 1856. Prgr. N&gelsbach. 
nachhomer. Theologie, Nürnberg 1857, z. B. S. 407f. £. Fiatner, üb. die 
Idee der Gerechtigkeit bei Äsch. u. Soph., Leipzig 1858. W. Hoffmann, 
Äsch. und Herodot über den tpd-opog der Gottheit, Philologus XY 8. 
224 — 266, und: das Walten der Gottheit im Menschenleben, nach ÄscL 
u. Soph., Berlin 1869. 4. (Progr. des Sophiengymnasiums S. 19—44). J. 
Eltt, ^nae ac quanta sit inter Aesch. et Herodotum et consilii operum 
et rebgionis similitudo, Breslau 1869. F. Winiewski, de animamm poet 
mortem statu apud Aesch., Münster 1869. 4. G. Dronke, die sittl. and 
religiösen YorstelluDgen des Äsch., in Fleckeisens Jahrbb. f. PhiloL 
Suppl. lY S. 7—56. Jung, de fato aeschyleo, Königsberg 1862. 54 pp. B. 
Krait, de hominum peccatis quid Aesch. doceat, Halle 1865. E. Bucnholz, 
die sittl. Weltanschauung des Pind. und Äsch., Leipzig 1869, S. 123—200 



DICHTEEISCHEB CHABAKTER. 21 

Qreiner, de fato Aeschyleo, Weimar 1869. 4. H. Dinges, de divina rerum 
hmnanamm ap. Aesch. moderatioDe I, Bensheim 1871. 4. Paulas Stengel, 
de fato Aeschyleo, Jena 1875. 8. Oldenbers, Äsch. als religiöser Lyriker, 
Altenborg 1875. 8. Chr. Herwig, das ethisch-religiöse Element der Asch. 
Tragödie, Konstanz 1878. 4. E. Berch, die Bedeutung der Ate bei Asch., 
Frankfurt a. M. 1876. 4. Cipolla, della reügione di Esch. e di Find. Bivista 
di filoL VI. Dettweiler, quid Aesch. de republica Atheniensium iudicaverit, 
QieAen 1878. 8. 

Auf dem Gebiete der Kunst ist Asch, der eigentliche 
Schöpfer und Gesetzgeber der attischen Tragödie. Seine geniale 
Kraft, getragen von einer geistig bewegten Zeit, hat in einer 
Tier Dezennien umspannenden Dichterthätigkeit die Tragödie 
aus unscheinbaren Anfangen zu einer Stufe emporgehoben, auf 
welcher die Nachfolger nur weiter zu gehen brauchten. Dem 
sio&eren Stile und der höheren inneren Bedeutung, die durch 
ihn die Tragödie erhielt, hat Äsch. schon das Aufsere der Bübnen- 
einrichtungen entsprechend gemacht: sind auch, verglichen mit 
der späteren Vervollkommnung, dieselben bei ihm noch einfach 
(J. äommerbrodt, de Aeschyli re scenica, Liegnitz 1848. 1851. 
1858. 4 -ai Scaenica, Berol. 1876. 8.), so hat doch er zuerst dei 
äalseren Erscheinung der Aktoren durch Syrma und Kothurn 
grofsere Würde verliehen, die Orchestik verfeinert, die Bühne 
angemessener gestaltet, auf Dekoration und Maschinenwesen 
be^ndere Aufmerksamkeit verwendet; s. Vit. 15. Athen I 39* 
p. 21 E. Hör. A. p. 278 f. Philostr. v. soph. I Ö. v. Apoll. VI 
11. Vitruv. VII praef. Welcker Tril. S. 64. 515, A. Besonders 
wichtig aber war die Einführung eines zweiten Schauspielers, 
wodurch es erst möglich wurde, dafs der Vortrag sich aus der 
epischen Weise blols successiver, in sich aber lyrischer Momente 
zu der dramatischen des gleichzeitigen Gegensatzes der dia- 
logischen Rede und Handlung erhob (A. Scholl, Leben des 
Soph. 8. 51). Aschylos hat an Stelle aes Chors, welcher bisl! 
dahin das dominierende Element gewesen war, den Dialog zur \ 
Hauptsache gemacht {tov Xoyov nQCDraymviöriQv nageöxevccösvj \ 
Aristot. poet. 4, 15), den Anteil von Schauspieler und . Chor 
fest abgegrenzt, die Chorlieder auf ein bescheidenes Mafs zurück- 
eefOhrt und zur Handlung in planmäfsige Beziehung gesetzt. 
Nächstdem war von eingreifender Bedeutung, dafs Äsch. eine 
umfangreiche Handlung schuf, das einzelne Erlebnis zu einem 
Leben erweiterte, ein Fortschritt ungefähr wie vom Liede zur 
Symphonie. Seine Stoffe wählte Äsch. überwiegend aus dem 
epischen Kreise (s. oben S. 10), daher tag avzov xgaym- 
iiaq tsfidxri eIvul IXsyB t<3v 'OftrJQOv fisyäXcav dslitvav (Athen. 
VUI p. 347 E mit Schneidewin, Philol. VIII S. 736—738). 
Vgl. K. G. Habler, die trag. Stoffe des Asch, und des Eur., 
Dresden 1859. Die Ökonomie ist in seinen Stücken noch 
von altertümlicher Einfachheit; der Bau streng symmetrisch. 
K. Enger, de Aesch. antistr. respons. Part. 1., Breslau 1836. 8. 
H. Weil, de la compositioD syminätriqae du dialogue dans les tragädies 



22 Ä8CHYL08 

d'^sch.. Paris 1860, und: Aber die Gliederung des dramatischen BecttatiTB 
bei ÄBch., in Fleckeisens Jahrbb. 79, S. 721^781. 835^888. H. Keck, ebda. 
81, S. 848—868 nnd dazu H. Weil, ebds. 83, S. 877—402; vgl. ebdL 87, 
S. 153—161. 889—392. B. Nake, Rhein. Mob. XVII S. 608—611. E. Martin, 
de responsionibos diverbii ap. Aesoh., Berlin 1862. 4. Lowinaki, diverbii 
Aeech. secundum rationem anthitheticam emendati epecimen, Conitz 
1862. 4. Martin, de responBionibns diverbii apud Aeach., Berlin 1862. 8. 
Sudhaus, de Aesch. stichomythüs, Treptow 1864. 4. Überncht von N. 
Wecklein, Fhilologus XXXI S. 733—746. 

Die Anlage der Trilogieen wie der einzelnen Tragödien 
ist schlicht und ohne dramatisches Bätsei oder Geheimnis. In 
den Trilogieen gewohnlich die natürlichste^ durch den Stoff 
selbst gebotene Aufeinanderfolge der Stücke^ die chronologische, 
so dals sie nur eine zusammenhängende Handlung darstellen, 
zugleich aber die Möglichkeit bieten grofsere Gedanke^kom- 
plexe durchzuführen. Vgl. G. Exner, de schola Aeschjli et 
trilogiarum ratione, Breslau 1841. Droysen, Kieler Studien 
S. 55 ff. In den einzelnen Stücken pflegt der Hauptgedanke 
unermüdlich eingeprägt zu werden. Die Handlung rückt gerad- 
linig vorwärts und ist meist einfach, teilweise sogar dürftig. 
Das Hauptgewicht fällt daher gewöhnlich auf die Entwicklung 
eines einzelnen hervorragenden Charakters, sowie auf die lyrische 
Betrachtung in den Ghprliedern. In der Zeichnung solcher 
grofsen Charaktere hat Äsch. überhaupt seine Stärke; er erfaßt 
sie in ihrem Mittelpunkte, führt sie gewohnlich nur nach der 
einen bezeichnendsten Seite aus, und zeichnet sie in grofsen 
ehernen Zügen, ohne auf feinere Nüancierung und Detailmalerei 
durch Nebenztoe sich einzulassen; nur die Orestie vereinist 
Erhabenheit und Feinheit der Zeichnung. Asch, stellt kolossale 
Einzelfiguren hin; die Gruppierung und der Konflikt mehrerer 
Charaktere ist ihm noch fremd. Die beiden Elemente aus deuen 
die Tragödie geschichtlich erwachsen ist, das lyrische und das 
epische, sind bei Äsch. noch nicht zur Einheit des Dramatischen 
aufgehoben ; sie sind noch neben einander vorhanden, und seine 
Stücke lassen sich daher gewöhnlich in zwei Teile auseinander- 
legen, einen epischen — vertreten durch ausführliche Iteden, 
Erzählungen, auch wohl Betrachtungen — und einen lyrischen, 
bestehend, in den meist sehr ausgedehnten Chorliedem, in 
welchen Asch, seine tiefsten Gedanken niederzul^en pflegt. 
Jedes seiner Dramen hat vier Hauptchorlieder (Vopixa), durch 
welche drei Akte {iiCBiöoSia) von einander geschieden werden, 
wozu noch ein Prologos und eine Exodos kommt (also fünf 
fi^pi}). Vgl. A.H. A. Ekker, de choro aescbyleo, Dtrecht 1849. 
A. Scholl, Leben des Soph. S. 65 f. R. Engelmann, Philologos 

|XXyiI S. 736f. Gegen die Ansicht von Westphal (Prolegomena 
zu Äsch. Tragödien, Leipzig 1869 8. 10 ff. S. 96 ff.), dJs jedes 
%0Qi7i6v nach der Terpandrischen Einteilung in agxd^ diiq^aXög^ 

\6(pQayCg gegliedert sei, spricht sich mit ffuten Gründen B. 

^ Amoldt (der Chor im Ag. des Asch. S. 40 1.) aus. 



DIGHTERISGHEB CHABAETEE. 23 

Den Ghorliedern wie den Wechselreden gemeinsam ist ein 
edler, gemessener, feierlicher Ton, der nur selten von der Höhe 
des Paäos herabsteigt und durch ungewöhnliche Wörter, kühne 
Zusammensetzungen, überraschende Metaphern und Bilder sich 
von der alltaglichen Sprechweise möglichst zu unterscheiden 
bemüht ist. 

C. A. B. Todt, de Aeschylo Tocabuloram inventore, Halle 1855. 4. 
Harte, de anacoluthis apod Aesch. et Soph., Berlin 1856. M. Bursard, 
QüaertioDes ^ammaticae aeschyleae ; Part. I : de legibus qaibus in fabnlis 
Aesch. ennntiata yincta eint, Breslau 1861. H. Menge, de praepositionam 
psa ap Aesch. I., Gott. 1863 und über den Gebrauch des Vokativs bei 
Äsch., Holzminden 1868. 4. Brock, de perfecti et plasquamperfecti nsn 
Aescb., Breslau 1865. 8. B. Förster, de attractionis usa Aesch., Breslau 
1866. J. Sanneg, de vocabulorum compositione Aesch., Halle 1865. Rappold, 
das Beflezivpronomen bei Äsch., Soph. und Eur., Klagenfurt 187S. 8. 
Woltezstorff, dicüonis Aesch. in dialogis quae sint proprietates, Jena 
1874. 8. Eichler» de formarum quas dicunt epicarum in trag. Aesch. 
aique Soph. usu, GÖtt. 1874.8. Köhler, de dorismi cum metris apud Aesch. et 
Soph. necessitudine, Posen 1877. 4. Büter, de metonymia abstr. notionis 
pro concreta apud Aesch., Halle 1877. 8. Naumann, de <ig particolae apud 
Aesch. vi et usu, Leipz. 1877. 8. Laiin, de ^raepos. usu apud Aesch., 
Stockholm 1877—85. J. Karstens, de infinitivi usu Aesch., Kiel 1877. 4. 
Braun, ode u. ovroc bei Äsch., Marburg 1879. 4. Bromiff, de asyndeti 
natura et apud Aesch. usu, Mfinster 1879. 8. Hübner, de temporum qua 
Aesch. utitor praesentis praecipue et aor. varietate, Halle 1878. 8. Harmsen, 
de verbomm collocatione apud Aesch. Soph. Eur., Göttingen 1880. 8. H. 
Wolf, Analecta Aeschylea, Bonn 1881. 8. ÜUmann, proprietates sermonis 
Aeschylei quatenus in diverbiis perspectae sunt, Baden 1881. 4. R. 
Schenk, de genuini quem yocant genetivi apud Aesch. usu, Berlin .1882. 
8. Dettweiler, über den freieren Gebrauch der Komposita bei Äsoh., 
Oiefsen 1882. 1883. 4. Gollwitzer^ de asyndetis Aeschyleis, Erlangen 1882. 
8. Tefidng, de compositis nominibus Aesch. et Pindaricis^ Lund 1884. 8. 
Viercke, de fiif particulae cum indic. coni. usu antiquiore. P. II: 
Aeschylum continens., Schleiz 1884. 4. KotthofF, quaestiones Aeschyleae, 
Paderborn, 1885. 4. 

Fflr Antithesen, Wortspiele, Oxymora u. dgl. zeigt Äsch. 
entschiedene Vorliebe. Die Grundlage seines Wörterschatzes 
ijt der homerische, und auch im Sprachgebrauch schliefst sich ^ 
Asch, an Homer noch enger an als Sophokles und Euripides. 
Am einfachsten ist die Ausdrucksweise in den Persem, den 
Sieben und dem Prometheus; den Gipfel kunstvoller Pracht 
der Sprache bildet der Agamemnon. 

Soiuke, de imaginibus et figurata Aeschyli elocutione, Halberstadt 
1^. 4. M. Lecl^er, de Aesch. studio homerico. Erlangen 1862. 21 pp. 4. 
und De arte Aesch. rhetorica, Hof 1867. 4. Tuch, de Aesch. fi^rata 
elocutione, Wittenberg 1869. 24 pp. 4. L. Schmidt, über die epischen 
B«mini8cenzen bei Äsch., in Langbeins pädag. Archiv 1863, S. 609—618. 
730--74O. 1864,8.416—426; und: über d. Wiederholung desselben Wortes 
bei Asch., Berliner Ztschr. f. Gymn. 1868. Rappold, oie Gleichnisse bei 
Äich., Soph. und Eur., Klagenfurt 1876—1878.8. Dahlgren, de imaginibus 
Aesch., Stockholm 1877. 8. Schmeier, de translationibus ab homine petitis 
ftpud Aesch. et Find., Königsberg 1882. 8. Pokomj, die Amphiboue bei 
AicL u. Soph., Ung. Hradisch 1884. 8«. 

Als metarischer Künstler ist Asch, an Mannigfaltigkeit und 
strenger Geseizmäfsigkeit unter den dramatischen Dichtern nur 



24 ÄSCHYLOS DICHTERISCHER CHARAKTER. 

von Aristophanes erreicht worden. Insbesondere sind die Chor- 
lieder so streng ebenmäfsig angelegt^ dafs nicht blofs Silbe am 
Silbe sich in Strophe und Gegenstrophe metrisch entspricht, 
sondern auch dasselbe Wort oft an derselben Stelle einen 
neuen Gedanken beginnt. 

Vgl. Rofsbach und Weetphal, griech. Metrik III S. 635ff. vgl. lOlff. 
115ff. 158 ff. 230 ff. 311.466. 554. F.^amberger, de carminibiiB AeBchyleia 
a partibuB chori cantatis, Opnsc. p. 1—37. R. Enger, die AuflGsoogen 
im Trimeter des Äsch.. Rhein. Mus. N. F. XI S. 444—450. C Fr. Müller, 
de pedibus eolutis in aialogornm senarüs AeBch. Spph. Eor., Beroi. 1866. 
8. J. Rumpel, die Auflösungen im Trimeter des Äsch. n. Soph., Fhilol. 
XX Y. Szelmski, die Auflösungen im Trimeter des Äsch. u. Soph , AUen- 
fitein 1868. 4. Schneider, de epipthegmatids vers. Aesch., Jena 1829. W. 
Dindorf, metra Aeschyli etc., Oxon. 1842. Nieberding, de anapaestomm 
apud Aesch. et Soph. ratione antisystematica, Berlin 1867. 8. H. Schmidt, 
die Eurh^thmie, Leipz. 1868, S. 146—381. Gust. En^elmann, de vario osn 
trimetri iambici in diverbiis traffoediarum Aeschyli et Sophoclis, Neosohl 
1874. 8. Stippel, zur antistr. Uesponsion der anap&Bt. Uypermetra bei 
Äsch., Eger 1878. 8. Bemhardi, de tones in mediis syncopatis usu Aesch., 
Chemnitz 1879. 4. ..Wecklein, über die Technik und den Vortrag der 
Chorgesänge des Äsch. im XIII Supplementb. der Jahrbb. für class. 
Philologie 1882, 

Über iLsch. im allgemeinen s. F. Jacobs, in den Nachträgen zu Suker 
II S. 392 ff. Gruppes Ariadne, bes. S. 183 ff. Patin, Etndes snr Eschyle, 
Ed. V, Paris 1877. H. Weil, Aper9U snr Esch. et les origines de la 
trag^die grecque, Besancon 1849. Berffk, in Ersch und Gruber I, 81 S. 
359—362 und Griech. Litteraturgesch. III. J. L. Klein, Gesch. des Dramas 
II. G. Bemhardy, griech. Litteraturgesch.' II 2. 1872. L. Campbell, the 
Aeschylean treatment of myth and legend. Journal of Hell. Stuoies. 1885. 

Lexicon Aeschylenm von Wellauer (s. oben S. 19 g. E.), G. Linwood, 
London 1843—47, von W. Dindorf, Lips. 1873—76. L. Schmidt, Sopple- 
menti in lexicon Aesch. a Dindorfio compositum, Greiffenberg 1875. 4. 

N. Wecklein, d. Ischyl. Litteratur von 1859—1871, Philologus XXXI 
S. 712—752. XXXII S. 318—853. 725—738. XXXIV S. 296-369 (zu den 
Persae S. 317—330) u. S. 539^560. In Bursians Jahresber. J^rgang I S. 
88—99. II u. III 1 S. 408—420, IV 1 S. 38-50, V 1 S. 208—220. VI l 
S. 9—22, Vn 1 S. 48-58, IX 1 S. 4—16, X 1 S. 108—125, XII 1 S» 
109—125. 

R. Elussmann, index commentationum Aeschyleamm ab a. 1858 
maxime in Germania editarum, BeroL 1878. 8. 



Einleitnng zu den Persern. 



1. Die Perser des Äschjlos versetzen uns in die Zeit von 
Xerxes' grofsem Zuge gegen Hellas. Der Chor, bestehend aus 
dem von Xerxes zurückgelassenen Regentschaftsrate, eröffnet 
das Stück mit dem Ausdrucke der Besorgnis wegen des langen 
Ausbleibens von Nachrichten über das gegen Hellas fortgezogene 
Heer und ^ebt uns einen Betriff von der Grofse dessen was 
auf dem Spiele steht durch Danegung der Zahl und Beschaffen- 
heit dieses Heeres (V. 1—64). Eben in dem Glänze dieser 
Macht liegt zugleich für deren Beherrscher eine Versuchung 
zum Übermute, und er ist dieser Versuchung bereits erlegen 
durch die Vermessenheit seines Überganges über den Hellespont^ 
welche im Chore trübe Ahnungen erweckt (65—149). Bestimm- 
ter, aber noch in phantastischer Gestalt und vorbildlich, tritt 
die Gefahr heran in den schlimmen Traumen, welche des Xerxes 
Matter, die greise Atossa, gehabt hat und dem Chore mitteilt^ 
welcher dieselben durch Opfer zu sühnen rat; leibhafter schon 
in der Beschreibung^ welche der Chor auf Atossas Befragen 
Ton der Bedeutsamkeit der Feinde macht (150—248). Nachdem 
80 alle auf das Schlimmste vorbereitet sind, bringt ein Bote 
wirklich die Nachricht» dafs alles verloren sei. Zuerst im all- 
gemeinen sich haltend und vom Chore ebenso durch allgemeine 
Klagen unterbrochen^ ^ebt der Bote auf Atossas Veranlassung 
eine Erzählung des näeren Hergangs , und zwar in vier Ab- 
sätzen, deren erster persönlichen Inhalts ist und die Namen der 
Bedeutendsten unter den Gefallenen enthält, während der zweite 
die Schlacht bei Salamis, der dritte die Niederlage auf Psytta- 
leia und der vierte den unglücklichen Rückzug aus Hellas be- 
schreibt (249—531). Daran schliefst sich ein Chorlied an, mit 
Betrachtungen über das eben Gehorte und dessen wahrschein- 
liche weitere Folgen (532 — 597). Um diese zu mildem oder 
abzulenken wird von Atossa und dem Chor gemeinschaftlich 
der Schatten des Dareios aus der Unterwelt heraufbeschworen: 
er erscheint, erfahrt das Geschehene, erkennt darin die Erfül- 
lung alter Weissagungen, aber beschleunigt durch die Schuld 






26 ÄSCHYLOS PEBSEB. 

seines Sohnes, weissagt noch eine weitere Niederlage, bei Plataa, 
und rät dringend Ton allen ferneren Versuchen gegen Hellas 
völlig abzustehen (598 — 851). Wie Dareios in die Unterwelt 
zurückgekehrt ist, singt der Chor ein Loblied auf ihn, insbeson- 
dere im Gegensatze zu Xerxes ^852 — 907) , welcher jetzt auf 
die Bühne ^itt, zusammen mit aem Chor das Geschehene be- 
jammert und endlich, von diesem gefolgt, in den Palast abgeht 
(908—1076). 

2. Das Stück teilt mit den Hiketides die Eigentümlichkeit, 
/ dafs die Parodos gleich an der Spitze steht; ohne da(s ein Prologos 
voranginge, wie überhaupt die später gewohnliche Einteiluugs- 
weise der Dramen (nach Epeisodia, Stasima u. s. w.) iu dieser 
Tragödie mehrfach keine genaue Anwendung findet. Um so 
vollständiger triffl; hier das Einteilungsprinzip zu, welches den 
meisten andern Stücken des Äschylos zu Grunde liegt. Auch 
in den IliQfSai nämlich lassen sich drei Hauptabschnitte (Akte) 
unterscheiden, in deren jedem eine neue Person auftritt^ die 
demselben ihre Si^atur giebt. Zu dem Chor, welcher bis 
V. 158 allein das Wort führt, kommt im ersten Abschnitt 
Ato8sajand_X§tw9!S-Sßäter) der Bote hinzu (159 — 622), im zweiten 
neben Atossa) der Schat^ä-J^-DÄreios (623—907), endlich 

§8 (908—1076). Diese drei Abschnitte aber verteilen sich 
nach ihrer inneren Beschaffenheit in zwei Hauptpartieen: einen 
erzählenden Kern, bestehend hauptsächlich m dem Berichte 
des Boten (249—514), und lyrische Betrachtungen, welche jenem 
teils vorausgehen, theils nachfolgen; und dem äufseren umfange 
nach bildet der Teil bis zum Abtreten des Boten (531) ziemlich 
genau die Hälfte des Ganzen. In diesem Zerfallen in einen 
episfiheji. und einen lyrischen Teil hat die Anlage der Ila^ai 
die meiste Ähnlichkeit mit der der 'Eard und des ügoiLtihsv^ 
dee^aotrig^ und diese erhält dadurch einen altertümlichen 
Charakter, den man nicht mit unrecht mit den „halberhabenen 
Kunstwerken und den ältesten Gemälden'' verglichen hat^). 
Das Stück ist noch nicht völlig ins Dramatische herausgearbeitet, 
es hat gleichsam noch wie die Bildwerke alten Stiles anliegende 
Arme und geschlossene Beine. Indessen sind jene beiden Ele- 
mente nicht so äufserlich geschieden, dafs der eine Teil sar 
die eine Art enthielte und der andere die zweite; vielmehr 
schlingt sich das Lyrische auch durch die epischen Teile mitlien 
hindurch. Der epische Teil aber, die Mittelscene, ist nicht nur 
der stofflich anziehendere, sondern wohl auch der objektiv be- 
sonders gelungene. Namentlich die Beschreibung der Schlacht 
bei Salamis weils Pracht mit Anschaulichkeit, Würde und 
poetische Haltung mit geschichtlicher Treue und Genauigkeit 



1) F. Jacobs, vermisehte Schriften V S. 561. Vgl oben 8. 14. 2i. 



EINLEITUNG. 27 

au vereinigen. Unter den lyrischen Partieen gelingt es dem 
Schlüsse, mit der Einförmigkeit seiner Klage nnd seinen! 
mancherlei Absonderlichkeiten, am wenigsten unser ästhetisches ; 
Interesse zu fesseln^), da seine überwiegend musikalische Be-|' 
deatani^ sich unserer Würdigung entzieht: dagegen zeichnet i 
fiich die Mitte der Parodos (65—113); aas erste Standliedf^ 
(332-^697); sowie das Lied zur Beschwörung des Schattens von,' 
Dareios (633 — 680) durch Schönheit der Rhythmen und Bedeut-i 
samkeit der Gedanken vorteilhaft aus; und über das Loblied 
auf Dareios (852 — 907^ ist ein eigentümlicher Beiz altertüm- 
licher Naivetat und Scnlichtheit ausgeffossen. Bemerkenswert 
iai auch das starke Herrortreten der ^eptadischen Gliederung 
in den Chorliedem, und im Dialoge die erhebliche Ausdehnung, 
welche der trocfaaische Tetrameter noch hat, letzteres gleich- 
falls ein Merkmal der Altertümlichkeit'). 

3. Der Stoff des Stückes ist dadurch merkwürdig , dafs 
er — das einzige Beispiel dieser Art bei einem der drei grofsen 
Traffiker — eij ^eschichtliche r ist. Indessen ist die Wahl eines 
solchen keine~Erfindunff des Aschylos, sondern sein älterer 
Eunstgenosse Phrjnichos war ihm darin vorangegangen. 
Wie Phrfnichos schon früher die Eroberung Milets m beweg- 
licher Weise auf die Bühne gebracht hatte, so machte er m 
seinen ^olvt66av den Sieg der Athener bei Salamis zum Gegen- 
stande einer. Tragödie. Dafs die Iligöai letzterem Stücke nach- 
gebildet seien, berichtet die Hypothesis zu jenen^ unter Berufung 
auf Glaukos. Gleich der Anfang hatte groise Ähnlichkeit, indem 
der erste Vers des Phrynicnos lautete: 

xdd^ iörl ÜBQöäv täv icdXai, ßsßfiHOtfov 
(s. unten S. 42), nur dafs diesen Vers, wie den ganzen Eingang 
des Stückes, ein Eunuche sprach, der damit beschäftigt war die 
Sitze des fi^egentschaftsrates mit Teppichen zu belegen. Dem 
entsprechend war auch bei Phrynichos der Schauplatz die 
Hauptstadt des persischen Reichs, Susa. Den Chor aber bildeten 
bei ihm phdnilasche Frauen, deren Männer mit Xerxes in den 
Krieg gezogen waren und einen Hauptbestandteil seiner Flotte 
ausmachten. Hiemach hatte Aschylos von seinem Vorgänger 



f -^'i^^ 



2) Schon Blomfield (praef. p. XI) hat an dem Klagen mid Weinen 
auf Kommando ADstofB genommen, aber daraus ganz verkehrte Fol^e- 
roDgen gezogen. Und auch Welcker ^Bhein. Mos. Y S. 341 «■ kleme 
Schriften Iv S. 177) findet, „dafa das Klagelied des Xerxes und seines 
Chors am Schlüsse nicht Gewicht genug habe, nicht den rechten Ein- 
druck hinterlasse'*. Der von Jacobs geltend gemachte Begriff 'einer 
Kantate konnte am ehesten hier angewendet werden. Die tou Köchlj 
in den Verh. der 29. Versammlung deutscher Philologen und Schulm. ^ 
(Leipzig 1876, 8. 66—80) voigetragene Ansicht, dafs aer echte Schlufs* 
Terloren sei, beruht auf unrichtigen Voraussetzungen. Dafs Atossa nicht 
zum Schlosee noch einmal auftrat, geht aus V. 629 klar her?or. 

3) Rofsbach-Westphal, griech. Metrik III S. 147. ^ 



« '^ 



28 



ÄSCHTLOS PEB8EB. 



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nicht nur den aUgemeinen Stoff entnommen, sondern auch einen 
wesentlichen Zug von dessen Behandlung, die Verlesung des 
Schauplatzes in das feindliche Reich. Dies war schon Yon 
Phrynichos ein glücklicher Griff. Ein richtiges Gef&hl Tcrbot 
ihm das eigene Volk und dessen Erfolse auf die Bühne zu 
bringen. Nicht den Kampf und Sieg selbst mochte er seinen 
Zuschauern unmittelbar Torführen; es hätte, zumal bei der IV 
voUkommenheit der scenischen Mittel, ein fahles, mattes, klein- 
liches, fast lächerliches Abbild des Geschehenen, beinahe eine 

(Travestie desselben werden müssen: und dann waren diese 
Ereignisse für den Hellenen zu wichtig, zu ernst und heilig, 
als SsSs er dieselben zum Gegenstände eines Spieles — und 
wäre es auch einem Gotte geweiht gewesen — hätte machen 
mögen. Ebenso wenig hätte er es für angemessen gehalten 
diesen Sieg in subjektiver Fassung, in dem Jubel der Sieger, 
auf die Bühne zu bringen. In seinen Augen wäre dies eine 
schuldhafte Selbstüberhebung, eine Herausforderung der Nemesis 
gewesen, eine strafbare Prahlerei gegenüber dem Gotte, za 
dessen Ehren die Aufführung stattfand. Für den hellenischen 
Dichter konnte daher das Geschehene nur auf indirekte Weise 
dargestellt werden, in dem Eindrucke, den es auf die Perser 
madite, .das Licht durch den Schatten den es wirfb, der Jubel 
der Sieger durch die Wehklage der Besiegten , nur so, dals 
man aus der Grofse und Tiefe der Wirkung au£ den Glanz 
der Leistung schliefsen konnte, nicht aber durch unmittelbare 
Vergegenwärtigung dieser Leistung ^\ Yon hier aus konnte 
dann innerhalb der Grenzen der Handlung von den Thaten der 
Hellenen um so unbefangener gesprochen werden, es klang im 
Munde der Feinde sogar noch ehrenvoller, das Zeufl^is f!Lr 
ihre Tapferkeit war um so rühmlicher, je weniger es n'eiwillig 
und aus parteiischer Vorliebe hervorgegangen schien. £in wei- 

I terer Vorteil war, dafs damit die Handlung hinweggerückt war 

^ aus dem Gebiete der Alltäglichkeit, emporgehoben über die 
Kreise der Persönlichkeiten mit ihren Schwächen und ihren 
Fehlem. Ja, die dramatische Behandlung erhielt erst so ein 
volles Elecht auf diesen Stoff; denn nicht etwas was sie und 
alle Zuschauer mit ihren eigenen Augen gesehen hatten sollten 
die Dichter kopieren, sondern etwas Gedachtes — wie hier den 
Schmerz in der Heimat der Perser — mit dem Schmucke der 
Phantasie ausgestattet ihrem Publikum vorführen. Die Verlegung 
des Schauplatzes der Handlung nach Persien war daher nicht 
nur eine 1^ orderung des spezifisch hellenischen Gefühls, sondern 
auch eine unbedingte künstlerische Notwendigkeit; und es 

1 macht deshalb der dichterischen Einsicht des Aschjlos alle 



4) Vgl. G. flermaDn, Opusc. II p. 91 f. Welcket, Rhein. Mus. V 
S. 222 — kl. Sehr. IV S. 161. 



EINLEITUNG. 



29 



Ehre, dafs er nicht etwa — wie später Euripides manchmal — 
in der Absicht es anders zu macnen als sein Vorgänger , es 
schlechter machte. 

4. So taktvoll aber wie in dem was er von Phrynichosi 
aufnahm^) zeigte sich Äschylos auch in dem was er abänderte. 1^ 
Einmal hat er nicht, wie Phrynichos, die Niederlage des Xerxes 
gleich an die Spitze des Stückes gestellt, so dafs für dieses 
selbst kein Inhut mehr übrig blieb als unaufhörliche Klage, 
für die nur etwa die Personen wechseln konnten*^); jenes Un- 
glück ist bei Äschylos nicht von vornherein eine fertige That- 
sache, sondern allmählich läfst er sie sich bilden , aus der 
Ahnung zur Gewifsheit werden; von dunkeln Vorgefühlen steigt 
er auf zur Erzählung des Geschehenen, um zuletzt — in der 
Person des Xerxes — es leibhaft uns vor die Augen zu führen^). 
Sodann war es sehr passend, dafs Äschylos die widerliche, un- 
tragische Figu r ein es Eunuchen aus seinem Stücke wegliefs, 
womit denn auch das kleinliche Motiv, durch welches Phrynichos 
ihn auf die Bühne geführt hatte, von selbst. hinwegfiel. Weiter 
war es eine wirklicne Verbesserung, dafs Äschylos den Chor, 
statt ans pbonikischen Frauen, vielmehr aus greisen Persern 
zusammensetzte. Schon dafs er Männer nahm statt der Weiber 
war zweckmäfsig und diente dazu, die Grofse und Wahrheit 
des Unglücks zu veranschaulichen; denn Weiber weinen und 
jammern möglicherweise auch bei unbedeutendem oder blofs 
eingebildetem Unglücke. Ebenso aber auch, dafs er Perser 
an die Stelle von Phöniken setzte, hiermit die Notwendigkeit 
räumlich Geschiedenes (Susa — Phöniken) zusammenzubringen 
sich ersparte und statt eines Bruchteils vom persischen Reiche 
vielmehr das Centrum selbst, wo auch die Schläge am empfind- 
lichsten auffallen, als das Leidende und Leidtragende darstellte. 
Endlich dafs er an hochbejahrte, durch Stellung und Einsicht 
hervorragende persische MAnner die Bolle des Chors übertrug, 
brachte den Gewinn, dafs er an ihnen geeignete Träger allge-i 
meiner Gesichtspunkte und sittlicher Ideen hatte. Dies führt| 
nns auf einen weiteren, tiefgehenden Unterschied zwischen dem 
Stucke des Phrynichos und dem des Äschylos. 

5. Die Phönissen des Phrynichos waren ohne Zweifel das- 
jenige Stück, von welchem Plutarch^) erzählt, dafs es unter 



5^ Wozu yielleicht auch die Person der Aiossa und die Einführung 
de« Xerxes gehörte. 

e^ Welcker, Rhein. Mob. V S. 223 — kl. Sehr. IV S. 161: z. B. zn- 
ent der nQoXoyit<^9 (der Eunuch) und der Chor, dann vielleicht Atossa, 
toletst Xerzet und der Chor. 

7) Welcker, Rhein. Mus. V 8. 223 ». kl. Sehr. lY S. 161: „während 
bei Aichylos das Qewitter sich an umwölktem Himmel zusammenzieht, 
entfernte Donner grollen^ zuletzt Schlag auf Schlag erfolgt". 

8) Themistokles 5. 



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30 



ÄSGHTLOS PERSER. 



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V M 



dem Archon Adeimantos (Olymp. 75, 4 ■» J. 477 — 476 ▼. Chr.) 
auf Kosten des Themistokles aufgeführt wurde und den Sieg 
gewann. Dieser Umstand sowie die Zusammensetzung des Chora 
aus phonikischen Frauen (vgl. Pers. 410) macht im höchsten 
Grade wahrscheinlich, dafs das Stück des Phrvnichos ans » 
schliefslich die Seeschlacht bei Salamis und den Themistokles, 
dessen Werk sie war, zum Gegenstand hatte*). Aschylos aber 
fafste den Stoff weiter und tiefer. Nicht nur fü^ er die 
Waffenthat auf Psyttaleia ein^ sondern er weifs — mittelst der 
Einführung des Schattens des Dareios — auch noch die Schlacht 
bei Plataa in den Kreis seiner Darstellung zu ziehen. In 
beiden letzteren Ereignissen war der Hauptheld Ariatsiil^; 
und dafs der Dichter diesen in ein so helles Licht rückte, ge- 
schah wohl vor allem deshalb, weil es ihm scheinen mochte, 
als wäre derselbe durch Phrynichos unverdienjterweise in 
Schatten gestellt worden. Sodann aber war dem Aschylos die 
persönliche Art des Aristeides und seine politische luchtong 
in demselben Ma&e sympathisch, als er von .Themistokles in 
beiden Beziehungen sich abgestofsen fühlte. Aschylos war ein 
Mann des alten Athen, ein Verehrer der Solonisohen Ver&ssung, 
konservativ und aristokratisch, wie Aristeides; dagegen des 
letztem Antagonist, Themistokles, war der Vertreter des jungen 
Athen, mit weitem Gesichtskreise, grofser geistiger Beweghch- 
keit, aber dabei eitel, gelc^erig, rücksichteios gegen das Be> 
stehende und waghalsig. Je einseitiger daher Pnrynichos den 
Themistokles und die Leistungen der Flotte verherrlicht hatte, 
um so mehr mochte es den Aschylos drängen zur Ergänzung 
auch dem Aristeides und der Landmacht Grerechtigkeit wider- 
fahren zu lassen; und er ist in Verfolgung dieses Zieles selbst 
auch in gewissem Grade der Einseitigkeit verfallen. Nicht 
zwar dafs er das Verdienst der Flotte verschwiege oder yer- 
kleinerte oder Abneigung gegen die Verwandlung Athens in 
eine Seemacht verriete*"): aber er legt doch dem Erfolge auf 
Psyttaleia eine Wichtigkeit bei, weläe derselbe in Wahrheit 
nicht hatte, und hebt auch überall den Anteil der Landmacht 
mit besonderem Nachdruck hervor**). 

6. Zu diesem Unterschiede der politischen Richtung tritt 
noch der der ethischen Auffassung, welcher gleichfalls in der 
tiefsten Eigentümlichkeit unsers Dichters wurzelt. Aschylos ist 
in seinem innersten Kerne durch und durch religiös, erfiiUt 
von ungeheuchelter Frömmigkeit, die in allen GeschidLcn des 



9) Vgl. Welcker, Rh. Mus. V S. 206—208 — kl. Sehr. IV S. 148-150, 

10) Wie P. Paaeow meinte; b. Welcker, Bh. M. V 8. 217 f. — kL 
Sehr. IV 8. 156 f. Auch Aristeides hatte seit dem plauzenden Erfolge 
des Themistokles seinen Widerspruch gegen diese 8eite von dessen Po- 
litik ausgegeben. 

11) Welcker 8. 212 f. — 162 f. 



i 



EINLEITUNG. 



31 



Lebens das ernste Auge und die gerechte Hand der Gottheit 
erkennt; und so ist ihm auch der Bieg der Hellenen nicht die 
Wirkung ihrer Tapferkeit und Geschicklichkeit; sondern die 
Folge und der Beweis des göttlichen Beistandes. Ganz und 
gar aus des Äschylos Sinne heraus gesprochen und fast das 
Thema seines Stückes ist, was Herodot*^) dem Themistokles in 
den Mund legt: tdde o'öx ^lAStg xats^aödfte^a ^ dllcc ^soi 
XB %al ^Qosg, ot iq>&6vfi6av ävöga €va ti}$ ts 'Aöirjg xal r^^g 
EvQ&nrig ßaötXsvöai iovta dvoöiöv xb xal itdöd'aXov og rd 
(Ipff xal td tduc iv ifLOÜp inoiieto^ iuncngdg ts xal xataßdkXav 
xmv ^emv td dydX^kaxa* og xal tr^v ^dka66av dxe(ia6tiym68 
xiiag TB xat^xs. Denn ebenso wird die Niederlage der Perser^ 
trotz ihrer Überl^enheit an Zahl; nicht etwa aus ihrer Feigheit 
abgeleitet, vielmehr wird ihre Tapferkeit fortwährend anert»nnt 
und ihr Unglück unter einen doppelten Gesichtspunkt gestellt. 
Theologisch betrachtet beruht es auf alten Weissagungen ; die 
nur unerwartet frühe in Erfüllung gegangen sind, es war also 
längst im göttlichen Geiste vorgebildet und im göttlichen Rate 
beschlossen; andererseits ist es, ethisch angesehen, eine Strafe 
for b^angene Verschuldung. Schon dafs Äerzes die von Natur 
und Gottheit gezogenen Schranken überschritten ; die Bestim- 
mone seines Staates als Landmacht mifsachtet und sich auf 
das Meer gewagt hat^^); war eine schwere Vermessenheit; die 
noch gesteigert wurde durch die ungewöhnliche herausfordernde 
Art wie er dabei verfuhr; durch Uberbrückung des Hellespont 
a. 8. w. Ganz besonders aher haben sich die Perser versündigt; i 
indem sie in Hellas sich an den Tempeln und Heiligtümern \ 
der Götter frevelhaft vergriffen ^^). Weit entfernt also den \ 
Hellenen im ganzen oder mren Führern zu schmeicheln; hält 
Äschylos ihnen vielmehr ein abschreckendes Bild vor von den 
Folgen des Übermuts und der Gottlosigkeit; statt sie in Sicher- 
heit einzuwiegen, mahxft er sie vielmehr zur Mäfsigung; Be- 
sonnenheit und Gottesfurcht, und verleiht dadurch seinem Ge« 
dichte zugleich einen Wert; der über das Interesse des Augen- 

12) YIII, 109. Die ObereinstiinmuDg ist eine so grofse (vgl. V. 809 ff.}, 
d^8 man lie kiuun für saf&Dig halten kann, znmal da auch sonst es 
nicht an Sparen fehlt, dafs Herodot nnser Stück gekannt hat (vgl. zu 
7^. 753). Dars er aber gerade dem Themistokles diese Worte in den 
Hood lest, ist bezeichnend; denn da nach ihm die dortige Rede des 
Themistokles den Zweck hat filr den Fall der Not ihm einen Rückhalt 
tei den Persem zu gewinnen, so spricht auch jener Gedanke nicht seine 
wirkliche Gesinnung aus, sondern wie er h&tte denken sollen. 

IS) V^. V. 108 £ lOS ff. 653 f. 745 ff. 907. 825 f. W. Hoffmann, 
Mologns XY S. 261 f. S66. 

U) Jacobs, verm. Sehr. V S. 553 f. Wie lange das Ged&chtnis an 
die damaligen d^tß^iiata der Perser fortwirkte, zeigt Polyb. V 10: tov 
'i toig ^§agg *mta»8fpiifii6fiivtov xävttav dni^xBto (Alezander) , %al%9Q 
tmv Hi^emv fidUata m^i xovxo to ft^^g iiapkaf^tccvovzav iv toCg utatd 
ti^F 'Eildda tonotg. Vgl. übrigens zu Y. 809 ff. 






32 ÄSGHTLOS PEBSEB. 

blicke und den künstlerischen Genafs hinaasreicht; er macht 
es zu einem ethischen Kunstwerk, dessen ^^einzelne Teile zur 
Hervorbringung eines heiligen und religiösen Gefühls zusammen- 
wirken; in welchem alle selbstsüchtigen Beziehungen yerBchwin- 
den und der Übermut, der sich so leicht an die Fersen des 
glücklichen Siegers hängt, zum heitern Gefühle sittlicher Über- 
legenheit gereinigt wird"*^). 

7. Von einer Handlung kann in dem Stücke eigentlich 
nicht die Rede sein; denn eine Verschiedenheit der InteresBen, 
welche mit einander in Widerstreit geraten und schließlich 
yersöhnt werden könnten, ist nicht vorhanden; alle Personen 
dieser Tragödie haben das gleiche Interesse und die gleiche 
Stimmung, deren Ausbreitung über die einzelnen T^e die 

^ Bewegung in dem Stücke bildet. Die zugrunde liegende Hand- 
lung, das was die Perser in Hellas gethan und erlitten haben^ 
fallt jenseit des Stückes; in diesem selbst wird nur dargestellt^ 
wie eine Seite des Geschehenen um die andere einem Beteiligten 
um den andern ins Bewufstsein tritt, und zwar mit zunehmen- 
der Deutlichkeit, von der Ahnung aufsteigend zur ErfäUnng, 
vom Yemöhmen des Unglücks zu dessen leibhaftigem Anblick ^7 
Es ist so ein Stufengang in dem Stücke: die schlimmen 
Ahnungen, welche der Chor und dann Atossa ausspricht, be- 
reiten vor auf die traurigen Nachrichten, welche der Bote 
bringt; diese werden noch gesteigert durch die Mitteilungen 
des Dareios , bis dann das Unglück gipfelt im personlichen 
Erscheinen des Xerxes. 

8. In der Gharakterzeichuung ist das Eigentümlichst« 
die Gestalt des Dareios. Durch ihre Einfügung wurden die 
Schranken der Erzählung erweitert, auch die Schlacht Ton 
Plataa mitaufzunehmen möglich gemacht, und in dem Rate ans 
so verehrtem und heiligem Munde, für alle Zukunft die An- 
griffe auf Hellas zu unterlassen, eine Art inneren Abschlusses 
für den Stoff gewonnen. Zugleich belebte dieser Tote die Ein- 
förmigkeit und bildete durch seine innere Hoheit und Weisheit 
einen Kontrast zu der Reue und Klage seines unbesonnenen 
Sohnes; das Bild einer besseren Vergangenheit wurde durch 
ihn an die dunkle Gegenwart nahe herangerückt^^). Freilich 
ist die Zeichnung des Dareios nicht ganz konsequent gehalten, 
noch viel weiter aber davon entfernt geschichtlich treu und 



15) Jacobs a. a. 0. S. 654. 

16) G. Hermann, Opusc. II p. 93 giebt, die yerschiedenen Penonen 
des Stücks als Teilvertreter des persischen Volkes auffassend, als Inhalt 
des Stückes an : Civitatem Persamm videmus initio de eventa belli soUi- 
citam, mox re comperta constematam, deinde ab diis aoziliam petentem, 
denique accepto dei respouso adspectu redeuntium in effasum lactam 
erumpentem. 

17) Welcker, Rhein. Mas. V S. 216 — kl. Sehr. IV S. 165. 



EINLEITUNG. 



33 



richtig zu sein. Inkonsequent ist es, daßi Dareios z^ar von 
dem vorgefallenen nichts weifs^ sondern es erst auf seine 
Fragen durch Atossa erfährt, andererseits aber doch mit seinem 
Wissen über das Gehörte hinaus ist (vgl. zu 745) und namentlich 
das Kommende in allen Einzelheiten vorausyerkündifft (796 ff.). 
Siod hierbei noch Yermittelungsversuche denkbar ^^, so sind 
dagegen solche ausgeschlossen^ wenn wir das Bild des Dareios 
wie es unser Stück entwirft vergleichen mit den von Herodot 
überlieferten Thatsachen ^^). Auf Seiten des Dareios sieht unser 
Stück nur Licht, auf Seiten des Xerxes nur Schatten. Dareios 
ist durchaus geschildert als der Begent wie er sein soll und 
wie Xerxes gleichfalls hätte sein sollen, leider aber das Gegenteil 
davon war^^). Dm diese Zeichnung durchführen zu können 
rnnfs der Dichter von unzweifelhaften geschichtlichen That- 
sachen absehen. Dareios tadelt den Zug seines Sohnes gegen 
Hellas: als ob er nicht selbst auch sein Marathon gehabt hätte 
and als ob nicht gerade das Verlangen die Schmach seines 
Vaters zu rächen, dessen politisches Testament auszuführen, 
den Xerxes zu seinem Unternehmen getrieben hätte, was doch 
in V. 475 f. ausdrücklich anerkannt ist. Dareios rügt es femer 
als einen Frevel, dals sein Sohn eine Brücke über den Helles- 

Sont schlug, während er doch selbst auch den thrakischen ^ 
iospoma überbrückt h atte ^^). Der Chor rühmt es femer an 
dareios (864 ff.), dafs er alle seine Erfolge erzielte ohne doch 
seine Person der Gefahr eines Mifserfolgs auszusetzen: als ob 

an dem nTiglfli*Vlifthftn Fflljjpgfl gegf" tiifi SlryfrjiPn HarPiAg sich 

nicht ebennills persönlicEbeteiligt hätte. Aber dieses schwere 
Mifsgeschick wird völlig ignoriert und Dareios als allezeit und 
absolut glücklich dargestellt. Ebenso wenig hätte es zu seiner 
Zeichnung als reine milde Persönlichkeit gestimmt den Dareios 
als Teilnehmer an einem Morde aufzufümren: bei der Ermor4 
dtmgjd^falHr.hffl Rmfircjis wird daher die BeteiUgung des"^ 
DareioB, trotzdem dafs sie nach seinen eigenen Angaben (in 
der Inschrift von Behistan) und nach Herodot eine sehr her- 
Torrwrende war, ganz in den Hintergrund gedrangt und dafür 
Artaphemes als die Seele des Unternehmens hingestellt. Man 
kann das Gewicht djeser Thatsachen nicht abschwächen durch 
die Annahme, dafs Äschylos den wahren geschichtlichen Sach- 
verhalt nicht gekannt habe: so bedeutungsvollen und offen- 

1^ Wie etwa, dafs die anfängliche Unwissenheit eine fingierte seir^ ^^ ^ 
oder OAü erst allm&hlich sein BewuHstein vollkommen klar werde a. dgl. '/>'''- -^ ' 

19) VfL W. Hoffmann a. a. 0. S. 256 ff. 

SO) Eme Ausnahme macht nar etwa die Mahnonj^ 840—842, sofern 
et scheinen könnte er sei dadurch als Barbar bezeichnet, der nichts 
Höheres kennt. Euripides wenigstens legt dergleichen Lehren nnr geistig , 
niedrig stehenden Personen in den Mnnd, wie dem angetrunkenen Hera* ' 
Ues (Alk.) oder dem Poljphem (EykL). 

21) Herodot IV 86. 

3 






^ . 






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i-'^N^-' 34 



ISCBTLOS PEB8ER. 



N 






kundigen geschichtlichen Ereignissen gegenüber ist eine solcbe 
Ausflucht unmöglich; hatte doch Äschylos in der Sdilacht bei 
Marathon selber mi^ekämpfi. Vielmehr mufs unser Dichter 
absichtlich und mit dem Bewurstsein nicht ein Historiker za 
sondern ein Dichter, den Dareios zu einem Ideale ge- 



sein 



I 



stempelt haben, damit von dem hellen Hintergrund das düstere 
Bild der Gegenwart um so schärfer sich abhebe. 

In gleicher Weise steht die greise Königinmutter Atossa^^ 
die Tochter des Eyros, Gemahlin des Eambyses und Dareios, 
als ^n ideales Bild der Ve r^n genheit vor unseren Augen. 
Der Dichter umgiebt sie mit rarsüicher Pracht und königlicher 
Würde und bei ihrem Anblick ergreift es den Chor wie bei dem 
\ Nahen einer Gottheit (150 ff.). Aber wir erfahren nichts tqh 
^dem Einflüsse, den Atossa auf Dareios übte (Herod. VH 2 — 4), 
nichts davon, dafs sie ihren Einflufs zum Nachteil Griechen- 
lands geltend zu machen suchte (vgl. zu 766). Damit würde 
Atossa für die Athener eine widerwärtige Erscheinung gewor- 
den sein. Sie tritt uns als edle Frau entgegen und ärebt als 
Frau nicht über die Schranken hinaus, die m den Augen der 
Griechen der weiblichen Natur gesetzt sind. Ihr Gesichtskreis 
ist kein weiter, ihr 'Blick hängt am Einzelnen, Persönlichen, 
das Schicksal ihres Sohnes ist für sie das Wichtigste. Bei 
allem Unglück des Reiches bangt sie nur für die Herrschaft 
des Sohnes; es macht ihr darum auch grofse Sorgen, dals 
Xerxes in zerrissenem Gewände entehrt vor seinen Unterthanen 
erscheinen soll (846 ff.). So stellt der Dichter die Denkweise 
der Atossa als eines Weibes und als einer besorgten Mutter 
von dem Gesichtspunkte der asiatischen Despotieen dar, von 
welchem aus das Volk nur um des Herrschers willen Bedeu- 
tung hat. Im Unterschiede von ihr denkt der Chor immer 
an das Ganze und den Staat; aus Greisen bestehend ist er über- 
dies ein Lobredner der alten Zeit, der Zeit wo sie jung waren, 
unter Dareios. ' Als Vertreter des gesamten persischen Volkes 
werden sie fortwährend (140. 171. 255. 259 etc.) mit Hi^m, 
angeredet, worauf sich auch der Titel des sanzen Stückes be- 
zieht. Der Bote ist nichts als der Träger der Erzählung. 

Eine Art von Charakteristik ist auch darin enthalten, dafs 
der Darstellung mannigfach ein leichter Anflug von oriente- 
lischem Kolorit gegeben ist (6. Hermann, Opusc.- II p. 101 f.). 
DaCin gehört die dreimalige Häufung von Namen, welche 
offenbar persischen Klang erstreben und jedenfalls für das 



22) Übrigens kommt der Name Atossa in dem Stücke selbst niemals 
vor; in diesem heifst sie nttr die greise Matter des Xerxes nnd Gattin 
des Dareios. Vgl. £. Hiller, Hermes VIII S. 44S f. Über Atossa nach 
Äsch. Persern und nach Herodot handelt Keiper in den Blättern für das 
bayer. Gymnasialw. XV S. 6—22. 



EENLETTÜNG. 



35 



hellenische Ohr etwas Fremdartiges hatten ^')^ die Erwähnung 
des MagucvSwog ^QiprritrfQ (9o7) nnd des MvCiov (1054\ 
Worter und Formen wie ßaXnv, Jagiatog^ "lavag^ auffallenae 
Interjektionen wie id und ima, Wendungen wie diöxota ds- 
öxotov (666)^ mözä xiötäv, die Bezeiomung der Biene als 
ij ap^sfiovQyog (612^ u. dgl. 

9. Die Beschränktheit der Charakteristik steht in Wechsel- 
wirknng mit der grofsen Einfachheit der Rollenverteilung. 
Das Stfick nimmt unzweifelhaft nur zwei Schauspieler in An- 
sprach, Yon denen der eine die Rollen des Boten und des 
Dareios, der andere die der Atossa und des Xerxes auszuführen 
hatte. Aus dieser Doppelseitigkeit der Aufgabe des zweiten 
Schauspielers (devtBQaymvi/tSt^g) erklärt es sich, dafs Atossa 
und Xerxes nie zusammen sino, was doch an sich so natürlich 
wäre und was Euripides sicherlich zu einer effektvollen Scene 
benützt hätte; aber Atossa wird, durch den Yorwand^ dafs sie 
ihrem Sohne entgegenzugehen habe, beseitigt, und nachdem 
Xerxes wirklich auf die Bühne getreten ist, wird von ihr mit 
keiner Silbe mehr gesprochen. Es bleibt dem Zuschauer über- 
lassen sich zu denken, dafs sie unterwegs ermüdet zurück- 
geblieben sei (vgl. 529 nach 851). 

Nicht viel weniger einfach sind auch die übrigen Bühnen- 
Terhältnisse in dem Btücke^^). Die Handlung spielt in Susa 
(761; vgl. 119. 730) vor dem königlichen Palaste (140. 159; vgl. 
524. 607. 849), der also die Hinterwand bildet. Aus ihm (der 
Mittelthüre) tritt Atossa, in ihn begiebt sich am Schlüsse Xerxes, 
gefolgt von dem Chore. Ein Scenenwechsel findet nicht statt. [ 
Auf der rechten Seite (vom Standpunkte der Zuschauer), der 
Seite der Heimat, war wohl die nahe Hauptstadt ii^endwie 
angedeutet (vgl. 761 r6d' äörv 2]ov6mv\ und dort befand sicB 
aadi ohne Zweifel der Grabhügel des Dareios (o;|r^o^, 647. 659; 
vgl. tdq}og 684. 686). Von derselben Seite (durch die rechte 
Eingangsthüre, Parodos, süöodog) zieht der Chor in die Orchestra 
ein. Dagegen Xerxes, welcher aus der Fremde konmit, tritt, 
wie der Bote, von der linken Seite auf die Bühne, braucht daher 
auch dem Grabe des Dareios keine besondere Aufmerksamkeit 
zu widmen. Zweifelhaft ist nur die Art des Erscheinens von 
Dareios und die Eostümierung des Xerzea. Nach den Andeu- 

23} Ph. Keiper (die Pener des ÄBch. als Quelle für peniBche Alter- 
tumakuide betrachtet, nebst Erklärung der darin vorkommenden Eigen - 
Diunen. Erlangen 1878. 8. Nachtrag in Fleckeiflens Jahrb. 1879 S. 93 
bis 96) scheidet von den 65 Namen 13 als nicht eranisch ans und zwar 
3 als weder eranisch noch griechisch {Mifi^pi^, J^vivveoig^ Vdiikfug), 6 
ftb offenbar griechiflch ^A^laiog^ Av^ifivag^ MdxalXoff Jlglaymv^ Tdliiog^ 
Su9^)^ 4 fU8 Termutlich griechisch {'JiikfiatQivgt Jg^tivgt Z^vdX%rig^ 
T99mjm9\ 90 dafs 42 Namen als echt eranischen Ursprungs übrig bleiben 
41, wenn ^BqioehvriQ 312 wegfällt). 

24) YgL A. 8chönbom, die Skene der Hellenen, S. 191—197. 

3* 






36 ÄSGHTLOS PEBSEB. 

taugen des Stückes selbst mufs der Sohatten des Dareios aof 
der Spitze des Grabhügels {iM^ ist' Sxgov xÖQVfißov ox^ovj 
659) in ganzer Oestalt sichtbar sein, da Y. 660 f. sowohl seine 
Fufsbekleidung als seine Kopfbedeckung erwähnt wird; anderer- 
seits kann derselbe nicht allmählich sichtbar geworden sein, 
sondern nur mit einem Male, weil der Chor vor dem Beginn 
der Rede des Dareios auf dessen Erscheinen nicht aufmerksam 
macht, vielmehr selbst durch dessen Anblick finuiz betroffen ist 
(694 f.\ Wegen dieser Plötzlichkeit des £rs<meinens ist nicht 
wahrscneinlichy dafs dieses durch das dvaiclBöfia (die Falltfafii 
auf dem Boden des Logeion) bewirkt wurde, wobei es nur 
langsam vor sich gehen konnte; vielmehr ist wohl'^) anzunehmen, 
dafs der Grabhügel unmittelbar vor der rechten Seite des Palastes 
stand und so hoch hinaufragte, dafs der betreffende Schauspieler 
nur durch einen der Balkone in den höheren Stockwerken des 
Palastes hinauszutreten brauchte um auf der Spitze des Grab^ 
hügels zu stehen. Daraus erklärt es sich dann auch, dafs Da- 
reios den auf der Orchestra befindlichen Chor früher erblickt 
(681 ff.) als die am Fu&e des Grabes, also unter ihm, stehende 
Atossa (684). Was des Xerzes Auftreten betrifft, so macht 

' die Erwähnung der öxip/al zQop^Xaroy (ICXX) f.) wahrscheinlich, 
dafs ein auf Radem ruhender Zfeltwagen auf der Bühne sichtbar 
war^^V Dais aber Xerzes auf demselben daherfuhr, ist nicht 
glaublich: ein mit Rossen bespannter Wagen ist auf der an- 
tiken Bühne nicht nachzuweisen und pafst auch nicht zu ihren 
Einrichtungen^^); eher ist denkbar, dais Xerzes auf einem Zelt- 
wagen auf die Bühne geschoben wurde, von diesem aus Y. 908 
bis 917 sprach und zwischen 918 und 931 (Sd' iy^ov) von dem- 
selben abstieg; aber die Nichterwähnung des Absteigens und 
y. 913 {kiXvxai i(i(äv yvimv ^cSfirf) ist dieser Ansicht keines- 
wegs günstig. Zum mindesten aber ist Xerzes von V. 931 an 

I zu Fufse. Gefolge femer hat er sehr weni? (yvfivog slfgi xgo- 
no\i%mv 1036). V. 1030 {ninkov d' ixsQQvi' inl ö^fifpogi 
xaxov, vgl. 468^ 835 f.) darf nicht zu der Meinung verleiteOf 
dafs Xerzes in zerrissenem Gewände aufgetreten sei. Der Chor 
weils ja, dafs Atossa ihrem Sohne neue Kleider gebracht und 
Xerzes sich mittlerweile umgekleidet hat (833 f. 849 f.). Mit 

[der Würde und Pracht der Äsch. Bühne wollte sich das Auf- 
treten eines Helden in zerfetztem Gewände nicht vertragen. 
Aufserdem trägt er einen Köcher (1020), keine Lanze. 

10. Diese Eigentümlichkeiten des Stückes erinnern uns 
daran y dais wir in den IIsQöai das ä lteste der erhaltenen 

26) Mit Schönborn a. a. 0. S. 19a. 

26) Da man die Worte „ich sehe sie nicht hinter dem Zeltwagen 
dahergehen'* dcch nicht wohl so wird auffasBen können: ich «ehe keinen 
Zeltwagen, hinter dem de dahergehen würden. 

27) 8chönbom a. a. 0. S. 194. 



I 

I 






. EINLEITUNG. 37 

Dramen des Äschylos vor uns haben. Denn nach der Hypo* 
ihesis siegte Äschylos damit unter dem Archon Menon, welcher 
nach Diod. XI 52 Olymp. 16^ = J. 473—472 v. Ohr, sein 
Amt bekleidete, also vier Jalure nach der (wahrscheinlichen) 
Auffährung der OoCvt6i5ai des Phrynichos. Kein anderes der 
auf uns gäommenen Stücke des Äschylos ist sicher vor jenem 
Zeitpunkte aufgeführt, die meisten erheblich später ^^). ^Nächst 
dieser Aufführung der IliQ^ai zu Athen wird uns aber von 
einer Wiederaufführung zu Syrakus berichtet. Am Schlüsse 
des BCog Al6%vXov^^) heifst es nämlich von unserm Dichter: 
ipafslv vnd ^ÜQmvog ä^ito^ivra dvadi,ddicci, rodg Iligöag iv 
ZiXBkla xal ktav B'ödoTuiii^ai, Die Quelle nennt Schol. Aristoph.i 
ran. 1Ö28 f., wo aus Anlais der Nichtübereinstimmung der! 
dortigen Angabe des komischen Dichters mit den q>eQoiisvoL 
Al6%vXov nBQ0aL bemerkt wird: 'Hgodixog di q>ij0i ÖLttag 
yByovivtti tag xa^iöBig (rovriöri didaöxakiag rcSv IIbqö^v 
f&gt eine andere Fassung bei), doxovoi, 8h ovtol oC Tligöai, 
(d. i. augenscheinlich ot (pBQOftBvoi nigöat, in welchen das 
?on Ari8U>phanes Erwähnte vermifst wurde) ixd rov Al6%vXov 
dsiidd%^ai iv Ijvgaxovöaigj 6nov8u6avxog l^igcnvog^ äg g>ri6Li^ 
'EQOToö^'iviig iv y' nBQi xmyLipii&v. Hieraus ergiebt sich deut- 
lich genug, dafs jene Notiz nicht einer zuverlässigen Über-j 
lieferung, sondern nur einer Schlußfolgerung aus der Stellel 
des Arisu>phane8 entstammt. Diese lautet: 

ixägt^v yovv '^vCx\ ^3iQV0q_ tcsqI /JagsCov xB^Bmxog^ 
6 xoQog (f Bwug reo x^^Q* ^^^ ovyxgovöag slnBv iavot. 

Nirgends wird in dem vorliegenden Stücke nsQl jJaQBiov 
xi&vBätog in der Weise gehandelt, daCs der Chor die Hände 
zusammenschlagend etwas wie iavot ausriefe. Diese Interjektion 
findet sich überhaupt in den Persem nicht, Grund genug für 
oberflächlich Urteilende eine zweite Rezension des Stückes anzu« 
nehmen. Man könnte daran denken, dafs, nachdem am Schlüsse 
der ersten Strophe und Antistrophe des Beschworungsliedes 
(637 u. 646^ eine Interjektion zu fehlen scheint, dort eine dem 
lavol ähnlicner Ausruf verloren gegangen sei. Aber dieser Ver- 
mutung bedarf es nicht. Der komische Dichter macht sich 
lustig über die in den Persern vorkommenden ungewöhnlichen 
Intenektionen wie 6a, überhaupt über das orientalische Kolorit 
der Darstellung und sowenig in einer Tragödie der Chor die 
Hände zusammenschlagen konnte, so wenig haben wir Grund 
zu glauben, daTs wirklich der Ruf lavot vorgekommen sei. 
Was aber den ersten Vers betrifft^ so zeigt der metrische Fehler, 






28) In dieselbe altertümliche Eunststofe des Äschylos fallen auch 
die 'Ivittdtg; Tgl. oben S. 7 u. 12 f. 

29) p. 160 der Ausgabe von F. Bitter (Eöbi 1846). Vgl. oben S. 5. 



38 



ÄSGHTLOS PEBSEB. 



der in geringeren Handschriften durch die wertlose Korrektor 
aTtriyyikd'fi beseitigt wurde, ganz entschieden, dafs mit nxovöa 
negl der lückenhafte Yers beiläufiff ausgefüllt wurde. Mag der 
ursprüngliche Text i}i/tV äv^xs Sl(ias yH jdccQSÜw oder i^m 
ävijxsv lav öx6\ia JaQsiov oder anders gelautet haben, es 
mu&te Yon dem Emporsteigen des Schattens des Dareios die 
Bede sein; sonst wäre die aufserordentliche Überraschung des 
Chors nicht begründet. Eine Bestätigung der Nachricht yon 
der Umarbeitung des Stücks fand man in zwei Citaten aus den 
Persern, die man darin vergebUch suchte. Das eine war d» 
Epitheton. einiger Inaehi vrigijuizffiQfpDiigy das Asch, nach Athen. 
lU p. 86 B in den Persern gebraucht hat. Yon 'Yornherein 
kann man yermuten, dais dieses Epitheton bei der Auf^Uilung 
der Inseln in dem dritten Stasimon 852 — 907 vorkam und hat 
jetzt auch seinen Platz in Y. 889 wieder gefunden (vgl. Anh. 
z. d. St.\ Sodann führt Schol. Hermogen. in Bekkers Aneed. 
gr. p. 1073 (= Rhet. gr. v. Walz V p. 486) das Wort v«o|tUo? 
auf, mit dem Zusätze: inl %äv XafknQmv (ikv i^m^sv xal ixir 
sixcSvj novfjQav dh xä ivdov. Al6%vXog iv IliQifcug, Das 
Wort findet sich fti dem Texte der Uigöcu nicht und stimmt 
auch so wenig zum Charakter und Tone einer Tragödie -- 
vollends des Aschylos — dafs man eine Yerwechslung mit den 
'^/(^'^filesPherekrates (oder des Chionides) annehmen möchte^). 
Die Nachricht über die Diaskeuase der Perser erweist sich 
demnach als unglaubwürdig. 

II. über die gleichzeitig mit den IHqöcu von unserem 
Dichter aufgeführten Stücke berichtet die Hypothesis des 
Mediceus: inl Mivtavog tgayondav Al6%vkog tvCxa 0iV£tj 
IJdgöavg^ FXavxp (ein jüngerer Scholiast fügt notvtethei\ IIqO' 
uTi^et. Man hat diese Stücke mit verschiedenen Kombinationen 
lu einen ähnlichen st9fiflichen Zusammenhang zu bringen ge- 
sucht wie er in der Ödipodeia, Lykurjreia^ Oresteia und wohl 
auch in der Prometheustrilogie vorliegt^^). Man wies besonders 
darauf hin, dafs Pers. 739 — 741 von Weissagungen gesprochen 
werde, welche durch des Xerxes Unglück ermit seien. Da 
über den Inhalt dieser xqi^ö^oC und ^iöwata nichts gesa^ 
werde, so seien sie wohl in dem ersten Stücke der Trilogie 
genauer ausgeführt und daher in dem zweiten Stück als bekannt 



30) Welcker, Nachtrag zur Tril. S. 178 nnd Lange -Pinz£[er, Kpist 
crit. ad G. Hermannam p. 41 beziehen die beiden Citate auf ein anderes 
Stück der Persertrilogie, etwa den Glaukos. 

81) VgL besonders Welcker, Äschyl. Trilogie S. 470—481. Nachtrag 
S. 176—178. Rh. Mus. V S. 226—249 — kleine Schriften IV S. 164—179; 
aufserdem Gruppe , Ariadne S. 92 f^ 627 : Droysen, Übevsetzungdes Asch. 
S. 157 f. 204 f. ^lossowski, de Glauco Potniensi, Programm ▼. TraemeaBO 
1852. 4; R. Gädechens, Glaukos der Meergott (G(}tt. 1860) S. 163—173; 
Oberdick in der EinL seiner Ausg. der Perser u. a. 



> 



C4i'^^*\.'43 






EINLEITUNG. 



39 



Torao^esetzt worden. Auch in der Ödipus- und in der Pro- 
metheustrilogie sei der* Zusammenhang der von Weissagung 
und Erfüllung und Phineus habe unzweifelhaft die Gabe ' der 
Weissagung besessen und den Argonauten gegenüber ausgeübt. 
Diese Weissagungen hätten sich wahrscheinlich über den Argo- 
nautenzug hinaus auf die späteren Beziehungen zwischen Europa 
and Asien miterstreckt^ indem auch sonst der Argonautenzug 
als eis Vorspiel dieser grölseren Kämpfe der beiden Kontinente 
aufgefafst worden sei^^). Als drittes Btück betrachten die einen 
den m. noxvuv^j der auf Plataä habe hinweisen können, weil 
Potniä ein Städtchen auf dem Wege von Plataä nach Theben 
war. Man wollte auch/ da in dem Reitertreffen der Perser und 
Athener bei Plataä der Beiteigeneral der Perser Masistios da- 
durch zu Grunde ging, dafs sein von einem Geschosse durch- 
bohrtes Pferd zusammenstürzte (Herod. IX 20\ dieses als das 
Werk des r%avxogxaqdJ^7tnog dargestellt sein lassen und bezog 
fragm. 33 Uind. allxoi/ d' avGi kvxriöov acts dmlöoil Ivxoi 
vBßgop g>€Q0v6iv ä^g>l ^aöxdXaig auf den von den Atnenern 
fortgeschleiften Masistios, ohne zu beachten, dats es da, wo 
das Bruchstück angeführt wird; tcbqI FXavxov heifst. Welcker 
aber hat für das dritte Stück den rXavxog Uovnog erklärt und 
als dessen Inhalt die Verherrlichung des mit der salaminischen 
Schlacht gleichzeitigen Siegs des Gelon und Hieron über die 
Karthager, die Barbaren des Westens, aufgefalst. Indessen i 
macht die Tonfärbung der Fragmente dieses Stücks sehr wahr- 
scheinlich, dais dasselbe keine Tragödie, sondern ein Satyr- 
drama gewesen ist^^), für welches tulein die Erscheinung des 
Meerdämons GlBukos^ ä v^ Qca^o^ Ldhg Ong gCov vSa zi ü^ifmi fragm. 
24) geeignet war. Wenn demnach der rkavxog UorvLEvg das 
dritte Stück der Trilogie und der Untergang des Glaukos durch 
die eigenen Rosse, die er^it Menscheufleisch gefüttert hatte 
(Paos. lU 18, 9, V 17, 4. ApolloX I 9, 3, XIII 9, 2. Probus 
zu Verg. Georg. III 267), den Inhalt des Stücks bildete', so 
war in der Perseptrilogie „eine historische Tragödie mit ganz 
verschiedenartigen mythischen Dramen verbunden'' (Bergk 
in Ersch. und Grubers Encycl. I 81. S. 361a). — Das 
Satyrdrama der Tetralogie hiefs ÜQOfifi^evg^ ohne Zweifel 6 
^v(^asvg (Feueranzünder), dessen Überreste ebenso unzweifel- 
haft diesen Charakter an sich tragen wie die anderen Aschy- 
leischen Stücke dieses Titels (iZpoft. 6 jtvQg>6Qogy äsaiidxijgj 
lv6(tsvog) tragischen'^). Ob jedoch dieses Schlufsstück die 
Stiftung der Prometheen (mit Fackellauf) enthielt'^) und an- 

82) O. Müller, ffriech. LitteraturgeBchichte II S. «85. 
33) 8o aofser Klossowski u. Gädechens auch Eolsfcer, in Fleckeisens 
Jahrbb. 1861, 8. 116 f. 

S4) Vgl. Welcker, Aach. Trü. S. 119 f. Nachtrag S. 30—86. 76. 314. 
35) Welcker, Trüogie S. 120, vergl. 8. 607. 



40 ISCHYLOS PEBSEB. 

\ deutete, dafs mit dem Sieff über die Barbaren fEbr die Hellenen 
< ebenso ein neues Leben begonnen habe wie durch die Gabe 
des Feuers (durch Prometheus) für die Menscbheif ), mnfs 
dahingestellt bleiben. Nahe liegt es an die Erzählung, welche 
Plut. Arist. c. 20 giebt, zu denken. Als die Griechen nach 
der Schlacht bei Plataa in Delphi wegen der darzubringenden 
Opfer anfragten, gab ihnen der Gott den Befehl, alles Fener 
im Lande, welches durch die Barbaren verunreinigt sei, aosza- 
löschen und neues Feuer von dem gemeinsamen Herde in Delphi 
zu holen. Der Platöej* JEluchidas, welcher das Licht in rasend 
schnellem Laufe ans Ziel brachte und dann tot zu Boden stürzte, 
war gewissermaisen ein Fackelwettläufer (ygl. Hermes YII & 
446). So konnte der Dichter auf den Gedanken kommen, mit 
der Darstellung des Siegs bei Salamis und Platää, welche das 
Mittelstück enthielt, die Stiftung des Feuers und vielleicht des 
Fackelwettlaufs als humoristisches Nachspiel zu verbinden. 

J2. Litte ratur. Aufser den Gesamtausgaben der Stücke 
des Äschylos ist unsere Tragödie eigens bearbeitet worden Ton 
C. J. Blomfield (1814, neueste Originalausgabe, London 1857; 
Leipziger Abdruck Lips. 1823); von Lauge und Pinzger^ BeroL 
1825; G. C. W. Schneider, Leipzig 1837; C. G. Haupt, Lips. 
1839; Meineke, Berol. 1853; R. Merkel, Lips. 1869; L. Schiller, 
erklärt, Berl. 1869; Oberdick, Berl. 1876; H. Weü, Paris 1884. 
Sachliche Erläuterungsschriften. G. Schütz, de Persanun, 
tragoediae Aeschyleae, forma et consilio, Jena 1791 fol. und in 
seinen Opuscula p. 29 ff. G. Siebelis^ de Aesch. Persis diatribe, 
Lips. 1794. H. Brentano, über die Perser d. Asch, mit Ve^ 
gleichung der Phönissen des Phrynichos, München 1832. L. 
Preller, de A. P. diss. inaug., Göttingen 1832 *» Ausgewählte 
Aufsätze, Berl. 1864 p. 1—22. Fr. Jacobs, Vermischte Schriften 
V S. 545—603. A. L. Boyer, Examen des P., Paris 1836. F. 
G. Welcker, über die P. d. Äsch., Rhein. Mus. V (1837) S. 
204-243 = Kleine Schriften IV S. 145-179. Fr. Vater, de 
A. P., in Jahns Jahrb. Suppl. IX p. 223—248. G. F. Güjam, 
de fabula A. quae P. inscribitur, Üpsala 1857. Hannak, das 
Historische in den P. d. A., Wien 1865. 67 S. Fr. van Hofe, 
de rerum historicarum in Aesch. Pers. tractatione poetica, 
Köln (Münster) 1866. 75 pp. F. A. Bülau, de Aesch. Persis, 
Gottingen 1866. C. J. S. Lundmann, Pers. Aesch. fab. quo 
consilio conscripta videatur, Upsala 1869. Hamacher, die Schlacht 
bei Salamis nach den Persern des Äsch., Trier 1870. 4. Keiper, 
s. oben S. 35. N. 23. Fr. van Hoffs, zu den Pers. des Äsch., 
Emmerich 1880. 8. 

Beiträge zur' Kritik und Erklärung. G. Hermann, de A. P. 
dissertatio, Lips. 1812 = Opusc. H p. 87—104. F. Passow, 

36) Drojsen a. a. 0. 8. 209 f. 



EINLEITUNG. 41 

Meletemata critica in A. P., Breslau 1818 ■» Opusc. acad. 
Nr. 1. F. Nake, zwei Programme de A. P.^ Bonn 1822 und 
1835. 4. a=s Opusc. I. Weidlich, initii P. A. ezplicatio et emend., 
Wittenberg 1835. 4. J. H. T. Schmidt, Obseryationes in A. P., 
Augsburg 1835. 4. C. Prien, Rhein. Mus. VII S. 208—245. 
L Schiller, kritische und exegetische Bemerkungen zu d. P. d. 
Asch., Erlangen 1850. 4. Klossowski, comm. de ultimo Pers. 
cantico, Trzemesno 1856. 4. G. H. Schütz, Symb. Aesch., Anclam 
1856. 4. Kupfer, Adnotatt ad A. P., Eöslin 1859. 4. A. Boss- 
bach, de Pers. cantico psychagogico, Breslau 1861. 4. Die 
Schriften Ton F. Heimsoeth s. ob. S. 20. Gh. Prince, ätudea 
critiques et ez^g^tiques sur les Perses d'Eschyle, Paris (Berlin 
Q. Neufchatel) 1868. XXIX u. 183 pp. R. Enger, zur Parodos 
in den P., Posen 1870. 13 S. 4 und Phüol. XIV, N. Rhein. 
Mos. XXY. R. Rauchenstein in Fleckeisens Jahrbb. 101, S. 
82-91. Wiel, de Aesch. P. exitu, Köln 1877. M. Schmidt, 
Miscell. Philol., Jena 1878. p. 13 — 16. Miedzychodzki, Adnot. 
ad A. P. specimen, Glatz 1879. 4. 

Abhandlungen über einzelne Stellen der Perser im Philo- 
logus von F. Wieseler, C. Volckmar, R. Enger, W. Dindorf, 
A. Meineke, (s. die krit. Anm.), sowie im Rhein. Mus. von G. 
Hahn (XXm S. 203-207. 704), R. Enger (XXV 8. 408-417), 
J. Sommerbrodt (XXV S. 439—441), M. Schmidt (XXVI Sf 
203—207), W. H. Röscher in Fleckeisens Jahrbb. 1870 S. 319, 
1873 S. 314 u. 1876 S. 27f. u. im N. Rh. Mus. XXV S. 439. 
Oberdick, Ztschr. für osterr. Gymu. XXIII S. 253 ff. XXIV S. 
797. XXV S- 241—245. 325-327. Toumier, Revue de philol. I. 

Chr. Muff, de choro Persarum f. Aesch., Halle 1878. 4. 

Verdeutftht u. ergänzt von Hermann K5chly, Heidelberg 
(1876J herausg. 1880. 8. 

F. Ritschl, Äsch. Perser in Ägypten, ein neues Simoni- 
deum, Rhein. Mus. XXVH S. 114—126. 



nEPSAI 



TA TOT APAMATOS HPOSailA. 

X0P02 rEPONTÄN. 
ATOSSA.. 

ArrEAOs. 

EIAfiAON AAPEIOT. 
SEPSUS. 



THOGESIS. 

rXavxog iv totg ^bqI Al6%vXov (uv&oiv ix täv ^oiviaöäv 
g>7l6.L 9qwIxov xoi}g IldQöag ^capasresrot^tfd'ca. ixti^6i, Sk %a\ 
xiiv iffX^v xov dQdiiatog tavrijv' 
* Täf iötl rtBQöäv x(Sv %dXav ßsßtiHÖxmv. 

icXr^v ixBt sivovxög iöxiv ayyikktöv iv ägxy tr^v SiQ^ov ffixvtv^ 
6X0QVVS x€ d'QOVOvg xtvag xotg x'^g aQxijg ytaQidQoig, hnavH 
81 7CQok(yyiisi, x^Q^S nQiößvxäv. xal iöxtv 1} yi,lv öXTivr^ totf 
SifipLttxog nagd xm xdq>m /tagstov 1} dl lunod'söig' Sigliig 
öXQccxsvödfisvog icaxd 'Eklddog xal xe^y fiiv iv llXaxauxlg^) 
vvxri^BCg^ vaxnixfi dh iv ZaXaiitvi^ xal dtd @e66aXiag g)evyov 
disTtsgauodTj elg xriv ^A6lav. 

*Enl Miviovog ^) xgaypdäv jiiaxvXog ivCxa OwBt^ IHgöug, 
rXavxo)^)^ TlgoyLti^Bt. * 



1) Man hat geglaubt, es müsse ^,^_^vxxaXBi^ heifsen. Aber das 
Streben, die Hauptpunkte des Stückes,^^ denen auch die in Form einer 
Prophezeiung gegebene Beschreibung der Schlacht bei Platää 805 ff. ge- 
hört, kurz zusammenzufassen, yielleicht auch mangelhafte Kenntnis der 
Begebenheiten scheint die ungenaue Angabe Teranlafst zu haben. 

2) D. i. Ol. 76, 4 oder 472 t. Chr. 

8) ÜotviBi ist in den jüngeren Scholien hinzugefügt. Mit dem nach- 
träglichen Beisatze IIotviEve wurde die Tragödie von dem Satyrdrama 
riav%og, welches die nähere Bezeichnung novtioe erhielt, unterschieden. 
Das Satyrdrama dieser Tetralogie, ngofirjd'Bvg, wurde zum Unterschiede 
von dem üqofifj^Bvg ÖsaiioitTjg und il. Xvdfievog (und 11, nvQtpopog'i) 
[nvifnafvg beigenannt. Vgl. oben S. 38 ff. 



AISXTAOT HEPSAI. 



43 



xopor. 

Tods iiiv JIsQöiSv %mv oixoiidvmv 
'BkUHf ig alav ni6zä xakattaij 

iÖQavioy qyvXaxegy xatä XQSößaiav 
ovg avtog avai S^ff^iJS ßaöiXsvg 
JaQSioyav^g 

itlBto xcigag ig)0(f€V£tv. 
dfitpl dh v66xm tp ßMikslfp 
%al nq^s idsfÖQQv ötQaruig ijSii As^^S^* 
xaxonavtLg &yav Sgöoloxetta^ 6J/5 S3< 
^{log iöad'ev. 

xäöa yuQ löxvg *Api,axoyBvi[g 
&im%Sj vvoQ d* avSQa ßccvte ^ 
xoHts xig ayyslog ovxb xig iscxevg 

u6xv x6 IIsQömv aq>i%VBlxai' 
otxs xb 2Jov6cav ij^ ^Ayßatdvmv 
xal x6 xakaiov KC66^oy egxog 



-\^ 



CL33 



10 



16 



ParodoB ohne PrologOB. Der 
Chor durchschreitet die Orchestra 
onter dem Takte der Anapäste des 
KorynhaiQs: erster Teil aer Paro- 
<Io«, V. 1—64. Anapästische Dirne- 
ter; TgL Westphal« II. S. 413 f. Das 
Auftreten des Chors wird V. 140— 
U9 motiviert. 

V. 1--7. in altertfimlicher Ein- 
&chheit ffiebt der Chorführer selbst 
Aa&chlaa darüber was der Chor 
diesmal Yorstelle. — xaSi^ von 
aiherer Bestimmung absehend, s. 
£r. 43, 4. A. 16 f. VgL 681. 861. Eum. 
^2. Aach 8. obep 8. 27. — »tava, 
171. 681. Xen. Anab. 16, 16: (Kvgog) 
*vv xoig nagovai xmv itictmv. — 
^^«»«1 der Palast des Xerxes in 
' Stua, wo das Schatzhaas des KOniga 
>ar (Herod. V 49, Strab. XV p. 
731). ^navaM^icßeiav wegen ihrer 
Ehrwürdigkeit und darauf sich 
grandenden Zuverlässigkeit. ~ Iqpo* 
9fVHv, Kr. 56, 8. A SO. 

V. 8—16. Stimmung des Chors: 
^esorgnis um den KOnig und das 
Heer. — ßa^ilsüo ffir ßaaiXiag, 
Die Dichter gebrauchen gern von 
%emiamen gebildete A^joktiva 



statt des Genet. (Er. II 67, 2 A. 1) 
und ßaailBvg hat die Bedeutung eines 
Eigennamens. — noXvavdgog auch 
73. 633. 898 — 6QOolon8Ctai,xaQda-\ 
tffvai, ^Qvßsrxuim Schol. — yoöc,| 
Braut, neuvermählte Gattin. VgLl 
Schol. zu Eor. Hek. B21^vvii(pfj 'ä 
agxi eig ydnov i^xo^/kivti^ iqxig noirn 
xmmg wog liysrai. — ßavSn}^ 
vlatiLxii (Hesych.)) ruft laut nach. 
Der Gedanke wie 183. — dyyilog 
ein Bote zu Fufs irgend welcher 
Art, tnngvg ein reitender Staats- 
Courier, äyyuQog, Über diese cSyya- 
QOi vgl. Herod. Vm 98. — l^ctv^ 178. 
461. Kr. 46, 1 A. 1. 

V. 16—20. Ausführung von V. 
12 f. Zuerst allgemein: die von den 
Centren des Reichs Ausgegangenen 
und die verschiedenen "^^^ffen- 
gattungen. — otti bezieht sich zu- 
rück auf näea i^tvg ^Aoiatoytvtjg* 
— 'Ayßaxava in oen altpers. Eeil- ' 
inschnften Hagmatäna, neupers. 
Hamadän, wahrscheinlich s. v. a. 
Ort der Zusammenkunft. Strabon 
(XIV p. 728) identifiziert Klagtet,] 
und £ovoioi\ Kiaala eine Land- ' 
Schaft der Provinz Snsiana. — Um 



44 



AirXTAOT 



XQoXmovtsg Ißav, 

olt (ihv ig> Ijtnmv^ ot d* inl vaäv^ 

xsioi XB ßädfiv /\ 

xoXifLOv özt^og naQijflvxBg' 
olog ^Aiuötgtig i}^ ^AQtafpQdvijg 
xal Msyaßdtfjg ^S* ^Aötdöaijgy 
xayol ÜSQödiVj 

ßatsUijg ßaöiXdtog wtoxoi (u^dXov^ 
öovyxqij ötgccTLag TtoXk'qg l^QOiy 
toioddßavtd^ % ii^ btnoßdrai^ 
tpoßBQol fihv Idstv, dstvol dh fidxtiv 

*/lQte^ßdQfig 9? LXJtioxdQiirig 
xal MaöiötQfjgy o %a to^oddjiag 
iöd'ldg ^Iiiatog, Oagavddxiiig dr\ 
vTcniov t' iXazriQ Ikxsd'dvfjg, 
aXXovg d* 6 ftiyag xal ytoXv^j^fiayv 
NetXog inB^^sv Eov6i6xdvrig^ 
TLriyaöxaytav Aiyimxoysv^gj 
o XB x'qg tB(fäg Mi^q>tdog &Q%oav 
liiyag ^Affödiiijgy xdg x ciyvytojis 



20 



25 



30 



35 



die letzte Silbe in ißaf zu ver- 
Ittngem, will Blomfield xol fkhv 
Bchreiben. Vielleicht aber lädst sich 
die syllaba anceps durch den Schlutb 
einer selbslAndigen Dipodie recht- 
fertigen. — V. 19. Wechsel der 
Darmellunff. atP(pog naQixovtag 
einen dicl&n Hänfen bildend. 

'Y. 21 — 58. Spezifikation der aas- 
gezoffenen Generale und Völker, in 
episcmer Weise. Die Namen nicht 
alle geii^u persisch, sondern nach 
unge&irem Klange gebildet, {tä 
li'hv x(ov ovopidtmv totOQtiagv, xd 
ii vsXsiiog inXacev SchoL). V^l. zu 
302. Ihre Häufung erweckte in den 
Hörern immer von neuem das frohe 
GefQhl des Sieges. 
' V. 21—28. 'jQxatpgiinjg 778. Ein 
Führer der Lyder und Myser W^t. 
bei Herod. VII 74. — MsyaßdtJig: 
Namen dieser Art bei Herod. VII 
82. 97. — Uatdanrjg : ein ^Tatdanrig 
Herod. VII 64. — eovvxai vgl. 
Suppl. 886. Sept. 31. — Das episcme 
T* Tiöi findet sich bei Äschylos noch 



zweimal um des Versmafses vOleB 
(996. Sept. 862). xh-^^i^h Che. 832, 
sonst f^di. — '^^ZVS ^^ tlij^w 
ntioff (m ausdauerndem Halte der 
Seele) nad^ Hom. v 28 xa B' of« 
x' iv 9ce/tf|7 HQcc&irj (Lsve xixlTivitt, 
V. 29—32. 'Agtsfißaptig (vgl 308) 
Herod. I 114—116 vgl. IX 121- 
Maeioxfffjg wie 971. Ein Jlfa«^«q$ 
ib. VII 82. IX 107. Ein Maßitxiti 
ib. VII 79. IX 20. 24. Ein *«?«»• 
ddxTjg ib. VII 79. IX 76. - 2otf*ff- 
yi7ff» gebildet nach Analogie tod 
*0<rxdv7ig Xxmd *Oxdvrig). Ober döi 
Spondeus im dritte Fnlto des 
Parömiakos V. 32 u. 152 s. Wtft-i 
phal« U S. 407 f. 

V. 33—40. Hervorhebung der 
äsyptischen lüGtstreiter im persi* 
sehen Heere. Quorum in nomero 
est Susiscanes etc. Ilnyaexvf^h 
nähere Bestimmung des S. : ,,deBse& 
Herrschgebiet an den Quellen dei 
Nils ist*'. Andere betrachten ITi/y«* 
cxdycw als Eigennamen n. schreiben 
Hf^aaxdfmv x Alyvxx^svtig» " 



DEPSAI. 



45 



Sijßag itpinmv *J(fi6(ia(fdogj 
xal Hetq ßattti vamv iffixai 

ißgodtatrav d* &cttai jivdiSv 
oxlog oZ X iiclnav tjxsiQoyevig 
xaxexovöiv idvog, xovg MiXQoyd^g 
'JifxxBvg X aLya%6g^ ßaöUilg dtimm, 
(X(d xolv jfflVftDc Zd(fdsig in6]^v$ ? 

8lQifV{ui xe xal XQiQQviia xdltj^ 
^oßegäv o^iv TtQoöLÖü&at, 
öxBvxat d* [bqov TjfuiAot; ar^Acerwg 
ivyov äfMfißäXetv dovXu>v ^EXXadi^ 
MaQÖaVj BaQvßigy Ap y^c axfiovec . 
xal &xovxi6xal Mvusoi Baßvkmv & 
^ xokvxQViSog ndfi(ii,xxov o%kov 
I xiniCH ^vgdfjv^ vaäv x inqxjovg ' 
kal ro£ot;Axc5f Xru^xi nifSxovg' 



40 



45 



60 



66 



3rt>9i(t.Bealenc.iyS. 1766—1776. 
- A^a^il^ ▼gl- Herod. I 809. VII 
11. 69. 2i4. — floyvyftog 974f. Sept 
32L Enrn. 1036; Bezeichnung des 
uralten. Nach Windischmann Ogy- 
gof >■ der Fintgeborene (augna 
samkr. Flnt). — Brfiai vor Mem- 
phii die Hauptstadt; vgl. Healenc. 
VI 2 8. 1786. — W^idffrapdoff, Herod. 
I VII 67. 78. — Die %U%oi (Bewohner 
des Nildelta)ttaX»fi«»taTot' ^9% x&v 
Atrmtlmv^ Thakyd. I 110. 

V. 41-48. Vom Sfiden wendet 
lieh die Anfitfthlong nach Norden 
ond dann nach Osten. „Und die- 
jenigen (leisten Heerfolge), welche 
dai ganse Volk anf dem Fest- 
land (Kleinaaien) einnehmen (aus- 
machen)**, insbesondere die klein- 
aäatischen lonier (Herod. I 142), 
di« aas Schonung hier nur indirekt 
genannt sind und für die in ^io^ 
1^9919 fielleicht eine leise Ent- 
schnkliganff (der ünfreiwiili^eit) 

deine. — ()uo« Arcteus et Sardes 
moltis enrribus vectos (vgl. 64) 
exdtant. Rhythmisoher und wahr- 
scheinlidi ursprünglich ist agaaci 
«oUofgi, da nur die anapftst^he 
I%>die ^Jw^^^ normal ist, nicht 



^£i^jL_ws^. — tilrj, Tayficrror, Ge- 
schwader. aQfikttta xiÖ'qtnna xal 
iiaXicn«y Schol. — V. 48 vgl. 27. 
V. 49->66. <rrs«Ta£, Hom. T 83: 
ffTSvrai ya^ %i inog W«ctv, Tgl. 
Hom. Q 626: axBvtai 6' 'OdvüijoQ 
a%ovaai, — Ibqov, dem Dionysos., 
Vgl. £ur. Bacch. 64 'Aoiag dn6\ 
yatag tegov Tfimlov dpLei^aüa '&o-\ 
dim — Bdnx''^^ ivaiopkivci. — Tffto»- 
Xov neXd^g kollektiv. Die nähere 
Bestimmung wird im folgenden ge- 
ffeben.^ — loytiig ß%fiovtg^ amivTjtot 
vno loytiigi tog unpuov vno üwv^Av 
Schol., qui incudum instar hartae 
(hostilis) ictus inconcussi ferunl — 
Mvooi nördlich von den Lydem; 
d%ovtioiigi ixQiopto ifcixavtoiüi l 
(Herod. Vit 74). Zur Zeit des jüngeren { 
Eyros waren sie vom GrofskOnig, 
nahezu unabhänffig (Xen. An. lu ; 
2,^ 28 f.) — nolvx^vüog 9. 46. — 
cvQSfjv de lon^ tiractn magnisque 
catervis quibusincedentesBabylonii 
vias impleverint (G.H.). — xoiovlnA 
InfftOTi maxovg, vertrauend auf den 
Mut, mit dem sie den Bogen spannen. 
Vgl. [lOPOfidxop inl fpQiv tild'ixfiw 
Eur. Phoen. 200, fiovütmotog — 
f^iffifLva Hipp. 1428, ßoiii9^6iiov\ 
cnovd'^g Or. 1671« 



46 



AirxTAor 



x6 fiaxaiQoq>6QOv t^ idvog ix ndörjg 
^Aöiag Sxstttiy 

dsivatg ßafJiXiag vjco noyMalg. 
rocovS' avd'og ÜSQöCdog atag 

otxBxai, avögäv 60 

ovg Tcip i TcäfSa %&mv ^Aoiäxtg 
d'gitlfa6a tcö&u) öxiysxcu ykaksgäy 
xoxdsg t' akoxoi & ^(iSQoleydov 

xstvovxa XQOVOV xQOfidovxai,. 

xsjtiQaxsv (ihv 6 TCSQöücxoX^g fjdti £xi^, a\ 65 

ßaöiksiog tfxQaxdg sig ävxlicogov ysixova xmQav^ 
IvvodifSfi^ öx&Ü^ xoQ^liöp a^sCil>ag 
Qpttirdvziäog''EkXag^ * TO 

K. noXvyoyLtpov odi^öfta ^vydv dfiipißaldv ct^xivi xovxov* 

xokvdvÖQOv S* *A6lag ^ovQM)g aQ%(OV *Avxioxq. a, 
inl xäöav j^ova xovßavöpiov %Btov iXaiivEi» 75 

tfi%d^€v, Tcstovößov x ^ fx xs %aka66ag^ 



/N/*l 



V. 56—68. Die Leibwache, die 

I zehntausend (Herod. VII 66) Per- 
\ ser; vgl. Herod.^ VII 64: nnqaixov 
' iltpoQf %6 aiuvanriv xaXiovütf ein 

karzes gevides Sohwert. — Sab 
ffravibuB regis imperiis; Ag. 748. 
Ghoeph. 28. 

y. 69—64. Zasammenfassnng. 
Stimmun|B^ der Zurflckgebliebenen 
hinsichthch d. Ausgezogenen. Über- 
leitung vom epischen fTeile zum 
lyrischen. ctivsTctt^ Sept. 872.^ 7gl. 
tQOfiiovtai 64; MofkJiv 179; tpdü^ai 
701 ; zu Ansto^h. nub. 281. — 
xBivovxa, pLrj%vvoii9vov SchoL 

Zweiter Teil, V. 65—113. Vier 
Strophenpaare , vorgetragen von 
dem Geeamtchore, bestehend aus 
ionici^jä_mi9Qrij( teü weise anakl%- 
sfiä^en (v. 86=.92. ~96»101. iÖ7= 
113) oder durch Synk ope in Ana- 
päste verwandelten. Das Mals malt 
das unruhige Auf- und Abwogen 
der Empfindungen, das Schwanken 
zwischen Furcht und Hoffnung. VgL 
Westphali m s. 291 ff. 314 f. Nebst 

II 2. S. 626. 

V. 66—72. „Das Heer ist über 

den Hellespont gegangen** (auf einer 

1 Schiffbrücke). — nsgüintoltg ihre 

^Absicht, 178, das homerische nto- 



UnoQ^og, — iwxiftoffav (Suppl 
644 f.) auf der anderen Seite dei 
Sundes gelegen. — Uvodia^€%t- 
Siq[ per ratM lineis vincnlu inter 
se iunctaa. Die einzelnen Schiffe 
waren zusammengenagelt {koIv- 
yofKpav^ vgl. Snppt 846) und dflDB 
unter einander aurch Stricke rer- 
bunden. VgL Herod. Vll 86. - 
Helle war Tochter des Thessalieis 
Athamas und der Nephele. ~ Die 
vielgenietete (feste) Bihn (die 
Schifibrücke, deren Zweck war ^ 
Bahn zu dienen) als Joch UJnwe^ 
fehd dem Nacken des Meeres. Vgl 
746 u. das Orakel des Bakis bei 
Herod. VIII 20 otav tvydw iis uU \ 
ßdlXji ßvßUvop. 

V. 73—80. „Und überschwemiBt 
und bedroht ganz Europa.*' do«- 
Qiog 764. Um so ruhmvoller vtf 
es ihn zu besiegen. — inl nicef 
%&6vaf nicht blo& Hellas. — srat-, 
fiavoifiov von dem Heere wie som 
pnxvüDQ 241 yon dem Heerführer, i 
^sCov: die Gröfte der Herde abe^ 
schreitet das menschliche MafB. — 
nsiovonov % in %e ^alaacag for 
nstovofiov x8 %al ^ctldcctop (ftn- 
tmov), Wechsel wie 19 f. — Unter w- 
verlässigen tüchtigen Bef ehlshaben; 



l 



_c 



nEPSAi. 47 

7c axwpiXoig iq>hai^^ xQveoyövoy yBveSg l660'€og q>oig. \80 

StQ. ß\ 

xvavBf>v d* 5f»ftcr<rA A£t;tf<ymv ^poviov di(fyiia dQaxovtogj 

xolvxetQ xal noXwavtag, £ vQt6v ^ Sgiia dicoxG^Vf 

indyei dovQixX'ötotg avägdöi, tolodccfivov "A^ri. 86 .<- ^. ^' 

da«ifio$ S* ovtig vxoötäg fisyäXa ^svfiati q>mxav 
ifio^olg BQXiöiv eüifyew Siiaxov xvf/M d'aXdööag* 90 

axQOöoiCtog yaQ 6 IJegöäv ötQatdg iXxtq>pmv ta Xa6g. ^"^ 

8oX6{i7jfnv y andtav ^bov xlg ivf^Q &vat6g äXii^ei] 

xlg 6 XQamv^ nodl Ttijdfißa xoS * evnstcig dvdö^mv; 96 

'AvrtöTQ, y\ 
fpiX6(pQ&v yoLQ naoaöaCvBi ßQotov alg aoxvag axag^ 
x6&ev oüc iötiv vnsQ^Bv v^v avatov H^aXvliav. 100 ^ ^ ^^ 

IkQ. d'. 
^BÖ^Bv yaQ xata Mot(f ixfdrrjöBv ro naXaiav, ijtiöXfiifB ^^^\ 
dh nigöaig 

o^vQos (iz^gog) Ag. 44. — - a^^vtfo-^ (aixarj)^ der Orientalen (neben «tlv-] 
70fov anro eatiM , sofern der [irj pqa%BZa oder axovriosr, 62. vgl.[ 
mjthiiche Stammvater der Perser, Jerem. 19, 36—38. Herod. Y 49. 
Peneos (Herod. VII 160), von seiner VII 61) der Bogen. Vgl. 147f. 239f. 
Mutter Danas in Gestalt eines gol- — Quantittt ▼on'il^i; wie Sept. 116. 
denen Regens empfangen wurde. 244. 844. 469. 
— iwo^ios fpmg homerisch. V. 87—92. unaufhaltsam ist das 
V. 81—86. Die Furchtbarkeit Heer der Perser und nach mensch- 
des Xerzes. — %vdv809y Hesiod. lieber Bereohnmig kann ihm nie- 
ScQt 7: ßXgwaffWf &ito xveewednv. mand widerstehen, wie man nie« 
Ibyk. fir. 2: "^Somg nvctvioiaiv fno manden zutrauen kann, dafs er 
flt^dqoiq xdnsif Si^fLaai ^«^KOffrc- durch starke Dämme die unbe- 
»0$. — Den Bhck der Schlangen zwingiiche Hochflut des Meeres 
hielt der Abei]|flaube fOr getuir- zurGckhalte. Der Dichter hat Gleich- 
lich ; vgl Basiliskenblick. — Reich nis und eigentlichen Ausdruck ohne 
an MaimschiüPb. Schiffen u. (Streit-) Vermittlung verbunden. 
Wsffen (Herod. VII 63: ovxoi tmo V. 98—101. Aber dem Tru^ der 
.ft|y EU^itctw inaXimfxo EvQiOi, vnd Götter kann niemand entrinnen: 
di TMP fiafffid^mp 'Aß9VQioi inXtjfhfi' durch Vorspiegelung von Glück una 
9U9, — Auffiülende und kaum unbe- Macht lockt er den Menschen ins 

Netz des Verderbens, aus dem dieser 



^ 



wnfste (Tgl. 848. 727; oben S. 31, A. 
\Vi) Ähnlichkeit mit dem Orakel vor 



ohne Schaden zu nehmen nicht 
der Schlacht bei Salamis, Herod. entkommt. Die Schuld, die vßqtg, 
'VII 140; naxet y«^ ftiv iffiilnei, nvQ welche den Neid der Götter weckt, 
;T< «al ^{vff'W^ijff, av(ftfiy9vhg «fj»« giebt der Dichter 742 fP., 782, 808 an. 
'(•«•V. — Die nationale AngnfiiB- V. 102—113. Der Chor deutet die 
vafie der Hetlenen ist das 96^ trfigerisohe Lockung an, der die 



48 






<^^[ 



\ 




A 



AISXTAOT 

ytoldfiovg «v(^odätxtovg _ 105 

8Ux€iv CxxioxäQfMcg xb xkivovq jcdlemv t ayaatthsstg, 

^AvtlfSXQ. d'. 

i^UL^ov d* evQVTeoQOio ^aXaööag xalimvoflivag tcvbv- 

luxu XdßQp 110 

iöogäv yt övriov alitog^ 
nl6woi Xsnrodößoig nsiöfiaöi XaoaÖQoig xb \ui%avaX^ 

xavxd fLOi {iBiMy%Cx(xyy Sxq. a, 

tpgrlv oßvööBTO^ V^ß^j ^^^ 

6ä IlsQöixov 6xQaxBt}fiaxogf 

xoiko ßfj noXv öxivv^- 

xai xivccvÖQOv fisy a6xv Ijovöidog* 



Perser Gehör geschenkt haben: 
sie haben die ätbewährte Krieg- 
führung, 2U der das Schicksal sie 
berufen, yeriassen (vgl denChorges. 
862 ff.) und sich ohne Beruf auf das 
Meer gewagt, naoaüaivn d.L eaCvüV' 
ca na^dyti. — Mit &g%vug «tag vfi^l. 
S£%tvov atriQ Prom. 1078. Hom. T 
91 aTi}9 ^ ndvtag daxeti, — ^iod'BV 
(^ i% ^tmv) aoiga, N&gelsbach^ 
nachhom. Theol. S. 149 f. — «KaTa 
Moio i%ifdt7iasv (Kr. II § 68, 48. 
A. 4\ sie hat es durchgesetzt und 
den Persern auferlegt u. s. w. Der 
Gedanke ist in zwei selbständige 
Sätze auseinandergelegt wie Ag. 760 
lAoyog HtVKtcei, p^iyav xeXeüG'ivTa 
\q>en6g oXßov tBnwovcd'ai — i% d' 
dfa^äg tvxag yivBi ßlaaxdvsiw 
duoQtCTOv oiivp, — nvgyodd'inxog 
aktive Bedeutung der passiven Wort- 
bildung wie dviifodatmtog Ghoeph. 
860 u. Ar. ran. 1264; vgL Ag. 116. 
— [nftio%doiiag %X6povg (Ag. 406), 
rossetummemdefl Toben. — dva- 
axdüBig Äff. 689. — noUai,90(i,ivag 
vom gewaltigen Windhauch auf- 
schäumend, Tgl. Hom. «oltijff dXog 
etc. Gatull 64, 13 : tortaque remigio 

Sumis incanuit unda. — inogäv 
or. od. I S, 19: qui (sicciB ooulis) 
vidit mare turgidum. —jSl^og, vgl. 
Suppl. 868 aXioQvxow SXeog. Das 
heüige Meer. Vgl. Plaut Mü. Gl 
II 6, 3 in lods Neptunüs templisque 
turbulenüs (das Original nagn^fa- 
ytt^eft). — Xsnxodofioig dünngebaut; 
Meineke lex'roTi^yoftff, dünngespannt, 



aus schwachen Strängen bestehende 
Taue (der Schiffe). LeichtBiim nnd 
Vermessenheit auf dergleichen sich 
zu verlassen. Xaonoffotg fULfttfaii 
Schiffe. 

r'Dritter Teil, V. 114—139. Zwei 
j Strophenpaare. das erste in ksta- 
lekt. trochäiscnen Dipodieen (teil- 
weise auch synkopiert); das zweite 
in den zwei ersten Versen aos «jn- 
kopierten (katalekt.) troch. üipo- 
p dieen (» Ejretikem), V. 8 ans einem 
trochäisch- daktylizchen Loga6den 
mit Aiiakrusis, Y. 4 aus einer trocb. 
Tripodie (Ithyphallikus) bestehend. 
y^L Westphal» iL S. 463 ff. 472 f.^ 
Wahrscheinlich wird das erÜT 
Strophenpaar von dem einen, das 
zweite von dem anderen Halbchore 
vorgetragen. Angst der Znrück- 
ffebUebenen um die Ausgesogenen, 
lyrische Ausführung von V. 69-64. 
V. 114—119. TavTtt, 169. 165. Ki. 

46, 3. A. 4 Tgl. zu Ar. nub. 319. 
Wegen der Gefahr, dafs Xexxes 
durch Übermut Verachuldung nnd 
Strafe sich und seinem Heere sn- 
ziehe. — (liXayiixmp pulla Teste 
indutus, i. e. lugens; TgL SuppL 785, 
Ag. 646 und das homerische 9f cVn 
dpiqit(iiX€H9ai, — diLvaüBxai lacexsr 
tur metn; 161. — iä vae, absicht- 
lich fremdartiger Klaf^eruf. Über 
den Gen. bei Inteijektionen Kr. 

47, 8. A 2. -p vooTO besieht sich 
wie 122 xowe' inog auf den ange* 
führten Buf.^ Vgl. Ag. 1834 *^^i 
iaeX^I^' tdde fpmpaw^ Born. 610 



nEPSAI. 



49 



xal t6 Kv66lmv nokiö^ , ^Avxi^iSxQ. a\ 120 

dvtiiovxov aöBxatj 

oäy Toür' Sxog ywaixonXri' 

ßvöötvoig d^ iv ninko^g «ifSy kaxig. 125 

xäg yag Cnnrikdzag xal nedoorißr^g ksmg Erg. ß\ 

öfL^vog mg ixkikomsv iiHiööai <yt)y ÖQxd^m (StQatoVj p- a-^ ktv 

rov dn g)llsvxtov i^ccfksitlfag &nq>otiQag akioy \W^ 

xgmva xoivbv alag. 

kixxQa d' dvägav 6dm «iiinkata^ dax(fVfiLaoiv' 
üeQ^Cdag d' dßoonev^stg ixdöta nod'^ q>ikdvoQi 136 

Tov aixfideina ^ovqov svva tiJQ' ditons ii^ a(iBva ^ ]' 

akV aya^ Uigöaij xoi* ivs^öfiBvot 




- \j-\i' 



'— -. V/AJ^ { ci~ 



- v; i 



[•■ -ir- 



rofr' ^og ^Qoovfiswog * Im di%a^, 
< — Jfolv, YgL Sept. 6 noXvg xaror 
%t6U9 v^voixo. iCr. 57, 5. — axi- 
rqtai Wie 62. 

V. 120— 126. KioaUov 17. — q>6ßa 
M ... eT^vfjtai xal aaszai xal . . . 
ziati. Kr. 54, 8. A. 5.' u. 12. yvvat- 
Mxlil^g Oftilog ist Apposition zu 
^olitf^a: die Yolksmenge der Stadt 
besteht nur aus Frauen, da alle 
Männer in den Krieg gezogen sind 
.xhavdQov aatv 119^. Im Schmerze 
werden die Frauen ihre Gewänder 
zerreirBen, orientalisches Zeichen 
der Trauer, 199. 537. 835 f. 1060. 
SappL 131. Choeph. 27 ff. 

V. 196-132. Begründung der 
Grörse der Besorgnis durch die 
GtOrse der Gefiüir. — nsdoattßiig 
wie Snppl. 1000 %9mdaXa ntsgovvxa 
nai xsSoüxißri. — %axaXeXoinaüi 
r^y noXtv aitoXov^ovvxtg iSlhMv 
»9 iiiXt9^ai x6 ^(i'^vog Schol. Wie 
alle Bienen, wenn sie schwärmen, 
der Königin folgend, den Bienen- 
btock Terlassen, so ist die ganze 
waffenfähige Mannschaft mit Xerxes 
angezogen. Für t^v noXiv (die 
Heimat) tritt gleich aus dem Gleich- 
nisse 9iAfJ9os ein; avv CQpiuq) axQce- 
r9y gehört auch zum Gleichnisse. 
Die Anakrusis besteht in Str. und 
Oegenstr. aus xov. — iictpksiifug (69) 
rov aß^i^9v%xov ifttpotigag aCag 
AtcHTix«, PerMT. 



140 



noivov SXiov nqmva (879. Äff. 307)J 
aggregative Häufung von fiestimJ 
mungen. ügdp von der hohen vor- 
springendenKüste {ttifoßXTJxBg anxai) 
u. oXio? ngeav wie novxov nqoßXi^g^ 
Soph. PUl. 1465. Die von beiden 
Seiten (a/iiqpt-) zusammen (%oiv6v) 
gejochte hohe Meeresküste beider 
Länder d. i. die die Küsten beider 
Kontinente verbindende Brücke ; 
noivop ist eigentlich Attribut zu 
dem in diitplisvnxov liegenden Be- 
griff Svyov (das Brücken j och ist 
beiden Kontinenten gemeinsam), 
hat sich aber in freier Weise an 
nQüova angeschlossen. 

Y. 133 — 139. Die Sehnsucht ins- 
besondere der einsam zurückgeblie- 
benen F^uen. 6dm f anovala Schol. 

— aßqofCBv^Big wie a^poyooi 541, 
zärtlich klagend. V^l. 41. 543. 
1072. — nsQOidsg . . . cxaffraKr.47, 
28. A. 3 und II 57, 8. Anm. 2. — 
alffiaBig von dem nationalen Unter- 
scnied der Bewaffnung (52. 85) ab- 
sehend. — cvvarifp 157. Suppl. 665. 

— dnoneu'f. CatuU 66, 29: virum 
mittens. TibuU I 3, 9: Delia . . me 
cum mitteret urbe. — no&m Xsißs- 
üQ'ai , in Sehnsucht hinschmaohten. 

— fiovotv^, eine Art Oxymoron wie 
,,einsam gepaart**, d. i. von dem 
Paar ist sie aliein zurückgeblieben. 

y. 140—154. Fortsetzung des 
ersten Teils und Ankündigung der 

4 



\^- 



ÖO 



AISZTAOT 



X]" lUTVl^' 



ötiyog aQ%alov 

q>(favtida xsdvijv %al ßadvßovXov 

näg aQa XQaööei S^Q^^S ßoLUiksvg 

^agsioysviigj 

to nax ^avv fiLOv yivog i}fi^£pov' 

noxBQOv x61iov ^vfia xb viiuovy 

7J doQvxßdvoy 

Xoyxrig lfS%vg xsxQdxrjXiv. 

&kX* fjds d'iäv t6ov 6q>^X(iotg 
g)dog diffuctai li^fjtfiQ ßa6iXiiogy 
^ ßMtXsuc d' ii/Lij, XQ(}öictxvm • 

xal XQOöfp^iyyotg S'k xqsAv avt'^v 
ndvxag i^v^oiöi XQOöaviav. 

m ßa^^civmf &va66a IlBQöidtov VTtBqftdxvi ^ 
fiijxsQ "^ ä^Q^ov ysQaid, xatQSj ^aQBlov yvvai 



145 



150 



155 



anftretenden Königin • Mutter, ge^ 
sproohen vom KoiyphaioB. Vier 
Systeme anapftstiBcher Dimeter ; vgl. 
Wettphal' n 8. 414. Der Chor seut 
■ich (bis 160) anf die Stufen, die 
zur Bühne (somit hier zum Königs- 
palast) hinanfPühren, und stellt, in 
Ermanglung positiver Nachrichten, 
Betrachtungen an, wie es wohl dem 
Xerxes und seinem Heere gehen 
möge. — %ff9ia d^n^oefinBt paratak- 
lltisch. — natQi»pviuo9 yivog^ sofern 
die IliQcai den Namen von dem 
[Urahnen des Xerxes. Perseus, tra- 
gen; vgl. 80. -- Ob das Bogen* 
anziehen (Bogenschießen, also die 
Perser, s. 86) das Siegende ist oder 
die Hellenen (doQvnffdirov, t^L 84). 
doQvnifavos (von d6(fv u. Kuoavoif) 
Xoyzijr ^0 Spitze am Eopfe des 
Speerschaftes. 

Mit V. 160 erscheint aus der Mittel- 
thfire des Hintergrundes der Bühne 
(auf einem Thronsessel getragen, 
vgl. 607) Atossa und wird von 
dem Chat ehrfurchtsvoll begrüTst. 
Atossa war nach Herod. VII 2 eine 
. Tochter des Kyros und die zweite 
Gemahlin des Dareios Hystaspis, 
auf den sie grofsen EinfluA übte 
(^ ydg 'Atoüöa ilxi to näp nffdtos^ 
10. 8), und von ihm Mutter des 
Xerxes. Vgl. S. 34, A. S2. -- J^smw 



otpJ^tilfioig, ein Glanz wie er am 
Gbtteraugen strahlt. — m^oouitf 
(zu V. 32) s. V. a. «QOtfivf«; 
was der Eoryphaios thnt, macht 
der übrige Chor nach. Älian v. i 
I 21: poiiog iatlv tntxoQiog Ilif- 
itaig %6p sig Ofp^alfiovg Jl^ona 
tov ßaatliag i^tj n^ts^op Xoytv 
(i$xaXayzd9H9 n^lv rj %qo€uv9^w 
avtov, Eur. Or. 1607 : ngoanvtu c, 
ivai, voiioiüi ßaffßa^iüt n^9nix'\ 
froy. — vQedv {i^tt)^ 96. 147. 

'Etttiüoaiow nQmxop (166—531), 
die Mittel- und Hauptpartie des 
Stücks, dialogisch gehalten teils 
in dem altertömlichen Mafse des 
Dialogs, dem tetram. trocb. csi 
(Wes&hal* U S. 468), teüs, bei der 
einfachen Erzählung, un iambischen 
Trimeter. 

V. 166—168. Bdgrfi&ung der 
Atossa durch den gesamten Chor 
(ndvtag 164). ßa^£«nroff erst über 
der Hüfte gegürtet, daher grofier 
xolnogy bei Homer vorzugsweiae 
Tracht asiatischer Frauen, q^äter 
ionischer und besonders ^von GOt- 
tinnexi, z. B.ßaO'vl^vog A^da^ Find. 
Ol. III 86. K. F. Hermann, griea 
Privatalt. 22, 21. — f^gvt^ il y<^*' 
Kr. 46, 2. A. 7. — 'O-so«, von Dareios 
imd Xerxes, nach orientaÜM^er 
Sitte, Curt. VIÜ 6.11. — svvätH^ 



IIEP£AI. 51 

ATOESA. 

tuvta dl} Imovö* txdvm XQyöeoptöljiqyg doiiovg 
xttl x6 ^aQSÜyu t$ xa^iov xoivov BvvatiJQiov, 160 

xat lu xaQÖiav ifi^öfS et: ^ovrig' ig 8^ vfiäg igS 
fii^dov, Ovdocfimg i^vrqg odd' ddsifiavrovj tplkoi^ 
fki^ liiyag äatfimv xoviöag ovdag dingitl/^ xodl 
olflov Sv ^aQBtög '^qbv oix Svbv d'BcSv xivog. 
tayxa ftoi di,7cX^ fii^iiiva q>(fafSt6g iöuv iv g)(fB6ij 165 

. fu/t' dj^fffi^Ldtotöi kduLTCBiv gxSg Zöov ö&ivog ndga^ 
HfjtB xQTiiidtiDv dvdvÖQiov nXii^og iv rtfig öißBtv. 
iöu ydg nXoikog y* dfiBfiqnjgj anq)l d* Sq>^aXiip q>6ßog' 
ofifia Y^Q ioftanf vo^kl^m ÖBönorov naQiwoCav, 

XQog tdd\ mg ovrmg i%6vtov xAviB^ övfifiovXoL Xdyov 170 
tovdi fiot yivBö^By IliQöai^ yriQttXia ni6x^jiaxa* \ 
fcdvxa yaQ xd %i8v* iv vfiXv i6xC fiot ßovXBV(iat€c, \ 

XO, £v x6d* ta^f, y y^g avM6a x^fJÖB^ (iij 6b dlg q>Qd6ai 
fiift' Ixog lifjx^ l(fyov äv av dvva^ig "^Btö&M ^iXji' 
BVfkBVBlg ydff ovxag i}ftag xavds övfißovXavg uaXBtg, 176 

wie in dem Chorliede 188; Tgl. 160 satf wird teils als Übenengaiig 

and ZQ Prom. 61. — ifpvf seng- (ßij — ldii.nBt9 mtI.), teils als £a& 

matiMh, da die Pandielisienmg der scnlafs Q»^ — üißnv) gegeben. Den 

beiden Glieder dulroh fihp ... A die M&nnem ohne Mittel ers&ahlt nicht 

AoffitttoBg de« ersten {tvvutj) als der Auhm, der ihrer Kraft ent-| 

Vokativ sa verbieten scheini. •— spridit, weil sie in deren Beth&- 

Nin forie pristina fortona (qnalis tigung gehemmt sind. Die Schfttsej 

erat sab Dario) nunc Persis mutata ohne den Mann sind auch nichv, 

est, in wekhem Falle Xerxes nicht wertiasch&tsen ; denn das erkenne! 

als 9ict (Herrscher von gOtter- ich j etst, da mir die Angst nm Xerxes ^ 

gleicher Macht) zu bezeichnen wftre. seigfc, daCs der Mann cue Krone des 

V. 169— 164. Auch Atossa ahnt Ganzen ist Vgl. Cho. 984 itp^tiX- 

üngläck. •- xavttt, 114. — äs xao- aov otnwv von Orestes, Enm. 1025 

i(u9. Kr. n 46, 16. A. 8. - c^^vi- ^ * ' '^ ^ -— •.- 

«fit 115. — iykavtiig d. i. der Ge- 
danke rührt nicht von mir her, 
•ondem ist mir dnroh den ftngsti- Y. 170-176. «969 xdd\ 780. 889. 

gttden Traum eingegeben. — pifaq Noch häufiger ngog Tav««, s. zu 

io^unr wie 726. — novicag ovaag Ar. nub. 990. Zudem erkl&rt durch 

dmth die Trfimmer den Boden be- die etwas prosaische Wendung (auch 

lUobend. Anders Uom. ,9145 s«^ Ag. 1898. Soph. Ai. 282. 999. Ant. 

Mv^ovtf«9 nMdCov (durchdiehastige 1198) nq ovx. i%, %, — IliQCaij 140. 

Hnefat). 256. 259. ~ In vobis sita sunt mihi, 

y. 165— 169. cavca, 114. — 99a- a vobis pendent. £ur. Hei. 1441: 

«to> Imv, niip^a9tui (vgl. «lay- h üol xodB, Soph. 0. R. 814: iw 

«loi 099* Ag. 598), eine zwie- «ol ya^ ^^isr. -> Reim am Schlüsse 

fiselie Obsorge ist in mir zum Grund- der Rede, wie 2*47 f. Soph» 0. R. 

mU gereift. Der doppelte Grund- 12 f. 76 f. Eur. Phoen. 1478 f. u. oft. 

4* 



Ofitttf yognä^rig x<^otwff 0Mi€iäog 
i^inoix' av wulBfig X6%og. 



h 



52 



AltXTAOT 



j4T. noXXotg (ihv dsl wxtiQoig dveigaötv 

ivvsiji dq>* ointQ ytatg ifiog fftsiXag iftifccxov 
^iaovmv y^v oHxstai TtiQpocv ^iXav^ 
&kV ovti aro rotwiJ' Jv^Qy^S BldSpfiy 
dg f^g icdQoi^Bv ai(pQ6v7ig' ki^m 8i aoi, 

idoiätf^v (loi dvo yvvatx^ eveifiove, 
ij fihv ninkoiöi, neQöixotg rjaxtuiivriy 
7J 8* avrs d a^qixotöcv ^ $lg 8^11/ fioAcfv, 
fisyid'Bi t£ tfSv vvv iicJCQ€XS6tdta jcoXv 
xdlkev r' d^^&j xal xaöiyu^a yivovg 
i;at;TOv* ndxQav d* ivaiov ij filv ^EXXdia 
xXiJQP Xa%ov6a yataVy tj dh fidQßaQOv. 
: rovToi (Stdöiv Tiv\ dg iyd *d6xovv dgäv, 
X BvtBvv iv dXXijXactSi. nalg d' iyLog ykokmv 
xaxel%B xdxQdvveVy aQ^iafSiv d' dxo 
isvyw6w avxd xal kinadv* in* av%hf(ov 
xl&rjfSi. XV f^^^ ^B^' invfiypvTo (TroÄg 



1») 



185 



19Ö 



— fnog . . . igyov, das ganse Gebiet 
des Möglichen, Soph. 0. B. 72. 
219f. 814f.— QoibuB nostra fiEiciendi 
potestas (facultas) praeire velit 
i. e. quae in nostra potestate sita 
Bimt. 

V. 176—180. Ensählung im Tri- 
meter. — ^9... aXXd (179^, Her- 
▼orhebnng des zweiten Gliedes, wie 
z. B. Hom. r 214: dyo^evt navga 
(ihv, alld (idla Xtyimg u. oft. — 
tfveA. atQ, parans, movens exerci- 
tum, Ag. 799. — 'Idovsg sanskr. 
lavanas, "j]^. Schol. Ar. Ach. 104: 

ßdffßaifoi i%dXov9. Insbesondere 
aber galt ja der Zug des Xerxes 
den zum ionisdien Stamme gehö- 
I eigen Athenern. — toiovS' iva^whg 
xygl. 618. Prom. 663) einen solchen 
'deutlichen. — ddofirjv vgL 48. 62. 

— BvipQOvfig ganz wie vimtog (200). 
y. 181 — 199. Atossas Traum. 

Bei dox«r» ist Subjekt bald der 
Trilnmende (188), oald das Ge- 
träumte (181 u. Soph. fr. 796 N.: 
idoädtrjv noi xm Sv* rpis^ffm uoXsiv). 
— ifonrjfidvTjj %B%ocfikri(iivii. Eur.Ion 
326: sv'^axriüai ninXoig, — Die spe- 
zifisch dorische (althellenische,^ho- 
meriscbe, vgl. HArod.^ V SS: £^ys 
iXXfivtTtn i0^'qgjtdauj^dQX'^^V''^''L 



yvvatnmv ^ uvrii iiv xriv jfvv 60 
Q(9a naXioiiev) Frauentracht vär 
das [iLaxiQw mit sc^dyixit um Un- 
terschiede von dem ionischen {ttsr 
nodfj^Tig (Herod. L 1. Hermaniif gr. 
Privatalt. 22, 2—8). — /leysd« alä 
göttliches Wesen; s. lav. I 7 [t^\ 
VUI 6) : habitam formamqne vin 
aiiquanto ampliorem augastioreni' 
que humana. — x£9 vvp txs«tst«T< 
brachylogisch s. v. a. innoBnMtata, 
xmv vvv «oX« htnQBntcxi^y Ki-ij 
§,49, 10. A. 6. ^Vgl. Hom. A m 
anviiOQtoxaxog SXXm9. B 678: «f^ 
Xiüxog apfJQ xmv aXXcav ^uvair, 
Tac. bist. I 50 solus omnium ante 
se principum. — naüiyvvjxay o^ 
sprüngliche Zusammengehöjigkeit 
der beiden Erdteile und Völker. 
— Patriam autem inoolebant altera 
graecam terram sorte naeta, alteri 
Darbaram i. e. patriam aceeperaot 
incolendam illa Graeciam, haec bv- 
bariem. — nXi^Qta der Geschwister 
unter einander,' wie die Götter 
(Hom. O 191). — ßd^ßagov helle- 
nische Naivetät: 255. 337. — ton« 
(188) und «VT« (löl), ~Kr. 68, 1. 
A. 3. — xBvxeiv, Kr. 65, 4. A. "J. 
Vgl. V^ 564 f. Soph. Trach. 123S: 
dvijQ o9^j dg iotnevy ov ^ifiii^ 



n EPS AI. 



53 



iv iqviaufi t* bIx^v evagxxov tfrdfia, 

dutönagäöösi xal l^waQxaiBi ßia 
avsv %aXivmVy xal ivyov ^Qcttis^ fiiöov, 
»bnBi 9* ifiog natgy xal natfjg jtaQÜftatai, 
JaQitog oixtitQiov 6q)4' xbv d* ogrog Sga 
SigJ^g, nistXovg ^ywötv diiipl öcifiatt. 

xal ravta pthv di} vvxtdg sl^idstv Xfyco. 
ixsl 8* äviöxriv xal %6Q0tv Tutkkitf^fomi 
i^avöa ggigygg , 6vv dvtjTCÖXca xbqI 
ßofkov nQoodötr^j AnoTQ67Cousi datfWfSi^v 
^iXatHfa ^Hksai, xiXavov^ äv tikri tdde, 
ogä Sh tpBvyfyirt aistov yCQog iöxagav 
4>o43ot;* q>6ßp d* afp^oyyog iözd^rp^^ q>iXoi' 
pLsdvöxsQOv dh xCqxov elöOQiZ dQOfltp 
xtsgotg iq>OQiiatvovra xal x^Xatg xdga 
ulXov^*' d' ovdiv aXko y^ij nttjÜag difutg 
xaQStXB* Tarn Sfioi^ye deifiat* alöidstVj 



h 



196 



200 



206 



210 



,Aaa that itolz mit ihrem Aufzog 
(dem Joeh nm den Nacken); da- 
gegen Europa (Hellas) schlag am 
sicL Eor.^fr. 818 N.: eindg atpa- 

li909 dffrimg dsdtyfikivov, — ^waff- 
9aiH ßia wie ßi^ fpiffsip von Pfer- 
den, welche durchgehen Soph. £1. 
785, Enr. Hipp. 1224. — avBv faXi- 
'•» der Zilgel ledig, sie abwer&nd ; 
Gegenteil 198.— s7«TCi vom Wagen. 
— «9« nacbhomerisch als Sing., 
P^m. 9. Sept. 469. 616. Eom. 610. 
TgL 091fr 759. — oxag temporal in 
der älteren Sprache, z. B, Hom. M 
808: T^9g 6 i^^Cyr\üetv onag CS09 
td6lo9 oo&fr. — ninlovg in weite- 
ster AoBaehnang des Begriffs, wie 
1060. Tgl. 182, ^ fnypvatv, 126. 
VoD Mannem ebenso Herod. III 66. 
Curt. y 12, 12. Der Schmerz Aber 
RinlCiikgeschiok steigert sich beim 
Anbück des Vaters, vgl. 168 f. 

T. 200— -210. BedeutunffSToUes 
Erlebnis der Atossa na<m dem 
Ttaame. — f^avoa «i^yiiff nach 
dem schlimmen Tranme , Ubertra- 
gong hellenischer Sitte, vgl. Ar. 
rsn. 1338 ff. Eor. Hek. 72. o. a. — 
{vv, Ag. 111. sacrifica manu arae 
iMistiti. ßmfioVf poetische Konstrak- 



tion (vgl. 140 f.), wie Soph. ir. 6941 
N.: xQoatfjvai iiiariv tgansfavA 
Übrigens (ot Jliffüai) ovvs ßafjtovg] 
xoiBvvtai ovre nvQ dva%a{ovat fitil-i 
Imrtsg ^^VBiv^i ov anovd^ xffiovtaijl 
ovnl avlqo, ov nifiiiaai^ ovnl ovXffCti 
(HerodL 1 132). — dnoto6xoi0i Stti-^ 
ttofftv, otg axoxffoniu^oaBft^a xovg^ 
ovB^Qovg Schol., vor allem Helios 
(Soph. El. 424 rilif SbIupvci towoff) ' 
oder Phöbos (206) nach hellenischer i 
Vorstellong. — ip xiXri tdÖBy denen 
diese Opfergaben angehören (zu- 
kommen). — 9o£ßov . . . woßtOj An4 
klang wie Ag. 1080 ff. Cho. 911. -4 
Hom. X 139: %£Q%ogyiXafpifotatog^ 
«CTsnyalir. — «a^a, tov aistov^ Tgl. 
210. Hom. 71 625 ff. : ixinxctto . . i 
%ilf%og, 'AnoXXiovog xu%vg ayyiXog"^ 
iv Sh nodBoaiv xIXXb niXBiav i%fov} 
Herod. III 76: itpavri (fm Traum)j 
IgrirLmv inxa (BvyBa^ dvo uiyvnimv 
^BvyBa 9u6niQvxa xb %aX xlxXovxa 
xal d(ivaao9xa, — ov9lv iXXo ij 
na^BCf9,Kr, 62, 3. A. 7. — Schol. 
A. : uBxov xov ISiQ^rjv qtrjüi, dia 
x6 ßaaiUndw mal yBvvatov^ tiQWna 
9\ x6 xmv 'A^rivaCmp (EXXrivmv) 
öxifdxBVfjka^ Siä x6 «pog xovg lUq- 
aag iXdxxova ifBiv %axd ttoXv xijp 
Svvuaiv. 



64 



AISXTAOT 



Vfi^tv d* aKOVHv. §v yag t6ts, Ttatg iftog 
nffäiag (ilv ev ^avi^aatog Sv yivoir* uv^q, 
naxäg 8h ngd^ag — wx vtuiidwog nöls^^ 
ömd'Blg d' bfiolmg t^öis xoifocvsl x&ov6g, 

XO.ov 66 ßovlofisö^aj ftiirsQ^ otfr' äyav tpoßstv Xoyotg 215 
ovTS ^aQ6vv€tv. d'sovg dh XQ06x(f0ic<ttg ixvovfiifrq^ 
il ti ipXavQOv sUsgj altoi) xmvd^ AnctgoTcifv z^lsXVj 
tä i* aya%^ ixtsl'^ ysviöd'ai 6oC tß xid xhtvm öi^sv 
xal noXst q>iXoig n näei, devtsifov di x(fij x^ig 
jyy TS xal q^^notg x^^^^^' x^BVfiBvtSg S* airov xdäi 2^ 
öov noöiv ^aQStov^ ovneQ ^g idetv fear' t^potn^, 
iöd'ld 601 nifMBW tinv^ ts y^g SvsQd'BV ig ^pdog^ 
rSfixaltv dh rdivds yaia tidxojfx yMVQW6^fu 6%6itm. 

xavxa dvf^(iavrig Sv 6oi XQcv(i£vwg »agyvs6tt' 
SV 8h icavtaxi xbXbIv 6ot xmvSB xgivofLBV nigi, 225 

AT. &Xkä fti)i/ Bvviivg y^ 6 Ttgätog zmvS* ivvxpÜDV «piT^g 
xaUfl nal dofLocg ifiotöv riji/d' ixvQm6ag fpdxiv. 
ixxBXotxo d'^ xd xQ^^'^d' xavxa 6\ mg ifpiB6ai^ 
ndvxa d7J60fiBV ^€ot6L xotg x* ivsQ^s yijg tpCkoig^ 
eix* av Big oHxovg fidAofici/, xstvo 6* ixyM^Btv ^il&j 230 
cJ q>iXoi,j 7C0V xicg *Ad7Jvag q)a6lv fÖQvpd'cci x^vög. 



V. 810—214. ifMi^t . . . ißCp dh, 
168. — Nach %a%aig dh nffd^ag 
bricht AtoMay um der königuohen 
Wtürde nichte za vergeben, den 
Gedanken an die schlimmen Folgen 
der Niederlage plötzlich ab und 
erwähnt das TrÖBtliche. das auch 
in diesem Falle noch bleibt. VgL 
Ag. 498 all* ij «6 j^aC^nv \i.&Xlov 

dnoaxiofm loyop. — onoiats, SüniQ 
xal itQoad'iv. Lukian. merc. cond. 
40: xoCg y^ttoaxoaiv titnoig ioindg, 

' Archüoch. fr. 91: oini^' öjims »dl- 
Isig inalov x^oa. 

Y. 215—225. Antwort des Chor- 
fohrers (in feierlichen troch. Tetra- 
metem). Vgl. Soph.^0. B. 89 f.: 
0VT8 ^Quavg ovz ovv n^dsiaag 
sipLl t^ ye VIII' Xoyqt. Das Rat> 
samste ist unter allen Unist&nden 
die Götter anzurufen. — ßfit^Qi als 
Eönigin-Mtttter (156), doch vgl. 664. 
— n^QötQonaig, supplicatioue. -* 
tpXavQOVf infaustum. Vgl. Soph« £1. 



646 ei ßhv niativiw h9'Xd (nftmliclLi 
tpdaaaxa ov9l^mp\ dog xtXtc^pi^ 
9l d iz^Qdf xoig ix^^i^tv ifuiaiit 
(Lt^sg. — .Enstath. Hona. Od. « 51S: 
olnstov vnt^oig ij jjo^. — y§ vgl 
628 f. 640* — ixffBvikBwmg mit uixov 
(nicht niunttw) zu verbinden (bitte 
freundlich} gestattet V. 224. Vgl 
609. — tddi, um folgendes, idbnlidi 
das niykneiv u. s. w. — dwyio^yttf 
(vgl. ^f&offo^off, Ar. nub. 877), h 
«09 ^fu>v fiavTCvdfieyoff, Gegenteil 
von 'O'sdjftcnrTiff. — sro^jirceie, zu 
Ar. nub. 174 u. Er. 58, 6. AS.- 
xbXbZv intrs. Er. 11 §52» 2. A. 1- 
Unsere Traumdentung geht dahin« 
es werde für dich alles gat sich er- 
füllen. Der Chorführer schliefst mit 
einem glückverheifsenden Worte. 
Y. 226—231. Es ist für mich 
ermutigend alsbald einer ao wohl- 
wollenden Auslegung an begegnen. 
x^iTi^Vf 520. Cho. 87. — ^««^««ffs, 
du hast diese glaubwürdige Aod- 
legung gegeben. Vgl. 521. — ^fof«i. 
216—219; xotg vff qp/iotff 220 f. — 



n£P£AI. 



55 



AT.alla (^ XfietQ^ ifi&g natg ti^ds Pngicaai jtökiv, 
XO, %a6a yuQ yivwt av ^EkXag ßa^Uimg vniJHOog, j 
AT,Ä9i Ti^ ndgiötiv aitotg dvögonlij^sia ötgatov; 2a5 

XO,iud öXQcetog toiovtog igl^ag nolkä dij Mijdovg xaxä. 
AT.wd ti XQÖg x(y6tot6tv aAAo; TcXoikog i^aQxrig ^oiioi^g; 
XO.dg^vgoyj^tDnj rig cciutotg kfxi^ ^öavgdg x^vög. 
AT.xitiQa yitf to^qvXxog ctlxiii^ äui xsQÖg iaoig ngizii; 
XO.ovdaiuig' f vtn (ftad ata xairq>SQaöaid$g öayaf. 240 

AT.tlg dh xoiiiav0Q laeöti xamdeCni^Bi 6t gar m; 
XO.wxtvog dovAot »ixXfivtai, fpmtig ai}d' vsttjxooi. 
AT.xmg Sv oiv fiivoiav avögag nolsiiiovg i^jjXvdag; 
X0,ä6ti ^aQiiov noXijv xb xal xccliv fp^stgai ergcctov. 
AT. inva tot kiysig xu&ircatv totg xBXovfSi, (pQOvzltiai,» 245 

XO.aXV if/Lol doxBtv, tax' Btöri navta vafLBQvj X&yov 






H h 



L 



tvu, Kr. 69, 28. vgl Sepi 338. — 
Genauere Erkundl^ang nach Athen, 
du (wie dem Dichter so auch) 
Atona (alB das anmittelbare Ziel 
des Feldzngfl) besonders wichtig ist. 
Die Fnge der Atossa erinnert an 
die Frage, welche Dareios auf die 
Kimde TOD der Verbrennung der 
Stadt Sardes durch die Athener u. 
lonier an emne Umgebung richtete, 
oTfivfp elnr ot 'A^vaioh (Herod. 
V 106). Mit hoher Befriedigung 
Dnffte der athenische Zuschauer 
bei Bch denken: „du würst die un- 
beachtete Stadt n&her kennen 1er- 
nen". 

V. 238-^838. n^g xaZg dvcfuag 
jmw wj^iPtMfuetmm xov ijX/ov, fem 
im Westaoy wo die Sonne Ter- 
•ehwindet, TgL 436. 643. Prom. 6: 
^m^wxiwmm dBcmmp h txQiftjnxoig 
9i9tu£. Die bansojuohte Ausdrucks- 
weise malt zugleich die grolle Ent« 
feniung und erinnert dadurch den 
Hörer, dafe er sich den Schauplatz 
der Handlung weit im Osten zu 
denken habe. — iXld fiijv (226) 
halb Einwendung gegen die An- 
gabe dea Chors, halb Verwunde- 
roDg darfiber, dafs dennoch Xerxes 
Q. s. w. Aber er hat es trotwiem 
getfaaa, weil Athen der Schlüssel 
zu ganz HeUaa ist. yiwoit' «y, tl 
A^ifpag 9H9. — fpi€eg,,.%tt%d steht 
Als n&here Bestimmung zu toiovvo^ 



S 



s. ▼. a. ,,um die Beschaffenheit 



»» 



es Heeres zu beurteilen, braucht 
man nur zu wissen, dafs es** u.a. w.). 
YgL Er. 67 ,^ 10. A. 1 (letztes Bei- 
spiel). — Mndovg ungenau st. IHq- 
oag, 791 und sonst. Erinnerung an 
Marathon. — SXXo, sc. ndgiottv 
«vtoig. ,Vgl. Herodot Vn 9: '*Ei- 
Xtivag ov xii/ka^üofki^a; xC99l6av' 

%olfiv 9\ xifr^fkixxartf S^a^ivx — 
y. 238 Hinweisung auf die Siloer- 
bergwerke TOn liaurion, Böckh 
Staatsh. d. Ath. S. 420 ff. 

y. 239—248. ya^, Erkl&rung zu 
236. ~ To{ovXxoff tt^x^^'f bo^n- 
spannende (56) Spitze ««Pieil. daoig, 
hostibus. — Speere für den Nah- 
kampf und ScnildOy TgL 84 f. 147. 
— noi^vmff 76. — ovv, wenn sie 
kein Oberhaupt haben. Herod. YII 
103 x«s «9 dwttiaxo . . . ioPXMg ye 
iX94^9fOt nuvttg opkoimguud ßfi 
1^' iwog «ifxopkspoi üXQaxm xoc^dt 
dpxufxijvaii Auf diese Brage des 
Xerxes antwortet Demaratos: iXiv- 
'O'f^Oi iovxig ov nuvxa iXev^Bffoi 
Bl0i' hiBüxi yäff üipi S»0it6x7ig vo- 
likog, xov ^nodstaaiwovvi' noXXtß ixt 
lutXXop ij ot aoi ci, — hxi^Xvdag 
wie Sepi 34 ; anders Suppl 196. 401. 
611. — iu6vxm¥ s. ▼. a. iXJ^^xmp, 
▼on nuuv (Purt.^ Aor.). Zu to^^ 
TCKOvtfi {xmv) Kto^Toy Vgl. Kl, 47. 
10. A. 1. — ionsiv^ Kr. 66, 1. A. 3, 



56 



AISXTAOT 



(.tnarr + 
1^ JVr. 



xttl q>dQH Oafpigjci, 3t(fäyog iu&kov ^ xaxov xXvuv, 

AITEAOS. 

G) y^g unüarig ^Aöiddog xokiöfiaraj 
cS IlsQölg ala xal rav^ nkovzo v Xifiijv^ 
ag iv fiiä nkriyfi xatitp^agtai nokvg 
okßogy ro n€Qö^v~d' avd'og o^xstai Ttsöov, 

Sfioiy xaxov (ihv tcqcjzov ayyikksiv xaxa* 
Ofimg d^ avdyxri näv ivanzv^ai nd^og^ 
nigpap' öZQttZog ydg nag oAcoAe ßagßdgfDv, 

rvocK 3 ? XO. avf,* avta xaxd, veoxoza Lzg. a\ 

^^gj3^j^, ,,,,, xal ddv*, atat diaivee^s, Iligöaij rdd' axog xkvovxBS. 



2o<) 



295 



/«krtP .rfii« («<i 



260 



; 



V 



•) 






I 



'jir.mg ndvza y* l6z* ixalv» diazsxgay^iva' 
xavzog d' diXnzag v66zi(iov ßXixm (pdog. 

« 

XO.fj fiaxgoßCozog ode yd zig 'Avztözg. a\ 

abov i(pdv%7i ysgaiotgj dxoveiv zoös n^iu asXnzov, ?65 

Ar, xal fiiiv nagdv ye xov Xoyovg akkaov xXvav, 
nigöai^y fpgdfSaifi' av oV inoßpvv^ri xaxd. 



TttV eAri7 Äff. 489. Soph. 0. E. 84. 

— Der Bote Kommt von der linken 
Seite (vom Standpunkt des Pabli- 

] kums). — Dieses Mannes Lauf ffiebt 
sich als ein persischer kona für 

'das Erkennen y man sieht es dem 
Manne an, dafs er ein persisdier 

l Läufer ist. — nqinn Suppl. 721: 
Jtoiftovaiv ävS^sgvrjtoi idsiv, Soph. 
El. 664: ngiytBi ig tvffavvog sloo- 

iQäv, Eur. SuppL 1066: ngsneig o^äv, 
y. 249—266. Summarischer Be- 
richt, zuerst lyrisch (wie Ag. 608 ff.). 

— Hesyc h. tccvg * ftivag, — nXavtov 
Xtpkiqv (nachgeahmt von Eur. Or. 

|1077 xal SrnfAU naxffog xal »iyag 

[TtXovTov Itaijv), Ton allen Seiten 

ist der Beichtum in die Stadt TSusa) 

eingelaufen und hat in ihr Anker 

) geworfen. — Zu 261 (vgl. 362 und/ 

jzu 466) s. Westphais ifS. 482. — 

Zu 263 Tgl. Soph. Ant. 277 : atigytt 

ydff ovSslg ayysXov na%mv inmv, 

— nigaai^ 171. Der Bote erblickt 
zuerst nur den Chor; Atossa bleibt 
nach der altertümlichen Ökonomie 
aus dem Spiele, solange der Bote 
und der Chor mit einander reden. 

— ßagßäQOiv 187. 



y. 266—289. Eommos, drei Stro- 
phenpaare des Chors, unterbrockeA 
je durch zwei Trimeter des Boten 

y. 266—261. Der Anfang bestellt 
aus lauter (elf) Kürzen, entsprediend 
dem wimmernden Charakter des' 
Lieds; die zwei ersten Kürzen (inj 
der Gegenstrophe vertreten doicb 
eine Länge) bilden den Aoftskt, 
(Anakrusis), die neun andern eioei 
trochäische Tripodie ; vgL Weslpbsl'l 
n S. 863. — ivMkg (1066. 1061) 
s. ▼. a. dvifiifög. — viownog (Sept 
808) 8. y. a. frtoc. — Der zweite 
yers ist kretisch-logaödisoh, mit 
einsilbiger Anakrusis. $utl9B99t 
(1047. 1064) benetzet euch (nüt 
Thränen). — agy ja thut es nur, 
denn u. s. w. — ifianeitQ. 617. 
— muvtog 9h und auch ich, 153. 
646. — voaxiiikop ipdog wie Homer 

y. 262 — 267. Wahrlich unser 
Leben hat allzulange gewährt ia 
unsem Augen, dals wir solches Leid 
Tomehmen müssen. — dnoviiv^ Kr. 
U 66, 3. A. 20. — Die Sache ist 
nur zu gewifs; ich war selbst Augen- 
zeuge. 



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57 



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XO. otoxotot, fLarav 

ta nokia ßiksa TcaiAfuyij 

Tä68' ttTt^ ^Aöidog ijAdcv a£ag 270 

daav 'EXXdda x&gav. 

AF.nX'q^ovac ysxQäv dvöTt&tfimg ifpd'aQfiivav 
£aXa(itvos axtal n&g ts nifoöxmgog t6«og. 

X0,6torozot^ (pCXfov *Avxi6xQ. ß\ 

ilidova jiiX^ 7tafLßaq>^ 276 

xctz^avwxa Xiysig q>iQ£6d'M 

xlayxtovg iv 6jci.Xdd$66tv, 
Ar. oi^hv yäg rjgxsc tö^a^ nag d* daiaXlvro 

6tQcct6g dafitt6&elg vätoiöiV ifißoXatg. 

XO. [vt* SnotfLOv iriQöaig Zxf. y\ 280 ^ ' "^ \ 
dvaaucv^ ßoav^ ^^^ V^ ,;.. / ^ 

ag däoi ndvra nayxdxmg J- . c 

^w6av' aiat (SxQaxov <p^aQdvrog. "^ ' '^ 

JF.o TtksUSxQv ix^og ovoiia Ikckaiitvog xXvhv -rrxp^ . ^ < 

ijpcv, xav *A^v(Sv cig öxiva ^Sftvrn/Livog. 285 

XO.öxvyval y* 'A^vai ddoig- ^Avxiöxq, y\ 

(i£fiv^0^at xo^ xd^a, 

dg noXXdg UeQöidmv (idxav 

ixxt6av avnoidag iqd^ avdvdgovg. 
AT.öiyä xdXai SvfSxrjvog ixnsnXijyfjLivri 290 



V. 268—273. Zwei trochftUche 
Vene (1. trip. catal.; 2. tetrap. cat. 
mit Aiuiknisu) und zwei logaOdi- 
acke. — Die ionische Form nolia 
anch Ag. 723. — 'äcig (768. SuppL 
457), d^^ffen 'äaiu a. 'äüias (12. 67 
ei. 249. From. 786). — nl^^ovai. 
420) 9iu^€99 Ag. 1220.— JSalafiCvog 
327, Westphal* II S. 486. 

V. 274—279. aUdova, mari agi- 
Uta. — naptpatp^, ganz mit Meer- 
'vasser angenillt (and angeschwol- 
len). — nXavutovgt nach aem Sinne 
ffilovs). Vgl. 803. 307. 310. — 
vntoiütp, wie SappL 2, Tgl. vafisQtii 
246 Q. zu 167. Endnng wie 336. 
^^ßolai^ 409; in der Seeschlacht. 

V. 280— 289. Drei iambiache Verse 
\l. kataL Pentapodie mit Svnkope 
des dritten il vierten lambos, 2. 
Q- 3. Tetrapodie, bez. Pentapodie 



mit Synkope im zweiten u. dritten 
lambas) n. ein logaOdischer, be- 
stehend ans Choriambus (d. h. Dak- 
tvlns n. synk. Trochäus) und drei 
Troch&en. — daoi wie 239. — ovoiia 
ZaletwtwQg nt!9C9zov i%Q'og %XvBi9 
wie ix^icxov %Xvtt9. — alai: Mtga- 
tov ip9nQivxog ist wie 116 der^an^ 
zustimmende Klafferuf. — ^oioig^ 
Athen seinen Feinden, also hier den 
Persern. — e»ir . . . inxiaav ist nicht 
ein von iiifi,9^0J^at abh&ngigerSatz, 
sondern ein kausaler Nebensatz, da 
sich zu i^tßvne^at aus dem Vor- 
hergehenden Ad^vmv ergänzt. — 
[läxtep §vna$Sagj weil sie die Söhne, 
dwdvd^vg, weü sie die Gkttten Ter* 
loren haben. 

V. 290—298. Dureh die letzten 
Worte des Chors indirekt^ aufgefor- 
dert lOet jetzt Atossa den Chor im 
Gespräche mit dem Boten ab. — 



58 



AI2XTA0T 






^ 



ro fMJtB ki^ai fiijt' iQon^öav 7tä9ij, 
iofi^ms d' ävdyx^ xr^iovctg ßgototg tpi^uv 
[d'etSv didovtmv niv d' ivaxtvj^g ndd'og 
l^ov Tcarafftjisj ^ 6tivsi£ naxotg oft^j 
rig ov ti%vr(HB^ tiva dh ual stsv^^oi^sv 
x&v qfixeketmv otfr' ixl tiKfinxov%la 
ta%^Blg avavÖQOV xd^w i^QfjfMV ^avoiv^ 

Ar, SÜifirig (ihv avrog (17 xe xal ßidn$i ^äog. 
AT. i^iotg filv elytag dcSfiaöiv fpdog fiiya 
xal livxdv ^ftaQ wxxog ix iiBiuyxiiiov. 

Ar,^A^€(ißdQfig 8h fivgiag l%mv ßgaßsvg 
öx vipXovQ naQ* äxxag d^sivBxat ^iXffftSv* 
xd xMagxog Aaddxtig nkriy^ äogog 
\7t'j^di](ia xovq>ov ix vacig dq>^Xato' 



s96 



300 



305 



\ 



vniQ^dlXn enthält einen negativen 
Begnff (es hindert durch seine 
GrOfse am Sprechen und Fragen) 
und ist daher nach Analogie dieser 
Verba konstruiert (Prom. 786 f.: 
ovn ipavtiaaoiittt to ^117 ov ycyo)- 
ycfty). -^ Soph. Phil. 1816: ay^poo. 
notüt tag pkiv i% ^bAv %^xag So- 
J^eicag iat' avay%ai:ov wigtiv, — 
nataatdg ffofafst, ruhig; Herod. III 
80 o ^offvpog xatietfi. — offtoff, an 
' den Bedingungssatz (anderw&rts an 
ein Partizip] angelehnt, gehört aber 
Obegrifflich) zu Xiiov, YgL 840. 
Sepi. 712: xi^ov yvwaiiiv, %aln9^ 
av atig^anf ofki»g. Choeph. 115: 
ßipkvriü' OgiatoVf xil 9vQat6g ia^' 
foffrfDc Plaut, mil. 1341: bene dicatis 
et mihi absenti tarnen. Er. II 56, 
18. A. 2. — Den Worten r^ff o« 
%i^vij%B hört man das änggÜlohe 
Verliuigen an, zn hOren, darsXerxes 
moch lebt. ^ d^xilaog für igxi- 
Ufos (vgl. BvyBiog u. eSytag)^ dgx^- 
Ittog, wenn nicht d^xtld»p herzu- 
stellen ist. — Das epische o« ts (vgl. 
Kr. jl 51, 8. A. 2) 'selten und nur 
bei Äschylos im Trimeter Vgl. 762. 
— Quem vero lugebimus ez ducto- 
ribus ut in sua statione mortuum^? 
tnl a%rinx, xax^Blg in imperio 
(dessen Zeichen das 9%^wtgav ist) 
constitutus. — ttfrav^ooi^proleptiBoh, 
Folge von ij^ijVo«. 8onh. Ant. 881 
notfiop dditn^top avdslg tpiXnv 



üxivdtiit iSur. Med. 435 tüg uw- 
Sqqv noitag oliceuia li%XQO%, 

y. 299 •> 301. Hom. A 9S: i|iiv 
tiuvtog %al inl x^opI di^nLop^hoiQ; 
dagegen Eur. Orest. 386: ov y«e 
(cd %a%otg^ q>dog d* 6p<S. — Soph. 
Ant. 600: S vitato tpdog h Oiilwi 
dpikoig. ^ i«, Ag. 900: nalUtf 9f 

Ittyxifiov vgl.ll4.Suppl.745.Cho.U. 

vT 302 — 330. Zur Antwort lof 
Atossas Frage schüttet der Bote« 
ehe er sich auf eine geordnete Er- 
zählung einlä(bt(337£), eine Folld 
▼on Namen aus, teils um der Dar- 
stellung ein konkret nationales Ko- 
lorit zu ffeben, teila um einseine 
tapfere Tnaten in Erinnerua^ so 
bringen. Über die Etymologie dieser 
Namen s. Einl. 8. 35 A 23. 

V. 302*-307. 'Agtsp^d^ng 29. - 
twnov 315. Thuk. I 62: 17 öunotU 
tixKog, — ßQaßsvg Lenker (Befehls- 
haber), vgK 78. Ag. 230. — tfw- 
tpXovg 78. — ^££vitai wird ge- 
stofsen an, vgl. 310. — ZtXrinai 
ein Teil des Gestades von Salamis, 
in der NShe der Tgonaüg &%^. 
— Mannigfaltigkeit der Wendongen 
für den einen Begriff des Gefaueo- 
seins. Mit bitterem Volkshomor 
305; abschwächende Naehbildong 
des von einem Feinde gosprocheDen 
Verses Hom. 22 746: ff luiVJlatp^ 
cr«^^, mg fiia nvßicxa. Ähnliche 



nBPSAI. 



59 



Tsvayeav r- igtativg BokxqUov i^aysv^g 

Attaiogj *A(f6a(ifig n Kd(^6tris tQitog, 
oW ifLtpl v^6av vijv nsknoß^fifuiova 
iivo^piBvot «vfiufpav iaxuQ&v %^6vtt ' 
nfffatg %b NMov ysi,toväv Jiywctfav 
jigxtivgj ^Adsvfigj xal ^SQ$a6axfis tgitog 
9aifvw%og, otda vaag ix (luig niöov. 
Xgv6i6g Mirakkog i$VQ^6vta^og ^ccvoivy 
Innov fislaivfig i^ysfuiv tQUfpLVQiag^ 
xvi^'^v ^anlij^ diöxiov yaveidäa 
hiyy\ ifieißanf XQäta noQtpvQa ßccq)^. 
9ud Mayog'jiQaßogy ^jig/täßi^g ts Bdxtifiog^ 
fJKlfiQäg (Utoixog y^g ixBt xaxitp^ixo, 
"AfLiatgig *A(i(pi6tQBvg ts xokvxovov äoQv 
vionßv^ o t' icd'Xog ^Agiofutodog IJdg dsöiv 
niv^og naQaöxoivj Usiödims ^' 6 Mv6cog, 
Bdgvßlg XB TtBvtfjxovta nBvtdxig vscSv 
xayogy yivog Avgvatog^ siBiäi^g onjp, 



310 



315 



320 



Toiiarbimc[ 310. 319. — Tenago 
prineepi mdigena. — i^itytvfig 
I. ▼. a. iyxm^tog; es war dies ako 
nicht das BegeliD&fsige; vgl. 44 f. 
mit 311; 34 f. mit 960; 38 mit 321. 
HeroNl YIl 96 f. VI 63: ipaiwiaxo 
09 ifPXH ot xav ^m^iiwp ^yt^oye« 
Alfvnxtoi iJ&wfwiH' — onodst, 
feiit, Tgl. ^^Ivrtui 303. 

V. 308—313. 'A^d^ng .37. «»- 
ltM^9C|»^. ^T^L 33), SaUmuB. Der 
SchoL Tergleieht das bomerisohe 
9%Xvt^gm9d XB 9ioßri9 (B 602). — 
««9MF#or (YgL 313. 876. 416. 468. 
490. 506. Kr. II § 28, 3. A. 4) Ton 
dt» Leichen, welche durch die 
StrOmong ' mit dem Kopfe gegen 
dae Land getrieben werden, s. v. a. 
ntötn£i9ip, — f8ixo9mp Sappl. 780 
igL 286. — 'ä^nxBv^ 44f. — 0a^ 
y«v|09, bei Herod. VII 88 ein ^«9- 
toofiy^. der aber tehon in Sardes 
Temnplückte. — vwg i* fiioe, drei 
ans einein Schiffe. 

y. 314*-319. Ghryie, Name meh- 
rerer laaeia nnd einer Stadt in 
Troai. — -atXa^^nys geht wohl nicht 
auf die Farbe der Pferde, sondern 



der Reiter. — nvgüijv steht als pro- 
leptisches Prädikat. Der schwane 
Bart ftrbte sich im Blute rot. YgL 
639. — noffwvQoi ß«9^ d. i. ßaqi^ 
utiunog. Vgl. fiom. d 141. — Mäyog 
entweder weil in der Zeit des 
Aflchylos die Quantität noch nicht 
festgestellt war, oder weil Aschylos 
den medischen Volksstamm (Herod. 
1 101. Strab. XVII p. 727. Plin. n. h. 
VI 26, 29) von der gleichnamigen 
Priesterkaste (irrigerweise) unter- 
scheiden Bu müssen elaubte. — iiix- 
o»«off dort sich (uirareiwilli^, als 
Toter) niederlassend, dort blähend. 
V. 320--3S0. nolvTtwov^ laborio- 
sum, Ton der Person, welche mit 
dem Speere gewsdtig arbeitet, über- 
tragen. ^ 'Agiofu, 38. — £d(fS$öi9i 
der Vaterstaat durch seinen Tod, 
wenn die Lesart richtig ist, da der 
Spondeus des 6. Fufses, dessene rste 
Länge die letfte Silbe eines mehr- 
silbigen Wortes ist, eine Härte ver- 
ursacht, die hier nicht durch die 
Hephthemimeris gemildert wird. — 
£nodiin^: ähnhche Namen bei 
Herod. V 26. VII 6. — Lyma , von 



\ 



60 



AIiaTAOT 



xsttaL ^avmv dsiXaiog ov fuiX* svzyxQg' 
Jjvivvtöig %B ngmtog eig sä^%{av^ 
\KiXlxtov i7CaQ%og^ slg aviiQ nXstötov tcovov 
Jxd'Qotg nagaöxoiv, s^xXsäg dnciXeto. 

voi(Sv8* ixÜQxav tav&* vmiivijöfhpf »igt. 
noXXäv xagovtav 6Xfy* äxayyiXXa xaxd. 

AT. alaVj xaxmv vifiCta 67^ xXva tdÖB, 
atö%ri XB nigöaig xal Xiyia xmxvfuxta, 

ätdg q>Qdöav fioi tovt* dvactgiitag ndXiv 
%66ov 8h xXijd'og {v vsäv iXXfivCd&v, 
m0r* dJ^L<SaaL nsg^ixp ötgatBVfiatc 
(idxTjv Owd^fai vatoiöiv iftfioXatg] 

Ar. TcXrj^vg (ihv äv 6dq>* t6^* Ixart ßdgßagov 
vavölv xgatfjaai. xal yäg "EXXtjöLv ftiv r/v 
I 6 aäg dgi&(idg ig tgvaxddag äixa 
vaäv^ dBxäg 81 iy^rpväB x^Q^S i^ycgvtog' 
Sig^'Q 8ij xal ydg olSa ^ xiXidg iihv ^v 
mv fffs nX'^^og^ al 8* vTcigxopMOi rdxBi 
ixaxov Slg f^öav hcxd d*'* A8^ IxBt X6yog. 
[irj 0OL 80XOVIIBV rgdfi XBL^ &^vai (idxjiy 



335 



330 



335 



340 



Steph. Byz. mit Lymemos in Troas 

identifiziert. — ov ftdl' avtvwog, 

nicht gar schön hergerichtet, der 

BchOne Mann. Elegisch. -- Sviv- 

vsüig kilikischer KÖDigsname. Drei 

I sind aus dieser Zeit bekannt (B. E. 

I VI 2. 8. 1628); gemeint ist wohl der 

'bei Herod. VII 98 (Kaii Zvivv, 

\'SlQOf^9ovtog) ; — Hat Charmid. 

\ ^. 168 A: ilg nivta ngätov elvui, 

— KtXlwov^ 273. — Eor. Herakl. 8 : 

n6viov nXaiatav fisti^Mv slg dvrjQ 

'HQanXiei. Kr. 49. 19. A. 5. 

y. 881—336. apaütQiilfag ndXiv 
(Er. 52, 2. A. 5. Eur. Hippel. 982: 
dps^tganrai ndXiv) s. v. a. Xoyip 
dveXd'civ, top Xoyov dvaXaßciv (repe- 
tens). —»offov 9$^ £r. 69, 16. A. 6. — 
alicSacfi, £^109 rjyijaaü^cti ^ ToXf»^- 
aaif Schol. A. vgl. Ei^m. 425. 

y. 837—348. nXii»ovg pkhp (vgl. 
845) . . ?«aT» (Ar. nub. 820: ^psnsv 
y$ 'ipvx'ng axs^ug) i wenn es auf die 
grofoe Zahl (allein) angekommen 
wäre; daher dv {yLQatrieui). — 
ßdgßaQOP (187), generisch, Kr. 50, 
8 mit Anm. 6. Vgl. Herod. yill 



82: ip tot'frt top ßd^ßagop %att 
Xovai. — Abgesehen von den 300 
Schiffen (und an her ihnen) waren 
10 anserlesene Torhanden, im san* 
zen also MO; Herod. yUI 82 (vgl 
ib. 48) gieSt 880 an, wovon 16 auf 
Sparta, 180 (ebenso Plat. Themist. 
14; rund 200 bei Herod. yiU 61, 
vgl. Diod. I 15) auf Athen kamen. 
Auf persischer Seite 1207 aach bei 
Herod. yil 79, Plnt '"'ffiemisi 14, 
sowie Diod. XI 3 {tfla^ovg tmf 
riXiatv xal diu%06£mp); nmd 1200 
bei Isokr. Paneg. 98. 97. 118 und 
Comel. Nep. Tnemistocl. 2; noäi 
ungenauer Plat legg. HI p. 699 B 
(pb£v fiXimp %aX m nXsopmp hi-\ 
tpiQot^svofP) und Cio. yerr. I 18.—' 
&d* i%Bi Xoyog Sept. 225. Choe. 621 
vgl. Ag. 1661, hier im Sinne: ,^90 
steht es mit der Berechnung, das 
ist die Rechnung**. 

y. 344—349. fftfj tfo» äonov^n, 
Prom. 247. 959. Plat. ApoL p. 2« 
D ! (in avtop oCbi tpQOvticai ^ccra- 
, du wirst doch hoffentlich nicht 



TOV 



glauben, dafs er um den Tod sich 



nEPZAI. 

dXX* mds daC^Lorv tig xarsipd'siQS ötgatov^ 
tdXavta ßifüfag ovx iöoggoxa» rvxtj. 
^ßol noXiv 0^lov0L IlaXldSog ^Bug, 

ATih* if* ^A^rfifäv iöz* dxöffdijtog TeoXig; 

jr\iväQ<Sv yag ovrmv igxog iötlv dög>aXig, 

AT.aQxq '^ vav6lv ^vfißoX'qg zig 171/; ipQaöov. 
ttveg xaf^Ql^aVy ndtsgov ^^EXXrfvsgj fuixrig, 
1} Tcatg ifiög, nh^^u xaxavxq^ug vsäv; 

jr.^Qisv fiiv, <D Siönoiva^ rov Tcavxog xaxov 
(pavBlg dXaptag 1} xaxdg daifimv xod'dv. 
dvfJQ y&Q "EXXrjv ii ^A&tivaiatv uzgatov 
iX^dv IXsl^B xaidl 6p S^ifij} tdÖBj 
og §i (AsXaivijg vvxtog Zl^stav xvi^ag^ 
'^XXf^Bg iy6 [iBVotsv, dXXd isiXfut0iv 
vamv in€vdx>Q6vz€g aXXog &XX00B 
8ga6ii^ x(^(paip ßiotov ixömöoiato. 

o 8^ Bii^g dg rjxovöBVy ov ^wBlg SoXov 



61 

345 



350 



355 



360 



Sorge macht? — Xei(pd',f inferiores 
foine. „An Zahl" erg^zt sich ohne 
grofaeMühe aus dem ganzen Vor- 
angehenden seit 884. %idt von 
ftar« sn trennen ist nicht möglich. 
— Da aaf natörlichem Weae das 
Geschehene rätselhaft bleibt, so 
racht der Bote nach einer übernatür- 
'Hchen Erkl&rnnff. — Das Bild vom 
Abwftgen des Geschickes Hom. G 
B9f. X 809 £F. — Mit einem Wort: 
4^1 ol . . ^aag> — Die Frage, ob Athen 
noch onserstört sei, wird nicht eia- 
fach bejaht (denn dies wäre gegen 
die WflLrheit. da die Stadt vor 
der Schlacht oei Salamis von den 
l^ersem eingenommen n. verwüstet 
vorden war), sondern dahin beant- 
wortet, dafi^ sofern die Stadt aus 
tivdQtg besteht (nicht aus Mauern 
nnd Steinen^, sie allerdings unzer- 
•tdrt and inre Schutzwemr sicher 
sei Alkäos fr. 22: o^ Ue'oi.tsifiav 
fv dc^offrct^ijroi, all' tcv^Qtg xoUog 
^97^ doiitoi. Soph. 0. B. 56 f. 
Thuh. Vli 77: avdgsg yag noUg, 
»«i 09 x9i%ri ov9h if^Bg iifdQov 
»c»a/. y^. auch besonders Herod. 
VIII 61. Flut. ThemiBt. 11. Ischin. 
I 174 (180). — dvdifiDv emphatisch: 
lolaoge es (echte) Männer hat, be- 
sitzt es ausreichenden Schatz. 



y. 350—354. Die Stellung der 
Worte in 351^ wie Eur. Kykl. 118: 
(ntiigovoiv, ^ xtp fcoai, JjjiiriTQog 
cxd%vv\ yffl. Hei. 1579 f. Ar. nub. 
257. Ovid. trist. 111 9, 12: (specula- 
tor) hospes, ait, nosco, Colchide,' 
vela, venit — Der y. 362 ist wie^ 
251 gebaut. — dldotonQ (Suppl. 4154 
A^. 1501. 1509) heiAen nach Galenod 
avxol xi oC av^Qgmoi of xä ala^xai 
(vgL 990) ioyaadfksvoi (Soph. Ai.| 

Bei Äsch. findet sich nur letztere 
Bedeutung (Bachegeist bes. für be- 
gangenen Übermut), s. Näffelsbach, 
nachbom. Theol. S. 482 f. Keck zum 
Agam. S. 17 — 21. — 9o9b9 um nicht 
zu sagen ix ^imv xivog, 

y. .B55— 360. Beschreibung des 
yerlaufes der Schlacht bei Salamis 
(355—482). dviiQ ISUijt', der oUi- 
xiig und ntn.duyto'^og im Hause des 
Themistokles, ZUiwos^ im Auf-' 
trage seines Herm,~^erod. VIII 75 
(Diod. XI 17), wo auch: fpQaaovxa, 
oxi ot iSllriPeg 9Qrjaii6v ßovlBv- 
ovxai %axaQQa)d7i%6x$g. 2lQaafi6g\ 
war wohl das authentiBche gering- 
schätzige Wort. 

V. 361—373. doXov . . qpddvov . . 
Xdyoj'(vgL Suppl. 942 ff.) bilden eine 



60 



AIiaTAOT 



\EvivvB6iQ XB ngStog sig ^6ilfv%lavj 
KMxcDv iJCUQXog^ elq dviqg nkBtötov xovov 
Hxd'QOtg naQMxmVj eixXeäg dxcilsto. 

roiävä* indgxav rav^* tmiiivij0&fiv xifi. 
nokkäv TcaQovtav ik(y^ dxayyiXXm xaxd. 

AT. alat^ xaxmv vifujxa 8'^ xXva rdds, 
ataxri xb TUgoaig xal ki/yia xG^xvuLaxa. 

axäg (pQaöav fiot xovx* dvaOXffiitag xdXiv 
noöov äi xXijdvg {v vsäv iXXfjvCdmVj 
ßöx* dl^uSaat nsgeixä öXQaxBVfiaxv 
fidx'^v öwd^ai vatöiötv ifißoXatg] 

Ar. xX'q^ovg (liv ßv 0dg>* Ard' ixaxL ßagfiagov 
vav6lv xgaxfjöai. xal ydg ^XXr^6iv (ihv ^v 
I 6 nag dgi&(i6g ig xgucxddag Sixa 
vaävy ÖBxag ^Ij5v_w5v^. X^^glg Ixxgixog' 
Sdgijl äiy xal ydg olda^ X^^^^S f^^^ ^^^ 
(DV fffB nXfj&og^ aC d* vTcigxo^noi xdxBv 
Bxaxov dlg r^Cav ixxd d'* tSd* IxBi Xoyog. 
fci/ öoi doxoviiBv xySs XBi ^&^vai (idxv^ 



326 



330 



336 



340 



Steph. Byz. mit Lymemos in Troas 
identifiziert. — ov fi^dl' svtvwogf 
nicht gar schön hergerichtet, der 
BchOne Mann. Elegisch. — Sviv- 
vBOig kilikischer Eönigsname. Drei 

' sind aug dieser Zeit bekannt (B. £. 

I VI 2. 8. 1528); gemeint ist wohl der 
bei Herod. VII 98 (Äa»S Zvivv. 

^'^QOfii9ovtog) ; — Fiat. Charmid. 
\ p. 168 A: tlg nivta ngätov slvat. 
— KtXixmv, 278. — Eur. Herakl. 8 : 
ncv0»v nXelaxav fkexiürop slg dvrig 
'Hganliet. Kr. 49. 19. A. 6. 

y. 331 — 336. avanxQB^ag naXiv 
(Kr. 62, 2. A. 6. Eor. Hippel. 982: 
dviütQantai ndXiv) s. v. a. Xoym 
dvfXd'mVj top Xoyop dvaXaßoiv (repe- 
tens).— »oaoy di^ Kx. 69, 16. A. 6. — 

üai, Schol. A. vgl. Enm. 426. 

V. 837—843. nXijd'ovg pkhp (vgl. 
846) . . ^%ati (Ar. nub. 320: lv£xefr 
y» '^vfrig ütEi^äg): wenn es aaf die 
grofoe zahl (allein) angekommen 
wäre; daher dv (HQaf^aai). — 
ßäQßuQOv (187), generisch, Kr. 60, 
3 mit Anm. 6. Vgl. Herod. VIII 



82: iv xotüt votr ßdqßaf^ natM- 
Xovüi. — Abgesehen von den 300 
Schiffen (und anf^er ihnen) waren 
10 aaserlesene Torhanden, im ran- 
zen also MO; Herod. VIII 82 ^gl. 
ib. 48) gieSt 880 an, wovon 16 anf 
Sparta, 180 (ebenso Plat. Themist. 
14; rund 200 bei Herod. VIII 61, 
vgl. Diod. I 16) anf Athen kamen. 
Anf persischer Seite Igg? audi bei 
Herod. VII 79, Plnt ^Eemist. 14, 
sowie Diod. XI 3 («Xs/o«g xAv 
XiXlmv xal dw%09lmp)\ nmd 1200 
bei Isokr. Paneg. 93. 97. 118 and 
Cornel. Nep. Tnemistocl. 2; noch 
nngenaaer JPlat. leeg. HI^p. 690 B 
(vsov fiXloüv %a\ m nX^ovmp kni- 
wegoaevtav) und Cic. Verr. I 18. ~ 
i9' €xBt Xoyog Sept. 226. Choe. 621 
vgl. Ag. 1661, hier im Sinne: „so 
steht es mit der Berechnang, das 
ist die Bechnnng*'.^ 

V. 344—349. fftn tfoi äonovßBv, 
Prom. 247. 969. Plat. Apol. p. 28 
D : (in avtov ohi q>govxCü€u ^opd- 
Wf du wirst doch hoffentlich nicht 



xov 



giaaben, dafs er am den Tod sich 



n£P£AI. 

aAA' dSs daifimv r^g xat6<pd'stQS 6xqu%6v^ 
xdXavza ßgüsaq ov% üsoqqoxu» tv^Q, 
^Bol TCoXiv öüi^ovöc IlaXküdog d'sdg. 

j4Tiix* ig* ^A^rjfifäv iöt* dstöodiftog xoXcg; 

Ar\av8Qäv yag ovtmv sgxog iötlv dötpaXig. 

AT. dgx'q 8h vavclv 0vfLßokrjg zig i]i/; ipQdöov, 
xlvsg xaT^pScri/, nitsgov ^XkrivBgj iidxtjg, 
^ xatg ifiög, xhj^si xatavxijöug vsäv; 

Ar.fjgiev fihvj d diöitoiva^ xov Tcavxog xaxov 
(pavslg dXdpxag ^ xaxdg daifioDV %oQ'iv, 
dvi^g yag "EXkriv £§ ^A&tiva£<ov öxgaxov 
iMdv IXbI^s Tcaidl 0a Sigiij xd8i^ 
wg sf ftsXaivijg vvxxdg tl^exai xpitpag, 
TSXXfivsg {yd iievotsv^ äXXa aiXfiaOtv 
vaßv iasvdvgovxcg aXXog äXXoöe 
8fa6iitS xgvq>aip ߣoxov ix^möoiaxo. 

8^ sv^g dg ijxovösv, ov ^tn/elg SoXov 



61 

345 



350 



355 



360 



Sorge macht? — Xsitpd;, inferiores 
fhisBe. „An Zahl" erg^zt sich ohne 
grofse Mühe aus dem ganzen Vor- 
hergehenden seit 884. %i9s von 
fia^O zu trennen ist nicht möglich. 
— Da aaf natörlichem Weae das 
Geschehene rätselhaft bleibt, so 
sacht der Bote nacdi einer übernatür- 
Jüchen Erkl&rnnff. — Das Bild vom 
.Abwägen des Geschickes Hom. G 
,69f. X 209ff. — Mit einem Wort: 
^soi . . ^Bag. — Die Frage, ob Athen 
noch nnzerstOrt sei, wird nicht ein- 
fach bejaht (denn dies wäre gegen 
die Wfl3irheit, da die Stadt vor 
der Schlacht bei Salamis von den 
Persern eingenommen u. verwüstet 
worden war), sondern dahin beant- 
wortet, dafii, sofern die Stadt aus 
awdifBg besteht (nicht aus Manern 
und Steinen^ sie allerdings unzer- 
stört and inre Schntzwehr sicher 
seL Alkäos fr. 22: o^ Ue'oi xeifiiov 
Bv^deäoiiai^ivoi, all' olvägig noliog 
woqyoq aorjitoi, Soph. 0. R. 56 f. 
Thok. yil 77: apdQBq yuQ noXki, 
«ffi 00 xbIxh ovdh 917«« iifdgav 
%svai, y^. auch besonders Herod. 
VUI 61. Fiat. Themist. 11. Ischin. 
I 174 (180). — dvdffAv emphatisch: 
solange es (echte) Männer hat, be- 
■itzt es aasreichenden Schatz. 



V. 350—354. Die Stellung der 
Worte in 351^ wie Eur. Kykl. 118: 
öneigovaiv, rj tob ^cotft, JijfiritQog 
atdxvv; Yffl. Hei. 1579 f. Ar. nub. 
257. Ovid. bist. III 9, 12: (specola- 
tor) hospes, alt, nosco, Colchide, 
vela, venit — Der V. 862 ist wie^ 
251 gebaut. ~ dkdaTfOQ (Suppl. 415J 
Ag. 1501. 1609) heiAen nach Galenoa 
avToi Ti oC avd'QBmoi of tck aXacrai 
(vgl. 990) iffyaaaiiBvoi (Soph. Ai.| 
374) xal oC TtfAo^ol avtAp du^iioveg.] 
Bei Äsch. findet sich nar letztere 
Bedeutung (Bachegeist bes. für be- 
gangenen Übermut), s. Näffelsbach, 
nachhom. Theol. S. 482 f. Keck zum 
Agam. S. 17 — ^21. — no^ev am nicht 
zu sagen in deo» ttvog, 

V. 855—360. Beschreibung des 
Verlaufes der Schlacht bei Salamis 
(355—432). dviqQ "EXXriVy der o^«^ 
Tng und natdayrnyog im Hanse des, 
Themistokles, ZUivvos, im Auf-/ 
trage seines Herrn, Herod. YIII 75 
(Diod. XI 17), wo auch: tpQciaopta 
Ott ot 'IßXXrjvsg 9Qrj<tiiköv fiovXBy- 
ovtat- %azaQQad7ix6xsg, dgaüfikog 
war wohl das authentische gering- 
schätzige Wort. 

V. 361--873. doXov . . tj^ovov . . 
X6yov{ygL SuppL 942 ff.) bilden eine 



62 



AI2XTA0T 



/!y /i^<^Z. 



"Ekkfjvog ivdgog ovdh tdv d'säv <pd oyoy, 
näöiv TCQoqxavBl x6v6b vccvaQXoig Xiyov 
svx* av g>Xfy<ov d%%Unv f^Xiog x'&dva 

^viVi ^'^^V^S 'i rifLsvog ccl^igog ^ßg^ 
xi\ai vBfSv 0ttq>og ph^ iv öxoixoig xQi6lv 
ixTcXovg g>vkä60siv xal xogovg aXiQQO&ovgj 
aXXag 8h HvxXtp v^^ov. Abtvxog nigi^" 
dg bI (lOQOv (psvioia^^ "EXXfjvsg xanov, 
vavolv xQVipatag dgaafidv evQovxBg xivdj 

' näatv axigsa^ai xgaxög ^v xgoxBtiiBvav. 
^ xo6avx* iXsl^B xdgd'* vn* BJd'viiov ^QBvogr 
ov ydg x6 (liXXov ix d'Bäv iJ7Ci6x€exo. 
oV d* oix äxöefiiog, iXXa jCBid-dQxa^ q>ifivl 
äBtstvov X* inoQ^vvovxo^ vavßdxi^ r' dvi^Q 

j XQOxovxo xoinriv OxaXiAOV &iMp* b^ij^bx^mv* 
ixBl dh q>Byyog ^^Xiov xaxitp^vto 
xal vv^ ix^Bij näg dvrJQ xaiargg &val^ 
ig vavv ixaiQBij nag d' ojcXmv ix^öxdxrig' 
xd^ig dh xd^iv ycaQBxdXsi vsmg iiaxQag' 



366 



STO 



375 



380 



Art Kette. — ^bAv ip^ovov auf 
die aofserordentliche Macht des 
Penerreiches. Der Mann aus dem 
Volke spricht im Sinne des Volkes ; 
anch scheint def Dichter in diesem 
Ältesten Stflcke seine späteren rei- 
neren Gottesbegriffe noch nicht 
ausgebildet zu haben. — '^IXriwog 
d. 1. obwohl er sich bei einem 
Hebenen der List hätte yersehen 
sollen. Als listig erscheinen die 
Hellenen den Barbaren, die Ge- 
bildeten den Ungebildeten. Mit 
wohlgefälligem Lächeln mochte dies 
( der Athener vernehmen. — $it' 
av, 230. Der Ausdruck pathetisch 
wie 357. 386. VgL Hom. » 168: 
ilM>s S' ^liiltog natidv xal inl 
%9iqjag riX^a, * — rifievog al^'i^og 
Enniüs ann. 50 V. (vgl. 67. Trag. 
421): caeli caerula templa, u. Trag, 
227: magna templa caelitum, 
commizta stellis splendidis! — xd- 
(a», Krv 55, 3. A. 13. — qivldß^Biv^ 
ebd. A. 20. — Die halbmondförmige 
Bai von Salamis war durch die per- 
sische Flotte, welche sich quer vor 
dieselbe legte, abgeschlossen. — 
y^cov ACttvtog 807. — Machte sie 



mit ihrem Kopfe dafür verantwort- 
lich, dafs die Hellenen nicht ent- 
rinnen; vgL^Plat. legg. m p. 698 C :^ 
^avutov avtm (dem Datis) ngost"] 
nmv ffti7 JK^d^avti xavta ; auch 1 1 
Kön. 20, 89. — ii^yLog wohlge- 
mut (vgl. 394), nichts Arges ahnend. 

V. 374-~885. diinvov xb inooev- 
f^oyxo, als ob folgte: xd xe Sita 
naf^BcnBvdtovxo, — Hesyohius: t^nh) 
nmaa^^aij x6 xtjv^ nmiefiP ^Qog rovj 
ünaXi^bv ^^tfat xa xoontox^gi. Vgl! 
PoU. I 87: anuilpkog' o9'8v al xmaf\ 
i%9iovxat, — svif^sraofrproleptisch;! 
denn erst durch die Befestigung 
des Ruders wurden die Pflöcke mit 
Rudern wohl versehen. — xoMri^ffV 
avat (vgl. 388), nachgeahmt von | 
Eur. Kykl. 86 und im Teleph. (700 1 
N.) ndnrjg dvaüOBiv, welches letc- ^ 
tere Anstot. Rh et lll 2 tad elt, als 
dnifBuig, oxt. y^Btiov tö dvdoüBiv ij 
nax^ dfiap, ^- näg— nag 9h wie 408. ^ 
— onXmv intüxctxfig s. v. a. onXi" 
xrjgj inißdxijg^ miles clasnarius, in 
derselben Weise wie %<on. av. s. v. a. 
xoAijlaTijg, kffixrig. — vBmg pkanifdg [ 
(Gegenteil axQoyyvXa b. v. a. ipo^ \ 



HEPSAI. 



63 



nkiovöi, d' m^ sxMtog tjv tsxayfidvog. 
xal ndwv%oi Ol dvinXqgv xa9i0ta6av 
vatSv avaxtsg ndvza vavtiKOv Xaciv, 

xal vvi ixui^sc, xov ^aA' 'EUtjvmv ötgavog 
x(fvq>atov ixxXow ovd€Cf$^ xa^Ustaxo* 
iuBl ye nivzoi _kpnt67imkog '^(liga 
xäöuv xazi^xß yaXav ^vfpeyy^g Id^Vy 
%ifmxQv yL^ ri%Bi xiXaäog 'EAXijvmp ndga* 
fU)Xycfi8dv TiiiqyiiiMfi^BVj optici/ i* SfLa 
ävtfiXäXals vti^uitidog nitQixg 
VX^' y<^yog d^ xäöi ßctfßdgoig wtf^v 
yvdiifig dniXffpaXBtOtv* ov ydg mg fpvy^ 
xaucv' iqyiiiiviyvv 6$iivov "EiXriveg t6t£, 
aXX* ig (idxqv 6Qfik&vr£g ernfnix^ ^gdCBt. 
ödXxiyi d* avz^ ndv%\ ixetv^ JTtJtpXByev' 
Bv^g dh xoTCfig (od'iddog ivvB(ißoXg 
inai^av aXfii^v ßgvx^ov ix XBXBVjiaxog^ 
dqog d\ ndvxBg ij6ccv ixtpavBtg idatv. 



386 



390 



395 



VTijya), distribatiy. — »ävpvxoi vgl. 
Herod. VIII 76: oC jilv dij Tav«a 
Ti^ff ifWiTog ovdlv dnonoiiifi^iwxts 
MüQU^iopto. — dtunkoop Xiniv, 
SchoL: dianliüvtu triv ^dluoaaw, 
V. 386 — 394. Ximionalog ^fi^iga 

I y^. Hom. fp 248 ff. 8oph. Ai. 673: 
ff X»9%ü9toalqf q>iyyog lif^igqi ipXi- 

I ytiv. Theokr. 13, 11: «x Xsvmnnog 
. . 'Jdg. Liy. Y 23: curru albie 
eqiÜB ioncto nrbem invectuB . . 
lovis Solis^ae e^voB aeqaiparari 
dictatorem in religionem trahebant. 

I Ihwegen Tibull 1 3 extr . : Aurora can- 
di& roseia equis. — Das Asyndeton 

jMXnniov ijvyjjift^tffsr, weil aas Vor- 

lliergeiieiide näner bestimmt wird 

|(Ml«ndov ist scharf eq betonen). 

. YgL £r. II 69, 1. A. 3. — Anatimmen 
des Pftan (393) snm Beginn der 

I SchlMht; ygi. Sept 268^. 636. Thuk. 
l^lifjdfi intnaittpuito mg ininXovp, 
Xen. anab. I 10, 10. Y 2, 14: inü 
9' Imaid9i9€ff noX ^ odXniy^ 
i^iy^atOy awa %t x^ 'EwvaXin 
nXdXaiav. YI 6, 27 : n ^dXmyi 
i^iyiato^%td J]Cftiavf£oy %al pktxu 
tavta ^XdXatop, — Eor. Herakl. 
330: j#ij^i|fr' o^iw (lant}<iaXffftyyi. 
Das Nentram wie m^ fkiya ßojacvj 
l^iym fp^iyy%99akj Xiyv dvminnvHV 



(468). Kr. ^46, 6. A. 6. -^ tufpog, 
Stupor. — ng q)vy jt «0S ^Qog ifivyiiv 
«Tcoxltyai (tiXXovttg (Schol.)« — 
Minder ideal Herod. YIII 88; da| 
aber bei Aschjlos ein Perser redetj 
so konnte von diesen Zftnkereien\ 
der Hellenen abgesehen werden.i 
-^ Muiäva sn ApoUon als «aiifoMr,) 
aX%^l%a%og^ ümtfiQy mit dem Refrain 
tri nudpi ygl. 388 f. 

Y. 396—398. Jetzt gab die Trom- 
pete das Zeichen znm Angriff. — 
ndvt' insiwttf alles anf jener Seite 
^er hcdlenischen), ygl. 260; Herod. 
VII 34: itevyfkivov xov noffov im' 
yBv6tkt¥og %n^mv pkiyag avvixo'^i 
X9 ineiva ndpxanal diiXv09. So 
auch ndvxa xavxa , sn Ar. nnb. , 
328. -^ inifpXaysp^ nicht i^inaitv^ 
%«l ivT^ytiQiv (Schol.), sondern 
^erfüllte mit hellem Schalle''. YgL 
Soph. Oed. T. 186 natäv dl Xdfi^nn. \ 
— (o^idäog proleptisoh, denn es 
bezeidmet die Folge von ^vpsa-] 
ßoX^. — iw$(ißoXri das gleich- , 
zeitige fiinsetzen der Bader nach i 
dem Takte (i% %$X.). Thnk. II 92: 
and ivig %§XevC(uixog ipkßoifaavxig. 

Enr. Iph. T. 1406: X'if^f ^^V 
nifoeaif(k64upxtg i% ntXBViMixog. 



64 



AlfiXTAOT 



td dsl^iov (ihv ^QfStov svtäxvmg xiffccg 
i^yetto xoiSiAG), ds^sgov d' 6 xäg arökos 

iXBV^sfovts natifiS', iksv^ifovts dh 
nat8agj yvvatxas, ^bAv ts natg^mv SSri, 
dTJxag XB ngoyövav vvv imkg xdvt(ov dydv^' 
xal (liiv nag^ i^imSv nsgciäog yXciu^ijs ^o^og 
inrivria^s, xo'öxit* ^v fiiXk^iv axfifj. 

sv^vg dh vavg iv vtß xaXxijgri 0t6Xov 
i%ai66v' '^g^B 8* ifißoX'^g iXXrivixi^ 
t/tttjig, xaxod'gavsi tcdvxa g>otvi06i]g vsdg 
\x6gviiß\ in* ^XXijy d' SXXog rfi^wsv 86ov. 

xa ngäza fiiv vw ^svfia icsg0ixov öxgatov 
avxBt%ev' 6g dh xXtj^og iv öxsvm veäv 



400 



405 



410 



I 




I 



1 



y. 399—407. Herod. VIII 85: 
XftTor 

•EXei ,.. ^ 

%axa dh AaHsdainovütvg "laveg) 
ovTOi d' slxov t6 nQos x^v 170 re 
«crl tov JleiQatia. Anders der we- 
nig glaubwürdige Diod. XI 18. Mit 
Herod. stimmt unsere Stelle (899 ff.), 
sofern naturgemäfs der attische 
Dichter vor einem attischen Publi- 
kum denjenigen Flügel besonders 
hervorhob, auf welchem die Athener 
standen. Vgl. 410. — na^deg *EJlXif- 
vav epische Umschreibung {vlsg 
\dxaimv), — ^^ im zweiten Qliede 
der Anaphora, Er. 59, 1. A. 4. II 
69, 1. A. 2. — Liv. V 80: pro aris 
focisque et deum templis ac solo 
in quo nati essent dimicandnm fore. 
— idog, x6 a^faXfia *al 6 x6nog iv 
i tägwat (Timä. lex. Plat. s. v.). 
tloger z. B. Dionys. Hai. Ant. 147: 
AlvBlag nagalaßtov , , r« %9fi xmv 
d's&v 9ianXtC xov ^EXX'nünovxov* — 
9ii%ag Ag. 454. Soph. £1. 895:ooc5 
nfQiatstprj oLv&imv d'jJH'nv naxQog. 
Plat. legg. III p. 699 C: jjii^vvsv 
tiQoCg TS xal xawotg xal naxQidi 
xal xotg äXXoig oCKtiotg xe Sfia xal 
tplXoig. Herod. IV 127: ßaxsaofiB^a 
nsgl xmv xdtpmv u. a. — Ar. vesp. 
583 f.: ffol p>iyttg iaxiv dytov xal 
nsgl xmv etndvxmv. — ^od'og (vgl. 



396). Dem Hellenen ist nur seine) 
Sprache eine artikulierte, mensch- 
liche; Herod. II 57: at ywaimsg^] 
9i6xi ßägfiaifoi rjaaVy idontsov ütpi 
oaoCmg oQvtüi (pi'iyyBO^ai. — Curt. ; 
lll 10: iam in conspectn . . utrac^ue > 
acies erat, cum priores Persae m- ' 
conditum et trucem sustnlere cla- j 
morem. 

V. 408-411. SchoL Apoll. Bhod. 
I 1089: oxoXog Xiy etat x6 i^yc^^ ' 
oaro xfjg^ nxvTTjg xal 9iri%ov axQi ■ 
xfjg' n'QcaQaq ^vXov, — ^Q^^, naäi ! 
Herod. VIII 84 (Diod. XI 27) An^i- 
nia8_(dflr_ Bruder des is^jlos). Die 
Festh^tnng des Standpunktes des 
Redenden , welcher auf der feind- 
lichen Seite keine einzelnen Per- 
sonen und Namen kennt, entspricht 
zugleich der hohen Weise des 
Äschylos und vermied die Erregung 
von Eifersucht. Selbst dafs es ein 
attisches Schiff war, sagt Äsch. nur 
indirekt, durch q>0iviü4fTjg, s. zu V. 
399. Eine ferne Andeutung von 
PersCnlichem nur in aXXog, Brachy- 
logische Vermischung zweier Kon- 
struktionen: &XXog in' aXXop und 
aXXrj in äXXrjv, — ^opv B. ▼. a. 
vavv (nicht s. v. a. 6x6Xov), 

V. 412—428. (tvfia, 88. — iv 
üxBvm, auf engem Räume (zwischen 
Eyndsura uncT dem attischen Fest- 
lande), vgl. Herod. VIII 60. Thuk. 



\ 



n£P£AI. 



65 



rld'Q0i6t% Id'Qccvov itdvxa itdOTCijQri 6t6koVy 
avxol d' vtp^ avtäv ifi0JiQtg xalxoutöiiovg 
na(ov%% aQonYq d' ovrt^ alkijXoig na^v 
iXkrivixai xs vr^sg ovx ätpQaOfiov&g 
xvxkip XBQi^ i^eivov, vxtiovro dh 
OxäigpiiyspVf d'dkaaaa ö^ ovxh* rjv ISslv^ 
vavayCmv xkif&oviSa xal fpovov ßgormv. 
dxtttl dh vsxQfSv zoigdäsg r' inki^&voy^ 
q>vy^ S' dx6a(ia näaa vavg T^giöasTo, 
oöaLXBQ Tjaav ßagßdgov 6tQatsv(iaxog, 

xol d' Söts dnivvovg ij nv^ l%^nv ßokov 
dyatöi xoxdSv ^gavfiaisiv t^ igsmCcüv 
ijcaiov, ij^Qaxt^ov^ svxfokil d' 6(iov 
xmxvpkaöiv xarstxB xekayLav Ska, 
i<og xskaivi^g vvx tog Ofiß d^iksto. 

xaxäv dh xk^d'og ovd^ av bI dix ijiiaxa 
öxoi%ayoi}oiriv . ovx av ixnki^^ai^C öot, 
SV ydg xoö* Iü^l^ (iTjödii* VC^^Q^ (^^d 
nUj^og xoaovx^ dgtd'fidv dvd'Qdjtaov ^avBtv, 



415 



420 



425 



430 



I 74. — xiDsii^i} öxolovy remomm 
rapparatum. — ipfioXov (und ifiQo- 
\loq) 8. V. a. czolog 408. — Und 
diese Yerwirrang wurde von den 
Hellenen benütst Die Folffe davon 
ist parataktisch angereiht (vntiovxo 
di). — tpovovj otfpLuxoq. Vgl. Ag. 
659f. u. Herod. YIIl 12 (von der 
; Schlacht bei Artemision): oi Hl t^c- 
«^ xal TOT vavjfiyia i^BtpoQsovto 
ig tag 'Aipivag xal nsQi ts tag ngci- 
gag tmv vsäv stliovto nal itagaa- 
9QV tovg tdgcovg tmv nooueiü^v. - 
oaatntQ Restriktion von näaa vavg* 
y. 424—428. Sie schlugen drauf 
los wie auf Thunfische, welche im 
Mittelmeere herdenweise daher- 
ziehen und mit Harpunen getötet 
wurden. Plin. n. h. IX 2, 5 : tante 
thTnnorum 'multitudine ut magni 
Alezandri classis haud alio modo 
quam hostium acie obvia contra- 
rium agmen adversa fronte direxe- 
rit: aliter sparsis non erat evadere. 
non voce, non sonitu, non ictu, 
non fraffore terrentur, neo nisi ruina 
turban&r. Vgl. W. E. Weber zu 
Hör. sai II 4. S. 385 f. Massenhaf- 

AsOBTZiO«, Ptrser. 



— iE 



tigkeit und Wehrlosigkeit der Er« 
scnlagenen. — tcv' (424) aut quem- 
Übet alium. — igstn. Ag. 660. — 
iggax^tov gehört nicht mehr zumY 
Bilde. — avxolri ollvvtcov, nantvfia-^ 
<siv oXXvaivmv nach Hom. B 64 
^v^a d* a(i olyLüyfti ti xal svxtolri 
nilsv dvägäv ollvvtcov ts xal 
6llvftBv(ov. — Bis das Erscheinen 
der Nacht (vgl. Eur^ Iph. Taur. 
110: orav 9h vvittog ofifia XvyaCag 
o'Xi7; anders Sept. 390) dem ein 
nd'e machte. awMBto mit allge- 



J^ ^' u^ 



meinem Objekt TgirXenop*B:^eli. «-«^ '^^^l^ 
t-2, TS 'AX%Tßid9fjg dh idimnev . ., '^^JV IZ' 
(lixgPeitotog acpsUeto. c^ö-o*,. p^v^t^ 

y. 429—432. 6i%a, zu Ar. nub. 
10. — ovd' avj . . ovx ov, die we- 
sentliche Bedingtheit des ganzen 
Satzes wird gleich zu Anfang be* 
merklich gemacht. — Hom. y 
114n.: aXXa ts noXX inX toi^g na- 
^ofitv *a%d' tig tlsv ineCwa . . 
liv9''qeaito . . ; ov9* el «svtdetig 
ys xal s^dstsg xagaii£fiv€»v i^egioig. 
— ctoi%ayogoCriv , vgl. zu 157. — 
Ii7l9afid 8. V. a. Iiriiafi^^ Prom. 526. 

5 



66 



AirXTAOT 



AT. alat, xax<äv diy xdla^og^ JQQtoyev fieya 
ndguaig xe xal XQOxavti ßagfiagav yivai,. 

Ar. SV vvv rod' Cö^i^ ujjdixG) yLsöovv xaxov • 
TOtad' die' avtovg riX&s övinpogä icd^ovg 
co$ toUide xal dlg dvtiaijxäöai ^osrg. 

AT.xalrig yivoix^ av t^ad^ Iz^ ixd'iav xv%ri\ 
Xi^ßv xtv* av tpiig xijvds 0viiq)OQav axgaxä 
iX^stv xaxäv ^ixovöav ig xd iidiS6ova. 

Ar.UeQöäv oöOLJcag ^6av dx(iato^ q>v6iVj 
ifruxfjv X agmxoi xavyivaiav ixnganBlg^ 
avxp x' avaxxi 7cl6xiv iv ngdxoig dsC^ 
xe^aöLV alxdSg ävaxXeeaxat^ (logp. 

AT. ot *y(i xdXaiva 6v^q>ogag xax'^g^ (pCXoi, 
xoip (i6gm dh xovöds q)rjg 6kalivav; 

AF.jv^aog xig iaxl xgöö^e IJaXafitvog xoxmvy 
ßaidy d7j6ogiiog vavöiv, ^v 6 q>ik6xogog 
ndv i(ißax6vsLj Jtovxtag dxx^g s%i. 
ivxavd'a ni^Tist xovöö\ oxmgj ot' ix vscSv 
(f^agivxsg i%9'gol vijöov i^oiöoiaxoy 



435 



440 



445 



450 



V. 433 f. nilayogj Suppl. 469 ff. 
Sept. 758. Prom. 746. — igQfoyev 
Soph. 0. B. 1281: tdS' U dvoiv 
igQtoyev. Trach. 854: iQgmyev nava 
dunQvmv. Eor. Hipp. 1338 : tfol xud* 
iQoayyev mancc. 

Y. 435—440. ParalleliBmuB in der 
Zahl der Verse und auch im Aus- 
druck (rjX^a av(i(p. ndd'. b=s avatpo- 
gav il^s^v xax. ; jo^r^ b=s fenov- 
aav). — Eur. Med. 60: iv dgxv 
nijiia %ovdinfo ftsaoC. — Big dvxiü. 
Übertreibung, s. Einleit. S. 30. 

V. 441—446. Der Wert der ge- 
fallenen Perser wird gesteigert, um 
die Bedeutung ihres FaUens zu er- 
höhen. — ivfjkq)OQagf Kr. II A, 3. 
A. 2. 

V. 447—471. Vernichtung der 
400 auf der Insel Ps^taleia (audi 
dieser Name wird nicht genannt, 
zu 409) aufgestellten Perser durch 
attische Hopliten unter Anführung 
des Aristeides; s. Einleitung 8. 30. 
Vgl. Herod. VIII 76: ig r^v vti- 
oioa x^v V^VTzdXsiav, (kiza^vSaXa- 
fiivog X8 uBifiivriv xal x-^g -nnsigov, 
nolXovg xäv üigoi^op dnBpißaoav. 
. . mg inhüLv yiprjxai^ vavuaxivj, iv 



^avxa fidXiüxa i^oiaoiiivav xmv xt \ 
dvÖQ&v xal xmv vctVfjyüoVf . . tva \ 
xovg filp neqinoiimaif xovg 9h diu- *, 
fp^iiqfofsi. Ib. 95: *AQiexMfig . . . I 
nugaXaßmv noXXovg xAv onXixitov l 
o^ naQttxsxdxaxo naget xriv dnxrjv ! 
xrjg SaXainvifig ttogrig^vivog iov- , 
xBg *Ad"ifvaioi,j ig x-qv WvxxdXstav i 
viiaov anißrjes äfyeoy, o^ xovg lUg^ 
aag xovg iv x^ vqetdi xavx^ xare- ' 
q>6vsvaav ndvxag. Vgl.' Plut. Ari- ' 
stid. 9. 

V. 447— 463. Vgl. Paus. I 36, 
2: vijaog Sh ngo^ SaXayi,tv6g iaxi 
%aXovfLSvri WvxxaXeca. ig xavxrjw 
x£v ßagßäQmv oüov xBxg€CKoa£ovg 
anoßijvtti Xiyovüiv x. x. X. Strab. 
IX p. 395: vrjaiov igijuov nBxgm- 
deg. Als solche ein Lieblingsaufent- 
halt des Pan, og advxa X6g)0v vi" 
tposvxa XiXoyxB nalnogiftpag ogimv 
xal ntxgijsvxa xeZev^a (üom. 
hymn. 19, 6 f.). Vgl. auch Eur. 
fragm. (Teleph.) 697 N. : og nixgov 
*Ag%dd<av dvaxf^f^sgov Jlav iptfia- 
xsvBig, — ix vsav q>d'agivxBg wie 
Xgtuiccxtov in dofitov nog^ovfiivmv 
Suppl. 443. — v^aoVf 15. — i|ot- 
eoiaxoy vgL i^oiaoiiivav in der vor- 



n£P£AI. 



67 



xtslvouv svxelganov 'EXXTJvav aygav^ 
q)(X(yug 8' vnexö^oisv ivaXCmv JcoQovy 

xaxäg zo (uXXov Catggäv. 6g yäg ^sog 
vaäv idoixs xvdog "EXXriöiv ^0L%rig, 
axArn/kBQov fpgd^avxBg «vj^^Axotg HyLug 
O7ckoi0v vaäv i^i^Q^öxov, diiq)l äh 
xvxXovvto n&6av v^aovj cScrr' diiijxccvetv 
oxoi zQänoivto, xoXXä (liv vw ix xsQfSv 
nhifQi6i,v riQäööovtOj xol^txf}g t* dno 
Mfuyyog iol iCQO^nCxvovxEg SXXvCav 
tiXog d' /fpoQiirj^ivTBg i^ evog (o^v 
na(ov0tj xQsoxoTtovav 8v6xrlvmv i^iXti^ 
saog ajcdvzav il^a7cig)^HQav ßiov. 

Sif^rig d* dvpiLfo^sv xaxäv 6gciv ßd^og' 
edfav ydf elxs stavrog evay^ 6t(farov, 
vinjXov Sx^ov ayxi xsXayiag aX6g' 
^iag dh ninXovg xdvaxcaxvöag Xiyvy 
XB^ä aagayyetXag ayag öXQcctBVfiatc 



456 



460 



465 



her angeführten Stelle Herod. YIU 
76. — noQWv, 457. Kr. 47, 28. — 
To pkilXov, 373. — tittOQmVf erkun- 
dend, erratend, vgl. Ag. 676. Eom. 
465. 

y. 468—464. %vd. id. homerisch, 
z. B. O 216: 0T8 ot Zsvg %v9og 
idamev. — av9, Herod^ YIU 95: 
*A9i9xMrig . , . iv x^ 9'OQvßa 
tovttp xA tibqI SaXafktva yBVQfiivtp 
xdd% inoUB. — 99<k£. AoBführung 
desBegrifb ouXitriq. — 9\ 418.— xt;- 
xXoviTTO (die Griechen) . . dfkrjxf^veiv 
onoi XQanoivxo (die Perser) . • 
r^Qa09ovxo n.nalovei, (die Griechen), 
rascher Wechsel des Sabjekts. — 
uoXXa iiiv 9VV (wie 412) . . xiXog 
^\ — i% t9Q&9 . . To£t«^ff t' a. ^op. 
^am. 182). Zwar erlitten die 
Hellenen anfangs (aas der Feme) 
Yerloste darch Steinwürfe n. Pfeil- 
ichüsse; schlielslich aber rückten 
sie den Persem auf den Leib and 
hieben alle nieder. — naiovai 
x^tOMMV. (Eor. Kykl. 368: x^eoxo- 
nüv niXfi iivatp), 426. 

y. 466—471. SiQins ktX. (and 
469, 603, 609, vgl 261, 362, 601, 
519), malerische Arrhythmie, West* 
phal* U S. 482, A.*^ Die Menge 



der m trägt mit dazu bei, dafs dasl 
Einzelne gewichtig ins Ohr fällt.! 
— Von wo aus er das ganze Heer 
sehen konnte, svayn ^ hell für das 
Sehen {evonxog , UesjchO , wie 
Hippokr. san. yict. rat. ll 11: ot 
OQd'Qioi nsginatoi . . tä negl rriv 
%BipaX^v %ovfpd TS xttl svuyf'cc xal 
ßvii%o€t naQaanBvd^ovoi. Bei Plat.- 
legg. XII p. 952 A. steht evayliWe- 
Qog im Gegensatz za ü%otadiazeQog 
und acatp'^g. Ahnlich bei lat. Dich- 
tem caecus and sardas aktivisch 
und passivisch. — o^ov^ Herpd. 
YIU 90: nutfuiBPog (Xerzes) vno 
x^ ovQBt TO avt£ov SaXapktPogj to 
naXiBzat AiyäX$mg (Realenc* I. S. \ 
225 f. ^ mit Anm.). Sein dfq>Qog I 
dgyvQonovg fiel den Hellenen in aie 
Hfijide and befand sich auf der 
Akropolis von Athen unter den 
ipuitsia x^g noXemg^ (Demosth. 
XXIY 129). — dva%m%veag . . nao- 
ayysiXag . . fi^iri, 642 ff. 825 f. vgl 
za Ar. nnb. 937. Er. H 66, 16. 
A. 2. — ncLQoyysUag technisch von 
dem augenbucklichen Kommando 
von Mund zu Munde (Heimsoeth, 
ind. ÜberL S. 42). Der Inhalt des- 
selben ergiebt sich aus dem Zu- 

5* 



68 



AI2XTA0T 



XQog rg nugoi^s 6viAq)0Qäv naga axivBi^v, 
AT, m 6tvyvh datiiov^ iig ag* i^av6ag q)Q€vcSv 
Udgaag' mxgdv äh natg iiAÖg ti^uQglav 
; ^XetviSv ^A^väv rfigs^ xovx axfjgxeöav 
' oijg Tcgoö^s Maga^mv ßagßdgG)v dxcileöev' 
(Sv dvxinoiva natg ifiog ngdl^eiv äoxäv 
toöovds nXrj^og nrnAdrav ixianaasv. 

0^ d' elTth, vaäv ot iCBq^Bvyaöiv ^ogovy 
7C0V xovöd^ iksiTCBg; oUs^a UtjiiijvaL togcSg; 
AI^, vaäv y€ xayol xmv XaXsimiiviov aväriv 
xax* ovgov ovx svxoöfiov atgovxav (pvyqv. 

uxgaxog 8* 6 koiJtög iv t£, Boi<DX(3v x^ovl 
äioiXXv^* , ot [ihv fffigpl xgrivatov ydvog 
ät^ jcovovvxegj 6i d' vtc^ aad'iiaxog xsvol 
duxnsgäii^v ig xs Ocoxsmv x^ova 
xal A&giS* alav, Mrikia xs xolxov, ov 
2jX€gxsi6g agäsi nsSCov Bv^Bvat xox^' 



470 



475 



480 



485 



Bammenhaxiffe. — tvjei intransitiy 
wie tefisv Ear. Bhes. 291. — atpag 
homenach. Dais Xerxes selbst auch 
die Flucht ergriff, ist nur indirekt 
angedeutet Übrigens Herod. VIII 
113: ot afi(pl iBleQ^riv int,a%6vxBq 
oXiyag rjuigag {iBta zrjv vavii^axirjv 
i^nXavvov elg Bottoxovg. 

V. 472—479. *at>ofr 346. zu Ar. 
nub. 1264. daiitmv wo der Gott- 
heit eine unerfreuliche Eigenschaft 
oder Handlung zugeschrieben wird. 
— Soph. Ai. 1891 : %al fi' iißsvaag 
Unldmv TtoXv, — Herod. VII 8: 
fi'ilXio , . iXäv ütgaTOv diu trig 
EvQoinrjg inl %^v*EXXd9t€, tva'A&rj- 
vcciovg TiaafQi^omfitti oüa 9r] mnoy 
mccai IleQaag te xcrl natiQa %6v 
i(i6v. — ovg dndXsüfVt es waren 
^40J, Herod. VI 117 in. — avtl- 
noiva (Eum. 268) noutrstPf elang,, 
dnaiXBtv^ exigere, Cho. 311. Eum. 
623f. — do%wv 188. — vamv fioQOV 
welche nicht in den Untergang der 
Schiffe hineingezogen worden sind. 

V. 480—487. vccAp ye mit dem 
Sinne: „es sind ja auch von den 
Schiffen manche übrig geblieben 
und deren Führer" u. s. f. — xat 
ovffov Sept. 690. Sie benützen den 
günstigen Wind zur Flucht. — ov% 



evx. ^vy. 422. 470. Das unter Mardo- 
nios m Hellas zurückgelassene Heer 
bleibt, um den Eindruck nicht abzu- 
schwächen, hier (vgLY. 796 ff.) un- 
erwähnt — ngr^v, ydvogj labender i 
Quell, 615. Eur. SuppL 1149: 'ilero-l 
Ttov ydvog. „Vor Durst yerschmach- \ 
tend*' giebt den Grund an. warum 1 
sie zu gierig tranken una infolge r 
dessen starben. — Wir andern (£0 
wir nicht dort unsem Tod fanden) 
zogen von Schweratmigkeit er-- 
schöpft weiter. Nach ^v t§ Boiot» / 
Xd-ovl ist nicht fortgefahren iv tc< 
^üHKiatv (GsaaaXav %tX.) z^ovC^ \ 
sondern die Teilung nach Ortlich- 
keilen, um Eintönigkeit zu yer-, 
meiden, gekreuzt durch die Er- 
zählung der Erlebnisse (Lebenblei- 
ben und Sterben, verschiedene 
Todesursachen). Vgl. Ag. 99 nalmv 
XB yBVOV x^üis aBQipLvvgt n vvv 
rotl fi^v — t6ts o ktI. Der Rück- 
weg war derselbe wie der Herweg: 
Thessalien, das malische Gebiet 
(Thermopylen), Doris, Phokis, Bö- 
otien, Attika. — Herod. VII 198: 
ngcDTTi noXig iöxl iv xm xdZm 
(dem malischen) . . *Avxi7ivov' mtg 
71 V noxaiiog ZntQXi^tog» gstav /{ 
*Evnjv<oVt ig ^dXaaaav 8%oidoi. 



nEPSAI. 



69 



xävrsvd'av ^fiag y^g ^A%ait8og nidov 
xal Osa6aXmv xö Xeig vn s6xavv(Sßivovg 
\ßoQäg id^avr^' Ivd'a drj icXetatOL ^dvov 
\d£ilri] XB XifiS r'* äfifpotsQa yag ^v xaSe. 

Mayvririxrjv dh yutav lg rs Maxed&i/mv 

BoXßrig ^' sksiov äovaxa, Üayyatov r' OQog, 
*Hd(ovid* alav vvxtl d' iv ravrg ^Bog 
XsiiuSv' afoffov (OQ06y m^yvvoiv 8h nav 
^is^QOV äyvov IhQv^ovog. ^Bovg di tig 
td xqIv voiil^mv oidanov, x&t tjvxsxo 
Xirato^y yatav ovgavöv xs ngoöxvväv, 
insl dh xoXXu d'soxXvxäy ixavOaxo 
UXQOXögj XBQa xqv6xaXXoitriya diu noQOV 
xäaxig (ihv i^iicSv nglv öxsdaa^vai d'sov 
dxxtvag cogiAnj^y öBecu^ivog xvqbI, 
ipXiymv yäg avyatg Xa^ingog iqXiov xvxXog 
(IB60V noQov ätijxB^ &BQ(ialv<ov ipXoyl' 



490 



496 



500 



506 



y. 488-^-491. Strab. IX p. 429: 
ixovoi xd iihv TCQos Evßoiqi xal 
SsifiionvXetig MaXisSg xal ot d^^io- 
tai *A%aioCy xa dh xgog xa IlrjXiq} 
MdyvrixH' VgL ib. p. 488:^?^Xoff 
^^tatxig xuXitxai xal *A%agtiiri, 
Achaia {^^imxig) der BüdOstlichatiB 
Teil Thessaliene. — imanavioyk, 
1024. Cho. 577. Herod. VIII 115: 
«al «oy äBv^Qimv . . xa q>vlXtt 
naxadqinovxBg^xaxijo^iov . . xav- 
xa ä* inoisw vno Xt^ov' iniXaßav 
dh XoiiMg xs%x6v axQaxop xal dvasv' 
x9Qifi »aT* odov diitpd'siQt. Justin. 
II 18, 12: maltonun dienun inopia 
oontKuzerat et pestem, tantaqae 
foeditaB morientium foit nt viae 
cadaveribos implerentnr etc. Oros. 
II 10: labore, iame ac meta dista- 
buerant. 

V. 492—499. ig xi Kr. (II.) 68, 
9. A. 2. — 'A^iog^ Makedoniens 
Haaptitrom n. Ostgrenze vor Philipp 
IL, mit schwierigem Übergang; 
Bealenc* I, 2. S. 2204. — BoXßti, 
grolser I^uidsee in Mygdonien, 
ösÜieh von Thessalien, weithin von 
Sompfland umgeben, s. ebds. S. 
2425. FlUTÜ et paludes saepissime 
▼ocantor doyoxoiaetff, dopanoxQOtpoif 



dova%oxX6ai, Hom. 2 576, Eur. 
Iph. A. 179. Iph. T. 400 (jBlomf.). 
— Mayyaiov nordwestlicn vom 
Bolbesee, bei Phili^pi, zwischen 
Strjmon u. Nestos, wie das Edoner- 
land. — xavxTj wo wir am Strymon 
anlangten. — aoagov nach dem 
Mafsstabe von HeUas. Übrigens 
fand die Schlacht bei Salamis am 
20. Bo3dromion statt (ungef&hr 10. | 
Sept.), und Xerxes brauchte auf 
dem Heimwege von Thessalien an 
bis zum Hellespont 45 Tage (Herod. i 
VIII 115). — Strymon bedeutend 
Östlich vom Axios, aber westlich vom 
Pangaios und Edonerland. — dywov 
persisch? Herod. I 188: ig noxa- 
fidv ovxB ivovoiovoi ovxb ifMxv- 
ovai, ov xß^Qag ivanoviiovxai, ovdl 
ttXXov ovSiva xsQiOQ&ai^ dXXa ai- 
ßovxai Ttoxafiovg iidX^axa, — ovda- 
fiov nullo loco(numero)habere ; Soph^ 
Ant. 183: xovxov ovöuftov Xiyto.y 
V. 500-607. Hom. W 227: vniiq , 
&Xa xldvuxai riiog, Herod. VIII 22j ( 
ofAtt riXim üitidw&fiipm, — ngo xoy 
ijXiop ttvaxeVXuL xal x6 nsnrjyog 
d'Sffii&vciij Schol. A. — Es war aies 
die letzte Gefahr die sie zu be- 
stehen hatten. — dUtifii dissolvo. 



70 



AI2XTA0T 



i Zöug xd%i6xa nvevii* äxiQfriisv ßiov. 
Söoi dh Xotnol xaxv%ov ömxrjgiagj 
Og^xfiv jcsifd^avxsg jioytg nokXm novq^^ 
ijxovöiv ixq)vy6vx€gy ov noXXoi xvvsg^ 
ifp* i0xiov%ov yattcv* dg öxivBw xokiv 
IJegeäv, nod'ovaav q>iXxdxrpf tjßriv x^ovog. 

xavx* i6x' &Xfi&^' Tcokkd d' ixlsinm Uyav 
xaxfSv a Üigöaig iyxaxioxriifBv d'Bog. 
XO.ä äv0«6vijxe dat(iovy dg ayav ßaffvg 
no8otv iwjkov navxl IIsQöixä yivBi. 
AT. 6t *yd xdkaiva dtaTCSTtgayiiivov 6xQaxov' 
cS wxxog 8^t9 i(i(pav^g ivvnvtmv^ 
dg xdgxa (loi 0aq)dg idijkatöag xaxd. 
vfiBtg dh fpavkmg avx* ayav ixgivaxs. 

3iiiog ^ insiS'^ rgd' ixv^ajißv q)dxLg 
ifuSvy d'Botg pkhv Tcgäxov sv^aö^ai d'ikm* 
innxa y^ xe xal q>^ixotg dcoQijiucxa 
ifl^fD kaßovöa nikavov i^ otxav ifimv 
jixlexaiuti (ihv dg in' iiBigya6(iivoigf 
I dkk' ig xo komifv st xi dij kpov nikoi,. 



510 



615 



5S0 



525 
526 



~-^ Enr. Iph. T. 974: ßlov anoQ- 

V. 508—514. GQ'jptrjv «tI., auch 
I der Vers schleppt sich mühsam von 
ider Stelle; s. 465. — ov nollot tivsg 
Y^l. Herod.ymil5: gigiiig Maf- 
Soviov iv BtooaXi^ naxuXinmiß 
avxog . . iniiivi^xai ig tov noQOV 
x^g diupdüiog (Hellespont) . . «nd- 
ytov (mit nadi Asien nehmend) x'^g 
öxQaxtdg ovä^v (i^ioog, mg elneiw. 
Denn die 60000 M. welche Mar- 
donioB miter Artabazos bis an den 
Hellespont mitgeschickt hatte kehr- 
ten hier um (ib. 126) nnd waren 
noch bei Platää 40 000 Mann stark 
(ib. IX 66). — iaxiovtov Sept. 73. 
Soph. Ant. 1083: §ixiov%ov dg 
noUv. — noliv Acc. des Subjekts. 
— Ist Wahrheit, aber nicht die 
ffanze, 329 f. — 4^£o$, durch seine 
\ Stellung den religiösen Gesichts- 
ipunktnachdrflcklicn hervorhebend. 

Y. 515—520. dvanovrixs Schol. 



A: xalenovg novovg ijiirr iiinotij' 
öag, — ivijXov insultasti; vgl. die 
krit. Bemerkungen. — ot'ym x. 445. 
— vfmxog Sttfig ivrmv. Er. 47. 9. 
A. 7. — inoivaxe 226. Atossa hat 
die tröstliche Seite der Deutung 
des Chors ausschlielslich aufgefafst 
und behalten. 

y. 521—526. i%vQmitBv (dahin 
entschieden hat), scü. ifih yovvo ^ 
noirjaai. Vgl. 227. — 522 vffL 216. 
— ^ 523 nach 220. — Ar. nub. 305: 
ovQavioig xe ^BoCg 9aQj^(iuxa, Vgl. 
981. — Als Geschenk einen siAa- 
vog (204\ Ausführunff der anfäng- 
lichen Absicht (229), woran At. 
durch die Zwischeiuragen 230 fit. 
und das Auftreten des Boten ver- 
hindert worden war. Zwar kommt 
sie damit zu spät; doch hilft es 
vielleicht für oie Zukunft. — mg 
(xuvxa noiijam) in* i^ngyaonivoi^g^ 
vgL^Cho. 739. Soph. Ai. 377: xi 
Sfjx' av dlyoCfig ^^ iist.(fyoiafi^ivoig; 
Herod. VIII 94: in' i^Bigyccüitivoi^i 
iWfCv, — «f xh Kr. 65, 1. A. 10. 



nEPSAI. 

XO.ä Zbv ßaöUsv^ vvv ^hv^ üsiföidv 
xäv iisyaXavx<DV xal noXvdvdgan/ 
örgatucv 6l^6ag 
aötv td HovöGyv ijd' ^Ayßaxdvmv 

ndvd'si dyosfiBQtp xatixifvifag' 
xoXkal d* ipucXatg x^iföl xakvzr^ag 
xattjfsixöftevM 
8i€ciivdaXiov$ daxQv6i xokTCovg 

riyyovö\ aXyovg ^B%i%ov6av. 
at d' aßQoyooi ÜBgcCdsg dvdgmv 
no^iovfiui Idstv ägntvyiaVj 
Xixxqmv svvä§ aßgoxCrmvag^ 
%kidav7ig rjßrig tigiftVj dg>st6€CLy 
7t$vd'ov6i yooig dxoQs6to%dtOig. 
xdyA 8h (aoqov xäv ol%o^iviov 

atgo) dox{iia)g xoXvxsv&^, 

vvv d^ XQonaöa (ihv öxivei 



71 

682 



536 



640 



645 



Ikg, a\ 



y. 632—547. Atossa und der Bote 
ab. Drei anap&stische Hypermetra 
nun Abschlüsse des ersten Epeis- 
odion nnd zur Einleitung des 
ersten Stasimon. Vgl. Westphal* II 
S. 414f. Das erste System spricht 
▼on der Trauer, in welche das 
ganze persische Reich durch die 
schlimme Nachricht gestürzt ist; 
das zweite hebt in dieser Beziehung 
insbesondere das weibliche Ge- 
schlecht (yvvtttitovl. OfLUoit 122^, 
das dritte die Gattinnen der Gefal* 
lenen herror (vgl. 18. 63 f. 122ff. 289. 
579ff.)i nnd schliefst mit dem Ge- 
danken, dafs auch der Chor (zu- 
gleich der Vertreter der greisen 
Y&ter^ an dem allgemeinen Schmerz 
ieilnenme, was er denn durch sein 
läed bethätigt. 

y. 682—636. Ziv ßaailev Äff. 
366. zu Ar. nub. 2. — Die Central- 
punkte des Reichs wie 16. 117 ff. — 
niv^Bi dvoipsQißj Tgl. 114, Hom. P 
691 Tov 9' &%io9 9Sfpilrj indlv^e 

y. 537-- 640. Gar viele Frauen 
dnd dadurch in tiefe Betrübnis 
▼ersetzt. Eur. Herakl. 76: rov yi- 
90VY* diialop. — KaxtQei%. (1060) 
▼gl. 126. Sappho fir. 67: nuTtvnte- 



Toavug, — dia(ikvdaliovg permadi- 
dOB, proleptisches Prädikat. Vgl. 
Eur. Snppl. 987 ^ 9d%ifvai vozBf^öv 
del ninXnv icQoq ütiffvm nxvra 
t€y£i». — Dumpfer Charakter des\ 
Scnlusses durch starke Vertretung 
des U-Lauts. Vgl. 646 f. n. 466. 

y. 541—547. ißQoyooi wie aßgo- 
nsw^fig 136. — &vdQag dQtiyaiiovg,'^ 
vBoydaovg. — lintoav BvvaQ wie , 
9sapL{ov . . ni9aig rers. 6, co lin- 
TQOiv dvo avyvBvaCg BvvaC Eur.i 
Herc. 798. — acpBioai (sie muTsten 
darauf verzichten) enthält den Grund 
von nod'Bovaaiy vgl. 468 f. — Zu| 
aCga gehört^ dem Sinne nach als . 
Objekt nolXd nh^ iftogov), vgl. , 
So^h. Oed. T. 1225 oaov 9" ags^a^B ^ 
TtBvd'og^ Eur. Herc. 146 vnlq xiiv 
d^iap t6 niv^og uCqbo&b, Die Be- 
deutunff von afi^cD bezieht sich auf 1 
den honen Ton der KL&ge. Vgl.' 
ßor^v tavdvai, — 9o%£ fitog, in echter,^ 
unverfälschter, aufrichtiger Weise.i 
Vgl. 863 ovii djiq>iß6leog . . . tlaBiv' 
alyog , 872^ ^oAo^ ovo Big firj in 
(pQBvog ogMg (ib UyaivBiVy 919 ^r^- 
ujog 9a%Qv%B(Dv Ix tpQBvog, Die 
Klage kommt vom Herzen. 

y. 648—667. Das erste der drei 
Strophenpaare setzt sich aus kata- 



72 



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yaf 'Aölg ixx£X8V(0(idva. ,1 ^-' 

SiQiijg (ilv ayayBv, nonot^ 550 

i^iglrig d* dxfoXsöev, troror, 
Sdg^'qg dh %dvx* ixdöns 8vöq)Q6vmg 
^agiöeaai Tiovtlavg, 

xCnxB ^Quc^ ovtG) x6z* aßkaßrig in^v 555 

xö^aQXog stoXnjXMg, 
IjOVöCdaig ipllog axrmpj 

%B%ovg xs xal d'aXauaiovg *Avxi6xQ. a\ 

kivonxBQOi xvavdmdBg 560 

v&Bg ^hv ayayov, xonot, 

väeg d' dicciXeöav, rorof, 

väeg navfQki^QOiöiv iußolatg, 

ijÄ' 'laovmv xiQBg, 

xvx^a ä* ixq>vyBjv avaxr* avxoVj mg äx(yöoiisv^ 565 

&Q^xfig ä(i nBÖirlQBig 

8v6%l^ovg xs xBkBvd'ovg. 



9 ßf 



rot d aga ngtoxpiiogoM, q)Bv, 



2jxq. ß\ 



lekt. troch. Tetrapodieen teils mit, 
teils ohne Anakrusis zusammen. 
Nnr der zweite Vers ist logaödiscli, 
der fänfbe eine katal. trooh. Penta- 
podie, die beiden letzten Phere- 
krateen. Inhalt: So ist denn Persien 
dorchXerxes seiner Männer beraubt. 
Unter Dareios kam doch der- 
gleichen nicht vor. 

Sept. 330: ßoä S' iyL%Bvovfkiva 
noliQ, — Gleichneit des Subjekts 
{iSigifigi Qegenstr. väsg) bei den ent- 
gegengesetzten Handlungen (aya- 
ysv . . anmlBCBp), vgl. Eur. Phoen. 
. 1689: iv Vl^f^Q P^' colßia', Sv fi* 
dnmXsaBv und bes. Ovid. fast. II 
I 285 f.: una dies Fabios ad bellum 
\ miserat omnes, Ad bellum missos 
), perdidit una dies. — Nach Atossas 
Abtreten übt der Chor freie Kritik. 
I — iniaitB (ohne Aspiration wie bei 
I Homer), administrayii — Herod. 
II 96 : iX%H xfiv ßagiv tovto ydg 
9^ ovvo(^d iari totci nXoCotei xov- 
toiaiv (in Igypten, vgl. ib. 41. 
Diod. I 92. 96 s. fin. Prep.. IV 10, 
44); Suppl. 836. 874 einem Ägypter 
I in den Mund gelegt, wie hier Fer- 
! sem, und Eur. Iph. A. 249 ßagfid- 
\ Qovg ßaQidag; in der spätem Litte- 



ratur aber kurzweg für Schiff, 
Kahn gebraucht. — zinre, Ag. 975. 
Jaqiaiog, eine auch bei Xenophon 
u. Ktesias vorkommende Namens- 
form, welche dem persischen 
Dar^avaus am nächsten steht. — 
zors von einem dem Redenden im 
Sinne liegenden früheren Zeit- 
punkte (vgl. 495)^ zu Ar. nub. 
1215. -- Die Greise loben den 
früheren E5nig auf Kosten des 
jetzigen (Hör. A. p. 173); v^l. aber 
auch oben 8. 32—34.^ — toiaQ%og, 
vy$(i(ov toav TofixoraTOiy ÜBQamVt 
Schol. B. — ä%t40Qj Eum. 399. \ 

y. 558—567. Umfang der Nieder- 
lage. Xerxes selbst rettete kaum 
das Leben. — Uvomegoi, veliyolae, 
wie livontBQa . . vavtilmv oxiiiiatu 
Prom. 467. — Kvavmttig (Suppl. 
743) s. V. a. nvavonoüüQog, nvcevspL- 
ßolog (Eur. El. 436), vgl. Suppl. 
716. — vats dreimal die persischen. 
— 'laovatv, der Hellenen, 178. — 
i%<pvystv, wie 189 : sei enlkommen, 
wie wir hören. — dvuxi^ovs (Sept. 
509. Cho. 184. Fragm. 333 N.), un- 
wirtlich, wild. 

y. 568—575. Gröfstenteils loga5- 
dische Strophe, deren yerse meist 



HEPSAI. 



73 



Xrifp^ivrsg ngog ävdyxag, ii}, 

äxtdg d(iq>l Kv%OBtac^^ <Sa, 570 

^ptiiißovtaLy 6tdv6 xal daxvdiov^ ßagv d^ diißoaöov 

ovQavi a%7iy oa. 

tstvs di dvößdvxrov 

*ßoativ tdXavvav aiddv. 575 

yvaTCtofievot d' aXo6vdvagy q>8Vy ^Avtv6xQ. ß', 

öxvkkovrai ngog dvavdcav^ iij, 

naidtov tag diiuivrov^ da. 

nsv^st d* avdga dofiog öteQffi'Bigy toxisg d^ aicaidsg 580 

QVQdvi a%riy 6äy 

dygoftsvot yigovreg 

xd^ Ttäv ditvov6iy aXyog, 

toi d' dvd ydv *A6Cav dr^v Exq, y\ L 
ovTcdxt %Bq6ovo^ovv xai0H 585 

ot;d' ixt da6fkoq>oQOv6i,v \ 

deöxoövvoiöiv dvdyxaigj 



\."_ 



X 



r 



darch klagende Inteijektionen von 
einander getrennt sind.' Der dritt- 
letzte Vera iambiflche Dipodie mit 
Inteijektion; der letzte eine trochä- 
ische Tripodie mit iambischer Ana- 
kroBiB. Vgl. Westphal * II S. 8S0. 
Klage über die zuerst bei Salunis 
Gefallenen. — Iriip^ivxsg ngbg 
wffotoiioQOto dpaynag (necessitate 
prioria fati oppressi) in Gegensatz 
zn den auf der Flucht in Tnracien 
lüm^kommenen. >— KvxQsvg, sala- 

liniBcher Heros, nach welchem die 
lel früher Kychreia geheif^^n 

taben soll. Ein KvigsCog ndyog 
Idaselbst bei Strab. Ia p. 393 und 
^iteph. fiyz. — - fftifißovTat (atsykßa, 
o mipLuivii xh Tiivsi v av vBx^, ov 
Ikif^rtixai AiaxvXÖg Etyin, Gud. p. 
85, 44), werden von der Flut hm 
und her bewegt (nachher yvanj6- 

{i99oi). Das Wort, das vor axivB 
eicht ausfallen konnte, fehlt in der 
handschriftlichen Überlieferung. — 
ov^dvia Suppl. 808. Soph. AL 194: 
o^gavia ata. Ar. ran. 781 : o dri- 
ßog avapoa . . ovQaviov y* Soov. — 
it^ßoaüov &xff^ 686. 581 f. — dvo- 
ßttv«roy'(13},mfausto eiulatu editus. 
— H&nfnng synonymer Ausdrücke 
wie 635 f. 

y. 576—583. Erste H&lfte die 



Thatsache, zweite der Jammer dar- 
über (wie in der Strophe). Im 
Meere schrecklich hemmgestoAen, 
werden sie von den Fischen zer- 
rissen. Herod.yi44: ^qimdBCxd- 
vng iovarjg trjg d'aldaarig . . vno 
tmv d'fiQ^atv die<p9'eCQOvxo agna^o- 
fiBvoi. — xag ditidvxov dloavdvag 
(wie Hom. d 404 xcrX^g dXoavdrrig) 
s. V. a. xrjg df^idvxov d-aldaarig, 
Schol. ov yicQ ykiaCvBxai neinoxB 
«al noXXmv iJkoXvö(idxiov iTSixv^dv- 
xatv avxi. — Die kinderlosen 
Eltern, unendliches Leid beklagend, 
lassen den vollen (höchsten) Schmerz 
in Jammerrufen laut werden, anvov- 
eiv 123. Mit x6 näv aXyog YgLJ 
Herod. YII 3 17 ydg ''Axoaaa stxB^ 
x6 nav üQaxog, 

y. 584—590. Daktylisch-trochäi- 
sche Logaöden. An die Dantellung 
des Eindrucks der Niederlage atu 
die nächsten Angehörigen sddiefst 
sich an die der Wirkung auf weitere 
Kreise : Furcht, dafs jetet die unter- 
worfenen yölker das persische Joch 
abschütteln und dadurch der Zer- 
fall des ganzen Reiches eintrete. 1 
— Ne^ue amplius tributa ]>endunt 
necessitatibus quae a dominis impo- 
nuntur. Eur. Andr. 132 Sianarmv 



\ 



1 



74 



AI2XTA0T 



ovd* ig yäv ngoxitvovteg 
Siovxai' ßaöikBla 
yag dtökmXsv l0%vg. 

ovS^ StL yXäööa ßgoxotöiv 
' iv q>vkaxatg' kikvzai yäg 

Xa6g iXev^SQa ßdisiv^ 

olg ikvdifi iv}^ov äXx ig. 
'atfiaxd'stöa d* ägovgav 

Atavtog nBgixkv6xa 

vaöog i%si, td üsgöav. 

AT02SA. 

q>iloLy ßgotsüov Zezig ij megrig xvgst, 
i%t6taxai\ xaxäv fi^hv (6g orav twd 
xkvdmv iTcikdijj navxa dsiyLalvsiv q>ilBt' 
ozav d* 6 dai^mv svgoy^ nenoid'ivat 
tdv aitov alel dai^iov^ ovfiLstv tvxrjg. 
iftol yäg fjdij jtavxa (ihv q>6ßov nXia* 
iv ofi^aöiv r' gyr ata q>aCvstai ^säv^ 
ßoa d* iv (oöl xikadog ov xamviog' 
xola xaxäv ixnkij^cg ixq>oßst q>givag. 
xoiyäg xikavd'ov rifvd' avsv r* dxtl^drcov 



690 



^Avtiatg. y\ 



596 



600 



605 



dvdyttatg. — ngonnv. vgl. 152. — 
aiovtai, bezeigen ihre Ehrfurcht 
dadurch dafa sie auf die Kniee 
fallen. 

V. 691—597. Wie in der Strophe, 
zaerat die Folgen (besonders im 
Innern des Reiches selbst) and dann 
die Ursache. Liv. VI 16 extr.: 
amotus dictatnrae terror et linguam 
et animos liberaverat hominam. — 
ßdiHVy konsekutiver Infinitiv. — 
olg nach dem kollektiven laog^ Kr. 
58« 4. A. 1. — atfLa%9'BCaa ccQovgav, 
Er. 52, 4. A. 2. — Atavtog v&aog 
807. 368. — nsQinXvüta, vgl 879. 
— Die Macht der Perser ist in 
Salamis begraben. 

y. 598 — 606. Atossa kehrt aus 
dem Palaste zurück, zu Fufs, ohne 
königlichen Schmuck. Dienerinnen 
tragen ihr Gegenstände zum Opfern 
nacn. — ßifoxB^mVj rerum huma- 
narum. — ii^its^TJgj eine auch bei 
Sophokles (fr. 412 D.) vorkom- 
mende Form für iiinstgog, Äschjlos 



wählte diese Form, weil er im 6. 
Fufse dem Spondens den Jambus 
vorzog. — q>il6£j das Subjekt er- 
ffiebt sich aus tivd. — Ebenso wie 
der Glückliche leicht allzu dcher 
wird. svQoj vgl. die 8toi8che_evßota 
fov^^qv, — nEitoid'ivai abhängie 
von tpiXsi. — Der Ausdruck ^ac- 
giova tvxrjg ist auffallend. Vgl. 
Anhang. — ndvta fiiv, als ob folgen 
sollte ndvta 9^ ^oqvQov nXia, 
Da aber dieser Gedanke bei der 
Ausführung von ndvta in unter- 
geordneter Weise gebracht wird 
{ßooL d' xv£.), SO fällt der Gegen- 
satz zJindvta [ilv weg. Vgl. 482 fP. 
— iv oyi^ykaaCv tsi dem würde iv 
iül re entsprechen. Weil der Satz 
eine andere Wendung erhält, tntt 
d\ für tl ein. Übersul Ängstigen- 
des: in den Augen erscheinen 
widrige Zeichen der Götter, in den 
Ohren tönt ein Klang, der kein 
Heil verkündet. 
V. 607—618. dvBv t oxfjf'dttav 



HEPSAI. 



75 



X^id'^g ts t^g itdQOid^sv ix döftmv naliv 
iöteiXa^ naidog xatQl nQevfLSVstg xoag 
q>BQ0v6\ anBQ vbtcqoTöl ftsilLXtTJQia' 
\ ßoög r' äg>^ ^yV^S ^svxov Bvnotov ydka, 
T'^g r' ävd'Bfiov^ov örayua^ xaiupahg [idki, 
Xißd^LV vdfTjkatg nagd'ivov nr/y^g (lira' 
äxiJQatov ts iiritgog dygiag Sno 
xotivy nakaiäg c^ iJtiXov ydvog xods' 
tfjg ir' alhv iv q>vkXoi6i ^aXlovöiig ßiov 
iav^g iXcUag xagycog siuddrig ndga, 
av^ XB nXBXxdy naiitpögov ycciccg xixvä. 
dXX^y oS q>iXoLj %oat6i xatöds vBQxdgmv 
vfivovg ijtBvgyriiiBtxB y x6v xb dalmova 
jdaQBlov dyxaXstö&By yaxoxovg d' iym 
XLfidg %QO%iftfl>ai xdöds vB^iQOig ^solg. 
XO.ßaöiXsuc yvvaij ngiößog IHgöa^g^ 
6v XB nifiTCB xodg ^aXdß Ovg vxo }r^ 
^^Btg %•* viivoig aixf^aoiis^a 
q>^i(iivan/ nofi^ieovg 

wtpQOvag bIvul xaxa yaCag, 



610 



616 



620 



626 



Hrperbaton. %iUv^ov ioxtiXa wie 
£iirip. 1^ 168: ciTsXAoixr' . . /Äff- 
yiiot voctoif. Vgl. Fers. 177. Prom. 
392. Agam. 1118.— Emfacher ist der 
Apparat bei der Nekromantie nach 

ifiom. X 618 ff. (zo'^9 %eta&at naciv 

j 9i%vi9üiv^ ngata gitXinQTjTtp, ßsti- 
Kiita 61 ndit otvtOj %6 tgitov uv^' 
idatii Tgl. l 26 n.). Nachahmong 

I unserer Stelle bei Enr. Iph. Taur. 
160 fi. Tffl. ibid. 633 ff. Übrigens 

'Vffl. zn V. 203. ~ «yyijf gesund, 



obne KOrperfehler. — i] ay^^Qv^- 
JOS die Biene, 'wiejgpsgioiHOfi die 
Schnecke Hes. Op. 671, xivrotoc 
die Hand ebd. 742. — Itßdaiv . . . 
liita. Kr. II 68, 27 a. — nagd-ipov, 
SchoL %a^a(fäg. — dygiag ex agris 
provenientiB. — nalatäg dfLni- 
lav, Übertragung der Eigenschaft 
des Weins ani den Weinstock; vg^l. 
Enr. Alk. 767 : n^viiuslalvi^g {irirgog 
iviwQov iiid'v, — Eur. bei Ar. ran. 
1321 : olvttv^ag ydvog dfinilov, — 
Ovid. met. Vfil 296: cum ramis 
semper frondentis oÜTae. Sid. Apoll. 
XV 6: aetemnm Tirens oliva. — 
ßiov TgL Theokr. XXV 16: f^fXii}- 



dia noiriv XsifimvBg ^ali^ovoiv, 
Ar. nuK 670: al^iga . . ßio^ift.' 
ILova ndvzmv, — Verff. Aen. Y 304 
flava oliva; aber Anakr. fr. 78 Bgk. 
%XmgdJXaia^ und Soph. 0. K. 701 
yXav%ttg iXalag, — %UQn, hier' 
vom Ol selbst. — Kranz zur Aus- 
schmückung des Grabes, Soph. El. 
896. — Chairem. fr. 6 N.: «iff^og, 
iviavzov naig\ fr. 9 dvdirigov Tfxvo 
iagog ntQi^ argmcavtag; fr. 10: 
{Sv^tl) tä XiiiKovmv tixpa. 

V. 619--622. %oatiit veQxfffmp an 
die Gestorbenen (inferiK wie Gho. 
16; anders 622. ^Inhalt des Ideds 
bestimmt durch vykvovg imd ayxa- 
Xsiad'6, — daifiova, vgl. Manes ood 
Divuj^ — yanotovg proiep tisch, a 
terra bibendos. W&nrend Atossa 
mit dem Totenopfer beschäftigt 
ist. singt der Chor sein Lied. 

V. 623—632. Die Übergangsana- 

g ästen (vgl. 632 ff.) zerfallen in zwei 
jsteme, deren erstes an Atossa, 
das zweite an die chthenischen 
Gottheiten gerichtet ist — ngiaßog 
Ag. 866. 1393. — vno d'aXdfiovg yr^g, 
zu Prom. 67. — Dreizahl der an- 



■^ 



78 



AISXTAOT 



t( xads 8wdxa dwdta 
tcsqI tä öä ÖCdvyM didyoiev afid^ia 
ndöa ya 6a tad\ H^itp&ivxat tqüixakf/LOi 
va€s &ViX6$ avasg, 

EIA52AON AAPEIOT. 

flJ jCiörd TCiötm v ijkixdg ^* ^jSi^g ifi'^g 
niQ6ai yegaioij xtva xoXig novit novov; 

' özdvsLj xixoxtai xal %aQd66eta^ nidov* 
Xsvööaw d^ axoLttv rijv ifAiji/ zdqxyu nikag 
xaQßSj %odg 61 ngsviisvfjg ide^dfitiv, 
vfietg öh d'QfivBlx' iyyvg iatßreg Tdq>Qv 
Tutl ifvxayayyotg dgd'Ldiovteg yooig 
olxtQäg %akBl6^i fi'* i6xl d' ovx at/^odai/, 
akXmg xe ndvxmg %ol xaxd %^ov6g ^sol 

I kaßetv äfteivovg elölv i} [led'tivat. 
Z(img d' ixsivoig iydvva6xsv6a§ iym 



675 



680 



686 



690 



' Soph. Ai. 696 i Uolv Hav aXC- 
nXay%xB . . . fpttvnO'i , Theokr. 17, 
660 oXßi8%6QB yivoio^ Aen. II283: 
^ qaibas, Hector, ab oris ezspectate 
f veniB? Kr, II 46, 2. A. 4. Über 
das Nachfolgende s. Anhang, un- 
zweifelhaft ist nur, daÜB an die 
Vemichtang des Landheers (Av- 
xiüxQ, y') hier nun auch die der 
Flotte angereiht wird; dafs der 
volltönende A-Lant am Schlüsse 
mit Absichtlichkeit gehäuft ist (vgL 
639 f.); dafs xqCoxoul^oi (376) väcff 
^ Tpiifpsiff, und vaBq a^asff ein 
Ausdruck ist wie a^aqig xdQ^S 
(Prom. 646 ^u. a.)» vo(iog avoiiog 
(Ag. 1142), anoUg noltg (Eum.647), 
naideg anaidsg (^Eum. 1033). 

Infolge des Opfers der Atossa 
und der Anrufung des Chores er- 
scheint das stdmXov Jagsiov aus 
der Unterwelt herauf an seinem 
Grabe. Vgl. S. 36. Erst jetzt wird 
DareioB sichtbar, wie das Schweigen 
des Chors im Yorheigehenden und 
dessen nimmehriges verhalten be- 
weist. Er wendet sich zuerst an 
den vor ihm stehenden Chor (Atossa 
steht auf der Seite). 

V. 681—686. «tffta, 1. 623. — 
ntatmv, wohl nicht Qen. der An- 



gehOri^eit, sondern partitivus;! 
Soph. 0. B. 466: ag^t dif(fnxtov, ' 
0. E.^1237:^ %a%d %ax6y, Phil. 66:, 
iaxocx* iöxdxoav %<x%d. — Er setzti 
voraus, dafs ein Beichsunglück der 
Anlafs zu seiner Berufung sei; vgl. 
693. AUitteration wie 761. Sept. 
1004. Ag. 233 f. 1167 u. sonsb. — 
axiv§iy_ ninonxai seil. noXig, — Zur 
Sitte bei einem Gebet an die ^eol 
zddv»oi mit Schlag oder Fufsstofs 
(hier beim tripudium des Chors) 
gleichsam an den Eingang zu ^er 
Wohnung, die Erde, zu pochen s. 
Hom. I 668 u. Nägelsbach, nach- 
homer. Theol. S. 214, vgl. S. 102. 

— xagßAy Schlimmes ahnend. 

y. 686-693. 6if»idi, (389), Ag. 
29. 1120. Cho. 271. — Zu den aU- 
gemeinen Schwierigkeiten kommt 
noch die besondere, in der Natur 
der Beherrscher liegende, hinzu. — 
aXXmg xs nävxmg Prom. 636. Eum. 
726. Plat. Apol. p. 36 D : aXXmg xs 
fiivxoi. y^ jdianavxtag %al aaeßeiag 
msvyovxa. Die selbständige Wen- 
dung nach aXXag xt %ai ist selten. 

— Auctoritate mea perfeci nt veni- 
rem, vgl Xen. Hell. VIII 1,^42: 
ipdvvaaxBvsi 6 'Efcaiistvcovdag aaxB 
fjk'q tpvyadsvcai xoirg %qatl9xovg. — i 



n£P£AL 



79 



^xw td%vvB d\ dg SiiSfixrog ä xQovov, 
xi d' iöxl ndgöaig vsoxfiov ifißgi^hg xaxov] 

XO. ösßoiiat fi^hv XQoeUfdad'at, 

ösßofuct d* avtla ki^ai^ 695 

öid'Bv ägxaCG) xegl ragfiBi. 

JA.dXX^ insl xixm^ev t^Mov 6oZg yöoig TCSTceiöfidvog , 
liTj XI iiaxixfx^Qa^^iiyd'ov y dlXä övvxofiov kiymv 
elxh xal TcigaivB icdvxa^ xriv i^i'^valSä [is^elg, 

XO.dUiiai fihv xaQÜJaö^ai, 700 

öiBfucL d* dvxCa qxiöd'ai, ^ 

IS^ag dvöXsxxa q>Ckoi6iv. 

JA.ttkX* ixel diog Tcakaiov 6ol tpQSvdiv äv^^öxaxcci^ 
xmv ifißv XixxQGDv ysQaiä ^ vvvo ^ ^ eßysvhg yvvaij 
xkavfiaxmv Xrjiaöa xwvde xal yömv öatpig xl hol 705 
kü^ov, avd'QdxBLa d' av xoi xtfiiax* ßv xv%oi ßgoxotg. 
nokka [UV yäg ix ^akaöör^g^ xokkd 8* ix xig^ov xccxd 
yCyvstai ^t/rjxotgj 6 ^dööc Dv ßloxog 'ijv xad^ nQÖso). 

AT.fo ßgoxmv ndvxmv v7CBQ(S%f6v okßov Bvxvxst ;rdirfiai, 

6g Bog x^ ikBVöösg avydg '^kiov ^fiktoxog Sv 710 

Ißioxov BvaicDva IliQiSccig (og ^Bog dii^yayBg, 

[vvv xi 6b ^fjktS d'avovxa nglv xaxmv lÖBtv ßdd'og' 



/\ 



i\ 



r<\ 






f. 



, <3. 



\ v-\ 






taxwc, vgL 697 ff. Propert. V 7, 
91 luce iuoent leges Lethaea ad 
Btagna reverti. 

V. 694—699. lonici (bezeichnend 
für die verleffene Unsicherheit des 
Chors) j gesauoBsen darch einen 
Parömiakus. Anders Westphal* II 
S. 428 f. — Das Schweigen des in 
stammer Ehrfurcht zu Boden ge- 
worfenen Chol» brinfft den Dialog 
wieder in seine mormale Bahn, avxia 
li\fiiy dir gegenüber reden, 701 
viitxUi ipaa^ai^ dir gegenüber es 
sagen. Vgl. Hom. o 377 dvxia de- 
9%oivfiQ ^da^ui und zum Gedanken 
"p 106 avdi Vi ngoaqfda&ai dvvaaat 
Ivoff nid* iffiBo^ai ovo' ilg ana 
Idia^at ivavx^av. — Cbo. 35: nt(fl 
96ßa. Pind. Pjrth. V 77: UovtBg 
«f^l dt(p,axt ifvyov, — nigaivs vgl. 
Sept. 1051. — xrjv ii^fjv aidaty vgl. 
Prom. 388 «^^^iroff ovfiog^ Er. 47, 7. 
A. 8. 

V. 700— 702=-694— 696. diruuB. 
T. a._ dimnm^ Sisii cti fog io. Hom. M 
304: ov fd X anil^iqxos' ^iyi^ovB 



axad-fioio diuüQ'ai'y id. E 584 h- 
dUaoLv. — xaqlüac^ui^ xd %axdy 
%ttQ%v sinsiv Schol. A. Vielmehr:) 
willfahren. — tpdad'ai, Medialform, \ 
s. 62. 64. 179. dvxia tpdaO'ai ver- ' 
hält sich zu xaQioaoQ'ai wie 694 f. 
dvxla ti^at zu ngoaidia^ui (tf^- 
ßoitai WQoatdia^ai xal dvxia lii\ttij 
dltfiai %aql<saa9'ai «al dvxia tpd- 
tf^ffft). Über den Aor. des Partie. 
Xi^ag Er. 53, 6. A. 8. 

V. 703—708. Die angestammte 
Furcht stellt sich beim Chor der 
Besinnung gegenüber, sie verdun- 
kelnd. — ÜDerdasMaTs des Mensch- 
lichen wird es nicht hinausgehen. 
— av ... Sv 429 f. — Prom. 537 
xov [langov xeivav ߣov ilniai, — 
Anrede des D. und Antwort der 
Atossa je 6 Verse. 

V. 709—714. «0^ begründend, img 
T£ . . . vvv xB , felix non vitae tan- 
tum claritate sed etiam opportun! • 
täte mortis (Tac. Agr. 45). — fiylc»- 
xog mv nig^aigy Eur. Med. 1035 



80 AISXTAOT 

ndvta yuQj /lagst ^ dxovöy [iv^v iv ßgccxst X6yp' 
diaxexogduitai xd Usgadv jcgdyfiad'^ (6g bItcsVv ixog. 
/lA.xivi XQ6nw\ XoiyLOv tig ijA^c öxijxtdg'^ Ctdcig 7c6ksi\ 716 
AT. ovdaiiäg' dlV dyLtp* ^A^vag nag %axiq>^aQrai fSxgaxog. 
/IA,xCg d' iyiüiv ixBUSB xaidtov i0XQaxrikdT£L] tpQa^ov. 
AT. d'OVQiog SiQl^rigy xsvciöag näaav T^nsigov nixiua, 
jdA. nh\og fj vavxfig di xetgav xijvd^ ificjpttygi/ xdXag; 
AT. dfitpoxBQa* diTckovv (lixmnov f^v dvotv öxQaxsvfidroiv. 720 
jdA.näg dh xal öxQotog xooooSb 3r£{;d$ '^vvösv Teegäv] 
ATfiijxavatg i^Bv^ev "^EXkijg no(f^(i6Vf ßiSx' i%€iv nogov. 
jdA.xal xod* i^ixQal^BV^ m6xB BööxoQOV xkyöai yjyav\ 
ATjäd^ i%BVy yv&fifjg di nov xig da^iiovmv l^vvijt^TO. 
AA^q>BV, (liyag xvg ^Mb datiimv, Söxb iiij q^QOvsZv xaliog. 725 
\ATmg iÖBtv tikog ndQSCxtv olov f^v6BV xaxov. 
AA.xal xC dl} ngdl^aöiv avxotg cSd' ixusxBvdisxB; 
1 AT.vavxi.xdg öxgaxog xaxad'Blg nB^ov SIböb fSxgaxov, 
AA, iDÖB nafiTCijdriv dh kaog nag xaxiipdtcgxav dogi] 
AT ngog xdd^ dg ZjovCgüv [liy^ a6xv näv xBvavdgCav 

6xivBi. 730 

AA, CO nonoi xBÖv^g aQCDyijg xdnixovglag axgaxov, 
AT.BaxxQÜov d' iQQBi^ navdXrjg dijfiogy ovdd xi^yiQCDV. 

iTiXaxov dv^Q/onoiffi, — (ivd'ov, i^etfxto 17 yitpvga, YII 10, 3 : naviQQ 

rem ^ dicendam , Kunde. — dia- aog fct/£a( BocnoQov zov d'gtitKiov, 

nBnoQ^, vgL 260. 617. Soph. Ai ytfpvomaaq djs nmaiAov ^Jcrgop di- 

I 885. iS%ünL\ oXmla, Ütansno^rif/kaiy ißrj inl Stivd^ag. — Er kam mit 

< q>lXoi, — dg iix, inog^ am es mit der Wirkung, dafs des X. Sinn ver- 

einem Wort zu sa^en. blendet wurde. — (Du hast recht,) 

y. 715 — 738. Stichomythie von quantum (quidem) mtellegi potest 

24 Versen. ex eventu. Verb, dg nagsctiv IdiSw 

V. 715 — 720. Aus einer ersten olov %a%6v xilog jjvvasv. 
Ehe hatte Dareios xgt^g naidsg, aus 7.727—732. n^diaciv, Ag. 1287 f. 

der mit Atossa riffas^s^, Herod. zu Ar. nub. 234. — Artemisia zu 

VII 2. — - ipkooqavs dl nsCgav (Acc. Xerxes bei Herod. VIII 68, 3: 179 

des inneren Objekts wie luogiav) avx£%a insixd'ig vavi^axfjüai, dti- 

xijvds nsiogiq pavtr^g; — dft.(p6z8Qaf yi,aivm jüi} 6 Vttv%i%6g axgaxog »a- 

Er. 57, 10. A. 11. imoQ'Blg xov itBiov nqoadrjXijaritai, 

] ^ y. 721—726. Soph. 0. R. 720 f.: — Äsch. fra^. 151: otap xanmcm 

' 'AxolXanf ov% iiiitvov '^wasvmovia dmyka naiinridjjv^ ^^^V' — 9og^, 84. 

ytvi<f9'ai vazgog, — (iriz. 113. Herod. 240. — ngog v. dg^ ita ut propterea 

hVll8: luiXXa isv^ag xov'EXX^anov- (170. 829). — i nonoi sonst nicht' 

\coviXav<ixQctxovinl%riV^EXXada.— im Dialog; Tgl. 550. 560. 852. Ag. ' 

Unter dem JBoffirooos (Binderfurt vgl. 1072. 1076. 1100. Eum. 146. — , 

zuProm. 733) ist hier (wie 746) der dgmyii (A((. 47. 73) xa^i«. (Suppi. 

*ElX7\ünovxog verstanden. Am 6osp. 721) cxg. die treue Hilfe und Stütze, 

thracicus hatte auch Dareios eine welche das Heer gewährte (und die 

Schiffbrücke geschlagen; Herod. IV in ihm bestand). -— ovdi xig yigcwy 

85: /iagsCog , . , aiclusxo x^g KccX- und ffar keine greisenhafte Mann- 

XTläovirig i«l xov BoünogoVy tva schaft. Daher nachher otnv ijßrjv. \ 



nEPSAI. 



81 



AA, CO (idleog, otav op' Hßtfv ivfiiiaxiov djteHiösv. 
AT.fitivdda öh Sig^tiv igtuMV q>a6lv ov nokkäv fiita 
AA,näg ts di] xal nol zsXevtäv] löti xig 6eyeriQla\ 735 

AT, aöfisvov iu)k$tv yitpvQav yatv dvotv iavxtfigiav, 
AA.Tud XQog TjJtSiQGV 6B6ä6^av tfjvds^ tovt' itijtviiov; 
AT.vaC' lAyos XQatet aaqyrivrjs xoirto xo^x ivv otipig, 
AA. q)£Vy za%Btd y* ifWe zpi}<ffii3i/ XQÜl^g^ ig Sh natd^ iptov 
Zevg aitiöxritifBv teXsvti^v d'Sötpdtmv iyci di tcov 740 
duc ftaxQOv xQOvav rdd' tivxovv ixtBXBVtr^aeiv %BOvg' 
f aAA' otav öTCsvörj tig avtog^ %ä ^sog övvdictnai, 
VW xaxdv ioiXB nr^yri n&6i,v ijvQ'^ifd'ai q>lXoig, 
Tcatg d' iyLog tdd* ov xatstdcig rjwifsv viip ^gdcsi' 

Zotig ^EXXrjöTCovtov Cqov dovXov cSg ÖBöfMifictöiv 745 
7ikxi6sv öxqöBiv fiavtcCj BoünoQOv^ ^oov ^sov' 
xal xoQOv [iBt€(fQV^(iiis^ xol xidttig 6fpv(ffiXdtoig 
XBQißaXdv xoXX^v xiXsv^ov rfwösv noXXw özQoxm^ 
&v7ir6g €5v Sh &s<Sv re ndtnav ßst"^ oix^BißovXia ^ 
xal IIoöBiddivog xQattjöBvv. jtag Tod' ov voöog q>qavAv 750 
bI%b natd^ i^öv; didoixa (irj TCoXvg nXovxov novog 
[OVftdg dv^QciTtotg yivrjtai roi; q>d'd6a'mog aQ^ayr}. 



I V. 7SS— 738. Vgl. Enr. Hek. 1130 : 

Sovov sh ÜV9 xinvoiei fk' tladyetv. 
, ierod. VI 15: fktt' 6X£ymv avu^itd- 
xnp jitfLovvniiivoi, Tnak. Vi 10: 
IMveai^Bl^ ftn' oUvmv ^wdiaßäv- 
xmi9. — Was ist Bchiiefslich aus ihm 
geworden? Demosth. I 14: axoxcr- 
9^9 tlg xi Mox' ilnlg xavxu xaliv- 
x^üau -^ aau. fioXiiv (vgl. Hom. T 
350: 9>9y«y €Ufi$iPOs ind^avatoio. Er. 
57, 5. A. 2), der Dichter TergiCst, 
' daffl er den Boten dies nicht hat 
\ ert&hlen laaaen. Auch berichtet 
(wohl genauer) Herod. VIII 117, 
« dafaXenres und der Best des Heeres 
(TJjat pf^val dtißfiaav ig "Aßvdov' 
I vffff fdg oxBdiag ^ ov% £ vpov ^ ixi 
irxtxai^i^ag ^ äXl' vn6 xetumvog 
SutXtlvfkdpag.-^ %QttXBif Sappl. 294, 
TOVTO, obtinet hoc. 

V. 739— 743. Von 29n«ffto/, welche 

den Peisem Unelflck in ihrem 

Kampfe gegen Hellas geweissagt 

i h&tten, spricnt auch Herod IX 42 f. 

▼gL Vn 6. — 9ia Kr. 68. 22. A. 3. 

~ 742 doppelseitig Sentenz; ygl. 

< Enr. firagm. 435 N.: to» ydff no» 

^ vavpxi xal ^fof avXlaf/^ßdv 91* — 

Abchttoi, FenMr. 



und so scheint es, dafs schon jetzt 
ans dieser Quelle (den Unglück 
kündenden Weissagungen) Über alle 
Freunde sich Leid ergossen hat. 

V. 744—752. tgov, 49. 497. Auch 
Dareios (vgl. 736) weifs hier mehr 
als er eigentlich solL— dscfitofiaaiv 
vgl. 69 — 72. Die Geschichtchen bei 
Herod. VII 35 kannte wohlÄschylos 
noch gar nicht. Bei ihm sind die 
dtafioinaxa und nidai Mittel des 
Übergangs Über den Hellespont. 
Dafs ans seinen Worten jene Mär- 
chen entstanden seien ist, bei deren 
Beschaffenheit, nicht glaublich ; aber 
auf athenischem Boden sind sie 
sicher erwachsen und von Herodot 
vorgefunden worden. — usTsp^v^- 

ei^£, zu einer anderen Ordnung zu 
ringen suchte. — noXlm nxgaxm 
für ein zahlreiches Heer.' — voaog 
steht prädikativ zu xdda („wie 
sollte nicht darin eine Erankneit'\ 
u. B. w.). Vjfl. Soph. PhiL 1116 f. : ) 

Tov (um Reichtum) novog^^ mein ' 
mühsam erworbener Reichtum; 
vgl. Cho. 137 : iv xoiüi üoCg novoiifi 

6 



80 



AISXTAOT 



Tcdvxa yecQj /lagef^ dxo^iSij ^v^v iv ßgccxst Idyp' 
duatsicoQ^r^a^ xä UeQiSwv TCQdy^iad'^ f&g sinBtv ijtog. 

^A.xivi TpOTTGi; Aotfiov xig 'J^Mb öXTitcxoqri iSxdöLg xoXei; 715 

j^T. oväafiSs' aAA' d(iq>* ^A^vag xäg xaxiq>^aQxai, 6xQax6g. 

AA.xCg d' ifiav ixstöe xaidcov iöXQaxijXdxei] q>Qd6ov. 

AT. dvvQi.og S^giiJSy xsvciaag x&iSav ^xatgov %kd%a. 

jdA. nh%og 12 vavxr^g dh nstgav xijvd^ ifimQavBV xdkag; 

AT. d(iq)6x6Qa' dtsrAow fiixajtov r^v dvolv öxgaxsvfidxoiv. 720 

^A. näg dh xal öxgaxdg xoöoöds Jtsiög ffwasv nBQ&v ; 

AT (irix<xvatg i^BV^Bv '^XXfjg xogd'iiövy w6x^ ixBiv tcoqqv, 

/dÄ.xal x6d* i^iTcgal^BVj ßöxB B6cxoqov xX'giSa^ ftiyav; 

AT\ä8^ i%Bi^ yvciiifig di nov xig daifiövmv ^vvijifaxo. 

^A^tpBVy (liyag x^g ijAO'fi daif/nov^ &6xb iitj (pgovBtv xaltSg. 725 

lAT, dg iÖBtv xiXog jcdgBöxiv olov f^vvösv xaxov. 

^A.xal xl di^ ngd^aöiv avxotg ad^ ixtöxBvd^BXB ; 
i ATvavxMog öxgaxdg xaxad'Blg TeB^ov SIböb fSxgaxöv. 

AA, (DÖS nann'qSriv dh laog nag xaxdg>dtcgxai 8ogC\ 

AT xgog rad' dg Ijovöcdv fiiy^ aöxv xdv XBvavögCav 

6xivBL. 730 

AA, CO nonoL xBÖv^g dgooyijg xdmxovgiag axgaxov. 

AT BaxxgicDV d' iggst navdXrig d'^iiog^ qvdi xtg yigav. 



irjlmxov dv^Qcinoiüi, — (ivQ-oVf 
rem dicendam, Kunde. — dta- 
nmoQJ^, vgL 260. 517. Soph. Ai 
885. m%m^ oXmla, dtansnoifd'rjptai, 
tpiloi, — mg Bin, inog, um es mit 
einem Wort zu aa^en. 

V. 715—738. Süchomythie von 
24 Versen. 

V. 715 — 720. Aus einer ersten 
Ehe hatte Dareios xQitg natdng, aus 
der mit Atossa xiaoBQiq^ Herod. 
VII 2. — ifiooqavs dl ntiQav (Acc. 
des inneren ^Objekts wie (uogiav) 
xfjvÖs nsiogjj vavttig; — diitpOTSgcif 
Kr. 57, 10. A. 11. 

V. 721—726. Soph. 0. ß. 720 f.: 
Anollcav ovx instvov "^vvaiv wovia 
ysvi(S9'ai natifog.—iirjz. 113. Herod. 
IVII 8 : jiiXXm ^sv^ag tov 'EXl'qcTCOv- 
\tov iXav (txQatov inl triV^EXXada.— 
Unter dem Boffnooog (Binderfurt vgl. 
zu Prom. 7.S3) ist hier (wie 746) der 
*EkXij<fnovxog verstanden. Am Bosp. 
thracicus hatte auch Dareios eine 
SchifiPbrücke geschlagen; Herod. IV 
85 : ddQBiog . . . anixBxo xr^g KaX- 
Xridovirig ivl xov Boanoffov, tva 



iisffxxo Tj yiqfvga. VII 10, 3 : nux^g 
oog tev^ag Boanogov xov d'gtitiuov, 
Yeq)VQmaag äh noxafkbv 'Icxqop 9t- 
ißri Bnl Suvd'ag. — Er kam mit 
der Wirkung, dafs des X. Sinn ver- 
blendet wurde. — (Du hast recht,) 
quantum (quidem) mtellegi potest 
ex eventu. Verb, lo^ nagscxiv Idetv \ 
olov %a%6v xiXog rjvvasv, \ 

V. 727— 732. ngd^aoiv, Ag. 1287 f. 
zu Ar. nub. 234. — Artemisia zu 
Xerxes bei Herod. VIU 68, 3: riv 
avxUa insizd-jig vaviioizv^'^h dci> 
liaivm fi^ 6 vavximog axgaxog %a- 
TtmStsig xov ns^bv «(^odijXijarixat. 
— Äsch. fra^pn. 151: otav xcmma^u 
9Ayka na(inrjdtjv ^iX^. — doqfi, 84. 
240. — «gbg r.^cos, ita ut propterea. 
(170. 829). — CO noKOi sonst nicht | 
im Dialog; vgl. 550. 560. 852. Ag. 
1072. ^ 1076. 1100. Eum. 146. — ! 
apovy^ (Ag. 47. 73) xa^c«. ^uppl. 
721) üxg. die treue Hilfe und Stütze, 
welche das Heer gewährte (und die 
in ihm bestand). — ovSi xtg yigtnv, 
und gar keine greisenhafte Mann- 
schaft. Daher nachher ofav ijßrjv. 



nEPZAI. 



81 



AT.yi)dpd6a öl Süg^riv igruiov q>aölv ov noXkäv (lita 
^A.xäg ts di] xal not tsXevtäv] löte ttg ömtrjgia] 735 

AT, aöfisvov ^oXstv yiq>VQav yalv dvotv ^svxtfigiav. 
^A.xal XQog ijnsiQov ösetSöd'ai tfjvde, t<yvt^ itijtviiov; 
A T. val' Xiyog XQatet ^atpijvi^g toiko xovx Ivi oxi6i§. 
^A. q>svy ta%Bta y* ^Mh %iflfiyk&v ;rpa|i$, ig di icatd^ ifiov 
Zsvg djciöxti^ev teXevriiv d'SOtpdtfov' iyci di xov 740 
dtä ftaxQOv ;^pdi/oi; tdd* Tipixovy ixteXtun^tfeiv ^sovg' 
f dXX^ oxav öTcevdrj ttg aizog^ xd ^sog övvdnterav. 
VW xax&v loixs itY^yq n&6iv ijvQij0d'a$ q)lXo^, 
TidCg d' i^kog xdd^ ot; xaxBvdtog Ijwöev vi& ^Qdöei* 

Sazig *EXX7J(fnovtov Igov äovXov dSg ösöfMificut^v 745 
i^XxLösv öxtjtfHv fiovra^ Bo^Ttogov^ ^oov d'sov' 
xal 7c6qov iieteQQvd'iitis^ xal nidaig iSq>vgriXdtoig 
nsQißaXtov xoXX'^v xiXav^ov fjvvoev xoXX^ tfrpor^, 
&mit6g fSv dl d'säv ts ndvxmv Sst^j oiixjsdßovXia^ 
xal no6evddivog XQatrjöHv. jtäg tdö' ov vo6o^ tpqsvmv 750 
slx^ xatd' i^iöv; diSoixa fti} TtoXvg TcXoijtov xovog 
\ ovii6g dv^Qcinoig yivqtai, xov q>%d6avxog aqnayq. 



y. 783—738. Vgl. Eur. Hek. 1130: 

Sovov 91 ev9 tinLvoial fk' BlcdyBiv, 
lerod. VI 15: iftx* 6Uvmv ffva|»a- 
yXmiß ßifLovvtoftivoi. Tnak. Vi 10: 
IMveofd'ils Hsr' oUvmv ^w9iaßdv' 
xmp. — Was ist scmierslich aas ihm 
geworden? Demosth. I 14: axofffr- 
«^f siq %i not' iXnXg xavxa tsIcv* 
Tf^oau — «0/». yLoXiHv (Tgl. Hom. T 
350: fpvvBv aoi^Bvog i%^uvdxoio. Er. 
67, 6. k. 2), der Dichter Tergifst, 
t dab er den Boten dies nicht hat 
\ erxSiilen laaeen. Auch berichtet 
(wohl genauer) Herod. VIII 117, 
• daTsXenceB and der Rest des Heeres 
j ^f|^* ^ifjivel diißfiaav ig "Aßvdov' 
xteg yap ^xndiag ^ ov% evgov ^ ixi 
! ivxBXttiiivagf all' vn6 xeiumvoq 
' ^utltXvftivag. — mgaxBCf Sappl. 294, 
t99xo, obtinet hoc. 

V. 739— 743. Von x^ntffio/, welche 

den Persern Unglück in ihrem 

Kampfe gegen Hellas geweissagt 

j hätten, spricht anch Herod IX 42 f. 

WgL VII 6. — aia Kr. 68, 22. A. 3. 

^ 742 doppelseitige Sentenz; vgl. 

Ex», fragm. 435 N.: xm ya^ ffo- 

V0V9XI %al d'iog evXlapkßdvBt, — 

ÄMCBYUOB, Ptnar. 



und so scheint es, dafs schon jetzt 
ans dieser Quelle (den ünglfick 
kündenden Weissagungen) über alle 
Freunde sich Leid ergossen hat. 

V. 744—752. £969, 49. 497. Auch 
Dareios (vgl. 736) weifs hier mehr 
als er eigentlich solL— dBOiitifiaaiv 
vffl. 69—72. Die Geschichtchen bei 
Herod. VII 35 kannte wohlÄschylos 
noch gar nicht. Bei ihm sind die 
deafioifiaxa und nidai Mittel des 
Uber^ngs über den Heliespont. 
DaTs aus seinen Worten jene Mär- 
chen entstanden seien ist, bei deren 
Beschaffenheit, nicht glaublich ; aber 
auf athenischem Boden sind sie 
sicher erwachsen und von Herodot 
TOrgefunden worden. — ubxbqqvG^- 

ei^«, zu einer anderen Ordnung zu 
ringen suchte. — nollm üxQOCxtp 
für ein zahlreiches Heer.' — voaog 
steht prädikativ zu xd9B („wie 
sollte nicht darin eine Krankheit*' 
u. s. w.). Vjrl. Soph. PhiL 1116 f. : ) 

xov (um Reichtum) novog , mein ' 
mühsam erworbener Reichtum; 
ygl. Cho. 137 : iw xoioi aoig novoiai 

6 






82 



AISXTAOT 



AT^tavrd toi xaxotg 6(iiXav dvdQcitJiv didäöxettti 
' ^QVVkoS S^Q^flS ^iyov6iv iog 6v fihv (liyav tdxvoLg 
nXovxov ixtij6(o |i)i/ ttljj^^^ tav d' dvavdgias vxo 755 
fvdov aljunid^BW^ xatQmov d* oXßov ovdlv avl^dvsiv, 
toidd* ^1 dvÖQmv ivsidri nokkdxig xXvwv xaxäv 
Ti}i/d' ißovlsvifev xikev^v xal CtQdtsvft* dtp* 'Elldda, 

^A.xoiyaQ 0q>iv iQyov iöxlv iiHf^aöfiivov 

(idyvatov^ isifivriiStoVj olov ovdixm 760 

jrrftf' aötv Uovöav iiBxetim6€v_jee66yjl 
ii oite tvft'^v Z$vg Sval^ rijvd' änaösv^ 
iv* avÖQ* eatd0fig ^AötSog ^ifikotgitpov 
tayetv ^ i%ovta 0x^9rrpov ev^vtmjgiov. 
Miidog ydg fjv S ngatog i^ys^dv ötgarov' 765 

aXXog d' ixilvov natg t68^ igyov r^waev 



äUovaiv niya in dem mühsam von 
ir Erworbenen. -- av^Qtonotg tov 
fp^d^avxoq ohne in Beziehung zu 
einander gesetzt zu sein. Vgl. 818 f. 
w^dc, primi occnpantis (als res nul- 
Hub) , aes ersten besten Angreifers. 
y. 753 — 758. MLumotg avdQaaiv, 
MardonioB, Onomakritos, die Aleua- 
den und Peisistratiden^ s. Herod. 
yil 5 f. 16 iah . ,, äv^oammv %tt%mv 
6fiiUai atpdllovai). YlII 99. — mg 
cv .,. tov d\ über diesen Wechsel 
der Konstruktion Er. 59, 2. A. 10. 

— ivdov, in der fwaintovitig ; vgl. 
Fiat. sjmp. p. 176 £: raig ywai^l 
xttig ivdov. Find. Ol. XII 14: iv- 
itoiidx^tg St' dXintaQ. Soph. £1. 
801 f. : 6 ndvt' dvalnig ovtog , . . . 
6 oiv yvyatfl tag iidxag noiovjiS' 
vog. Eurip. Or. 754. Hit ähnlicnen 

\ Gründen fordert nach Herod. III 
I 134 Atossa den Dareios zu ^einem 
Feldzug gegen Hellas auf: co ßaai-' 
Xsvj i%(o9 dvva(iiv tooavtriv %d- 
tfjöai, oytf tt id'vog nQoaxtso^svog 
ovtB övvapkiv niffOfjoi., ol%og di 
ioti &vd(fa »al viov mal XQ^P^^'^tov 
fiBydlmv daanotriv fpatvBobai vi 
uno9Bi%vva9vov tva lial IHqoai 
inad^toai Ott in' dvägog agxovtai. 

— kUsv^ov mal ctgattv^a Hen- 
diadys. 

V. 759—764. toiydq, wie häufig, 
zur Strafe (zum Lohn) dafür, 813. 

— ffopiv, die intellektuellen Urheber 
weraen fQr das Geschehene mit- 
\Terantwortlich gemacht. — i^enBi- 



\ 



vmö$v neaov vgl. Anhang. Seit dem 
Bestehen des persischen Reichs. — 
l£ ovtB (vgl. 297) wie Eum. 26. — 
Archiloch. fr. 22: ovd* *Ac£rig y$ 
%eiQt$Qog gifiXotQOwov, — tttysiv, 
vgl. Sept. 58 tuyhvnv, 

V. 765 ff. Die folgende Übersicht 
der persischen Geschichte bis auf 
XerxeS) mit der Tendenz zu zeigen 
wie noch nie etwas derartiges 
nnd ein solcher Regent dagewesen 
sei, weicht von den Angaben des 
Herodot mannigfach ab. Vermitt- 
lungsversuche sind vergeblich. Bil- 
ü^rweise kann man von Äsch. 
nicht die genaue Kenntnis eines 
Herodot erwarten, der als Klein- 
asiate, Geschichtschreiber und Spä- 
terer für die Ermittlung des Rich- 
tigen viel günstiger gestellt war. 

V. 765-767. Mndog Eigenname ] 
(indem nach hellenischer Sitte der ' 
StaatenfiTünder als gleichnamig mit / 
dem Yolksstamme gesetzt wird, wie 
"itov^ Boiatog u. s. w.). Wenn Ap- 
pellativ, so ist entweaer Eyaxares 
gemeint (Herod.^146: ti'AotvdyBog 
tov Kva^dQBd '^yeitoviri xa^acps- 
d'Siaa vno Kvgov tov Kaußvüsa) 
oder Astyages (Xen. Kjrup. I5, 2: 
(thv 'Aatvdyrig iv Tofip Mniotg 
dnod^vi^anei, o dl Kvaädgtig^ o to« 
'Aatvdyov srarff, trjg da Kvgov fiiy- 
tgog dÖEltpogy Ti)y oigxv^ Haßs tmv 
Mi^diDv), Jedenfalls liegt eine aunkle 
Kenntnis der Thatsacne zugrunde, 
daib zuerst die Meder das herr- 



nEPSAI. 



83 



I q>Qivsg yäg avtov ^v(i6v ^(icxo0tf6q>ovv, 
rgirog d' cur' avtov KvQog, siidaCfimv ivfJQ, 
äglag i^xs näöiv eigijvfiv q>iXoig' 
Avömv d\ Xabv xal Ogvyäv ixTiföato j 
7faviav t€ näöav ^XaöBV ßCif 

\ ^sog yäg oi;x ijx^QsVy ^ £vq>Q&v ig>v. ^ 
KvQov dh natg titagtog ijvd'vva 6tQat6v. 
niiimog 8h Mdgdog ^Q^ev^ al6%vvTfi xdvQcc 



770 



sehende Volk waren. — to^' Ipyoy 

das von dem Vater begonnene der 

Befn^findung der Herrachafb über 

Asien. Es gelang ihm dies, denn 

[er war ein 'Aiftaipifivijq (a «crg 

I fpgivag iw9 aQtiag\ mit etymolo- 

? / gischer Aasdeutung des Namens, 

, wie Prom. 85 f. 381. Sept. 658. 829. 

I Agam. 1080 ff. WennÄsch. hiemach 

für den zweiten Regenten (und 

Sohn deB Mfidog) einen Artap hrenes 

hielt, so kommt dies dem Astyages 

desHerodot näher ah demEyaxares 

des Xenophon. Das Geschichtliche 

ober die Aufeinanderfolge der Achä- 

meniden s. in Bealenc* I. S. 46 ff. 

V. 768—778. Kyros (Khurush 

oder Xurus e* dominus) reg. 660 — 

630 T. Chr. Von seinen Eroberungen 

sind nur die dem hellenischen (je- 

sichtskreise nächstliegenden ge- 

Dannt: das Ijdische Reich (Kroisosl 

und mit (in) diesem Phrygien una 




aamach su schliefsen, dafo er so 
u. 8. w.^ Vgl. Eur. Iph. T.^1180 
^aotpijv a* i^gerfftv ^EXlcegf mg ^tf^ov 
nahog. — Kvqov naig, Kambyses 
(Eambudsch^a), J. 530—623 y. Chr. 
V. 774—777. J. 621 v. Chr. Vgl 
Herod. III 61 ff. und die groise 
fay* ^mft yon Behistan , nach der 
Uberseizung V5h Fr. Spiegel, die 
altpersischen Keilinschnften (Leip- 
zig 1862), 8. 5 ff., wo Dareios sact : 
/vKambtg^a hatte einen Bruder 
äardiia mit Namen. . . Diesen tOtete 
er. Als Kambigija den Bardija ge- 
tötet hatte . ., gixig er nach A^pten. 
. . Da war ein Mann , ein Mager, 
Gaum&ta mit Namen fb^i Justin. 
1 9f 7 Cometes) , Ton Pis^äuvädä 
aus lehnte er sich auf. . . So log er 
die Leute an: ^Ich bin Bardija, 



Sohn des Kuru, Bruder des Kam- 
big'ija.' Darauf wurde das ganze 
Reich aufrührerisch gegen Kam- 
buj\ja ... es war niemand , weder 
ein Perser noch Meder, der Gau- 
m&ta dem Mager das Reich enir 
rissen hätte; das Volk fürchtete 
ihn wegen seiner Grausamkeit. . . 
Niemand wagte etwas zu reden 
über Gaumftta den Mager, bis ich 
kam. Dann rief ich den Auramazda 
um Hülfe an. Auramazda gewährte 
mir Beistand, im Monate Bägaj&di 
am zehnten Tage, da war es, da 
tOtete ich mit ergebenen Männern 
jenen Ganm&ta den Mager und die, 
welche seine vornehmsten Anhänger 
waren. Es ist eine Festung, Qika- 

i'auvati mit Namen, im Bezirk 
^iyfiya mit Namen, in Medien, 
dort tOtete ich ihn: ich nahm ihm 
die Herrschaft ab; durch die Gnade 
Auramazdas wurde ich König, 
Anramazda übergab mir das Reich." 
und in derselben Inschrift (S. 37 
bei Spiegel) : „Dies sind die Männer, 
welche damals dort waren als ich 
Gaumäta den Mager tötete. . . . 
Damals halfen diese Männer mir als 
meine Anhänger: Vifidafranä, (He 
rodot ni 70 'ivtawgivrjg, bei Äsch. 
'jQTocwpivrig) mit Namen, der Sohn^ 
des Vaja^pära, ein Perser; üt&na 

iOxdvrig) mit Namen, der Sohn des 
!'hukhra, ein Perser; Gaubaruva 
(Tmßovi^g) mit Namen, der Sohn 
des Mardon^ja, ein Perser; Vidama 
CTdaQvrig) mit Namen, ein Sohn des 
Bagäbisna, ein Perser; Bagabnkhsa 
[MiyäßvSog) mit Namen, der Sohn 
des Dadulga, ein Perser; Ardu- 
manis {'Aanad'ivrjg) mit Namen, der 
Sohn des Vahuka, ein Perser.'* 
,,Es waren übrigens nicht persön- 
liche Motive allein, die den Gau- 
mäta zu seinem Betrüge veranlafs- 

6» 






84 



AISXTAOT 



d'QOvoLifi r* äQ%atoi,fSv' xbv 8h 0vv doAfii 
*4iSl^^iyS9 /xtavev i^d'Xog iv doftoig, 
l^vv avÖQdöiv (plkoiciv , olq t6d* fpf %ifiog. 
\ [ßxxoQ dh MdQaq>igj Sßdoft6g r' ^A^afpQivijg.] 
' xdytA icdXov r' ixvqOa tovnsQ ij^slov 
xäxe6tQdtsv0a nokXä 6vv xokk^ örgatp. 
cJAA' ov xaxdv xoöivÖB XQoaißalov stoku, 
S^Qi^S 8* iftog natg cSv viog q>QOV6t via 
MOV (ivijiiovBVH rag ipidg ixi^stokdg' 
€v ydg 0ag>äg x6d^ iksx\ ifiol IwifAu^g, 
anavxsg 'q^iBlg ol XQaxri xdd* iöxofisv 
ovx äv tpavBtikBV icij(iax^ ig^avxsg x66a. 

XO, xi ovvy ava% ^agets^ not xaxa^fxgitpsig 
X6ymv xskavxijv; stäg äv ix xovxov ixt 
ngdCfSot^Bv 6g aqvöxa XBQCvx&g kei6g\ 

^Aiei (lij 6XQax£voi0^* ig xov ^EUXijvmv xoxovj 
fiijd' ej öxgdxBviia nXatov ^ xo iirjö ixov 
avxri yaQ 'q y^ ivfi^f^tog xeivoig nikBv, 

XO. xäg xovx* iXe^ag^ xivi xqox^ 8h (rvfifuxx^f; 

jdAixxslvovCa A^fi^ rovg V7CBQx6XXovg ayav. 

XO.dXX* s^xaX'^ xoi Xsxxöv dgovfiev 6x6Xov. 



776 



780 



785 



790 



795 



ten, Bondem gewifs auch das natio- 
nale, die Herrschaft wieder an die 
Meder zvl bringen*' (Fr. Spiegel 
Er&n, Berlin 1863, S. 324). Vgl. 
aach noch oben S. 33 f. 

V. 778—781. Nach Tilgung des 
unechten Yerses (b. Anhang) setst 
DareioB stükchweigend als bekannt 
voraus, dafs einer dieser ävdiftg 
tp£Xoi er selbst gewesen sei — 
nan9axQaz9voa noXXdy nach vielen 
Bichtunffen; jetzt im einzelnen be- 
kannt onrch die grofse Inschrift 
von Behistan; s. Spiegel, Eeilinschr. 
S. 9ft. nebst Er&n 8. 326: „Dareios 
mufste sich das Reich, das er be- 
herrschen sollte, erst wieder erobern. 
Auch nachdem diese Eroberung 
schon gelungen ist, tauchen immer 
wieder neue Versuche auf. Jede 
Provinz macht ihre Emodrung fär 
sich ab, ohne sich mit aer andern 
zu verbinden, wodurch es dem Da- 
reios möelich wurde die Aufstände 
nach und nach zu unterdrücken. 



Die gefährlichsten waren die des 
Naditabira in Babylon und die des 
Fravartis in Medien; gegen beide 
zieht auch Dareios persönlich zu 
Felde.** 

V. 782—786.^ ^hinSy ^persisch i 
EhB%ito!ä. — ov pkvriiLavsvei : viel- ; 
mehrnatte Dareios selbst die Ab- , 
sieht an den Athenern Bache zu 
nehmen und mufste Xerzes in seinem; 
Zuge eine Ausführung des Wülensj 
seines Vaters erblicken, s. 475 f.; 
Herod. VI 94 vgfl. 98. VII 1—6. 8,^ 2. 
— Bv cafpmg wie Cho. 197 sv sdtp' 

V. 787—794. %{ ovv, Sept. 704. 
Eum. 902. Soph. Phil. 100. — k% 
X0VX1D9 unter diesen Umständen. — 
"EXXrivav^ zonot, vffl. 447, 796. 'EI- 
Xadoq toTtmv Suppl. 232. — e^ . . n. 
Kr. II 54, 12. A. 2. - Zi^flJ;^FgL 
489 ff. u. Herod. VII 49. 

V. 795—802. Eur. Hek. 1141 
^Qvymv ig atav • . . apsiav atoXow. 
Nur wenige, aber Auserlesene und 



nEPSAI. 



85 



jdA. &kV ovS^ 6 iisivag vvv iv ^EXXädog tOTCOig 
iStQaxog xv(fi}0€i vo6rifU)v 0wti]Qiag. 

XO.xmg slxag] ov yAff ic&v 6rQdt€V(ux ßagfidgav 
l^€Qä tov iSXkrig xoQ^fiov EvQaxrjg aico ; 

^A.TcavQol ys noXXaVy et xi mütsvöM ^Bmv 
XQT^ ^s6g>dvoi6iv f ig tä vvv nsiegayfiiva 
ßki^avta' 0viißaiv€i yuQ ov tit_ (livj tä P^_py. 

xstTtSQ xdS* iiStij jtX'^^og ixxQitov ötfarov 
ktiiCB^ X€vat6iv iXvUöiv 7C€nBiiS(iA/og. 
[lilAvovöi d' Iv&a tcbBCov 'Aamitdg foatg 
&q8bij tpiXov nlMfia Boianmv x^ovC* 
ov 0g>iv x«xffl[y vjfiöt* SytaftiisyBi na^Btv^ 
I vßQBog anoiva xad'iav ^Qovrifidtmv * 

ol" ^v iiok6vtBg ^EXXdd^ ov %'bSv ßgitTj 
'gdovvTO övkäv ovd% Mfutgävat vBcig' 

Ißfoiiol d^ atötoi, ddCLiMvwv %•* [d(fv^ata 
XQOQQi^a tpvQÖfiv S^ccvi^xQantai ßa^Qmv. 
tovyttQ xaxäg dgdöatnBg odx ikd66ova 
7cd6%ov6tj ta dl^fjdkkovfSij xovdinm Tucxäv 
xQijnlg ihcBöziVj äkk* ii^ ix mdvBz at.. 



800 



806 



810 



816 



wohl AaG^^estattete. — ovd* ge- 
Bchweige oenn ein nenes Heer. Von 
dem Zurückbleiben eines Heeres 
unter Mardonios kann Dareios kanm 
aas den d-iüipata (V. 739 ff.) £ennt- 
nis haben, so daä hier wohl eine 
kleine Inkonsequenz des Dichters 
Torliegt " Das praes. neg^^ weil 
es bereits ^scheoen kann. — Die 
Erfüllung eines Teils ist eine Bürg- 
schaft für da^ Eintreffen auch des 
andern. 

V. 803—808. Mit ahttg tdd' iaxC 
wird die Voraussetzung nicht für 
den feiernden Satz, sondern für die 
ganze vorhersagnnff gegeben. — 
Ul99i , ^^^{i?«. j- Heroa. IX 16: 
Ma^MB 9\ avtov (des Mardonios) 
t6 azQittwttdav , dg^a^evap dno 
^fv^gimv, noifä *T€ids* ntnixBivs 

Tojr Aüwnow notapLOv tnayftivov. 
— naSiop oQdti 487. — n^aa/iu 
i dwxl Yov Xina^aa Schol. , Apposi- 
tion zum Inhalt des Torhergehen- 
jden Satzes wie inoiwu 808. Vgl. 
Dionjs. Perieg. 227 vdaxi niaivmv 
iXauigov xidoip Aiyvntoio, — Für 



otpiv erwa]:tet man 9tpcL9 oder vtw 
wie Prom. 606.^ ot^ fi' inafifiivei. 

Da die Handlung des Stückes ihren 
Standpunkt kurz nach der Schlacht 
bei Salamis nimmt, so Melk sich der 
Sieg bei Plat&ä nur in der Form 
einer Weissagung einflechten. 

V. 809—816.^ Herod. VIII 109 von 
Xerxes: og tu tga xal va T^^ia iv 
opkoiai inoiisto, ifiictnodg tt xal 
naraßdllanf tmv ^£i»y ra dydXfi^ata 
0[gl. oben S. 30f.). Andrerseits iSXst 
Herodot VII 8, 2 durch Xerxes den 
Athenern vorwerfen, dafs sie ig 
Üd^dig iW'ovtsg ivhtQnauv xd te 
aXoBa «al tu tqd. Vgl. VI 101 :, xd 
[gd ^ üvX'qaavtif ivingr^oav , dno^ 

^ivxmv tqmv, — 811 » Ag. 627. ^ 
Für das viele Schlimme, das sie an- 
gerichtet, leiden sie u. s. w. ^9«- 
ffovTSff . . nda%av9i vgl* Ag. 1664 
(u. 1627). Choeph. 813. — fiillovif». 
seil. MsioBod'iti, — ngrinig, Grund- 
lage, Sockel, beim Bauen das Erste 
?)ei Pindar xQijxid' doidSv^ iniatv 
dXUo^ai)^ beim NiederreiüMn 



<c^ 



86 AI£XTAOT 

xoiSoq yäg ictai xiXavog aCiiato(fg>ay^g 
ngig yy nkaxaiäv dwgidog i>6yxfig wco' 
^tvsg vsxQmv 8h xal zQixo^noQu^ yovg 
atpmva öfi^avov0tv ofiiiaöiv ßgozaiv 
dg ovx xmiQqiBv ^vtirdv St^ra %q^ tpQOvstv. 
IjßQig yaQ i^avd'ovö* ixägtcciHSs 0xd%w 
axf/gy od'sv näyniavxov iiai»^ ^igog. 

xoiavd'* 6Q&vxeg xäv8e xücxvclfiia 
fiilivfjpd'^ ^A^hfjyäv ^Ekkadog xs^ iirfdi ti^ 
vxi(ffpQOvij0ag xSv nagivxa daifiova 
akk&v iQaa^clg ikßov ixxii] ykiyav. 
Zsvg xov xoka^xf^g xmv vxaffxofMC&v äyav 
q)QOvri(idxmv ineüxiv^ sv&wog ßagvg. 

TCQÖg xavx* ixsVvov 6m^Q0vslv XBxaiijfUifOi 
npaklxsx* eiköyoust vov&sxijiiaöiv^ 
kfjiai ^& ^oßkaßovvd '' vmsQXOfixp %Qa6Bi. 
0v d\ & yifaut fi'^xsg 1} S^Q^ov q>(kfi, 
ik^ovö* ig otxovg xöö^ov 50xig svyeQeTcrjg 
kaßov6* VTcavxCaiß xaidi. navxl yaQ 
xaxäv vn* äkyovg kaxidsg äfiq>l 0€iiiaxi 
6xijiioQQayov6i noixCkciv 60di]iidxmv. 



820 



825 



830 



835 



(oder AuBBchÖpfen) das Letzt- 
erreichte. ~ nidvm iB niddm quelle, 
sprudle; ungebr. Stamm 'ntda 
(Quelle), vgl. mdiiBig. 
^ V. 816—822. Etym. M. p. 695, 15: 
'Atrinol Xiyov9t niXavov nav %6 
mnwjfog. Vgl. Ag. 96. Gho. 92 u. 
bes. JBum. 265. Eur. Or. 220 (äoppiD' 
dng niXavog). ^ Hier nfXavog (Brei) 
aifuttog awayivxog {alua <y<pa{;ei9, 
Ag. 1889.- Eur. EL 92. 281) v^l. Ag. 
209 f.: naffd-Bvoctpayoiai fsfd'gotg. 
Also Klumpen Ton geschlachtetem 
Blute d. i. TOn Blut das als Opfer 
dargebracht ist. Ezcefs des Pathe- 
tischen. — nXataimv, s. Herod. IX 
^58 ff. 59 ff. Wie bei Salamis die 
/Athener, so bildeten bei Platää die 
'jPeloponnesier den Hauptbestandteil 
(Herod. IX 28) und hatten das Haupt- 
Terdienst. Der Dichter, von seinem 
ipanhellenisohen Standpunkte, läftt 
daher auch den Dorem ihr Lob 
I werden. — d^ivBg vbxq,, Tgl. Verg. 
Georg. I 493 ff. — atpmva . . oft/i. 
^stumm, aber augenscheinlich. Hom. 



9'' 156 f.: ool ydg te fidXiüta . . wi£' 
covtai iivd-oiüi. Tgl. 752. Heünsoeth 
Huv xQtToait. — vni^sVf Ag. 377. 
Kratin. fr. 406: fiJidlp vniifqfBV 
(s. y. a. äyav), Eor. rhoen. 559: tl 
triv xvQavviou . . xi^äg vnigipBv; 
— dxrjg ist gen. defin. — iiftp^^ 
d'BQog Ag. 1655. 

Y. 823—828. ümkehning d€» be* , 
kannten Sianoxtu iibiivbo xmv 'A^n- , 
va£mv (Herod. Y 105). Y^l. aucn | 
285. — daifkova s. v. a. ^vttjv, — 
«AXoy als xa naoovxa^ also Weiteres, 
mehr, und Fremdes. — vnBQqfQOvijaag 
. . iqaa^Blg . . ingiij 468 f. — SXßov 
inzßn 163 f. 7- Soph. Ant 127 f.: 
Zivg yccQ iiBydXng yXtaamig noi^novg 
^nBQBx^tttqBi. Eur. Heraklid. d87t.:, 
WQovqykdxmv 6 Zfvff %oXacxrig xiSv 
ayav vnsQipQdvmv, 

Y. 829—838. Quare vos, quorum 
interest (777) illum sapere (nicht 
aber wttgmBv wjifovtiv). — ^so^Xa- 
ßBCv sich Sch&oigung (Strafe) durch 
die Götter zuzienen. — öxTjiiOQffa- \ 
yovffifStuninibus ruptiBscissae sunt. 



n£PSAI. 



87 



^AA' ainov sv^gov&g 6v stQolvvov kayoig' 
I ii,6vfig yctffy olda^ öov xlvmv ävdJ^stai. 
iyd d' a7csv(i^ yrjg vtcö i6g>ov xäta). 
ilistg 8h, ngießsigy %cUQex' iv xaxotg o^tog 
\ifvx^ did&m€g iqdov^v xcc^* ^^i^av, 
<og totg 9avov0i xXoikog otjdhv dtpsket. 

XO, ^ noXka xal xagovra xal ykikkovr' in 
ijkyijö^ dxov0ag ßagfiägoi^^ XTJiitceta. 

AT.ä dati/LOVj äg (is icokX^ iOBQXBtui, xaxmv 
\akyri, (idkiCttt^d^ rlSs (fviiq>OQa ddxvH, 
dzifiiav ye xaidog «fi^l ömiuctt 
i0&fllidxav xkvov6aVy ij vt,v dfi,ni%Bi. 
dkV BlfHy xal kaßov6a xö^^iov ix doiimv 
VTtavtid^etv TCaLÖi fiov jcs^gd^fofiai. 
ov ydg tu ^Ckxax* iv xaxotg stQodaiöoiiev. 

"ö^ag dh X9V '^^ xotiSäs totg xsTcgayiiivoig 
ar^tfr' slg axima iviiq>iQ€iv ßovksvfiata' 
xal natd% idv tcsq devg* i(Mv ngoa^sv f^öky, 
xaQTiyoQsttSy xal nQoniiLicst' ig döiiovgy 
ffti} xai t^ ZQog xaxot6t ngoöd^ta^ xaxov. 



840 



846 



850 



627 



531 



Die ErwähnoDg der zerrissenen 
Kleider teils zur Vermittelong zwi- 
schen 468 und dem naohherigen 
königlichen Auftreten des Xerzes 
teils nm Atossa Ton der Bühne 
sn bringen und den betr. Schau- 
spieler für die Bolle des Xerzes 
verwendbar zu machen. Vgl S. 36. 
— xlvmv £r. 56, 6. A. 1. 

V. 839—842. pjM»«, TgL 296. — 
'ipvxi ^i^ovttg fjaopiqv vgl. Era- 
|tino6 fr. 418: iad-it «al ff j yaat^l 
S^Sov^ Xd^iv, Eur. Suppl. 844 : o%lrioä 
xi ipv9$t didovs, auch die Qrab* 
Schrift bei Athenäus YIU p. 336 D: 
niiWf ipayhp «al ndvta xa fpvx^ 
fi6^iv. Hör. od. IV 7, 19 f. Mahnung 
ans dem Munde eines Gestorbenen 
sich durch das Unglück des Augen- 
blicks die Freude am Leben nicht 
trüben zu lassen. VgL übrigens 
|0bai S. 33. A. 20. ~ «a^' i^iLioav 
Iteila per diem, dum praesens dies 
/durat (Soph. 0. EL 1079: xiUi Zsv9 
\Xi jukt' ai^ag^ Tgl. ridimg ^rjv toir 
|j)/09 %a^' ni^i^av, Plületaer. 7, 6), 



teils de die in diem (Eur. Alk. 788 a' 
xov xa^* iffii^ay ߣap loyi^ov a6v)l 

— Das eldmXov JotQulov Terschwin-1 
det wieder unter die Erde («ora-' 

^ V. 843—861. ^Xy. , vgl. 2M. — 
i datf/kov^ 473. 615. — ddnvit, 
Eum. 638. — axiiiia iad'rmdxiov 
indignitas vestium, schmählicher 
Aufzug. Vgl. auch oben S. 34 M. 

— neiQdaoiitti y es ist ihr noch nicht 
gewifs, ob sie die Kraft dazu in 
sich finden wird, — t« tpUxax» 
vgl. Plat. legg. I eztr.: imxQi- 
novxa ayxov ^vyaxdiifag xs xal 
vtitg Tud yvvaixag ovxmg iw xoi^g 
qfilxdxoig nivdwavnv. 



V. 527 — 531. Getreue Pläne 
gegen Pläne der Untreue (des Ün- 
ffehorsams). — Der Dichter motiviert 
das spätere Fortbleiben der Atossa. 
Vgl. zu 836 f. — nQoxiiinexey wie 
es am Schlufs geschieht — ir^o«- 
^ijrffi xffxoy, manus sibi inferendo. 
— Atossa ab. 



88 



AI£XTAOT 



-A.T.' l' * 












OC l- 



« ( 



tXO. cJ nwtoi y ij fifya'Aag a^^or^ct^ t£ noXiöötyifoiiov ßiotäg 
] inexvQöaficv 2kQ, a\ 

sv^^ 6 ytigaiög 

navraQxi^gy dxdxag^ a^Mcxog ßaöiXevg 865 

,. iöodeog ztagetog aQxs xmQag* 

/- '^ ^- nQmta iiiv evSoxii^vg öTQaridg dnsg>aLv6iisd'* i^Si 

nokiöfLaxa TCVQyiva 
y[l j i_. ndvx* inig^oiiBv. 860 

voötoi S' ix nokiitmv dnovovg^ dsccd&stg 
, (ivioagy sv nodööovrccg ayov o£xovg. 

oööag d' alXe noXetg nogov ov diaßdg"AXvog notayLoto^ 
~~ oi5d' d(p^ i6tCag öv^eig, 865 

olai Zrovßoviov Tc eXdyovg ^y^x^Xatdsg elol nuQOixov 
&(ff]xiav inavkcDVj 870 



•» 



/ 



y .)■ 



^ — I 



y. 862>-907. Drittes Stasimon. 
Loblied auf Dareios, ans AnlaCs 
seiner ▼oraoBgegangenen Erschei- 
. nimg. Glück und Grorse des per- 
) Bischen Beichs unter ihm. Seine 
Verdienste werden vor dem Auf- 
^ "' treten des Xerzes noch einmal ver- 
- L ,^gogenw&rtigt» des Kontrastes wegen. 
Zugleich erhalten so seine nat- 
ecmäge (790 ff. 824 ff.) doppeltes 
) Gewicht. AltertOmlicher Charakter, 
^^ epische Aufzählung, auch viele epi- 
sche Formen und Wendungen, so- 
wie das Mafs überwiegend dakt^- 
tusch und altertümlich einfach, in 
'der Weis9 des Stesichoroft. Vgl. 
' Westphal« II S 373 ff. 

y. 852—856. Daktylischer Okta- 
meter: katal. trochäische Tripodie; 
katalekt. dakt Pentametron; dakt- 
troch. Logaöde. — Glücklicher Zu- 
stand unter Dareios. — «0^1000^0^011 
Cho. 864. -~ ftf ycfXac und ayaMg 
sind Attribute nicht zu ßiotägj son- 
dern zu dem einheitlichen Begriffe 
[nolia^ov6(ikov ßtotäg (Leben im 
\ Staate). — yr^gatog mit kurzem 
Diphthonffe {ynpetog). Kr. II S, 3. A. 1. 
I— BVt' Sq%8, Sept. 745. Ag. 188 f. 
— d%d%ag 663. — ieod-eog, ygL 80. 
633. 

y. 857—863. Begründune durch 
des Dareios kriegerische Tüchtig- 
keit, nifaza f^hv . . voetoi di, — 



Wir zeigten der Welt ruhmvolle 
Feldzüge d. i. führten sie vor deren 
Augen aus. otgaviug im Sinne von 
aroatiiag. — noUa^axu nv(fy iva,' 
vg[l. Eur. Baoch. 19 xallinvQyatovg 
noXitg. — dvigag (fehlt m den; 
Handschriften) als episches Wort> 
mit epischer Messung wie dvigav^ 
Suppl. 426. — f« nffdaüoptag: auch 
vom Skythenfeldzuge (Herod. yU 
10, 1} und von Mimthon (ib. yi 
102 ff.)? 

y. 864—870. Zwei daktvlische 
Heptameter, der erste flankiert durch 
einen dim. troch. cat., der zweite 
durch einen Ithjphallikos. — Und 
zwar war er dabei immer so klug 
seine Person (und damit das König- 
tom) der Gefahr nicht auszusetzen. 
Der Dichter denkt nur an Mara- 
thon, nicht aber auch an den Sky- 
thenzug. — oacag ausrufend. — Der 
Halys hier als Grenzflufs zwischen 
Kiemasien und dem übrigen Asien. 
— Bei der folgenden Aufzählung 
ist der hellenische Gesichtskreis 
nicht fiberschritten ; denn auch die 
Gegend am Strymon kann Asch. 
(von der Eroberung Eions her, Ol. 
76, 1 B> 476} als bekannt voraus- 
setzen. Ganz anders die 23 dem 
Dareios unterthänigen Länder in 
der Inschrift von Behistan, S. 5, yi 
bei Spiegel. — £%^i^6piov niXayog \ 



DEPSAI. 



89 



*Avti6tQ. ß'. 

XifLvag t' hLxo^sv at xatä xdf6ov ikriXaikivaL nagl 

tovd* avaxtog aCof, 874 

'*EiJLas r' diiq>l noQov nXaxvv bvqv%oqoi^ l/f'Vxia re 

' n(f(movxlg 
xal tfvdfiOfia Hövrov 

2k(f. y\ 
vSöoi •&' aC xatä ngäv* akiov nBQiotXvötoij 879 

t^de y^ TtQOihffisvaiy 
ola Asöfiog, iXM6q>vr6g re Zd^og, Xiog^ 
iqdh ndgogj iVa^o^, Mtixovog^ Tifv^ xs öwaatovö^ 885 
*'AvdQog dyxtyBitav 

*j4vtiötQ. y\ 
xal V7i qvtotg6^>ovq ixQdzws u&^dxrovg y 



^ist der yom Strymon gebildete 
grofse Se^ Praaias nnd ^AxsXattdBg 
nolBig (Städte im FluTa^aaaer, vgl. 
Epho r.^bei Mafiiob. jaat. V 18 : to 
vooQ^ oX(og , , *ATBlmav .iueXov^«fr. 
Artemid. U 38: AriXmog to avzo 
tpiQ »orafiorp xccf navxl noxCum 
v9ä%i üfiiiaiifeß) Bind die Pfahlbaut en 
der Paonier in dem genannten See, 
TÖn "cLenen Berodot Y 16 berichtet. 
Diese Ansiedlnngen sind den Thra- 
kern benachbart (naQoinoi), 

y. 871—878. Die Städte aufser- 
halb des Piariassees, die nicht wie 
die Pfahlbauten durch ihre Lage 
gesichert waren, bedurften der 
sehfltienden Borgen. — ilfjXai^ivat 
xbqI nv^ow d. i. neQislfilaf^ivai 
nvffyov, tarribuB circnmdatae, be- 
festigt; statt niQi &£ nvQyog iXii- 
Xtttai, Vgl. '^iLfpiiütiici ttg vitAwaj 
la«TO suspensi loculos tabuiamqne 
lacerto. — xXarw wie fiom. H 86. 
P48S. Als Strom (soTctfio«, Herod. 
VU 36) betrachtet (Tgl. 746) ver- 
dient der Hellespont den Beinamen. 
— tvi^XOQOit das homerische Epi- 
theton. — a%6ikmfia Ilovtov der 
thnüdsche Bos^oros. Jnv. lY 43: 
torrentis ad ostia PontL 

Y. 879—887. Daktylisches Pen- 
tameiron; di. tr. c.; dakt. Pent. u. 
Hezametron; Ithyjphallikos. — Auf- 
zShlung der von Dareios unterwor- 
fenen hellenischen Inseln. Zuerst 



die drei grofsen am asiatischen 
Festland liegenden, dann westlich 
davon die Aykladen. Als zweite 
Gruppe das nördliche Lemnos ; dar- 
auf das zwischen Samos und den 
Eykladen gelegene Ikaria; sodann 
nach Süden nerab Bhodos bis Eypros 
(Härtung). — ngAv' SXiov etwas 
anders 131 f. — r^ida ya, 679- — 
Herod. YI 81: o vavtinog crgatog 
6 ÜB^aitov atgist (J. 493} svnstiag 
xäg viqaovg tag TtQog t^ rjmiQa 
mtfisvagf Xiov xal Aiaßov %al Ti- 
vedop. — Noch ApuleiuB Flor. 16 
sagt TOn Samos: ager frumento 
piger, . . fecundior oliveto. Über 
ihre Stellung zu den Persem )s. 
Herod. YI 13 f.; die von Chios ib. 
16 f. 26; Faros und Nazos Y 28->31. 
96; Andros Y 31 Tgl. YIII 66. ^ 
Herod. II 75: to nndiov xavxo 
ewdtfxti x^ ulyvnxlqi nsdlm, 

Y. 888— 896. Athen. HI 86 B) 
Alc%vXog d' iv nigtaig xag dva» 
Qixag (Meerschnecken) x^tpavcctg 
vricfivg vfiQixoxQOipovg stgrinap. ^- 
atxaHxovg (t^ijffovff), die man vom 
Festlande aus gleich hinter der 
Küste (in der Nähe der Küste) sieht, 
also s. y. a. ayxtuXovg. Ygl. p^ixcev- 
Xog, die hinter der avXn gelegene 
Thüre. — Helrod. Y^26 : Oxdv9jg . . 
bIX§ A^iipop TS «al 'li^ßgov^ afitpO' 
%4Q€cg ixi TOT« vno ÜeXacymp ointo- 
fkivttg, Yon Lemnos nach Ikaros 



90 



AirXTAOT 



A^livovy Ixagov d' idog, 890 

xal 'Pödov ifdh Kviiov KwtQCag xi nöXeig, Ildfpov^ 
'/jöh SoXovSy EaXa^lvd r£, zag vv v (latoox oXig xävi* 
alxla öxevayfKÜv. 896 

'Expdög. 
xal xag evxxidvovs xora xi^ifQvJaovLOv noXvdiidpovg 
^EXXdvmv ixfidtvPßv JftpBxiQMg (pQ86£v. 900 

dxdiucxav 6h aagfjv ö^ivog avdQfSv xBV%fi6xriQmv 
xaitiiixxav r' ixixovQiov. 
vvv d* ovx ttUfpiXöymg ^aAxQBUxa xdi* av tpigofiBv 

aaXdfiaiöij 905 

dfUL^ivxBg (icydXmg nXayatöi novxiaiöiv. 

SEPSIHS. 

diiöxrivog iym öxvyegäg ^oigag 
xijö8e xvQijaag dxsxfiagxoxdxfig ' 
6g dfiotpQwag dccifimv ivißri 
lleQödiv ysvB^' xl nd&a xXijikdv; 
XiXvxM ydg i{käv yvimv fd^ti 
xiivd* ijXixiav ifSiSovx^ döxtSv. 



910 



^-^ 



(später Ikaria) ist ein g rofser Sprang 
nach Süden. — 'JaaQOv fdog wie 
Hom. A 644 Aioßof: avta, MdnaQog 
idog. — Kvido9j Herod. I 174. — 
KvnQ. Herod. ni 19: dovrgg Kv- 
«^(Oi atpiag avtovg nioo^i (tinter 
Kambyses), vgl ib. 91. V 104. 108 ft. 
Das dortige Salamis ^t fdr eine 
Oründonff des Salamimers Tenkros 
(Enkels des Aiakos). 

y. 897—907. Der daktylische 
Grandcharakter des ganzen Liedes 
ist hier besonders scharf ausgeprägt, 
das trochäische Element erst am 
' Schiasse der ganzen Strophe ver- 
' breten. — Abschlofs der Aufzählung 
durch die ionischen Städte des Fest- 
lands und nochmalige Gegenüber- 
stellung der jetzigen Lage. — ff^s- 
xi^ttig (pQBoiVf durch seine Weis- 
heit, nicht dadurch, dafs er selbst 
zu Felde zog. Vgl. 864 f. otpitsoog 
Ton Einem wi e Ag. 76 0. Vgl. Kr. 
II 61 , 1. A. 14. — u%afiax09 hat 
die erste Silbe liuig nach epischer 
Messung wie a^dvutog, Prom. 185 



Sept. 644. — d'Batif89zu xaldßtuai f 
8. T. a. ^säv naXditaiai tazQa(i,fikdva, \ 
deorum oonsilüs motata, in calami- 
tatem conversa; vgL Find. OL 10, 
25 d'sov cvv xaldiLtt u. unten 941 f. 
In dem was wir jetzt zu tragen 
haben zeigt sich unzweifelhaft die 
Hand der Gottheit; vgl. 739. 801 f. 

— Die Hinweisung auf das jetzige 
Unglück vermittelt das Auftreten 
von dessen (Jrheber. 

y. 908-917. Über die äufsere 
Erscheinung des Xerzes vgl. oben 
S. 86 f. — Anapästisches System 
beim Auftreten einer neuen Person. 

— ave»f»apT. ganz unerwartet. — 
ivißri, rfl. 616. — ti nd^m (vgL 
quid faciam?), was soll aas mir 
werden? Ar. Plut. 608, Lukian. 
Prometh. 7. — Ulvtai 692. — rijvd' 
^U%iav dsxwv : gegenüber den ehr-> 
würdigen Greisen, seinen Bäten und) 
zugleich yätem, die er ihrer Sühne 
beraubt hat, drückt iden Xerzes die 
moralische Verantwortlichkeit für 
das G^eschehene. — ioidovt' Aoc., ' 
ad sensnm, weil das yorhergehende , 



nEPSAI. 

£^' ofpsXaVj ZbVj xdfLh nst* dvögäv 
tSv ol%OfjLivmv 

d'ttvätov xatct (iotga xalijifat. 
XO, 6roror, ßaöiksv^ ötgaruis dya&^g 
nal neQöovöfJkov rtfi^g iieydXtig, 
xoöiMv t' dviQmVj 
wg vvv Salfimv iitiiuiQBv. 

ya d' atd^Bi täv iyyaiav 
fjßav ^ig^cc xxafiivav"Aidov 
ödxroQi IleQöäv' ^öoßdtat ydg 
noXXol q>ät£g, Xiogag av^og, 
toiodäiMtvregy xdvv tßfigivg ri$ 
(iVQiag dvdgäVf iidg>^LVtai. 
aiat alat xsdväg dlTcag. 
Idöia dh x^Vj ßaöLXsv yalag^ 
alväg aivmg inl yovy xixkixai. 

SK id' iydy otot, alaxrog 

(kiXeog yiwa ya re xatQpa 
xaxov ag* iyevöiiav. 

XO.ngiötp^oyyiv 6oi voözov xdv 

xaxoq)dri8a ßodvy xaxofj^Xetov luv 



91 

916 



920 



IlQopdög, 



926 





930 






JStq, 


«'.s '-y 


i 






936 




7 



8. T. a. es befällt mich Beben. YgL 
Cho. 410: ninalxai . . fkoi tplkov 
%9a^ x6vd9 nlvovcap ol%xop, — 
oi^ofiivatp in anderem Sinne aJs 
1, VfL 1002. — natu, 101. 670. 
^avarov fMi^i^a %ata*alvfpai nach 
dem homeriBchen xilog ^avdtoio 
{E 663), iLotifa dvampvaog afimsna- 
IfMpfv {M 116}. Ahnlicner Gedanke 

'Bedrängter Prom. 682 f. 747 ff. 
SoppL 167 ff. 787 ff., ygL oben 262 ff. 
y. 918—921. Einleitung des Eom- 
moe (ThrenoB). — ^BQüovoy^ov^ vgL 
686. 868. — HÖcfuov Tgl. 926. — 
Hesych. : txt%9ioaif diotno^eci, di«* 
t^tiQai; attondere, wovon Folge 
das Fallen. Hom. XZ 394 : IldtifoxXog 
n^^as ixfntQüw tpälayyag, 

V. 922—931. Der Threnos besteht 
ans 7 Strophenpaajen nebst ngo- 
•doff und tutfidog. Über seine me- 
trische Anlage s. S. 101 ff. o. West- 

\phal< II S. 427 f. Sein melischer 
Charakter ist sogleich sehr bemerk- 
bar gemacht durch den stark aus- 



geprägten dorischen Dialekt (A-] 
Laut, vgl. 679) mid die freie Be-) 
handlmig der Anapäste. — iyyaiav ,. 
Suppl. 69. — Pubem occisam a, 
Xerxe, Orcom Persis implente. Die . 
Form »täi/kwog (mit passiver Bch 
deutung) homerisch« — "Aidov od-] 
%tOQi nBQüäv Kr. 47, 9. A. 6. Dolus; 
ist dem Aerzes damit nicht vorse- j 
-werfen, und Tadel des Xerxes nat | 
der Chor schon bisher oft genug 
ausgesprochen. — ^do^ara», vgL^ 
das von Aristophanes (frg. 198) i 
gebildete ado<po£trig. — To£oda-! 
uarrsg, 26. 30. — Dennssima multi-/ 
tudo virorum. xa^tpvg ak FeminJ 
auch Sept. 636 tagipvg avxillovoa\ 
^/£. — %9dv, 736. — inl yovv 
Westphal» II S. 424. Herod. VI 27: 
i} vavfkax^fi . . ig yovv trjv »oliv , 
ißaXs, 

y. 932—938. yivv^^ 946. Prom. 
164. — nQOöw^ayyoif (vgl. 163) 
iroiTTov, als Grufs zur Bückkehr. 
Kr. II 47, 26. A. 7. — Id s. v. a. 



92 



AISXTAOT 



SE. Ist* aiav^ navSvQtov 

dvöd'QOOv aidav. dalfiiov yäf B9* av 
(ist^QOTios i^* i\ioL 

XO. fföto roi xal ndvdvgrov 

k aona ^ia öißmv akCxvnd ts ßtjffjy 
yoav ai yivvag nevdijv^Qog^ 
xXdyl^a d' iQldax(fw ta%d¥. 

SE/Iayjmf yäg äxt/vifa^ 

*Idvav vavfpQaxrog 

"Aqifiq it€QaXxfjg 

wxCav nXdxa xBQödiisvog 

dvffdaCfLovd t' dxtdv. 
XO, oloiot ndvx* ixnBv^oC^kov. 

nov dl fpUmv aXXog S^Ao^, 

nov dl öol nagaötdrai^ 

olog ^v OaQavddxfig^ 



'AvxuttQ. a\ 940 



945 



jStQ, ß • 



950 



955 



|ic<t*-f 



/(Dif, Orakel bei Herod. I 85 und 
I Eur. Rhea. 553. — MafftavdvvoVf 
Hindeatung auf einee der n>eB. 
in Yorderasien gebränchlicnen) 
schwermütigen VolkBÜeder (vgl. 
1054), welcnes die Verg&nfflicnkeib 
irdischen Glückes unter wecnBelnden 
lokalen Namen (Maneros, AdoniB, 
Einyras, Glaukos, Lityerses, Hylas, 
NarkisBOB, Linos u. s. w.) beklagte; 
bei denMariand3mem(am Schwanen 
Meer) wird der betrauerte schöne 
Jüngling Bo rmos genannt (SchoL 
und Athen." UV p. 619 f.). Den 
Fortbestand der Sitte bezeugen 
Athen. L 1. und Kallistratos bei dem 
Schol. (ßixQ^ ^^ MoLQiavdwovg 
axujl ^BQOvq ^pi^vaiv avtov). 

y. 940--948. alapij dva^o, 635, 

TgL 574f. — daifi, 825, Tgl. 911. 

— av 905. Fortuna conversa in me 

mit. — Verb, ndvdvQtov y6o9 

i yivvag (gen. subiect.). — läona^ia 

nängt, wie die Quantit&t zeigt, 

I nicm; mit AffOff. sondern mit der 

i Terst&rkenden Vorsilbe la (au%e- 

Vetv ^ \ *i » . löst Xao) zusammen, so dafs laouu- 

\Slü. ^^ ^ ^' ^' ^^o'*''^^^^ ^^ welches 

^ , die Analogie von iBmiiig, ItaXid'Qog 



als gleichbedeutend mit nafinad^iqg 
erweist. — fidgri mufo, da es auch. 
Objekt zu dnf^vQa 949 ist, entweder 
die Schiffobemannung (PoL I 61 
bedeutet ßuQfi die Befrachtung dex 
Schiffe) oder die schweren d. h. 
starkbemannten Schiffe bezeichnen. 
Also „anstaunend die volle Ver- 
nichtung der meergepeitschten 
starkbemannten Schiffe*^. — yipvagj 
MtiQiuvdv^mv, 



V. 949—961. yoQj klaget nur, denn. 
— 'Idvrnv (Subenmeesung anders^ 
als 1025) "A^rii vavfpif. (navibus 
munitus) Ire^aAx^ff (den Feinden! 
Kraft und Sieg verleihend) infiVQa\ 
(hat sie fferaubt), nämlich ßd^ 
^Schiffe und Mannschaft). — pv^Cav 
(Todesnacht) grausig, wenn es nicht 
uraprüngUch pkvxiav j[wie 877) ge- 
heifsen hat. — sZax«, Meeres- 
fl&che. — nsQodpLSPog depascens, 
vastans.^ — Hom. ^770 «ov^to* | 
Jfl^fpoßog^ tB ßiri ^'^ 'Elivoio avu" I 
WYog, 'Aciddfig z* Adaficcg ^d' "Aoiog 
^Tptdnov vtog; nov oi toi 'O&ifvo- 
Mii(; vvv mlBto näoa %at* ««pn; 
^Ilvog ulnBivi, — di,834. — ^OQawä. 



IIEPSAI. 



93 



JoxdfMq i^d' 'y^ydttßdtag, WänfJ^ig, 
Uovöi^öxävfig fl 
*Ayßärava Xmciv, 

SE. dXaovs axikamov 

xvgCag ix vadg 

iQffOVtag ix* dxtatg 

öaXafiLVuiöiv 6tvq>Bkov 

d'siyovrag in* dxx&g. 
XO. oloioVy nov 601 0aQVQvxog 

*AQi6iitaQd6g r' ayad'ög^ 

nov 8h UsvdXxTjg ava^^ 

^ AlXauig sdxdtaQ, 

Ming>igj Sdgvßig 

xal MaclöXQug ^AQXhfLßdQifig r' 

ijd* ^öxaixiiag; 

xdds 6* ixavegöiiav. 

SB. iw ioi iioiy 

\xdg dyvyiovg xaxLÖovxsg 

iaxvyväg *A^dvag 

ndvxeg ivl nn'öXp, 

i^ iij, xkdfLOVBg dcnaCgov^i xi^doi, 
XO.'^ xal xov nsQöäv a^öxov 

%ov öov ni6x6v ndvx* ifpd'aXiidv 

(ivgia liVQia xeiinaöxdv 



960 



*j4vXi6XQ. ß\ 



965 



970 



2kQ, y\ 



975 



980 



81. — ZovcimLovriq 84. — Dritte An-» 
häofong peniBeher Namen. 
Y. 962—972. tv^iaq^ tpoipiccfig, 

— i% vaog 305. — iQQOvrag 782. 

— av«^. 79. 808. — ^iivoptag (in- 
tnmsitiT), vgL 808 und 810. — 
^tiQ9av%og 818. — 'Apwiucpdog 38. 
821. — MXaiog 808. -- Bä^. 51. 
828. — Mu9iütQag 80. — *Aqit9fkß, 
29. 802. — ^Tcxaix^ag wohl nach 
Analogie von 'Tataaicfig aelbstge- 

^ bildet. — knavsgoyMv : der Aor. 
idrückt Ungeduld ans (gleichsam 
Uange schon ist es her'*). 

V. 973—987. wfvy, 87. — cxvyvdg 
286. — Die Klaffe des Xerxes ver- 
Iftoft metrisch frei; häufig alloio- 
metrische Reihen zwischen den 
Auapjisten. Anders beim Chor. — 



nixvXog , das pl&tschemde Ein- 
schlagen des Baders, hier der 
Schlag, durch welchen sie ine 
Wasser stürsen. Vgl. iv ikif ^^mi 
251. — danafya (zapple) homeriscn; 
sp&ter anai^a, 0. Gurtius, griech. 
Et* S. 651. -;- ntQ^av abhängig 
▼on iivQia (wie von i^vQtddmg). — 
avxov SU ilmag. — ndvxaniüxovy 
Kr. 46, 4. A. 4. — Hesyefa. : iniii^ 
nsxo xig vno ßac$li»g inianfmog^ 
Off iqfBiDQecxo xa xgdyaecxei, op xov 

fttüilimg ofp^aXßov i%dXov9, YgL 
lCU. Kyrup. YlII 2, 10: xovg^ßaoi- 
Xiiog naloviiivoffg ofp^aXfiovg xal 
xd ßaeiliag cova. — avifia f$v(fia 
Zehntausende und (aber) Zefan- 
tausende; der Acc. fikbhäziffig von 
dem Yerbalbegriff des Snbsumtivs. 



94 



AISXTAOT 



Baravcixov natd* &Xnvioxov 

mm. yj yj -^ ,^ 

xov Dr/ödiia xov Meyaßdta^ 
IJd^ov TS (liyav t* OlßaQrfV 
iXiTCsg IXiTtiS'^ m ä cS Samv, 
ndgöaig ayavotg xaxä nfdxaxa liysig. 



986 



SE. toyyd fioi dqfr' 

dya^äv ixdQfov iniösieig, 

ßXaöx* aXaöxa 

iSxvyvd ngoxaxa liyav, 

ßoä ßoa iioi (islimv ivxoöd'sv ^xoq 
XO. xal n'qv aXXovg ys no^vusv, 

MdgSmv Avögäv iivQiovxaQxov 

Sdvd'i.v, &ifBi6v X* ^Ay%dQriv 

jdiatl^lv t' i}d' *AifiSdxijv 

^ ImcuLvaxxag^ 

KijydaSdxav xal Av^lpLvav 
^ Tolfkov X* aljundg dxoQBöxov, 

ixaq>ov lxaq>ov ovx apLqii öxf^vcctg 

x(foxi]XdvoL6vv SxL^ev ixofkivovg, 

SE. ßsßäöv ydg xoiitsg aygixai öXQaxov. 
XO. ßeßaöiVy otj vciwfj^oi, 
SE. Irj Iri, lA Ici. 
XO. Ito im, daiitovsg, 



*Avxi6xQ. y\ 



990 



995 



1000 



Ijxq. 9\ 



Vgl. 523 u. Choeph. 23: xoaq noo- 

1 Koavog. — Herod. V1I60: iiriQid'' 

\ ftrjüav dh tovda tov xg6nov, cvvw 

\yay6vxsg ig üva itmgov uvQidda 

apd'Qeinanr etc., ygl. 81: ot diaxd- 

kavTsg xal iiaqi^ikriaavxBg ovxoi 

isav. — alnviüxog (süfs, lieblich) 

aach Find. Isthm. 5, 14. Der Name 

\iAt ausgefaUen. — {•jtaiäa) xov 

\ £7iOttiia (naidog) xov Maytx^dta^ 

wenn nicht der ursprüiigliciie Text 

eine andere Beziehung gestattete. 

• — dofov, Schol. dia%onxi.%mv noX$- 

fiiav nanmv. 

V. 988—1001. Cvyya (Realenc. IV 
8. 696 f.) intosUig i^oi wie alyiSa 
Ttvl iniosieiv, du setzest den 
Zanberrogel gesen mich in Be- 
wegpuig, dafs ich wieder an meine 
edlen Gef&hrten denken malk, d. i. 



du weckst mir wieder mit Gewalt \ 
die schmerzliche Erinnemng an | 
meine e. Q, Sonst sagte man ivyya / 
ÜlTinp is/ T(fri. Vgl. anoh Eor. Or. | 
255. — i^VQt6px(iQxovyYgl.Aj]ihasie. 
— ixaq>ov, tdtpog, G.Cartins giiecn. 
Ei* S. 198. Stannen maTs ich, daft 
sie nicht folgen. — ^^nrnfri x^ornla-, 
xog, caipentum, a^fiafiafa, ifelt-^ 
wagen, Herod. YII 41 iS'jg^rig f»sv€ic-, 
fialvaaiiB . . i% xov agfiatog ig 
aoiidftaäaPf avrov dl onta^ev 
«?yfi09090t nsQüiav ot aqiaxoC xb ^ 
%ai yewaiotatoi^ riXioi. 

V. 1002—1007, Vgl. Westphal« 
II 8. 524. — P«Pa<ri»^ vgl. 916. — 
yap, Grand waram sie nicht mit- 
gekommen. — dyqixai (Sammler,! 
Führer), Tgl. tnnuygixui^ Hesych.l 
dyQixav' nyufkova u. 981. — Öta 



n£P£Ai. 95 

i^hö^^ aeJintov xaxov 1006 

SiOTcginov^ olov didoQxsv *'Ata. 

SE. jtsTtki^ns^* ota 8^ ccläyos tvxa. 'AvtiötQ. 8\ 

XO* nBnXfjyiu^^ ' ivdtiXa yÜQ^ 

SE. via via öva dvd' 1010 

XO. *Ia6vayi^ vavßatäv 

xvQ6avTsg oix B'ötvxfSg. 

dtHfitdXsfiov 6ij yivog to IJsQöav, 

2JtQ, s'. 

SE. nmg d' otü; ötgardv (ikv roöovtov xakag jtiTtXijyiiai. 1014 

XO. xl d* ovx oXaXevj fiiy' aXaöts, Ilegöäv. 

SE, OQÜg x6 Aotsrov xoSe xäg ifiäg ötokäg; 

XO. 6qcS 6q(d. 

SE. xovds X* iUSxoSiyiiovsx, 1020 

XO. xl xöds Xiyeig 6B6(0(uivov ; 

SE.^öavQov ßsXisööi^v^ 

XO. ßaia y* ^g ano noXXtSv. 

SE. iönavlöfüB^'' aQoydv. 

XO.^ldvoDv Xaog ov (pvyaljjnag, 1025 

SE. ayavoQBiog' xaxBtSov dh x^^* aaXnxov. ^AvxtöxQ. s'. 

SO. xganivxa vavq>Qaxxov igetg ofitAov; 

SE. ninXov d' iniggrii^ inl ovfk^oQa xaxov. 1030 

XO. nanat nanat. 

SE, xal TcXiov ri nanal nhv ovv. 
XO. ötdvfLa yag iöxi xal XQinXa. 

SE. XwcQdj xaQiiLaxa d' i%^QOtg. 

XO. xal ödivog y' ixqXqv^. 1036 

SE. yv(iv6g slfii 7CQ03to(iJcäv. 

XO. (plXmv axaiei novxCaiöiv. 

ist in dianoiTtoPj im zweiten ^laiv^ Der Acc. ftlso wie bei anBüxigfiiun. 

1038, wie Sept. 288, Snppl. 799 in — Y^l^' '^^ ^^Q^^^ ovx okwltv, — - 

napSlttg einsilbig sn lesen (Dindorf f^iy* älatnog wie (liya ivdaif$mv ' 

schreibt [awginov, uctQ^ag). An (Prom. 647), f^iya 0%yLv6q (Snppl. 

einem nnvernofften UngldcK habt 141). Hom. Xt^l'Emxoq alaüzB. — 

ihr deutlich gezei^, wie scharf ctoXäg s. ▼. a. otoXov (Schol.). — * 

der Blick der Ate ist Weil zu otütodiyf^ova das Sabetan- ( 

V. 1008—1013. of^r . . tvv^ d. i. tiv ^rjüavgov noch fehlt, fragt der/ 

▼on einem solchen Unglück, da« Chor: ., was meinst du. das gerettet' 

fdr alle Zeit wfthri Ag. 564 thv sein soll?" — ^'tjoavifov, reoeptacn-) 

di' almvog xqovop, Cho. 26. Vgl. lum. — Lanzenschen s. t. a. feig. 

Kr. 61, 10, 6. V. 1026—1037. atlntov 1006. — 

V. 1014— 1025. atpatov . . ninlfiy- puvwQCixtop 960. — Mpfffi^a 468. 

|iai, ich habe durch den Verlust 834n. — p^hv ovv^ imo vero. — 

des Heeres einen Schlag erlitten. Marinis amicorum cladibus, 907. n 



96 



AI2XTA0T 



ISE, dlaivB dCaivs Tt'^fia' ngdg ddjiovg d* fdi. 27rp. g'. 

XO, dmCvoyLai, yoedvog äv. 

SE. ß6a VW dvridovoca (lOi. 1040 

XO.fidkeiv naQsöti^ 8i6nota. 

ISE. Cv^e {liXog bfiov xi^BCg. 

XO. StOtOTOt. 

ßagsta y* aSe öv(iq)OQd. 

ot iidka xal rdd' dXyä. 1046 

SE. iQBöö* JQSö öß xal 6tival* ifitjv xdQiv. *Avxiaszq. ^\ 

XO. dööLV xaxdv xaxcSv xaxotg, 

SE. ßöa wv dvrüfovnd [loi. 

XO, alal aiat, dva Sva. 

SE. inoQ^lali wv yoot^g. lo&o 

XO. dxozoxot. 

{liXaiva d* dmiifiil^etaiy 

ot, 6TOv6s60a nkayd. 

SE. xal ötigv^ aQaöös xdjcißoa xb Mvöiov. Sxq. S'. 

XO. avL* avm. 1055 

SE. xaC yLOi yeveiov nigd'B Xsvxt^qij XQC%a. 
XO. M tqiyd ^ angiyda fidXa yoedvd. 
SE. ddxBL d' dSv. 
XO. xal xdd' Sg^a. 

SE.nexXov S* jqbixb xolxiav dxiifj xegdiv. j4vxufxQ. l\ 1060 



y. 1088—1045. a^ai«9, 258, Tgl. 
1065. Über die AuBsprache des 
zweiten dlaive zn 1006. — ngog 
douovg, AnfTordernng, zieh dem 
Paläste zu nähern, um ihm als 
vponofinol (1036. 530, vgl. 1076) zn 
dienen. Intolge dessen zieht sich 
der Chor allmählich von der Or- 
chestra auf die Bühne, und folgt 
schliefslich dem Xerzea in den 
Palast hinein (V. 1068). -p dvti- 
dovnov 121. — UUQ99XI wie ndga 
287. Ea ist Anlafs gegeben, des 
Elagena eingedenk zu sein. — tvi^^ 
280. 

^ V. 1046—1053. iqB9Cs (s. ▼. a. 
%6n%ov) vgl. Sept. 855. — ijzi^y 
xdQiv mir za liebe, Ar. Ach. 1232. 
— dosiv schliefst sich appositionell 
an %oiQi9 an („eine traurige Gabe 
▼on Traurigem zu Traurigem")* 
Vgl. Soph. AL 866 sroVo; iroVf» 



novov q>iQii und die besonders bei 
Enripides häufigen Ausdrflcke wie 

daxpvtft, q>6ve} q)6vog. — inoQ^la^B 
687, vgl. 389. 'Ag- 29. — Atra (lugu- 
bris, funesta) admiacebitur gemi- 
bunda plaga. — Je der dritte und 
der aecnste Vers sind in Strophe 
und Gegenatr. identiaoh. 

V. 1054—1059. nimßoa ist per 
aynizeain zu lesen. — t6 Motftor, 
ILiXog, inißotjfka, gleichfalla schwer- 
mütigen Charakters, vgL 937. — i 
ttoi a. V. a. ij^riw %dQiv, 1046. — 
Find. Pyth. III 50: nvgl ns^o- 
U8V01 difi^g.^ IX 80 f.: mstpaluif 
in^itd'8 <pamdpov dnfika, — Xcvxif^ 
eig. mit Weifa verbunden^ vgl 408. j 
— angiyda, Sic. Ify«, wohl a. v. a.| 
a«9^£, ^i' oXov (Schol. A), zrpotf-' 
nBtpynotmg (Hesych.). 

V. 1060—1065. iQSi%8 538. — 



nEPZAI. 



97 



> *?. 



XO. avL avia, 

JSE. xal ilfäXX '_id'€iQay xal xaroixnöat Ctgarov. 

XO.&XQtyS* ängiyda fiäXa yoedva. 

SE, ducivov d' oöös, 

XO. tiyyofLai rot, 

SE, ßoa wv &vxidovni fioi. 

XO, olot oiot. 

SE. aiaxtog ig öofMvg xle, 

XO.(aiaty aiat.y 

3E, id Uij Ilagolg ala dvößatog, 

XO.* * * 

SE. lata dfj xax' aörv. 

XOAma d^ta^ vjxl vai, 

SE. yoäa^' i§goßdrcu. 

XO, ti^ Ifj t^iipjcäXfioiöiVj 

SE. Id U6j IlBQClg ala dvaßatog. 
XO. «i(iif(ö toi 68 dvö^QÖoig yioig. 



1066 



^ExGidog, 



1070 



1074 
1075 
1073 
1076 



8oph« 0. B. ^ 1243 : %6fiijp ünao^ 
afkaids^ioig axfMiis, — ^aXXg velle . 

— jDer sweite und der vierte Vers 
▼on Str. u. Gegenstr. sind identiBoh. 

Y. 1066—1077. Augenscheinlich ist 
die durch die Verteilung zwischen 
Xerxes u. den Chor bedingte Bespon- 
sion, zweifelhaft, ob sie auch bei 
diesem letzten Teile sich auf anti- 
strophische Gliederung erstreckte. 

— aiaxtog s. v. a. alatnv vgl. 931. 

— tUt Suppl 604. Cho_^ 680. — Im 
BegnSe sel&t liär~den Palast ein- 
zu&eten, den er unter so ganz 



anderen VerkSItnissen verlassen, 
empfindet Xerxes dessen Anblick 
als einen Vorwurf. — aßgoßatui 
die weiche Fofsbekleidung als 
nationales Kennzeichen. Vgl. Avdl 
xodaß^i bei Herod. I 55. — rgi' 
9%aXfiog 679. — ßdffioiv 554. — 
nifi'^m s. V. a. nQonifi^m (SchoL). 
Vgl 530. — dve^qooig 911. Der 
Chor ist inzwischen auf der Bühne 
angelangt (vgl 1038) und zieht 
dem Xerxes nach durch die Mittel- 
thür (im Hintergrund) in den Palast 
hinein. 



JboKTUM, Pener. 



übersieht der Metra der Chorlieder. 



1) Parodos. I (V. 1—64). AnspäBÜBclie Dimeier, teüs yoUst&ndige 



teils katalektische (paroemiaci) 

n 

^^ UO ^^ U. <ÄJ u. ^ 

y. S2 n. 152 findet sich auch im dritten Fofse des ParOmiakns Za- 
sammenziehnng der Senkung. 

II (V. 65— lld). loniker. Erstes Strophenpaar: 

\JU — _ CNy J. _ \J\J _ _ 

Zweites Strophenpaar: 

\Kl — . VAdf Jl . VA./ X . V>^ .. . 

Drittes Strophenpaar: 

VAm» ^ » VXy ± -. VA/ X — SJU . . 
VA/ 1^ — SA/ X • VA/ J. \J — V/ _. — 

Viertes Strophenpaar: 

VA/ £^ . VA/ X VA/ X . VA/ jC V/ U ^ . VA/ _ _ 

tJV/ ii - VA/ X - • 

VA/ 11 _ VA/ X _ VA/ X V/^ X V/ . V/ . 

III (Y. 114—139). Trochäen und Logaöden. 
Erstes Strophenpaar: 

ji V/ _ U J. \J ^ 
jL \J — <J J, \J ^ 

\j J. J. \j ^ \J JL \J ^ 
X v/ . v/ ^ v/ _ 
J. \j — J, \j ^ *^ jCuV 



ÜBERSICHT DER METRA DER CHORLIEDER. 99 

Zweites Strophenpaar; 

J. \J ^ JL \J ^ JL \J — \J J. \J ^ 

J. \J ^ JL \J ^ J. \J ^ j1w_U^U_ 

\J I. _ J. \J ^ KJ J. _ J. \J \J J. \J \J ^ 

^ W _ w -. y 

8) Komm 08 (Y. 266 ff.). Troch&en und LogaOden. 
Erstes Strophenpaar: 

^ J. \J — JlU. Zo». ^VAy Jl«J_ Si^ 

Zweites Strophenpaar: 

\It \AJ J. \J — 

\j\Sß<j \j \!ß<AJ J. \j ^ 

J. ^ JL \J \J ^ W 

Drittes Strophenpaar, zuerst iambisch (d. h. anakrosisch-troch&isch) : 

\j j. \j ^ jt _ ^ 

\J JL . Z U S^ 

^ J. - J. \J ^ \J - 

zuletzt logaödisch: 

J. VA^ _ ^ U — V^ . V 

3) Erstes Stasimon (V. 548—697). Erstes Strophenpaar trochäisch- 
logaOdisch (pherekrateisch): 

— ± \j ^ \j j. \j ^ 

^ ± \J ^ \JU J, \J ^ 

_ J. \j ^ \J JL \j ^ 

— JL \j ^ \j jL \J ^ 

— J. \j -. KJ J. \j ^ \J . 
Z v/ _ u ^ u — 

J. ^ J. \JSJ J. '^ 

JL ^ J, Usj J. ^ 

Zweites Strophenpaar (meist logaödisch): 

j ^Aj j. \Aj ^ y - 

^ ^ ^ vj«^ J. \J ^ J. \JO S \J -, \J 

_ V^ VA> _ U _ 

^ SAi/ JL \J ^ ^ 

\J X J. \J JL \J ^ \^ 

Drittes Strophenpaar: logaödisch, nämlich sechsmal 

J, ^^ JL \j \J _ U 

Und zwar Tiermal: j. \j\j j. \j \j . w 
darauf zweimal: ^ _ j. sj yj ^ \^ 
zoletst einmal: jl u \j j. \j . v 






100 



ÄSCHYLOS PEBSEB. 



4) Zweites Stasimon (V. 68S--680). Enies Strophenpaar logaOdisch, 
der sweite und vorletste Vers iambiBch (anakrasisch-irochftisch): 



fZ vy U — J. \J\J — 

s. \J \J ^ J. \jsj _ 

_ \S^J vy _ _ 

(v>_ J. \j \j J, \j ^ 
J. \j \j I. \j ^ 

_ V^ \J ^ \J J. KJ ^ ^ 

Zweites Strophenpaar: 

jL \A>J — ± VA^ _ JL \AJ J. SJ — SJ ^ ^ 

Drittes Strophenpaar: 

\j J. ^ ^ JL \J ^ \Skj kj _ 



J. \JU 



\AJ '^ ^ 



VA^ 11 _ 



± \J ^ KJ « ^ 

U jL ±\JU± \J ^ \l 



logaOd. (Choriamben), 
tetram. ionicns 
logaOdisch. 

troch&isch (mit Anakruais 

und 8 Synkopen). 
logaGd. 
trim. ionicus. 
ionisch-log^disch. 
troch. (mit Anakrusis). 



_ yiKt \j \AJ u J. \j ^ \J 

Die Epode ist ganz korrupt. 

6) Drittes Stasimon (V. 868—907). Erstes Strophenpaar daktylisch, 
troch&isch und logaOdisch: 

J. VA^ JL \J^ J. VA^ Z KJ\J J. \AJ J. \,AJ J. VA> . OU 
2. ^ ± \J<J JL VA^ J. VA> . 

JL \JU 2, ^ J. \j .vy .W 

Zweites Strophenpaar (daktylische und trochftische Verse): 

iL_ J. ><J \J ' J. \J \J ± KJ \J J. \J \J J. \J \J _W 

JL KJ . U . vy — 

Z_ Zuvy J. \J \J ± \J \J J. \J \J J. \J \J ^ SJ. 

Drittes Strophenpaar, gleichfalls daktylisch und trochSisch: 

X. j.\j\jj.\j\jj.\j\j^^ 

J. \j - \j J, yj \Z 

JL W^ J. \J \j JL \j \J J. \J \J ^ \J \J 

± \J \J J. ^ ± \J \J J. ^ J. <J \J .. 

J. \J JL \J 

Epode, daktylisch, der letzte Vers logaödisch: 

Z_ J. \j \J J, \J <J J. \J \J JL \J \J JL \J \J .. 

JL ^ J. \J sj . J. \J \J JL \J \J 

J. VA^ S\J\JJL\J\JJ.^ Z_ ._ 

Z - J. \J \J 

JL_ J. \J \J JL ^ \J J. \j \j J. \j \J J. \J \J — ^ 

J. ^ ± '^ \J J. ^ J. ^ Z \J _vy 



ÜBERSICHT DER METRA DER CHORLIEDER. 101 

6) SchufBthreiioa (V. 922—1076). Vgl. Weatphal« II S. 427f. 

ProodoB, fireie Anapftste, achliefsend mit einer prokeleaimatischen 
Tetrapodie: 

-^ -X -.jt 

- ^ _ ^ ^j<jj. - - 

_ \Sß<J ^ JL _ sSsj _ . 
-Z _JL _Z 

-viw» ^ J. ^ ± 

^ ± --i --t 

Entee 8trophenpaar, ebenso, mit h&nfigerem Eintreten des Proke- 
lensmatikas; Y. 1, 4 nnd 7 paroemiad: 

\J^ s ^ j. ^ ± - 
_ Z _ ^ _ ^ _ 

V/J«^ VA/ Z \J\J^\AJ . 
VA/Z _Z >Z 

Zweites Strophenpaar, ebenso, nnr V. 8 und 9 troch&isch: 

VA/ ± \JU J, _ 

\JU jL ^ jL ^ 

^ J. \AJ J. . 

VAy JL VA^ ± \J<J . 

6 . Z NA^ Z . 

. ^ . j& VA^ - 

j. v^ _ y z v/ _ 

iL vy .. v> Z «^ 

10 - Z VA/ Z 

^^ J. ^ X "i^ JL 

_ jt _ _ 

^ Ovy VA^ _ 

Drittes Strophenpaar a) Xerzes: 

\j j. \j ^ . iambisch. 

yjD ± \j<j j. \j<j j. . anajAstisch. 

v/ JL w - y wie V. 1. 

2 \j^ \Xß Kj _ logaOdisoh. 

1v/ z v/ . iambisch. 

X \^ jl ^ ji sj logaOdisoh. 

b) der Chor in freien Anap&sten (in den swei letsten Versen 
aneh lamben): 



102 ÄSCHTLOS PERSER. 



^ J, ^ J. -X 

V^X « X _ Z -. 

^ j. ^ ± ^i^ 

uv^ \j v^ — X _ X _ 
"id J. \j ± ^\£^J*,J^ \J . 

Viertes Strophenpaar, anakrasiBch-trochlÜBCh (meist mit Synkope), 
der leiste Vers logaödisch: 

KJ L \J — J. \J — Sd. ± \J ^ 

\J JL \J ^ J. \j ^ 

\J J. \J J. J. \J ^ 
S^ Z U - X v> - 

XVA^_ X W . Uf — _ 

Ffinftes Strophenpäar, anakrosische Troch&en mit Synkope (Eretiker) 
und Glykoneen (Logaöden): 

*id JL \J ^ XU. J, 'U ^ \J -.!^ 

U X vy — X VA^ X v^ . _ 

W X W » X VAy X v^ _ c/ . 

U X W _ 

vy (X! u — vy X u _ 
X S^ X VAy- i^ 
X \J J.<AJ ^ . 
X vj J.\ju _ _ 

\jX X Ji \j — \J ^ ^ 

Sechstes Strophenpaar. Anakrosische Trochäen (der erste Vers ein 
Trimeter, die andern Dimeter), der letzte Vers logaGdisch. 
y. 6 aufgelöster Eretikus. 

\jJ.\j^yjJ.<*^ \J ± \J \d 

\JJL\J — \JJL\J — 
\J JL ui^V,/ X U _ 

iy>Xw_vyXvy. 
JL<AJZ u _ ^ 

Siebentes Strophenpaar. Anakrusische Troch&en, der erste und 
dritte Vers Trimeter, der vierte eine katalektische Pentapodie 
mit Synkope, der fOnile ein Trimeter mit doppelter Synkope 
und mit Eatalexis. Y. 2 ein aufgelöster Eretikus. 



ÜBERSICHT DER METRA DER CHORLIEDER. 103 

/ 

\J jL \J — sj^Ssj . y 

yj J. _ X \j ^ ^ X . 

Epode. Anakrusiflche Trochäen, V. 6 und die vier letzten mit 
Synkope, der achte Vers trochäisch -daktylisch mit Anakrasis 
und Synkope: 

\j x \j ^ 

\J 2. \J ^ 

b yj X \J ^ Xt^^v^^vy^ 

u ^ u « w ^ W 

\j J, \j ^ KJ J. ^ 

lOuxu- xuvA^wvAz (fehlerhaft) 

X . Xv^.wXiy. 



Kritische Bemerkungen. 



In der Hypothesis sind die beiden nachtrilglichen ZuB&tze, n&mlicb 

nach WQog nQgüßvtmv: x&v il X^^9^ (\t^9^*f^ ^^ ^^^ Icu nagod^nd^ 

Ott liysi dl ijv alxiav nag tut tv^ (&ff to „Tvi^ov oldf^a Icsvovtfa'*^ (Enr. 

Phoen. 202), ra il öxdüiiia. ot€ tütatat «al agxtxui t^g üvfLtpogäg xov- 



Y. 8. x«T noXvxQvemp klammerte Tenffel mit Bothe u. a. als Ölossem 
zu iifVB&v ein. ^ »^ 

Y. 9. wolvdvdQOv habe ich fCbr noXvxQveov, welches unter dem 
Einflafs von Y. 8 entstanden zn sein scheint, ffeschrieben. Weil nolvzfHfog. 

Y. 18. wog fOr viov F. Y. Fritzsche, de Aesch. G. Hermanni. Acce- 
dnnt emendationes. Ind. lect. hib. 1880/81 Rostock. 

Y. 17. Klcütw für niacivov („von Ephen*', ein MifsverstiLadnis) 
Blomfield. 

Y. 20. Yor diesem Y. setzt Hermann srolli) tpagitga ein ans Hesych. 
nollrj fpagitga ' noXXol xoioxat. Ansprechend w&re noXXol noXXijg \ tpagi- 
xgag axCtpog nagixovtig, ^ 

Y. 28. miofj fOr do{|7 Heimsoeth nach Hesvch. ntta^' neiüfiaxi u. 
Schol. iwxoüxdxqt doxifün nal nsiüiiaxi. Gewohnlich nach genngeren 
Handschr. svtlijfioy» do^jj, 

Y. 86. nijyaig xayoiv oder xayog nriymvl W. 8. T. 

Y. 42 f. of T'für ofT* Blomfield. — JtfiT^yff'&iyff nach jüngeren Hand- 
schriften für MfixQoya9'rig, 

Y. 46. agikaai noXXotg Bnmck. Ygl. Naack M^ Gr. Rom. t. Y 
p. 208. 

Y. 49. Gew. cxbvvxki — mXäxai, Da aber in M das v in üxBvvtat 
getilgt ist nnd der Schol. von dem czwot T1iv9uqi%6v spricht, so mnfa 
ÜX9VXUI feststehen nnd deshalb mit Weä ntXdxiig rar neXdxat gesclmeben 
werden. Leicht konnte mXdxtig in ntXdxui übergehen, da man den 
Plnr. für nötig hielt. Das ^zijfia Ilivd. bei einem persönlichen Sabjekte 
wie hier ist jcaum denkbar. Aach Tenffel verwirft in einer Rand- 
bemerknng das „krasse nnd unmotivierte*' cx^fia IltvdagiKOpf Ulfst aber 
cxBvvtai — naXdxM gelten. 

Y. 61. Man erwartet otg nigi, Ygl. 8. 

Y. 77. niiov6iiov x' für nttpiroykOig t* Stadtmüller in Edog. poet. 
Gr. 1888. 

Y. 81. nvdvtov mit den Hdschr. (xvafrovv Dindorf), entweder mit 
Svnizese der Endung oder konsonantischem Gebranch von « (vgl. Krüger 
II § 18, 4. A. 2). Für letzteres spricht auch die sonstige L&nge von 
V in diesem Worte {%vavBog), W. 8. T. 

Y. 93. [Umstellong der fieaadog (Y. 93—101) zur Inmdhg mit O. 
Müller, kleine Schriften I S. 616f.'(nnd Westphal* II S. 809, sowie Heim- 
soeth I S. 366 II S. 187 ff.). Gründe: die handschriftliche Stellnng zer- 
schneidet den Zusammenhang zwischen der Behauptung, dafo die Ferser 
unwiderstehlich seien und ihrer Begründung. Die Unglücksahnung 
gehört^ erst an den Schluß jener stolzen Ausführungen, wo sie den 
oi^fpaXog bildet und auf den melancholischen Inhalt des dritten Teils 



KRITISCHE BEM^KÜNGEN. 105 

vorbereitet, w&hrend sie inmitten des zweiten Teils aller Beziehnnff 
ermangelt Auch die Analoffie des zweiten xmd dritten Stasimone spricnc 
daftlr. Die überlieferte Stellung verteidigen Oberdick, Schiller, Prince 
nnd Bauchenatein. Vgl. Wecklem, PhiloL XXXIV S. 818. 824. W. S. T.] 

Y. 96. niidfiiia xad' svnftmg difdaamv für nndijfiaxog ivnstiog 
avaecav Emperins {avdaamv Bmnck). Abgesehen vom Versmafte nnd dem 
nicht mit xMi^g dvii^sHv ^ zn rechtfenagenden Ansdmck ^n^^ifficrroe 
ttvdcamp verlang der Sinn tods ; denn nur dafs solchen Spmng niemand 
machen kann, ist richtig. 

y. 97. naoaüu^vH für das augenblicklich sich als prosaische nnd 
nnrhvthmische Paraphrase zn erkennen gebende caivovoa ro w^mvov 
»oEfcrvci Seidjer. 

Y. 99. UQnvag ata Hermann, (aber Subjekt ist doXoufjug dnatri 
0iov, denn das Unheil lockt nicht; darum) a^vag axag Härtung für 
aQ%v€taxa* 

y. 100 f. vnBif^iv wv avatov ifalvlai habe ich für vn\q 9'ifaxov 
ittviama tptfyitv geschrieben; dlv^a^xa tpvytiv ist ebenso eine Para- 
phrase wie vorher ^aivovaa va^ayei. 

y. 112 f. Schütz Irnxofklxoig^ Bergk Xtnxo^ovoig^ Madvig Xinxoro- 
f^oig. Heimsoe^ Isowd^ocff. 

y. 117. Tovro ffti} nolv ütivrjxai habe ich für xovdi firi woUg 
uv4hixai geschrieben dem Sinn entsprechend: xovdi ist durch den Ein- 
flufs von ifXQax8vaatogj nolig (vor actv unbrauchbar) durch falsche 
Trennung entstanaen und das übrig gebliebene xivtixai in das nächste 
beste irgendwie passende Wort verwandelt worden. 

y. 121. iüsxai fdr icexai Burney. 

y. 128. fiiXiücai för fiiXiOoa. giebt der Schol. Gerin{[ere Handsohr. 
haben u,sXioüav oder iiiXiaadv, Aber üpLfivog wird besser m der eigent- 
lichen Bedeutung von „Stock** als in der von „Schwärm" genommen, 
weil inXiXoimy einen Aco. verlangt. 

y. 184 f. oda für nd^^ (nach dem Schol.) Oberdick, weil gleich 
darauf ito^qt tpiiavo^i folgt. — aßQOxtvd'Bi:g für d%QonBv6^8Cg nach dem 
Schol. »g SoKfl^v dßqvvBS^ai inl x& mvd'siv Paley. 

y. 138. dnonefi^aiiiva mit Med. Der Begriff der Trennung und 
des yerlierens ist hier auch der wichtigste, yar. nQote.i ein Emendations- 
versndi infolge unrichtiger Abteilung der Buchstaben: evvax^Qa no~ 
«t^^ (statt evpax^9* dxowtfiTffapkiva), W. S. T. 

V. 189. Xaißixai habe ich für Xsimxai geschrieben, weil nod'ip 

SildvoM wegen indaxa nicht mit dßooxtvd'iCg verbunden werden kann. 
j ist £ur. EL 146 yoovp, otg^itinofiai fBr Xi^ßof^ai geschrieben. S 

y. 162. Da das Obiekt der Besorgnis in y. 168 angegeben ist, so 
kann es nicht Atossa selbst sein. Und doch wird Ifi^avrng ova' ddalfiaw* 
TOff nicht wohl etwas anderes heifiien können als : ohne Furcht um mich 
selbst. Passender wftre der Gedanke: etiam ipsa (nitro, unabh&ngiff von 
eurer Anfserung) non sine timore snm, was etwa durch avddu^ it/ipLav- 
xng ausgedrückt sein kOnnte. Ludw. Schmidt, Philologns XXyi S. 850: 
ov^tt»* ovü^ ifutvxfjg, üvd^ ddiifiavxogf qp/io», meiner selDst nicht m&chtig. 
W. 8. T. Ich habe mit Weil ovd^ adUfkamw für ova* ddtCp^avxog ^^ 
schrieben. 

y. 168. daipLmv fOr nXovtf^ Heimsoeth. So fordert der Sinn. 

y. 166. pLtomva qfQa€x6g fOr fikBQifip' atpifa^xog C. G. Haupt um des 
Sinnes wie der Diftrese willen. 

y. 166 nnd 167 habe ich umffestellt, um einen Zusammenhang mit 
168 zn i^ewinnen. An nnd für siäi sehört der Hauptgedanke fiif rs XQ^ 
^utm» avdvS^oip %r(, an den SchlulS. 

y. 168. 2ip^aXjf^, wie der folgende y. verlangt, hat Heimsoeth für 
o^tflfftoTff herseiteut 

y. 171. Biomfieid IltQcAv y. niütai^ata» 



106 Ä8CHTL0S PEB8EB. 

V. 173. Härtung tf' & fOr «e. 

V. 174. Fflr &eXy will Meineke 9eil^, Oberdiok cd'ivfi schreiben. 

y. 208. Ansprechend Oberdick grspxv« %' i^o^iBaiwwta. Man mtifiite 
dann wohl «r« ^rc für das minder passende dQoiiq^ einsetsen. 

V. 210. slütdUv ffir Bolitlv Härtung. Geringere Handsohr. im* tdsiv, 

V. 214. d' hat Weil wohl mit Bedit geti]^ 

y. 218. tinvqt jüngere Handschr., tiuv9t^$}L ygL Heunaoeth Ind. 
Überl. S. 7. 

y. 223. ya/^ mit Med. Der Dativ ist mit kccto«« an yerlnnden: in 
terra retentS tenebris abscondete. Die Emendation des Tumebns, yaiag 
(za verbinden mit oxoto)» scheint au nahe au liegen tila dafs wahr- 
scheinlich w&re, dafs sie die ursprüngliche, durch den (schwierigeren) 
Dativ verdrftnffte, Schreibung sei. ~ «««oja (^civ^o^m (nicht xitox 
«ftav^.), weil iiuavg, dem Homer und Asohylos fremd ist ^agegen um^. 
Ag. 296. Eam. 859], und wegen der sonst entstehenden Cäsur (s. &oXa- 
bach'Westphal III S. 160 M.). W. S. T. 

y. 229. 0. Sievers (Acta boc. gr. Lips. I p. 391) tp^tro£$ statt jjp^loiff. 
Es scheint aber d'Ticofiev die Ergänzung o^sy« {toig x] ivi^av a^e«a) 
au fordern, ygl. Ag. 913 td d' alla ^Qavtlg — ^ij^e» dmaCag üv9 
^8oig stfitQiiava (Meineke ^Boiaiv agiisva), 

y. 230. »s^tro für nsCva Dindorf. 

y. 237. Nicht unpassend setst A. Trendelenbnrg 237 f. nach 240. 

y. 239. d^oig für av%oi:g Stadtmüller. 

y. 246. niovxanf habe ich für iovtmp gesohriebea, um ein Präteritum 
herzustellen. ygL Gebet yar. Lect. ed. 11 S. 129. 

y. 260. tavg für nolvg Heimsoeth des Sinnea und des folgenden 
noXvg halber. 

y. 263—65 scheint^ ein Nebenstflck zu 249—62 zu sein; denn naoh 
251 f. ist avdy%7i nüv ivanxv^a^ nm9'Qg %ti, zwecklos. 

y. 261. navtog dh mit dem Med.; Porson avxog dh, Blomfield (mit 
einer Hdschr.) %avt6gy8, W. S. T. 

y. 269 hat viel Wahrscheinlichkeit Ladimanns und G. Hermanna 
noUa (Btatt des handsohrifblichen ireXla), welche Form sich (gleichfaUa 
in einer lyrischen Partie) Ag. 723 findet, die Übereinstimmung awischen 
Strophe und Geg^nstrophe erhöht und augleich eine erwünschte Assonans 
mit ßdXea büdet. W. S. T. 

y. 270 f. taod'—fiJMiv aHug für y«ff— i|A^' in' alw Weü. — damv 
für diav Blomfield nach der Lesart einer geringeren Handschr. ^rav. 
Tenffel behielt dlmv bei mit der Bemerkung: „Der £rie^|azug gegen ein 
gottgeweüitea und gottgeschütztes Land konnte nur schhmm enden.'^ 

y. 276. pilta ncc^aipij pr ^toftatu noXvßa^ Eayser um der 
Besponsion willen (in emer geringeren Handsehr. ygt f»^lea). 

y. 277. ^Xayitfovg habe ioh für nlayntotg gesetzt. axtXä^ww^v für 
&inX€i%B€i9 Härtung. 

y. 278. Die von M. Schmidt (Miscell. Philol. part IL Jena 1878 
p. 13) voriG[eschlagene Umateiiung aer y. 278—283 vor 272 konnte so 
tange als nohtig erscheinen, als die Ordnung der Stroj^en aa ßfß'f' 
fflr isehyleisch gelten konnte. ygL Wecklein über die Technik und den 
yortrag der Chorgesänge des Asch. Leipz. 1882. XIIL Suppl. der Jahrb. 
f. dass. Philol. S. 288. 

y. 288 ff. Die Handschr. geben ivt' «socffter ßoav dvüaiavij nioeaig : 
naoh Anleitung der Antistr. sind ßoap und IHgcaig vertauscht Fenser 
habe idi ag iaot für datoig mg um des Sinnes willen geschrieben und 
ff9Vßa9 für IdsMrv, um eine Übereinstimmung mit 289 au ermügliahen, 
wo die yerbesserung von Weil BVTUtiiug für Bvvidag an^enommen^iait 
Ale zuverlftsflig kann dieser Text nicht gelten. Teuffel hatte 69^ ofaro* 
xpkov datoig ^ebenso 286) dvaixiavri ßodv mit G. Hermann geacnxiebeBv 
ohne eine Eral&rung für duto^ zu finden; femer ng üigotng ndwxa 



KBITISCHE BEMERKUNGEN. 107 

iueynu*a£ und mit Heimsoeth ^sol 9'iiKtv^ in 289 mit Böckh Mvwidug 

y. 292. MoQ erwartet to puftt tpmvtlP Ton der fortdauernden Sprach- 
losigkeit. 

V. 306. apitfTMff ffir iQictoQ Blomfield. Diese Wörter sind Öfter 
in den ELsndscnr. verwechselt. 

V. 807. tmoifi für voXt/ EmperinSb Der Aeo. läfst sich bei nolBi: 
nicht erklären; man würde ifiktpi erwarten. 

y. 810 hat für vineifusvot der yindob. mnimfiBvoi (Heimsoeth, Ind. 
Überl. S. Ö), das aber TOm Umtreiben eines festen Ganzen (wie einer 
Leiche) nnmöglich gebraucht werden kann und wohl dem folgenden 
nv^aaw seine Entstehong verdankt. W. S. T. Da f^uMi/sssmi nnbranch- 
bar ist, habe ich divovfiffvot dafür gesdirieben. Auffallend ist auch 
^m^fflfr;^ nidit „stark", sondern „hart** ist der richtige Begriff, yielleicfat 

y. 812. q>8ff80C€tKitg fttr tpoBCiwi^ (geringere Handschr. ^tQBcnvtig) 
Bolhe. Dab nicht ein Name aarin enthalten sein kann, zeigt tgitog, 

y. 8 14 f. stellt Heimsoeth (Ind. Überl. S. 78) um, wodurch die Wort- 
stellnng allerdings organischer wird und insbevondere 9'uvmv seinem 
▼erbum finitum näher rückt; auch ist es nicht undenkbar (obwohl keines- 
wegs sicher), daA die lumdschrifUiche Stellung der yerse erst durch den 
späteren Geschmack, welcher Farbengegensätze (wie fteXatvrjg . . nvogav 
. . noQtpvQi^) liebte^ herbeigeführt wurde. Noch gründlicher hilft Weil, 
indem er den yers 815 nach 818 stellt ^ wodurch der Zahlenunterschied 
Ton avQiovtaQxos und tQiaftvQCaß beseitigt wird und zugleich eine s^mme- 
triscne Gliederung der Au&iÜilung (8mal 2 und 4mal 8 yerse) sich er- 
giebt. W. a T. ^ 

y. 816. nvQQav die Hdschr., nv^cifv (als attisch) Person. W. S. T. 

y. 318. 'AQvaßfig mit Med. ungern würde man einen der häufigen 
mit Artab- beginnenden persischen Namen Tormissen; auch haben die 
yarr. 'Jffräang, 'jQaaiirig (auch 'Agcißrig findet sich) zu viel Ähnlichkeit 
mit 808. W. S. T. 

y. 820. 'AiLiöxoig Med., Brunck "^ttiimtff. Aber es ist nicht wahr- 
scheinlich, dafs Ascn. diesen bekannten Weibemamen (Herod. yil 61. 114. 
IX 108 f. 111) einem Manne beigelegt habe. W. S. T. 

y. 821. Bothe *jQi6fiao9og Sq^soiv (mit seinen Pfeilspitzen, s. Prom. 
880). Person nimmt zwischen 'Agioitaffdog u. SoQdaeiv den Ausfall eines 
oder mehrerer yerse an. 

y. 825. »v%vxt»g habe ich fOx das matte und nichtssagende svxvxmg 
geschrieben. Suppl. 959 u. 994 findet sich der gleiche S<mreibfehler. 

y. 829. Meo. toiAvd' uifxovtmv (und über der Linie von einem 
bjrsantinischen Korrektor pvp). Ich habe roic»y^' ina^xa» tav^* ge* 
schrieben, welches leicht in xaiavdi a^;i^dv«a»y übergehen konnte. Denn 
Tav4t' oder tocavta verlangt der folg. yers. Jedenfalls hat 9vv keine 
Gewähr und keinen Wert. 

y. 880. 9' (nach na^dvT<»if) fehlt in Med. und ist unnötig, da der 
yers als Erklärung zu tav9'' {%o0€nt') steht. Wahrscheinlich nat auch 
Äschrlus itavg' für oUf* geschrieben. 

y. 884. Aus ffdtfov i^ des Med. ist mit Becht ndcov dl hergestellt. 
Eleimsoeth (Ind. Überl S. 28) itocov %o vL W. S. T. 

y« 837. Ans dem handschriftlichen ßaaßd^v mit Heath, Blomfield, 
Bothe, Halm und (später) G. Hermann ßei^ßaQovi einer der häufigen 
Fehler in der Übermgung aus der Schreibweise des Äschylos in die der 
spätem Zeit; vgl. 18. 884. Tumebus' Konjektur ^ap^a^ove läfst die Ent- 
stehung des überlieferten unerklärt. Heimsoeth^ (Ind. ÜberL S. 81): 
mXij^ovg iilv ovv #4x91' Ca^' tliutti ßtH^dgtop vaig av nQat^cmi, W. S. T. 

y. 848. viri^iuppMRM(die sich besonderer Schnelligkeit rühm^ konnten) 
die Hdsohr., wi^omw Wakefield und Blomfield. Ebenso 827. 88t. W. S. T. 



108 Ä8CHYL0S PERSEE. 

V. 847—60. Die Penonenverteüang, die oben angenommen ist, rShit 
von Schütz her. Der Med. hat Linien Tor 847—60, l&fst also schon bei 
347 den Peraonenwechsel beginnen. Alle flbrigen Arten der Ordnung 
der Personen und Vene können nicht befiiecügen. 

Y. 872. vn' iv^vftov nadi Med., mit Yictoriae, Prien, Heimsoeth 
(Ind. Überl. S. 69 f.) n. a.; Dindorf, G. Hermann n. a. Jx^vfiov, wa« 
heifsen soll animi impoteni, eine Bedentang, die aber ram folgenden 
Verse nicht passen würde. — Heimsoeth toiavv' (statt tocavt). W. S. T. 

V. 876. dttnvov %' für dainvov Scaliger. Statt dessen Blomfield 
^oivag, besser Hartang do^^v. Aber d'oivti bedeutet eine Üppige Mahl- 
zeit. Eher ta isCnv\ 

y. 882. Hartang ilnXoovj eventaell dintvxopt „die Anfstellong einer 
doppelten Schiffsreihe war eben das Verderbliche für die Perser; s. 
Herod. VIII 89.** Stimmt nicht za 886 (tgiciv). A. Ludwig, Wiener 
Sitzungsb. 1860, S. 401 : Sij 'g didnloov, anter Berafang[ auf Thiüi. II 
76, 1: na^'iotJi ig noltiMv tov axgatop. Aber dies ist inchoativ, was 
za navpvxot nicht pafst. L. Schmidt nopvvxoig and dictxlooigi Baachen- 
stein: %al 9av9v%oi dh duLnXooi nud'ictu^av %rL W. S. T.^ 

V. 388.^ fjxii ' ; xagw fiolniidov %tL habe ich fSr ijx» (jüngere 
Handschr. iqx^^) ^«^P« [lolnridov geschrieben. Vgl. Stadien S. 74. 

V. 891. tatpog für das dem Sinne wenig entsprechende ip6ßog 
Stadtmüller. 

V. 414 u. 416 sind die Worte apoyn — naQfjv und H^qnvov — ctilov 
vertaascht. Die richtige Ordnang hat AÖcnly hergestellt {i9'Qavw^ azolov 
kann nicht Nachsatz za den drei Vordersätzen mg 91 — dqayfii d' — 
avxol 9* sein. 

V. 418. Oberdick i^wov. ^ 

V. 426. ffofoli} für oifimy^ Halm. 

V. 428. Blomfield ufpiiiBto; Heimsoeth, Ind. Überl. S. 64 f. olfi' 
dwBtXi viv, was (o^ia, impetas) das jähe Eintreten der Nacht bedeaten 
soll. Iw. Müller erinnert daran, dafs die Schlacht bei stark abnehmen- 
dem Monde stattfand. W. S. T. 

V. 431. In der Überlieferang des Med. ütoixoiyagoiriv scheint noch 
die richtig^ Schreibung atotxayoQoiriv enthalten za sein. Gewöhnlich 

V. 432. Mit Recht bemerkt Hartang, dars Znsammensetznngen wie 
Totfapi^fioff, toüovtcenXäatog erst in der späteren wissenschaftlichen Prosa 
vorkommen, dichterisch aber keineswegs seien. Übrigens zeigen Stellen 
wie die gegenwärtige das Wesen and die Entstehang solcher Bildungen. 
W. S. T. 

V. 486. Das handschriftliche in* uixoZg läfst sich verteidigen durch 
Stellen wie Enr. Andrem. 802: in *JltM ^vyov Ijlvd'B 9ovXto9, and 
durch den Charakter der Dauer, welchen das über die Perser gekommene 
Unglück hat. Übrigens kann es auch durch die vielen ringsum (bes. 
434. 489) stehenden Dative verursacht sein. W. S. T. 

V. 444. aiaxQtog ist überflüssig neben 9vünXtfctdt» fiOQU u. Über- 
hau]pt anpassend. Eine Handschrift bietet olntgag. Ich habe alnmg ge- 
schrieben. 

V. 460. St' ^ic fOr otap Elmsley.' Diese Änderung ist sowohl des 
Optativs, aJs auch des Gen. v8nv wegen nötig. 

V. 461. i^otcoiato für i^aniolaxo (mit x über {) Stahl. Diese Än- 
derung erfordert schon der Acc. v^aov. 

"VT 461. nti^vottv Med. u. a.; Var. ntiiiftttVy woraus Person «r«/- 
vBtav machte. W. S. T. 

V. 462. ayi^ay habe ich für atpaxov gesetzt. Der Begriff exguxiw 
setzt eine Vereinigung voraus u. ist überhaupt hier nichtssagend. Mit 
ävx^fjpnov ^ayonv vgl. Soph. Oed. E. 960 xr^yd' IfSi^vfiiTv ayQaw. 

V. 469. Dafs ^y yuQ, wie die Handscnr. bieten, nicht richtig ist, 



KBITISCHE B£M£BEUNG£N. 109 

habe ich Stadien S. 76 f. gezeigt. Ich habe dort ftlv x&q' vorgeschlagen; 
aber besaer scheint, was Weil schreibt, (liif vw, 

V. 466. Hemsterhuis hier wie Eur. Sappl. 652 dearifp, nvgyov svcc- 
yrj laßmp Bvavyn, wahrscheinlich richtig. Vgl. Theogn. 550 xfilavyfj 
axtmi^v und zu Eur. Bacch. 660 (Anhang. 

V. 478 f. o? . . xovad' für a% . . tda9 Thurot. Es handelt sich nicht 
blofs um die Schiffe, sondern vorzugsweise um das Schicksal des Land- 
heeres. 

V. 480. ^^ die flandschr. Des Bobortellus (und Dindorft) ys ver- 
schiebt den Gegensatz (Anfährer der Schiffe — sonstige Anführer: 
während doch atoatog 6 lomg gegenübersteht). Noch wenijj^er richtig 
ist fleimsoeths (Wiederherstellung S. 91) vccmv ta . . otgatog ^ 6 Xoinog, 
welche Gleichstellung nur dann statthaft wäre, wenn von beiden Seiten 
wesentlich Gleiches ausgesagt würde und nicht, wie hier, fast Entgegen- 
ffesetztes (die Flotte rettete sich durch die Flucht, das Landheer aber 
bestand viele Drangsale und erlitt grofse Verluste). W. S. T. Es läfst 
sich dl nicht mit 302 rechtfertigen („formell selbständige Anreihung an 
die frühere Erzählung V. 471, aber aus AnlaA von Atossas Frage^' W. 
8. T.). Vielleicht veav tayovxoi. Jedoch ist yl nach der Emendation 
von 478 f. am Platze. 

V. 485. Härtung of d' inniQÄfiiv. 

V. 489. noXiig L. Schiller aus des Med. noUg^ bestätigt durch den 
Pluratis idsfofTO. Andere Handschr. noUan*. 

V. 492. ig v s mit Med. etc. Von Bobortellus* Konjektur iqdl urteilt 
Härtung mit Becht, dafs sie dem Trimeter fremd sei. W. S. T. Aber 
vgL Enm. 188. 

V. 503. cBomfiipog habe ich für §eamänivog gesetzt. Vgl. Curae 
epigr. p. 60. 

V. 506. eotvx» G. C. W. Schneider (jjorvxet Dindorf) für ivtvxiC, 
L. Schiller svtvxt^ unter Vergleichung von Eur. Med. 219 f. 9lnrj yag 
ovn iv%9%iv Qtp^alyLoig ßgotav offvic . . axvyBi, 

V. 515 f. Die Vergleichung mit 472 und 845, sowie der Trimeter 
könnte glauben machen, dafs die Verse mit Lachmann de mens. trag, 
p. 17 der Atossa beizulegen seien, so dafs^diese, in immer individuellerer 
Faasong, nach einander ausriefe: i dvßMOPritt iaifiov . . 6t *ya» talaiva 
. . fl! 9vnt6g OT^ig, Auch hat das ganze Gespräch mit dem Boten, soweit 
es sich im Tnmeter bewegt, bisher Atossa ffeführt; der Chor hat sich 
nur melisch beteiligt (256 ff. und dann wieder 532 ffl). Lidessen Uagc, 
ysVsi, das nachfolgende v^si^g und die Beziehung auf mg axivsip noliv 
n^Qümv sowie die Analogie von 843 f. rieten <ue Verse dem Chor zu 
lassen. W. S. T. 

V. 516. hrilov mit Med., welche Zeitform auch zu dem durch das 
Zeitwort ausgedrückten Akte einzig pa&t. Vgl. 911 Mßn. Soph. 0. B. 
263: üg %6 nzlvov x^ar' iviiXafr ij Tv'vij. ib. 1311: cS daCiiov^ tv 
hiilMv. W. S. T. 

V« 524. Für /fiflötr erwartet man näliv, 

V. 527—81 hat Nikitin nach 851 umgestellt. Vgl H. Weü, une 
transposition de vers dans les Perses d'Eschjle. Annuaire de Tassocia- 
tion pour Tencouragement des ^tudes ffreaues en France. 17* ann^e^ 
1888 p. 75—79. — In 528 habe ich nioP Mtg iniaxa für nißxoig nicxoL 
(so Med., andere «»«to^««, eine wohlfeile Korrektur) geschrieben. Härtung 
m^xovg xa »lata, eher nioxovg xi maxa, aber die Entstehung der 
Xorroptel erklärt sich damit nicht. 

Y. 532. Die sonst gefällige Ergänzung von Tumebus all* i giebt 
einen Vers, dem die regelmäfsige Cäsur fehlt. Von den übrigen Ergän- 
xungen fi^v, yicQ, xmv, crv, t^v, d^, rot, vvv^ ovv u. a. erscheint das 
von Schütz vorgeschlagene uiv am passendsten. 

V. 537. apialaCg mit Pnen u. G. Hermann. Med. axalccCg, W. S. T. 




110 18CHYL08 PERSER. 

V. 688. Das von O. Hermaan fiGharfunsig .yermutete fi«^«i yovddtg 

schwachee Fundament. 
Dindorfe l^rjti^tg oix- 
rQaif Tffi. »oppi. ei oCntQag äioxov. liocü BCAemt überhaupt ein Zu- 
satB nicht notwendig so sein, da das Merkmal der Kraftlosigkeit {df^a- 
Iccig) deutlich genug auf das Alter der Frauen hinweist. 

y. 639. itaiivdaliovg habe ich für -otg geschrieben. Vgl. Hes. 
Scut 270y Soph. EI. 167 9d%Qvci (ivialia. 

V. 645. Den handschriftlichen Superlativ haben G. Hermann und 
nach ihm Prien, Härtung, Dindorf in den Positiv dnogiatoig verwandelt 
Unzweifelhaft ist, dafs letzterer, wenn er überliefert w&re, keiner Bean- 
standung unterliegen könnte; aber es ist nicht abzusehen, wer den 
Superlativ dem Text hätte oktroyieren sollen, wenn er nicht ursprünglich 
war; auch wird durch den Parömiakus an dieser Stelle ein viertes System 
von blofs zwei Versen, d. h. ein Tetrameter herbeigeführt, so daüGs W. 
Dindorf sich genötigt sah, um überhaupt ein viertes System zustande zu 
bringen, in die Mim einen weiteren Vers hineinzudichten. W. S. T. 

^ V. 648. Die erste Zeile der Strophe lautet im Med. pvw ya^ dn 
nQonaea [ilv ativei, die der Gegenstrophe (658) miovg zt yoQ »oi 
^ala6if£ovg. Zur Herstellung der Responsion sind beide yoQ getilgt, 
das erstere nach Porsons Vorschlag, das letztere fehlt bereits in einer 
jüngeren Handschrift. Ebenso haben die Hamdschr. ein überflüssiges ydg 
nacn tt|y 550, welches Amaud beseitigt hat. 

V. 649. *Aclg (vgl. 270) fOr 'Aciag Blomfield u. ix%i%Bwafiira für 
i%%tvov(iiva Hermann zur Herstellung der Responsion. 

V. 653. Med. QüL^iHtg %m noniai. Diese Accentuierung führt aber 
von selbst auf ßaofyecai novtMg anderer Handschr. Ohnehin w&re die 
Teilung der Schuld zwischen Xerzes und die Schiffe und die Aussage 
iniani ivotpoovtog von letzteren kaum passend. Der Dativ (instmm.) 
aber entspricht V. 563. W. S. T. 

V. 656. Für JaQiCog filv habe ich um des Versmaftes der Anti- 
Strophe willen JaQiaCog gesetzt. Dindorf JaQidv iklv, aber vgl. zu 661. 

V. 560. Dafls in «t d* oaoittBooi (gewöhnlich streicht man «t d' 
mit Brunck) AINonxsifOi steoKt, hat SdSüti erkannt. 

V. 664. yß' . . x^Qfg für Sid d' . . xi^ag Dindorf. 

V. 565. rauw glaanovopLev fQr mg oh., vielleicht richtig. 

V. 568 f. n^mvoiioQOio . . dvdynag für nQatopkOQOi . . dpaynav Blom- 
field. Ififp^'ivteg geben jüngere Handschr., Med. Iti^ivtsg, Weil 

V. 671. Die Lücke hat Hermann mit i^i^vtai ausgefüllt aus 581, 
wo in byzantinischen Handschr. das mifsverstandene i^a zu ioifavxui 
erg&nzt ist. Sorof «Wußo^teg, indem er vorher KvxoiittP schreibt. Ich 
habe dafür ohne Änaerung des vorhergehenden Verses exififtoptmi 
gesetzt. 

V. 676. dXo6v9pag für all Suva Naber. 

V. 681. Die Lesart des Med. ioa^ataovi* ist aus ovQdvia und 
dem Glossem daifLovia entstanden. Es m also nicht wie gewöhnlich 
seit Porson datit6vi\ sondern ov^ari' dafür zu setzen. 

^ V. 683. rmwivctif Oinvovciv) habe ich für das nichtssagende dq 
Tilvovaiw gescnrieben. Blomfield wollte xldovaiv schreiben. Aber die 
Responsion gestattet dieses Wort nicht und dij bleibt, welches am 
meisten Anstofs erregt. 

V. 684. Meineke (Philologus XIX S. 286 £) schreibt Uatavdvf weü 
Äschylos statt drjv vielmehr duQov gebrauche und drjv das Futurum des 
Zeitworts erfordern würde. Aber in der Berechtigung das kategorische 
Präsens zu setzen bewirkt dijv keine Änderung, und dafs Asoh. dfiv 
nicht auch neben dagov gebrauchen könne, ist eine willkürliche Voraus- 
setzung. W. S. T. 



KBITISCHE BEMERKUNGEN. 111 

y. 689. aiopzcu für cp{osr«flei Halm: die voraiugeheiiden praeseDÜa 
erfordern audi hier das PräsenB und dem Sinne beBonders in Verbindung 
mit s^cw^Tvoyvtff enfti^ricbt S^Hftm besser als ig^ovtau 

y. 694. o{p habe ich för ag gesetzt um des Zusammenhangs willen. 

y. 696. apavpaw für^ a^ovoa Porson. 

y. 698 ff. ßgotiiav offtig iiintgrig jfvgsi inictatat, %tt%mv ßlv ig 
Sxav xiva nXvdtav htil^ fOr %a%mv ^i» Sati^ fyttoffog (jüngere Handschr. 
iuMBigog) nff^si inievaxtu, ßatnoiciv coff, oxav %Xvdmv naxmv inil^ti. 
Vgl. BerL Philol. Wochenschrift 1884 S. 909 f. 

y. 608. Blomfield tvxriv (t^z^9)> bo dafs o^qCJ^tv transitiT stünde 
wie Soph. Oed. T. 696. Aber auch oie Wiederholnnff von 9aiyLmp be- 
frwndet. Weil ulkv ivifiov . . Tvxrjg, yielleicht ovav d 6 xaiQog bvqo^ . . 
du{^09 ovQitPw mtdfpog, 

y. 603. Heimsoeth, ind. Überl. B. 124 luol d* ug\ als Anwendung 
der ▼orhersehenden Sentenzen auf ihren Fall. Aber andererseits ist ihre 
eigene Erfanrung auch eine BesÜltigung jener allgemeinen Wahrnehmung 
und daher yag richtig. W. S. T. 

y. 604. Andere vavrata, wahrscheinlich richtig; nur muA es dann 
|y t Bf^fkütc%v heifsen. 

y. 609. Il<tx9%la jüngere Hndschr. Die Lesart des Med. iaxUXaxo 
ist TioUeioht auf imila, xinvov zurückzuführen. 

y. 616. Das handschrifEliche ßiov verteidigt L. Schiller gegen Än- 
derungen wie teov, Ußog, ßg^ovj Tt^mv u. s. w. Wirklich ist „Leben 
blühend'* nicht kühner als „Leben atmend**. W. S. T. Nauck tvqtvl- 
loiCi ^alXovafig nXddoig, 

y. 631J. Der Sinn der Überlieferung ist nicht glatt. Weil sl yao 
Tft »cnittv unog oldi xig ov und^ mit Gomperz ^Qijvtov nioag,^ Aber oJdi 
TSC nafot ni<^t gut zu fi6ifog Sv etnot. Man erwartet sl ydg xi yLa%mv 
Tevrtf' i^xiv ««Off, porog S«r tirtix&v agog (Hilfe, vgl. Suppl. 886) tfxoi, 

y. 686. ßuyijLax', ij fOr ßccyiiaxa Dindorf. Diese Änderung kommt 
sowohl dem versmars wie dem Sinne zu statten. 

y. 637. Xiav ßodaa habe ich fQr Staßodato gesetzt. So wird es 
mOglich, die Besponsion herzustellen und^eaa« als conL aor. zu nehmen. 
Denn fut. kann es weder der Form (Eur. Hei. 1108 schreibt Hosfnr. 
dreßoaou) noch dem Sinne nach, der das praes. erfordern würde, sem. 

y. 688. Am Schlüsse der Strophe wie am Schlüsse der Antistrophe 
scheint eine Interjektion ausgefallen zu sein. Doch wage ich nicht an 
das Aristophanische iavoi: (s. oben S. 87) zu denken. Die ephymnion- 
artigen Intenektionen am Schlüsse der Strophen wie das Ephymnion 
662, 671 wuraen wie die Epodos vom Gesamtohore vorgetragen, die drei 
Strophenpaare aber wahrscheinlich von den drei axoCxoi, 

y. 646. xov otop für ofov Bothe. So wird der Hiatus am ein- 
fachsten beseitig^ 

y. 647. dv^Q fOr dv^Q Bumev. Tenffel behielt dw^q (mit langer 
erster Silbe) bei, weil sonst auch ovx^'og geschrieben werden müsse. 

y. 660. Den handschriftlichen Nominativ (vgl. 667} 'Aldmvivg in 
den yokativ verwandeln hiefse die Erklärung für die Entstehung des 
handsfthnftliehen Sv itri anheben und damit der Brunckschen Efmen- 
dation ivkir^^ den Boden en&iehen. W. S. T. 

y. 661. Der Med. hat dagtCov, olov dvaxxa dagiidv lii, HOt Schütz 
habe ich ^miov far ofoy geseist unter Beseitigune des Glossems /Jccgatov^ 
femer dvduxoga mit Dindorf für dvanxa, endlich JagiuZov für dagtidv, 
Dindorf dCow dvdnxogu dagtoofa. Aber die Form Jagitdp oder ^agidv 
findet sich sonst nirffends. 

y. 666. Med. vntidxfi, Ton dem Korrektor in sv iuoddngi ver- 
wandelt. Tanaq. Faber tv inodox^iy woraus Dindorf «v xo^oii;^'* ^' 
macht hat, von nodoxMiv («o^ov^sr», vgl. mttinxovxsiv) ^ noia (vnog) 



112 ÄSCHYLOS PERSER. 

iZBiVf xa ffodl %vß8Qvä9^ (Bekker Anecd. I p. 297, 6). Vgl. Poll. I 98 

Y. 667. Die Schreibung ßalXtir des Med. stimmt weder zur Ablei- 
tung des Wortes noch zar Gfegenstrophe, um den Hiatus eu beseitigen 
schreibt Seidler l»' t^' fxoo und Dmdorf ili^* £%ov tovd' in ». %. X. 

W. S. T. 4V, ^ 

y. 661. Der lambus dient zum Übergang von dem ionicus zu dem 
Logaöden. Hartungs x% xtif^ag w&re g^z gut, wenn dazu die Gegen- 
strophe stimmte. 

V. 662 habe ich JaoiuU für ia^avol (von dem Korrektor in ^opeia« 
ol verwandelt) geschrieben. Ebenso 671. 

y. 666. ulavii fSr %nivd ts zur Herstellung der Responsion Enger. 

y. 666. Dindorfs dicnotu itcnox&v helfet Tielleicht den Äschylos 
selbst verbessern (der aus Mifeverst&ndnis der orientalischen Wendung 
d, ÜBCxoxov geschnoben haben kann), ist aber sicher eine yerbessemng. 
W. S. T. 

y. 676. Der Text bietet (abgesehen von lli<p^ivxm 679, wie Blom- 
field das handschriftliche i^iw^iv^' at verbessert hat) die Schreibung 
des Med., eben weil sie unheilbar korrupt ist. >,Die Emendation dieser 
ganz sinnlosen Worte ist von vielen versucht worden; aber was sie zu 
stände gebracht haben, hat fast nicht mehr Sinn als das Überlieferte** 
sagt Härtung. Dindorfs neuester yorschlag ist: 

CD 7Colv%Xavx9 ^ccwov ivvaczcij 

x£ xä9e ifiXoici. m^ißaXss 

dißviia voav^ifkOQxia; 

naüaijya^ yce xäa i^iqtd'ivd'* at zgicnaXiioi 

väeg Sfaeg, oioi. 

Dabei ist aber nsgiß, afutQxta entschieden unpassend, denn das hat 
Dareios nicht gethan; ebenso wird diävpLa im folgenden nicht ausgeführt, 
und yj! x^d* (mr dieses Land »■ Persien?) ist auch wenig einleuchtend. 
Übrigens ist es ebenso leicht fremde yorschläee zu kritisieren als un- 
mOgfich etwas allseitig Befriedigendes und eimeuchtend Richtiges auf- 
zustellen. Eben darum verzichten wir auch darauf hier, ,wo wir nicht 
eine kritische Ausgabe des Stückes zu bieten haben, die Besserungsver- 
suche von Blomfield, Härtung, Weil u. a. aufzuführen, und erwähnen 
nur den von G. Hermann: t/tcc^s, (Rofsbach x(nxi^ dvvdcxv^ dvvdcxtty | 
ntol xtt aä dtdvßqj^ \ di' avoiav äfiUQxiqi \ nda(f yjc xdd* \ i^ifp^ivxai 
tQianttXiioi I vdeg, avaig vdag; W. S. T. 

y. 706. Dindorf dvtqmnna d-q toi. 

y. 710. Die in den Text gesetzte Schreibung des Med. ziehen auch 
Ahrens, L. Schiller, Härtung dem og ^' Hag des Par. A vor. W. S. T 

y. 718. Med. iv ßoaxfi to6vq), jüngere Handschr. Xoya», was äugen- 
schemlich richtig ist. 

y. 730. uiy für (liv W. Meyer. 

y. 732. Härtung ov dn triff. 

y. 738. %ov% für y' ov% Blomfield. 

y. 740. anio%, mit Med. , was den Xerzes passend als Ziel der ge- 
schleuderten d'iatpaxa bezeichnet. 

Gegen Heimsoeths und Weils Umstellung von 743 u. 744 spricht, 
dafs oaxig dann von xaig ifiog allzu entfernt ist. W. S. T. 

y. 748, welcher den Zusammenhang unterbricht, scheint nachträg- 
licher Zusatz zu sein. 

y. 749. mp dl ^€(Dy xB für mv 9's£v ih Döderlein. dh darf an 
vierter Stelle stehen, wenn die vorausgehenden Worte wie 719 ein ein- 
heitliches Satzglied bilden. 

y. 758. xavxd xot für xavxa xoi^g Dindorf. Der bestimmte Artikel 
ist wenig geeignet. 

y. 764. Xiyovütv (Particip) für Xiyovat d' C. G. Haupt. 



KÄITISCHE BEMERKUNGEN. 113 

V. 761. Um die ionische Form (dergleichen in den Ghorliederu von 
121. 269 lieh finden, vgl. Enr. Iph. T. 418 %iiva äo^a^) i^sns^vtoasv und 
das vom Würfelspiel entnommene, hier kühn zu inyov konstruierte ««• 
ffoV zu beseitigen sind allerlei* Vorschläge gemacht worden. So Q. Herj 
mann i^SQ-i^fiacsv oder i^e%aivmasv niaog ; andere wenigstens i^sutBlveaa* 
ili*go6v (eig. ivnBffov). Weil i^snHvmd'n jta^ov; und Meineke (Philo- 
loguB XIX §. 287 f.) hält den Vers gar rür das Machwerk eines Gram- 
matikers, der nach otov ovdinm no<m etwas Termifste. Allerdings würde 
man ein Wort, das den schädlichen Charakter des iQyov bezeichnete 
schwer vermissen« W. 8. T. Vielleicht ist na^og für nacov zu schreiben. 

V. 762. Statt ovta schreibt G. Hermann ov ys. W. S. T. 

V. 763. Heimsoeths (II S. 68 f.) ^xQijtpoQOv (üerod. VII 62: Ä^tfMi 
. . dv9^ tav niXmv tut^ritpoQOi rioav) hat manches für sich, scheint aber 
als Epitheton von aitdefig *Jaidog nicht zum Tone der Stelle zu stimmen, 
W. 8. T. 

V. 767 hat Siebeiis, unter Zustimmung von G. Hermann, Prion, 
Dindorf (ed. V)j nach V. 776 ffestellt^ nach Nennung des 'jQta<pQiwfjg, 
Die Umstellung scheint mir aber (mit Heimsoeth II S. 74) weder not- 
wendig noch auch nur wahrscheinlich. Nicht nötig, da es ganz glaub- 
lich ist, dafs der Dichter, welcher nach seiner Ansicht von der gescnicht- 
lichen Aufeinanderfolge den Namen Artaphrenes zweimal zu nennen 
hatte, das erste Mal, bei dem älteren Herrscher, dies nur andeutend 
that und erst bei dem zweiten den Namen direkt setzte. Unwahrschein- 
lich aber desh^b, weil, nach V. 776 gesetzt, der Vers fpQsvsg yuQ u. s. w. 
den Artephrenes sehr unpassend von seinen avdgtg tpCloi txennt und das 
was die That aller Verschworenen war ebenso unpassend allein aus der 
geistigen Eiffentümlichkeit des Artaphrenes ableitet. W. S. T. 

y. 774 Cabe ich das (z. ß. von Dindorf verdrängte) handschriftliche 
Mdifiog wiederhergestellt, das ja der persischen Namensform des Mannes 
viel näJier kommt als Herodots SiiigSig, W. S. T. 

V. 778 kann unmöglich von Äschylos herrühren , wie schon Schütz 
erkannte. Denn dafs zwischen dem falschen Smerdis und Dareios zwei 
Regenten, Namens Maraphis und Artaphrenes, in der Mitte gewesen 
seien, ist nicht nur ungeschichtlich, sondern kann auch Äsch: selbst nicht 
geglaubt haben, da die Erwähnung des Loses (V. 779) Eenntois des 
wirklichen Herganges beweist. Auch ist nicht wahrschemlich die Ver- 
mutung von Bentley, Siebeiis, G. Hermann, dafs der Vers ein Best sei 
einer (von Äsch. selbst verfafsten) näheren Ausführung über die Ver- 
schwörung und ihre Mitglieder, — schon deswegen nicht, weil Artaphrenes 
doch nicht zweimal genannt sein kann, als Erner sowoul wie als Letzter, 
auch eine solche Ausführung hier, bei dem Bückblick auf die bisherigen' 
Herrscher des persischen Beichs, sehr weniff passend wäre. Glaub- 
licher ist die Annahme von Schütz, dafs die Namen der sechs andern 
Verschworenen, von einem Glossator in Trimeter gebracht, auf den Band 
geschrieben, und von diesen Versen der letzte, infolge des Scheins, 
aafe intog das vorangehende nii^nxog (774) weiterführe, in den Text 
ffesetzt worden sei. Nur kommt Mdgatpig sonst nirgends als Name eines 
dieser Verschworenen vor, und es ist auch nicht abzusehen mit welchem 
der Namen der Keilinschrift oder des Herodot er identisch sein sollte. 
Noch wahrscheinlicher finde ich daher Hartungs Vermutung, dafs der 
Vers nur aus Varianten zu V. 774 entstanden sei, da die Scholien zu 
unserer Stelle den Bruder des Kambyses bald MagSlug bald Mdgtpiog 
bald Mifiipig nennen. W. S. T. Der Interpolator, welcher die Namen 
der neben Perser ergänzte, scheint auch den vorhergehenden Vers ge- 
ändert EU haben, da die ^Ansicht von A. Scholl, dafs Y. 777 ursprünglich 
ivv dwdgdaiv tpiXoiatv avtog eßdoiiog gelautet habe, sehr ansprechena ist. 

V. 782. äv viog fSr vBog imr Tumebus, tpQOPMi via fQr via g>QOVii 
Erfurdt 

AicBTirO«, Fener. 8 



ß 



114 ÄSCHYLOS PEESER. 

V. 787. Nauck eftr' oiv ohne Not- 

V. 791. Brunck (irid* fiv, besser Dindorf ct^dtsvii' sCiij nliov oder 
vielmehr atoaxsvpta nlri^vot, 

V. 803. Fassend setzt Heimsoeth ovta i' ifu>s naiq für %$£niQ tdd ' 
iüU ein. 

Y. 809. aq>£v kann nicht für avtovß stehen, wie Dindorf lex. Aesch. 
. 161 ^abt. Sept. 927 ist a<piv & tsnovca in aip' d tBxovca emendiert. 
a, der Dativ kaum geeignet sein dürfte, so wird ov viv zn schreiben sein. 

V. 816.' Statt des unbrauchbaren ^xjraidevfvai der Haudschr. mit' 
Schütz n. a. i%nt9vBtai, Vermittelnde Zwischenform i%itfidvttai, W. S. T. 

y. 816. habe ich ans Med. atfiatoatp. hergestellt, gägen das von 
Dindorf (ans geringeren Handschr.) aufgenommene atfiatoctayijg, W. S. T . 

y. 829 f. Schütz naxQfiiiivov (sapientia et moderatione animi in- 
digentem). yielleicht pov^bts^v xBXQrniivoi . . ivloyoiüi em<pQ09£cfiaüt9, 
y. 884. navtl fOi ndvta Canter. 
y. 841. Pauw ipvxiiv . . ^Bov^. 
y. 846. itccxav für nand Schütz, 
y. 860. naidi fiov für inm natdl Bnrges. Die Änderung ist unsicher. 

y. 867. Die Handschr. tidoüii/iov axQaxtdg, woraus Wellauer befrie- 
digend tvdoniiiovg axQaxidg gemacht hat. Schulz ivdontfioi axQatidg^ 
clari fnimus exercitu, Prince svdoxifiot cxqaxidg, W. S. T. 

y. 868. noUafiaxa für voiticpLaxu Eeiper und iniod^otiip für ini*- 
^vvov (vor ^ ist v ausradiert, daher gewöhnlich InBv^vvov) A. Pallis 
(in der Ausgabe der Antigene Athen 1886 S. 103 zu y. 296). 

y. 862. avBoag habe ich ergänzt, weil^ein solches Substantiv zu 
fehlen scheint. Teuffei setzte mit Schwenk evtpQovag ein. 

y. 872. Statt Dindorfs a*i iltiUtttivat habe ich, trotz G. Hermanns 
refragante dictione poetica, da die Unterscheidung von Relativ und Artikel 
hier unpraktisch und wenig begründet erscheint (vgl. 668. 1002. 896), 
mit Brunck at iltilaiiivai gesetzt. Ebenso 879 at nf^Ulvaxoi. W. S. T. 

y. 876. BvffvioQoi habe ich für «v^dfisvat geschrieben. Blomfield 
dQXooBvat, 

y. 887. vqf^ixtnQotpovg habe ich aus der oben a. Stelle des Athen. 
fUr xdg ayx^dlovg und pLBxdnxovg für das sinnlose pLBcdnxovg gesetzt, 
ygl. die gewöhnliche yerschreibung TOn (lixavlog in fiicavlog. In xdg 
dfx^dXovg ist ein Glossem zu fiBxdnxovg zu erkennen. 

y. 891. Gegen G. Hermanns Abänderung des handschriftlichen «erl 
'Podop in 'Po^ofT x' s. Westphal' II S. 874. Ebendaselbst S. 376 gegen 
iXavPmv (900) statt des vom. Med. überlieferten 'ElXdpap. W. S. T. 

y. 900. G. Hermanns yorschlag iuQaxBt wäre erwünscht, nicht wegen 
der Wiederholung des gleichen Wortes, sondern um die in dem Liede 
einzeln stehendeSynkope zu beseitigen. W. S. T. Vielleipht inQdzvp' 
ixigatg (mit anderem Sinne als Xerxes). 

y. 906. Das neben nXayaioi nopxtaiai unnütze noXi^oioi habe ich 
in naXdyLatai verwandelt. Der zweite Teil des Schol. vno Q-tap ivB- 
X^BPxa %ai 9'BOig do^txpxa könnte sich auf naXd^aiai beziehen. Weil 

Y. 913. iuav mit Med.; yar. ifioL Im Weiteren kann ich Meinekes 
^tfidoyroff ixiov (von ixt^g Freund) wegen des so nahe liegenden Mifs- 
verständnisses (slU ob von ixog) und des schroffen Widerspruchs geven 
die orientalisch -despotische Anschauungsweise, nicht wahrschemuch 
finden. W. S. T. 

y. 924. d96ß, mit G. Hermann, Passow, Dindorf y u. a. um einen 
Sinn zu gewinnen und da die Abänderung des überlieferten AT JOB — 
in AldOB— in der That leicht ist. ygl. iXsioßdxrig 40. W. S. T. 

y. 926. xaQq>vg xig für yor^ <pvoxig Franz. 

y. 946. XaoKa^ia eißap für Xaona^^ xb CBßlimp {xb hat Hermann 
getilgt, CBßi^iop hat Elmslej verbessert). 



KRITISCHE BEMERKUNGEN. 115 

y. 946. yoov ttv habe ich aas dem folgenden Vene für noXimg 
(GIOBBem EU yirvag) eingesetzt. 

Y. 948. d' aQiittnQW iax»v fSr d' ai yoop aQidanQvv Hennann. 

y. 952. (kv%Cav hat Paaw yermotet. 

y. 963. Oberdick: dvaBuinov* uv' awtdv, 

y. 964. itdwz' ixnsv^oiitav fOr ßoa xal navt* i%wsv9ot fso Med., 
andere Huidschr. innev^ov) Heimsoeth. Die vom Sinn geforderte Emen- 
dation scheint die Lesart aes Med. zu bestätigen. Die passivische 6e- 
dentnnff von ixnev^ov („lafs dich ausfragen'*) ist im höchsten Grade 
bedenküch. 

y. 969. Jotduag für xal Jotufiag Lachmann. 

y. 961. Weil 'Ayaßdtavtt. 

y. 964. Pauw angaigj vielleicht iyatg, 

y. 967. 'AQiopLuodog für HaQiopLUQdog Brunck. 

y. 973. inavSQOfiav für inavigoutti Meineke. 

y. 982. alyevietov habe ich für 'AXnicvov geschrieben. 

y. 989. intatigig habe ich für das Glossem vnoiLiykvric%ug gesetzt; 
so erklärt der Schol. zu Prom. 835 nQoccaivgt mit vMoitifivijaiisi. 

y. 992. ßoä fftOi für ßoä (u. 977 i^ H für 11 V' ¥) Dindorf. 

y. 993. aXlovg für alXo Prion. 

y. 994. Dindorf hat, da er das handschriftliche uv^ioVraofosr als 
viersilbig^ (* konsonantisch, vgl. 1038) zu behandeln Dedenklich fand, 
^v^iozayov in den Text gesetzt. W. S. T. 

y. 1001. tnofiivovg Hartunff für inopLsvoi, 

y. 1002. zoinsQ für ot9€Q Passow, äyQitat für dyQOxai Tonp. 

y. 1008. oZa . . Ttrr^e für ofoi . . xvxai Palej, ebenso 1010 via • . 

dv^ für vier* . . ivai Weil. 

y. 1015. iiiy' aXttitt» habe ich für iisydXats geschrieben. 

y. 1020. tovde für rdv ih Person. 

y. 1021. cecmiiivov für utacaauivov. ygl. zu 503. 

y. 1035. ixoXovd'fi geringere Handschr., Med. ixoXovc&rj, 

y. 1037. Wahrscheinlich vswv axttiai, 

y. 1038. Den Anapäst erkläre ich, wie 994, mit Westphal> III 
S. 249 Anm. durch Synekphonesis. Dindorf denkt an 6iaiv lilaivB (vgl. 
iQiüü* iQBOct), wofür aber das komische nav (Ar. eq. 821) kaum anzu- 
führen sein wird. Heimsoeth I S. 852 Caiv' tuive, was diaZtfstf^a*, 
Tfjnic^ai bedeuten soll. W. S. T. ygl. oben zu 1006. 

y. 1039—41 u. 1047—49 haben in den Handschriften ihren Platz 
vertauscht u. 1047--49 stehen in umgekehrter Reihenfolffe (1049, 1048, 
1047). Gewöhnlich vertauscht man mit Butler blofs die beiderseits 
voranstehenden yerse, um nur dia^vofiai nach ditavh zu bringen. Aber 
96^iv %a%dv %an£v nanoig hat erst seinen rechten Platz nacn ativa^* 
i^rivtdffiv, 

yV 1051. yielleicht ftaX' ai6Xa (lifii^ttai. 

y. 1053. of für fMt Lachmann. 

y. 1053 habe ich das handschriftliche fiot beibehalten, Dindorf o7. 
Ebenso im folgenden yerse ndnißoa^ das per synizesin zu lesen; Din- 
dorf %dmßm. W. S. T. 

Nach y. 1068 wäre, wie 6. Hermann richtig bemerkt hat, ein der 
Aufforderung des Xerzes (alauxog) entsprechender Wehruf des Chors zu 
erwarten, wie auch die Bemerkung negclg ala dvaßatog nicht in den 
Mund des Chors palkt, der ja Persien nicht verlassen hat (und „für dich, 
Xerxes" nicht sagt). Demgemäfs habe ich, mit G. Hermann, den Text 
geirtaltet. W. S. T. 

y. 1069. ivüfia%tog oder dvcßd'intog jüngere Handschr. Daher 
Bmnck 9voßdv*%og, 

y. 1072. Weil ^40« 9^%' dv alav. 

8* 



116 EBITISCHE BEMERKUNGEN. 

Am SchlasBe habe ich V. 1074 f. und 1073, nach Anweisung ihres 
Inhaltes und unter Veränderung der Personenbeseichnung, umgestellt. 
So entspricht lij — oXofievoi (welches, wie naxointt^ai ax^axav V. 1062 
zeigt, dem Chor in den Mund zu legen ist) der Aufforderung yoitc9'9^ 
der Ausruf Im — ivaßatog ist wieder, wie notwendig ist, dem Xerzes 
zugeteilt, und daran schliefst sich dann die Erkl&rung des Chors 

SnJfLipn %tX,) an: „demgem&fs (vgL xoi) kann ich dich auch nur mit 
\vad-Q, yoot hineinbeffleiten**. W. S. T. 

Eine ansprechende Form der Epodos, in der ähnlich wie in dem 
Kommos der Antigene und Ismene in den Sept. zuerst ein Verspaar mit 
dem anderen, dann immer ein Vers mit dem anderen in Besponsion 
steht, hat Weil hergestellt:^ 

^£. ^oa VW avxldovTCu y^m, 

XO. olol oloi:. 

SE. alauxbg ig dofiovg %U. 

XO. aCai aial, 

SE. Im üegalg ala, 

XO, Im dva߻v%xog, 

SE. Imu drj xar' ucxv. 

XO, ima dvx* dv' alav. 

SE. youad" aßQoßäxai, 

JLkJ, \^ _ • \^ \^ ^ 

SE, Im IliQclg ala. 

XO. l^ dvaßdvnxog, 

SE. In lii xQia%al(ioici ßocQUitv tp^ixoC, 

XO. tri Irj nifiiffm xoi a dva^QOoig yootg. 



Register. 



a priv. yerl&nffert 901. 

Abwägen des Geschicks 
346. 

Achaiain Thessalien 488. 

Acheloos 869. 

Adjektiv statt Genet 8, 
statt Substantiv 612. 

Aschjlos' Geburt n. Ab- 
staanmimg S. 2, Feld- 
züge S. 2 f., Tod S. 
3 f., Reise S. 4— 6^ 
Zahl der Dramen S. 
6 f., dichterische Ent- 
wickelong S. 7f., Tri- 
logieen S. 8 f., Titel 
der Stücke 8. 9 f., 
dichterischer Charak- 
ter 8. 20 — 24, poli- 
tische Ansicht S. 30, 
rdigiüser Sinn S. 81 f. 

Agamemnon S. 16 ff. 

jiyßdxmm 16. 

ayQetfig 1002. 

'Adtvfig 812. 

adoßatfis 924. 

aivitv mitPartidp 648. 

«ripiD 547, «ToXov 795. 

anivuntig 56. 

Snfiipweg I6y%fig 51. 

dlafftoag 354. 

alXa ftfjp 226. 

AUitteration 682. 

uXoüvdvtj 576. 

aHmg t§ ndvxmg %al 

^689. 

SXnvtaxog 982. 

Jfltfo; 111. 

analog 537. 

apuntQOVP 223 krit 

"AfiictQig 320. 

wvüüa 115. 

av doppelt 429. 706. 

avatg V€ttg 680. 

ävcmrop 651. 

Anapäst (kyklischer) bei 
Namen 273, vgl. auch 
46. 



Anaphora 550 ff. 
dvaatgiffBiv intrans. 
^333. 

Sva^ xconrig 378. 
iviJQj Qoanti^t 862. 
uvxlnoiva 476, 
ivvm mit Infin. 721. 
Aor. Bedeutang 973, 

Particip 702. 
affttTij ^eov 93, vgl 362. 
dnonifina 138. 
anoQQriyvvvai ߣov 507. 
Apposition zum Inhalt 

des Satzes 806. 
än^iy9a 1058. 
d^lilBiog 297. 
aQdig 321 kr. 
il^i^e, Quantität 86. 
'AQioiittQ^og 38. 
Aristeides S. 30. 
Arifitoph. FrQ. 1028 8. 

37 f. 
a^isaftal« 1000 f. 
Arrhythmie malerisch 

46. 
'AQodfivjg 37. 
'A^xatpgivfig 21. 767. 776. 

778 kr. 
'A^XBußd^Tjg 29. 
*Aaia, 'Aaig, Quantität 
^270. 

iaiitpog 736. 
Asopos 805. 
äcnaigm 978. 
Aspathines S. 83. 
Astyages 765. 
'^riy 97. 

Atossa S. 34, zu 150. 
Aufführung der IliQoai 

zu Athen S. 37, zu 

Syrakus S. 37 f. 
Aupnent fehlend 310. 
Axios 493. 

ßaXiiv 657 mit kr. 
ßagßaQog 187, vgl. 387. 
^api( 554. 



ßd^og 945. 

ßabvimvog 155. 

BehiBtan,biBchrifb S. 83. 

B^Xog 6 aQxaiog 657. 

Beten zu den xd'oviot 
683. 

BewafiEhung der Grie- 
chen und Perser 85. 

BoXßri 494. 

Bormos 9ä8. 

Boaxooog 723, vgl. 876. 

ßpaßtvg 302. 

Bülmenverhältnisse in 
den Jlc^tfor» 8. 35 f. 

Ghoephoren S. 16 ff. 
Chor der Perser 8. 29, 

34. 
Chryse 314. 

daifiLotv 472. 

Dareios' Zeichnung 8. 
32—34, vgl. V. 663, 
Erscheinungsweise 8. 
36, vgl. V. 660 ff., 
Namensformen 554. 

9i in Fragen B34,955f., 
in der Anaphora 403, 
Stellung 719, 749 kr., 
818. 

di%af rund, 429. 

Siiv 584 kr. 

9t,u einsilbig 1006. 

dttcnoff^iiv 714. 

diiiiiii 700. 

dvofpBQog 536. 

8o%Btv konstr. 181. 

^oxifiog 87 , Sonifimg 
547. 

iowai 494. 

Doppelte Bearbeitung 
der nS9ü«i 8. 37 f. 

doovn^ttvog 148. 

SatQfifid T»vi 523. 

Dorismen, s. g., 157. 

dQotv u. ndexitv 813f. 

Dreizahl der Götter 629. 



118 



BEGISTER. 



Daalformen für das .Hyperbaton {ti) 607. 

Fexnin. von Fron. 188. 
Svaßdvntog 674. 
dva%i(ios 667. 



Uoc 404. 

^Sf 26. 

il mit Konjunktiv 791. 

i% 301, 460. 

cxati 337. 

ila^a 617. 

iXavv<o711. 

ifißativa 449. 

ifintQiis 698. 

^yaXZfff^oi 616 mit kr. 

fv^oy 766.^ 

Mvifactsvw 691. 

iiK ^ ifei^yoafieyoiff 626. 

ini%9i^m 921. 

Iffi^l^yo» 396. 

imanetv 663. 

^9E0( und l^oy 174. 

iggaye 438. 

Iffxe 666. 

iattovxog 611. 

itatpov 1000. 

evayijff 466 mit kr. 

evaa^tff 660. 

Eiiiiv£dtg 8. 16ff. 

e^ ffaqpeoff 784. 

avts 230. 

evTVXflOff 326. 

ev^viAog 372.* 

l'jt'O'Off konkr. 284. 

Flüsse bei den Fenem 

heilig 497, 746. 
Fraaentracht 183. 

yäpog 483, 616. 

yag auf Verschwiegenes 

bezogen 949, 1002. 
Genetiv des Adj. 681. 
Gesamtausgaben des 

Äschylos 8. 19 f. 
Geschichtliches 84. 348 f. 
Glaukos des Äschylos 

S. 39. 
Gobryes S. 83. 

Halys 864. 
Handschriften desÄsch. 

8. 10 f. 
Hellespont 874, vgl. 723, 

746. 
Hendiadys 768. 
Homerisches 80, 426, 

466, 469, 676, 663, 

731 u. a. 



i konsonantisch 1006. 

Id 936. 

"lapag 960. 

tfiai intrans. 470. 

Infinitiv abhängig vom 

Zwischensatze 189, 
Intai>hrene8 8. 83. 
ionici 66 ff. 
lonier 42. 'idovig 178, 

vßl. 960. 
lonismus 269, 663, 666, 

761, 864. 
tnnog, 17, 302. 
tatoifitv 464. 
l^ayBPfjg 306. 
fvyl 988« 

%ttl,,di 261. 
Eambyses 778. 
nataazdg 296. 
xatSQsinm 638. 
TiaxoimXs 670. 
%a&* fjli,ilfttv 841. 
xiXeviia 397. 
%im 246, 1068. 
nCgnog 207. 
KCccioi, 17. 
%ovUiv 163. 
%g90%onBtv 463. 
liQTjnig 816. 
Tixdfievog 923. 
nvdvsog 81, vgl. 660. 
Ejaxares 766. 
%v8og 466. 
Eypros^ 892. 
KvxQivg 670. 

Xttona^rjg 946. 
Lautmalerei 466, 640, 

680, vgl. 922.^ 
Xsvnoncäog '^{liga 386. 
Xiiinp nXovtov 260. 
XivonxeQog 660. 
^v^va 324. 

ilfayo; 318. 
Mdgaqiig 778 kr. 
Mdgdog 774 mit kr. 
MaQiavdvvoC 938. 
Maaiaxqrig 30. 
Medialformen 62, 64, 

179, 701. 
MfjSog 766. 
Megab^zos 8. 83. 
(»ey' alaaro; 1016. 
fkaXdyvifiog 301. 
f*^y..2xia 176. 



fi^TtticTOfi 888, 
(kscovp 436. 
fii} fragend 344. 
fkopog avv 734. 
(ttoyo'^v£ 189. 
fiVffta iivQia 981. 
Mvcoi 62. 

«'«Ifog, i, 17, 279. 

Namen von Asch, nicht 
genannt 408 ff., 447. 
etymologisch ausge- 
deutet 767. 

Nekromantie 610ff. 

9f^iTot(f6(povg 8. 38 u. 
zu 888. 

pi(fteifoi> 619. 

Neutrum v. Personen 1. 

9V%t6g o(i(uc 428. 

wog 18. 

00 116. 

Obiekt. lojg;isches, im 
Attribut des grammat. 
Objekts enthalten 647. 

Oedipodeia 8. 13 f. 

dyvyiog 87. 

oiog mit Artikel 646. 

Sfklta 168 f. 

oiioimg 214. 

ofung am Bedingungs- 
satz (Farticip) 296. 

0(p^uXpk6g 168f.c{9^«X- 
fLog^ov ßttoiXitog 980. 

oitag zeitlich 198. 

ä nonot 731. 

Orakel 739 ff. 

'OgicxBia 8. 16—19. 

Orientalismen 8. 34 f. 

mg 710, 726, 772. mg 
inog sinslp 714. 

oavf 297. 

Otanes S. 83. 

ovdofiov vofiiitiv 498. 

ovaiy alZo { 209. 

ov^ayiOff 673. 

ovt8,>9i 662. 

Ilayyaiov OQog 494. 
Ttaiapiitiv vor der 

Schlacht 388 ff. 
Fan 449. 
srayTüc xavta {im^a) 

396. t6 »ay 683. 
naQavysXXiiv 469. 
Farallelismus 436 £ 

703 ff. 
Parataxis 418. 
Parodos 8. 26. 



REGISTER. 119 

Paronomasie 206. Satyrdramen S. 7. ^vvoi 424. 

Participia nnverbunden Schollen S. 11 f. tiara recta 662. 

468 f., 542 ff., 826 f. Schlangenblick 81. zi ovv 787. 

nsdoöT^ßiig 126. Septem S. 8 u. 13—16. ti nä^oi\ 912. 

Ufiyaaxuyoip 86. Sikelismen S. 4. Tmesis 669. 

jftiari 28. Sinivvog 355. toiydo 759. 

ndiayog bildlich 433. Zilriviai 303. xoiocöm mit Adj. 179. 

nilavog 816. Smerdis 774 ff. xoiovxog mit appositio- 

n^ql mit Dat. 696. Zoo^drng 32. neller ^ Bestimmung 

nigcat des Pherekrates SnsQX^tog 487. 236. 

8. 38. ötpadäieiv 194. TOtfovro^^i^itto; 432 kr. 

Persens 80, 146. atpditiv atfia 816. tozs 655. 

Penische Namen S. 34 f., atpi sds Sing. 189. TofovAxm Xmictxi 55. 

V. 21 ff., 302 ff., 957 ff. otpittQog von Einem 900. tovto, nach direkter An- 

nio^m 1056. aqp^y 809 kr. führung, 117. 

Pfahlbauten 869. Spondeus 32. Trilogieen S. 8 f. 

^dog 299 f. atilXa 609. XQoaovc^ai 376. 

^ageevSdnfig 31. aziußsiv 571. 

9/lT4rra (ta) 851. arevTai 49. Verbalia mit aktiver 

^tycvff desAsch. S. 38f. azoixayoQSiv ASO, Bedeutung 105. 

^oiviccai des Phry- axoXog 408. Vermischung zweier 

nichoB S. 27 ff. Substantiv regiert den Konstruktionen 411. 
wovog 420. Kasus seines Zeitworts Vokativ 674. 

Phrynichos S. 27ff. 523, 981. Volkslieder (schwer- 

9^c^etf^a( i% v9avi&U Superlativ mit Gen. 184. mutige) 937. 1054. 

fp^ovog ^tmv 362. Supplices S. 12 f. 

mdva 815. Sviwtaig 326. Wagen auf der antiken 

wtcxa nicxmp 681. avpdnxttv 886. Bühne S. 36. 

n£xvXog 976. Synchjsis 351. Waschung nach schlim> 

Platää, Schlacht bei, S7nonjmagehäufb574f., men Träumen 201. 

807, 817. 635 f. Wechsel der Darstellung 

noSovxsiv ^e. avQÖriv M, 18 f. 77. 485 ff., der 

noXtog 109. ^ Konstruktion 754 f., 

noXvnovog 320. xdtpog^ Staune^ 391. des Subjekts 458 ff. 

novog 75 K x«qwvg 926. 

nQdociivxx.ndax^iv 121, xavg 250. Xerxes* Auftreten S. 36. 

WQimiv 247. xavxa, deshalb, 114. Sein iltpqog dgyvgo- 

proleptische Bestim- xl,.Si 604 f. irov; 467. Sein Name 

mungen 298, 539, 621. Teil u. Ganzes in glei- persisch 782. 
Prologofl fehlt, S. 26. chem Kasus 136. ^vva(fndieiv ßitf 195. 

IlQOfiffiivg deafiaxjig u. xi%vov bildHch 618, vgl. {tw^fi^oAif 396. 

Xv6fH9og S. 8 u. 15f., 578. 

nvgnaevg S. 39 f. Vgl. xtXaiv intrans. 225. *TSd^tjg S. 83. 

S; 26. xiXBVxav ig xi 785. vni(fßdXXei x6 fii^ 291 f. 

MQW 132, 879. xiiitvog al^igog 365. vnioipBv 820. 

Mifoo*v9BCp 152. Tetralogie der üigaai vn6\vXog S. 38. 
Mifog zavxa, xddn 170. S. 38 f. *TataixiJkag 972. 

n^ocxhvnC xt 203. i^dXXm mit Objekt 616 
Psyttaieia S. SO , V. mit kr. Zahl der Schiffe bei 

447 ff. ^]fxi7 405. Salamis 338 ff. 

Themistokles S. 30. Zerleg^^ des Gedan- 

Beim am Schluls der d-toßXaßttv 831. kens in zwei selb- 

Rede 171 f. ^iofkijöxmQ 655. st&ndige S&tze 102. 

Rollenverteilung in den ^Bog vom persischen Zerreifiien der Kleider 

niQöai S. 35. König 157 f. 125, 199. 

Samos 884. ^viiOfkavxig 224. Zcvg ßaciXavg 532. 



> 



Ä8CHYL08 0RE8TIE 



MIT 



ERKLÄRENDEN ANMERKUNGEN 



VON 



N. WECKLEIN. 




LEIPZIG, 

DRICK UND VERLAG VON P. O. TEÜBNER, 

1888. 



YOEEEDE. 



Die Orestie, ein Hauptwerk des klassischen Altertums, 
entbehrte bisher eines deutschen Kommentars. Für die Choe- 
phoren und Eumeniden fehlte überhaupt eine Ausgabe, welche 
dem jetzigen Stand der Wissenschaft entsprochen hätte. Da 
nun die Textkritik der Orestie in den letzten Dezennien erfreu- 
liche Fortschritte gemacht hat, so dafs die grofsten Schwierig- 
keiten beseitigt sind und verhältnismäfsig wenige Dunkelheiten 
übrig bleiben; so schien es an der Zeit zu sein, die drei Stücke 
gleichmafsig zu bearbeiten und in einer vorzugsweise der 
Erklärung gewidmeten Ausgabe alles was zum Verständnis 
schwieriger Stellen und zur richtigen Auffassung der Ge- 
danken dient zusammenzufassen. Ich weifs sehr wohl, dafs 
immer noch Rätsel und Zweifel bleiben; aber doch hoffe ich, 
dafs vorliegende Bearbeitung den Genufs dieses Meisterwerkes 
der Poesie erleichtem und auch zeigen wird, dafs das Yer- 
ständnis des Aschylos uns näher liegt, als man gewöhnlich 
annimmt. Gar manches, was als unentschieden und dunkel 
gilt, erweist sich, näher besehen, als klar und bestimmt. 

Der Text beruht auf meiner kritischen Ausgabe vom 
J. 1885 (Aesch. fab. cum lectionibuB et scholiis codicis Medicei 
et in Agamemnonem codicis Florentini ab Hieronymo Vitelli 
denno collatis. Berlin, Calvary & Co.). Der Anhang giebt 
ein kurzes Verzeichnis der aufgenommenen Emendationen und 



IV VORREDE. 

bemerkenswerten Konjekturen. Nur einzelne Stellen sind aus 
diesem oder jenem Grunde ausführlicher besprochen. Fär 
weitere textkriiische Studien verweise ich auf die erwähnte 
Ausgabe, deren zweiter Band eine Übersicht aller Text- 
änderungen bietet. 

München, Oktober 1888. 

N. W. 



EINLEITUNG. 



1. Die Homerische Gestalt der Pelopidensage. ^) 

Da die Helden der alten Yolkssage als bekannt voraus- 
gesetzt werden, finden sich in der Ilias nur zwei gelegentliche 
Mitteilungen über die Vorfahren und die Familie des Aga- 
memnon. Nach B 102 ff. war das Scepter, welches Agamemnon 
als Zeichen der forstlichen Gewalt trug^ von Zeus durch Her- 
mes dem Pelops übergeben worden. Von Pelops ging es über 
an Atreus; Atreus hinterliefs es bei seinem Tode dem Thj- 
estes, dieser dem Agamemnon. Hiernach erscheint Pelops 
als erster Inhaber der königlichen Würde. Dieser Vorstellung 
liegt die Abkunft des Pelops von dem schuldbeladenen Tan- 
talos ferne. Pelops ist nicht eingewandert und hat sich nicht 
durch Frevel in den Besitz der Herrschaft gesetzt. Von dem 
Ehebruch des Thyestes und der Greuelthat des Atreus ist 
keine Rede (Schol. zu 107 oiJ ytvd}6x€L ti^v i%%'Qav ^Argioq 
xal Sviötov), — Seiner drei Töchter Chrysothemis, Laodike 
und Iphianassa und seines Sohnes Orestes, eines noch zarten 
Knaben, gedenkt Agamemnon / 142 ff. bei der Aufzählung der 
Geschenke und Ehren, mit denen er Achilleus versöhnen will. 
Von Argös als Heimat spricht Agamemnon / 141, Jl 30. 
Der König des goldreichen Mykene heifst er A 46, vgl. jd 376, 
B 569 (Strabon VIII p. 377 ff.). 

Die Grundzüge der Orestessage liegen uns in der Odyssee 
vor, in welcher die Untreue der Klytämestra der treuen Liebe 
der Penelope gegenübertritt (© 192—202). Die Missethat des 
Agisthos berichtet ausführlich Nestor dem Telemachos 7/ 254 ff. 
Während die anderen Fürsten vor Ilion kämpften, safs Agisthos 
behaglich zu Hause und suchte Agamemnons Gattin zu be- 

1) V^l. F. Hüttemann , Die Poesie der Orestessage. Braunsberg 1871 
Q. 1872. Th. Voigt, De Atrei et Thyestae fabula in Dissert. Philol. Hai. 
vol. VI. Halle 1886. — Ober die nrsprängliche Bedeutang des Agamemnon 
and der Iphigeneia s. Einl. zu Ear. Iphig. Taur. Dafs Orestes in den 
gleichen mythologischen Kreis gehört, zeigt seine Verbiadang mit Apol- 
Ion and dem delphischen Orakel. 

Aicbylo«! Orestie, r. Wbckljcin. 1 



2 EINLEITUNG. 

thören. Klytämestra widerstand zuerst seinen Anträgen; denn 
sie hatte guten Sinn und ein Sänger, den Agamemnon beim 
Fortgehen ihr an die Seite gestellt hatte^ behütete sie. Aber 
als das Verhängnis der Götter sie umstrickte und der Ver- 
führung unterliegen liefs, da entfernte Agisthos den Sänger 
auf eine einsame Insel, sie aber führte er willig, wie sie willig 
ihm folgte, in sein Haus. Mit reichen Opfern und Gaben feierte er 
das Gelingen des Planes. Nach der Zerstörung Trojas segelten 
die Atriden in brüderlicher Eintracht zusammen ab und blieben 
bei einander, bis den Menelaos bei demVorgebirg Sunion die 
Bestattung seines Steuermanns Phrontis zurückhielt. Als er 
dann bei der Weiterfahrt zu dem Vorgebirg Malea gekommen 
war/ überfiel ihn ein Sturm, welcher einen Teil seiner Schiffe 
nach Kreta trieb, wo sie an den Klippen zerschellten und nur 
die Mannschaft mit Not sich rettete: Menelaos wurde mit den 
fünf übrigen nach Ägypten verschlagen. Dort irrte er unter 
fremdsprachigen Menschen umher und war ferne, während 
Agisthos zu Hause sein frevelhaftes Werk ersann, den Aga- 
memnon tötete und das Volk unter seine Herrschaft zwang. 
Sieben Jahre regierte so Agisthos über das goldreiche Mykene, 
im achten aber kam ihm zum Verderben Orestes zurück von 
Athen (Phokis).^) Dieser erschlug den Mörder seines Vaters, 
den ränkevollen Agisthos. Und an eben dem Tage, an wel- 
chem er den Argivern den Leichenschmaus gab, kam Menelaos 
zurück. Reiche Schätze führten seine Schiffe. — Den Hergang 
der heimtückischen That des Agisthos erzählt Proteus dem 
Menelaos d 512 ff. Als Agamemnon sich dem Vorgebirg 
Malea') näherte, wurde er zwar von einem Sturmwind wieder 
in die hohe See hinausgetrieben, aber er erreichte endlich, 
als der Wind sich wandte, das Land an der Grenze seines 
Gebietes, wo Agisthos wohnte, und küfste unter heifsen Tlyrä- 
nen den Boden der Heimat. Es hatte ihn aber von hoher 
Warte der Späher erblickt, welchen der ränkevolle Agisthos 
um einen Lohn von zwei Talenten Goldes bestellt hatte. Ein 
Jahr lang hatte der Späher gewacht, auf dafs Agamemnon 
nicht unbemerkt vorüberziehe und sich auf kräftige Gegen- 
wehr vorbereite. Sogleich brachte er jetzt dem Agisthos Kunde. 
Dieser ersann eine tückische List; er legte zwanzig auserlesene 
Männer in den Hinterhalt, während er auf der anderen Seite 
eine Mahlzeit bereiten liefs. Dann lud er den Agamemnon 

1^ ai^ an* 'A^rivatov ist die eine Lesart Die Lesart des Zeoodot 
atj} dno ^mtiYfmv steht jedenfalls dem ursprünglichen Texte näher. 

2) Die Angabe, dafs die Atriden am Vorgebirg Malea vom Sturm 
überfallen werden (ß 614, y 287), weist auf die Überlieferung bin, nach 
welcher die Atriden in Lakedämon (Amyklä) herrschen. 



EINLEITUNG. 3 

zum Mahle; er geleitete den ahnungslosen Fürsten von dem 
Gestade herauf und tötete ihn beim Mahle, wie man einen 
Stier an der Krippe niederschlägt.^) Alle Begleiter des Mri- 
den wurden umgebracht und auch von den Mannen des Agi- 
sthos blieb keiner am Leben. 

Hierin erscheint der Tod des Agamemnon von Anfang bis 
zu Ende als das Werk des Agisthos. Das war er auch nach 
den Worten des Zeus in der Götterversammlung a 29 ff. Zeus 
gedachte des Agisthos, welchen des Agamemnon Sohn, der 
weithin berühmte Orestes, getötet, und sprach zu den Göt- 
tern: „Mit Unrecht klagen die Menschen, dafs von den Göt- 
tern die Leiden kommen. Durch ihre eigene Thorheit ziehen 
sich die Sterblichen über des Schicksals Bestimmung hinaus 
Leiden zu. So lag es nicht in der Bestimmung des Schicksals, 
dafs Agisthos die eheliche Gattin des Atriden heiratete und 
diesen bei der Heimkehr ermordete. Er that es, obwohl er 
seinen jähen Untergang kannte. Denn wir hatten ihn durch 
Hermes warnen lassen, den Agamemnon zu töten und dessen 
Gattin zu freien, da ihm Rache von Orestes bevorstehe, sobald 
dieser heranwachse und nach seiner Heimat Sehnsucht fühle.^' 

Jüngeren Ursprungs sind die Stellen, in denen von der 
hinterlistigen Beihilfe der Elytämestra die Rede ist, y 232 — 
238, 8 92, CD 96 f. Von besonderer Bedeutung für das Drama 
erscheint die ergreifende SchiHerung in der Nekyia, wo der 
Schatten des Agamemnon die Frage des Odysseus, wie er 
seinen Tod gefunden habe, also beantwortet (A 406): 

ovx i(id y iv vijetföL IlotfetScicav iS<i(ia66£v 
^Qöag &QyaXi<ov ave(icav aiiayaQtov aur/iijv, 
oßrc ft' &vaQ6iOL Svögeg idrjkrlöavt i%l %iQ6ov^ 
äkkoi iJLOL ^fyiöd'og TBv^ag d'dvaxöv te ilöqov ts 
ixta (Si)v ovko^ivi] ak6%Gi^ olxövSs xaksööag, 
Sai%vC66ag^ mg xCg te xurixtavs ßoi/v i%l (pdrvrj. 
ibg d'dvov olxtCöxip %'avaxm' nsgl d' aXkoi ixalQOi 
vcoksiiicjg xxeCvovxo^ öveg üg iQytodovxeg, 
Ol ^d t' iv dq)veLOV dvÖQog iieya Svvanivoio 
fl yd^iip fl igdvG} ^ elXanCvfi xed'aXvLjj. 
fldri luv noXifDV q>6vG) avdg&v dvxeßökriffag^ 
fiovi/al xxstvofiiv(ov xal ivl XQaxsQfi vöiitvrj' 
&kkd Tce XEtva (idXiöxa lÖhv ökoq)VQao Ö'v/icS, 
üg i(iq>l XQi]Xfi(fa XQaiti^ag xe nkri^ovöag 



1) Aas dieser Stelle haben, wie der Schol. sa Eur. Hek. 1279 be- 
merkt, sp&tere Dichter (Sophokles, Euripides) das Beil entnomaieD, wel- 
ches den Helden geföllt haben soll. Bei Äschylos wird Agamemnon mit 
dem Schwerte getötet (su Ag. 1496 f.). 

1* 



4 EINLEITUNG. 

7C€t(iBd-* ivl luyaQ^j Sdnaäov S* anav aS/tart dvav. 
oi7ciQordti]v d' i^xovöa ixa ÜQui^OLO d^yarpog 
Ka66dvd^g, rijv xtalva KXvtai^nijöTQri dokö^r^rig 
ä(i(p' ifiot' avTctQ iyio icotl yaCrj xetQag aBiQcav 
ßcikXov aTtotvyöxav yt£(fl tpaöydvci' ij dl xw&7ttg 
vo6q)L6at\ oi)öi fiot ixXifi iövti neg Big ^Aidao 
XBQöl xax* dtpd-ai^ovg aXiaiv övv re 6r6(i iQBt6au 
(og ovx alvÖTBQOV xal xvvibqov allo ywttix6g, 
olov dij xal xBivri i^ijöato BQyov as^xag^ 
xovQidifp XBv^aöa nööBi <p6vov, fj rot B(pi]v ys 
döndöiog 7caCda66iv idl d(id)Bö6iv i^tötv 
otxad^ ilBv6B6&at* ij S' i^oxcc Xvygd iövla 
Ol t£ xat al^xog ix^vs xal iööoiiavy^LV 67iC66m 
d'riX'vtBQyöL ym/avl^i, xal ij x BVBQybg iriöiv. 

Diese Erzählung , welche das Tragische an dem Untergang 
des Agamemnon hervorkehrt und in dem Tode der Kasandra 
einen elegischen Zug beifügt, in welcher auch bereits Elytä- 
mestra als das furchtbare Weib erscheint, wie sie die spätere 
Dichtung kennt, mufste vorzugsweise zur tragischen Behand- 
lung der Sage auffordern. 

Orestes ist weithin berühmt als Mörder des Agisthos 
(a 30) und Athene ermutigt den Telemachos mit seinem Bei- 
spiele a 298 

fl ovx aCaig oiov xXiog iXkaßa Stog ^ÖQBöXTig 
ndvtag in dvd'Qajtovg , iiCBl xxdva naxQOfpovf^a^ 
Atyi6%'0v dokö^rixiVj o ol itaxiga xkvxhv ixxa; 

Von dem Muttermord ist keine Rede. In y 309 f. wird zwar 
angegeben, dafs Orestes den Argivern einen Leichenschmaus 
für die verhafste Mutter und den feigen Agisthos veranstaltet 
habe, so dafs man an den gleichzeitigen Tod der Klytämestra 
denken mufs, aber nach den Scholien fehlten die beiden Verse 
in einigen Ausgaben und jedenfalls ist der zweite Vers ein 
späterer Zusatz. Demnach kennt auch Homer die Verfolgung 
durch die Erinyen nicht. Ebenso ist ihm die Opferung der 
Iphigeneia fremd. 



2. Die Pelopiden in der nachhomerischen Dichtung 
nnd in der attischen Volkssage. 

Von dem Opfer der Iphigeneia, welche unter dem Vor- 
wände, sie solle die Gattin des Achilleus werden, nach Aulis 
gelockt wird, handelt das Epos KvjtQta. Der Zorn der Ar- 
temis war durch ein vermessenes Wort des Agamemnon erregt, 



EINLEITUNG. 5 

welcher auf der Jagd nach Erlegung eines Hirsches sich rQhmte, 
selbst die Göttin der Jagd an Geschicklichkeit zu übertreffen. 
Artemis hemmte die Ausfahrt durch widrige Winde. Kalchas 
offenbarte den Willen der Gottheit, Artemis aber entzog die 
Jungfrau der Schlachtung, brachte sie nach dem Lande der 
Taurier und machte sie unsterblich, an ihrer Statt aber legte 
sie eine Hirschkuh auf den Altar (Auszug aus Proklos' 
Chrestomathie). Der Dichter der Kypria kannte vier Töchter 
des Agamemnon, indem er Iphigeneia und Iphianassa unter- 
schied, um die Sage von der Opferung der Iphigeneia 
mit der oben angeführten Stelle der Ilias in Einklang zu 
bringen (Schol. zu Soph. El. 157). — Nach dem epischen Ge- 
dicht Nöötoi des Agias von Trözen erregte Athena Streit zwi- 
schen Agamemnon und Menelaos wegen der Abfahrt. Wäh- 
rend Agamemnon zurückblieb, um den Groll der Athene zu 
versöhnen, fahren Nestor und Diomedes ab und gelangten 
glücklich in ihre Heimat; nach ihnen stach Menelaos in die 
See und kam mit fünf Schiffen nach Ägypten, während die 
übrigen im Meere untergingen. Diejenigen, welche sich mit 
«Agamemnon auf die Heimfahrt machten, erlitten bei den Ka- 
pherischen Felsen (vgl. Hom. d 500 f.) einen Sturm, wobei 
Aias seinen Tod fand. Der Schlufs des Gedichtes erzählte die 
Ermordung des Agamemnon durch Agisthos und Klytämestra, 
die Rache durch Orestes und Pylades, endlich die Rückkehr 
des Menelaos (Auszug aus Proklos). — Von Tantalos und des- 
sen Üppigkeit war in dem Gedicht ^AtQeid&v xdd'odog die Rede 
(Athen. VH 281 B). — Die ^AXxiutKovCq gab den Mythus von 
dem goldenen Lamme, welches den Streit zwischen Atreus 
und Thyestes erregte (Schol. zu Eur, Or. 997). In der Herde 
des Atreus war, gesandt von Hermes, dessen Sohn Myrtilos 
von Pelops treuloserweise ins Meer gestürzt worden war, ein 
Lamm mit goldenem Felle erschienen. Da das goldene Fell 
als Wahrzeichen der Herrschaft galt, verführte Thyestes die 
Gattin seines Bruders und erhielt von ihr das Lamm. So ent- 
stand das unselige Zerwürfnis, welches zur Vertreibung des 
Thyestes und später zu dem greulichen Eindermahle ^hrte 
(Eur. Or. 812 ff., 1007 ff.). — Das Geschlecht der Pelopiden 
war berücksichtigt in den genealogischen Epen des Eumelos 
(Apollod. ni 11, 1), des Kinäthon (Schol. zu Hom. T 175, 
Paus. U 18, 6), des Asios. Nach Asios stammte von Phokos 
Panopeus und Erisos, von Panopeus Epeios, welcher das hölzerne 
Pferd verfertigte, von Erisos Strophios, von Strophios und der 
Schwester des Agamemnon Anaxibia Pylades (Paus. H 29, 4). 
Auch in der Hesiodischen Dichtung ist die Pelopidensage 
nicht unberührt geblieben. In dem KaxdXoyoq ywavx&v war 



6 EINLEITUNG. 

eine Partie den Töchtern des Tyndareos gewidmet, denen 
Aphrodite üble Nachrede verhängte zur Strafe für die Mills- 
achtung; welche sich Tyndareos gegen sie hatte zu schulden 
kommen lassen. Timandra verliefs ihren Gatten Echemos und 
folgte dem Phyleus; Klytamestra wurde dem herrlichen Aga- 
memnon untreu und gesellte sich dem Agisthos, den geringeren 
Gatten sich erwählend. — Nach Hesiod waren Agamemnon 
und Menelaos nicht Sohne, sondern Enkel des Atreus, Söhne 
des Pleisthenes (SchoL zu Hom. j4 7, B 249, Eustath. zu B 249, 
Tzetzes Exeg. in II. p. 68). — Der Karäkoyog ywuLX&v sagte 
unter anderem über Iphigeneia aus, dafs sie nicht den Tod 
gefunden habe, sondern nach dem Batschi ufs der Artemis 
als Hekate fortlebe (Paus. I 43, 1); es kam also darin die 
Opferung der Iphigeneia in Aulis vor. — In den Eben war 
Hippodameia und der Zweikampf des Onomaos mit ihren 
Freiern besungen (Paus. VI 21, 10, Schol. zu Pind. Ol. I 127). 
Die sittliche Begründung einzelner Teile der Sage und der 
Zusammenhang von Schuld und Sühne wurde weiter ausge> 
bildet in der melischen Poesie. Von einer 'Ogfsörsia des Ljri-, 
/ Jtersjjjmthna wissen wir nur, dafs sie von Stesichoros benutzt* 
wurde (Athen. XII 513 A) und dafs darin der Name Elektra 
vorkam, den Laodike als äksxtQog nach der Ermordung^^ des 
Agamemnon von den Argivern erhalten haben sollte (Alian 
Verm. G. IV 26). — Grofsen Einflufs gewann die ^Qgiifx^i,SL. 
\ des Stesicho ros^ welche den Mythus in weitem Umfange be- 
j "handelte! Denn einerseits war nach der Angabe bei Philo- 
i demos ^sqX evöeßscag p. 24, dafs Stesichoros nach üesiod 
Iphigeneia unter dem Namen der Hekate fortleben lasse, die 
( Opferung der Iphigeneia in dem Gedichte erwähnt, andrerseits 
I kam darin die Verfolgung des Orestes durch die Erinyen vor, 
da nach dem Schol. zu £ur. Or. 268 die Dichtung des Euri- 
pides, dafs Orestes von ApoUon Bogen und Pfeile erhalten 
habe um sich der Erinyen zu erwehren, auf Stesichoros zu- 
rückgeht. Die Erwähnung des Opfers der Iphigeneia läXst 
vermuten, dafs schon bei Stesichoros Kachsueht als Beweg- 
grund der Klytamestra erscheint und dafs der nachher zu er- 
wähnende, Zweifel des Pindar über diesen Beweggrund der 
epischen Überlieferung gegenüber die Orestie des Stesichoros 
im Auge hat. Jedenfalls fällt schon bei Stesichoros die Qaupt^ 
schuld an dem Morde des Agamemnon auf JOytamestrai^ 
Weiter ergiebt sich aus der Angabe über den Schutz, den 
ApoUon dem Orestes angedeihen liefs, dafs der Muttermord 



1) Die Eombinatioiien von Robert, Bild and Lied S. 149 ff. über die 
Orestie des Stesichoros beruhen aaf UDsichern VorauBsetzungen. 



EINLEITUNG. 7 

im Auftrag des Apollon erfolgt war. Der Traum ^ welcher bei 
Äschjlos und Sophokles die Mörderin ängstigt und die Rache 
vorher ankündigt, fand sich bereits bei Stesichoros (frg. 42 
Bgk.): 

tot dh dQdxfov idöxfi^s ^oXetv xä(fa ßsßQOTOfi^vog aXQOv, i 
ix J' Äpa rov ßaöiXsvg IlXsiöd'sv^dag iipdvri» \ 

Klytämestra träumte, ein Drache mit blutigem Kopfe komme 
auf sie zu; der Drache verwandelte sich in Agamemnon. Da 
bei Äschylos und Sophokles der Traum zur Grabesspende ver- 
anlafst, durch welche die Erkennung des Orestes und der 
Elektra herbeigeführt wird, so gehört vielleicht auch die Toten- ^ 
spende und Erkennungsscene am Grabe des Agamemnon der 
Orestie des Stesichoros an./) Die Aja©e_des Orestes, welche 
bei Pindar Arsinoe, bei Äschylos Kilissa heifst, führte bei 
Stesichoros den Namen AaoSd^aia (Schol. zu Cho. 729) und 
hatte wohl die gleiche Aufgabe wie bei Pindar, den Orestes 
aus den Händen der Mutter zu retten. Den Palast des Aga- \ 
memnon verlegte Stesichoros wie Simonides und Pindar nach n 
Lakedämon (Schol. zu Eur. Or. 46) d. h. nach Amyklä, wel- | 
ches ein alter Herrschaftssitz gewesen zu sein scheint (0. Mül- [ 
1er, Orchomenos S. 313^). Pausanias (HI 19, 5 und II 16, 5) 
erwähnt in Amyklä ein Grabmal des Agamemnon im Heilig- 
tum der Alexandra, die nach der Angabe der Amykläer Ka- 
sandra sein sollte, und ein Bild der Klytämestra. Ob frg. 26 

OVVB7UX, TwddQ€os 

^i^mv notl näöi ^eotg [loiivag Aa^cr' '^ittoddiQOv 
KwtQtSog, xBCva S\ TwSaQSov xögatg 
XoXmöafidvr^ öiydfiovg te xal XQiydiiovg xC^ri^iv 
xal XiTtscdvogag, 

worin die oben aus dem Katdkoyog yvvavx&v angeführte Sage 
wiederkehrt, der Orestie oder einem anderen Gedichte des 
Stesichoros (der Helena oder der ^IkCov TcdQöig) angehört, läfst 
sich nicht bestimmen. — Gelegentlich wird der Orestessage 
in der elfben Pyth iar.hftn Od« des Pindar E rwähnung gethan. 
„Den Orestes rettete,*' heifst es dort V. 17 flF., „bei der Ermor- . 
düng des Vaters die Amme Arsinoe aus den gewaltthätigen 
Händen und der leidvollen Hinterlist der Klytämestra damals 
als das herzlose Weib mit dem funkelnden Erze die Tochter 
des Priamos Kasandra samt der Seele des Agamemnon zum 
reichbeschatteten Gestade des Acheron sandte. Hat der Todj 
der Iphigeneia, der fern vom Vaterlande am Euripos geschlach-i 
teten Tochter, sie erbittert zum grimmigen Kachedurste oder 

1) Vgl. Robert a. a. 0. S. 171. 



8 EINLEITUNG. 

hat die nächtliche Buhlerei sie verleitet? So starb der Atride, 
als er nach langer Zeit zurückkehrte , im berühmten Amyklä 
und an seiner Seite fiel die weissagende Jungfrau. Orestes^ 
das jugendliche Haupt^ kam zu dem greisen Strophios, der 
am Fulse des Parnafs wohnte. Aber mit der Zeit kehrte er 
zu blutigem Straufse heim, tötete die Mutter und streckte den 
Agisthos in sein Blut hin." Wenn nach der ersten Olympi- 
schen Ode V. 89 f. Pelops seinen Sieg über Önomaos durch die 
pfeilschnellen Rosse, die er von Poseidon erhalten, nicht durch 
die Untreue des Myrtilos davonträgt und mit Hippodameia 
sechs in Tugenden strebsame Volksführer (Xaydvag ?6 iQsratöc 
j lüsiiaörag vCovg) erzeugt, so schliefst sich Pindar hierin der 
, Homerischen Sage an, welche von den Freveln des Atreus und 
|_^Thyestes nichts weifs. 

Die spärlichen Angaben über die nachhomerische Dich- 
tung lassen immerhin erkennen, dafs sie die Pelopidensage 
vielfach ausgebildet hatte und in derselben dem Drama frucht- 
bare Stofife lieferte. Die wesentlichste Änderung der Homeri- 
schen Überlieferung war die Vertauschung der Rollen des 
^ Agisthos und der Klytämestra, aufserdem die Motivierung des 
•^ Gattenmords durch die Opferung der Tochter, der Muttermord 
> des Orestes und die Verfolgung des Orestes durch die Erinyen. 
Wenn Agisthos den Agamemnon tötet, um dessen Weib und 
Thron zu gewinnen, und wenn er dafür von der Hand des 
Orestes den verdienten Lohn empfangt (Oho. 988), so ist das 
kein brauchbarer Vorwurf für ein Drama. ^) Würde Klytä- 
mestra bei der Ermordung ihres Gatten keinen anderen Beweg- 
grund haben als gemeine Buhlerei, so würde ihr Charakter 
. fiir die dramatische Behandlung zu niedrig sein.^) Von Wich- 
tigkeit war auch der Gegensatz des äufseren Glanzes und des 
im Innern des Hauses schleichenden Verderbens, wie ihn So* 
phokles El. 9 f. hervorhebt: 

q>d6x€iv MvxT^vag tag ytoXvxQvöovg bgciv 
7toXvq>d-6QOV te d&^a ÜEXojttd&v röds. 

Da schon in der Orestie des Stesichoros der Muttermord des 

Orestes das Eingreifen der Erinyen zur Folge hatte und 

Apollon sich des Verfolgten annahm, so fehlt uns nur noch 

; der Zusammenhang mit Athen und dem Gerichtshofe auf 



1) Vgl. Aristot. Poet. c. 14 av aev ovv ixd^Qog l%^Q6vy ovdlv iXteivov 
ovzs noiööv OVIS iiillav . . otav ö' sv xatg tpiliuLg iyyivr}Xtti tä ndd-rij otov 
sl dSsX(p6s ddsXcpov rj viog naziga rj ftijrijp vlov tj vlog firitiga dnontehet 
7j fiilXsi Tj ZI aXXo xoiovxov Sga, tovzo ^rjzrizsov. Vgl. Eum. 356 f. 

2) Vgl. Arist. Poet. c. 15 nsgl dl zd T^d-rj tizzagd iaziv mv ätt 
özoxdSiod'aij *tv fihv nal ngdäzov onag XQ^^^'^d fi. 



EINLEITUNG. 9 

dem Areshügel. Diesen Züsammenliang liefert die attische 
Yolkssage. 

Die Lesart «^ iac 'jid^väcov Hom. y 307 verlegt den 
Aufenthalt des Orestes vor dem Mnttermorde nach Athen. Die 
Verbindung des Orestes mit dem Areopag ging von dem 
Eumenidenkult aus. Wir finden auch an anderen Orten diesen 
Kultus mit Orestes in Zusammenhang gebracht , so in der 
Nähe von Megalopolis (Paus. YIII 34, 1 ff.) und zu Keryneia 
in Achaia. An dem letzteren Orte sollte Orestes das Heilig- 
tum der Eumeniden gestiftet haben (ebenda YII 25, 7); hier 
hatten sich auch die Erinyen in Eumeniden verwandelt, nach- 
dem Orestes ihnen ein schwarzes Schaf geopfert hatte (Schol. 
zu Soph. Oed. E. 42). In Attika wurden die Eumeniden in 
einem Haine des Gaues Eolonos und in einer Erdspalte am 
Areshügel (zu Eum. 1005) verehrt. Mit diesem uralten Heilig- 
tum steht in engster Beziehung der Blutgerichtshof auf dem 
Areopag. Die Sitzungen desselben fanden an den drei den 
Unterirdischen geheiligten Mouatstagen und wie der Gottes- 
dienst der Eumeniden zur Nachtzeit statt (Hermann, griech. 
Staatsalt. § 105, 12 f.). Beim Beginne einer Gerichtsverhand- 
lung mufsten die Parteien bei den Ssfivai schwören (Dein. g. 
Dem. 47, 87). Derjenige, welcher in dem Blutgerichtshof frei- 
gesprochen wurde, brachte in dem Heiligtum der EsyLvaC ein 
Opfer (Paus. I 28, 6). Wenn nun einmal die Verfolgung des 
Orestes durch die Erinyen feststand, so lag es für die attische 
Yolkssage nahe, die durch die Tradition gebotene Erlösung 
des Orestes in eine gerichtliche Freisprechung auf dem Areopag 
zu verwandeln. Pausanias (I 28, 5) erwähnt einen Altar der 
^A^vtt ^AqbCu auf dem Areshügel, den der freigesprochene 
Orestes errichtet haben sollte. Demosthenes g. Aristokr. § 66 
spricht von alten Sagen, nach welchen die zwölf Götter auf 
dem Areopag den Streithandel der Erinyen und des Orestes 
entschieden. Neben der Sage, welche die Stiftung des Areopags 
an den Fall des Orestes knüpfte, gab es eine andere, welche 
das Gericht der zwölf Götter über Ares zum Anlafs jener 
Stiftung machte. Halirrhothios, der Sohn des Poseidon, hatte 
der Alkippe, der Tochter des Ares und der Agraulos, Gewalt 
angethan und war dafür von Ares erschlagen worden. Ares 
wurde freigesprochen (Hellanikos bei Suid. unter ''Aqbioq ndyog). 
Wie von Orestes, wufste die Sage noch von anderen Heroen 
zu erzählen, welche auf dem Areopag ihr Urteil empfangen 
hatten, und Hellanikos gab diesen Fällen eine chronologische 
Ordnung (Schol. zu Eur. Or. 1648): Drei Menschenalter nach 
Ares wurde Eephalos, drei nach diesem Dädalos, drei na«h 
Dädalos wurde Orestes gerichtet. Der Mythus von Orestes 



10 EINLEITUNG. 

hatte, wie es scheint, solches Ansehen erlangt, dafs Aschylos 
die anderen Sagen beiseite lassen und ,,8ein Gedicht zur Stif- 
tungsurkunde dieses heiligen und gottlichen Gerichtes machen'' 
konnte (0. Müller Eumeu. S. 158). Auch die Dichtung, dafs 
mit der Freisprechung des Orestes sich die Erinyen in Eume- 
niden verwandelten, gehörte, wie man aus der oben ange* 
führten Sage von Keryneia schliefsen kann, der Volkssage an. 
Diese Verwandlung soll das doppelte Wesen der Erinyen er- 
klären. Die *EQivi>g riSQoq>ottLg, wie sie Hom. J 571, iisld- 
vaiyig, wie sie Asch. Sept. 686 heifst, ist ursprünglich die 
grummelnde Gewitterwolke^) und nach der doppelten Wirkung 
des Gewitters ist die Erinys bald ein finsteres, Unheil stiften- 
des Wesen, bald eine gnädige Gottheit, die Gedeihen der 
Feldfrüchte und Fruchtbarkeit des Bodens verleiht. Als dunkle 
Wetterwolke ist sie schwarz (Eum. 52) und eine Tochter der 
Nacht oder des Skotos, im Reiche der Finsternis wohnend 
{^Egivi^g ixkvav i^ igaßsöfpLv Hom. I 572), im anderen Sinne 
wirkt die in befruchtendem Regen niederstromende Wolke von 
der Erde aus und es wird die Eumenide zu einer chthonisohen 
Segensgottheit, zur Tochter der Gaia, zur anderen Demeter 
{^riinjrriQ ^Egivög Paus. VIII 25, 4). Aus der ursprünglichen 
Vorstellung der sich in Blitz und Donner entladenden Gewitter- 
wolke leiten sich manche Eigenschaften der Erinyen ab. Sie 
verbreiten einen unnahbaren Hauch (Eum. 53), sie schnauben 
Feuer (Eum. 138, Eur. Iph. T. 288, Quint. Smym. V 33 dXooto 
nvQbg nveiovöat avrfwji/), sie brüllen wie Stiere (Eur. Iph. T. 
294), sie bellen wie Hunde (Eum. 131), sie fahren von oben 
nieder und schmettern zu Boden (Eum. 374 £f.), sie singen 
einen betäubenden Gesang (Eum. 331 ff.)- Ihr Schlangenhaar 
ist der aus der Wetterwolke züngelnde Blitz.*) Den gleichen 
Ursprung wie die Erinyen haben die Gestalten der wilden 
Jagd, des wütenden Heeres, welche auch über Wasser und 
Land dahinjagen, auf die Schuldigen herabstürzen, sich in 
Hunde verwandeln. Wenn jbs heifst, dafs der giftige Geifer, 



1) Vgl. Paus. VIII 25, 6 M xovxm %a\ iniyili^aeig xrf ^tm ysyaraot^ 
Tov (irivifiatog (ilv Bvsiia 'Egivvg, oti t6 d^fim ;i;p^flr^cift nalovffiv iQivvfiv 
ot 'AQ)ia8fg u. Etym. M. p. 374, 1, wo igivvsiv mit ogy^^eo^ai erklärt 
wird. Kuhn, Zeitschr. f. vergl. Sprachf. I S. 439 ff. stellt 'Eifivvg der 
iDdischen Göttin Saranyü gleich, welche die Btürmische Wetterwolke 
bedeutet, und erklärt 'Egtvvg als die „eilende", iQivvfiv „eilen, stürmen, 
zürnen". Vgl. aufüerdem itosenberg, Die Erinyen. Berlin 1874, Rapp 
in W. H. Bosch ers Lexikon der griech. n. röm. Mytb. unter Erinys. 

2) Vgl. Schwartz, Ursprung der Mythologie S. 36, 4Sff., Boscher, 
Gorgonen S. 64. Es kann hiemach die Angabe des Pausanias (s. zu 
Cho. 1048), dafs Aschylos zuerst die Erinyen mit Schlangen in den Haaren 
dargestellt habe, nur in Bezug auf die Werke der Kunst richtig sein. 



EINLEITUNG. 11 

welchen die Erinyen auf ein Land traufein, Flechten, Mifs- 
wachs, Krankheit erzeuge (Eum. 785 £F.), so scheint diese An- 
sicht mit der Anschauung dur Alten zusammenzuhängen, dafs 
Seuche und Mifswachs aus böser Luft entstehe, die sich wolken- 
artig verbreite.^) Die aus dem Grollen und dem Dahinjagen 
der Wetterwolke gewonnenen Vorstellungen wurden in das 
sittliche Gebiet übertragen und die Erinys erschien als ein 
furchtbarer Rachegeist, welcher dem Verbrecher unversöhnlich 
grollt und ihn wütend verfolgt. Solche Wut wird nur durch 
die schwersten Frevel hervorgerufen, wenn heilige Rechte von 
solchen, die sie am meisten achten sollten, verletzt werden, 
durch Mifshandlung der Eltern (Hom. I 454, 566 flF., ß 134, 
Eum. 271, 499 f.), durch Frevel an den Kindern (Hes. Theog. 
472, Ag. 1434), an den Fremden und Bettlern (Hom. q 475, 
Eum. 270), durch Meineid (Hom. T 259 f.), durch jegliche 
übermütige Überhebung (Hom. T 87, Ag. 58), durch Ver- 
sündigung gegen die Götter (Eum. 270, Soph. Ant. 1075), vor 
allem aber durch Mord von Blutsverwandten (zu Eum. 212). 
Die ^EQiviisg werden zu L^^at (Eum. 420), den personificierten 
FlQchen der schnöde Mifshandelten und freventlich Gemordeten 
(vgl. Hom. 4^ 412 oikco tcbv xr^g fititgog iQivvag i^anorivoig). 
Die Erinyen gehören als Töchter der Erde oder der Nacht 
dem Titanen- oder alten Göttergeschlechte an (Eum. 150, 734). 
Als reine Naturgewalten kennen sie nur den rohen Satz ,;Aug' 
um Auge, Zahn um Zahn'' (Cho. 311), ohne die Beweggründe 
des Mordes zu unterscheiden und abzuwägen (Eum. 433). 
Solches Verfahren entspricht nicht der Weisheit der neuen 
Götterregierung, der Zeusherrschaft. Die Einsetzung eines 
Gerichtshofes, welcher den Mörder zur Rechenschaft zu ziehen 
und die Beweggründe und Umstände einer Blutthat genau zu 
untersuchen hat, macht das Amt der Erinyen überflüssig; sie 
brauchen nicht ihre Ehren zu verlieren und der Achtung bar 
sich in die Winkel unter der Erde zurückzuziehen^ wenn sie 
die andere Seite ihrer Natur hervorkehren und als Geister 
des Segens auf der Erde ihr Walten fortsetzen. So läfst die 
griechische Sage in der Verwandlung der Erinyen in Eume- 
niden einen Fortschritt der Kultur und die Entwicklung 
derselben zu höherer Menschlichkeit sich abspiegeln.^) Als 



1) Über die gleiche VorstellnDg in der slaviachen Sage vgl. Laistner, 
Nebelsagen S. 86. 

t) „Allgemein aasgedrückt läTst sich die Versöhnung der Erinyen 
mit der Anordnung des Gerichtshofes auf dem Arcopag bezeichnen als 
eine Ansgleichnng der höheren, darch Kücksichten der Sittlichkeit und 
Billigkeit bestimmten Gerechtigkeit und des natürlichen unbedingten 
Triebes nach Rache, der die Thaten nur nach ihrer ftulserlichen Be- 



12 EINLEITUNG. 

solche Gottheiten des Erdensegens und alles Gedeihens , auch 
des Kindersegens (Eum. 838) und jeglicher Wohlfahrt (Eum. 
896, 898, 917) wurden die Eumeniden in Athen vorzugs- 
weise unter dem Namen EtyivaC verehrt (Paus. I 28, 6).^) 
Zu Vorstehern ihres Kultes wurden [sQonoioi aus allen Athe- 
nern erwählt (Demosth. 21, 115). Das Geschlecht der Hesy- 
chiden, welches den Hesychos als Heros eponymos verehrte, 
setzte Priesterinnen, die XfjreiQaL hiefsen (Hesych. u. d. W.), 
aus seiner Mitte ein und besorgte^ die Procession, welche zu 
Ehren der £efiva( stattfand. Bei dem Heroon des Hesychos 
wurde ein Widder geopfert (Schol. zu Soph. Oed. K. 489). Nur 
unbescholtene Männer und Frauen nahmen an dem Zuge teil. 
Die edelsten der Epheben bereiteten Kuchen zum Opfer 
(Philon Sri %ag 6%ovd. iL § 20). Daneben opferte man ihnen 
Honig mit Wasser vermischt und Milch in irdenen Gefafsen 
(Schol. zu Aeschin. p. 747 R. und zu Eum. 107). Der Gottes- 
dienst fand nächtlicher Weile bei Fackelschein in aller Stille 
statt (Schol. zu Soph. Oed. K. 489, Eum. 108 f.). Das Heiligtum 
der Ubiivul diente nebst dem Tempel des Theseus den Sklaven 
als Asyl gegen unmenschliche Mifshandlungen (Schol. zu Ari- 
stoph. Ri. 1312). 



3. Die Pelopidensage bei Äschylos. 

Als Stammvater des Pelopidengeschlechts wird Tantalos 
Ag. 1470 nicht ohne Beziehung auf den im Geschlechte fort- 
erbenden Fluch genannt. Von dem Frevel des Pelops an 
Myrtilos, mit dem nach der Darstellung des Sophokles 
EI. 504 ff. die ununterbrochene Reihe blutiger Greuel im Hause 
der Pelopiden begann, ist bei Äschylos keine Rede. Da Ag. 
1600 — 1602 diö Bezeichnung „Geschlecht des Pleisthenes" 
dem Namen „Pelopiden'' gleichsteht, so mufs Äschylos den 
Pleisthenes, wenn er ihm überhaupt eine bestimmt-e Stelle in 
der Genealogie des Hauses angewiesen hat, zwischen Pelops 
und Atreus eingefügt haben (vgl. Welcker, Gr. Trag. H 
S. 678 ly) Tzetzes (Gramer, Anecd. Gr. Oxon. III p. 378) 



schaffenheit, nicht nach ihrem inneren sittlichen Gehalte anffafst und 
überall nach jenem äufserlichen Mafae Gleiches mit Gleichem vergolten 
wissen will** Schümann Eamen. Einl. S. 8. 

1) Der Notiz des Paus. II 11, 4 ^£c5v ag 'Adrjvcctot. Seftvag, Sinveivioi 
dl EvpLiv^deis ovofidciovoi gegenüber zeigt besonders Soph. Oed. E. 42, 486, 
dafs auch der Name Eumeniden attisch ist. 

2) Die Annahme, dafs Pleisthenes als Bruder des Atreus gedacht 
werde, ist durch die angefahrte Stelle ausgeschlossen. Keck Äsch. 
Agam. 8. 5 identificiert, weil nach Apollod. III 2, 2 Pleisthenes die 



EINLEITUNG. 13 

schliefst allerdings aus jener Stelle (1602), dafs Aschylos wie 
Hesiod den Fleisthenes als Sohn des Atreus betrachtet habe. 
Aber dieser Schlufs steht mit der bestimmten Angabe Ag. 1583 
in Widerspruch. — Der ehebrecherische Bund des Thyestes 
mit dem Weibe des Atreus wird Ag. 1192 angedeutet; da 
ebd. 1585 von dem Streite um die Herrschaft die Bede ist, so 
hat auch Aschylos den Mythus von dem goldenen Lamme, 
welches Thyestes mit Hilfe der Aerope an sich brachte, im 
Sinne. Thyestes wird von Haus und Hof vertrieben. Mit 
zwei Söhnen kehrt er später zurück und läfst sich schutz- 
flehend am Altare des Atreus nieder. Atreus gewahrt ihm 
Schutz und hält sein Wort, insofern er ihn selbst am Leben 
läfst. Bei dem Opferfest aber, welches die Aussöhmmg mit 
dem Bruder feiert, setzt er ihm seine zwei Söhne zum Mahle 
vor. Da Thyestes inne wird, was er gegessen, stürzt er auf 
seinem Sitze zurück, stöfst mit den Füfsen den Tisch um und 
flucht, dafs wie der Tisch, das ganze Pelopidengeschlecht zu 
Boden sinken möge (Ag. 1586 fl:). Agisthos, welcher als kleines 
Kind nicht zurückgekehrt, bleibt dem Thyestes erhalten.^) 
Die Söhne des Atreus sind Agamemnon und Menelaos. Beide 
herrschen in Argos^) und heiraten zwei Schwestern, die 
Töchter des Tyndareos. Dem Agamemnon werden von der 
Klytämestra die Töchter Iphigeneia und Elektra, nach diesen 
der Sohn Orestes geboren. Paris (Alexandros Ag. 61, vgl. 409) 
schändet den gastlichen Tisch des Menelaos und die Achäer 
brechen auf zur Rache. Den Auszug des Heeres begleitet ein 
Zeichen. Auf weithin sichtbarer Stätte weiden zwei Adler 
eine trächtige Häsin aus. Der Seher Kalchas deutet die Adler 
auf die beiden Atriden, das Ausweiden der trächtigen Häsin 
auf die Plünderung der schätzereichen Stadt Troja. Durch 
diese Weissagung ist der Ehrgeiz des Heerführers mächtig 
erregt. Da aber hemmt Artemis durch widrige Winde die 
Aasfahrt von Aulis und der Seher meldet, dafs die Göttin 
das Opfer der Iphigeneia fordere. In seiner Ruhmbegierde 



Aerope heiratet und mit ihr den Agamemnon nnd Menelaos erxengt, den 
PleistheneB mit Atreoa, da Thyestes nicht sich und seine Nachkommen- 
schaft in den Fluch mit eingeschlossen haben könne. Aber es heifst ja 
anch ^dpov i* atpBQtov üslonlSaig insviszai, 

1) Mit Unrecht wird Ag. 1606 Agamemnon als Subjekt von avvs^- 
Blttvvei betrachtet nnd angenommen, dafs nach der Auffassung des 
Aschylos Thyestes den Atreus ermordet und die Herrschaft an sich ge- 
rissen habe, dann aber wieder von Agisthos vertrieben worden sei. 

2) Vgl. Ag. 24, 410^ 624, 801, Cho. 672, 676, Eum. 657 und Schol. 
ZQ Eur. Or. 46 fpavtQOv oti iv "jlgysi rj ffxijv^ tov dQUfAaxog vnonsizai. 
"OpttfQog dh iv Mvnrfvaig (pticlv slpat xa ßaeiXsia xov 'Ayafisftpovog. £xrj' 
c(%offog dl mal Styrnvidrig Iv Aaxedaifiovi. S. oben S. 7. 



14 - EINLEITUNG. 

schwankt Agamemnon nicht lange, der Flotte günstige Fahrt 
mit dem Blute der Tochter zu erkaufen. Die schnöde Hin- 
schlachtung der Tochter erfüllt das Herz der Mutter mit 
bitterem Grolle gegen den hartherzigen Vater. Die männlich 
gesinnte und ihr Ziel mit rücksichtsloser Entschiedenheit ver- 
folgende Frau sinnt auf blutige Rache. Die Leidenschaft der 
Rache wird genährt von Ägisthos^ welcher selbst von HaTs 
gegen den Sohn des Atreus entbrannt in der gemeinsamen 
Feindschaft ein willkommenes Mittel findet, das Herz der 
Klytämestra zu gewinnen und mit ihrer Hand die Herrschaft 
des Landes zu erlangen. Während die Fürsten vor Troja 
harte Kämpfe bestehen und ihr Leben für die Ehre des Vater- 
landes in die Schanze schlagen, buhlt der feige Agisthos zu 
Hause mit der Gattin des Heerführers und schmiedet gegen 
ihn arglistige Pläne (Ag. 1625 S.). Den Sohn des Agamem- 
non, den kleinen Orestes, welcher dem Zusammenleben der 
beiden hinderlich ist, bringt man zu dem Gastfreund Strophios 
inPhokis (Ag. 871 f.). Da man aus der Weissagung des Kalchas 
(Hom. B 326fiP.) weifs, dafs Ilion im zehnten Jahre fallen wird, 
so läfst Klytämestra im letzten Jahre einen Diener des Hauses 
nachts auf dem Dache des Palastes Wache halten, um das 
Feuerzeichen zu erspähen, mit dem der Gemahl die Einnahme 
der Stadt zu melden versprochen hat und für das auf den 
passend gelegenen Höhen Holzstöfse vorbereitet sind. Endlich 
erscheint das Flammenzeichen, das Klytämestra lebhaft begrüfst, 
nicht, wie sie heuchelt, aus Freude über das Wiedersehen des 
Gemahls, sondern weil die ersehnte Stunde der Rache naht. 
Damit Agamemnon keinen Argwohn fasse, hat Agisthos den 
Palast verlassen. Klytämestra empfängt den Gemahl, an 
dessen Seite auf dem Reise wagen die dem Agamemnon aus 
der Beute erkorene Seherin Kasandra sitzt, mit einem Über- 
mafs von Wonne und Glückseligkeit, läfst von dem Wagen 
bis zum Eingang des Palastes Purpurteppiche breiten, erquickt 
den ermüdeten Helden mit einem Bade und wirft über den 
ahnungslosen ein faltenreiches Gewand, das ihn wie ein Netz 
umstrickt und wehrlos macht. Auf zwei Schwertstreiche sinkt 
der Held zusammen. Sie versetzt ihm noch einen dritten 
Schlag, um das Werk zu vollenden. Neben Agamemnon fallt 
durch den Mordstahl der untreuen und doch eifersüchtigen 
Gattin die unglückliche Kasandra. Die vollbrachte That ver- 
kündigt^ rechtfertigt und verherrlicht die Mörderin vor den 
argi vischen Greisen, welche auf das Geschrei des Agamemnon 
in das Haus dringen. Agisthos aber kehrt, frohlockend dafs 
der Fluch des Thyestes sich erfüllt habe, in den Palast zu- 
rück und begründet mit Klytämestra eine Gewaltherrschaft, 



EINLEITUNG. 15 

deren Genufs jedoch den beiden durch das Schuldbewufstseiny 
durch die Mifsachtung des Volkes und die Furcht vor dem 
Rächer vergällt wird. Den Leichnam des Agamemnon läfst 
Elytämestra ohne Totenklage und Grabesehren beisetzen, nach- 
dem sie ihm noch die äufsersten Teile der Hände und Füfse 
abgeschnitten hat, um sich vor der Rache zu schützen (zu 
Cho. 438). — Den Rächer sendet Apollon. Sobald Orestes 
herangewachsen ist, erhält er von dem delphischen Gotte 
unter schreckliche^ Drohungen, wenn er den Auftrag vernach- 
lässige, die Weisung, an den Mördern die Rache zu vollziehen 
und zwar mit List, wie Agamemnon hinterlistig gefallen sei. 
Dem Gebote des Gottes gehorsam macht sich Orestes mit 
seinem Freunde Pylades, dem Sohne des Strophios, auf den 
Weg und sucht, in die Heimat zurückgekommen, zunächst 
das Grab seines Vaters auf.^) Er verrichtet an demselben ein 
Gebet und bringt eine Locke als Spende dar. Da erscheint 
ein Zug von Frauen; in einer derselben, welche durch ihre 
Trauer besonders auffällt, vermutet Orestes sofort seine 
Schwester. Die beiden Freunde treten beiseite und erfahren 
aus den Reden der Frauen, dafs Elektra mit den Dienerinnen 
geschickt ist^ um durch Grabesspenden den Groll der Toten 
zu versöhnen, der sich der Klytämestra in ängstigenden 
Träumen kund gethan hat. Sie träumte nämlich, sie habe 
einen Drachen geboren, der an ihre Brust gelegt Milch und 
Blut aus derselben gesogen habe (Cho. 32 ff., 525 ff.). Sie 
wagt nicht selbst am Grabe zu erscheinen, das ihre Gegen- 
wart entweihen würde, und schickt die unschuldige und dem 
Vater liebe Tochter. Aber Elektra giefst nach dem Rate der 
ihr zugethanen Dienerinnen die Grabesspende nicht im Sinne 
der Elytämestra, sondern mit dem Gebete, dafs Orestes bald 
als Rächer des Vaters kommen möge, aus und da sie dabei 
der Locke ansichtig wird, ahnt sie sofort Erfüllung ihrer 
Bitte. Während sie in Hoffnung und Zweifel hangt und bangt, 
tritt Orestes hervor und giebt sich zu erkennen. Durch die 
Reden der Elektra und der Dienerinnen und die von ihnen 
wachgerufenen Erinnerungen an die greuliche Ermordung des 
Vaters in seinem Vorhaben bestärkt und ermutigt setzt Orestes 
die List ins Werk. Als Wandersmann aus Phokis mit seinem 
Gepäck auf der Schulter erscheint er begleitet von Pylades 
vor dem Palaste, bittet, dafs eine mafsgebende Persönlichkeit, 
am liebsten der Herr oder auch die Frau des Hauses er- 
scheine, und meldet der Elytämestra, welche in Abwesenheit 



1) Vgl. die Dardtellang auf einem Vasengemälde, abgebildet Rochette, 
MoD. in^d. pl. 84 oder Baumeister, Denkm. dee kl. Alt. II S. 1111. 



16 EINLEITUNG. 

des Agisthos heraustritt, er komme aus Daulia im Phoker- 
land, sei unterwegs dem Strophios begegnet und habe, als 
dieser aus dem Gespräche vernommen , dafs er in Geschäften 
nach Argos gehe, von ihm den Auftrag erhalten, den Tod des 
Orestes den Eltern zu melden und sich angeben zu lassen, ob 
die in einem ehernen Kruge wohlverwa&te Asche in die 
Heimat gebracht werden oder an dem bisherigen Orte bleiben 
solle. Im ersten Augenblicke von der Nachricht betroffen 
fühlt sich Klytämestra bald von schwerer Angst befreit und 
kann ihre Freude nur schwer verbergen. Sie sendet eiligst 
nach Agisthos die Amme des Orestes Kilissa, er möge kommen, 
um von fremden Männern die Kunde vom Tode des Orestes 
zu vernehmen. Vorsichtig hat sie ihrem Auftrag hinzugefügt, 
er möge auch seine Lanzenträger mitbringen. Aber auf den 
Rat der eingeweihten Dienerinnen verschweigt Kilissa diesen 
Teil ihres Auftrags. Hoch erfreut erscheint, wie nach der 
Ermordung des Agamemnon, Agisthos wieder, dieses Mal aber 
um im Hause alsbald von dem Rächer in Empfang genom- 
men zu werden. Nachdem er gefallen, tritt Orestes an die 
Mutter heran, welche ihn abzuschrecken sucht, indem sie auf 
die Mutterbrust hinweist, an welcher er als kleines Kind ge- 
ruht. Einen Augenblick zaudert Orestes, aber Pylades bestärkt 
ihn durch die Erinnerung an die Sprüche des Loxias. Kly- 
tämestra mahnt ihn an die Fluchgeister der Mutter, Orestes 
erwidert: „Wie soll ich den Erinyen des Vaters entgehen, 
wenn ich ihn nicht räche?'' Er vollzieht den Muttermord; 
aber nicht lange kann er sich dem Hochgefühle, seine Pflicht 
gegen den Vater erfüllt zu haben, hingeben; denn längst 
schwermütig fühlt er jetzt eine Umnachtung seines Geistes 
und sieht die Erinyen nahen. Er entschliefst sich nach Delphi 
zu eilen, um bei dem Gotte, der ihm den Mord aufgetragen, 
Reinigung von der Blutschuld zu finden.^) — Orestes kommt, 
von den Erinyen verfolgt^), endlich nach Delphi. Er läfst 

1) Neidhardt, Quaest. Aesch. I. Erfurt 1888 S. 1, meint, Ascfaylos 
habe nnr der überlieferten Sage znliebe den ersten Teil der Enmeniden, 
der in Delphi spielt, gedichtet. Aber Orestes konnte sich nicht ohne 
weiteres an Athena wenden. Erst sein Schntzherr Apoilon hat das 
Becht, ihn an die Göttin von Athen za weisen. 

2) Vgl. die Darstellung dieser Verfolgung auf einem Yasenbilde 
Rochette, Mon. in^d. pl. 36 oder Baumeister, Denkm. II S. 1116. — Das 
Drama verlangt bei Aschylos die Zwölfzahl des Chors. Über diese Zahl 
vgl. zu Eum. 588. In dem 'OQSCtavtonXsidrjg des Komikers Timokles, 
einer Parodie der Eumeniden , treten an die SteUe der Erinyen Hetären. 
In dem Athen. XIII 567 e angefahrten Fragment: nsgl dh tov nava&Xiov 
svdovci yqasg Navviov Tllayyatv AvTna Fväd'aiva ^gvvrj Üvd'iovi-Kri 
Mvggivfj Xgvclg KovalUg 7f^6xicux Aonadiov sind 11 Namen aufgezählt. 
Es fehlt wahrscheinlich Zivdnrif welche an der a. St. gleich nachher 



EINLEITUNG. 1 7 

» 

sich nieder an dem heiligen Omphalos (zu Cho. 953), während 
die Erinyen, welche ihn umringen, von der Verfolgung er- 
müdet einschlafen.^) ApoUon. nimmt ihn freundlich auf, reinigt 
ihn^) und verspricht ihm seinen Beistand, rät ihm aber, wenn er 
sich auch einer wiederholten Verfolgung von Seite der «Erinyen 
aussetze, sich nach Athen zu wenden, wo Athena für ihn einen 
Gerichtshof einsetzen werde, und giebt ihm zu sicherem Ge- 
leite den Hermes mit. In Athen angekommen sucht Orestes 
Schutz an dem uralten Holzbilde der Athena Polias auf der 
Burg; bald erscheinen auch die ihm nachsetzenden Erinyen. 
Auf den Ruf des Orestes eilt Athena aus fernen Landen herbei 
und da beide Parteien ihre Sache vertrauensvoll in ihre Hand 
legen, setzt sie, um nicht als Gott in selbst sich mit Blut- 
schuld zu befassen, einen aus den besten Bürgern der Stadt 
erkoreneu Gerichtshof ein, der für alle Zukunft auf dem 
Areshügel sitzend über Blutschuld richten soll. Vor diesem 
Gerichtshof wird, nachdem Apollon als Sachwalter des Orestes 
erschienen ist, der Streit verhandelt. Die Richter fallen das 
Urteil. Die eine Hälfte verurteilt den Orestes, der Mutterblut 
vergossen und das Gesetz der Natur verletzt, die andere spricht 
ihn frei als Rächer des Vaters, der nur göttlichen Befehl er- 



mit Ndwtov und Avna zusammen genannt wird. Ursprünglich war der 
Natur der Sache nach die Zahl der Eriuyen unbestimmt. Später wurde 
gewöhnlich die Dreizahl festgehalten (Evfisvüti tgtaauig Eur. Or. 1650} 
wie bei den Charitinnen. Nach der Darstellung des Euripides Iph. T. 
968 ff., nach welcher die eine Hälfte der Erinyen sich bei der Frei- 
sprechung des Orestes beruhigt und in Athen sich niederläfst, die andere 
die Verfolgung fortsetzt, mufs die Zahl derselben wenigstens sechs ge- 
wesen sein. — Ober die äufsere Darstellung der Erinyen s. zu Eum. 48 ff., 
C. A. Böttiger, Die Furienmaske im Trauerspiele und auf den Bildwerken 
der alten Griechen, Weimar 1801, Wieseler, Coniect. in Aesch. Eumen., 
Gott. 1839, p. 140 sqq., Rosenberg, Die Erinyen, Berlin 1874, S. 11 ff. u. 
S. 45 ff. (die Kunstdenkmäler). 

1) Auf einem Vasenbilde (Compte-rendu, Petersb. 1863, Taf. VI) sitzt 
Orestes am Omphalos, während fünf Erinyen umherlagern. Die Priesterin, 
durch den Schlüssel gekennzeichnet (nlsiSovxog), flieht (Eum. 34 f ). 

2) Diese Reinigung ist dargestellt auf einer apulischen Vase (Mon. 
d. Inst. arch. IV 48 oder Baumeister Denkm. II S. 1117). Orestes sitzt 
traurig und nachdenklich auf der Basis des Omphalos, welcher mit einem 
ans Wolle geflochtenen Netze umgeben ist. In der rechten Hand hält er 
das entblöfste Schwert. Hinter ihm steht Apollon-, das Prachtgewand 
ist 80 um den linken Arm geworfen, dafs die Brust frei bleibt. In der 
Linken stützt er einen Lorbeerstamm auf den Boden, mit der Rechten 
lälst er ein Ferkel über dem Haupte des Orest-es schweben. Hinter 
Apollon steht Artemis als Jägerin gekleidet. Vor Orestes sind zwei 
Erinyen in Schlaf gesunken; eine dritte erhebt sich, während zur Seite 
der Schatten der Klytämestra sichtbar wird und sich schwer beklagt, 
und stöfst mit dem Zeigefinger an die Stime einer der schlafenden 
Erinyen, nm sie zu wecken. 

Äsohjlos, Oreiiie, v. Wscklkin. 2 



18 EINLEITUNG. 

füllt hat. Athena wirft ihren Stimmstein zu den lossprechen- 
den.^) Orestes ist frei und entfernt sich, nachdem er der 
Göttin Athena und ihrer Stadt seinen Dank ausgesprochen 
und geschworen hat, dafs nie ein Fürst von Argos gegen 
Athen zu Felde ziehen solle. Die Erinyen sind dagegen im 
höchsten Grade erbittert gegen das Land, in welchem sie eine, 
wie sie glauben, nie zu verschmerzende und den Sitten der 
Menschen unheilvolle Niederlage erlitten haben; aber durch 
die eindringlichen Worte der Athena lassen sie sich allmäh- 
lich beruhigen und das Versprechen, dafs sie in Attika einen 
hochgeehrten und immerdar mit Opfern gefeierten Wohnsitz 
erhalten sollen, verwandelt ihre Drohungen in Segenswünsche, 
so dafs sie alles Gute auf die Stadt der Pallas herabflehen 
und sich als Eumeniden von den Tempeldienerinnen der Athena 
und den Areopagiten in ihre neue unterirdische Wohnstätte 
geleiten lassen. 

4. Die Orestie des Äschylos.*) 

Äschylos führte die Orestie«) Ol. 80, 2 oder 458 v. Chr. 
auf und gewann damit den ersten Preis (vgl. Hjpoth.). Bald 

1) Plin. N. H. XXXIII 166 erwähnt von dem Silberarbeiter Zopyros, 
welcher zur Zeit des Pompejus lebte, zwei Silberbecher, welche auf 
12 000 Sestertien geschätzt wurden , mit Darstellungen der Areopagiten 
und des Urteils des Orestes. Von der letzteren scheint eine Nach- 
ahmung erhalten zu sein auf einem Silberbecher, welcher im* Hafen von 
Antium gefunden wurde, abgebildet Winckelmann, Monum. in^d. 151 
oder Baumeister, Denkm. II S. 1119. Athena in üntergewand und Mantel 
mit dem Helm auf dem Haupte wirft eben ihren Stimmstein in die 
Urne auf dem Tische. An dem Tische steht eine Erinys, eine zweite 
sitzt hinter Athena; hinter der ersten steht Orestes, welcher in gleicher 
Weise wie die zweite Erinys nachdenklich die rechte Hand an die 
Stirne hält. 

2) Vgl. W. V. Humboldts Einleitung zur Übersetzung des Agamem- 
non (1816), A. W. Yon Schlegel, Vorlesungen über dram. Kunst u. Lit- 
teratur, sechste und neunte Vorlesung, Patin, }i)tndes sur les tragiques 
Grecs. I l. II eh. 5—7, M. Planck, Über den Grundgedanken des Äsch. 
Agamemnon, Ulm 1859, W. S. Teuffei, Über des Äsch. Promethie u. 
Orestie, Tübingen 1861. 

8) Der Name 'Ogsateioc stammt zunächst aus Aristoph. Frö. 1124 
nQmtov de yLOi. tbv ig 'Ogsotsiag Xiys (seil. nQoloyov), wozu der Schol. 
bemerkt: tsxqccXoy^ccv tpiqovat x^v 'Ogiexnav at didaamaXüu 'Ayetfiinvova 
XorifpOQOvg EvfiBviSag ngcDtiu üaTVQiyi6v, 'jQ^aToiQXOS ^(^1 'AnoXXmviog 
tgiXoyüxv Xiyovüi x'^Q^S '^^'^ aarvQiiiov. Da an jener Stelle der Anfang 
der Ghoephoren vorgetragen wird, so kann man mit G. Hermann 
Opusc. II S. 309 auf einen engeren Begriff des Titels 'Ogiateia schliefsen 
und diesen auf die Ghoephoren und Eumeniden, in denen Orestes auf- 
tritt, oder auch auf die Ghoephoren allein beschränken. Aber eine 
andere Stelle des Aristophanes Thesm. 185 i% x^g Avxovgyiag igfu&at 
ßovXofiai (Schol. xr^v xsxgccXoyCccv Xiysi Av%ovgyicLv xt£.), dann die Av- 



EINLEITUNG. 19 

nach seinem Siege wanderte der siebenundsechzigjährige Dichter 
nach Gela in Sicilien aus, wo er im dritten Jahre darauf starb. 
In seinem letzten und vielleicht bedeutendsten Werke hat 
Aschylos den Athenern ein grofsartiges Denkmal seines dich- 
terischen Schaffens und seines sittlichen FQhlens und Denkens 
hinterlassen. Wenn sich nicht mehr im einzelnen feststellen 
läfst, wieviel der Dichter in Bezug auf die äufsere Gestalt 
der Handlung der Orestie des Stesichoros und anderen Dich- 
tungen verdankt, der tiefe Gedankengehalt, welcher die Orestie 
auszeichnet, ist ein Ausflufs seines hohen Geistes und das 
Ergebnis einer gereiften Lebenserfahrung und vielfacher Er- 
wägungen der höchsten Lebensfragen. Die trilogische Ver- 
knüpfung bot dem Dichter die Möglichkeit, die Fortwirkung 
schwerer Missethat von Geschlecht zu Geschlecht zu verfolgen 
und darzulegen, wie besonders Blutschuld sich immer auf 
Erden rächt (Eum. 175 ff.). Wiederholt mahnt er, dafs das 
Leben ein unersetzliches Gut und der Schaden, welchen der 
Mörder stiftet, nicht wieder gut zu machen sei (zu Ag. 990). 
Wenn eine andere Schuld vergessen und vergeben werden kann, 
Mord wird unter allen Umstäuden gestraft und Aufschub 
steigert nur die Härte der Strafe (Cho. 50 ff., Eum. 648 ff.). 
Auf dem Hause, welches mit Blut befleckt ist, lagert das 
düstere Dunkel allgemeinen Absehens (Cho. 50 ff., Eum. 381 f.). 
Das Schuldbewufstsein erzeugt leidenschaftliche Verblendung 
und verderblichen Frevelsinn, welcher sich auch auf die Nach- 
kommenschaft verpflanzt (Ag. 760 ff.). So setzt sich ein Geist 
des Unheils, 'der Alastor^), im Hause fest, welcher in neue 
Schuld verstrickt (Ag. 1502 f., 1478 ff.) und zur Sühne erster 
Schuld (ngAxaQxog axYi Ag. 1191) den Kindern und Enkeln 
verbrecherische Wut einflöfst, um die einen durch die anderen 
zu verderben {\kttvlag ikXrikoq)6vovg Ag. 1576). Die ürschuld 
im Hause der Atriden ist nach der Darstellung des Aschylos 
die Frevelthat des Atreus, die grauenvolle Schlachtung der 

novifyia xftQoXoyia des Polyphradmon (Hjpotb. za den Sieben g. Tb.), 
endlich die Orestie des Stesichoros zeigen, dafs mit solchen Titeln der 
ganze zusammenhängende Sagenkreis der Trilogie oder Tetralogie be- 
zeichnet wurde. Man wollte in der obigen Stelle des Aristophanes ziv' 
ii *OQi9tBÜts schreiben, aber man kann tov ig \Jq, in dem Sinne „den 
mitten ans der Orestie** auffassen. 

1) aXacteag, YOn ctlaivo) (aXdoiiai) wie (udctaQ von fiiaivm^ der 
Umherirrende (Euro. 236), der in Irrsal Verstrickte, Schuldbeladene fSoph. 
AL 878), dann der Geist der Irre und Verblendung, der Fluchgeist 
(Soph. Oed. K. 788 dldcztoff ovnog), der in Frevel und Unheil verstrickende 
Dämon (Soph. Trach. 1235 oatig (irj it dXaatOQmv voooCj vgl. Cho. 564 
daifiov^ dofiog na%o£g)j der Qeisi der Rache und des Verderbens, der 
Piagegeist (Soph. Trach. 1092 NB^iag ivomov ßovnoXav dXdaxoifa Xiopxa). 
Vgl. Blomfield zu Pers. 983. 



o« 



20 EINLEITUNG, 

Kinder des Thjestes (Ag. 1191, Cho. 1066), und aus dem 
Fluche, welchen der Vater über das ganze Pelopidengeschlecht 
ausgesprochen hat, ist dem Hause der Alastor erstanden (Ag. 
1502, 1510 ff.), dessen verlockendem Einflüsse der Sohn des 
Atreus, Agamemnon, verfallt, da er vor die Wahl zwischen 
Pflicht und leidenschaftlichem Begehren gestellt seiner Begierde 
nachgiebt und sich mit der Sophistik der Leidenschaft ein- 
redet, dafs das Verlangen seines Ehrgeizes ihm Gebot der 
Pflicht sei (Ag. 216 ff.). Wie Atreus die Kinder des Thyestes 
geschlachtet hat, so vergiefst er das Blut seines eigenen 
Kindes, ohne den Willen der Göttin Artemis zu erfüllen, welche 
durch die Forderung des nicht zu leistenden Opfers die Greuel 
der Verwüstung von der ihr am Herzen liegenden (Hom. T 39) 
Stadt Troja abzuwenden und die Hinschlachtung vieler Menschen 
(Ag. 530 ff., 814 f., 437 ff.) zu verhindern wünscht.^) Äschylos 
erhebt sich nämlich dem Urteile der von Macht und Sieges- 
glanz geblendeten Menge gegenüber auf den hohen sittlichen 
Standpunkt, dafs er den Ruhm, dem das Leben vieler Bürger 
geopfert wird, als fluchwürdig erachtet (Ag. 467 ff.). Den 
Drohungen, welche Agamemnon bei Homer Z 57 ausspricht: 

röv (TjpcöCDv) ftif rig {}7t£X(pvyoi aljtvv oIe&qov 
X^t^Qccs ^^ iJfifTf'pag, urid' ovtLva yaördgi ft'»Jri^9 
xovQov iövza ipigoL^ yiriS* o$ yuyot, &kk^ a^ia Tcdvtsg 
^IkCov ii,anokoCaz^ ixTJd Sorot xal a(pavroi, 

entsprechen die stolzen Worte des Agamemnon Ag. 813 ff. und 
des Herolds 537 ff. Aber solcher Ruhm erscheint dem Dichter 
nicht beneidenswert: fujr' strjv ntohnÖQd-rig Ag. 478. Der 
Alastor setzt sein Werk fort, indem das Verlangen nach blutiger 
Rache Klytämestra und Agisthos zusammenführt, und Aga- 
memnon sühnt durch seinen Tod das Blut der Kinder des 
Thyestes wie seiner eigenen Tochter (Ag. 1505, 1508 f.). Bei 
Klytämestra ist die Rachsucht nicht der Ausflufs reiner Mutter- 
liebe, wie ihr Verhalten gegen Orestes und Elektra beweist; 
sie grollt, dafs man sie persönlich durch die Wegnahme der 
Tochter beleidigt hat. Auch verbindet sich bei ihr wie bei 
Agisthos das Verlangen nach Genugthuung mit unlauteren 
Beweggründen, mit Ehebruch und Herrschsucht. Ihre ganz 



. 1) Über den Zorn der Artemis Tgl. Nägelsbach, De religionibns 
Orestiam continentibos, £rl. 1843 p. 20 und in den Verband], der IS. 
Versamml. deutsch. Philol. u. Schulm. 1862, S. 69—72, Eolbenheyer, Der 
Zorn der Artemis, Bielitz 1878, J. £. Fleischmann, Jahrb. f. class. Philol. 
1886 S. 293. Das Ausweiden der Häsin bedeutet wie für den Seher, so 
auch für die Göttin die Plünderung und Verheerung Trojas. Hierin 
also mufs der Grund ihres Grolles liegen. 



EINLEITÖNG. 21 

frivole Denkweise ofiPenbart Klytämestra nach vollbrachter That. 
Sie empfindet kein Entsetzen beim Anblick des in seinem Blute 
daliegenden Gatten, mit welchem sie sich ehemals in liebe 
vereinigt; sie schwelgt in dem Gefühle befriedigten unbändigen 
Hasses und bricht in hellen Jubelruf aus. als habe sie einen 
grofsen Sieg gewonnen (Ag. 1371 flP.). Dafs Aschylos die Fort- 
erbung des Frevelmuts mehr dem Einflüsse des Umgangs und 
der Erziehung, wenn man so sagen darf, als angeborener An- 
lage beimafs, zeigt das Beispiel des Orestes. Dieser entging 
der Einwirkung des Alastor, weil er in jungen Jahren aus 
dem Hause gebracht wurde (Ag. 871 £, Cho. 693 i^aj xo(ti^c)v 
dXed'Qiov nr^Xov nöda) und in der lauteren Nähe des delphi- 
schen Gottes aufwuchs. Nicht den Lockungen des Alastor, 
sondern dem Rufe des ApoUon folgt Orestes, da er in die 
Heimat aufbricht, um den Vater an seinen Mördern zu rächen. * 
Mit innerem Widerstreben legt er Hand an die Mntter und 
verletzt er auch die Rechte der Natur, so gehorcht er doch 
nur einem höheren Gebote, nicht eigenem Frevelmute. Wenn 
er darum von den Erinyen, welche die Verletzung des Natur- 
gesetzes ahnden, ohne einen Unterschied der Beweggründe zu 
machen, verfolgt wird, die Götter der neuen Zeit wissen das 
Recht, das dem Unrecht gegenüber steht, zu beurteilen und 
lassen Gnade und Milde walten, wo sich Recht und Unrecht 
die Wage halten. 

„Wehe dem Schuldigen und Übermütigen, aber Heil dem 
Gerechten und Verständigen '', diese Lehre verkündet Aschylos 
immer wieder in weihevollen Betrachtungen, besonders er- 
hebend in den Chorgesängen Ag. 749 fl^. und Eum. 520 flf., in 
welchen der Dichter seine ethische Lebensauffassung entwickelt. 
Der alten Anschauung, dafs hohes Glück der Sterblichen dem 
Neid der Götter verfalle, widerspricht Aschylos nachdrücklich. 
Was Hesiod W. u. T. 282 von den Folgen des Meineids und 
der Eidestreue sagt: 

hg di Tis (laQtvQtrjöiv ixiav inCo^ov 6(i666ag 
i^eii^etai, iv dh SCxriv ßla^ag vi^x£6tov ia6dij, 
tov dd X iftavQOtigti ysvsii iistöniöd's kiletyctai' 
avÖQbg d' siÖQXov yEVsii (lEtÖTttöd-ev aiieivavj 

das stellt Aschylos überhaupt dem rechtlichen Sinne und der 
Ungerechtigkeit in Aussicht. Die gottlose That zieht Unheil 
nach sich und Übermut führt zu Übermut, bis sich das Ge- 
schlecht zu Grunde richtet. Der äufsere Glanz kann nur auf 
einige Zeit das im Innern schleichende Verderben verdecken 
(Ag. 755ff.). Eine Weile mag der Frevler triumphieren; die 
Demütigung wird füi" ihn um so empfindlicher sein. Über 



22 EINLEITUNG. 

den Uutergang des Frevlers freut sich die Gottheit (Eum. 
556 ff.)^ nicht über den Sturz des Glücklichen. Dem rechtlich 
gesinnten Hause bleibt der Segen (Ag. 758 f.). Der Gerechte 
wird nicht unglücklich sein, jedenfalls nie ganz verderben 
(Eum. 553 ff.). Aus der Gesundheit des Sinnes erblüht Glück 
und Heil (Eum. 538 ff.). 

In solchen Gedanken von Schuld und Sühne, göttlicher Ge- 
rechtigkeit und dem Siege des Guten bewegt sich die Orestie, in 
welcher Aschylos seinem Volke ein Vermächtnis seioer sittlichen 
Überzeugung hinterliefs, um einzelnen und ganzen Geschlechtem 
die Quelle wahren Lebensglückes ans Herz zu legen. Nebenbei 
fand er Gelegenheit, religiöse und staatliche Einrichtungen 
seiner Vaterstadt zu verherriichen. Den athenischen ZuschauCrn, 
welche sich in den Eumeniden als Mithandelnde sehen, wird 
der durch göttliche Stiftung und Wahl der Richter geheiligte 
ehrwürdige Ursprung des areopagitischen Gerichtshofes vor 
Augen gefuhrt. Etwa zwei Jahre vor der Aufführung der 
Orestie (Diod. XI 77)^) hatten die Vorrechte dieses Gerichts- 
hofes durch die Reformen des Ephialtes und Perikles eine 
Schmälerung erlitten (zu Eum. 697 f.), indem seine richter- 
lichen Befugnisse auf die Mordklagen (ßixac q)OVLxa(\ auf die 
Klage wegen Brandstiftung (yQaqyff nvQxaVäg) und gewisse 
Fälle der Gottlosigkeit {yQccg)ii iöeßsiag) beschränkt wurden.*) 
Die Dichtung des Aschylos bringt den Streit der Parteien zum 
versöhnenden Abschlufs, indem sie das, was dem Areopag 
geblieben, das Urteil über vorsätzlichen Mord, als den Anlafs 
seiner Stiftung und die Grundlage seiner Würde weihevoll ver* 
kündet. In der Stiftungsrede der Athena (Eum. 684 ff.) frei- 
lich werden den Neuerern scharfe und bittere Worte zugerufen, 
aber diese Rede scheint in ihrer jetzigen Gestalt nicht von 
Aschylos herzurühren (zu Eum. 684 ffl).^) — Das^ Bündnis, 

1) Vgl. Philippi, Der Areopag und die Epheten S. 348 ff. 

2) Vgl. Philippi a. 0. S. 264 ff., 161 f., 166 f. 

8) Vgl. meine Abhandlung über den Schauplatz in den Eum. d. 
Asch, in den Sitzungaber. d. Münch. Akad. Philos.-philol. Ei. 1887 
S. 62 ff. Weil, Des traces de remaniement dans les drames d'Eschyle in 
der Revue des ^tudes Greaques 1888 S. 1 — 26 erklärt sich gegen die 
Unechtheit dieser Bede. Aber die Rechtfertigung von xovds 688, daTs 
der Schauspieler an den Rand des Logeion trete und mit der Hand auf 
den ^wirklichen Areshügel hinzeige, entspricht nicht dem idealeh Zug 
der Äschyleischen Tragödie. Eine Wiederaufführung der Orestie zur Zeit 
des peloponnesischen Krieges schliefst Weil aus den Anspielungen in der 
Parabase der Wolken von Aristophanea und in der Elektra des Earipides 
(520 — 544). Der für eine solche Wiederaufführung vorgenommenen Um- 
arbeitung weist er nur Eum. 670 — 676 und 770 — 777 zu. Wir reclmen 
dazu aufser der besprochenen Stiftungsrede auch Ag. 1485—1438, Gho. 
274—296, 989—994, 1008 f., Eum. 860—868. 



EINLEITUNG. 23 

welches die Athener kurze Zeit vorher mit Argos geschlossen 
hatten (Thuk. I 102, 4, vgl. Schol. zu 290 Ag rdra tfvfifta;|row- 
tmv ^AQyaCmv ^A^valoig)^ erhält seine Weihe durch Ereignisse 
der Heroenzeit, durch die Ankündigung des ApoUon und durch 
die Worte des Dankes, welche der Argiver Orestes der Stadt 
Athen ausspricht, in der er Erlösung von langen und schweren 
Leiden gefunden (Eum. 289— 291, 673 flF., 765 ff.). Den Wider- 
spruch, welchen der Dichter gegen die Bestrebungen der de- 
mokratischen Partei empfinden mochte, die das Bündnis vor- 
zugsweise betrieben hatte, vergifst er der vollendeten That- 
sache gegenüber, um der bürgerlichen Eintracht seinen Tnbut 
zu bringen. — Auch der in fernen Landen kämpfend^ Mit- 
bürger gedenkt der Dichter gelegentlich in teilnahmsvoller 
Weise (Eum. 295). — Die gröfste Befriedigung mufste dem 
athenischen Zuschauer der letzte Teil des dritten Stückes er- 
wecken, in welchem das Heiligtum der Eumeniden am Areopag, 
an das sich seit den Eylonischen Wirren (Thuk. I 126, 11) 
mancherlei Erinnerungen knüpften, als ein Hort des Wohl- 
standes und der bürgerlichen Eintracht gefeiert und die her- 
kömmliche Procession zu Ehren der Usfivai durch die Gottin 
Athena gestiftet und verklärt wird. 

Die Fülle und Hoheit der Gedanken, die Kraft des sitt- 
lichen Gefühls, die unvergleichliche Pracht und Würde der 
Sprache machen die Orestie zu einem der erhabensten Dichter- 
werke. Die Anlage der drei Handlungen ist einfach und ohne 
Verwicklung. Ohne Rücksicht auf die natürliche Zeitdauer 
läfst der Dichter im Agamemnon das, was sich der Phantasie 
als eine zusammenhängende Handlung bietet, ohne weiteres 
aufeinander folgen, so dafs sich an die durch Feuersignale 
gemeldete Einnahme Trojas die Ankunft des Agamemnon in 
Argos anschliefst ungeachtet des Sturmes auf der Heimkehr, 
der ausführlich bescluieben wird. In der Rolle der Easandra 
hat sich der Dichter ein treffliches Mittel erfunden, die Vor- 
gänge im Innern des Hauses den Zuschauern vor Augen zu 
fElhren und Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in Einem 
Bilde zu vereinen. — In den Choephoren wird die Anagnorisis 
in schlichter Weise gegeben. Nachdem sich die Geschwister 
erkannt haben, vereinigen sie sich zur hinterlistigen Voll- 
streckung des Rachewerks. — Wie im ersten Stücke, so über- 
springt der Dichter auch im dritten Raum und Zeit und läfst 
nach einer Scenenverwandlung den kurz vorher von Delphi 
abgegangenen Orestes und die ihm nachsetzenden Erinyen in 
Athen erscheinen. — Die drei Dramen sind selbständige Hand- 
lungen, aber wie sie durch den Mythus und die Idee verbun- 
den sind, so bereitet der Schlufs des Agamemnon wie schon 



24 EINLEITUNG. 

vorher die Weissagung der Kasandra (1279 flf., 1323 ff.) auf 
das folgende Stück, der Schlufs der Choephoren auf das dritte 
vor. — Der Chor hat im ersten Stück die ehrwürdige Gestalt 
von Greisen.^) Im zweiten Drama, dessen Handlung in ge- 
wissem Sinne der Familie angehört, ist er aus dem Gesinde 
des Hauses genommen; im dritten, welches mehr im Kreise 
der Götter als der Menschen spielt und sich zu einem Kampfe 
der alten und der jungen Götterwelt gestaltet, hat der Chor 
göttliches Ansehen. — Die Charakteristik der Personen*) be- 
schränkt sich im allgemeinen auf grofse Züge, psychologische 
Feinmalerei liegt Aschylos fem. Die Personen sind nicht ge- 
wöhnliche Menschen, sondern gehören auch in ihrem Wesen 
wie in ihrer Erscheinung der Heroenwelt an. Für die Hand- 
lung sind am bedeutendsten die Charaktere der Klytämestra 
und des Orestes, welche den drei Stücken gemeinsam sind, 
wenn auch Orestes im Agamemnon nur als Rächer der Zu- 
kunft vorschwebt und Klytämestra in den Eumeniden blofs 
als Schatten auftritt. In Agamemnon sehen wir Klytämestra 
vorzugsweise als Rächerin und ihr Wesen hat etwas furchtbar 
Grofses und Thatkräftiges. Schon Öfter ist sie mit der Lady 
Macbeth von Shakespeare verglichen worden. Die Heuchelei 
erscheint ihr dem Feinde gegenüber, der die Gestalt eines 
Freundes hat, als gerechtfertigt und durch die Umstände ge- 
boten (1373). Dieselbe gehört nicht zu ihrer Natur, sondern 
ist ihr nur Mittel zu dem augenblicklichen Zwecke. Als 
trotzige Yerbrecherin bekennt sie frei ihre That und rühmt 
sich derselben. In den Choephoren verliert ihr Charakter an 
seiner Gröfse, weil die Handlung eine schärfere Betonung des 
ehebrecherischen Verhältnisses erfordert. Die Sprache, welche 
das Schattenbild der Klytämestra in den Eumeniden führt^ 
zeigt wieder die heftige und trotzige Frau. — Orestes ist der 
treue Diener des Gottes, aber vor der grausen That, die ihm 

1) 0. Müller, Klausen u. a. sehen in dem Chor einen hohen Rat 
(YEQova£a\ den der Fürst bei seinem Abgange zur Verwaltung des Reiches 
unter dem Vorsitz der Klytämestra hinterlassen habe. Vgl. dagegen 
Hermann Opnsc. VI 2 S. 136. Der Dichter giebt nirgends eine Andeutung 
von einer solchen Einrichtung. In V. 876 ist ßovXrjv yLCtxuqqCi^BiBV in 
p. mataQifdipsiBv zu verbessern, 836 ist von öffentlichen Versammlungen 
des Volkes die Rede. Die Ältesten der Gemeinde sind die natürlichen 
Vertreter der Gemeinde, zumal da die kampffähigen Männer in den 
Krieg gezogen sind. So vertritt der Chor das Volk wie im öd. Tjr. und 
in der Antigene des Sophokles. 

2) Vgl. J. K. Fleischmann, Kritische Studien über die Kunst der 
Charakteristik bei Äsch. und Soph., Nürnberg 1876 und „Das Charakter- 
bild der Klytämestra bei Aach, und Soph." m den Jahrb. f. class. Philol. 
116 S. 613 ff., dazu meine Gegenbemerkungen in den Bursianschen Jahresb. 
1877. 1 S. 216 f. 



EINLEITUNG. 25 

Apollon auferlegt hat, bebt er zurück. Der Gott treibt ihn 
durch furchtbare Drohungen, Elektra und der Chor müssen 
ihn durch die Erinnerung an die schnöde Ermordung des Va- 
ters und die frevelhafte Behandlung des Toten stärken, den 
schon zur That erhobenen Arm würde er wieder sinken lassen, 
wenn ihn nicht Pylades mit ernsten Worten an das Gebot des 
Gottes erinnerte. Aber seine Zaghaftigkeit entspringt nur 
seinem sittlichen Gefühle und der natürlichen Scheu, Hand an 
die leibliche Mutter zu legen. Sobald er sich immer wieder 
zum Bewufstsein gebracht hat, dafs die Pflicht die schreck- 
liche That gebieterisch fordert, zeigt er volle Entschiedenheit 
und Thatkraft. Der Gedanke an seine traurige Aufgabe und 
der Widerstreit der Gefühle giebt seinem Wesen einen schwer- 
mütigen Zug (Cho. 314ff., 404fiF.), der nach der That durch 
die Verfolgung der Erinyen noch gesteigert wird. Aber diese 
Schwermut hat nicht das Weltschmerzliche Euripideischer Cha- 
raktere. — Würdig und ehrfurchtgebietend ist die Gestalt des 
Agamemnon. Seine Rede atmet Gottergebenheit und Milde, 
nachdem seinem Verlangen nach Sieg und Ruhm vollauf Genüge 
geschehen. — Höchst stimmungsvoll wirkt die Erscheinung 
der Easandra. „Ihre Peyson vereinigt alles, was ein schmerz- 
liches Mitgefühl erregen mufs, ungeheures Mifsgeschick in 
blühender Jugend, jungfräuliche Reinheit und prophetischen 
Charakter, der noch im Schwung ihrer enthusiastischen Klage 
hervorleuchtet'' (Bernhardy). — Elektra hat zwar nicht die 
heroische Thatkraft wie bei Sophokles, aber bei aller Milde, 
wie sie ihrer weiblichen Natur und ihrem mädchenhaften Wesen 
zukommt (140 f.), zeigt sie doch eine gewisse Heftigkeit (362 ff., 
393 ff., 417 ff.), durch welche die Charakteristik des Sophokles 
vorgezeichnet ist. — Anziehend und mit gemütlichen indivi- 
duellen Zügen sind die Rollen des Wächters und des Herolds 
im Agamemnon, der Kilissa in den Choephoren, der Priesterin 
in den Eumeniden gezeichnet. — Der Charakter des Agisthos, 
der nur nebensächliche Bedeutung hat, neigt zum Niedrigen. — 
Apollon tritt uns entgegen als der Gott ewiger Jugend, edler 
Aufwallung leidenschaftlichen Unwillens, kühner That, wie er 
im vatikanischen Bilde vor uns steht. — Pallas ist das Muster- 
bild der (JiOfpQo^rivrij besonnener Weisheit, Billigkeit und Mäfsi- 
gung. — Die Greise des Chors sind ernst, geneigt Schlimmes 
zu ahnen und der Zukunft zu mifstrauen, voll Ehrfurcht gegen 
den rechtmäTsigen Herrn, dagegen trotzig gegen den Gewalt- 
herrscher und trotz des Alters zum Kampfe gegen ihn bereit^); 
die dienenden Frauen des zweiten Chores sind furchtsam, aber 



1) Das ist der Gegensatz wie er Cho. 68 fiP. beschrieben wird. 



26 EINLEITUNG. 

treu in ihrer Anhänglichkeit an den freventlich ermordeten 
Herrn; grofsartig ist das Bild der Erinyen, deren übermensch- 
liche Heftigkeit und Leidenschaft mit meisterhafter Lebendig- 
keit yor Augen tritt. Fast möchte man zweifeln , ob der grofste 
Zauber der Rede mächtig genug ist, solche Wesen in Eume- 
niden zu verwandeln. 

Das Satyrdrama der Orestie ngaytsvg war wahrscheinlich 
durch die Erzählung des Herolds Ag. 641 ff. vorbereitet und 
behandelte wohl die Abenteuer des Menelaos in Ägypten nach 
der Erzählung des Homer. Erhalten sind una noch zwei Verse 
Athen. IX p. 394 A 

6iroviiivriv 8v6rr}vov id'Xücv tpdßa 

Aufserdem werden noch einzelne Ausdrücke ocal tbv Ix^mv 
ydqov (ebend. II p. 67 C), aaXmoi (Hesych. u. d. WO*)j äftaA« 
(ebd.)^, und der Name Eldci (für Eiöod'ia gebraucht, Schol. 
zu Hom. d 366) aus dem Stücke angeführt. 



1) Schweighäuser hat nsnlriyfiivriv vor^eBchlagen; es ist aber 
aufBerdem auch itifog mvav zu schreiben. Die Taube nähert sich Kömer 
fressend dem Wurfler und wird von diesem mit der Schaufel geschlagen, 
80 dafs ihr der Flügel in der Mitte zerbricht (usaanTa steht proleptisch). 

2) Da Hesych. das Wort mit SbivoC erklärt, so hat es ursprüng- 
lich wohl aanxoi geheifsen, wie er hinzufügt (xal aanxoC)^ wenn nicht 
die gleiche Verbesseruog wie Ag. 147 anzuwenden ist. 

3) Hesych. rr/V vavv, ano rov afiäv triw aXa, Das Wort ist wohl, 
ebenso wie jSäpig (Herod. II 96) aus dem Ägyptischen zu erklären, dient 
jedenfalls wie bei dem ägyptischen Herolde Supp]. 855, 860 dazu der 
Sprache fremdartige Färbung zu geben. 



ATAMEMNÜN. 



TA TOT APAMATOS nPOSüHA 

*TAAS. 

XOPOS. 

KATTAIMHSTPA. 

KHPTg. 

ArAMEMNßN. 

KASANAPA. 

AiriS0OS. 

Die Rollen konnten unter drei Schauspieler in folgender Weise ver- 
teilt werden: 

Protagonistes: Wächter, Herold, Agamemnon. 
Deuteragonistes : Elytämestra. 
Tritagonistes : Kasandra, Ägisthos. 

Der Chor besteht aus zwölf Geronten, welche als Vertreter des 
Volkes erscheinen. Wegen der Zahl Tgl. zu 1847 f. Sie ziehen ein auf 
Stäbe gestützt (76) und tragen einen Degen an der Seite (1661). 

Der Schauplatz der Handlung ist vor dem Atridenpalaste, den die 
Hanptdekoration darstellt. 



xnoeESis. 

^Aya^ti^ivaiv Big '^Xiov catiiav rrj KXvtaifiriöTpccy sl nop&TJöot tb 
"IXmv^ inciaxsro Tfjg avrfjg "fi^i^g örjiialvBiv öuc xov tcvqCov. o&sv 
Cvwjtov iyux&ifSsv ivcl iitöd'm XAvTa^fi^(Tr^a, tva zriqolri xov itvqoov» 
ymI 6 fdv löiav iatrjyyEiXBv^ ttvxj\ d\ r&v nqitsßvx&v o^Aov iisxcrjti^- 
Tuxai TtBql xov TtvQCov iQOVCa' i| oov Kai 6 xoQog avvlcxcnai' otxt^veg 
cexovöccvxeg naiavi^ovCiv, ftft' ov Ttolv öi %ccl TaX&vßtog^) na^a- 
yCvexai xai xä xaxa xov nkovv öiriystxcci. ldya^i(iv(ov d' inl aitrivrig 
iQj(£xai. sTitexo ö^ ccvx^ ixlqu iatrivri^ ?v^a ijv xa Xdq)VQa %al -^ 
KaödvÖQa, avxbg fUv ovv TtqoBKsiqjiBxai. slg xov oIkov övv xfj KXv- 
xai^rfixqa^ KcccdvÖQa dh TtQOiiavxsvExaiy tcqIv Big xä ßaölXeuc bIöbX- 
^Biv^ xhv Buvxfig xal xov jiya^^vovog ^dvaxov %al xijv i| ^Oqboxov 
liflXQOXxovlav^ Tial Blöitriöa &g &avov^Bvi]j ^Cij^aöa xä (Sxi^L^Luxa. xovxo 
61 xo fjkiQog xov ö^dfiaxog ^ccvftd^Bxai &g innkri^tv l%ov 9ucl ol%xov 
t%avov, Idlcog 8h Ala^vkog xbv lAya^lfivovcc iytl öxrivijg ccvatQBia^ai. 
noiBt^\ xbv 6i Kuodvöqag cuumriCccg ^dyaxov vBKQäv avxriv iTtidsi^B^ 
TUTtoCfixiv XB AXyi(S^ov %ctl KXvxatfiriiSXQccv ixdxBQOv öuöxvQt^OfiBvov 
TCBQi xtig &vatqB<SB{og ivl xB(palat<p^ xr^v fifv xrj avcciQiaei ^I(ptyBVBlccg^ 
xbv 6b xatg xov naxgbg ßviaxov i^ ^AxQBcag övfupoQatg, 

EöiödjdTi xb ÖQä^a ifü aQ^ovxog OtXonkiovg 6Xvfi7ti.ddL dyöoi]- 
nooxy ?xBi dBvxiQG).^^ TtQ&xog Alö^vkog Idyce^i^ivovt^ Xoriq>6QOigj 
Kviuvlctj n^axBt öccxvQiKm. iioqr^Bi Skvo%kfig j4<piövBvg.^) 

1) Ancb im Personen Verzeichnisse bietet die handschriftliche Über- 
lieferung TaX^vßiog yLtjgv^. Aber da der Name im Stucke selbst nicht 
vorkommt, ist er mit Recht von Stanley beseitigt worden. 

2) Diese Angabe ist nicht ganz richtig. Nur den Wehemf des von 
tödlichem Schlage getroffenen Agamemnon hört man Y. 1342 aas dem 
Innern des Hauses. 

3) d. i 468 T. Chr. 

4) Diese Angaben werden bestätigt durch das neuerdings auf der 
Akropolis gefundene BruchstQck eines Verzeichnisses von vinai dtovv- 
0itt%al (vgl. 'E<pTj(iBiflg dQxaioloyiiiT] 1886 S. 267), in welchem es heifst: 
{inl ^tio)%XBovg . . xqaymdoiv. Ssvoulrjg 'Aq>idva{iog) £%09)}(yci). Ale%v- 
Xog i6l9aa%ev. 



4»TAAa. 

@€Ovg lihv air& t&vd' iacakkayijfv xövmv 
(pQOVQ&s ixeCaq fi^xog, ijv xoiiaAfisvog 
öriyaig ^AtQEiSCav &yxad'€v xvvbg äixr^v 
&6rQ(ov xatoiSa vvxtiQCOv 6|[ti}yvptv, 
xal tovg (pBQOVxag xetfia xal %'iQog ßQOtotg 
XafiJtQoifg SvvAötag^ i^TCQBTCovzag aid'eQv 



1—39 Prolog. Man erblickt 
den Wächter auf dem Dache des 
Atride Dpalas tes liegend. — Der Pro- 
log besteht in den drei Stücken die- 
ser Trilogie aus einem Monologe, 
welcher gnt motiviert erscheint, 
auch in den Eumeniden (vgl. zu 1). 
Einer ausführlicheren Exposition 
bedarf es hier nicht. Das aufregende 
Moment wird 18 f. und 36 ff. von 
ferne angedeutet. Aus denselben 
Stellen ergiebt sich, dafs der im- 
mer wieder durchbrechende Unmut 
des treuen Dieners (34 f.) einen tie 
feren Grund hat. So erweckt schon 
der Prolog die der Tragödie ent- 
sprechende Stimmung. — Für die 
Illusion beginnt die Handlung vor 
Tagesanbruch. Trojafiel um Mitter- 
nacht (Eur. Hek. 914 (iBaovvntiog 
dXlvfiav, wozu der Schol. den Vers 
der kleinen Ilias: vv£ fisv ^r^v fiia- 
01}, Xa(iJtQa 9* inizBllB <SBXrivf\ an- 
führt). 

1 f . fifv . . tpQOVQäs iztCag fil]- 
nog — xal vvv 8 wie aslfihv — 
xal vvv z. B. Soph. Ai. 1 — 3, vgl. 
Hom. ^ 107—109 und zu Cho. 692. 
Wie ich ein volles Jahr auf der 
Wache liege, so lauere ich auch 
jetzt. Da Kalchas vorhergesagt 
hatte, dafs Troja erst im zehnten 
Jahre fallen werde (Hom. B 329), 
so brauchte erst in der letzten Zeit 
ein Wächter aufgestellt zu werden, 



wie auch der Späher des Ägisthos 
Hom. d 526 ein Jahr lang wacht. — 
Zu dem acc. temp. ft^xog vgl. 1140 
afitpid'aXfj %a%oCg ß^ov, Eur. Or. 72 
nagd'ivB fieiK^ov dri fi^nog 'HXinzQa 
XQOvov. Für {(pQovQav) <pqc^qbiv 
tritt moifiäaO'ai ein, weil er liegend 
die Wache versieht. Vgl. Eur. Rhes. 
6 xetQciiAOiQOV vvxtog (pvXaxrjv na- 
ajis axQaTtag nQOtiad'rjvtai', 

3. ayxa^cv, mit aufgestützten 
Armen, wie der wachende Hund 
die Vorderfüfse stellt. Der Wächter, 
der nach einem Feuerzeichen aus- 
späht, braucht nur nachts zu wa- 
chen. Die Erklärung des Schol. 
xara <fvy%07crjv dvvi zov dviitad'BVy 
welcher zuliebe Schncidewin <rre- 
yrjg geschrieben hat, ist unrichtig. 
Allerdings steht ayuad^sv Eum. 376 
in diesem Sinne nach der hand- 
schriftlichen Überlieferung; aber 
das Versmafs verlangt dort avi- 
%a&Bv. 

4. nuzoida, ich habe sie mir ge- 
nau gemerkt. 

6. Svvaazag, weil sie aus der 
OfiiQyvQig der anderen Sterne hervor- 
glänzen {ifinginovzag). Dicit Si- 
rinm, Arcturum, Orionem, Pleiades, 
Hyades, quarum ortus et occasus 
hiemem et aestatem hominibus 
disterminat (Klausen). Vgl. Athen, 
p. 489 E zag nXBiudag, nqbg ag 6x6' 
^og Z8 xal afirjzog xal zoäv naffnav 



AFAMEMNiiN. 



31 



[ttördgasj Stav tp^CvatSiv^ avtoXag rs röv]. 
xal vvv ipvkä66o Xa^yiddog rb ö'viißokovj 
avyijv TtvQÖg fpigovöav ix Tgoiag (pdtiv 
akA^LiL&v ts ßdl^iv' &ds yäg xgatst 
yvvatxbs iväQÖßovXov ikTCidav xiag, 
tvr ctv 8\ wxxiuckayxxov ivägoööv r' l^o 
siv^v dvsLQOLg oix i%L<sxo7Coviiivriv — 
XI fiijv; q>6ßog yäg &vxC%vovg Jtagaöxaxety 
xb fti^ ßeßaCfog ßkdfpuQa öviißaketv vjtvoD — 
oxav d' asidsiv ^ iiivvQeöd'aL äox&j 
V7CV0V x68^ avxifiokTtov ivxsfivcov £xog, 
xXa£c9 x&t otxov xovds övinpogäv öxevcov 



10 



15 



aQxri yeviafiog xcrl awa^gfoig, %a^a 
tpfl6t TnaVHaMog' ^ylUriiaSav uTla- 
ysptiov inittXlofAevdoov aQ%^a^* aikri- 

"Agatog' ,,o? filv oiimg oXiyai %a\ 
ttq>tyyisg, aXX' ovoiuiaxal '^qi %&l 
ianggiaiy Zsvg d* atrtog, eiUaaov- 
Tai' og üfpici %aX ^igtog nal x^^f^' 
T09 dgx^ß^'f'oio aijijuitivetv inivsvaev, 
ixf^;i;ofi£Vov x' aqOTOio. 

7. Der überflüsBige Vers, der die 
vorausgehende Metapher prosaisch 
erklärt, giebt sich als nachträg- 
licher Zusatz zn erkennen. Das de- 
monstrative tmv ist ohne rechte 
Beziehung und am Schlüsse des 
Satzes schleppend. Der Daktylus 
kommt im ersten Fufse gewöhnlich 
nur bei Eigennamen »vor. Auch 
fehlt der V. in des Achill. Tat 
EUtayioyfi tig xd 'Affdtov ^aivoniva 
p. 122, wo 4^6 angefahrt werden. 

10. dldatfiov ßd^iv (Kunde von 
der Einnahme, vgl. Sept. 622 dXm- 
ail^tv araittfa) tritt als nähere Be- 
stimmung zu q>dxtv. 

11. yviraixoff steht als Gegensatz 
zn dem folgenden dvÖQo- {dvögo- 
fiovlog yvvri' 17 dvdQog Bovlevuata 
ßovlevofjkivti' dvdQog S\ xcv xar' 
Unatvav leyopiivov Bekk. Anecd. 
p. 19). — ilnldmv ist gen. rel. zu 
dvdgopovXov: in ihren Hoffnungen 
erhebt sie sich zu männlichen Plä- 
nen. Mit ironischer Bitterkeit spielt 
der Wächter auf den Namen Klv- 
Tffftfftijtftpa (Et7ro.M.621,18 ^ xlvra 
pjldofkivri) an, beschränkt aber das 



%Xvzd fiT^Ssa&ai. auf das Gebiet der 
Hoffnungen. Vgl. zu 1086 und Hom. 
y 266 9Ca KXvxaifir(<sxqri' tpQiel^aQ 
inhXQyi'c' dyad"jaiv, 

12. vvnxtnXayitxog evvrj ist das 
nächtliche Lager das (durch Wind) 
beunruhigt wird. Er meint: „wenn 
Wind und Regen mein Lager heim- 
suchen". 

14 f. xi fiiqv: wie 677, Eum. 203 
(„was doch?" „warum auch nicht?*'), 
vgl. xi yap; quid enim? Er. I §69, 
39, 2. — dvxinvovg, entgegenhau- 
chend, entgegenwirkend. Davon 
hängt x6 fiTj . . avfißccXsiv ab. Vgl. 
zu 1689 

16. oxav Sonm, wenn es mir ein- 
fällt. — fiivvQsad^ai (trällern, sum- 
men): vgl. Aristoph. Ekkl. 880 fu- 
vvQOfiivTi Xi nifog ifiavTTjv fjkiXog. — 
Dem Nachsatz nXa£<o %xi. wird noch 
einmal ein durch den Zwischensatz 
xi fii)v; fpoßog ydg %XB. veranlafs- 
ter Nebensatz vorgeschoben. 

17. gegensingendes Heilmittel d.i. 
Gegenmittel das in Gesang besteht. 
In anderem Sinne heifst esEur. Med. 
1176 dvxifioXnov oXoXvyrjg xoxvroy. 
— ivvifivfiv ist hergenommen von 
den Qiioxofioi, welche durch Ein- 
scheiden von Wurzeln und Pflanzen 
Heilmittel bereiteten. Vgl. 1260, 
Pind. Pyth.IV 221 dvxixofia axsQsdv 
odvvdv, Theophr. Pflanzengesch. 
IX 1, 6—7. — Zum Gedanken vgl. 
Lucr. V 1403 et vigilantibus hinc 
aderant solacia somni ducere multi- 
modis voces et flectere cantus. 



\ 



32 



AIEXTAOT 



0^% d}s tä ^q66%^ &Qiötä Ss^notovfiivov. 
vvv tf' Bvxvxiig ydvoit oacaXkayii n6p(ov 
Bvayyikov tpavivxog 6Q<pvaiov JcvQÖg. 

(pccog nt(pav6x<ov xal xoq&v xaräövaöiv 
nokkSiv iv "Agysi xfiaSe 6v(iq>0Qäg %aQLv, 
loi) lov* 

'Aya(ii(ivovog ywavxl 6ri(iavaf roQ&g 
evvrig inavxsCkaöav hg rdxog dofiotg 
dkokvyiibv s'öqyrifLOvvta tfjde kafixddi 
ijtoQd'id^aiVj etjtSQ ^Iklov n6kig 
iakioxsv^ ag 6 (pQvxtbg äyyikkan/ nQBTiBi* 
avtög % Byoye (pQoifiiov x^Q^'^^ofiai, 
tä ä€67Cotöv yäg £V xsöovta di^öoiiac 



20 



25 



30 



19. SBdnotovfLsvov (Cho.103, Eam. 
530): vgl. Tragic. Rom. frgm. ine. 
100 ed. Uibb. o domus antiqua, heu 
qaam dispari Dominare domioo. 

20. vvv, jetzt endlich nachdem 
das ganze Jahr um ist (2). Damit 
wird motiviert, dafs gleich darauf 
wirklich das Feuerzeichen erscheint. 
Vgl. Soph.Oed. T. 73. — Der Man- 
gel der gewöhnlichen Cäsnr wird 
ausgeglichen durch die Elision nach 
dem dritten Fufs (vgl. 824, 937, 
1263, 1266, Cho. 882, 918, Eum. 
907), zumal da die nächste Silbe 
der erste Teil eines zusammenge- 
setzten Wortes ist (vgl. 1033, 1062, 
1269, Cho. 1, Eum. 447, auch Cho. 
150). 

21. Nach diesem Vers mufs, wie 
schon der Schol. bemerkt, eine 
kleine Pause stattfinden, worauf 
der Wächter, von seinem Lager auf- 
springend, mit lautem Ruf das Flam- 
menzeichen begrufst. 

22. 7ififQi]aiov steht gegensätz- 
lich zu vvxzog wie 627 tpms iv ev- 
(pQovf^f Pers. 304 Isvmbv ijfiaQ vv- 
%t6g i* iislayxCfiov^ so dafs vvxzog 
zuerst im eigentlichen Sinne steht 
und dann in übertragener Bedeu- 
tung gedacht wird. 

24. xagiv^ als Dank, zum Dank. 
Eur. Alk. 1155 j^OQovg in ia^Xaig 
^viitpoQcciaiv [atdvai, 

25. Spätere Qrammatiker unter- 



scheiden durch den Accent iov lov 
als Ausdruck der Freude von dem 
klagenden lov lov, Herodian u. a. 
kennen diese Unterscheidung nicht. 

26. Die Umschreibung *Aya(jkifivo- 
vog yvvaixi ist im Munde des Wäch- 
ters anzüglich. -— Weil der Dichter 
das Abtreten des Wächters zu mo> 
tivieren hat, mufs man die Lesart 
geringerer Uandschr. tffjfiavco der 
besseren Überlieferung <Tfjfta^va> vor- 
ziehen. Die Verwechslung dieser 
Formen findet sich öfters. 

27. inavz^Ckaaavx der Wächter 
ist noch ganz eingenommen von 
der Beobachtung der Sterne. — ^o- 
fkoig zu iTCOQ&idiBiv wie 1108. 

28. oXoXvyiLOV'. Hesych. ololvyij* 
tpmvri yvvaixeov r^v xotovvtai iv 
TOts tegoi^g svxoiievai^ Eustath. zu 
Hom. d 767 t6 oXoXv^eiv yvvaixela 
evxrj Xiyvipmvogt Xenoph. Anab. IV 
3, 19 inel itaXa ijv ta Cfpayia^ inai- 
avi^ov ndvxeg ot atifuvimtat xal cryij- 
XdXa^ov , üvvmXoXv^ov dh xal a£ yv- 
vaixeg dnaffai. Der Wächter denkt 
also an Dankgesänge von Frauen- 
chören. Vgl. yuyntxaiOt vofioi 599. 
— z'^de Xafinddi zu BV(p'qfiovvTU, 

32 f. ^ijtfofuxi: die zugefallenen 
Würfel werden zum Spiel gesetzt. 
Vgl. Soph. frg. 686 Dind. «nigysiv 
9h zdxnsaovza xal 9'iüd'ag nginei 
2k)q>bv xvßsvzT^v, dXla fir^ axivBiv 
tvxrjv, Plat Rep. p. 604 C mcniff 



APABifEMN^N. 



33 



tqIs ^S ßalovörig r^e^d^ (wt (pQVTCtmgiag. 
yivoLto d' ovv iioXdvtog svipiXi} X^Qct 
&vaxtog oCxav ryds ßaördöac %bqL 
rä tf' &Xla öcy&' ßovg i%l ylAöörj iidyag 
ßißipcsv' olxog d' aitög, bI ipd'oyyilv Xdßoi^ 



36 



iv ntdaet %vßtDV nQog tu ntmoa- 
KOta jL^sö^ai. xa avtov ngayiiaxa^ 
Ter. Ad. IV 7, 21 Ita vitast homi- 
nnm, quasi quom ludas tesseris, Si 
illad qnod maznme opus est iacta 
non cadit, Illud quod cecidit forte, 
id arte ut corrigas. Der Wurf tglg 
££ war der beste. Hesjch. t^lg ef* 
vi%nt7iQiog ßolog^ nalnagoifiia' t^I^ 
c£ rj xifttg nvßoty Diogenian. V 4 
v6 iihv tffig 1^1 zriv navtslij vCuriv 
driloiy v6 dh r^f tg nvßot triv ^xtav. 
Auf unser Kartenspiel übertragen 
würde der Ausdruck etwa lauten: 
„Das Glück meiner Herrschaft ist 
eine gute Karte für mein Spiel; 
vier As hat mir diese Feuerwache 
eingebracht." (Andere betrachten 
iv nsaovta als Prädikat zu d^oofiat 
und erklären: „Des Hauses Glück 
will ich zu meinem GLückswurf 
machen. ") 

36. Hesjch. ßovg inl yXoaaay* 
naQoifila Inl rcüv fitj dwafiivoav 
ntxQQTiaid^söd'ai. Die dazu gegebene 
Erklärung nrot diä viiv lc%vv xov 
itoov ^ dta xo xav'Ad'rjvaitov vofiiana 
^l^tv ßovv iyHexccQayfiivov, ovnsQ 
i%xivsiv Tovff niga xov diovxog nag- 
grjoiatofidvovg rjv i&og erscheint als 
künstlich. Ähnlich ist die Deutung 
des Schol. rj ßagog inCneixai rj qpo- 
ßovfiai irj(i£av intveiaofLivriv fioi. 
Kichtig aber ist gewifs in beiden 
Erklärungen, dafs Fnrcht vor Strafe 
als Grund des Schweigens ange- 
deutet wird. Augenscheinlich ist 
der Ausdruck %Xrjg inl yltoccri ßi- 
ßrmiv (Aesch. fr^. 307 a;il'' faxt 
naiiol itl-Qg inl ylio6arj (pvla^, Soph. 
Oed. K. 1052 ^^tfc'a x^^ff i^l yltoaaa 
ßißaxe ngoünolmv Evfiolmdäv, vgl. 
auch Anthol. Pal. X 42 dggi^xtov 
inimv yXtaccri ^tpgnylg ini%t£a&ai) 
mit volkstümlichem Humor, der 
gern in Bezeichnung von Straf- 
werkseugen sich geltend macht, in 

Aaohjlot, Orettie, v. Wxcklxin. 



ßovg inl yl, Bißriuev umgestaltet 
und bedeutet povg tfiäg ßosiog oder 
ßoBla: der Ochsenziemer oder die 
Knute, die gefürchtet wird, ist der 
Schlüssel am Munde. Vgl. Hesych. 
ßovg^ /irtfOT»!, Plaut. Asin. I 1, 21 
aput fnstitudinas ferricrepinas in- 
sulas, ubi vivos homines mortui 
incursant boves. In witziger Weise 
ist der sprichwörtliche Ausdruck 
ausgedeutet bei Theogn. 860 ßovg 
fioi inl yXdffüy xgaxsgm «o^l Xa$ 
inißaCvfov 'I^xei mooxilXsiv naintg 
inioxduBvov. Dem agav^gm nodl 
Xa£ intßalvmv entspricht das Epi- 
theton iiiyag hier wie bei dem Koi 
miker Strattis fr. 67 K. ßovg i^ßaC- 
vsi (inefißa£v6i) (liyag (Sxgaxxig 
slnB nagä xijv nagoifiCav xr^v „ßovff 
inl ylöiTtiy" Hesych.). Lobeck 
(Aglaoph. I S. 36) denkt an einen 
ledernen Riemen, mit dem Verur- 
teilten der Mund verbunden wurde 
(vgl. H. L. Abrens Philol. Suppl. I 
S. 229 ff.), G.Hermann an den achwe* 
reu Druck des Stierfufses, unter 
dem man nichts hervorziehen kann ; 
Schneidewin (Philol. IX S. 149 ff.) 
bringt das Sprichwort mit den My- 
sterien in Znsammen hang; Härtung 
meint, das Schlofs habe die Gestalt 
eines Stierfufses gehabt, Margo- 
liouth hält ßovg für eine Verball- 
homung von ßvg^ das er als 
Grundwort von ßvBiv (stopfen) be- 
trachtet. 

37. Dieser Gedanke bezeichnet 
die Sache genügend, wie es Eur. 
Hipp. 418 von ehebrecherischen 
Frauen heilst: nag nox' ., ßlinovaiv 
Big ngoctona xmv ^vvivvexoiv ovdh 
CKOXOP fpgicüovci xov ^vvBgyäxriv 
xigBptvd X* o'CtutDV fi?) noxB qp^oyy^v 
aip^; Gic. pro Cael. 24, 60 nonne 
ipsam domum metuet, ne quam 
vocem eiciat; non parietes con- 
scios? 

3 



34 



. AEXTAOT 



6ag>dötat &v k^euv. &g ixhv iyh 



XOPOS. 
^ixatov iilv itog töd^ insl IlQiiiyLov 
fiiyag &vt£dtxog^ 
Msvikaog &vai i}d' *ji'ya^diLV(Ov^ 

dl^QÖVOV ^lÖd'BV Xal ÖL^XI^TCtQOV 

tififig öxvQbv t^vyog ^AtQsCSatVy 
ötölov ^Agysiav xikiovaiktiv 



40 



46 



38 f. ß%io9 gehört dem Gedanken 
nach EU Iij^ofu» wie Herod. IV 43 
imatdiiivog to avpopta Ixcoy ini' 
Xr^&OfUii^ »gerne bin ich fflr Un- 
kandige anwissend, w&hrend Kun- 
dige mich Terstehen**. Vgl. Plaut 
Mil. 61. II 6, 88 ne tu hercle, si 
te di ament, lin^nam comprimes 
Posthac: etiam illut quod scies 
nesciveris Nee videris quod videris. 
Über fiad'ovci ohne Artikel zu 1394. 
Vgl. 59 nei^aßäüiv. — L'esclave 
d'£8chyle ne prononce qae quelques 
vers et offre cependant tout Tin- 
tärSt d'un caractäre dramatique 
(Patin). 

40—269 Parodos, bestehend 
(wie die Parodos der Perser und 
der Hiketides) aas drei Teilen, dem 
Recitatiy des Chorführers in Ana- 
pästen 40—103, dem Gesang des 
Uhorfahrers mit inup^iyfiMxa (124) 
des Gesamtchoros 104—169, dem 
Ghorgesang 170—269. Der erste 
Teil beginnt mit der Schuld und 
Sühne der Trojaner, legt die äufse- 
ren Verhältnisse dar und giebt mit 
dem Verlangen zu erfahren, was 
die überall auf den Altären der 
Stadt angezündeten Opferfeuer zu 
bedeuten haben (83—87) die Moti- 
vierung für das Auftreten des Chors. 
Der zweite Teil berichtet eine Weis- 
sagung des Kalchas, welche ängst- 
liche Besorgnis in betreff des Heer- 
führers weckt. Der dritte begründet 
diese Besorgnis mit sittlichen Grund- 
sätzen und erklärt das Leiden, das 



den siegreichen Agamemnon er- 
wartet, als Sühne für eine Schuld, 
für die unerhörte Opferung der eige- 
nen Tochter. 

40. i^lv: als Gegensatz schwebt 
Yor der Wunsch, der den C%or her- 
geführt hat, Kunde vom Heere zu 
erhalten 83 ff. — lirtl, dtp' ov, wie 
Cho. 607. 

41 f. Der Singular entspricht dem 
metaphorischen Gebraach Ton dv- 
xidmog, welches für sich steht und 
in der Apposition MsviXaog . . 'Ayet- 
(lifivmv seine Erläuterung erhält: 
„der gewaltige Procefsgegner, ver- 
treten durch Menelaos und Aga- 
memnon". Von dem Bilde des 
Rechtsstreites ist auch a^oiyify 47 
entlehnt. 

43. di&QOvov xal Sick'i^'Xtqov z/td- 
&SV nach Hom. B 107, / 98 f. Vgl. 
Suppl. 379 (Lovoaxri%Tffousi kv ^(f6- 
voiff. — xifirjg von der königlichen 
Würde wie Hom. / 616, Z 193. — 
i^vyog bezieht sich aaf den in dt- 
(fi'Qovov^ -ajuT^ntffov) liegenden Be- 
griff: „der von Zeus mit Thron 
und Scepter begnadeten doppelten 
Würde Vereinigung**. Von dem 
darin liegenden einheitlichen Be* 
griff „gottbegnadetes Herrscher- 
paar'* hängt der zweite Gen. i<v^€^- 
daiv ab. 

46. xtlioyavTi^v wie Eur. Iph. T. 
141 avv utona x'^^'-ovocvta, Androm. 
106 6 xiXiovavg . . "Agr^g^ die dich- 
terische Zahl. Vgl. Thnk. I 10. 



AFAMEMNSiN. 



35 



^Q(xVj 6xQati(Sniv igcoyi^v^ 

(idyav ix dv^v TcXd^ovtsg "Aqki 
tq6nov aiyxmc&Vj oix ixxdyloLg 
&XyB6t TCaCdenf vnatou XB%ieiv 
6xQOtpo8ivovvtai , 
nxsQ'iytov igexiiotöcv igBöööfievoi,^ 
Ssiivioxi^Qri 
növov ÖQXaktxiov iki^avxeg' 

Qjccczos d' aUov ij tig ^A^dkkorv 
4 Uäv ^ Z^g oloDvöd'Qoov 
yöov ö^vßöav xcbväe iisxoixan^ 
i}6XB^6xotvov 



60 



65 



47. ^9«^ ctoXov wie ctH^uv^ anai- 
qnv vttvv (das Schiff yom Lande 
wegheben). — üxQaxiMtiv apooy^v, 
einen Rechtabeiatand (zu 41, vgl. 

' Hom. 9^ 674 i? fiiaov afktpotiQoiai 
> Si%accaxB ^ij^' in aQtoyy), der aus 
i Soldaten besteht, eine Wendung 

wie nvfiM jjre^tfafbt^ atffaxov Sept. 64, 

▼gl. unten zu 82. 

48. %ldto9tts: Hom. 77 428 ot 
d\ £g t' aiyvntoi yafiffftovvxss oyxv- 
XoXBiJiMi nizfixi i(p' vtpriX^ ftsyala 
%latovt9 fuixot^tttt, 

49. Hom. 9E 216 %latov dh Uyimgy 
- ddiPeiti^OP rj t' oiavoi, q>7iv€Ct rj 

alyvntol yafVilrmwxfS^ oM ts xinvet 
' dygötai i^sClo9xo ndifog »Bxstjvu 
' y$via4^ai, — i%'xdyloig, ein Home- 
risches Wort. Vgl. 863. 

50. wcaxot (hoch über) regiert 
den Gen. wie mtiq. 

61. Hom. n 792 cxQStp^Slvrfi^v 
di ot ooas. Ebenso will L. Dindorf 
hier axffstpf^ivovvxai schreiben. 

62. Die gleiche Cllsar 64, 75, 84, 
96 u. ö. Vgl. Christ Metrik § 285. 

53 1 „die nesthütende Arbeit mit 
den Jungen'* d. h. „die Frucht der 
Mühen, welche die Pflege der Jun- 
gen im Neste verursacht hatte". 
Anders Hesych. unter dtfivtoxiiQri 
novovz xa&oeov ot vsottaol ixi xot- 
ovxoi tlttiv mg xa BiykVia vriQfiv xod 
naxixuvj {itidiica nixeif^ai dvvd- 
fuvoty novov Sl xd jcsqI xt^v xqo- 
ipfjv avxmv. Vgl. 1450, Eur. Herc. 
1039 S d* mg xig Oifvig anxcQOV Tut- 



xaaxivmv mdiva tcicvoy, Suppl.1135 
Id 1(6' nov 6h novog ipMv xiiLvtov^ 
Phoen. SO xov ifiov mdivmv novov. 

65 ff. vnaxog zeigt durch seine 
Stellung die Beziehung auf vnuxoi 
60 an: weil die Vögel in der Höhe 
bei den Göttern sich angesiedelt 
haben (jisxoinmv 67), hört sie ein 
Gott in der Höhe. — tig *Ajc6lXmv^ 
etwa Apollo {xlg cum nomine pro- 
prio coniunctum significat talem 
aliquem qualis est qui nominatur. 
Explicavit hunc usum Fritzsohius 
in Quaest. Lucian. p. 16). ApoUon, 
Pan, Zeus sind Götter, die auf 
hohen Bergen verehrt wurden, wie 
Pausanias Vlll 38, 2 ff. auf dem 
Lykaion in Arkadien Heiligtümer 
des Zeus, ApoUon und Pan angiebt 
(vgl. Ahrens Phüol. Suppl. S.234ff.). 
Sie sind nQoaxdxat ihren ^irocxoe, 
den Geiern, die auf ihren Bergen 
horsten. ~ xmvde fAexoi'xoov, dieser, 
die ihre f*£Toi»ot sind, wie Soph. 
El. l^On^bg xijad* vßgi^^ f^ij^^og (von 
dieser, die deine Mutter sein will). 

68. vaxBQonoivov, vgl. 705 vaxsffoa 
Xffovm, Cho. 382 vaxsgonoivov arav, 
Soph. Ant. 1074 vaxeQOcpd'oQOt . . 
'Egivveg, Anthol. XU 229 vaxeQo- 
novv . . Nsfisüiv, Caes. de b. Gall. 
1 14 consuesse enim deos immor- 
tales, quo gravius homines ex com- 
mutatione rerum doleant, qnos pro 
scelere eorum ulcisci velint, his 
secundiores interdum res et diutur- 
niorem impunitatem concedere, Hör. 
carm. III 2, 31 Raro antecedentem 

3* 



36 



AIEXTAOr 



ovxto S^ ^AtQifog Ttatdag 6 XQeiööcav 
i% ^AkB%iv8q(p iciyi,%Bi l^dviog 
Zsifg TCoXvdvoQog ä^Mpl ymfatxbg 
nokkä xalaiöfiara xal yvioßaQi] 
yövaxog xoviaiffcv iQSidoiiBvov 
diaxvavoyiivrig r' iv itQOXBkaCoig 
xdfiaxog d'ilöov AavaotöLv 

Tq(o6C %'^ biioicog, idtv Ä' ony vvv 
£6W xekEtxai tf' ig xh TtajCQCDfisvov* 
oid'^ irnoxaiiov oör' iitikBißav 
[oüxB daxQvc3v] iatvQfov Cbq&v 



60 



65 



70 



scelestam Desemit pede poena 
daudo nnd die Abhandlung von 
Plutarch nsifl r^v V7t6 tov d'süyo 
ßgadimg rifi(OQ0V(iivwv. 

69. nagaßäaiv: „Raum für alle 
hat die Erde, Was verfolgst du 
meine Herde?'* — 'Efftvvv: ein 
Sprichwort (Paroemiogr. Gr. App. 
II 20) lautet: slal xal %vvmv 'Eqi- 
vvsg. Die Erinyen nehmen sich aller 
Hilflosen an. 

60. ovz(o 9i wie Che. 251. — 6 
xQs£a6(ov d. i. der machtvoll wal- 
tende Zeus. 

61. Hom. r 360 'AtgstSrjg Mevi- 
Xaog, inev^dfisvog zJii naxgC' Zsv 
ava, doc riüac&ai o fiB ngotsgog 
xax' ^OQysVj dCov 'AXi^avdQov . . 
ocpQa Ttg iQQiyfjffi xal oiffiyopaiv dv- 
Q^Qmnmv ^Bivod6%ov nana fi^aL^ o 
%EV (ptlozTjzanaQaöxfj y iV621 Tgmsg 
vnsQ(p^aXoi . . xaxcrl nvvBg, ov9i vi 
^vitrn Zr^og igißgefiirtco x^'^^^^'H^ 
iSeiöazs fir^viv ^eivlov, og zi noz' 
vfifii Siatpd'SQasi noXiv ainijv. 

62. noXvdvoQog verächtlich von 
der vielumfreiten (noXXovg fivrjazij- 
gag iaxrinviag Schol.) und buhleri- 
schen Helena. V^I. Hom. T 826 
BtvsHa Qiyedavrjg EXevi^g Tgonalv 
noXBfUioa. 

64. yovazog xrf. ist gen. absol. 
'EQBtSoftBvov noviaiaiv entspricht 
dem vorhergehenden yvioßagri: ein 
Kinger wird durch den anderen 
niedergedrückt und niedergehalten. 
Vgl. das Homerische ovöbi igBiSs- 
otai (// 146 u. a.) nnd £nr. frg. 645 



rifutg dl rioXvßov nat9' igBicavtBg 
niSm i^oiiftazovfiBv. 

66. ^gotiXsia das Opfer, das einer 
heiligen Weihe {tiXog, bes. ziXog 
yaft'qXiov Enm. 838) und Handlung 
vorhergeht, vgl. 237, deren Ein- 
leitung, Beginn (721). Der Lanzen-' 
kämpf bildet das Vorspiel des Ring- 
kampfes; wenn die Lanze zersplit- 
tert ist, kommt es zum Ringen. | 

66. Hom. B 39 »i^obiv yag iz* 
^(ibXXbv (Zfvg) in' dXysd ze czova- 
xdg ZB Tgcaai zb %al davaoiai Std 
üQazBQag vofUvag, 

67 f. Trotz des grammatischen 
Anschlusses hebt der Gedanke von 
neuem an. — iozi xt£., mag es 
augenblicklich stehen wie es will, 
das Ende wird der Bestimmung des 
Schicksals, welche Sühne für Schuld 
fordert, entsprechen. Vgl. zu 1170 
und Cho. 776, wo ähnliche Wen- 
dungen einen verschiedenen Sinn 
haben. 

69. Das Asyndeton bei der Er- 
läuterung. 

70 f. Das Opfer, welches die Strafe 
und das Verderben der Stadt ab- 
wenden soll, wird von der zürnen- 
den Gottheit nicht angenommen 
(1167 ff.). Wenn die Götter ein 
Opfer verschmähen, so offenbart 
sich das dadurch, dafs die Opfer- 
flamme nicht emporlodert {dnvga 
iBQd,^ Soph. Ant. 1006 ^x 9h 9v(jM' 
zav '^Htpaiazog ovx iXapknBv), dafs 
sie im Fettdampf und Qualm er- 
stickt Mag man auch nachschüren 



ATAMEMNßN. 



37 



ÖQyäg it€vstg JtaQccd'dkisi. 

iliutg d^ iritij 6aQxl Ttalaca 
tilg ^^^' iQ(oyrlg imokBiq>^ivxBg 

l^ÖTtatda vdfiovtsg inl öxi^TCTQOLg. 
S XB yäg vaa^bg iivekbg 6tiQV(ov 
ivtbg &va6ö(ov 

l66iCQB6ßvg^''AQrig d' oinc ivl Tcsi^y 
tl d"' {mdgyriQcog; (pvllddog.fjdfi 
xataxaQg)o^ivrig tqücodag fihv 6doi}g 
6xbC%bi^ naiäbg tf' oiähv &qbC(ov 
tivag '^liBQÖipavtov ikalvBv, 



76 



80 



oder Ol (Verg. Aen. VI 266 pingue 
super oleum infundens ardentibus 
eztis) u. dgl. darauf giefsen {vno- 
naÜDv — imXs£8a)v), es ist vergeb- 
lich. Find. Ol. VlI 48 dnvQoig tsQoig 
von Opfern bei denen nichts ver- 
brannt wird. — ovtB dccnQvav pafst 
nicht in den Zusammenbang. 

71. Der Zorn des Opfers zeigt 
sich darin, dafs es nicht brennen 
will. — dxsvEts, unbeugsam, weil 
alle Versuche eine günstige Flamme 
ansufiftchen fehlschlagen. — TiaQa- 
Eiltet: Sohol. Xsinn t6 tlg. Dies 
ergänzt sich aus dem Zusammen- 
hang. Vgl. JL64, Eum. 609, Soph. 
El. 697 otav de rt? d^emv ßldxTfj, 
Svvaix' ttP ovd' av lü%vtav tpvyeiVy 
Hom.iV287 ov9i %8v Iv&a tiov ye 
fiivog xal xsiffug ovoito, 

72. atiTog, ungeehrt, der Beach- 
tung nicht wert, unnütz. Wegen 
der Form s. zu 1627. Der Dativ 
steht kausal. 

76. viiiovttg wie vafuovtsg, in 
Bewegung setzend. Vgl. 793 ota%a 
pifAmv mit Sept. 8 ofana vtofimv^ 
Sept. 677 donCd' ev%v%Xov vifimv 
mit Sept. 629 Ztpiyy' . . ivdfia. 

76. Kind und Greis gleichen sich 
an körperlicher Ohnmacht {dlg nat- 
deg ot yiffovxeg). Bei den Dichtern 
wird Gleichnis und eigentlicher Ge- 
danke Öfter in beigeordneten Sätzen 
mit'T^, xal, th — t^ z.B. Sept. 671 
^17^909 Tt nlriy^v xCg itatctaßBösi 
iintj ; natgigts yaia «r^p vnb üfcovdijg 
doifi ulovüa 9tag cot ivfifiaxog yt- 



VT^üStai; mit tl — xal (384flF.J, dl, 
fiiv — dl, ovts — ovT€, ovd\ ge- 
geben. Vgl. Cho. 246 und zu Eur. 
Bakch. 902. 

77. dv^ccmv, aufschiefsend wie 
eine Pflanze, Hom. 2^487 d' dvi- 
SQttfiev igve'C löog^ Pind. Nem.VIII 
40 x^^Qf'^^S isgaaig mg ozs divdqeov 



aaaei. 



78. Die epischen Formen ivl und 
elv werden bei den attischen Dich- 
tern nur in epischen Redensarten ge- 
braucht. So slv 'ACda dofioiaiv Eur. 
Alk. 436. — ne£ttji nach Hom. v 23 
t£ 6' difcc x' iv neiajj %Qa9C7i fiiva 
texXrjvicc, Seinem kriegerischen 
Sinne fehlt noch der kräftige Halt. 

79 f. Vgl. Archil. frg. 100 ovxe-ö-' 
ofMog d'dXXsig dnaXov XQ^^' ^df^' 
(psxai yd(f ^dij. Auch an das Ho- 
merische oiri ncQ (pvXXmv ysverj, 
xoiri d\ xal dvdgav (Z 146) wird 
man erinnert. In poetischer Weise 
ist Gleichnis und eigentlicher Aus- 
druck verbunden. — xqütodug er- 
innert an das Rätsel der Sphinx. 
Eur. Tro. 276 a xqixoßdykovog ^«qI 
dtvofiiva ßdxxQOv. 

82. QvaQ ^fie^oqpavTov, ein Traum- 
bild nicht der Nacht, sondern des 
Tages. Äschylos liebt es, der Me- 
tapher durch ein das Bild aufheben- 
des Epitheton einen witzigen An- 
strich zu geben. Vgl. oben zu 47, 
unten zu 189, 697 q>8Qdanidsg xv- 
vayoi, 1267 dinovg Xfatva, 1236 
Ofi^pov xxvnov doiioffq>aXij xov af- 
liaxTiQOv, Cho. 491 nidaig dx^Xusv- 



38 



AISXTAOT 



öi) 81 j Twidgem 

tC XQiog; ti viovi %l d' ixaiö^oiidvfj^ 

xCvoq ä'yyeltag 

xsi&ot Ttsgi^efiitta dvo^xstg; 

navtfov 8\ &€&v t&v &6wv6fLmVj 
vjtdtfov, jfiovCmv^ 
t&v TS duQaiayv t&v t^ iyoQaüoVj 
ßpnol 8Aqoi6i fpXiyovxai* 

&XXri d* äXXod'SV oigccvo^ii^rig 
XanTtäg &vC(S%bi^ 
g>aQiia6<fo^ivri xQifUXtog a/vot) 
liaXaxatg &d6Xot6v TCaquiyoqCaig ^ 
TteXdvp iivxö&sv ßa^iXadp. 

tovtcov Xi^aö^ 8 rt xal dvvatbv 
ocal ^i^Lig aivetv, 
naidiv re ysvov tflöde iiSQiiivfigj 



86 



90 



96 



xoig von dem Fanggame der Ely- 
tämestra (vgl. Ear. frg. 698 atdovg 
ccxaXxevTOtffty f^cvxrat niSatg)^ 
Eum. 246 (iJivvtiJQog dtp&iyxtov 
tpQadttig, 260 dmiqoig notrjiiaciv^ 
Snppl. 180 and Sept. 82 novig, dvav 
Sog ayyBlog^ Sept. 926 6 novxiog 
^sivog ix nvQog av9^£ig Ton dem 
SStahle (Schwerte), fragm. 298, 4 
anrtqoi nflsid&ig Yon den Pleia- 
den nnd zn oCcxqov aQdig dnvgog 
Prom. 906. 

83. Der Chorführer redet die im 
Hanse weilende Klyt&mestra wie 
Soph. Ai. 184 den im Zelte abwe- 
senden Aiaa an. 

87. nti9oi, Tgl. 284. 286, 481 ff. 
— Zu d'vQC'nsiv (sacra facere) vgl. 
Hesych. ^ock^lv Uqoig nagix^' 
öQ^ai ri &BoCg, entstanden ans einem 
Schol. zu Soph. Oed.T. 896 r/ dsi (ib 
^voanstv* tsQ« naqixBC&ai ^ ^Boig 
XoqBVBiv (N. Rhein. Mus. 86 8. 139). 
Das Wort verhält sich zn ^vo6%6og 
(von xfco, %aCüa) wie por\^Biv zn 
poriQ'oog, 

88. Vgl. Aristoph. Ri. 1320 w' 
ixmv (prifirjv dya&TjV fj^Big, iq>' oto 
HviamfiBV ayvidg; und dazu Sohol. 
id'og 17V toig iv dyviaCg taxafiivoig 
d'BoCg ini xaig igxoitivaig dyytUatg 



&VB19, cig av bI dya^ai bIbv^ im- 
vBvaaiBV xavxatgy bI d\ xovvavtlov , 
ditoxifirpaiBV, 

90. ^ifaiav: die daifiovBg amf- 
Xioi (624), deren Altäre an den 
Thoren der Paläste errichtet waren, 
besonders Apollon. Vgl. 1066, Soph. 
Oed. T. 919, El. 637, 1376, Hesych. 
dvxtilioi &B0I' ot XQO xmw nvXmv 
tdgvfiBvoi, EvQinldrig MBlBay^tp und 
nQoaxaxrJQiog' xop AnoXkoiva ovxm 
Xivovaij mxQoaov nffo xmv &vQmv 
avxov d<pid^ovxo. TertuU. de Idol. 
16 apud Graecos Apollinem Thy- 
raenm etAntelios daemonas ostio- 
rnm praesides legimus. 

91. dcDpouri, durch die Opfer- 
gaben, wie es 94 f. erklärt wird. 

92. allri d' aXlo^BVi diese Form 
der anapästischen Dipodie _ ^ _ v^ v^ 
findet sich nicht häufig. Vgl. Pars. 
47, Sept. 1060 und unten zn 870. — 
ovQavofiri%i)g^ ein Homerisches Wort 

96. adoXoiai: vgl. Eur. Snppl. 
1029 avvxrjx^Blg avQUig ddoXotg. 

96. fCBXdvtp fivx69'BV ßaciXB^m s. 
V. a. fCBXdvm in fivxov ßaaiXBiov. 

98. aCvBtVy sich zu etwas ver- 
stehen, zusagen, gewähren. 

99. Tf: das zweite Glied „und 



ArAMEMNS^N. 



t} vvv toti (ihv xaxöipQfov xsXi^Bi^ 
tiyth d' i% dvöL&v &yavil fpavd'Btö^ 
iXxlg &IIVVSI fpQovxiö^ &jclr^6tov 



39 

100 



atroph. xvQtög eliiv d'QOStv odtov tigag aüöLOV avdg&v 
ixtsXdmv {hi y&Q d'söd'ev xaroxveisi 

ilxäv öv^ipvtog aiAv), 

hcag ^AxoLi&v did'QOVOv XQatog^ ^EXXddog ^ßag 

^filiq>ifovs tay6j 

niiucsi 6i>v dogl xal xegl nQoxtoQi 

d'O'ÖQLog i(fVLg TbvxqCS* i% alavy 

olcovßtv ßaöiXtbg ßaöUsvöi vs- 

&Vj 6 xBXavv6gy 8 S^ i^ÖTtvv &Qy&g^ 



105 



110 



116 



bestätige die HofiiiaDg, die mir ans 
den angezündeten Opferfeaem ent- 
gegenleuchtet** hat sich in der fol- 
genden Unterabteilung xox\ \ikv . . 
totI ^ .. iXavlffUTf. verloren. Ebenso 
Pers. 485 ff. 

102 f. Die eigentliche Ursache der 
bangen Stimmung des Chors erklärt 
der folgende Teil. — aitXriaxov Xvnviq 
wie anlriaxov xaxcoy Eum. 977, fia- 
Ifiq anXfioxov Suppl. 750. — tpQBvo- 
daX^g anch Eum. 381. Das hand- 
schriftliche ^vnotp^oQOv ist Erklä- 
rung SU ip(fBvodaX7J, VgL Anhang. 

104 f. dvvaxog siiii slnsiv xo 0vfk- 
ßav avxotg ariiAeiov i^tovoiv SchoL 
Das Vorzeichen, welches den Aus- 
zug begleitet, ist erdichtet nach 
dem Homerischen xigag, das in 
Anlis erschien {B 801 ff.)- 

106 f. ixxiXimv^ der YöUig aus- 
gewachsenen (Eur. Ion 780 inxsXil 
ptawütv) d. h. der kriegstüchtigen, 
welche die Ijpri «xfia/a (Sept. 11) 
haben, in Gegensatz zu den IfijjJoi, 
den Greisen (72). — It* yap nt^., 
denn noch haucht von Gott her 
durch Erwecknnff von Zuversicht 
mein Alter mir Kraft zum Singen 
ein d. h. denn wenn nicht zum Käm- 
pfen, so hat doch infolge Gottver- 
trauens zum Singen mein Alter noch 



Kraft genug. Vgl. Eur. Herc. 678 
ixt xot yBQWv aoidog xBXadst Mva- 
lioavvav. Zu avftfpvxog almv vgl. 
Soph. Oed. K. 7 o xQOvog ^vvciv, Oed. 
T. 1082 ot äh avyysvBig {irjvfg, 

118. niiiTCBi, geleitet. — dogi xal 
XsqI wie in einer Grabschrift (Kaibel 
epigr. Gr. n. 24, 8) nxmfiBvov bv* 
nXButv do(fl xal X^Q^» — ngdnxoQi 
seil, dinecg, rächend. Eum. 820, 
Suppl. 655. Mit 1^9^ nganxogi vgl. 
xvxri aiDXT}Q 669. 

115. ßaadBvg als Appos. zu offvig. 
Mit ^ovQiog^ ßaaiXBvg^ mit der Ver- 
schiedenheit der Farben, mit ;;e90ff 
i% doQinaXxov u. s. w. werden die 
Momente aufgezählt, welche für die 
Deutung desSehers mafsgebend sind. 

116. %BXaiv6g steht attributiv 
zu ßaeiXsvg, Erst die Verschieden- 
heit der Farben bringt die Unter- 
scheidung der zwei Adler hervor. 
So steht öfter o2 dh ohne oi' (ihv 
z. B. Pers. 816 ovx iXdaaova nd- 
üXovcij xd Sl ftiXXovaiy wenn die 
Teilung gleichsam erst nachträg- 
lich einfällt. Zu %BXaiv6g vgl. Hom. 
4> 252 aUxov otyMx* ix^ov uiXavog 
xov drjqnx^Qog^ 0( ^' dfia %aQxt0x6g 
XB xal ä%i0xog nBXBtivav. — d^vag 
für difydBig. 'Eäomv apvap, 6 i^o- 
nlam Icvxog, 3 icxiv o nvyaqyog 



40 



AISXTAOT 



ant. 



ipavivtsg txtaQ ^sldd'Qfov X^Q^S ^^ doQiJcdXtov 
na^jtQextotg iv edgaiöLV^ t20 

ßo6K6^Evoi layivav, igiTcd^iova fpigiuixa^ yiwav^ 
ßXccßivta XoL6^iayv dQ6(i€9v. 
atkivov atkivov Blxi^ tb d* sv viTcdta. 

xsdvbg dh ötQatöfiavtLg idiov diio Xil^a6L di66oi>g 125 

'AtQstdag iiax^li'Ovg iddri Xayodaitag 

xo^n(ybg &Qxäg' 

oürm d' sljtB tBQa^oiv' 130 

"%ptfi/a) ^Iv dyget ÜQid^ov tcöXiv ada xiXevd-og, 



Schol. Vgl. Aristot. Tiergesch. IX 
c.d2, wo der (lilag oder Xayatpovos 
aU der stärkste, der fri^yorpyo; als 
der gröfste bezeichnet wird. 

119. SoQintiXTOVj Ss^iag, So inl^ 
»apa, stg doQv^ i% SoQaxog von der 
rechten, wie inl, nag* donida, i^ 
danCdog von der linken, der „Degen- 
seite". V^l. Hom. B.3Ö3 aatga- 
ntav imSs^i' y ivaüfifia arjiMita 
(paivoav, 

120. D. i. auf weithin sichtbarem 
Felsen. Vgl. Prien im N. Rhein. 
Mus. Vni 378. (Hermann versteht 
daranter einen glückverheifsenden 
Bezirk des Himmels nach Eur. Herc. 
696 OQViv S' Idoov tiv' ovn iv al- 
oloig iSgaig.) ^ 

121 f. ß. Xayivctv yivvav^ iginv- 
fiova (psQfiattty ausweidend ein 
Hasengeschlecht, hochschwangere 
Tracht (d. i. die Tracht der. hoch- 
schwangeren Häsin). 

123. ßlaßivxa bezieht sich anf 
Iq. fpig^aza als die nähere Bezeich- 
nung der Sache. — Xoia^^imv dqo- 
fimv 8. V. a. riXovg, von der Renn- 
bahn (Hom. W 373 dXX' oxe 8rj 
nvfiatov tiXBOV S^öftov toKieg tnnoi) 
entlehnt („gebracht um die Vollen- 
dung d. i. die Geburt"). Der Gren. 
wie Hom. a 196 tov ys ^eol ßXd- 
ntovai HcXsv^ov. 

124. Dieser zweimal (145, 169) 
wiederholt-en Aufforderung des Chor- 
führers mufs der Chor jedesmal mit 
einem ähnlichen und deshalb aus- 
gefallenen inifpd-fyiictj etwa (wie 
Keck vermutet) mit atXivov anUvov 
avte , t6 d' Bv vi%dtm entsprochen 



haben. — atXivov aHivoVj der Ruf 
schmerzlicher Klage. Vgl. Soph.Ai. 
627 ccCXivov atXivov ovd' ointgäg 
y6ov OQVid'og drjdovg noei dvafiooog^ 
dXX' 6^vt6vovg fihv {pddg d'grivriaei 
xtI., £ur. Or. 1395 aHivov atXivov 
uQx^v laXifiov ßdgßaQoi Xeyoveiv. 
— Zu to d' Bv (id quod felix fau- 
stumque est) vgl. 361. An den Aus- 
druck der Besorgnis wird ein all- 
gemeiner Segenswunsch geknüpfL 

126 f. atifaxoiJLavttg j vgl. nvbd- 
fiavtig Cho. 1028, Soph. Oed. T. 965. 
Daneben iuTQoaavtig (Ag. 1623, 
Eum. 62), olmvofMcvzig f ovsiQOfiaV' 
T(ff, aXfiftOfiavtig^ dffQ'otuxvttg^ «axo- 
(lav tig^ d^iatöfiapTig. — Xijfutin die- 
aovg (diverses , vgl. ämXovg 337 und 
Sicamv SvsiQonv Soph. El. 645): die 
Verschiedenheit des Charakters ist 
für den Seher das Wahrzeichen , an 
dem er in den verschiedenfarbigen 
und verschieden gearteten Adlern 
die Atriden erkennt. 

127. fiaxifiovg mit Bezug auf den 
^ovgiog clfvifi 114. 

129. noftnovg dgxdg wie ni^nBi 
di&qovov ngdrog 113. Weil das 
Zeichen mit dem Auszug der Be- 
fehlshaber zusammentrifib, deutet 
Kalchas das Zeichen auf diese. Zu 
doxäg vgl. Suppl. 494 %ax' difXfjg 
yag (piXaitiog Xsmg, 

181. fihv: der vorschwebende Ge- 
gensatz wird 136 in anderer Weise 
gegeben. — dygsiy atgsi^ das Prä- 
sens mit der Bedeutung „es ist be- 
stimmt, dafs erobert". Vgl. Prom. 
529 äSB dBOftd qtvyydva (praesens 
propheticum), 793 ^ ngog ddfia(ftog 



AFAliUSMNllN. 



41 



MotQu Xoacdl^Bi XQbg rö ßiaiov 136 

olov iv/i xtg &ya ^eö^sv 7tveq>d- 

6rj XQOfvxhv 6t6(iLOV fidya Tgoiag 

öXQOtead'iv. otTCta yäg indp^ovog "AqtBiug &yva 140 

nxavot6LV xv6l xatQbg 

avtötoxov XQb löxov ^oyBQ&v mAaa d^oiidvoiöiv* 

6tvy& dh detxvov aist&v/^ 

atlivov atkivov elici^ xh d' £^ viTcaxa, 145 



epod. ^^x66ov nsQ sijg>Q(ov, xaXd^ 

8q66ol6lv &kjcvoig ^Xsq&v ksövxmv 



i^ttviataxai ^qoviov; Enm. 176 otl 
not' ilsv^iQOvxMj Soph. Phil. 118 
atifsi ta To£a tavtu tr^v Tgolav 
pLOva, Find. Ol. VIII 42 niQyafiog 
afiipl TecTijp, flQOig, x^Q^^ iQyaüiatg 
aUftxitai, Herod. III 155 tiSrj äv, 

Baßvimva. 

ISSf. Dies Bchliefst der Seher 
ans dem Ausweiden der Häsin. — 
(iv^ionln^rj , vgl. £ar. Iph. A. 571 
xo^l^og o iiviftonlridTig , Hom. / 401 
ovd* 00a ipaalv iXiov intried'ai, iv 
vütiOfkBvov ntoJJe^Qov^ To nq\v in' 
eipi^vrig^ n^lv iXd'iftcv vlag 'Axaimv, 

185. irpo( TÖ ßiaiov: zu 393. 

136. olov fiif, Schol. fiovov fi-q 
(„dals nur nicht, wenn nar nichV^). 
fii7 mit Konjunktiv som Ausdruck 
einer Besorgnis wie 353. Vgl. Kr. 
I 64, 8, 13. 

137. TCQOtvnhv, vorher getroffen 
wie vom Blitze, so dafs es schwarz 
wird (darauf bezieht sich xvstpdojf). 
Die Mifsgunst der Gottheit fährt 
vorher darein durch die Forderung 
des Opfers der Iphigenie, dessen 
Leistung dem Heere einen Makel 
bringt. 

139 f. tfrpttTcodev, kein Halfter 
gewöhnlicher Art, sondern aus einem 
Heere gemacht, vgl. atQaxtmxiv 
a^yr^v 47 und zu 82, auch 447 
nv^mi^lv ^^yfuc. — ayvii und darum 
eine Feindin solchen Greuels. 

141. %val wie Prom. 1054 Jiog . . 



nxfivog itveov^ Satpoivog alsxog als 
Diener des Zeus. Apoll. Rh. Arg. 
II 289 pLtydXoio Jiog %vvag von 
den Harpyien. Artemis zürnt den 
Adlern, also auch den Atriden, wel- 
che, wie die Adler die Häsin, so 
die Stadt Troja ausleeren werden 
(vgl. 354, 467 f.), und fordert von 
ihnen, um die Greuel der Ver- 
wüstung zu hindern, ein Opfer das 
nicht geleistet werden darf und 
nach dem Willen der Artemis nicht 
geleistet werden soll (&v<tCav adai- 
xov 168). 

142. avxoxonovy avxm rdxco, samt 
der Leibesfrucht, wie avxox^ovov 
541 für crvTJ7 Z^^oW, avxongsftvov 
Eum. 404 für avxtß nginvm, 

144. ffTvyco, mir ist nicht .recht; 
es erweckt mir Grauen. 

146. BvtpQOtv seil. ov0a. — %ald 
(Vok.), vgl. £ur. Hipp. 66 ä xopa 
Aaxovg 'Aqxsiil nai ^log^ mallioxa 
noXv nao^ivmv. In Arkadien hatte 
auf einem Hügel des Mänalischen 
Gebirges "Jgxtßig KalXiazri einen 
Tempel (Paus. VIII 36, 8) und der 
alte Sänger Pamphos feierte in 
einem Hymnus Artemis unter dem 
Namen KaXXiexrj. Vielleicht hat es 
ursprünglich xoaov mg evtpgov oS 
naXct diog uoga geheifsen. 

147. dQ6aoi wie egaai bei Homer 
{i 222) von neuffeborenen Lämmern. 
— alnvog^ rjdvg. Das Wort findet 
sich noch Find. Pyth. VIU 120 xoig 



42 



AI2XTA0T 



160 



ndvtmv r' iyQOvöiimv qfiloiidötoig 

dTIQ&V ÖßQLXdXOLÖly t£(f7CVä 

XQvxfov ^'ö^ßola XQävav, 

dsl^iä lidvy xaxd\iO[upa 8\ fpd6fun ivoQ^ovv. 

li/^iov dii TcaUfo üaiava, 

fii^ tivag ävtixvöovg ^avaotg xQOviag ixBvritdag aÜQag 166 

önevöoindva ^6lav hdgav Si/Oftdi/ riv\ ädaitov, 

vBixianf tixtova övpLtpvroVy od dfitfi^opa, rci^lg. 160 

^£(iv€c y&Q dvoipBQä nukCvo^og 

otxovöfiog doXCa (ivd^fov (i^vtg tsxvöxotvogJ' 

touids Kdlx^S S^i^ iisydXoig dyad-otg iscixkayl^ev 166 



ovT£ voctog o^wg in' alnvog iv 
IJvd'iddi Ttgi&Tjj der Superlativ aX- 
nvvutog ist Find. l8thm.IV 14 erhal- 
ten und Aesch. Pers. 986 wieder- 
hergestellt. Das sarte Wild steht 
unter dem Sohntze der Jagdgöttin 
ArtemiSf die einen guten Wildstand 
fördert. Als lox^ia wacht sie über 
die Einhaltung der Schonzeit. 

160. Lafs trotz deiner zärtlichen 
Fürsorge für das junge Wild die 
Wahrzeichen, die hieyon erfreulich 
sind, in Erfüllung gehen, nämlich 
die günstigen, die ungünstigen Er- 
scheinungen aber mache gut. Der 
absei. Inf. %Qavai — dvoQ9ovv im 
Gebete wie bei Homer. Vgl. Cho. 
306, Sept. 239 d'eoi nolttat, (i^ M 
dovleüxg tvxBiv, ebd. 76 und zu 
Cho. 366. Zum Gedanken (das Gute 
erfülle, das Schlimme stelle her) 
vgl. Pers. 220 tt xi fpXavQOv etdsg, 
alzov tavd' dnot^onriv tsXetv, tä 
d' dyad"' imtiX^ ysvia^ai %ti^ Soph. 
El. 644 a ycLif nqocBtdov vv%x\ r^8t 
(fdttiiata dioüAv 6vb{q<dv, xavxd 
^0» . . ei pL^v nimrjvsv ic9Xd , dog 
xslBOifOQaj el 8 ix^Qd, xotg ix- 

163. iriiovllatäva: vgl. Soph. Oed. 
T. 164 ii^is JdXiB Ilaiav. Wie Bvtog 
dem Bufe evoi, so entspricht Iriiog 
der Anrufung Iri Iri {nairjov). 

166. xpov^ap ixiVTjtdag avQag d.i. 
XQOviav inXoiav. 

167 f. ünsvdofiivaj für sich be- 
treibend. Das Medium kommt in 



transitivem Sinne sonst nicht vor 
(Eum. 861 ist das überlieferte «nrev- 
dofiBvai d* zu anBvdofisv atS' ver- 
bessert). — ixigaw ^eiav, ein an- 
deres Schlachtopfer ^die Opferung 
der Iphigenie) für die Vertilgung 
(dvoiiivoiaiv 143) der Hasen. — 
^aCav adaixov wie ^vclav aOvxop. 
Mit avoftov aSaixov vgl. avayvüir 
dvUQQV 230, axi{Lovg dXoidoQovg 
421, aftaxov dnoXsfiov dvCiQOv 763, 
a%iX(V0xog afiia^og 969. 

169. vemitov xe%xova üvfupvxavj 
Stifter von Hader unter den Ange- 
hörigen, vgl. Soph. Ant. 794 vstnog 
dwÖQeov ^vvaifiov. — ov dBia^voQtm 
der durdi die Opferung der Iphi- 
genie erzengte Stifter des Haders 
geht so weit, dafs er sich am Manne 
vergreift, weil dieser Hader zum 
Gattenmorde treibt. 

161 ff. fi^iivei olnovoftog: während 
der Mann in den Krieg zieht, bleibt 
die Gattin als treue (611) Besor- 
gerin des Hauswesens (olnovifog^ 
vgl. 1224) zurück, um alles ffir die 
Rückkehr des Gemahls wohl zu be- 
stellen. Hier bleibt die Bachsucht 
(memor ira Verg. Aen. I 4) zurück 
nicht als nicx'rj^ sondern ids doXüi 
oUov6fkog und bereitet alles vor, um 
Bufse für die Kinder (Tochter) zu 
fordern. — Svotpsifa icaXivoQxog^ in 
der Dunkelheit schleichend, aber 
aus der Dunkelheit wieder hervor- 
brechend. 

166. dfcinXay^tv wiefidpxig inXay- 
^sv 211. 



AFAMEMNSiN. 



43 



liÖQöi^^ hC 6(fvid'aiv bdl(ov oCxo^g ßaöilsioLg' 

totg J' bfiögfaivov 

atkwov aCXivov sijcdy tb d' ei vi,xdt&. 



str. 1. Ze6qy ZötiQ Äor' itftCv^ si t6S* ccA- 
t^ q>ilov ocsxkriiiivGj j 
roijtö VW nQoöBvvdxfo' 
oix i%(o TCQoöstxdöfu 
Tt&vx* iniötad^iMDiisvog 

xXiiv ^tög, bI th y^axav ano q>Qovridog axd'og 
X(fil ßaXslv hrftiiiimg. 

ant. 1. oid^ Sötig ytiQOiS'Sv fyf ^iyag^ 



170 



176 



168. ofioipavov prädikativ zn af- 

170. Im dritten Teile der Paro- 
dos wird die Besorgnis des Ealchas 
dnrch eine Art Byllogismos be- 
gründet: Der machtyoll waltende 
Gott hat das Gebot festgesetzt: 
„wer nicht hören wiU, mnfs fühlen" 
(ira^si (uid'og), „wer frevelt, mnfs 
büfsen'' (170—198). Nun aber hat 
A^memnon , den Eingebungen 
seines Ehrgeizes folgend, gefrevelt 
(194 — 258). Also mufs er büfsen 
und die schlimme Weissagung des 
Kalchas wird sich erfüllen (259 bis 
266). Vgl. Soph. Ant. 604 ff. — Zbvq 
wird durch Tode wieder aufge- 
nommen, wie fktjnit' iaiX^g 1338 
dnrch taSe, u. toSs istNom. („wenn 
dieser Name ihm, damit benannt, 
gef&llig ist'O- ^6n Brauch bei Ge- 
beten an die Götter evx^cd'ai otti- 
vig TS xal ono^ev x^^QOVüiv oifo^ 
pLulo^ivoi (Plat. Erat. p. 400 E, vgl. 
Serv. zu Verg. Aen. IV 577 ponti- 
ficnm more qni sie precantur: 
Inppiter omnipotens vel quo alio 
nomine appellari volnerisj befol- 

gend löst der Dichter die Idee der 
iottheit von der Znf&lligkeit des 
Namens und den mit dem Namen 
verknüpften, mit der höheren Vor- 
stellnng göttlichen Wesens aber 
unvereinbaren Mythen ab. 



173. «poasMatfflft, avx^'. mit Zeus 
kann ich nur Zeus vergleichen, ihm 
kommt niemand gleich. 

175. «9 fifftav tpQOVxidog ax^og 
dnoßaletv {anoaeiaap&ai Schol.), 
die nichtige Last des Grübelns d. i. 
die Last unnützen Grübelns ab- 
schütteln. Wer sich nicht unnütz 
mit Zweifeln quälen will, mufs 
kurzweg und ergeben (ir^o^pdvcDg 
188) Zeus als höchsten Herrscher 
anerkennen. Ähnliche Gedanken 
Eur. Bakch. 424 ff., 893 novq>a yäif 
danava vcfti^Biv Icxvv tod' ix^iv* 
o %i not' aqa xo daipLOviov, x6 x 
iv X9^yo9 uunQm voftinov tpvcei xe 
ni<pv%6g, Hipp.' 1111 ff. 

178 ff. ovSl knüpft an den Ge- 
danken „Zeus ist der höchste** an. 

— ooxig allgemein und unbestimmt, 
da es nachher heilst ovdh Xs^sxai^ 
nglv dSv (von seinem Dasein wird 
nicht einmal mehr die Rede sein). 
Der Dichter deutet damit wohl an, 
dafs der Mythus von Uranos ziem- 
lich verblafst und verschollen war. 
Von dem Sturze des Üranos und 
Eronos ist auch Prom. 989 ov% i% 
xmvd' (von der Burg des Himmels) 
Jyco diacovg xvqdwovg i%nsc6vxag 
^pd'Ofitiv die Rede. Der Schol. 
setzt für üranos den Typhos und 
die Titanen. Zu mv vgl. ovaav 281. 

— naiiiutx<p ^^daei ßQviov wegen 



44 



AISXTAOT 



oidh li^stav jcqIv Syv' 

octiJQog otxerai tv%Av. 

Zfjva ÖB xig nQOipQÖvfoci imvCma %kA%(ov 

xeii^exaL g>Q6v&v tb näv. 



180 



185 



str. 2. tbv q>QOV€tv ßQoroi>g 6dci- 
6ama, rbv nA^ei [idd'og 
d'ivta xvQicag l%Biv. 

^vfj^Ljei^^cav növog' xal icag* &- 
xovtag ^Xd-s 6cag>Q0V£tv. 
dai^övfov dh nov xägcg ßiaicog 
6dkiia öeiivbv fjiisvayi/; 



190 



der rohen Vernichtung seiner Kinder 
(Hes. Theog. 157). naftfiaxog von 
roher und rücksichtsloser Streitlust 
( „ Kampfhahn "^. Vgl Prom. 223 
nocQieQoCg q>Qovrjfia0tv Sovt* uftox^l 
TtQos ßlccv xB dsanooBiv (nämlich 
Titäveg, OvQavov xb %ol X^ovog 

181. XQianti^Q (Sieger) ist her- 
genommen vom Ringkampfe, in 
welchem man Sieger war, wenn 
man den Gegner dreimal nieder- 
warf {tQia^Biv, dxotQuiiBiv), Vgl. 
Gho. 338, £am. 592 u. Said, xqi- 
ax^Tivai Xiyovöiv of nalaiaxgmol 
dvxl xov rplff TCBOsiv, Poll. III 30 
ini TCBvxdd'Xov x6 vtnijaat dno- 
XQtd^at Xiyovaiv. 

184. Zijva InwivLia ^Id^Biv (Zeus 
Siegejjubel entgegenjauchzen) wie 
XeyBiv xC xiva. 

185. öXoaxBQmg (fgovi^fiog iaxai 
Schol. Das adverbiale x6 ndv 
(prorsus, omnino) liebt Äschylos 
(437, 982, 1167, Cho. 330, Enm. 
163 n. a.). 

186. Der grammatische Anschlufs 
an die vorhergehende Strophe ist 
ähnlich wie 67. 

187. nd^Bi yiM^og; vgl.Hom. P32 
^Bx^^^v 8b xb vr^niog iypoa, Hes. W. 
u. T. 218 nad-mv 8i xb vrimog iyvm, 
Herod. 1 207 xct 6i pLOi nadi^fiaxa 
iovxa dxdgixa nad'rifiaxa iysyovBBy 



Plat. Symp. p. 222 B fiij %axd x^v 
nagoifiiaVf mtsnBq vrjnioVf nad'ovxa 
yvmvai, 

189. £s wird ausgeführt, wie 
Zens dem Spruche „Lehre durch 
Leid** Geltung verschafft „Im 
Schlafe bedrückt wie ein Alp das 
Herz die ans der Erinnerung an böse 
That hervorgehende Angst." So 
wird im Anfang der Choephoren 
(33 ff.) erwähnt, wie Klyt. von 
schlimmen Träumen gequält auf- 
geschrieen habe. Vgl. ebd. 521 ff. 
(Hermann erklärt nvriairnjucov no- 
vog als die Angst, durch welche 
die firinnemng an böse Thaten 
oder der Gedanke an Strafe ge- 
weckt wird). 

190 f. axovxag enthält den Haupt- 
gedanken: „sie mögen wollett oder 
nicht, sie müssen Vernunft lernen." 
Vgl. Eum. 524 ^viitpigBi am<pQ0VBiv 
vno cxivBi. — ^Xd's ist gnom. Aor. 

192 f. Der Fragesatz steht statt 
eines verneinenden Satzes: „und 
nirgends zeigt sich Gnade der Göt- 
ter, die mit Gewalt das Steuer- 
ruder lenken." — aiXfux: vipiivyog 
(nach Hom. H 69) ydg 6 Zsvg Schol. 
Mit piXpia Tfiivcav vgL Eum. 8 x6 
liavvBiov f ^ero, Pers. 148 xoÖ' ivB^ö- 
(iBvoi axiyog, Prom. 405 d'anovvxt 
nayngaxBCg ^dgag. Krüger II § 46, 
6, 2. 



AFAMEMNÄN. 

ant 2. xal tdd'* '^ys^hv 6 icgi- 
6ßvg ve&v *A%aiX7Ubv 
l^&vtvv oütLva tffiymv, 
iiucaiotg x'6%at6C 6vn.7CviGyVy 
am ijtXola xsvayyet ßaQv- 
vovt^ ^A%aiXxhq XeAg^ 
XaXxidog icigav ix^*^ naXiggö- 
X^OLg iv Ai)XC8og xivcoig* 



45 



195 



200 



Btr. 3. Tcvoal d' ano JDtQVfi&vog ^oXovtfaL 
xaxööxoXot, vif^6XL8eg^ dv60Q^oi, 
ßQOt&v aXaij 



194 ff. %ctl schliefst die ganze 
folgende AnsfQhrang, den speziellen 
Fall an den allgemeinen Satz an 
(anch bei Agamemnon wird sich 
das bestätigen). — xors weist za- 
rflck anf das Adlerzeichen und die 
daran geknüpfte Weissagung des 
Kalchas. Darauf bezieht sich auch 
Ikdvttv — avfiitvimv. Der Gedanke 
ist: „und während damals der 
HeerfQrst keinen Seher tadelte und 
sich in die (geweissagten) Schick- 
salsschläge ergab, wurde er, als 
Windstille eintrat u. gar der Seher 
die Forderung der Artemis, die 
Tochter zu opfern, verkündete, tou 
Unwillen übermannt und sprach." 
Weil aber statt einer participialen 
Wendung, wie etwa ftiy' oxhiqaagj 
der Konsekutivsatz m<rtt . . xa- 
taöx^iv (212) eintritt, wird im 
Gegensatz zu Utgsidag das Subjekt 
mit avai o nffiaßvs und der durch 
diesen Gegensatz geforderten Par- 
tikel d^ 215 wiederholt. 

196. ovxiva wie 1084 ovxivag. — 
ipiymv: jetzt wäre die Entrüstung 
am Platze gewesen, mit welcher er 
den Seher anliefs, als es sich um 
die Rückgabe der Chryseis han- 
delte: fuxvti na%av, ov n<6 noxi 
(loi To K^yvov ilnag Hom. A 106. 

197. ifutaioig, ifixaioticocig Schol., 
wie Wellen über das Schiff herein* 
schlagen. Vgl. Eur. Hek. 116 cvvi- 
ncttci nXvdmv und unten 869 ngoa- 
»ata. 



198. Ksvayysi: vgl. Hom. (i 329 
vrimv i^icpd'ixo ri'ia ndvxa. 

199. (i)ßaQvvovxo iBtog wie 582 
slovxeg axoXog inaeadXtvaav. 

200. ntQav steht hier als Akk. 
von niga (das jenseits gelegene 
Land) abhängig von ^;|roov. Vgl. 
Suppl. 268 ix nigag Navna%xittg. — 
naXiggoiQ-oigi Anthol. IX 73 Evßoi- 
xoti noXnoio naXivdivrixB d'dXaaacCj 
nXay%x6v vöag^ Idloig Qsviiaciv dv- 
xlnaXov nxi.j Liv. 28, 6 fretum 
Euripi non septies die, sicut fama 
fert, temporibus statis reciprocat, 
sed temere in modum venti nunc 
huc nunc illuc verso mari sicut 
monte praecipiti devolutus torrens 
rapitur, daher Soph. Ant. 1145 0ro- 
90svxa noQ^fiov. 

202. dno ZxQVfiovogi der avsiiog 
ZxQVfiovirig, wie bei Herod. VIII 118 
der aus dem Norden webende und 
für Schiffe auf dem Ägäischen 
Meere gefährliche Sturm heifst. 
Vgl. auch Demosjbh. IV § 31 ^CXin- 
nog . . qtvXd^ctg xoifg ixrjaiag jj xov 
XBtiiÄva inixsiQsCj t/v^x' dv rj^isig 
ftii Svvalfisd'a ineias aqpixe<r^ai. 

203. KunoaxoXoi; inl xaxö not- 
ovotti ax^^^S^^^ Schol. — vi^ffxtdsg 
von den Menschen, auf welche die 
anXoia nsvayyi^g ihre Wirkung übt, 
übertragen. Vgl. vfjaxtg Xifiog Cho. 
249. — dvcogiioi: die Schiffe werden 
auf der Reede hin- und herge- 
stofsen. 

204. Irrsal für die Menschen, 



46 



AISXTAOr 



V6&V XB Tud itBi^fSyactaiv &q>BLdetq^ 
xaki^^T^Kri xQÖvov xi^BUSat 
TQißto Tuxti^avvov ävd'og ^A^eiaw' 
ixsl dh.xal mxQov 

ßffi&vzeQov je(f6(iov6LV 
^dvtcg ixXay^ev iCQOfpiQmv 
"AQXBfjLiv^ &6X€ %^6va ßdu" 
XQOig ixiXQOiiöavxag ^AxqbI- 
Sag ddx(fv ^ij 7uxta6%Btv* 

ant 3. &va^ d' 6 xgiößvg x6S* bItcb gxov&v 
^^ßaQBta iihv xiiQ xb fii} %i^i6^aiy 
ßaQBta d\ bI 

xixvov dal^G), dö^v ayaXfia^ 
^laCvmv %a(^BVo6q>dyoi6iv 
QoaZg xaxQaovg %BQag nikag ßa^ov, 
xC x&vS* avBV xax&v; 
n&g kixövavg yivm^i 
^Itfjtaxiag aiMCQxtav; 
Ttavöavifiov yäg %v6Cag 
Ttccgd'Bviov -ö"' alfiaxog 6q- 



205 



210 



216 



220 



225 



weil der fortdaaenide Wind Be- 
faDgenheit des Kopfes erzeugt. 

205. Hom. B 135 xal dri dovga 
aiarine vemv xeel and^ra lilvvtai, 

207. tgißm: ^latgißfi Schol. — 
ävd'og 'Aqybüov wie Pers. 255 ro 
IJfQaoäv ävd'og. 

209 f. aXXo mit Bezug auf ßffi- 

dvZBQOV {mHQOTeQOV). 

211 f. TtQOtpsQmv (hinweisend auf) 
"Aqtshiv deutet die Sache nur von 
ferne an. 

215. xods wie 418. — eins <pay- 
vav nach epischer Weise (tpoiv'ijütxg 
nQO0rivda, dnafi^ißoitsvog nffocdtprj) 
wie i(pri liyatv Sopn. Ai. 757, ^(pa0%8 
Hyrnv Aristoph. VO. 472. 

216. Vgl. Eur. Iph. A. 1267 *««- 
v(Ds S' ex^i fioi ravra rolfirjeceij 
yvvai, äBivmg dh nal pLjj %ti. 



221.^ Vgl. Cho. 337 fi tmvd' e«, 
t£ d' axSQ xaxcoy; 

222 f. Um sein Gewissen zu be- 
ruhigen, stellt sich Agamemnon 
mit der Sopliistik der Leidenschaft 
die unehrenhafte Handlung eines 
Xm&i/avg (desertor classis) vor 
Aagen. Vor allem aber fürchtet 
er, seine Bundesgenossen zu ver- 
lieren, d. h.den Oberbefehl einzu- 
böfsen. Das letztere wird begrün- 
det durch Tcavaavifiov yä^ %tB. 

224. Vgl. Verg. Aen. II 116 san- 
gnine placastis ventos et virgine 
caesa. 

226 f. ogyäv s. v. a. ixitetai^ivag 
imdvfieiv (Hesych. Phot. Suid. Et 
M.). Der übertreibende Ausdruck 
oQy&v fCBQtoQymg kommt der So«- 
phistik der Leidenschaft zu. — Die 



AFAMEMNS^N. 



47 



yäv- JtSQiO(fy&g <^6r6lov &v- 
ögSiv} billig, si yäg stri.^^ 



sfx. 4. ijCBl i* ivdyxag idv Xinadvov 
(pQ€vbg Tcviiov dvöösßfi zQOXdiav 
ävayvovj ivCsQOV^ röd'sv 
rö jcavröroX^ov fpQOvatv (isrdyva). 
ßQOt(ybg d'Qa6'6vec y&g alöXQÖfiritLg 
tdXaiva xccQaxonä XQmtojcij^av. 
ixXa d' o^ ^vtiiQ yevi- 
6^cci dvycczQÖg^ ywaixoicoC- 
vfov noliiKov &Q(oyäv 
xal %QOtikeia va&v, 

ant. 4. iLt&g di xal xkrjdövag nargaovg 
noLQ oa\v al& ts jcuQ^ivBiov 
i^Evto iptlöiMcxot ßgocß^g. 



230 



235 



240 



Worte noXow ävdffmv sind dem 
Sinn entsprechend erg&ost. Vgl. 
Anhang. 

227. So möge es denn sein — 
snm Heile, yag wie in si yap. 
V^L Enr. Eykl. 261 iym; %a%Äg 
yaQ iiioXoio, 

228. idv^ weil Xinadvov eigent- 
lich der Zaggnrt um die Bmst der 
Pferde ist, an welchem das Joch 
befestigt wird. 

229. zQonaiav seil. nvoriVj welches 
sich ans nvitov ergänzt. Vgl. ievim 
ßccQtüttg {isvylats) 1640. tQonaiav 
anch Cho. 771, Schol. fistax^om^v, 

2S0 f. töd'sv, inde. — to nawxo- 
xolpk09 ip^oveiv, so dafs sein Sinn 
aller Sehen sich entledigte und vor 
dem grOfsten Greuel nicht zurück- 
bebte. 

282 f. Ist einmal in der leiden- 
schaftlichen Verrücktheit der An^ 
fang der geistigen Schädigung 
(»^fMTf atf]) gegeben (jfapaicoin7 ir^oi- 
Tinriffifiov, vgl. 1191), so wird darans 
▼erwegener und rücksichtsloser 
Frevelnint. Vgl. 896 täXaivtc xct^«, 
n^opovXov naSß aiptgtog axag. 



284. hXa S' avv %tL geht nach 
der begründenden Bemerkung zu- 
rück auf den Hauptgedanken. 

236 ff. yvvainonoivav (nicht wert 
solchen Preises!)'- . vamv steht als 
Apposition zum Inhalt des Satzes 
und bezeichnet das Ergebnis der 
Handlung. Vgl. iiiaöiuixav anoiva 
1420, x^f^ff nüeöiia 1645. — scpo- 
tiXsta vamv. Vor weihe für die 
Schiffe d. i. Opfer, welches dem 
Auslaufen der Schiffe vorhergeht 
und dieses erwirkt. Eur. Iph. A. 483 
'jiQtettidi nQoveXiiovat r^y vsdvida. 

238. %Xrjd6vag natifwovg, die Rufe 
Vater! Vater I 

239. ala für aimva wie Cho. 849, 
vgl. Bekk. Anecd. I 863 alm xov 
tttmva %axa ano%oni\9 Ala%vXog 
elirev. — xl wie Sept. 886 X6fpoi 
d^ ntaSmv x' ov ddnvova' avsv 
doQog. 

240. Durch das Epitheton tpilo- 
Ikaxoi wird der Ehrgeiz als Grund 
des Frevelmuts hervorgehoben. Vgl. 
Hör. sat II 3, 222 quem cepit vitrea 
fama, Hunc circumtonuit gandens 
Bellona cruentis. 



48 



AI2XTA0T 



ÖLOcav xv^ccigas vxsq&s ßc^iiov 
7cinXoL6L TCSQLicstrj jtavxl d^fi^ 
itQOVCDTtfj Xaßstv ÜQ- 
dt^Vj öTÖfiatög te xakhxQw- 
Qov qyvlccxäv xata6xelv 
q>d'6yyov igatov oi^xovg 

str. 5. ßia x^^^'^^'^ ^' &vuvSqi ^ivsi. 

XQÖxov ßaq>&g Ä' ig itiöov %/ovtfa 



245 



241. ao^oig, Sitt%6voig. Hesych. 
ao£i}<rfli> * diaTHov^aw. Al0%vXoq 'EXbv- 
civiaig, 

242. Lucret. I 95 nam sublata 
virum manibas tremibundaque ad 
aras dedactast, non nt sollemni 
more aacrorum perfecto posset claro 
comitari Hymenaeo, fled casta in- 
ceste, nubendi tempore in ipao, 
hostia concideret mactata niaesta 
parentis, exitns ut classi felix 
fanstasque daretur. 

243. ninXoiai nsQueezrj d. i. so 
dafs das Gewand nm sie von Nacken 
und Brust beim Hochheben herab- 
gleite (249). Vgl. Soph. Ai. 907 
{yX^S ncQinezfg (Schol. m ns^ient- 
asv), — navxl Q'vfim, mit vollem 
Mute, mit Entschlossenheit. 

244. nQOvmn'^, Schol. tcqovsvbv- 
nvCaVj über den Altar vorwärts 
geneigt, damit sie dem Opfer- 
schlächter den Nacken biete. Vgl. 
Eur. El. 1022 vnBQtsivag nvgäg 
Ibvh'^v diTJfirjc' 'lq>iy6vrig naQTjlda, 
Der Dichter beschreibt, als wolle 
er dem Maler die Hand fähren 
(vgl. über das Bild des Timanthes 
Plin. N. H. 35, 10 und das bekannte 
pompejanische Wandgemälde Mus. 
Borb. IV 3 oder Baumeister, Denk- 
mäler d. kl. Alt. I S. 755) oder als 
babe er eine bildliche Darstellung 
vor Augen. Vgl. 263. 

245 ff. ütoficttog ist abhängig von 
q)&6yyov und q>vXotnav %ataaxfiv 
{iiatixBiv für ix^tv mit Rücksicht 
auf das gewaltsame Mittel 248) 
regiert den Akk. tp^oyyov ot%oig 
dffaiov wie q>vX{ittBa^ttt. Vgl. Sept. 



277 iitQiiivai imnvQOvoi täffßog tov 
d(kq>izsixrj lemv. — %aXXiiCQmQogj 
TiaXXinQOCanog nach dem Schol. sn 
Sept. 520 ßldatrifia «orXZ^sr^oipov, 
dvögonecig dpr^Q. Hier steht n^mQu 
als synonym mit atofia nach der 
Redeweise, wie sie in manonoxnoi 
xvxoti 1130 (Eur. Hipp. 669 xcnco- 
tvxBig nötftoi), yvvamoßovlovg [nq- 
xidag Cho. 624, iXevdsQoarofMv 
yXtoaarjg Suppl. 959, yivva nevtri- 
novtdnong . . d-r^Xvcnogog Prom. 881, 
rrjXinXavoi nXdvai ebd. 599, nXrj- 
d^og toüovxccQid'iiov Pers. 435, ßloxov 
Bvaicava ebd. 718, BvdfifQOV tpdog 
Soph. Ai. 709 hervortritt und be- 
sonders von Enripides geliebt wird 
(zu Med. 200). 

248. Mit besonderem Nachdruck 
wird das rohe und grausame Mittel 
nachträglich an der Spitse der 
neuen Strophe gebracht. Vgl. 186, 
67. — ;|raZitro^ vom Mundknebel. 
Vgl Schol. zu Aristoph. Ri. 1147 
AtaxvXog iv AvuovQyq» dlXrjyoQixmg 
tovg dBOtiovg %7}fiovg BÜgrixB dtd 
xovxmv „xal xovadB nrifiovg axo- 
ftccxog^^. — dvavSm nicht eigentlich 
„stumm machend", sondern „sprach- 
los", nur poetisch übertragen. Vgl. 
^axov OQyav avavdov Soph. El. 1283, 
Xbix^v afpvXXog Eum. 788, aiux^nog 
voaog ebd. 944, inaequales procellae 
Hör. carm. 11 9, 8, securo mero 
Tibull. II 11, 46. 

249. x^oxot; ßatpdg von dem 
Saf rangewande , welches Iphigenie 
als Königstochter trägt wie Anti- 
gone Eur. Phoen. 1491 axoXiiec 
ngoiLOBeüav, Welcker, Aach. Tril. 



ArAMEMNßN. 



49 



ißaXX* B7ia6xov dvri}- 260 

Qiov iai S^fiarog ßilei , 

ipUoixtp^ ngditovöd d*' &g iv yQcapatg, itQ06BVvi'jtBiv 
d'ilov6\ inel jcoXXdxig 

TCatQbg xar' &vdQ&vag B'bxQanii.ovg 255 

llisXi/sv^ ayvä ä' itaiiQGnog ccAdä nazQbg 
fpikov XQix66novdov av- 
xoxfwv TCccutva g>iXiog ixifuc. 

ant. 6. x& J' Sv^BV oör' bISov ovt' ivviicm' 

xB%vai 8\ KAX%avxog O'öx axQavxoi, 260 



a 410. Zu xfovifcc ygl. Hom. £ 734 
ninXov (ihv lutxixBVBV savov natgog 
in' ovdsi. 

251 f. ßilog von dem Blicke der 
jemand tnfPt wie 741. Suppl. 1014 
nal nagd'ivwv ;|rl(daidiv BvaoQtpoig 
im Iläg tig nagel&mv ofißatog 
d'slwtr^Qiov To^BVft' intfttffiVy iftigov 
vtTiaaBvog, — q>ilo£%ttp wie vorher 
dvavda (der Blick fleht um Mit- 
leid). Eur. Phoen. 1440 qxüvriv fihw 
ovx d(p7i%Bv^ Sfifuitav d' ano ngoO' 
6inB daxQvoig. — nginovad xb 
schliefst sich an x^okoi; . . %BW)45a 
an, weil durch das Fallen des Ge- 
wandes die bildschöne Qestalt sicht- 
bar wurde. Eor. Hek. 658 lix^ovtfa 
ninkovg i£ axpag inmfiiäög iggfi^B 
layovog Big uiaov nag* onipaXov, 
(laetovg x* tdei^B axigva 9* mg 
aydlnatog ndlktaxay Plat. Charm. 
lU p. 164 C ndvxBg^ mansg ayalficr, 
i^Bcavxo avxöv, — Dasa tritt ngo6- 
Bwintiv d-ilovaa: sie redet die 
Sprache des stummen Bildes nnd 
erinnert die Opferer: „habe ich 
nicht oft vor euch gesungen und 
durch heilige Lieder Segen über 
euch herabgefleht?" 

266. dy9& avSa, vgl. Suppl. 704 
ayvmv ix oxoiucxav. — dtavgtoxog, 
Schol. &tsv%xogj nagd-svintj. Vgl. 
Aristoph. Lys. 217 oC%oi d' dxav- 
gtaxq iid^a xov ßlov. 

267 f. Die Tochter des Hauses 
sang cur dritten Spende, welche 
dem ZBvg aoaxtig gebracht wurde 
(vgl. 1386, Suppl. 26 ZBvg aaxig 
xgixogy Soph. ü^. 376 ^tbg Skatti- 

Äachyloif Or«itie, t. Wboklrix. 



gCov anovSri xgtxov %gaxrigog) den 
Päan, der von dem rettenden Zeus 
Heil und Segen für den Vater 
{Bvnoxaov) erflehte. — ixCyM von 
dem Feiergesange wie 708 ykiXog 
xlovxag. Vgl. Xen. Symp. II 1 mg 
8' dtptjgidiriaav ai xgdTtBiai xcrl 
icntuiav xal inaidviaav nxi.y Phere- 
krates fr. 131, 6 E. igzet ndnißoa 
xgixov naimv'y mg vofiog iaxiv. Die 
erste Spende galt dem olympischen 
Zeus und der Hera oder den olym- 
pischen Göttern überhaupt, die 
zweite den Heroen. Schol. zu Pind. 
Isthm. VI 10 (Aesch. frg. 62 D.), 
Schol. zu Plat. Phileb. p. 96 A, 
Poll. VI 16. 

269. „Was weiter geschah, sah 
ich nicht und sag' ich nicht ** Da- 
mit wird der Greuel der Schlach- 
tung besonders scharf hervorge- 
hoben. Zugleich vermeidet der 
Dichter an die Wendung der Sage, 
nach welcher Iphigenie nicht wirk- 
lich geschlachtet wurde n. welche 
den Zwecken des Dichters nicht 
entsprach, zu erinnern. 

260. Nur das Eine sage ich, dafs 
die schlimme Weissagung (xsxvai 
wie 1126) des Kalchaa, wie sie sich 
teilweise in der &v<tla ixiga (167) 
erfüllt hat, sich vollständig in wei- 
terem Unheil des Agamemnon er- 
füllen mufs, weil die göttliche 
Gerechtigkeit Lehre durch Leid 
verhängt. Vgl. zu 170. dh wie in 
Prosa dXXd nach to: fthv alla 
oimnm. 



50 



AIi:XTAOT 



TÖ fuXXov d' ixal yivovc &v xXvoig^ jcqo xaigdta' 

üöov dh ta nQ06xivsLv. 

roQov yäQ ijl^si övvoq^qov avyatg. 

nikoixo d' ovv x&nl xo'&couSiv £v, ngcci^LV &v 

^iksL x6S* ayxiöxov ^A- 

mag yaiag iiovöipQovQOV SQXog. 



2G5 



Hxm 6ۧi^(ov c6v, Kkvxai^i]6xQa, XQccrog' 
dixri yocQ iöxi g)a)xbg ocQxriyov xCsvv 
ywalx iQTi^ad'Bvxog &Q6Bvog %'q6vov. 
6v d' et XL xedvbv etxs ^lii Tcenvöiiivr^ 



•270 



261. toig fihv (allpremein) iniQ- 
Qsnsi (tranBitiv wie Kum. 889, her* 
genommen von der Wage, vgl. 
Theogn. 167 Zfvg ydg toi ro xa- 
XavTov iniQ^insi alXoTS allong) 
fictd'stv «ad'ovaiv (na^si). 

263 f. Das Schlimme hört man 
immer noch bald genug, wenn es 
geschehen ist; vorher weg damit. 
Vorher hören heifst vorher be- 
jammern. — yivoito, Assimilation 
der Modi, ngo s. v. a. ro de ngo- 
nXvnv, Vgl. Ear. Alk. 626 a, fifi 
nQOTilut* anoitiv fCg xod' dfißaXoVy 
Cic. Tusc. 111 16, 32 stultam (censet 
Kpicnrus) esse mediiationcm futuri 
mali aut fortasse ne futuri quidem; 
satis esse oQiosum omne malam 
cum venisset; qui autem scmper 
cogitavissct accidere posee aliquid 
adversi, ei fieri illud sempiternum 
malum, Schiller in der Braut von 
Messina: „Zeit ist's, die Unfälle zu 
beweinen, Wenn sie nahen und 
wirklich erscheinen.** 

266. Denn deutlich vernehmbar 
wird die Zukunft anbrechen mit 
den Strahlen des Frührots d. i. wie 
die aufgehende Sonne plötzlich die 
Dunkelheit erleuchtet, so wird die 
Erfüllung der Weissagung auf ein- 
mal deutliche Bestätigung bringen. 
Vgl. 1179. Zu ti^H vgl. 1239 ro 
(leXlov riif t,So\}h.OedA\ 341 vj^Bi 
yaQ avzdj %dv ey(o aiyy atsyto. 



267 ff. Das Auftreten der Elyt. 
bietet dem Chor Gelegenheit, seine 
düsteren Ahnungen mit einem 
Segenswünsche zn beschliefsen : 
„möge es nur gut stehen um das, 
was Klytamestren hierher führt.** — 
«y^caroy („ganz nahe**), weil der 
Chor die auftretende ankündigt. 
Vgl. 690. — 'jiniag yalttg von Argos. 
Vgl. Suppl. 266 avxfig 6s xmqag 
*Aulag nsöov x66b ndXai nixli^rat 
qpflSTog iaxQov (nämlich lintg) xdgtv^ 
Soph. Ocd. K. 1303 y^c oaoinsQ 
*AnCag ngatoi xtxXovvrai. — tgntogi 
bei Homer {A 284, J 299) ^%og 
noXifioto. 

270 — 378 erstes Epeisodion. 
Für die tragische Entwicklung wird 
in der Schilderung der siegreichen 
Einnahme Trojas der Schein des 
Glückes gegeben. — Der Chorführer 
schickt, bevor er seine Bitte an- 
bringt, einen Ausdruck seiner Er- 
gebenheit und Huldigung voraus: 
„ich bin unterthäaig und wenn du 
meinen Wunsch erfüllest, bin ich 
dir dankbar {tvq>Qav 276); wenn 
nicht, verarge ich {q>&6vog iati, 
vBfisaa) es dir nicht** Grofs ist 
der Kontrast dem Schlufs der 
Handlung gegenüber, wo der Chor 
derselben Fürstin drohend gegen- 
über steht. 

273 f. D. i. (t XI nsdvov mnv- 



ArAMEMNßN. 



51 



tba'yyikoi6tv iknC6iv ^vrptoXetg^ 

xXvoiit av süipQGiv* 0^^^ öiymörj q>&6vog. 

KATTAIMHSTPA. 
svdyysXog (liv, &6nBQ if jeccQOi^iaj 
s(os yivoito ^ritQbg £vq>Q6vfig ndga. 
JCSV61J d} %dQ^ ^t^ov ikjcCSog xXvelV 
UQLttiuyo y&Q yQi^xaöiv ^A^bIol jcöXiv. 

XO. 7C&g q>ii}g; niq>Bvye tovitog il^ iniöt £ag, 

KA. TgoLav ^Aiai&v ovöav -^ toQ&g liyco; 

XO. xccQtt {i ixpiQJCBi ddx^ov iKTcalovfiivri, 

KA. SV yaQ tpQOPOvvrog Sfi^ 6ov xavriyoQat. 

XO. ^ yaQ XL iciötöv iöri x&vöi 6ot tex^g; 

KA. iötiv ri d' oix^y /*^ äoX(o6avtog &£ov. 

XO. TC&csQcc d* ovsLQCDV ^atf/Lutf' eijtidij öeßeig; 

KA. oid^ fS^uv* av Idßoi^i ßgi^ovör^g g)Q£v6g. 

XO. «AA' ^ tf' BTtCaviv rig anxBQog g)dtig; 



275 



280 



285 



öte&at nedvov xi iXnitovett. Mit 
f vcryycZog llnlq vgl. So^riq ictpaltiv 
fvayyiXov Enr. Med. 1009, ^gatg 
aiiiaxoloixos unten 1479, uXlriXo' 
tpotfovg lucviag 1575. 

276 f. Wenn du von guter Bot- 
B^^haft sprichst, so möge darin nur, 
wie man zu sagen pflegt, das Kind 
seiner Mutter, der Tag der Nacht 
gleichen. Vgl. Hes. W. n. T. 235 
xtmxovciv 9l yvvaiHSg ioi%6xcc xitiva 
yoviveiVy unten 766 fidofisvav xo- 
nfvüiv. Die Nucht als Mutter den 
Tages auch 291, Soph. Trach. 94 
6v aioXtt vv^ ivaQi^Oftsva xintfi 
naxtvvditt xe, (pXoyi^Ofitvov ZiXiov 
ZiXtov aixm, — mantg 7} nagot^kict 
auch Soph. frg. 255, Enr. frg. 664. 
Vgl. Soph. Ai. 664 uXX* tax' dXri^g 
ff ßgotdiv na^oifiia. — yivotxo, 
nascatur. 

281. ovacev seil, tpmti oder Xiya. 
Soph. El. 676 ^avovx 'Ogicxfjv vvv 
xf Hai naXai Xiyto u. oben 180 cov. 

282. Vgl. Soph. El. 1231 pyri- 
^og tQnti ddüQvov ofifiaxtav ano, 

2H5. fi^ SoXioaavxog d-iov: vgl. 
484, Soph. Ant. 1218 »toiai %X(- 
itxoftai. Die Erinnerung an den 
Anfang des zweiten Gesanges der 



Ilias liefs hiebei an einen trüge- 
rischen Traum denken. Daher die 
folgende Frage des Chorführers. 

287. avd* av Xdpoiiii d. i. ich 
verwahre mich dagegen, dafs ich 
hinnehme (xcrl laigstv %sXevtii). 
Vgl. Eum. 228, Soph. Ant 730 ÄP. 
fgyov yuQ iaxi xovg dnocfiovvxag 
aißsiv; A I M. ovd' av ntsiivaaifi* 
ivoeßfCv ftg xovg nanovg. 

288. aXX' 17 ohne Rücksicht auf 
das vorhergehende noxega. Vgl. 
Soph. El. 537, Ai. 466. — in^avtv, 
vgl. 1669. Darin liegt ein leichter 
Tadel der Leichtgläubigkeit, den 
Klyt. im folg. Verse zurückweist. 
— dnxfgog, nicht mit Fittichen ver- 
sehen wie der Traumgott (434, 
Hom. X 222); mit gewisser Ironie 
heifst es: „vielleicht ein Gerücht, 
das meinetwegen nicht im Traume 
dir zugeflogen ist.** Auch in dem 
Homerischen xy d* anxegog inXsxo 
pLvd'og (g 57) bedeutet dnxtgog „ohne 
Flügel'* nnd die Erklärungen der 
Grammatiker iaonxsgog, %ovq>r] 
(Schol.), anxtgay loowxBga, xaxfa^ 
Tidia oder dnxigog, altpviÖtog' nagd 
'OiiTJgm 6 ngoarfviig fj xaxvg. Alc%V' 
XoQ AyayiiyLVovi (Uesych.) beruhen 
auf Mifäverständnis. 



52 



AISXTAOT 



KA. jtaidbg viag Sig TcdQt iiicaiiijöa} tpQivag, 

XO. 7c66ov %q6vov 8\ xal nsjtÖQdTjtaL KÖlig; 290 

KA. rrjg vvv tsxoiiörig g>&g t68^ svtpQÖvtig Xiym. 

XO. Ttal xCg rdJ' il^Cnoit av iyy^kmv tdxog; 

KA. "Hipaiötog ''ISr^g kttyacQhv ixne^nayv 6iXag, 

q>(fvxtbg d^ q)Qvxtbv äevQ* ol% äyydgov nvgbg 
iiteiiiCBV* ISri {ikv nffog 'EQ^tov Xsjcccg 296 

Ai^^vov lidyav dh itavov ix n^öav xqCxov 
^Ad'pov cclnog Zrivog il^ediliato. 297 

q>&og Sh xfiXinofjMov oxyx rfvaivexo 3i2 

g)^ov^ä jtQoöac^Qi^oxHfa Ttöimiiiov fpk6ya^ 313 

i)^eqtXBXif^g xb^ n&vxov &6xb vomiöai, 298 

l^xifg xoQBvxov kafixddog ngbg fjdovijv 
fjjCBixxo xpvtfo^fyyt'ff, &g xig ijhog, 300 

öilag jcaQayysiXaöa Maxiöxov öxonäg' 



289. Vgl. Prom. 1018 incQtOfi'rj- 
aag drid'tv mg natd' Bvxu fts, 

290. Über %ai (nur) Krug. I § 69, 

32, 16. ^ 

291. trjg tinov&rjg svtpqovrjg 
(innerhalb, in) schliefBt sich an den 
Gen. noaov xqovov (seit) an. 

293. Die Fernsprache durch 
Fener war in den Perserkriegen 
wohl bekannt. So gedachte Mardo- 
nios durch Feuersignale über die 
Inseln dem PerserkGnige in Sardes 
die Einnahme Athens zu melden. 
Herod. IX 3. Vgl. ebd. VII 182. 
Als den Erfinder der Feuerzeichen 
bezeichnete die Sage den Sinon, 
welcher dem griechischen Heere 
auf Tenedos das Zeichen gab, dafs 
das hölzerne Pferd in die Stadt 
gezogen sei (Plin. N. H. VII 66). 

294. an' dyyagov nvQog, mit 
Hilfe des postlaufenden Feuers: 
ayyaQOi hie& die persische Posten- 
kette von Staatscourieren : 6 (ufv 
drj ftQÖitog dgapimv na^aSidoi ta 
ivTttaXfiBva rm dEvrigaty o Sh Sev' 
Tfpog zm xgCxta' xo 61 ivQ'svxsv fjdrj 
Hax* uXlov d»e$£'p;i;cra( nagaSM- 
ftsvttj naxdntQ '^EHri^i n lafinaSrj' 
q>0Qlr]y xriv xm *Htpctlax(p inixsliovai. 
Tovxo XO S^dfiTifta xmv tnnmv na- 
Xiovöi niqaai dyyaqij'iov Herod. 
VIII 98. 



296. *EQiiLaiov Sgog auf Lemnos' 
erw&hnt Soph. Phil. 1469. 

297 ff. Zfivog: Soph. hg, 229 
Sg^aoav cnoniäw Zijvog *A^ci<nf. 
Der Schatten des Berges Athos fiel 
auf Lemnos; daher sprichwörtlich 
"A^tog cxidiBi vmxa Arifiv^ag ßoog 
Soph. frg. 348. — xrjXiKoiinov ovx 
•^va^vsxo, d. i. sie weigerte sich 
nicht Feuer in die Ferne zu senden. 
— ngoeai^giiiovca : ngog xov al^iga 
noiovca maxB avto niiixta&ai xt^v 
tpXoya Hesych. 

298. vnEgxtXfigy ein Übriges lei- 
stend. — vtoviisiif wie Eur. Phoen. 
664 „den Rücken bedecken"» weil 
die Oberfläche des Meeres feurig 
erstrahlt. Vgl. Hesych. ivmvia ' xa 
vtixa nsgitamiicacEv. 

299. noQCvxov; zu 698. — ngog 
ridovrjv (lustig) wie ngog ßücv^ ngog 

300. ijnsmxo, war sie stürmisch 
hingedrungen. — XQ^^^^YY^^ vgl. 
Eur. frg. 781, 11 ä nalXitpeyy^g 
(andere Lesart xQ^^^^^YY^^s) "HXth, 

301. Über den Aor. nagayysÜLaüa 
zu 968. — Mttxioxov OQog Evßoiag 
Scbol., wahrscheinlich im Norden 
der Insel. Nach Strabon X 10 war 
Eretria eine Kolonie des Makistos 
Yon Elis. — anondg von i^neixxo 
abhängig. 



ArAMEMN<iN. 



53 



ö d' oikt ^Xkaav ovd^ dg)Qa6iL6v(og vnvci} 
viTubfievog nuiffptev ayyilov ^id^og' 
ixäg dh ip^vxxov g>&g hC Ei^iicov ^oag 
Meööaniov gwlcc^i ötj^iccivst ftoAdi;. 
dt d' ivteXcc^tl^av Tcal ncc^yysikav «qööcj 
yQaCag ifixt^g &(o^bv a^avrsg nvgC. 
69'ivov6a XaiMiäg d' aödi nm iiavQOviiivri^ 
vxBQ^OQOVöa xedvov '^(^osrot), dixriv 
ipaidQ&g öeXi^fig, ngbg Kid'aiQ&vog linag 
V^yavQBv aXXfiv ixdox'^v yto^nov JtvQÖg. 
Xi^vfiv d' imhQ ro^&rnv iöxrjifev q>ocog' 
890s t' «ä' Alyvjtkuyxrov i^ixvov^avov 
(axQWBv iö^bv lirjxavi^öac^ai nvQÖg. 
iti^%ov6i J' ävöalovreg atpd'övGi iUvbl 
fpkoyhg nJyav ndycova, xal ZaQcavixov 
jcoQ^lioi) xdxonxov ngSni* {mBQßdXkeiv ngööm, 
&66ov6a d' i^sXcciiifSv iörganfig SCxr^v 
^AQa%valov alnog, äötvyetrovag öxoTtäg' 
x&7CBiz^ *AtQBi8&v ig töda öxT^ntBi ötiyog 



305 



310 
311 
314 
315 



320 



S02 f. o Shy der Berg (metony- 
mifich). ~ Die I^egation gehört 
sowohl SU den Participien als anch 
sum verb. fin. wie Hom. X 283 
ov fiiv uoi (fBvyorti fistecqtQivtp iv 
dogv «i}|ci$ u. ö., Ear. Herald/813 
o 9' ovzs Tovg xXvoyta^ aidsad'slg 
loycor ovt' avxog avtov dstXiav 
ct^atTjYog mv iX^eiv ixolfirje' iyyvg 
alnifuyv doffog, — ira^^xev, heb 
aofser acht. — p^h^9j Anteil, Rolle, 
Aufgabe. 

805. Miaaano9 OQog fieta^v Ev- 
ßoiag xal Boußtiag Schol. Nach 
Strabon IX S. 406, Paas. IX 22, 5 
lag Anthedon am Fufse des Mes- 
sapioB. 

307. y^Cag d. i. trockenes Heide- 
kraut. 

308. 9vdi ntüf und gar nicht. Vgl. 
ovnat Soph. 0. T. 105, juijivo) El. 403. 

314. Hesych. Fo^yAnig: K^axi- 
vog iv TlvXaitt. Ufivriv <pairlv elvai 
iv Koffh^tp, tUrjipivat dh xovvofia 
dta x6 roQyjiv igikniüeiv eig avnjv. 
Vgl. Etym. M. p. 884, 32. Der See 
liegt in der N&iie des lathmus und 



heifst jetzt Vuliasmeni. E. Curtius, 
N. Bhein. Mus. IV (1846) S. 200 ff. 

315. AlyinXayuxovi OQog Meya- 
gidog Schol., dem nördlichen Teile 
der Gerania zugehörig. 

316. iOfiov nvQog, eine Fülle von 
Feuer, wie Eur. Bakch. 710 yd- 

318 f. nmyiovtt: Poll. II 88 iv xy 
xQaymdia nmytav nvQog i\ sig o£v 
dvaSgofirj x^g (pXoyogy Phot. lex. 
p. 478, 3 niiyiova nvqog' xriv ava- 
(po(fdv xov nvQog. Ev(finidrig ^^^£(0. 
— ndxonxov: uaxo^iov Schol. Zu 
näxomov noif^fiov vgl. Eur. Hipp. 
31 nixQav . . %ax6tffiov yrig xrjads. — 
ngava^ die hohe Küste, die über 
den Saronischen Basen hereinragt 
(an der Südseite der Bucht von 
Kenchreä). Vgl. Pers. 135. — Über 
den Infin. vnegßaXXsiv zu Eum. 491. 

320. aaaovau, fj 9X0$. 

321. 'Agaxvaiov alnog (von aa- 
aavaa abhängig) gehört zu dem 
Grenzgebirge zwiscnen Argolis n. 
dem Korinthischen (Paus. II 25, 10). 



54 



AirXTAOT 



tpdog rod^ ovx itjcaxxov ^IdaCov nv^oq, 
xoioiSa xoC iLOv kafi^nadtifpÖQov i/tffiot, 
akkog naQ akkov diadoxatg jtk7iQOV(ievoL' 
vixä d' & JtQätog xal tsksvraiog dgaiiibv. 

raxfiaQ xoiovxov övfißoköv xe öol keya 
dvÖQog jcaQayysckavxog ix Tgoiag i^oL 

XO. ^eotg (i€V avd'tg, & yvvatj jtQO^svl^ofiat' 
Xoyiwg d' dxovaat xovöäs xdnod'ovfidöai 
diavexög d'sXoiii dv^ si Xeyoig nakt^v. 

KA. TQoiav ^A%avol x^d^ i%ov6^ iv 'flfi^Qa. 

oiftat ßoiiv &[Lixxov iv nöksi XQtneiv. 
a^og t' akeiq>d x iyxiag xaina xvxEi 
Öixoöxaxovvx^ äv, ov (pikm, ngoöewiicoig' 
xal x(bv akovxov xal XQaxriödvtojv SCxa 
(pd'oyydg dxoveiv iöxc 6vfiq>0Qäg öixkflg. 
o? filv y&Q dfi(pl ödifiaöiv jesjtxmxöxeg 
dvÖQCjv xaöiyv7]X(ov xa xal fpvxdk^wt 



325 



330 



335 



323. ovx dnannov, d. i. in direk- 
ter Abstammung sich von dem 
Feuer das Ida ableitend. 

324. Klyt. sagt: „80 habe ich 
mir meinen besonderen Fackelwett- 
lauf eingerichtet** mit Bezug auf 
die griechische, besonders atheni- 
Kche Sitte der Lampadedromic an 
den Panathenäen, Uephaisteien und 
Prometheien, wobei in bestimmten 
Zwischenräumen eine gleiche Zahl 
von Läufern aufgestellt war, welche 
die brennende Fackel einander über- 
gaben, und wobei diejenige lleihe 
siegte, deren letzter zuerst die 
brennende Fackel ans Ziel brachte 
(vgl. Hermes VII S. 439 flP.). 

325. Weil lafinadrjcpOQcav vofiot 
wie ein Begriff steht (Fackeiläufer- 
orduung), schliefst sich dXlog nccg' 
aXXov grammatisch an vofioi an, 
während es dem Gedanken nach 
'/u lafinadTjtpogtov gehört; denn ein 
Fackelträger lu»t den anderen ab 
und dadurch wird die Ordnung ein- 
gehalten. 

326. 6 ngmiog . . dgaficiv, der erste 
Läufer bis zum letzten, wie bei der 
Lampadedromic , bei der mehrere 
Reihen neben einander standen und 
eine ganze Ueibe siegte. 



327. Tcxfift^ nxi.f Erwiderung 
auf 284. 

329. av&tgy hernach ^367 ff.). 
Hesych. avd'ig' ndliv ^ {isza tavta, 

331. ei liyoiq ndXiv enthält den 
Wunsch der Wiederholung, welchen 
Klyt. insoweit befriedigt, als sie 
332 den Inhalt der Feuerbotschaft 
noch einmal giebt, um daran ander- 
weitige Betrachtungen über das 
Verhalten der Sieger zu knüpfen, 
durch die sie ihre geheimen 
Wünsche verrät. 

333. aiiixzov wird durch das 
Folgende erklärt. Vgl. Hom. ^ 64 
tv&a Ö* an' olpLuayri tc %a.\ fv^co^^ 
niXhv dvdgoiv oXXvvxcav ts xal 6X- 
Iviifvmv. Jubelrufe u. Wehklagten 
stimmen nicht zusanmien. 

334. Das Asyndeton, weil zuerst 
das Gleichnis gebracht wird. Ober 
Tt — xal zu 76. 

337. Man kann von den Siegern 
uod Besiegten Stimmen zwiefachen, 
d. i. verschiedenen Schicksals ge- 
trennt d. i. in verschiedenem Tone 
{dfiinzovg) hören. 

339 f. dvdi^civ naüiyvi^mv xs, also 
Gattinnen und Schwestern. — tpv- 
xdXfiioi . . ysQovxsg^ vgl. Soph. frg. 
957 fir^xQl xal (pvvaXfiioi naxqC. 



APAMEMNÖN. 

dsQfig ajcoiiKo^ovöi (pcXtdtiov fiÖQov ^ 
z(ybg d^ avte wxtinkayxtog ix (iccxrig xovog 
vi^^tBtg XQog &QC6xot,6iv &v i%sv icoXig 
xdööai, XQog ovähv iv fiigst, xBXfLiJQioVj 
aAA' G}g sicaöxog löJtaöev xv%rig ndkov, 
iv aixfuckfhxoig TQcoVxotg oCx^^^iaöiv 
vaiovöLV 11671, xofv ^{ncai^Qiov itdytov 
ÖQÖöcov tr' &nakka%^ivxsg, hg d' svdaifioveg 
d(pvXaxxov evdrjöovöt Jtäöav evq>Q6vi^v. 
ei d' ev öeßovöt xovg noki^ööovxovg d'BOvg 
xovg XTjg aXovöfig yrjg d^e&v -Ö*' fd^vfiata, 
ov xav sXövxeg av&ig dv&aXotsv av, 
eQiog da ^lt] xig JtQÖxeQOV ifixiTCxrj öxqux^ 



55 

340 



345 



350 



Herod. I 87 sa^t Krösos za Kyros: 
ovdslg . ovta avotixog iartf oaug 
noXffiov TtQo eiQijvris ai^ietat' iv 
fihv yciQ ty OL naidsg xovg natsQug 
^dnxovatj iv dh reo ot naztQeg 
xovg naidag, 

341. SsQTig wie Eur. Or. 41 ovxe 
cixa dia di^tig idi^axo. 

342. w%xinXay%zog novog, die 
Unrahe und Arbeit der Nacht. 
Vgl. 12.^ . 

343. iov ixEt noXigi sie nebnien 
ein Frübmahl von dem was die 
Stadt bietet. Vgl. Hom. <o 216 
dsiMvov ö' al^a avmv leQSvaaze 
und zu Eum. 859. 

344 f. n^og (zu Eum. 247) . . X8- 
»fi^^ior, wie etwa vorher im Lager. 
Die Marken, welche die Ueihen* 
folge (iv ftsQEi) bestimmten, wur- 
den sonst durch das Loa verteilt, 
jetzt hat der Zufall jedem seinen 
Teil zugewiesen. Vgl. Hom. A 730 
doQKOV iȣt^' iXofitc^a naxa ar^a- 
xov iv xBlitaai. 

347 1 ndymv Sqoöiov xt, vgl. 
665 f. 

348. ag BvdaiiMvsgi nie stellen 
sich vor, nunmehr von allem Un- 
gemach erlöst zu sein ; darin mögen 
sie sich nicht täuschen, wenn sie 
bei der Plünderung der Stadt die 
Heiligtümer schonen; andernfalls 
u. s. w. 



349. d(pvXa%xov: sie brauchen 
keine Wachen mehr auszustellen. 

350. Vgl. 532, Hom. y 130 ccvzaQ 
insl JlQidiJLoto noXiv disne^Gafiev 
alnr^Vj %al xozb Sri Z^vg Xvyqhv 
iv\ «p^ftfl iLTidBxo voaxov '/Igystoig, 
insl ov XI voijaoveg ovSh Si%aioi 
ndvxeg ^üav axs. Mit xovg noXio- 
covxovg ^sovg vgl. Suppl. 602 xmv 
noXiüCovxiov d'eöiv ßcaiiovg, 1030 
9eovg . . noXiovxovgj Sept. 106 ^"801 
noX£oxot x^ovog. 

362. sXovxtg — uvd'aXoCev sar- 
kastisch.^ Vgl Soph. Oed. K. 1025 
yvfo^t d* d}g ixmv ixv ^'^^ ^* *'^* 
d'qQmvQ'' fi Ji%ri und das sprich- 
wörtliche alQOvvxsg rjQi^fit9a Zenob. 
I 35, Diog.^ I 33 , Apoötol 1 69 (t«i 
xmv iXnicdvxfov %Qazstv xivmv aal 
vn' ixsiviov aXovxmv), auch Ilor. 
epist. II 1, 166 Graecia capta ferum 
victor^m cepit. 

363. Thuk. VI 24 igtog ivinsai 
xoig Tfäüiv bfiofatg ixnXsveai. — 

g^ . . ifijt{nxfj: vgl. zu 136 .und 
[om. n 128 ^17 Sri vijag tXriCi (seil. 
nvQ) xol ovnixi tpvnxa niXmvxai^ 
£ S firi drj fiot xsXiamct ^$ol %a%a 
(irjdsa ^fuS*, f 356 S [loi iyoa, fitj 
xig ftoi vq>ocivrjaiv doXov avxs, 
Eur. Alk. 315 fiq ao£ xiv' aiaxQotv 
TtQocßocXovaa nXfjSova . . covg dia- 
tpd'slQ'^ yaiiovg, — ntfoxegov d. i. 
vor der Heimkehr. 



56 



AISXTAOT 



itOQd'stv & iirj xifijj Kdpdeötv vixmiuvovg' 
dal y&Q JCQog otxovg voöri^ov ömttjQlag, 
d'sotg d' ivaiixXixfitog si (lökot öXQotög^ 
xdfiipaL äia'öXov ^dteQOv xcbXov icaXiv 
yivon &Vj bI iCQÖöycccia (lij xBv%oi xaxa 
iyQYiyoghg rö sr^fta xStv 6Xmk6xiov, 

xoiavxd xoL ywatxbg iJ^ ifiov xkvsig' 
xb d^ €v XQaxoifif fi^ dixoQQifinmg iäatv. 
noXk&v yuQ iöd-X&v xijvd^ ivri6iv alkd^riv. 
XO. yvvai., xar' avö^a ödnpQOv' BvtpQÖvmg kiyBig, 
iyh d' ixov^ag jtiöxd 6ov XBXfiiJQia 
d'BOvg stQOöBiJtBtv Bv scaQa^XBvdiofiai. 
%dQtg yaQ ovx axifiog Bt^yaöxat növiov. 

^fl Zbv ßaöLkav xal i/i>| q>ikCa 
liayäkiov x66iia)v xxadxaiQa^ 

fix' inl T^o(ag nvQyoig ißaksg 



865 
367 
366 
369 
368 
360 



366 



364 f. noff&etv a ftrj XQV ^- ^* ^i® 
Tempel plündern, vgl. Soph. Phil. 
1440 Tovro ö' ivvosSd'*, ffrav noff- 
9'riTS yaiaVy evafßfiv xä ngog 
9'sovg. — vinoüiiivovg nach otgatm: 
zn 199. — voctifAov atotriQÜcs wie 
Pers. 799. Vgl. Cho. 609 t^s dvoi- 

367 f. Wenn ohne Frevel ge^en 
die Götter das Heer abziehen sollte, 
dann dürfte ihnen die Rückkehr in 
die Heimat zu teil werden Der 
andere Schenkel des Doppeliaufs 
(von der vvaaa zur atptaig) von 
der Heimfahrt. Vgl. Sept. 600 «^ 
vovai nannrjv ti^v fiax^av ndliv 

369 f. Bei „wenn nicht etwa 
nachträgliche Leiden schafft das 
noch wache Weh der Toten** kann 
der Chor an die vor Troja Ge- 
fallenen denken (vgl. 463 ff.), Klyt 
hat die Rache für die Opferung der 
Iphigenie im Auge. Hesych. ngoc- 
naiov TiQoatpcczoVj veov. 

361. t6 d' ei KQtttoiri, vgl. 124. 
Der Wunsch klingt ebenso gut und 
ist ebenso schlimm gemeint wie 



964 Zsv Zbv tilBn, rag ipkag evxag 
xilBi, 

862. „Den Genufs von vielem 
Guten erwähle ich mir damif 
Vgl. 1663. Der Aor. BiX6(iriv hat 
Bezug auf den vorher ausge- 
sprochenen Wunsch. Vgl. inBfivtt' 
aäfkTiv Cho. 621. 

363. Weil Klyt. mit affektierter 
Bescheidenheit vorher ywamog i^ 
ifiov nlvng gesagt hat, spendet 
ihr der arglose Chorführer das Lob: 
nav' avSQa . . Xiyng. Zu BvtpQOvag 
(verständijp) vgl. Pers. 774 9^B6g 
yciQ ovx fJX^Q^^f ^S BVtpQüiv iqtv, 
666 SsQ^rig dh ndvt' inicnB Sva- 
q)Q6vag. 

366. SV nQ06BineCv s. v. a. dt' bvIo- 
yCag vpkvriisai (Eur. Herc. 366). 

366. Eine Gnade ist erwiesen, 
die der (um sie aufgewandten) 
Mühen nicht unwert ist. Bt^gyatnat. 

gassivisch wie Bliyyda^ai 1346. — 
lytämestra ab. 

867—378. Die Anapäste des Chor- 
führers schliefsen das Epeisodion 
mit dem versprochenen (329, 366) 
Dankgebete ab. 

368. XTcafei^a, für uns. 



ATAMEMN^N. 

ötsyavbv dixtvovy üg fti^rf (isyav 

(idycc dovXeiag 

ydyyafiov^ axr^ jtaväXmtov, 

/ICa rot l^ivi^ov [kiyav aldov(iac 
xhv tdäe yCQcc^avz* hC ^AkEl^ccvöga 
teivovra ycdXat zd^ov^ Snmg &v 
(11^X6 JtQb xatQov HTJ^' imh(f &6tQ<ov 

ßikog tjkid'iov 6xijtlf€uv. 



57 

370 



375 



str. 1. ^tbg nXocyäv i%oig av bItibIv' 



380 



370. ctiyavov (deckend^ Ton allen 
Seiten omfiMsend) d^ntvav: diese 
Form der anapästischen Dipodie 
Kj^j.^\if\j ist selten. Vgl. 788, 
Eom. 807, Suppl. 5. 

371. vniiftiXicai^ darüber hinweg- 
springen. Vgl. ^xsnj^ijfMTOff 1375. 

372 f. dovlBiaq, weil sie im Netz 
gefangen sind. — attiv navalatov 
ist nähere Bestimmung zu fiiya 
d. yayyaftov: das grofse Fanggarn 
der Geiangenschaft wird zu einem 
alle erfassenden Verderben. Hom. 
£ 487 fiif n<og, (og diffCci X£vov 
aXopxB navdygov, dvögaat dvciis- 
vitamv ilm(f xal nvQfia yivria^B, 

374. Hom. N 624 Zrivog . . f*^viy 
(etv/ov, og xi not* vfifti diaq>d'iQOSi 
%6Xtv aixrjv, 

375 ff. in* 'AXe^dvSifai xeivovxa 
(dem n^diavta untergeordnet) «. 
Tofov darf nicht in dem Sinne ge- 
nommen werden, als habe Zeus in 
eigener Person den Paris vernich- 
tet, sondern steht nur bildlich etwa 
fdr vcxBQonoivw (6^), Cho. 381 Zbv 
Zs«, ndtok^ev IdXXmv vcxtQ6noivov 
axav %xL Zens wartete den rechten 
Augenblick ab (ygl. Soph. Phil 195 
%al vvv & novfi, nämlich Philo- 
ktetes, d£x<'^ %YiSeii6vmv ov% icd"' mg 
av d'BWf Tov niXexyj xov /»i; n^oxB- 
poy xovS' inl Tgoia xBivai xa btmv 
d(Mtxflxa ßiXri, mqIv oS* i^fjnoi x^o- 
vogj i XiyBxai Kfr^vai aqp' vno 



xmv9B dafi^fjvat. Der Bogen des 
Philoktet hat den Paris erlegt) und 
sein Pfeil traf sicher, nicht ins 
Blaue. — onag, wie. — vnlg acxifotv 
nach dem sprichwörtlichen elg 
ovQttvov xo^BVBiVy wclchcs gcsagt 
wird inl xmv diaxevfjg novovvxatv 

SZenob. III 46). Ein bildlicher Aus- 
Iruck, der nicht weiter ausgedeutet 
werden darf. 

378. Tjli&iov proleptisch. — Ge- 
wöhnlich ist der vorletzte Fufs des 
ParOmiakoB ein reiner Anapäst; 
wie hier, steht dafür ein Spondeus 
auch Suppl. 8 ^n<pa> noXetog yvm- 

379 — 480 erstes Stasimon. 
Die rhythmischen Ephymnien, be- 
stehend in der dreimaligen Wieder- 
kehr des gleichen Versmafses am 
Schlüsse der drei Strophen und 
Antistrophen, lassen vermuten, dafs 
die drei Strophenpaare von den 
drei cxoixoi des Chors, die Ephym- 
nien von dem Gesamtchore vorge- 

^ tragen wurden. Eine ähnliche Form 
hat das Segensgebet Suppl. 638 ff. — 
Die sittlichen Erwägungen, welche 
der Fall Trojas in Bezug auf die 
Besiegten und die Sieger erweckt 
(zu 413), werden mit „dafs Zeus 
getroffen, darf man wohl sagen'* 
an das Vorhergehende ange- 
schlossen. 

380 f. „So viel läfst sich jeden- 



58 



AIXIXTAOT 



inQal^sv oig sxQavav. oint Bipa reg 
d'tovi; ßQOttov aifLovöd'at ^leXsiv 
oöoig dd'ixtcijv yccvog 
naroi^^ ' o ä^ ovx svöeßTJg. 
TCtfpavtat tf' dyxivovg 

nvBÖvtav ^et^ov f\ dcxaiag, 
fpkeövtmv dcjfuirmv vjceQqfSV 
vnsQ TÖ ßeXriötov. i6x(a d' än^-- 
liavtov üöt^ änagoutv 
£v TtQamdov Xaxpvxi, 

ov yccQ iötiv exaX^Lg 
TtXovtov nghg xöqov avdQl 



385 



390 



falls feststellen: es ist ihm (dem 
Alexandres) ergangen entsprechend 
seinen Thatcn.** Der Grundsatz 
göttlicher Gerechtigkeit sl deiv' 
idgaoag, dsiva. xal na^siv ob Sbi 
(Soph. frg. 11) hat sich an ihm 
erfüllt. Vgl. na&eiv xov ig^avxa' 
^iaftiov yaQ 1663,- dgaöavti na- 
d'siv XQiysQmv pLv^'os xäSi q>mvti 
Cho. 312. — tI( (gar mancher, vgl. 
456): Man braucht nicht anzuneh- 
men, dafs der Dichter an eine 
bestimmte Peräönlichkeit gedacht 
habe. 

382. (ovx) d^iovcd'ai d. i. es ver- 
trage sich nicht mit der Würde der 
Gottheit. — litis IV persönlich wie 
Soph. £1. 342, Eur. Herc. 773^ ^€ol 
tcov dSlntov iiiXovai %ai xoiv ocuov 



endsiv. 



383 f. d^Utoav: Soph. Oed. T. 891 
xmv d^inTcav t^ftai fiuTaimv. Das 
Heilige, das nicht angetastet wer- 
den darf, sind die sittlichen Grund- 
sätze, die „ungeschriebenen Gesetze" 
(Soph. Ant. 454). ydvogy Schmuck 
(584) wie Cho. 634 d'tioüzvyriTtp 6* 
dyei ßgotmp dzifimd'lv oi^x^tai yd- 
vog. Dieses steht zu nazoito in 
scharfem Gegensatz: Der Schmuck, 
der in Ehren gehalten werden 
sollte, wird mit Füfsen getreten. 

385 tf. „Vielmehr-ist offenbar ge- 
worden , dafs der Uachegeist CAgfjg^ 
vgl. fislag "Agrig 1512) rasch wahr- 
nimmt die Sunden solcher, die 



über Gebühr hoflßtrtig sind, wenn 
das Haus allzusehr über das eben 
richtige Mafs hinaus von Fülle des 
Reichtums strotzt." Über den relat. 
Gen. dzoXfirizav Krug. Sprachl. II 
§ 47, 26, 6. dxoXfiTixog auch Find. 
iBthm. VU 11 dzoXiucxov 'EXXdSi 
fiox^ov (Schol. dwnoftovTjzog): aroX- 
fiTjza wie dxXrjza 417 sind Dinge, 
die man nicht wagen, nicht über 
sich bringen soll, also frevelhafte 
Wagnisse wie die Entführung der 
Helena (417 die ehebrecherische 
Flucht der Helena). — vnifftpsv' 
vnegdyav Hesych. — VTchg x6 ßiX- 
xufzop wie arapa x6 ßiXxmxov Fiat. 
Phaedr. p. 233 A, Flut. Gracch. 
c. 8. 

389 ff. Nur nebenbei (wie Eur. 
Iph. T. 419 über das mäfsige Stre- 
ben nach Ileichtum) wird eine Be> 
merkuDg über das richtige Mafs 
des Reichtums angefügt: „es soll 
so viel sein, dafs es ohne wehe zu 
thnn (d. h. ohne harte Not fühlen 
zu lassen) genügt dem der richti- 
gen Verstand hat." Vgl. dmjfLdvxm 
a&ivu (mit einer Gewalt die nicht 
wehe thut) Suppl. 584. — ev nga- 
nidunv Xu%6ifxi wie tv nq. ixowxi. 

392 ff. „ Keine Schutzwehr giebt es 
für den Mann, der in der Über- 
Sättigung des Reichtums (wenn es 
ihm zu wohl ist) den hohen Altar 
des Rechts in das Nichtvorhanden- 
sein wegstöfst d. h. für sich nicht 



APAMEMNi^N. 



59 



ßciJiibv eis aqxxvetav, 

ant. 1. ßiätai d' & tdkaiva Ttscd'cjy 

nQoßovkov xatg äfpeQtog atag. 

&xog äs nav fidtaiov. ovx ixQvtp^t}^ 

TtQBJcst dsy ip&g aivoka^Ttig^ eivog' 

xaxov dh ;|;aAxov XQonov 

XQißip TS Ttal TCQOößokatg 

liskafLxayijg nsXsi 

ÖLxauod'slg insl 

dichxsL naig icoxavov oqvlv, 

nokst TtQÖöTQinfi aqfSQTOv ivd^SLg. 

Xixäv <J' axovsi ^uv ovxig d^edv' 



395 



400 



405 



vorhanden sein läfst. nqo^ %6qov 
wie ngos ßiav Eum. 6, ngog dvay- 
nav Pers. 572, ov %ax' lü%vv ovbl 
iv^og TO na^iQOV Prom. 228, n^hq 
to ßiaiop Ag. 136. — dixag ßafiog 
wie Kam. 542. 

396 f. Ausführung von ov yaQ 
taviv inalitg: „es bemächtigt sich 
dessen, der kein Bechtsgefühl hat, 
die Überredung (Verführung), welche 
ausgeht von der ihn beratenden 
leidenschaftlichen Verblendung (die 
Sophistik der Leidenschaft)/^ Vgl. 
233. So führt auch Sophokles Ant. 
615 ff. aus, wie der das Becht nicht 
achtende Mensch sich durch seine 
rücksichtslose Begehrlichkeit selbst 
ins Verderben stürzt: aotpia yag ix 
XQV %Xiivov tnog nitpavzai, to xa- 
nov doxerv not* iü^'ibv xmd' tfifiiv 
otfp q>Qivag d'sog ayti ngog azav, 

398 ff. Ist dann der Schaden 
(tf^yoff) gestiftet, das Verbrechen 
verübt, so giebt es keine Heilung 
und kein Verborgen. Es verbreitet 
sich vielmehr der Ruf des Ver- 
brechers, ein schrecklicher Ruf; wie 
eine schlechte Münze durch Be- 
rührung und Anstofsen schwars 
wird, so schwindet bei ihm der 
äufsere Glans und er zeigt sich in 
■einer häfslichen BlÖfse; es wird 
über ihn das Urteil gesprochen, dafs 
er einem Knaben gleicht, der nach 



dem flüchtigen Vogel hascht; aber 
auch auf den Staat fällt seine 
Schande; sein Flehen hört kein 
Gott und nimmt ein Mensch sich 
seiner an, so reifst er diesen mit 
ins Verderben. Zu ovx in^<pd'7j, 
nginsi Si vgl. Sept. 274 (Ltclci, 
(p6ß(p S* ovx vnvtocad. %iaQ, — 
ingvtpdjj ist sog. gnomischer Aorist. 

400. xanov xalxov: vgl. Soph. 
frg. 742 Xdfinei ydg iv xq^ltttaiv 
maneg svysvrig (andere Lesart ivngs- 
nrig) x^Xxoff. 

403 f. dmaim^'flg insl 9tfo%n für 
das unverständliche ^txaio^f 1$ ^ico- 
xfiov. — Sprichwörtlich xd mtofisva 
didxetv Plat. Euthyphr. p. 4 A, 
vgl. Hom. P 75 diUx^xa dKoxav, 
Apostel. XII 100 ogvtg ^rjzfigy dvi- 
liovg 9'rjQevgig' inl xmv {kdtriv 
nonimvzoav. 

405. ngoatoiniia, der mitgeteilte 
Makel. Über den Aor. iv^sig zu 
958. — Zum Gedanken vgl. lies. 
W. u. T. 240 noXXdni %al ^vfinaaa 
noXtg xaxov dvÖgog crxcijv^a, Eur. 
Hek. 640 noivov S* i^ lÖiag dvoCag 
(des Paris) xaxov xn ^iiMVvxi6i ya 
oXi^giov ifioXe. 

406. Xixdv xtf., vgl. Eum. 561 
%ttXii 6* dnovovxag ovdfv iv fiioa 
SvanaXsi xs diva' y^Xa d\ Öat'nfßv 
in' dvögl ^spfioi xrl. 



60 



AI2XTA0T 



roveJ' i%i6XQ(Hpov 
<p&xa dCxri xad'aiQsL 

olog xal ndQig iX^av 
is 86^ov xbv ^AxQBiSav 
fjöxvve ^eviav xgccns- 
^av xkojcatöt ywai%6g. 



410 



siar. 2. Xiiiovfia d' &6xot6i,v döniöxoQag 

xkövovg x£ Tcal Xoyx^lt'Ovg vavßdxag d"' bxhöfiovg 

&yov6ä t' dvxifpsQvov ^Ikim (pd'OQav 

ßdßaxsv QCfMpa diä nvkäv 

axkrixa xkäöa' nokkä d' iöXBVov 

x6ä' iwinovxsg d6(i(ov yCQO<pfixai,' 

^7d) ^cb d&na d&(ia xal sr^ytfftot, 



415 



407. xovd' ifciüTQoq>ov Tsich küm- 
mernd) nach Hom. a 177 iniat^otpog 
f^v dv9'Qfon<ov, Vgl. Hesych. ini- 
atQotpog ' ini,üZQO<pT}v noiovfisvog 
%al q>QOvtli<ov, iniiisXriTi^g. Der 
Schlechte zieht diejenigen die ihm 
gesellt sind mit ins Verderben, wie 
es Sept. 586 iv navxl ngayti d' 
iad"' oftiXiag aax^g ndniov ovöev 
xre. ausgeführt wird. So mufsten 
die Trojaner mit Paris zu Grunde 
gehen, da sie sich seiner annahmen 
und sich zu Genossen seiner Frevel- 
that machten. Vgl. 537. 

411. iiviav xQansiav: vgl. Hom. 
N 626 ot iitv TiovQiö^Tjv aXoxov xal 
ntrjfiata nolXä /uat^ oCx^a^' dvd- 
yovzegj iml tpiXita&B na^' avtijy 
Archil. frg. 96 Bgk. oqkov &" ivo- 
aq>i6d"rig {uiyav, ciXtig ze xal zga- 
nsiav, 

413. Mit dem Gedanken des 
zweiten Strophenpaares „damals 
nach der Entführung der Helena 
war Jammer im Hause des Mene- 
laos, nunmehr ist Jammer in jedem 
Hause Griechenlands^* geht der 
Chor über auf die unseligen Folgen 
des Eri^es für Hellas. Der allge- 
meine Unwille des Volkes flucht 
der verderblichen und um eines 
Weibes willen viel Blut der Bürger 
vergiefsenden Ruhmsucht der Füh- 
rer, der Fluch aber weckt die 



Bachegeister. Die Trojaner frevel- 
ten in der Üppigkeit des Reich- 
tums, die Atriden fehlten in ihrem 
rücksichtslosen Ehrgeize. In beider- 
lei Hinsicht ist das rechte Mafs, 
die rechte Mitte {navxl fLsatp x6 
mgdxog d'eog mnaaev Cho. 532) das 
Wünschenswerte : 389 iaxm d' dm^- 
fiavzov müx' dna^nstv %xi. — 477 
xp/voo d' aipQ'ovov oXßav %zb. 

413 f. daniazogag xe xal Xoy%i' 
ftovg üXovovg vavßdxag 9"' onU- 
Ofiovg: vgl. 977 vavßdxag ax^axog^ 
Pers. 107 tnnioydgfiag xXovovg, Eur. 
Herakl. 699 o